Monitor Audio Gold 50 6G - im Direktvergleich enttäuscht

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luki92
Stammgast
#1 erstellt: 25. Nov 2025, 12:23
Hallo zusammen,

hab mir als Upgrade zu einer KEF Q3 (die alte "non-meta" Version) die Monitor Audio Gold 50 6G geholt, war anfangs eig. enorm begeistert, v.a. vom AMT Hochtöner (insbesondere wie enorm klar aber zugleich angenehm dieser spielt, sowie der präzisen Räumlichkeit), aber auch von der angenehmen aber nicht übertriebenen Wärme, der Spielfreude, der Dynamik und der Schnelligkeit.

Dennoch konnte ich (nach angemessener Einspielzeit) nicht anders, als einen Direktvergleich mit der KEF, habe dafür extra mal so ein Teil gekauft wo man per A/B Umschalter 2 Boxenpaare an einen Amp hängen kann. Qobuz high res über NAD t758v3i bluOS gestreamt, als Amp hängt für die Front aber ein Musical Fidelity m3i dran.

und dann kam die Ernüchterung, selbst schon ohne Vergleich, nur mal einfach wieder die KEF gehört, und mich gefragt warum ich von der Gold so begeistert war, wo die KEF da sehr dicht dran ist. Das einzig dramatisch unterschiedliche ist die Stimme, die bei der Gold wesentlich präsenter und voluminöser ist, zudem besser freigestellt/losgelöst und hörbar mittiger und isolierter vom Rest ist, und einfach auch die Reinheit und Details (da hört man teils die Lungenflügel arbeiten) sind doch höher als bei der KEF.
Das war selbst im nachher gemachten Blindtest so klar, dass ich eig andere Aspekte Blind gar nicht vergleichen konnte, weil die Stimme sofort alles verraten hat.

aber ansonsten sind die Unterschiede so richtig hörbar nur im schnellen A/B Umschaltvergleich aufgefallen, blind wäre es schwer gewesen (wäre nicht die Stimme die es verrät), bzw. je nach Lied und Anteil an hochtönigen Instrumenten würde man den AMT Hochtöner schon erkennen, aber bei weitem nicht überall.

In Summe klang es als hätte die KEF einfach so einen dünnen Vorhang davor, der alles ein wenig dumpfer/bedämpft und nicht ganz so präzise macht, und auch nicht die warme angenehme Abstimmung, minimal kühler, geringfügig blechiger (auch sehr liedabhängig). aber ansonsten von der grundsätzlichen Klangqualität und Präzision nicht wirklich weit weg, und das bei einem Viertel des Preises. das hat mich schon enorm schockiert, ist die Gold doch die 2. höchste Serie, und die Q3 die absolute Einsteigerserie. Natürlich bei ganz genauem hinhören (aber auch nur in A/B umschalten wirklich realisierbar) schält das AMT Band schon so dermaßen schön Details heraus ohne dabei jemals zu nerven. das schafft die KEF so nicht, dennoch hab ich eben blöd geschaut, wo ich zurück auf die KEF ging und dort eigentlich "schlechten Sound" erwartet habe, und diesen nicht in der Form bekommen hab.

Ein paar Lieder gab es, wo die Aufnahme einfach so rein war und gefühlt gar kein Hintergrundgeräusch, abseits der Töne pure Stille, entsprechend nimmt man die Töne viel präziser wahr, und in solchen Fällen konnte die Gold dann doch enorm viel besser aufspielen wo ich sag "ja so hab ich das erwartet" - aber das war nur ein Bruchteil (zb "Owner of a lonely heart" - das hab ich eig wegen dem schönen trockenen Bass als Test gewählt)

Apropos Bass: hier hätte ich viel mehr erwartet in der Preisklasse, unabhängig des Vergleiches mit der KEF.
ich hatte mal eine Focal Electra 1008 - auch eine "Kompakte" - das Ding war eine Bassgewalt wo 90% der Stand LS abstinken dagegen und zwar so ein punchiger druckvoller fundamenteller Bass. Dass die zierliche Gold das nicht schafft war mir klar, aber ich hätte doch wesentlich mehr erwartet. zwar ist der Bass wunderbar sauber und rein, trocken und schnell, aber an Volumen fehlt es schon enorm, die KEF liefert hier mehr (wenn auch mit nicht der Qualität, klingt aufgeblähter und nicht so sauber und auch langsamer).
Leider ist in der 6G die Gold 100 enorm viel teurer und auch größer, die würde hier sicher liefern. in der 5G war die Gold 100 leistbarer und kleiner, und hatte trotzdem mehr Tiefgang.

