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warum 3-wegeboxen?

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Autor
Beitrag
münchen87
Neuling
#1 erstellt: 11. Mai 2011, 04:31
hallo

ich beschäftige mich seit geraumer zeit mit dem thema boxen, receiver, verstärker usw.

Was mir auffällt, die meisten standboxen sind 3 wege boxen.
Ich frage mich ob es nicht sinnvoller wäre, mittel und hochtöner in einer box und den bass über einen sub laufen zu lassen. Wäre das prinzipel besser um eine besseres klangergebnis zu erreichen?
Da es hauptsächlich 3-wegeboxen gibt muss ich fast denken nein, allerdings bin ich mir nicht sicher.
Ist es nicht so, dass gerade wegen dem bass die boxen eine gewisse bauforum usw. haben müssen/sollten? Hoch und mittelton ist meiner, zugegeben laienhaften ahnung, nicht so "empfindlich"
stefan1100
Inventar
#2 erstellt: 11. Mai 2011, 05:05
Hier mal mein Senf dazu:

3-Wegelautsprecher sind die leichteste Umsetzung der Bandbreite bei weitestgehend homogenem Frequenzgang.

Nimmst du ein Zweiwegesystem, hast du entweder nicht den Tiefgang oder läufst ganz schnell Gefahr, daß die Mitten in den Hintergrund rücken, die Homogenität leidet.

Bei deinem angesprochenen Zweiwegesatellitensystem mit Subwoofer muß der Satellit den Frequenzgang bis ich sag mal grob 100 Hz schaffen, andernfalls muß der Sub zu weit hoch und wird ortbar, da er eine andere Position im Raum hat.
Meist werden aber solche Systeme aus designorientierten Gründen eingesetzt, weil Lautsprecher darf man ja nicht oder nur kaum sehen...
kaetho
Stammgast
#3 erstellt: 11. Mai 2011, 08:13
Hi münchen87,
lies mal http://www.nubert-forum.de/nuforum/viewtopic.php?f=6&t=57hier, da wird einiges zu diesem Thema geschrieben. Die Aussage "3-Wegelautsprecher sind die leichteste Umsetzung der Bandbreite bei weitestgehend homogenem Frequenzgang" würde ich so nicht vorbehaltlos gelten lassen.

Gruss, Thomas
Chohy
Inventar
#4 erstellt: 11. Mai 2011, 08:27
Mit 3-Wegern ist es prinzipiell möglich eine gleichmäßigere Abstrahlcharakteristik zu erhalten.
Zudem können nichtlineare Verzerrungen wie Intermodulation auch deutlich veringert werden.

Verringerung von stehenden Wellen durch kompaktes Mitteltongehäuse und auch weniger nichtlineare Verzerrungen

Weniger Dynamikkompression

Der TT-Treiber muss nicht bis in den Partialschwinungsbereich betrieben werden.

Der Frequenzgang ist in diesem Fall nicht das absolute Kriterium.

Natürlich ist auf der anderen Seite die Weiche etwas komplizierte und teurer und heute sind brauchbare Mitteltonkalotten auch rar geworden.

Besonders wenn man aktiv arbeitet, bieten 3-Wegeriche schon nicht zu unterschätzende Vorteile.

Nachtrag: Zu den 3-Wege Lautsprechern zählen NICHT Lautsprecher mit HT und "MT" (eher TMT) an der Front und einem Seitenbass --> das sind 2-Wege + Subwoofer Konstruktionen

Bei richtigen 3-Wege Lautsprechern läuft der Tieftöner bis 300-500Hz hoch damit der Mitteltöner nicht überlastet wird und eine (evtl. durch Waveguide angepasste) ordentliche Abstrahlcharakteristik (kein "Tannenbaum").

