Streaming Verstärker Auswahl - Upgrade / Aufbau ordentliche HiFi Anlage

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Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 23. Jan 2026, 13:43
Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin eigentlich nur stiller Mitleser gewesen, bin jetzt aber so langsam etwas verwirrt und komme nicht so recht weiter.

Ich habe aktuell folgendes Setup:

AVR: Pioneer VSX-LX 55
Standlautsprecher: Canton Chrono 580 SL
Subwoofer: Canton SUB 601
Plattenspieler: Technics 1210 MK2 mit Tonar Banana

Ich höre am liebsten Hip Hop, Country / Pop und etwas Elektro.

Soweit mal zur Bestandsaufnahme. Ach ja stehen tut das Ganze bei mir im Keller, hier habe ich einen ca. 25qm großen Raum den ich als Büro / Hörraum / Spielraum mein Eigen nennen darf - der Rest des Hauses ist Kinder und Chefinnen Land.

Problem ist das der Pioneer mittlerweile extreme Zicken macht (Schaltet auf einmal Eingänge um, einige Einstellungen gehen manchmal, dann wieder nicht, keine zuverlässige Erkennung und Ansteuerung vom SUB mehr etc.) - Kurzum es muss ein Ersatz her. Immerhin ist das Ding auch schon 15 Jahre Alt.

Meine Idee ist nun folgende

Ich suche einen neuen Verstärker - gerne auch nur Stereo da ich an dem VSX seit längerem nur noch Stereo höre.
Ideal wäre nur ein Gerät, was mich zu einem All In One Streamer führt.

Hier habe ich mir folgende mal rausgesucht die mir optisch sowie auch vom Funktionsumfang und der Klangperformance gefallen würden, bereits angeschaut und auch gehört (leider alle an unterschiedlichen Boxen in verschiednen Läden):

NAD C399
ARCAM SA45
Cambridge 150 EVO SE

Ich weiß das die Boxen für die neuen Verstärker nicht wirklich passend wären, hier wäre ebenfalls ein Upgrade geplant - Vorschläge gerne her damit.

Budget wäre maximal 3,5K für den Verstärker und evtl. nochmal 2,5K für Boxen. Gerne kann die Summe in die eine oder andere Richtung verschoben werden.

Ziel ist es eine Anlage zu bekommen die ordentlich Bums hat und super klingt (es muss kein High End HIFI sein). Aber es muss Spaß machen. Wenn das Ding läuft will ich ein Grinsen im Gesicht haben. Ich bin auch kein Profi auf dem Gebiet eher ein Interessierter (Ahnungsloser)

Wie es der Teufel so will ist mein aktueller Favorit der Arcam SA45 der schon leicht über dem Kostenlimit liegt. Ich finde aber noch recht wenig Erfahrungen über das Gerät im Netz und auch im Forum. Hat hier jemand Erfahrungen mit den neuen Arcam Produkten der Radia Serie?

Welche Alternativgeräte gibt es denn noch in dieser Klasse?
Taugt der Arcam auf lange Sicht was?

Fragen über Fragen ....

Danke schonmal für Eure Hilfe

Grüße
Matthias
pogopogo
Gesperrt
#2 erstellt: 23. Jan 2026, 14:15
NAD M33 ist gerade im Abverkauf!
Der hat schon Purifi-Endstufen verbaut.


[Beitrag von pogopogo am 23. Jan 2026, 14:18 bearbeitet]
Valentino_II
Stammgast
#3 erstellt: 23. Jan 2026, 14:51

Capten23 (Beitrag #1) schrieb:

Ziel ist es eine Anlage zu bekommen die ordentlich Bums hat und super klingt...
Welche Alternativgeräte gibt es denn noch in dieser Klasse?

Hallo Matthias,
Arcam ist ein renommierter Verstärker-Hersteller. Die Verstärker der Radia Serie haben ordentlich Bums, heißt Druck in den unteren Registern.
Insgesamt eine eher "vollmundige, warme" Abstimmung, was vielleicht ganz gut zu den Cantons paßt.

Alternativ würde ich noch einen Blick auf die Atoll SDA200/300 werfen. Die Verstärker sind top und die Streamer sollen klanglich excellent sein.


[Beitrag von Valentino_II am 23. Jan 2026, 15:27 bearbeitet]
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 23. Jan 2026, 15:07
Hm Atoll kenne ich nur vom Namen her, nicht aber die Modelle im Detail, die schaue ich mir an - Danke.
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 23. Jan 2026, 15:10

pogopogo (Beitrag #2) schrieb:
NAD M33 ist gerade im Abverkauf!
Der hat schon Purifi-Endstufen verbaut.



Hm wäre preislich auch ein Pfund. Ist sicher nochmal eine Stufe besser als der ARCAM würde ich meinen. Ist der Unterschied zwischen dem M33 und dem M33 V2 gross?
pogopogo
Gesperrt
#6 erstellt: 23. Jan 2026, 15:14

Capten23 (Beitrag #5) schrieb:
Ist der Unterschied zwischen dem M33 und dem M33 V2 gross?