Mag also sein, dass halt einfach auch die Musikquelle limitierender Faktor ist, die klanglichen Unterschiede also vorhanden sein können.
Ansonsten glaube ich - und ja da steche ich in ein Wespennest - dass der overkill m3i aus der KEF so viel mehr rausholt, dass die Gold im Vergleich einfach nicht viel besser klingt. Heißt man kann durchaus auch mal ein paar Euro mehr in die Elektronik stecken. die Gold bräuchte in Relation dann eine 6000€ Elektronik und das ist mir klar viel zu teuer, und dennoch wird es nicht um den selben Faktor besser klingen.

zu erwähnen ist auch, dass mein Raum ein wenig akustisch optimiert ist, und (warum auch immer) auch ohne Optimierung eine Nachhallzeit von nur 600ms hat und einen sehr anständigen Frequenzgang, die rechte Box die 1,5m von der Ecke weg steht, hat ein paar Bass Überbetonungen (SBIR) aber ansonsten verhält es sich gut.

Womöglich wäre der Unterschied in einem schlechten Raum größer? meine These ist, je besser der Raum optimiert ist, umso klarer und sauberer hört man wirklich nur den Direktschall, und dann merkt man dass auch günstigere Serien eig viel Potential haben.
je schlechter der Raum, umso mehr muss die Box liefern damit fehlender Sound durch die Qualität der Box ergänzt wird / vorgegaukelt wird.
Wobei der andere Ansatz wiederum ist, dass man gerade erst in einem guten Raum so richtig die Qualitätsunterschiede hören kann, weil diese ansonsten der Raum verschlucken würde (das ist v.a. aus dem Heimkino Bereich, wo dann eine Trinnov Vorstufe seine Berichtung hat, die in einem schlechten Raum absolut sinnbefreit wäre) - könnte ich jetzt nicht sagen...

freue mich über Kommentare und Diskussionen - verfolge kein "Ziel" oder so mit diesem Beitrag

Gruß Lukas
Uwe2
Stammgast
#2 erstellt: 03. Dez 2025, 11:48
Kann der A/B Lautsprecherumschalter auch Pegeldifferenzen der einzelnen Lautsprecherpaare regeln? Der selbst minimal lautere Lautsprecher gewinnt meistens.
luki92
Stammgast
#3 erstellt: 09. Dez 2025, 11:15

Uwe2 (Beitrag #2) schrieb:
Kann der A/B Lautsprecherumschalter auch Pegeldifferenzen der einzelnen Lautsprecherpaare regeln? Der selbst minimal lautere Lautsprecher gewinnt meistens.


leider nicht, und ja leider macht das den Vergleich schwer... die KEF ist lauter weil sie vom SPL bzw. der Impedanz besser wegkommt, die Gold ist da bekanntermaßen schlecht. ich habe das mit Handy App immer versucht wieder auf den gleichen Level zu pegeln, was einen schnellen A/B Vergleich schon wieder schwer macht - aber alleine die Tatsache dass man so direkt nach Unterschieden suchen muss, ist eig. peinlich für die Gold

sie bringt im Hochton und auch so allg. einfach etwas mehr "Schmelz" v.a. bei Gitarren etc. - ist für mich einfach realer und mehr Wohlfühlfaktor. kommt aber auch stark aufs Lied an. Aber hab eh alles erklärt, die Gold ging zurück, zu hat viel zu wenig Mehrwert geliefert.

Ich war neulich beim Mediamarkt vorort und dort lief die Canton Reference 9 an AVM Elektronik, für mich war Canton immer ein NoGo (viel zu hell/schrill, Hochton viel zu gekünstelt, Bass zu weich und schwammig, sodass ich die Marke nie mehr ernst genommen hab) - aber Holy ... die Ref. 9 geht ja einen völlig anderen Weg :O der Verkäufer sagte dass sich Canton geändert hat, daraufhin hab ichs mit einer Vento 30 versucht die konnte ich daheim testen.

Leider ist die Vento 30 nach wie vor das für mich schreckliche typische Canton schrille Klangbild, dagegen ist die KEF warm (die von warm eig. auch weit weg ist). ABER: alles andere liefert bei der Canton ab, so etwas hätte ich von der Gold auch erwartet... das ist klar der viel größere (und teurere) Lautsprecher als die KEF, ganz andere Bühnenpräsenz, gar nicht in Worte zu fassen, wesentlich mehr Tiefton Druck, auch weit trockener als die KEF (die gold war noch trockener, aber liefert halt einfach kein Volumen/Fundament) - damit macht Musik ohne Subwoofer so richtig Spaß, wäre der Hochton nicht so schrill (Musik holt einen einfach nicht ab, klingt zu künstlich und man ist irgendwie nicht an der Musik dran)

