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Arcus TL200 und Denon PMA 790 vergleichbar mit heutiger Technik

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occam
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 12. Feb 2007, 12:46
Liebe Hifi-Enthusiasten,

da ich natürlichen Klang gegenüber meiner aktuellen Panasonic 5.1 Anlage bevorzuge, möchte ich mir ein neues Stereo-System kaufen.

Ein Bekannter bietet mir Arcus TL 200 Lautsprecher und einen Denon PMA 890 Vollverstärker für 350 Euro an. Das ist also Ober- bis Spitzenklasse der 80er Jahre. Kann man deren Klangqualität mit aktueller Technik überbieten, wenn man ein Budget von 500-700 Euro für Lautsprecher incl. Verstärker ansetzt?

Ich liebäugle mit den Behringer Truth 2031A. Wahrscheinlich aber sind die wesentlich schlechter als die genannte Technik von damals, oder?

Meist höre ich klassische Musik und Wortsendungen in eher geringer Lautstärke.

Laut anderen Beiträgen in dem Forum hat sich in der Verstärker- und Lautsprechertechnik nichts weltbewegendes getan in den letzten 20 Jahren.

Danke für eure Antworten!
CarstenO
Inventar
#2 erstellt: 16. Feb 2007, 16:29
Hallo occam,

grundsätzlich sind alle Geräte einem Verschleiß ausgesetzt. Die genannten Geräte waren sehr gut, dürften aber im Preisbereich zwischen 500 und 700 EUR mit aktuellen Geräten zu schlagen sein.

Die Behringer Truth 2031 A ist eine ehrlich klingende Aktivbox, die am besten symmetrisch von der Vorstufe angesteuert wird. Eine so aufgebaute Anlage dürfte etwas teurer als 500 bis 700 EUR sein.

Der Einschätzung, dass sich bei den Lautsprechern in den letzten 20 Jahren nichts getan hat, schließe ich mich nicht an. So ist es lange nicht vorgekommen, dass ich einen richtig schlechten Lautsprecher gehört habe. Das war vor 20 Jahren aber ganz anders.

Carsten
occam
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 20. Feb 2007, 10:53

CarstenO schrieb:

Die Behringer Truth 2031 A ist eine ehrlich klingende Aktivbox, die am besten symmetrisch von der Vorstufe angesteuert wird. Eine so aufgebaute Anlage dürfte etwas teurer als 500 bis 700 EUR sein.


Hallo Carsten, danke für die Antwort.

Deine Aussage über den Anschluss der Aktivlautsprecher verwirrt mich. Ich wollte sie direkt an den Ausgang einer guten Soundkarte, z.B. Creative X-Fi anschließen. Braucht man dann noch einen Vorverstärker? Der Vorverstärker hat doch nur die Aufgabe eines Umschalters, um unterschiedliche Signalquellen auf eine Endstufe zu geben?

Danke, Occam.
CarstenO
Inventar
#4 erstellt: 20. Feb 2007, 17:57
Hallo occam,

ich kenne diese Soundkarte nicht.

Carsten
occam
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 20. Feb 2007, 18:58

CarstenO schrieb:

ich kenne diese Soundkarte nicht.

Creative Sound Blaster® X-Fi XtremeMusic

Das ist aber nicht Soundkarten-abhängig, denke ich. Eine Soundkarte sollte doch einen (regelbaren) Pegel liefern, den Aktivboxen verstehen.

Außerdem gibt es Vorverstärker bei Ibäh ab 100 Euro. Dieser Betrag plus Behringer 2031A (350 Euro) macht knapp 500 Euro, was meinem Budget entspräche.

Ich werde wohl aber auf jeden Fall die Behringer probehören. Als ich vor einigen Tagen einen Studiomonitor von JBL hörte, war ich sehr enttäuscht über den flachen und ausdruckslosen Klang.

Freundliche Grüße, Maik.
CarstenO
Inventar
#6 erstellt: 23. Feb 2007, 19:34
Hallo Maik,

bei einem Studiomonitor kommt´s ja auch erstmal darauf an, den abgemischten Sound zu hören, nicht den Eigenklang der Boxen.

Ich glaube, die Behringer-Monitore (auch einige von Alesis) sind so erfolgreich, weil sie klanglich eher in Richtung HiFi gehen.

Carsten
zwaps
Stammgast
#7 erstellt: 23. Feb 2007, 19:49
Die Behringer Truth habe ich persönlich noch nicht gehört, sie scheinen aber als Hifi Lautsprecher geeignet zu sein.

Was für einen JBL Monitor willst du denn gehört haben?
Denn aktuell kenne ich nur die Billigserie "Control", die mehr auf Heimkino ausgerichtet ist, und das teure Zeug von JBL, dass man per Computer einmessen muss. Das sollte eigentlich recht amtlich klingen.

Tascam Vl-X5 ist ein Monitor den ich zuhause benutze. Er spielt den Bass sehr schlank und linear, aber tief ab. Für Klassik gefällt er mir sogar besser als ein großer Mackie für 800 Schleifen.
Man sollte aber im Nahfeld sitzen und auf Achse.

Yamaha hat auch eine Serie mit dem hs50m, der einen etwas Hifi tauglicheren klang bietet und auch gut aussieht.
Die MSP Serie ist im Prinzip das selbe, nur mehr "Studiomonitor" und gottverdammt hässlich. Mit den großen MSPs hab ich schon oft gemixt. Gefällt.

Mackie Tapco S5 ist auch für den Preis zu haben und gefällt einigen. Kenne ich persönlich nicht.

Alesis Monitore sehen in der neuen Version klasse aus. Klang kenne ich nicht.