Das kannst du ab hier nachlesen: Link
Times
Inventar
#7 erstellt: 23. Jan 2026, 15:21
Servus Matthias,

wäre klasse, wenn du eine Skizze und/oder Fotos deines Kellerraumes bei einem Imagehoster deiner Wahl hochladen und hier verlinken könntest. Das würde helfen die Situation besser einschätzen zu können und konkrete Empfehlungen abzugeben.

Grundsätzlich gilt, dass die Kombination aus Lautsprecher und Raum (sowie entsprechende analoge und digitale Korrekturmaßnahmen) für > 95% der Klangqualtiät verantwortlich sind, sofern der Verstärker ausreichend Leistung und Laststabilität für die Lautsprecher der Wahl und die gewünschten Lautstärkepegel mitbringt.

Ich persönlich würde - unabhängig davon ob Stereo oder Mehrkanal - nicht mehr auf eine digitale Raumkorrektur verzichten wollen. Bei basslastiger Musik wie HipHop und Elektro erst recht nicht. Und seit ich mir die Dirac ART Lizenz für meinen Denon X4800H geholt habe, fällt es mir wirklich schwer eine Empfehlung in den von dir genannten Budgetregionen auszusprechen, die das nicht enthält.

Daher würde ich einen Dirac ART kompatiblen Verstärker / Receiver kaufen, das entsprechende Lizenzpaket dazu, und das restliche Budget in zwei potente Standlautsprecher stecken. Optional: Ein bis zwei ebenso potente Subwoofer.

cheers,
Times
pogopogo
Gesperrt
#8 erstellt: 23. Jan 2026, 15:34

Times (Beitrag #7) schrieb:
Daher würde ich einen Dirac ART kompatiblen Verstärker / Receiver kaufen

Bei ARCAM und NAD wird es wohl noch nachgereicht. Bei der Zertifizierung scheinen die Hersteller aktuell Schlange zu stehen
Times
Inventar
#9 erstellt: 23. Jan 2026, 15:41

pogopogo (Beitrag #8) schrieb:
Bei ARCAM und NAD wird es wohl noch nachgereicht...


Mal ganz ehrlich - wie gut hat das "Nachreichen" bei NAD in der Vergangenheit funktioniert? Für mich wäre das eine Wette mit zu schlechten Quoten, die ich nicht eingehen würde...
pogopogo
Gesperrt
#10 erstellt: 23. Jan 2026, 15:53
Das machen die schon: Link
Zuletzt hat die Schwester BLUESOUND bei den alten Nodes Dirac Live nachgereicht.
LENBROOK ist da aus meiner Sicht schon vorbildlich.
Btw. erhalten selbst noch BluOS Geräte >10J. Updates. Das findet man wirklich selten.
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 23. Jan 2026, 16:04

Times (Beitrag #7) schrieb:
Servus Matthias,

wäre klasse, wenn du eine Skizze und/oder Fotos deines Kellerraumes bei einem Imagehoster deiner Wahl hochladen und hier verlinken könntest. Das würde helfen die Situation besser einschätzen zu können und konkrete Empfehlungen abzugeben.

cheers,
Times



Hi ja gute Idee, hier die Bilder (hoffe das mit den Links klappt)
https://www.directupload.eu/file/d/9173/zjlwov6g_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9173/s9vqbu5o_jpg.htm
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 23. Jan 2026, 16:06
laut ARCAM Website habe ich zumindest die Möglichkeit DIRAC Live und Bass zu verwenden. Oder habe ich das falsch verstanden?


[Beitrag von Capten23 am 23. Jan 2026, 16:06 bearbeitet]
Times
Inventar
#13 erstellt: 23. Jan 2026, 16:15
Danke für die Bilder, das hilft schon sehr...

Kannst du die Raummaße (Länge mal Breite) noch nachreichen?
Und das ist eine Betondecke, keine abgehängte, richtig?


Capten23 (Beitrag #12) schrieb:
laut ARCAM Website habe ich zumindest die Möglichkeit DIRAC Live und Bass zu verwenden. Oder habe ich das falsch verstanden?


Laut Dirac Homepage können der SA35/45 Dirac Live Room Correction, aber kein Bass Controll und kein ART.

Hast du Zeit und Muse, dich noch etwas mit dem Thema und den Unterschieden zu beschäftigen, oder juckts dich so unter den Fingernägeln, dass möglichst schnell was Neues her muss?
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 23. Jan 2026, 16:35
Yup, perfekte schöne Betondecke mit Sichtschalbrettmuster

Maße des Raums... Moment muss den Laser aus der Werkstatt holen

L:5m
B: 5,40m
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 23. Jan 2026, 16:37

Times (Beitrag #13) schrieb:

Laut Dirac Homepage können der SA35/45 Dirac Live Room Correction, aber kein Bass Controll und kein ART.

Hast du Zeit und Muse, dich noch etwas mit dem Thema und den Unterschieden zu beschäftigen, oder juckts dich so unter den Fingernägeln, dass möglichst schnell was Neues her muss?