Dagegen bei 5.1 macht sich der schrille Hochton wieder sehr gut, weil man halt einfach viele Details hört die man sonst nicht so bemerken würde, und auch die Bassgewalt macht sich beim Film sehr bemerkbar. Bräuchte eine Mischung aus Gold 50 und Vento 30...

vermutlich würde die Gold 100 das schaffen und sogar noch überbieten, aber das ist halt eine ganz andere Preisklasse, und vermutlich würde das wesentlich mehr als den m3i benötigen, also doppelt raus...

werde mal bei Dali vorbei schauen, Rubikore, oder KEF R Serie, wobei ich eigentlich etwas mehr Wärme möchte
luki92
Stammgast
#4 erstellt: 10. Dez 2025, 12:27
ich glaube die neue Nubert NuVero nova 9 wäre ein heißer Kandidat, ohne Nubert je gehört zu haben. aber nach allem was man liest, das Firmenmotto ja schlechthin mit tonaler Neutralität, die Beschreibung der Serie, optisch auch geil, das Ding könnte wirklich das liefern was ich suche
mr.hyde1
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 10. Dez 2025, 12:55
Wenn du die KEF als warm empfindest, dürfte die nuVero Nova 9 zuviel in den Höhen sein.
Ich habe vor 2 Tagen bei Nubert die Nova 12 gehört und musste die Hochtonbrücke auf "sanft" umstellen, da es mir einfach zu scharf in den Höhen war.
dann allerdings für mich perfekt.
Nix nervte mehr.
Der Bass war sehr tief aber nicht überpräsent.
Das gesamte Klangbild war sehr durchsichtig, strukturiert und auch in der Tiefe gut gestaffelt.
Dagegen empfinde ich die KEF R3 fast als dumpf, als wenn sie hinter einem Vorhang spielt.
luki92
Stammgast
#6 erstellt: 10. Dez 2025, 16:41

mr.hyde1 (Beitrag #5) schrieb:
Wenn du die KEF als warm empfindest, dürfte die nuVero Nova 9 zuviel in den Höhen sein.


nein die KEF ist sicher nicht warm, aber deutlich wärmer als die Canton. Die Monitor Gold ist wirklich warm, aber nicht gesoundet warm sondern angenehm warm, oder die alten B&W CM Serien.

bzw. geht es gar nicht so sehr um die Wärme, sondern eher um diesen Canton typischen fake-präsenten Hochton den sie nur durch einen höheren Hochtonpegel vorgaukeln, das klingt einfach übel anstrengend, und in Kombi dass das Ding eher kühl klingt, macht die Erscheinung dann noch anstrengender.

es gibt auch präsente Hochtöne die aber präsent sind weil sie es können, und dann eher Richtung neutral sind.
zb die B&W Signature 700 Serie, die wäre mir zwar zu analytisch, klingt aber im Vergleich zur Canton trotzdem besser, weil der Hochton einfach es über die Auflösung macht und da halt entsprechend detailliert spielt, aber es ist nicht so ungut gekünstelt wie bei Canton.

oder hatte mal vor Jahren die Electra 1008 von Focal mit dem Beryillium Hochtöner, der spielt enorm detailliert aber zugleich auch enorm luftig und tendenziell etwas ins Warme abdriftend, ich bin da also durchaus offen für die nuVero, und wenn man sie auf sanft umstellen kann, hat man theoretisch ja auch gewonnen

dennoch gebe ich zu, dass mir die alte Seidenkalotte lieber gewesen wäre, als der Alu-Hochtöner. Canton hat mich da einfach generell verdorben, Alu ist für mich instiktiv kühl und blechig, dabei hat mir die Monitor bewiesen, dass das absolut nicht der Fall sein muss.
Dennoch bevorzuge ich Naturmembranen oder irgendwas Synthetisches, aber eben kein Metall.

Sonus Faber Olympica Seidenkalotte mitunter einer der geilsten Hochtöner für mich, oder das Hybridmodul der Dali, beide im Hauptanteil mit Seide.
aber wenn die R3 dumpf gegen die Nova klingt, dann ist das schon ne harte Ansage, gerade die KEF ist eher für Detailtreue bekannt :O
mr.hyde1
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 10. Dez 2025, 17:04
wie gesagt, die nuVero Nova hat für mich einen sehr luftigen Hochton.
Bei der KEF sind zwar die Höhen sehr entspannt fürs Dauerhören aber nicht so frei wie bei der Nubert.
dies sind alles persönliche Höreindrücke und man sollte das Ganze nicht auf die Waagschale legen.
zu Canton kann ich noch nichts sagen, da ich erst morgen nach Weilrod zum Hörtermin fahre.
Leider kann ich keinen Direktvergleich machen, das wäre das Ideale für mich.
luki92
Stammgast
#8 erstellt: 10. Dez 2025, 18:04

mr.hyde1 (Beitrag #7) schrieb:
wie gesagt, die nuVero Nova hat für mich einen sehr luftigen Hochton.
Bei der KEF sind zwar die Höhen sehr entspannt fürs Dauerhören aber nicht so frei wie bei der Nubert.


