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Quart 980S - damals u. heute?

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Autor
Beitrag
alphonz
Neuling
#1 erstellt: 17. Mai 2014, 11:10
Hallo allerseits,

habe noch ein altes Paar Quart 980S (an einer ebenfalls alten Grundig Fine-Arts-Anlage /Verstärker A9000) laufen. Ich mag die Anlage und ihren Sound sehr gern, möchte mir aber aus verschiedenen Gründen (Fernbedienung, Wiedergabe vom Smartphone bzw. Computer, Streaming etc.) einen neuen Verstärker kaufen.

Da ich absolut kein Hifi-Profi/Experte bin, gestattet mir bitte mal folgende Fragen zu den genannten Boxen:

1.) Wie beurteilt Ihr solchen „antiken“ Lautsprecher im Vergleich zu preislich ähnlich gelagerten aktuellen Lautsprechern?
2.) Ist die Technik veraltet?
3.) Ist heute alles besser?
4.) Gibt’s heute andere klangliche „Moden“?
5.) Altern Lautsprecher bzgl. ihrer Qualität?
6.) Kann man alte Lautsprecher mit neuen Verstärkern mischen, oder umgekehrt? Oder besser gefragt: macht das Sinn?
7.) Passt das rein technisch zueinander?
8.) Passt das klanglich zusammen?

Über ein paar grundsätzliche und ein paar spezifische Quart 980S-Infos würde ich mich sehr freuen…

Besten Dank und viele Grüße
alphi
ATC
Inventar
#2 erstellt: 18. Mai 2014, 12:43
Moin,
http://www.hifi-wiki.de/index.php/MB_Quart_980_S

1. Den damaligen DM Betrag in € anlegen, dann ist man in der Gegenwart auf ähnlichem Niveau.
2. Nein, auch heute noch bestehen passive Lautsprecher aus einem Gehäuse, Chassis und Frequenzweichen.
Da heutzutage überall der Sparfaktor bzw. Gewinnmaximierung im Vordergrund steht,
sollte somit zugleich Frage 3 auch beantwortet sein.
4. Nein, auch heute gibt es extrem unterschis´dlich klingende Lautsprecher, jeder Geschmack wird bedient.
5. Das größte Problem älterer Lautsprecher sind und waren die Schaumstoffsicken der Lautsprecherchassis,
was aber bei MB Quart kein Thema ist da hier nicht verbaut.
Die Frequenzweiche könnte man prüfen lassen oder auch selbst machen wenn ein Lötkolben kein unüberwindbares Problem darstellt.
(Werte der Bauteile im ausgeloteten Zustand überprüfen und nach Bedarf auswechseln, falls nötig)
Ferrofluidhochtöner können austrocknen, kann jetzt nicht sagen was da verbaut ist, da könnte man bei MB Quart nachfragen wenn es sonst keiner genau weis) wenn dir der Hochtonbereich noch detailreich genug vorkommt ist alles o.k..
6. +7. Technisch kein Problem , kann man problemlos machen.
8. Ebenfalls kein Thema

Wenn auch mal etwas lauter Musik gehört werden soll einen nicht zu kleinen Verstärker wählen, da die Hochtöner sich sonst verabschieden können wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann, die wollen kontrolliert werden.

Du hast einen guten Lautsprecher.

Gruß
xnicox37
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Mai 2014, 21:53
Hallo Alphonz,
Welche 980 s hast du denn? Die Mb Quart 980 s der letzten Baureihe klingt auch heute noch immer fantastisch für ihr Geld ( Meine Meinung ).
Ich habe mir 1990 ein Paar zugelegt und betreibe sie auch heute noch fast täglich. Allerdings harmoniert sie nicht mit jeden Verstärker da die Box sehr, sehr leistungshungrig ist. Der Verstärker muss also außerordentlich stabil sein. ich würde dir Raten deine Lautsprecher zu behalten und dir einen potenten Verstärker (mit Fernbedienung) zuzulegen.
Salinas
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 21. Mai 2014, 00:18

alphonz (Beitrag #1) schrieb:
Hallo allerseits,

habe noch ein altes Paar Quart 980S (an einer ebenfalls alten Grundig Fine-Arts-Anlage /Verstärker A9000) laufen. Ich mag die Anlage und ihren Sound sehr gern, möchte mir aber aus verschiedenen Gründen (Fernbedienung, Wiedergabe vom Smartphone bzw. Computer, Streaming etc.) einen neuen Verstärker kaufen.

Besten Dank und viele Grüße
alphi


wie die Vorredner schon ausgeführt haben: behalt die Teile, wenn sie O.K sind!!!

die Hersteller aktueller Produkte tun so, als wenn die jeden Monat das Rad neu erfunden hätten. Mehr oder weniger alles Marketing- Bullshit, speziell um HT, die m.M im günstigsten Fall das Dessert, aber niemals die Hauptspeise sind.....