Na ein bisschen kann ich schon noch Daten Wälzen, aber so in ein zwei Wochen wollte ich soweit sein. Wenn nicht dann dauert halt auch länger
pogopogo
Gesperrt
#16 erstellt: 23. Jan 2026, 16:37

Times (Beitrag #13) schrieb:
Laut Dirac Homepage können der SA35/45 Dirac Live Room Correction, aber kein Bass Controll und kein ART.

Die können das schon, es muss allerdings implementiert werden. Eine Anfrage beim Support hat schon einmal DLBC in der Mache bestätigt. Geräte die DLBC-fähig sind, können auch DLART.
Times
Inventar
#17 erstellt: 23. Jan 2026, 17:28

pogopogo (Beitrag #16) schrieb:
Die können das schon, es muss allerdings implementiert werden. Eine Anfrage beim Support hat schon einmal DLBC in der Mache bestätigt. Geräte die DLBC-fähig sind, können auch DLART.


Ich verstehe deine Agenda und Motive nicht wirklich. Versuchst du den TE davon zu überzeugen ein Produkt zu kaufen, das ein wirklich nützliches Feature vielleicht irgendwann einmal erhalten wird, anstatt ein anderes, bei dem dieses Feature heute schon verfügbar ist?

Wenn ja, warum?


Capten23 (Beitrag #15) schrieb:
Na ein bisschen kann ich schon noch Daten Wälzen, aber so in ein zwei Wochen wollte ich soweit sein. Wenn nicht dann dauert halt auch länger


Vielleicht kannst du dir ja mal das eine oder andere Video anschauen, das erklärt wie ART funktioniert und wo der Unterschied zu anderen, einfacheren Raumkorrekturen liegt?


Capten23 (Beitrag #14) schrieb:
Yup, perfekte schöne Betondecke mit Sichtschalbrettmuster
Maße des Raums... L:5m, B: 5,40m


Damit hätten wir:

- Ein Raum mit nahezu quadratischem Grundriss
- und recht niedriger Deckenhöhe - aus Beton
- Die Speaker auf der langen Seite und sehr nah an der Wand
- bis auf Couch und Teppich keine schallschluckenden Elemente
- die Couch (zumindest sieht es so aus) ziemlich mittig im Raum

...was insgesamt eine wirklich herausfordernde Situation ergibt, in der sich jeder in Sachen Akustik inverstierte Gedanke und Euro doppelt und dreifach bezahlt macht.

Wenn es dir mit den geplanten Neuanschaffungen nicht nur darum geht, den sterbenden Pioneer AVR zu ersetzen, sondern gleichzeitig auch das maximal Mögliche in Sachen Klangqualität rauszuholen, würde ich persönlich:

# einen Thread im Akustikbereich hier im Forum eröffnen, um möglichst viel Ideen / Input in Sachen Aufstellung und aktustischer Optimierung des Raumes zu bekommen
# einen guten, ursprünglich für Amp und Lautsprecher gedachten Teil des Budgets in Absorber, Diffusoren und Bassfallen investieren
# einen Denon X3800H (oder X4800H) mit voller Dirac Suite, sowie
# zwei potente Standlautsprecher UND einen, eher sogar zwei ordentliche Subwoofer kaufen

Beispielsweise:

- Denon X3800H = 1.000€
- Full Dirac Suite = 680€
- Arendal 1961 Speakers = 1.900€
- 1 - 2x Arendal 1961 S Sub = 1.000 / 2.000€
= 4.580 / 5.580€


[Beitrag von Times am 23. Jan 2026, 17:33 bearbeitet]
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 23. Jan 2026, 20:22
Hey danke für deine ausführliche Information. Ich hab mir schon irgendwie gedacht das der Raum zu nackt ist und zu viele glatte Flächen bietet.
Ich werd mal im Akustikforum einen Thread aufmachen für genaue Tipps.
Ideen hätte ich schon ein paar.

Nochmal zu den Verstärkern:

Ist denn ein Denon AVR im Klang mit den anderen Geräten vergleichbar? Oder reisst es hier „nur“ das DIRAC ART raus um auf ein gutes Ergebis zu kommen?
Times
Inventar
#19 erstellt: 23. Jan 2026, 20:49

Capten23 (Beitrag #18) schrieb:
Hey danke für deine ausführliche Information. Ich hab mir schon irgendwie gedacht das der Raum zu nackt ist und zu viele glatte Flächen bietet.
Ich werd mal im Akustikforum einen Thread aufmachen für genaue Tipps.
Ideen hätte ich schon ein paar.


Top. Kannst ja dann hier verlinken. Mit der passenden Aufstellung und ein paar geschickt platzierten Akustikelementen wird sich da schon viel ereichen lassen. Wenn ich deinen Eingangspost richtig verstanden habe, sollte es diesbezüglich - neben deinen eigenen - ja keine speziellen Vorstellungen / Wünsche zu berücksichtigen geben...


Capten23 (Beitrag #18) schrieb:
Nochmal zu den Verstärkern:
Ist denn ein Denon AVR im Klang mit den anderen Geräten vergleichbar? Oder reisst es hier „nur“ das DIRAC ART raus um auf ein gutes Ergebis zu kommen?