Hört sich so an als würde mir das schon gefallen, aber ist schwer per fern diagnose und deinem Eindruck zu sagen, zudem der Raum ja auch noch viel mitspielt. Luftig leicht aber sehr detailliert gefällt mir sehr gut, die canton vento geht da einen ganz anderen Weg und ist einfsch ungut schrill und parallel fehlen ihr die schönen feinen Details, dafür ist canton schon immer bekannt...

Außer die reference 9, hör die unbedingt an, kostet zwar 3600 das Paar, aber das ist ein perfekter Traum, und hat garantiert mehr Bass als die nubert, das ist vom Bass wirklich ein ausgewachsener Stand Lautsprecher aber als Regal. Die spielt wirklich alle möglichen wesentlich größeren stand ls ziemlich in den Keller.. Aber mit stands kostet es halt gut Geld. Die nubert wäre da sehr spannend angesiedelt
mr.hyde1
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 10. Dez 2025, 18:19
Tja,dann die nuVero Nova 9 testen und bei Nichtgefallen zurücksenden.
Ansonsten zum Fachhändler und dort die Nächtsten testen.
Aber aufpassen!
Die nuVero Nova 9 haben einen schlechten Wirkungsgrad und brauchen einen kräftigen Verstärker.
Für gehobene Lautstärke sollte der NAD aber reichen.
luki92
Stammgast
#10 erstellt: 10. Dez 2025, 19:37
Was echt? Dabei werden die ja extra noch röhren tauglich beworben, was ja einen guten Wirkungsgrad zur Folge haben sollte... Aber egal, der nad liefert gut Power, außerdem hab ich noch den musical fidelity m3i als Backup, das sollte dann schon klappen. Und wenn man weiß dass ein besserer verstärker eines Tages doch noch mehr rausholen kann, ist es ja auch nett
der_Lauscher
Inventar
#11 erstellt: 10. Dez 2025, 20:15

luki92 (Beitrag #6) schrieb:
nein die KEF ist sicher nicht warm, aber deutlich wärmer als die Canton. Die Monitor Gold ist wirklich warm, aber nicht gesoundet warm sondern angenehm warm, oder die alten B&W CM Serien.

Dennoch bevorzuge ich Naturmembranen oder irgendwas Synthetisches, aber eben kein Metall.

Sonus Faber Olympica Seidenkalotte mitunter einer der geilsten Hochtöner für mich...

... aber wenn die R3 dumpf gegen die Nova klingt, dann ist das schon ne harte Ansage, gerade die KEF ist eher für Detailtreue bekannt :O

für mich sind die KEF auch alle "warm", im Baß zu wummrig und in den Höhen zu wenig Details

Wenn dir die Olympica Kalotte so gut gefällt, wieso suchst du dir dann nicht gebrauchte Sonus Faber Sonetto 1 oder 2, die haben ebenfalls diese Kalotte verbaut (ob die neue G2 ebenfalls die gleiche Kalotte hat, ist mir nicht bekannt). Stimmt, meine Sonetto 1 hatte einen schönen "Schmelz" und einen weichen/runden Baß bei sehr schöner Stimmdarstellung Die wurde allerdings "geschlagen" bzw. mußte den Platz räumen für eine Radiant Clarity 6.2. Ich kenne ja dein Budget nicht, aber ich hatte einen guten Preis nach der High-End München heuer bekommen. Die hat einen extrem sauberen Baß dank der Membranaufhängung (an die man sich optisch gewöhnen muß) und Dank des Waveguide vor dem AMT eine extremere Räumlichkeit, wie die Sonus Faber. Stimmen kommen noch "intensiver". Die mag aber gut Leistung, so mind. 100 W sollten es schon sein, der M3i könnte fast zu schwach sein. Ich betreibe die mit 250 W Mono's erfolgreich.