Außerdem ist bei ordentlichen Lautsprechern mit breiter Schallwand der Bafflestep um einiges tiefer --> Es erfolgt keine 360° Abstrahlung des Schalls schon im Mitteltonbereich, was zu einer Beeinträchtigung der Wiedergabe führt/führen kann.



gruß chohy


[Beitrag von Chohy am 11. Mai 2011, 10:39 bearbeitet]
CaptainBlaubaer
Stammgast
#5 erstellt: 11. Mai 2011, 16:07
vorallem finde ich klingt der Bass aus 3-Wege-Boxen zur Musik deutlich besser als aus dem Sub.
Habe das auch mal getestet ...
Vorallem in kleineren Preisklassen (kleiner 1500€) ist es imho empfehlenswert eine Standbox zu nehmen, da diese einfach von anfang an abgestimmt ist was man als Leihe ohne die richtigen Mittel niemals hinbekommt...

Zudem bräuchte man wenn auch 2 Subs, damit man das Klangbild nicht verzerrt.

Gruß
Crazy-Horse
Inventar
#6 erstellt: 11. Mai 2011, 16:51
Ah ok.
Das es bei den meisten nicht Homogen klingt wundert nicht, der Sub ist meist viel zu laut eingestellt.

Also ein Sub schön tief getrennt bei 40Hz oder 60Hz, vom Delay (Phasenlage) zu den Fronts angepasst, da macht so ein 2.1 auch richtig laune. Bei einem am besten zwischen den Fronts aufstellen, bei zwei Subs einen neben jeden LS.


Vor allem da es je nach Sub, tiefer in den Keller geht als die meisten Standboxen.

Und mit dem passenden Sub lassen sich sogar die dicken B&W 800er nach unten hin erweitern, siehe Tests vom DB1.
Richtig eingepegelt versteht sich.


[Beitrag von Crazy-Horse am 11. Mai 2011, 16:52 bearbeitet]
CaptainBlaubaer
Stammgast
#7 erstellt: 11. Mai 2011, 17:05
Habe mir mit hilfe eines Mitarbeiters von dem Auditorium (LS GEschäft bei mir in der gegend) welchen ich privat kenne meinen Sub und meine Kompakt (2-Wege) Lautsprecher Positionieren, ausmessen und einstellen lassen.
Empfinde es dennoch nicht so gut wie Standlautsprechern.
Besser wird es mit 2 Subs und sehr gut wird es mit 2 Standlautsprechern + 2 Sub's wie ich finde
Chohy
Inventar
#8 erstellt: 11. Mai 2011, 17:08
Hi

Das dürfte auch daran liegen, dass entsprechend potente Standlautsprecher (3-Weger?) den Raum gleichmäßiger anregen als bei 2.1

Aber das ist wie oben angemerkt bei weitem nicht der einzige Grund warum 3-Wege Lautsprecher gewisse Vorteile ggüber 2-Wegern haben.

gruß chohy


[Beitrag von Chohy am 11. Mai 2011, 17:09 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#9 erstellt: 12. Mai 2011, 22:10
2 Wege würden reichen. Nur würde ich den Frequenzbereich sinnvoller aufteilen. Bei üblichen Trennfrequenzen um 2-3kHz hat der Hochtöner um die 3 Oktaven wiederzugeben, der TMT muss aber 7 Oktaven schaffen. Ich würde beiden Chassis jeweils 5 Oktaven zukommen lassen, was auf eine Trennfrequenz von c.a. 500-600 Hz rausläuft. Entsprechende Chassis gibt es, es kann ein größerer Tieftöner eingesetzt werden, unterm Strich wäre es ein kompletterer Lautsprecher, als es mit üblichen Zweiwegern möglich ist. Bei 3 Wegen kann man dann auf noch mehr spezialisierte Chassis zurückgreifen. Zwei Wege haben aber noch viel ungenutztes Potential.
MANFREDM
Stammgast
#10 erstellt: 13. Mai 2011, 09:05

Giustolisi schrieb:
2 Wege würden reichen. Nur würde ich den Frequenzbereich sinnvoller aufteilen. Bei üblichen Trennfrequenzen um 2-3kHz hat der Hochtöner um die 3 Oktaven wiederzugeben, der TMT muss aber 7 Oktaven schaffen. Ich würde beiden Chassis jeweils 5 Oktaven zukommen lassen, was auf eine Trennfrequenz von c.a. 500-600 Hz rausläuft. Entsprechende Chassis gibt es, es kann ein größerer Tieftöner eingesetzt werden, unterm Strich wäre es ein kompletterer Lautsprecher, als es mit üblichen Zweiwegern möglich ist. Bei 3 Wegen kann man dann auf noch mehr spezialisierte Chassis zurückgreifen. Zwei Wege haben aber noch viel ungenutztes Potential.