Solange du den AVR nicht an seinen Leistungsgrenzen betreibst, wird sich im verblindeten, ausgepegelten Vergleich kein hörbarer Unterschied zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen feststellen lassen. Die Unterschiede kommen durch Einmessung, Raumkorrektur, deren Feintuning durch verschiedene Zielkurven etc. zustande.

Ist das immer super einfach und selbsterklärend? Nein, man muss sich damit durchaus beschäftigen.
Lohnt sich der Aufwand? Definitv.

Und sollte je der Fall eintreten, dass der AVR zu wenig Leistung / Stabilität für haben sollte, kannst du zu einem späteren Zeitpunkt immer noch eine zusätzliche Endstufe an die Pre-Outs hängen.

cheers,
Times


[Beitrag von Times am 23. Jan 2026, 20:59 bearbeitet]
Denon_1957
Inventar
#20 erstellt: 23. Jan 2026, 21:38
Ich würde immer einen AVR einem Stereoverstärker vorziehen gerade der Denon X3800 mit seinem Audyssey XT 32 ist da ein sehr guter Kanditat.
Ich selbst nutze einen X4700 an einem 5.2.4 System und höre überwiegend Musik in Stereo und das kann der Denon ausgezeichnet.
Sicherlich kann man auch mehrere 1000€ ausgeben für einen Stereoverstärker und den dann nochmal für viel Geld mit dem Allheilmittel Dirac aufrüsten.
Das muß aber jeder selbst für sich entscheiden.
Valentino_II
Stammgast
#21 erstellt: 24. Jan 2026, 11:15

Capten23 (Beitrag #18) schrieb:

Ist denn ein Denon AVR im Klang mit den anderen Geräten vergleichbar? Oder reisst es hier „nur“ das DIRAC ART raus um auf ein gutes Ergebis zu kommen?

Das sind schon genau die richtige Fragen und zu dem Thema gibt es natürlich unterschiedliche Ansichten. Ich bevorzuge z.B. einen guten Stereo Verstärker.
Ich würde aber immer dazu raten sowas nach Möglichkeit selber anzuhören bzw zu vergleichen und erst dann zu entscheiden.

Eine weitere Alternative zu den bereits genannten Streamingverstärkern ist übrigens der Roksan Caspian 4G.
Der Roksan arbeitet mit einem Bluesound Streamingmodul und kann über die sehr gute und ausgereifte BluOs-App bedient werden.
Bei den Klangeinstellungen (DSP-Engine) gibt es u.a. die "Intelligent Loudness" und den sog. "Tilt-Regler", mit dem der Klangcharakter angepaßt werden kann.
Der kleinere Ableger des Caspian heißt Atessa, könnte evtl. auch eine Alternative sein.

https://www.likehifi...reaming-verstaerker/


[Beitrag von Valentino_II am 24. Jan 2026, 11:16 bearbeitet]
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 24. Jan 2026, 12:04
Also ich fasse mal für mich zusammen:

Stereo Verstärker für teures Geld aber nur mit DiRAC Live evtl noch mit Bass Control aber noch kein ART, sollte eher nicht einem AVR mit DIRAC full blown vorgezogen werden… Kann man das so sagen?

Massnahmen zur Akustikverbesserung in meinem Keller sind notwendig und bringen wahrscheinlich auch schon einiges - hier werd ich noch im Forum fragen.
Standlautsprecher upgrade ist ja geplant, Subwoofer hatte ich jetzt so nicht auf dem Zettel ( vor allem nicht zwei)

Was mich immer noch umtreibt ist das AVR gegen Stereo. Ich dachte immer wenn ich einen extra Stereo Kasten kaufe, ist der an sich schon deutlich besser als ein AVR vom Klang her, da er hochwertigere Komponenten drin hat und auf die Video Features verzichtet .

Denon AVC 4800 hatte ich ganz zu Beginn mal ins Auge gefasst, dachte dann aber, na ja dann hau gleich mal einen raus und greif in die Stereo Schublade.
War mir so nicht bewusst, das die Einmessung hier einen grossen Teil ausmacht.


[Beitrag von Capten23 am 24. Jan 2026, 12:10 bearbeitet]
Times
Inventar
#23 erstellt: 24. Jan 2026, 12:23

Valentino_II (Beitrag #21) schrieb:
Ich bevorzuge z.B. einen guten Stereo Verstärker.


Da ich annheme, dass du Skizze und Foto des Raumes gesehen hast:
Ekläre dem TE - und mir - doch bitte, was ein "guter Stereo Verstärker" in dieser Situation hier besser macht als... als was eigentlich?

Als ein schlechter Stereo-Verstärker?
Ein AVR?
Der von mir vorgeschlagene Weg?


Valentino_II (Beitrag #21) schrieb:
Eine weitere Alternative zu den bereits genannten Streamingverstärkern ist übrigens der Roksan Caspian 4G.


