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Kaufberatung Thorens vs. Technics

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Beitrag
Freak72
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Jun 2004, 15:20
Hallo Zusammen,
ich möchte mich mal hilfesuchend an Euch wenden, wobei ich hier keinesfalls einen Glaubenskrieg entfachen möchte!

Ich würde gerne mal wissen, was bei einem Plattenspielerkauf Eurer Meinung nach berücksichtigt werden sollte.

Eines vorweg: die Marke ist mir völlig gleichgültig und ich will NICHT scratchen! Ich habe jedoch mal folgende Modelle in eine engere Wahl genommen:
Thorens TD 295 und Technics SL-1210MK 2 XG.
Beim Technics fällt mir zumindest auf, daß dieser über einen Direktantrieb verfügt, was soweit ich informiert bin, besser als ein Riemenantrieb sein soll (so war jedenfalls mal die Aussage in den 80er Jahren )
Den Technics habe ich schon mal beäugen dürfen und er macht vom Material her einen guten Eindruck.

Bitte lasst mich mal wissen, was Ihr so zu dem Thema wisst und warum Eurer Meinung nach einer (oder ein Anderer?) das bessere Modell ist.

Besten Dank im voraus und Grüße,
Freak72
geniesser_1
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 25. Jun 2004, 15:38
nun...
als Besitzer eines Thorens TD126 MK III mit SME 3009 Arm
UND
eines technics SL-151 MK II mit Denon-Arm
SOWIE
diverser
Tonabnehmersysteme

kann ich Dir meine meinung sagen:

Det is schietegal.

Wenn der Thorens einen SME-Arm oder den werkseigenen Arm hat, so ist der nicht schlecht.
Die technics-Arme kenne ich nicht, kann ich also nicht beurteilen.

Der Antrieb ist von voellig untergeordneter Bedeutung, solange die Gleichlaufschwankungen nicht hoerbar sind, aber das hiesse, dass ein teil defekt ist.

Nimm eine PS mit gutem Tonarm und vor allem einem guten Tonabnehmer. der muss aber auch zum Tonarm passen (Bewegte Masse in relation zu Nadelnachgiebigkeit ergibt einfach gesagt die Resonanz)
vor allem bei letzterem spielt sich der klangliche Unterschied ab.

Gute TA sind auch gebraucht zu bekommen.
fuer einen leichten rm ist bspw. ein ELAC ESG 796 in seinen verschiedenen versionen gebraucht bereits mit etwas Glueck fuer 50 Euro zu bekommen, fuer einen schwereren Arm ein haerteres TA-System, bspw. das denon DL-103 oder auch ein DL110 waere ein interessantes System.

es gibt hier experten, die da mehr wissen.

ach ja.. und der Phono-Vorverstaerker spielt ebenfalls eine enorme Rolle.
Riker
Inventar
#3 erstellt: 26. Jun 2004, 05:56

Beim Technics fällt mir zumindest auf, daß dieser über einen Direktantrieb verfügt, was soweit ich informiert bin, besser als ein Riemenantrieb sein soll

Naja, _das_ ist Marketing

Ich denke jetzt mal, dass die beiden Laufwerke wohl nicht all zu weit auseinander sein werden - denn der TD 295 entspricht ja in etwa einem kleinen Pro-Ject. Von dem her würde ich, falls die Wahl auf Thorens fallen sollte, vielleicht gerade einen solchen Pro-Ject (1.2 Comfort) vorziehen, da man dort keinen "Thorens-Namenaufpreis" zahlt. Das gilt natürlich nicht, wenn das Geld egal ist

Und ja, es ist schon so, dass der Tonabnehmer sehr wichtig ist, aber die Kombination mit dem Arm und dann auch mit dem Laufwerk (ja, auch das Laufwerk spielt eine Rolle...) macht es aus.
Und wie Geniesser ja schon erwähnte, nicht zuletzt spielt auch die Güte der Phonvorstufe eine Rolle. Du siehst, bei Plattenspieler ist alles etwas komplizierter, aber es lohnt sich!

Riker
Freak72
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Jun 2004, 09:44
Hallo,
erstmal vielen Dank für die hilfreichen Informationen.
Die Qual der Wahl ist bei Plattenspielern wirklich recht vielseitig...
Ich habe beim Surfen nun auch den Dual CS455-1 entdeckt, der in Frage käme.

Eigentlich möchte ich kein gebrauchtes Gerät sondern ein Neues.
Dann habe ich nun schon öfter gelesen, daß Thorens in dieser Klasse baugleich mit Project ist und Dual vom Schneider-Konzern kommt.
Ich möchte auch kein Vermögen ausgeben, weshalb z.B. Clearaudio kein Thema ist.
Dazu kommt dann wohl auch immer die Wahl des passenden Tonabnehmersystems.

Woher weiß man denn, was besser ist?
Ich denke, daß man das ja nicht vom Preis allein festmachen kann bzw. sollte, oder?

Ortofon, AudioTechnica, Sumiko, Shure....