Wird z.b. bei Blumenhofer gemacht. Leider sind auch die Preise entsprechend. Die Bass-Chassis der Genuin FS 1 (35000 €) sind sehr teuer.


Im Bassbereich nutzt seine als Zweiwegesystem mit einer Trennfrequenz von 850 Hertz konzipierte Genuin FS 1 einen riesigen 16-ZollTreiber der japanischen Nobelschmiede TAD.
http://www.blumenhof...play_Genuin_FS_1.pdf

Bei der kleineren Genuin FS 3 (9000 €) läuft der Bass sogar bis 1200 Hertz hoch. Ob das im Sinne des Erfinders ist?
Chohy
Inventar
#11 erstellt: 13. Mai 2011, 10:54
Wie wäre denn der Directivity Verlauf der Blumenhofer Lautsprecher, würden sich da auch wieder ordentlich Sprungstellen aufgrund des Horns für Mittel- und Hochtonbereich bilden?
Oder gäbe es keine größeren Bruchstellen der Bündelung aufgrund des großen TT's?


gruß chohy
mroemer1
Inventar
#12 erstellt: 13. Mai 2011, 11:09

Ich würde beiden Chassis jeweils 5 Oktaven zukommen lassen, was auf eine Trennfrequenz von c.a. 500-600 Hz rausläuft.


Bei meinen 3 Wege LS arbeitet der Bass (12er) schon bis 850 Hz.


[Beitrag von mroemer1 am 13. Mai 2011, 11:10 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#13 erstellt: 13. Mai 2011, 11:54

münchen87 schrieb:
hallo

ich beschäftige mich seit geraumer zeit mit dem thema boxen, receiver, verstärker usw.

Was mir auffällt, die meisten standboxen sind 3 wege boxen.
Ich frage mich ob es nicht sinnvoller wäre, mittel und hochtöner in einer box und den bass über einen sub laufen zu lassen. Wäre das prinzipel besser um eine besseres klangergebnis zu erreichen?
Da es hauptsächlich 3-wegeboxen gibt muss ich fast denken nein, allerdings bin ich mir nicht sicher.
Ist es nicht so, dass gerade wegen dem bass die boxen eine gewisse bauforum usw. haben müssen/sollten? Hoch und mittelton ist meiner, zugegeben laienhaften ahnung, nicht so "empfindlich"


Hallo,
das was Du in Deiner Einführung zum Ausdruck bringst, kannst Du jederzeit praktisch nachvollziehen. Bist gedanklich schon auf den richtigen Weg! Mit 1 Subwoofer und 2 Sateliten ist das genau zu verwirklichen. Die Sateliten sind i.d.R. als 2-Wege-Boxen ausgelegt und mit einer Frequenzweiche vom Subwoofer akustisch getrennt. Nicht nur technisch, sondern auch rein logisch gedacht, ist dies auch ein 3-Wege-System.

Es gibt auch Hersteller von LS, die jedes zu einem 3-Weg-System gehörende Chassis in einer würfelförmigen separaten Box untergebracht haben. Also jedes Chassis von den evtl. Einflüssen des anderen akustisch getrennt. Diese Würfel stellt man in einer vorgegebenen Reichenfolge ganz einfach übereinander.
Sind aber "etwas teuerer" und optisch ein Blickfang....

Das nur ergänzend.

Gruß Blacky
Chohy
Inventar
#14 erstellt: 13. Mai 2011, 12:00
@Werner_Schwarz

reguläre 2Wege + Subwoofer ist KEIN 3-Wege im eigentlichen Sinne sondern eine Sub-Sat Kombo, s.o..

Genauso Lautsprecher mit 2-Wegen + Seitebbass.

gruß chohy
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