Hmm. Was macht genau diesen Verstärker denn zu einer Alternative in dieser Situation?

Wie hilft er, die durch Raummoden entstehenden Ausschlöschungen und Überlagerungen zu beseitigen, die nach den Beschreibungen des TE äußerst wahrscheinlich und speziell bei basslastiger Musik ein Ärgerniss sind?

Mal ganz im Ernst:

Für 4.500€ würde der TE einen aktuellen AVR, Dirac ART, zwei potente neue Lautsprecher und einen wirklich guten Sub bekommen, den Erlös durch den Verkauf von bestehenden Speakern und Sub noch nicht eingerechnet.

Oder den Roksan Caspian 4G.
Times
Inventar
#24 erstellt: 24. Jan 2026, 13:01

Capten23 (Beitrag #22) schrieb:
Was mich immer noch umtreibt ist das AVR gegen Stereo. Ich dachte immer wenn ich einen extra Stereo Kasten kaufe, ist der an sich schon deutlich besser als ein AVR vom Klang her, da er hochwertigere Komponenten drin hat und auf die Video Features verzichtet.


Die entscheidende Frage dabei ist, ob der verzicht auf die Video-Sektion und die hochwertigeren Komponenten einen hörbaren Unterschied ausmachen, wenn alle anderen Sinne ausgeblendet werden und somit Preis, Optik, Haptik, Verarbeitung, Erwartungshaltung, etc. keine Rolle mehr spielen...?

Eine Raumkorrektur (Audyssey, Dirac, YPAO, RoomPerfect, ARC...) bringt dir - sofern richtig eingemessen und konfiguriert wurde - in der Regel immer einen Vorteil. Speziell im Bassbereich, der in normalen Wohnsituationen selbst mit gut geplanter Aufstellung und akustischen Maßnahmen kaum optimal hinzubekommen ist.

Was bei der Wahl des passenden Verstärkers oder AVRs wichtig ist:

Leistung und Laststabilität müssen zu den angeschlossenen Lautsprechern und den gewünschten Lautstärkepegeln passen. Bei den üblichen Wirkungsgraden von Lautsprechern reichen in der Regel 5 bis 10 Watt pro Kanal, um hörschädenerzeugende Pegel zu fahren.

Es gibt ein paar Dinge die man beachten muss:

- je mehr Lautsprecher gleichzeitig angetrieben werden
- je niedriger deren Wirkungsgrad
- je tiefer deren minimale Impedanz
- je basslastiger die Musik bzw. der Filmton
- je mehr die digitale Raumkorrektur im Tieftonbereich auffüllen muss bzw. dies versucht

...desto wahrscheinlicher ist es, dass der AVR an seine Leistungsgrenzen kommt und dies hörbar wird. Dann bietet es sich an, eine dedizierte Endstufe an die Pre-Outs zu hängen und ihn so zu entlasten. In der Regel macht man das für die beiden bzw. drei Frontkanäle.
Kunibert63
Inventar
#25 erstellt: 24. Jan 2026, 19:42
[quote="Times (Beitrag #24)"][quote="Capten23 (Beitrag #22)"]......Leistung und Laststabilität müssen zu den angeschlossenen Lautsprechern und den gewünschten Lautstärkepegeln passen. Bei den üblichen Wirkungsgraden von Lautsprechern reichen in der Regel 5 bis 10 Watt pro Kanal, um hörschädenerzeugende Pegel zu fahren..........[/quote]


Da sind sie wieder die Totschlagargumente gegen einen Stereoverstärker. Dass die allermeisten Stereoverstärker eine Stromvesorgung jenseits aller bezahlbaren AVR besitzen wird malmwieder ignoriert. Diese erwähnte Roksan zeitg Eindrucksvoll wie Stromversorgung geht. Über 30000uF pro Seite, also "nur" zwei Lautsprecher. Gegen rund 20000uF der meisten AVR für bis zu 9 Lautsprechern. Selbst für Stereo ist das schon Grenzwertig.

Ihr dürft das nicht immer nur am Klang fest machen. Auch nicht an den "exorbitanten" Lautstärken die man sich antun würde.

Und Dirac reisst wieder [u]alles[/u] raus. Kann Moden-Löcher mit den 145Watt AVR noch auffüllen. Na stellen wir dem doch gleich vier Subwoofer zur Seite....wird sicher auch gleich kommen.

Entschuldigt aber das "musste" jetzt raus.

@Capten23 Sich mit der Akustik zu befassen ist ein guter Vorsatz. Das kann schon mal ins Geld gehen wenn man fertige Lösungen kommen lässt. In meinem KinoKeller habe ich alles selber machen können. Ich höre jedenfalls ausschließlich die Lautsprecher sprechen. Nachhall oder Echo ist hier schon fast Besorgnis erregend kurz. Gegen Bass-Moden ist im Heimgebrauch fast kein Kraut gewachsen. Du wirst in einem Bass-Loch gefangen sein. Geht mir hier leider auch so.