Dann gibts noch M-Audio...


Fazit: Anhören!
Auch Studio Monitore klingen nicht gleich, schon gar nicht in der Preisklasse.
Festplattenspeicher ist günstig. Alle CDs mit FLAC und CUE auf der Platte zu haben und über eine gute Soundkarte auf Aktivmonitore auszugeben, ist sehr viel einfacher als Cds zu wechseln!
Creative baut allerdings keine guten Soundkarten. Bleib davon weg!

Emu, ESI Juli@, M-A Delta etc. Das sind gute.
occam
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 15. Mai 2007, 13:27
Inzwischen habe ich Verstärker und Boxen getestet. Leider nicht direkt im Vergleich zu anderen LS, aber der Klang war dennoch so überzeugend, dass ich sie kaufen werde.

Klang von Denon-Verstärker und Arcus-Lautsprecher

Die LS und den Denon-Verstärker habe ich in einer schalltoten Absorberkammer ausprobiert. Ich empfinde den Klang als sehr gut, sehr natürlich und klar, das Beste, was ich in der letzten Zeit gehört habe. Man hat den Eindruck, dass der Sänger/das Instrument tatsächlich vor einem stünden. Der Klang ist sehr gut abgelöst von den
Schallquellen. Der LS ist eher schlank abgestimmt. Die Höhen sind vielleicht etwas scharf / dominant, der Bass ist tiefreichend aber eher zurückhaltend. Die Mitten sind gut, vielleicht auch etwas zurückhaltend. Insgesamt gefällt mir der Klang sehr gut.

Lautsprecher Arcus TL 200

Die Elektrolytkondensatoren der Frequenzweichen sind vollkommen in Ordnung, ich habe alle durchgemessen.

Leider aber ist der Tieftöner eines Lautsprechers defekt. Der Tieftöner gibt bei starken Bassamplituden oder bei impulsförmigen Geräuschen ein Kratzgeräusch von sich. Das
Kratzgeräusch entsteht ab Lautstärken, die bei oberer Zimmerlautstärke liegen. EIne Reparatur halte ich für schwierig, da keine Kenndaten oder Herstellerbezeichnungen auf den Tieftönern angegeben sind.

Verstärker

Defekte Lämpchen bei der Quellenwahl waren zu reparieren,
vielleicht löte ich noch LED's ein.

Die Netz-Kondensatoren sind tatsächlich ausgelaufen, deutlich ist das Elektrolyt auf der Leiterplatte zu sehen. Leider aber konnte ich sie nicht ausbauen, da sie sehr tief im Verstärker verbaut sind. Außerdem funktioniert der Verstärker auch mit halb defekten Elkos gut.

Der Balance-Regler knistert sehr stark bei Betätigung, die Endstellung funktioniert auf einer Seite gar nicht. Sicher müsste das Poti gewechselt werden. Ob ich das mache, weiß ich noch nicht, da man die Balance ja nicht unbedingt benötigt.

Der Verstärker gibt in unregelmäßigen Abständen laute Knack- und Brummgeräusche von sich. Sie klingen, als würde in der Nähe ein großer Lichtbogen gezogen und sind in ihrer Lautstärke unabhängig von der Stellung des Lautstärkereglers. Also stammen sie wahrscheinlich aus
der Endstufe, sicher bin ich mir aber nicht. Diesen Geräuschen werde ich in der nächsten Zeit noch nachgehen, da sie über die Verwendbarkeit des Verstärkers entscheiden.
occam
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 08. Jul 2007, 16:48
Inzwischen ist der Verstärker zu einer echten Leidensgeschichte geworden, wenn auch schließlich mit Happy End.

Knack- und Brummgeräusche
Diese wurden immer schlimmer, traten direkt nach dem Einschalten auf und bei Lautstärkeänderung. Damit handelte es sich also um ein thermisches Problem. Wie das immer so ist, dachte ich zuerst "Naja, mehr als eine Stunde investierst du nicht in das alte Ding" aber schlussendlich dauerte die Fehlersuche ca. 12 Stunden. Es war ein Transistor im Differenzverstärker. Den Originaltransistor gab es nur für teure Versandkosten in den USA, aber glücklicherweise fand ich einen Ersatztyp durch den Vergleich von Datenblättern. Jetzt ist dieses Problem erledigt.

Ausgelaufene Elkos
Die Alten hatten nur noch eine Kapazität von 6-8mF statt original 33mF. Neue Elkos hätten 50Euro/Stück gekostet, also gab ich mich mit 22mF-Elkos zufrieden, die kamen "nur" auf 24Euro/Stück. Der EInbau dauerte mit neuen Bohrlöchern und Verlötung ca. 3 Stunden.

Defekte Lämpchen der Quellenwahl
Da immer mehr Lämpchen kaputt gingen, musste ich sie durch ultrahelle LED ersetzen. Übrigens tun es normale LED nicht, die sind viel zu dunkel. Ich baute weiße LED mit 10000mCd ein, vielleicht hätten 1000mCd auch genügt. Diese Aktion dauerte auch noch einmal 3Stunden und kostete 8 Euro.

Die Moral von der Geschichte
Lass die Finger von halb-defekten Altgeräten!
Alles in allem 30 Stunden (Suche, Einkauf, Reparatur) und ca. 65Euro sind einfach zu viel für einen alten Verstärker (Kaufpreis 150 Euro kommt ja auch noch hinzu). Auch wenn das Gerät jetzt funktioniert, noch einmal würde ich die Zeit nicht investieren. Es gibt einfach viel wertvollere Dinge im Leben (es sei denn, Basteln ist ein Hobby).

Viele Grüße von Occam.
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