Die Nubert Nova klingt dagegen etwas "aggressiver", auch wegen der Aluminiumkalotte, wobei ich bisher nur kurz die Nova 18 gehört habe. Die Nova 9 ist jedenfalls klanglich eine Steigerung zur bisherigen NuVero 60, allene schon wegen des Carbon Mitteltöners gegenüber dem BMR der NV60. Optisch kann ich mich mit der etwas schwülstig aussehenden Nova und dem "Pseudosockel" nicht anfreunden - mein Eindruck
Beryllium ist auch ein Metall, da gibt es schon "richtig geile" Kalotten

So ganz kapier ich dein Anliegen noch nicht ganz, anfangs willst du nur eine "Diskussion", dann ist mal von 5.1. die Rede, wobei ich mich frage, was ist der Rest (Center, Surround, Subwoofer), nun ist es eigentlich eine Kaufberatung, wobei kein Budget angegeben wurde


[Beitrag von der_Lauscher am 10. Dez 2025, 20:20 bearbeitet]
luki92
Stammgast
#12 erstellt: 11. Dez 2025, 08:03

der_Lauscher (Beitrag #11) schrieb:


Wenn dir die Olympica Kalotte so gut gefällt, wieso suchst du dir dann nicht gebrauchte Sonus Faber Sonetto 1 oder 2, die haben ebenfalls diese Kalotte verbaut (ob die neue G2 ebenfalls die gleiche Kalotte hat, ist mir nicht bekannt). Stimmt, meine Sonetto 1 hatte einen schönen "Schmelz" und einen weichen/runden Baß bei sehr schöner Stimmdarstellung


ist das tatsächliche der genau gleiche Hochtöner? oder nur die Kalotte selbst? Sonetto G2 hab ich beim Blödmarkt anhören können, die hat tatsächlich (anders als zb. die Venere oder Lumina) "echte Sonus Faber Gene" mit diesem "Schmelz" wie du sagst, leider hing sie an einem schlechten Verstärker und noch dazu viel zu schmal aufgestellt im Regal (fix verkabelt quasi) - die Bühne etc. haben mich gar nicht abgeholt, aber der Eindruck ist nur bedingt ernst zu nehmen. Danach die Canton Reference 9 gehört, an AVM Elektronik, gut aufgestellt, jetzt hab ich da im Direktvergleich die SF sowas von mies im Kopf :D obwohl es vermutlich nicht stimmt, oder weit nicht so viel schlechter ist (das ist ja auch keine Einsteiger Box mehr, wenn auch die Canton sicher ein Level höher ist, alleine vom Volumen her)


der_Lauscher (Beitrag #11) schrieb:

räumen für eine Radiant Clarity 6.2.....wie die Sonus Faber. Stimmen kommen noch "intensiver". Die mag aber gut Leistung, so mind. 100 W sollten es schon sein, der M3i könnte fast zu schwach sein. Ich betreibe die mit 250 W Mono's erfolgreich.


kenne ich gar nicht sieht spannend aus ja ein brutales Leistungsmonster ist der M3i nicht, schlecht ist er auch nicht, aber ja auch an der Gold scheint er einfach zu schwach gewesen zu sein, das kommt halt leider sehr auf die Lautsprecher drauf an.


der_Lauscher (Beitrag #11) schrieb:

Beryllium ist auch ein Metall, da gibt es schon "richtig geile" Kalotten

ups ja stimmt das war mein Fehler bzw. bezog sich die Aussage mehr auf Mittel/Tiefton, im Hochton findet man oft oder eig. fast immer Metall oder Seide, alles abseits von Hybrid, div. Bändchen Formen etc. ist der Beryllium Hochtöner für mich das absolut geilste was ich je gehört hab.


der_Lauscher (Beitrag #11) schrieb:

So ganz kapier ich dein Anliegen noch nicht ganz, anfangs willst du nur eine "Diskussion", dann ist mal von 5.1. die Rede, wobei ich mich frage, was ist der Rest (Center, Surround, Subwoofer), nun ist es eigentlich eine Kaufberatung, wobei kein Budget angegeben wurde


ähm ja berechtigter Einwand :D
anfangs gings wirklich nur um die enttäuschende Erfahrung zur Gold 50 - dann hat aber keiner reagiert, dann hatte ich noch die Vento 30, und ging mir dann primär um den Vergleich dass diese erwartungsgemäß in Sachen Volumen aufgespielt hat, nur gefällt mir der Canton Hochton halt nicht - also dass war so der Direktvergleich zum Grundcharakter verglichen zur Gold.

Der Rest ist halt dann irgendwie dazu entstanden...