Des öfteren höre ich hier unten ganz ohne AVR und Einmessung. Nämlich Abspieler am Kopfhörer-Verstärker zur Endstufe (250Watt 30000uF pro Seite). Also reiner Pure-Direct. Und das hört sich schlicht unangestrengter an als wenn der AVR mit im Signalweg ist.

Verstärker brauchen keine 4K€ kosten. Da ist Geld besser in Akustik und gute Lautsprecher investiert, oder halt vier Subwoofer ;).
Times
Inventar
#26 erstellt: 24. Jan 2026, 20:15

Kunibert63 (Beitrag #25) schrieb:
Da sind sie wieder die Totschlagargumente gegen einen Stereoverstärker.


Wo? Welche Totschlagargumente gegen Stereoverstärker?


Kunibert63 (Beitrag #25) schrieb:
Dass die allermeisten Stereoverstärker eine Stromvesorgung jenseits aller bezahlbaren AVR besitzen wird malmwieder ignoriert. Diese erwähnte Roksan zeitg Eindrucksvoll wie Stromversorgung geht. Über 30000uF pro Seite, also "nur" zwei Lautsprecher. Gegen rund 20000uF der meisten AVR für bis zu 9 Lautsprechern. Selbst für Stereo ist das schon Grenzwertig.


Welche Rolle spielt die Stromversorgung in dieser Situation? Bist du der Überzeugung, dass der X3800H bzw. X4800H diesbezüglich mit einem Paar Lautsprecher nicht klar kommen?


Kunibert63 (Beitrag #25) schrieb:
Ihr dürft das nicht immer nur am Klang fest machen.


Ähm... an was denn sonst?


Kunibert63 (Beitrag #25) schrieb:
Und Dirac reisst wieder alles raus. Kann Moden-Löcher mit den 145Watt AVR noch auffüllen. Na stellen wir dem doch gleich vier Subwoofer zur Seite....wird sicher auch gleich kommen.


Klassische Raumkorrektur, die jeden Lautsprecher einzeln korrigiert und die Senken (oder gar Löcher) im Frequenzgang lediglich mit (starken) Anhebungen auszugleichen versucht, kann niemals Moden-Löcher ausgleichen. Und wenn sie das versucht, kostet das eine Menge Leistung. Absolut korrekt.

Dir ist bewusst, dass ART (und auch Trinnov) das anders machen?
Und weshalb dann einen oder mehrere aktive Subwoofer dazu zu nehmen, absolut sinnvoll und zielführend ist?


Kunibert63 (Beitrag #25) schrieb:
Entschuldigt aber das "musste" jetzt raus.


"Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“ - Viktor Frankl.

Vielleicht hätte etwas mehr Raum an dieser Stelle gut getan.


Kunibert63 (Beitrag #25) schrieb:
Gegen Bass-Moden ist im Heimgebrauch fast kein Kraut gewachsen. Du wirst in einem Bass-Loch gefangen sein. Geht mir hier leider auch so.


Ich bin da deutlich optimistischer unterwegs und sage: Mit einer geschickten Anpassung von Raum und Aufstellung plus passender technischer Lösung wird das nicht so sein.
Valentino_II
Stammgast
#27 erstellt: 25. Jan 2026, 09:31

Capten23 (Beitrag #22) schrieb:
Stereo Verstärker für teures Geld aber nur mit DiRAC Live evtl noch mit Bass Control aber noch kein ART, sollte eher nicht einem AVR mit DIRAC full blown vorgezogen werden… Kann man das so sagen?

Nein, das kann man so nicht sagen. Aussagen, die hier geroffen werden haben ja keine Allgemeingültigkeit. Die einen bevorzugen Raumkorrekturen. Die anderen verzichten auf die sog. Einmess-Systeme und hören mit leichten Klangkorrekturen oder auch pur direct. Sich darüber zu streiten bringt gar nichts.

Du hast am Anfang den Arcam A45 erwähnt und favorisiert. In der Preisklasse finden sich noch einige andere Mitspieler, die hier schon genannt wurden. Für mich ist die Frage eher, ob du damit nicht schon zu hoch gegriffen hast. Vielleicht solltest du auch die etwas kleineren Verstärker aus den Serien ins Auge fassen. Das sind schon echte Kraftpakete.
der_Lauscher
Inventar
#28 erstellt: 25. Jan 2026, 14:53

Capten23 (Beitrag #1) schrieb:
Ich höre am liebsten Hip Hop, Country / Pop und etwas Elektro.

...stehen tut das Ganze bei mir im Keller, hier habe ich einen ca. 25qm großen Raum den ich als Büro / Hörraum / Spielraum mein Eigen nennen darf

Ideal wäre nur ein Gerät, was mich zu einem All In One Streamer führt.

Budget wäre maximal 3,5K für den Verstärker und evtl. nochmal 2,5K für Boxen.