Was den Verstärker angeht: ich habe leider keinen Platz für ein reines Stereo-System und habe mir den Denon AVR-3805 bestellt, an den der Plattenspieler angeschlossen wird.
Leider spinnt mein kleiner Technics SL-BD3D und in dieser Preisklasse wäre eine Reparatur mit einem neuen Dreher gleichzusetzen...
geniesser_1
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 26. Jun 2004, 10:59
hat der Denon einen Phono-Eingang und wenn, ist es ein MC oder MM-Eingang?
Phono-Eingänge sind heutzutage gerne auf der Streichliste von Merketingexperten, weil "Exoten"
hammermeister55
Stammgast
#6 erstellt: 26. Jun 2004, 12:07
Hallo Freak72,
also von dem kleinen Dual würde ich die Finger lassen,
das ist ein Fliegengewicht ca. 4,5 Kg.
Der Thorens ist für seine Leistung echt zu teuer.
Der Techniks ist schon eine gute Wahl im Preis/Leistungsverhältnis(langlebig), ist aber eher ein DJ Gerät (Pitchcontrol brauch ich z.B. nicht).
Würde auch mal ein bischen die analog Abteilung diese Seite
durchforsten,
wie immer wird da zu alten Thorens 14x, 16x, 3xx geraten oder aber auch in der Preisklasse, der GR 1 von Transrotor zum Beispiel.
P2 und P3 von Rega sind auch Alternativen.


[Beitrag von hammermeister55 am 26. Jun 2004, 12:09 bearbeitet]
Freak72
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Jun 2004, 13:31
@geniesser_1:
Der Denon hat einen MM-Phonoeingang (ist wohl auch bei Heimkino-Receiver wieder im Kommen-zumindest bei den gehobeneren Varianten *freu*)
Das ist mit nicht ganz unwichtig und ein MM-System reicht mir allemal - die MC-Variante wäre meines Wissens deutlich teurer.

@hammermeister:
Der Thorens ist schon recht teuer - ich habe jetzt mal eine Preisabfrage bei Hifi-Alt gemacht.
Die haben immer Super-Preise.
Bin mal gespannt, was dabei heraus kommt.

Ich hätte da mal eine recht "dumme" Frage:
Warum ist es schlechter, wenn ein Plattenspieler ein Leichtgewicht ist?
Kommt es nicht eher auf die verwendeten Materialien und auf die Verarbeitung an?
DrNice
Moderator
#8 erstellt: 26. Jun 2004, 13:45
Moin!
Wo Du schonmal bei Dual gelandet bist, kann ich Dir den 505-4 empfehlen: der letzte "klassische" Dual - ein solides Gerät der (oberen) Mittelklasse.

Leichtgewichite Plattenspieler sind oftmals, bedingt durch die verwendeten dünnen Kunststoffe, sehr Resonanzanfällig, die leichten Plattenteller neigen zu "unruhigem" Klang durch schlechten Gleichlauf, etc. Hinzu kommt meist eine schlechte Dämpfung des Gehäuses.
geniesser_1
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 26. Jun 2004, 13:52
Bitte alle HARDCORE-Analogies NICHT weiterlesen! Infarktgefahr!!!!





Es gibt im realen leben Mythen, die nicht auszurotten sind.
dazu gehören "Schwere" Plattenteller.

schwere Teller sind eine elegante möglichkeit, bei fehlerbehafteter Ansteuerungdes Motors über die Träge Masse Gleichlaufschwankungen zu verringern. Insofern in alten tagen (vor 50 Jahren) nicht dumm, die Lösung.

Im Zeitalter von gegengeregelten Direktantrieben (seit 30 Jahren üblich) und präzisen Antrieben eigentlich kein Thema mehr, aber für Liebhaber von Spoilern an Kleinwagen und Sportauspuff-fetischisten "unverzichtbar". Weil so beeindruckend, auch die extra vom Architekten in enger Zusammenarbeit mit dem Statiker eingezogenen Stahlträger, damit das Haus stehen bleibt und nicht zusammenbricht....

Ist ja auch soooooo toll, wenn man eine halbe stunde warten muss, bis der teller nenndrehzahl erreicht oder 30 min braucht, bis er anhält.
Ich warte nur noch darauf, dass da Scheibenbremsen eingebaut werden und aufwendige Tests hinsichtlich des "Bremsweges" stattfinden - eigentlich ein Wunder, dass die Flachpresse diesem grossen Problem des High-End so gleichgültig gegenübersteht......

Zudem sind zunehmend schwere teller ein echtes, zunehmendes technisches Problem für die Lager der PS, ein absolut unnötiges Problem.

Bei Riemenantrieb reicht ein gelegentlicher Wechsel von Riemen, die mit der zeit durch verflüchtigung der Weichmacher und atmosphärische Einflüsse über die Jahre erhärten. Kostet 5-10 Euro.

MC-Systeme sind nicht grundsätzlich teurer als MM-systeme.

Ein Denon DL 110 ist schon ziemlich gut und kann auch m.W. nach an einem MM-Ausgang betrieben werden, wie überhaupt zunehmend viele MC-Systeme heutzutage "laute" , also hohen Pegel wie MM-systeme erzeugen.
Die nette kleine Spitze gegen unnötige Anschaffungen im HiFi-breich musste mal eben raus.

im Übrigen - ich habe einen größeren gerätepark, den ich - wen ich mirs mal recht überlege - eigentlich gerne mal verkleinern würde. Falls Du Interesse hast, kannste mich ja mal per Boardmail anmailen.

Darunter eine Reihe MM- und MC-Systeme, Verstärker und Boxen.
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