5.1 habe ich nur wegen der Canton erwähnt, der Vermerk dass die Hochton Präsenz dort von Vorteil ist. Aber es geht mir primär schon um Musik, jedoch auch um 5.1 - aber Augenmerk auf Musik. Ob dann als preOut oder doch völlig eigenständig, ist nochmals ne andere Sache.
und nein, eig. war das kein "Kaufberatungs Thread" - die div. Vergleiche sind einfach aus dem Kontext entstanden.
Schön wäre eine € 2000 Preisklasse, ggf. auch leicht drüber (Dali Rubikore) wenn es sich wirklich lohnt, darf aber auch nur 1600€ sein wenn es da was Passendes gibt ohne Stands wohlgemerkt.
der_Lauscher
Inventar
#13 erstellt: 11. Dez 2025, 10:09

luki92 (Beitrag #12) schrieb:
ist das tatsächliche der genau gleiche Hochtöner? oder nur die Kalotte selbst? (anders als zb. die Venere oder Lumina) "echte Sonus Faber Gene" mit diesem "Schmelz"

alles abseits von Hybrid, div. Bändchen Formen

es geht mir primär schon um Musik, jedoch auch um 5.1 - aber Augenmerk auf Musik. Ob dann als preOut oder doch völlig eigenständig, ist nochmals ne andere Sache.

Schön wäre eine € 2000 Preisklasse, ggf. auch leicht drüber (Dali Rubikore) wenn es sich wirklich lohnt, darf aber auch nur 1600€ sein wenn es da was Passendes gibt ohne Stands wohlgemerkt.

ja, ist der gleiche DAD Hochtöner, aber halt nur in der Sonetto. Die Venere und Lumina haben da was Anderes verbaut und sind auch, zumindest die Venere, ist komplett in China gebaut worden. Mit der Sonetto Serie holte man die Produktion wieder nach Italien und sie bekam auch wieder die Sonus Faber-Gene
Hatte heuer erst meine Sonetto 1 verkauft, wären in deinem Budget gewesen. Der Baß, selbst bei der Sonetto 1 ist absolut ausreichend, wenn auch nicht so tief und kontrolliert, wie bei der Radiant.

Neben Beryllium-Kalotten (leider nicht allen) bin ich totaler Fan von AMT. Da gäbe es auch eine interessante Audiovector QR-1 SE. Könnte dir auch gefallen, wobei die deutlich aggressiver spielt, als eine Sonus Faber oder Radiant. Die hat mehr "Party-Stimmung", als jetzt so der "Feinzeichner" zu sein.
Und dann gäbe es noch eine Totem Loon, leider nur sehr schwer in Deutschland mal zu hören oder sehen, da der Importeur in der Schweiz oder Belgien ist. Da darfst du dich von der geringen Größe nicht täuschen lassen, spielt tiefer als meine Sonetto 1 und hat die "Besonderheit", daß egal wo im Raum du stehst, die Sänger quasi immer aus der Mitte der Lautsprecher kommen. Haben auch sehr schöne Stimmen (stehe auch extrem auf Mädels-Stimmen) und eine Laser bearbeitete Gewebekalotte. Hatten meine Sonetto ersetzt, bis die Radiant kam Stehen jetzt in einem anderen Raum.

In meinen beiden Heimkino sind auch jeweils Mehrkanal und Stereo komplett getrennt, bei Mehrkanal wird der Stereo-(Vor-)Verstärker durch einen Pre-Out des AV-Receivers gesteuert.

Dali Lautsprecher gefallen mir auch gut, habe sogar auch Zensor, jedoch hat mich die neue "Kore" absolut enttäuscht und sogar "geschockt". Dermaßen "blechern", schrill, kaum Baß und "Null Emotionen"
Also unbedingt vorher anhören, bevor du dich danach auf die Suche machst
luki92
Stammgast
#14 erstellt: 11. Dez 2025, 15:06

der_Lauscher (Beitrag #13) schrieb:


Neben Beryllium-Kalotten (leider nicht allen) bin ich totaler Fan von AMT. Da gäbe es auch eine interessante Audiovector QR-1 SE.


jep, AMT dank der Gold zum ersten Mal jetzt gehört, ich war wirklich mega begeistert von dieser feinen luftigen aber brutalst präzisen Klarheit, die trotzdem so schön warm und Wohlfühlfaktor hat, Langzeitfaktorgarantie, tlw. fast einen Ticken zu neutral/leise, aber nur ganz marginal.
Für 5.1 aber tatsächlich fast zu wenig, bei Film dürfen die Höhen schon etwas "zischen" und spürbar hörbar sein, bin gerade (Weihnachtsritual) harry Potter in 4k Disc am Schauen, und verglich da KEF mit Canton, und zb. da wo im Schloss die Fensterscheiben gebrochen werden, wow das hat einen Effekt mit der Canton :O fast schon zu viel des Guten, die KEF ist da um einiges zurückhaltender, und mit der Gold gehen so noch mehr unter. auf hohem Niveau gemeckert jetzt

dafür aber für Musikgenuss top, aber der Focal Beryllium HT ist da einfach noch geiler finde ich, der einer Sopra noch mehr als von meiner damaligen Electra. der kommt einfach etwas punchiger und präsenter und feuriger daher, dennoch mit einer unglaublich luftigen und feinen Detailauflösung, aber nicht ganz so luftig leicht wie der AMT der Gold, dafür einfach mehr Allrounder (mehr im Geschehen) und halt für 5.1 ganz klar besser geeignet.


der_Lauscher (Beitrag #13) schrieb:

In meinen beiden Heimkino sind auch jeweils Mehrkanal und Stereo komplett getrennt, bei Mehrkanal wird der Stereo-(Vor-)Verstärker durch einen Pre-Out des AV-Receivers gesteuert.