Ziel ist es eine Anlage zu bekommen die ordentlich Bums hat und super klingt (es muss kein High End HIFI sein). Aber es muss Spaß machen. Wenn das Ding läuft will ich ein Grinsen im Gesicht haben. Ich bin auch kein Profi auf dem Gebiet eher ein Interessierter (Ahnungsloser)

ich würde mir da mal Cabasse Rialto anschauen/hören, die haben Streaming (sogar an einer Seite mit Display), Einmessung, Klangeinstellungen, Ethernet – WiFi – Bluetooth – Optisches SPDIF – Analog RCA/Cinch – USB – HDMI (eARC), absolut ausreichend Leistung, du brauchst definitiv keinen Subwoofer, können ausreichend laut (aber auch schön leise) und sind schön klein (lass dich von den kleinen Ausmaßen nicht täuschen)


[Beitrag von der_Lauscher am 25. Jan 2026, 14:58 bearbeitet]
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#29 erstellt: 30. Jan 2026, 09:20
So hatte wenig Zeit die Woche, aber nun habe ich mal ein Thema erstellt im Akustik Forum, um das Thema Raumoptimierung aufzugreifen.

Hier der Link:
http://www.hifi-foru...um_id=72&thread=8611

ich bin gespannt.


Zum Thema Verstärker, ja nach längerer Recherche ist mir der ARCAM nun auch ein wenig zu teuer um ehrlich zu sein. Ich habe aktuell folgenden Plan der dann doch deutlich günstiger kommen würde:

-> entweder den Denon AVR AVC 4800H + DIRAC
-> oder eben STEREO mit dem NAD C399 "nur" mit DIRAC Live

Boxen bin ich etwas tiefer eingestiegen und schwanke aktuell zwischen den folgenden Modellen:

-> Wharfedale Evo 5.4.
-> Arendal 1961
-> Canton Townus 90 oder 100
-> Magnat Signature 809
-> Dynaudio Emit 50 oder Evoke 50

Also am Ziel bin ich gefühlt nicht lange nicht
Valentino_II
Stammgast
#30 erstellt: 30. Jan 2026, 14:12

Capten23 (Beitrag #29) schrieb:
nach längerer Recherche....

Eine Anlage am Bildschirm zusammen zu stellen halte ich für kaum machbar, das geht meistens am Ziel vorbei.
Geh mal zu einem Händler und höre dir mal ein Paar Sachen an, dann kommt schnell das große Erwachen.
Allein die Auswahl zwischen Emit 50 und Evoke 50 zeigt schon, daß es angeraten ist.
mr.hyde1
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 30. Jan 2026, 14:34
Nach langem Testen hatte ich mich gegen KEF R7 Meta, Dynaudio Evoke 50, Canton Vento 100 entschieden.
Ein Hörtermin bei Nubert brachte die Entscheidung.
Mein Setup ist aktuell NAD C389 + BlueOS-Modul und Nubert Nuvero Nova 12(Seit 4Tagen)
Bin sehr zufrieden und würde DIRAC deinstallieren, wenn es ginge.
So kann ich es nur deaktivieren.
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 30. Jan 2026, 15:00
ich werd mich nächste Woche nochmal auf den Weg in ein paar Studios machen um die Boxen zu hören.

Frage hierzu: wenn ich beim Händler was finde was sich gut anhört, heisst das ja nicht das es das bei mir zu Hause ebenfalls so ist.
Wie habt ihr das gemacht? Alle möglichen Boxen auch zu Hause gehört?
mr.hyde1
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 30. Jan 2026, 15:11
Die Hörbedingungen werden nie ideal, nie identisch sein.
Für mich war es wichtig, dass sie detailreich waren und nicht nervten und ich somit lange hören konnte.
Dann hat es für mich auch zu Hause gepasst
Valentino_II
Stammgast
#34 erstellt: 30. Jan 2026, 15:48
So war es bei mir auch und bisher wurde ich Zuhause nie enttäuscht, obwohl es auch bei mir nicht ideal ist.
Mir war es wichtig, daß die Lautsprecher offen und ausgewogen klingen. Da sind einige Favoriten durchgefallen.

P.S. Deine Bedingungen Zuhause finde ich übrigens gar nicht so schlecht.
Times
Inventar
#35 erstellt: 30. Jan 2026, 16:03

Capten23 (Beitrag #32) schrieb:
Frage hierzu: wenn ich beim Händler was finde was sich gut anhört, heisst das ja nicht das es das bei mir zu Hause ebenfalls so ist. Wie habt ihr das gemacht? Alle möglichen Boxen auch zu Hause gehört?


Ich lese gerade das Buch von Floyd E. Toole, Sean Olive und Todd Welti - "Sound Reproduction: The Acoustics and Psychoacoustics of Loudspeakers, Rooms and Headphones. 4th Edition" - das ihre 50+ Jahre Forschung im Bereich Lautsprecher zusammenfasst.

Ihre Erkenntnisse sind - unter anderem - dass der Placebo-Effekt und das nicht-unterscheiden-können zwischen hörbaren (sprich, rein akustischen) und wahrnehmbaren (die Mischung aller Sinne, Erfahrungen und daraus resultierenden Annahmen) nicht auf Verstärker, CD-Player, DACs, Kabel, etc. beschränkt (wo die Unterschiede marginal bis nicht vorhanden sind), sondern auch bei Lautsprechern deutlich ausgeprägt vorhanden sind.