Die Musik spielt sich m.M. ganz woanders ab...
Auch vor mehr einem Halben Jahrhundert wußte man schon, wie man gute LS baut: JBL, Altec,,Spendor, Braun, Heco, Telefunken, Grundig. und und und. und....

So ne "Sitzbank" von General Elektric aus dem Jahr 1947 soll wohl die Besucher auf der High End 2013 ziemlich umgehauen haben
Das spricht Bände...

Und wenn du nen alten Hifi Ls von Pioneer, Yamaha, Technics und Konsorten oder einen alten JBL oder Klein * Hummel Monitor besitzen solltest, hast du wahrscheinlich was besseres als der meiste Hifi- Sch.... , der heute so auf dem Markt hast. Mutti muß das dann halt mal aushalten...

Heute geht's um schicke schlanke Säulen, weil Yuppies Musik gerne hören, aber nicht "sehen" wollen... Bose wird mit dieser Strategie seinen "Mi,,," los.. .

Die Branche wirbt mit Design Produkten, die oft nur zur Berieselung geeignet sind. Dabei wird dann mit Produkteigenschaften geworben, die an der Grenze zur Lüge sind.

Leider fährt auch die junge Generation voll darauf ab, wenn sie überhaupt noch Wert auf ne Anlage zuhause hat...


[Beitrag von Salinas am 21. Mai 2014, 00:54 bearbeitet]
puffreis
Stammgast
#5 erstellt: 21. Mai 2014, 08:14



Man kann indirekt auf die Qualität in Punkto neutrale Wiedergabe schließen, wenn man sich nur die Größe des Mitteltöners anschaut (Spezialfälle wie Waveguide und extrem niedrige Trennfrequenzen im Mittel-Hochton-Bereich ausgenommen).
Große Mitteltöner ---> nix gut
Kleine Mitteltöner ---> guuuut
Und jetzt guck dir mal die heutige Auswahl an Lautsprechern an!

Es gibt übrigens vier LS-Kategorien:
1. LS von Laien für Laien:
Sogenannte Entwickler, die einfachste Gesetzesmäßigkeiten ignorieren/ nicht kennen, von Beruf Tischler, Kaufmannn, Sportlehrer usw. sind, aber auch Experten in Marketing. Beispiele: HGP (zur Zeit auf Esoterik-Trip), Wilson-Audio, Audioplan usw. Richtig krank wirds mit WLM, Avalon (guck dir den Symbol Subwoofer an, göttlich), Rehdeko (jetzt verstehe ich, warum meine ovalen Tröten aus meinem Granada geklaut wurden), Thiel, Hans Deutsch-Produkte etc. und der GRÖFAZ unter den Lautsprechern, Voxativ (88000 Euro, Refernz bei Audio, Zutaten: Breitbänder und sonst ähhhhhhhh nix). Bei Vorführungen werden meistens Stücke abgespielt, wo die Schwächen nicht offensichtlich werden, hauptsächlich belangloses Pling-Plong.

2. LS von Laien für Profis:
Physikalisch unmöglich

3. LS von Profis für Laien:
Enwickler, die Potential besitzen, die sogar früher gute Produkte rausgehauen haben, aber sich der Gewinnmaximierung und Marktanteil beugen müssen. Hauptsächlich Mainstream-Marken. Zu nennen sind Heco, Magnat, B&W, Canton, Bose (Amar Bose war Prof. Für Akustik) etc.

4. LS von Profis für Profis:
Studiolautsprecher wie Geithain, Neumann, Genelec, JBL usw. Gut durchentwickelte LS aus den 70+80ern, zu denen ich auch deine MBs zählen würde.
Achtung! Viele sogenannte Studiomonitore sind aktivierte Exemplare aus der Kategorie 1+3!!!!

Also die MBs behalten und vielleicht im Bassbereich an die Akustik anpassen/entzerren.
Oder wenn du unbedingt Veränderung haben willst, einige gute aus Kategorie 4 anhören.
conan2
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 10. Jan 2015, 12:27
Hallo alphi,

Dein Beitrag ist zwar schon ein paar Monate her, aber ich möchte trotzdem meinen Senf dazu geben.

Ich hatte jahrelang die 980s und war sehr zufrieden. Mit der Zeit ging mir allererdings die überbrilliante Titankalotte auf die Nerven. Das ist aber sicher Geschmackssache.

Was die Verstärkerauswahl anbelangt waren die schon kritisch - genau wegen der Hochtöner. Mit Yamaha oder Onkyo waren sie mir viel zu scharf (bei Lautsprechern stört mich das)

Ich hatte mich damals nach langem Vergleichshören für NAD entschieden, weil die einen "weicheren" Klang hatten. das harmonierte. Auch mit Accuphase (E-206) gefielen sie mir. Wie der Klang mit aktuellen Verstärkern ist weiß ich nicht. Ich könnte sie mir an einer Röhre gut vorstellen.

Viele Grüße

Peter
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