Dali Lautsprecher gefallen mir auch gut, habe sogar auch Zensor, jedoch hat mich die neue "Kore" absolut enttäuscht und sogar "geschockt". Dermaßen "blechern", schrill, kaum Baß und "Null Emotionen"
Also unbedingt vorher anhören, bevor du dich danach auf die Suche machst ;)


jep das mit dem pre-out habe ich auch so, böse Zungen behaupten ja, dass das Stereo trotzdem zerstört, aber das glaube ich weniger, oder wenn dann nur so marginal. dafür kann man halt auch die Dirac Einmessung des AVR für 2.0 nutzen, oder 2.1 mit Subwoofer aktiv dazu geschalten, dann muss auch der Lautsprecher nicht so potent sein.
zudem ich am M3i keine Digitalanschlüsse oder gar Streaming hab, da ist so eine AVR/Stereo Kombi schon wertvoll.
bin sowieso hellauf begeistert was der NAD an Klang abliefert, die Mehrwerte zum m3i muss man schon sehr sehr genau suchen, wohingegen ich (doppelblind) einen Yamaha RX-A800 (oder wie das vor 7 jahren geheißen hat) aber sowas von unglaublich schnell und eindeutig vom m3i unterscheiden konnte. sodass die geplante Testreihe von 10-15 Songs nach 3 Songs glasklar zugunsten des m3i beendet wurde

beim NAD hättest du blind keine Chance mehr den zu unterscheiden.

ok ja die Dali Kore ist ja weit außerhalb dem, was sicfh 99% hier leisten können werden aber dennoch krass zu hören...
Dali Rubikon 5 kenne ich, ein Traum, der einzige Hochton der den Focal nochmals eine Spur übertroffen hat für mich (ganz grob gesagt als würde man Beryllium und AMT der Gold vereinen) und einfach diese unglaubliche Neutralität, die wirklich jedes Musikgenre für sich sprechen lässt, und nichts dazu färbt.
daher dachte ich kann die Rubikore nicht so verkehrt sein leider nirgends eine Möglichkeit in der Nähe zum Probehören
der_Lauscher
Inventar
#15 erstellt: 11. Dez 2025, 21:28
AMT ist nicht gleich AMT
Die AMT von Monitor Audio (egal ob gold oder platin), Wharfedale und auch Radiant sind eigentlich total zurückhaltend.
Wenn du energische AMT willst, solltest du Audiovector R-Serie, Audiovector QR-Serie, Elac Jet 5 (auf jeden Fall vor der Vela-Serie, also eine BS xxx.3 oder FS xxx-3), Gryphon, Burmester o.ä. nehmen. Da zeigt der AMT wirklich, was er kann
Dann wären die Audiovector QR-1 SE oder sogar die QR-3 SE bei dir sogar idealer, da die sehr "lebhaft" sind. Für Heimkino ideal. Bei Inakustik hier zu hören.

Wieso soll die Kopplung über den Pre-Out bei Stereo schlecht sein ? Ich gehe bei Stereo vom XLR-Ausgang des BR-Players direkt in den Vorverstärker, in die Endstufen und zu den Lautsprechern. Da ist nichts weiter eingeschalten. Bei Heimkino gehe ich opt. Digital aus dem BR-Player in den AV-R und zu dessen allen angeschlossenen Surround-LS. Zusätzlich per Cinch Pre-Out in den Stereo-Vorverstärker (Cinema o.ä.g. Eingang). Es entfällt lediglich die Lautstärkeregelung des VV, da diese der AVR übernimmt.

Bei der Kore-Serie meinte ich auch die Rubi-Kore und die Epi-Kore, die ich bereits gehört hatte

LS mit Beryllium HT liegen meist außerhalb deines und meines Budget, die Besten für mich sind die Gryphon EOS-5 oder die Magico A5
luki92
Stammgast
#16 erstellt: 12. Dez 2025, 11:29

der_Lauscher (Beitrag #15) schrieb:
AMT ist nicht gleich AMT
Die AMT von Monitor Audio (egal ob gold oder platin), Wharfedale und auch Radiant sind eigentlich total zurückhaltend.
Wenn du energische AMT willst, solltest du Audiovector R-Serie, Audiovector QR-Serie, Elac Jet 5


jep ist auch klar, und ja, zurückhaltend ist das richtige Wort, ist mir einfach einen Ticken zu wenig bei der Gold.
allerdings ist die Gold generell der Beweis, dass Metallchassis nicht gleichbedeutend mit kühl/blechig sind hatte da ja etwas Angst (Canton hat mich da eben so verseucht...)


der_Lauscher (Beitrag #15) schrieb:

Wieso soll die Kopplung über den Pre-Out bei Stereo schlecht sein ?

frag mich was leichteres ja natürlich aus Elektrotechnik Basissicht mag es schon sein, dass jeder Kontakt immer einen gewissen Verlust bedeutet, also jedes dazwischen stecken. ob das die Qualität wirklich beeinflusst, ich weiß es nicht. hört man halt immer wieder von ganz strengen Fanatikern... die Frage stellt sich wegen der Praxisnutzung für mich gar nicht, weil sonst müsste man für 5.1 und Stereo 2 Paare Lautsprecher kaufen, oder halt ständig Kabel umstecken...

das einzige was eher noch was ausmacht, ist die Logik der ganzen Kette, also ob AVR all-in-one, oder vor/endkombi bzw. auch wie für Stereo der Amp aussieht, ob das Vollverstärker oder reine Endstufe ist, und "wem" man welche Signalwandlung überlässt, wo welcher DAC ist etc. wenn man einen teuren Vollverstärker mit gutem DAC hat, und dann einen eher Billig AVR, wäre es natürlich schon ein großer Fehler, wenn man den AVR analog mit dem Vollverstärker verbindet, das kostet dann garantiert Qualität. Aber sicher nicht die Tatsache, dass man einen AVR dazwischen geschalten hat.

welche Geräte hast du in Verwendung? bzw. weiß ich auch nicht genau wie du das mit deiner Kette gemeint hast? wenn du vom BD mit xlr rausgehst, dann ist der DAC des BD aktiv, und du gehst analog raus, heißt direkt in eine Stereoendstufe (und dann natürlich zu den LS)??
hörst du generell Musik über BD?

Heimkino kette ist mir klar, so hab ich das auch, surround an den AVR Endstufen, Front-LS per Cinch preout Anschluss direkt am m3i (wo dann die Vorstufe ausgekoppelt wird in diesem extra "HT" modus). Stereo hab ich anders, gehe vom Wiim ultra per cinch analog zum AVR, damit übernimmt der Wiim mit seinem hochwertigen DAC die D/A Wandlung. der AVR schleußt das Signal mit den pre-outs zum m3i dann nur durch. ggf. kann man natürlich surround aufpolierer dazu schalten oder extra-Bass Modus, sowie eben auch Dirac Einmessung verwenden.

lieber wäre mir mit dem wiim direkt in den m3i zu gehen, leider hat der m3i aber nur einen Anschluss wo die Lautstärke Regelung inaktiv ist, und den brauch ich zwingend für das 5.1 setup. der Wiim kann nämlich auch die Lautstärke regeln, eigentlich wäre mir das so lieber.

ich würde dir aber dringend raten, den Blu-ray mit HDMI zu verbinden statt optisch, optisch ist auf 96/24 limitiert und damit machst du dir Dolby TrueHD /DTS hd master ggf. zunichte. zudem finde ich die CEC Steuerung nett wenn der Blu-ray auch gleich den AVR startet, und dieser wiederum den TV. bzw. könnte mein panasonic sogar mit hdmi-audio-only direkt in den AVR gehen, und HMDI audio+video an den TV, wo dann nur mehr Video übertragen wird, soll angeblich mehr Qualität liefern, ich habs aber alles über den AVR angeschlossen wie es die meisten machen.



Bei der Kore-Serie meinte ich auch die Rubi-Kore und die Epi-Kore, die ich bereits gehört hatte


hm das ist aber schade... dann nach einer gebrauchten Rubikon oder ggf. sogar Epicon umsehen wenn der Preis stimmt kauf ich die ohne sie je gehört zu haben (Rubicon kenn ich ja)



LS mit Beryllium HT liegen meist außerhalb deines und meines Budget, die Besten für mich sind die Gryphon EOS-5 oder die Magico A5


jep die sind teuer, Focal Electra glaub ich die erste Serie die halbwegs leistbar war, aber gibt es ja nicht mehr... die Kanta mag ich nicht so, und mit der Sopra wird es halt schon wieder teuer, wobei kein Vergleich zur Gryphon da wird es wirklich teuer...
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