Sprich, wir lassen uns auch bei Lautsprechern von Preis, Marke, Optik, Haptik, etc. deutlich mehr beeinflussen, als uns lieb ist.

Dazu kommen das schlechte akustische Gedächtnis und die menschliche Fähigkeit, selbst grobe Schnitzer in der Reproduktion von Musik (und Filmton) zu überhören, wenn kein direkter Vergleich vorhanden ist, der es (deutlich) besser macht.

In ihren unzähligen Vergleichstests haben Sie herausgefunden, dass alle Menschen, egal ob Laien oder Experten, im verblindeten und damit auf das tatsächlich hörbare reduzierten Vergleich, immer den neutraleren, klareren, saubereren Lautsprecher bevorzugt haben. Sprich: möglichst linearer Frequenzgang, lineares Abstrahlverhalten, geringe Verzerrungen und frei von Resonanzen.

Nur Menschen mit Hörschäden sind davon ausgenommen, bei denen schwankt die Präferenz stark.

Der Bassbereich spielt ihren Forschungen zufolge mit ca. 30% des Anteils am Gesamturteil eine entscheidende Rolle. Möglichst tief und möglichst linear, weshalb eine Behandlung des Raumes und digitale Entzerrung in diesem Bereich so wichtig sind.

Ihre Empfehlung lautet daher:


Die Vorauswahl anhand von möglichst umfangreichen Messdaten zu treffen (Spinorama) und innerhalb dieser Vorauswahl dann nach Situation und Präferenz entscheiden: Optik, Preis, Stand- vs. Regallautsprecher, n-Wege, Coax, etc...

Wichtig ist, dass der Vergleich im selben Raum stattfindet, weil dessen Einfluss und die dazwischen liegende Zeit sonst zu groß wäre. Wenn dann noch der Pegel möglichst genau angeglichen wird und dir jemand die Augen verbindet, hast du alles mögliche dafür getan, dass sich der Vergleich tatsächlich auf die akustischen Unterschiede reduziert...


[Beitrag von Times am 30. Jan 2026, 16:04 bearbeitet]
Times
Inventar
#36 erstellt: 30. Jan 2026, 16:06

Capten23 (Beitrag #29) schrieb:

-> entweder den Denon AVR AVC 4800H + DIRAC
-> oder eben STEREO mit dem NAD C399 "nur" mit DIRAC Live


Nimm den X4800H und erweitere, sollte dir die Power je nicht ausreichen, um eine 2-Kanal-Endstufe mit aktuellen Hypex oder Purifi Modulen.
mr.hyde1
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 30. Jan 2026, 17:19
Ich empfehle wiederum Stereo. Was soll man mit brachliegenden Endstufen?
Man bezahlt sie aber nutzt sie nicht.
Ner NAD C399 hat 2x 180W an 8Ohm.
Mein kleineres Modell reicht aus um die Nachbarn aus dem Haus zu treiben.
Und dabei haben die Nubert einen relativ geringen Wirkungsgrad.
Und mir stellt sich immer die Frage: Wenn ich mühevoll einen Lautsprecher nach Klang aussuche, warum soll ich danach den Klang verbiegen?
Ist eine Raumkorrektur wirklich notwendig, wenn du akkustische, bauliche Maßnahmen ergreifen willst?
Times
Inventar
#38 erstellt: 30. Jan 2026, 17:34

mr.hyde1 (Beitrag #37) schrieb:
Ich empfehle wiederum Stereo. Was soll man mit brachliegenden Endstufen?
Man bezahlt sie aber nutzt sie nicht.


Die Information, weshalb ich dem AVR den Vorzug geben würde, findet sich in diesem Thread. Dazu müsste man ihn allerdings (vollständig) lesen und verstehen.


mr.hyde1 (Beitrag #37) schrieb:
Und mir stellt sich immer die Frage: Wenn ich mühevoll einen Lautsprecher nach Klang aussuche, warum soll ich danach den Klang verbiegen?


Weil der Lautsprecher - mit möglichst linearem Frequenzgang und Abstrahlverhalten, sowie geringen Resonanzen und Verzerrungen (bei gewünschter Maximallautstärke) - leider nur die halbe Lösung darstellt. Die andere Hälfte macht der Raum. Und der verbiegt, speziell im Tieftonbereich, nahezu unausweichlich den Klang. Deshalb nutzen wir eine digitale Korrektur dort, wo sie nach allen anderen Maßnahmen (gute Lautsprecher, akustisch optimierter Raum) noch notwendig ist.

Es geht nicht darum den Charakter der Lautsprecher zu verändern, sondern die Unzulänglichkeiten des Raumes auszugleichen.


mr.hyde1 (Beitrag #37) schrieb:
Ist eine Raumkorrektur wirklich notwendig, wenn du akkustische, bauliche Maßnahmen ergreifen willst?


Nicht zwingend, nein. Aber meist sind die Möglichlichkeiten im Raum so begrenzt, dass eine Mischung aus analogen und digitalen akustischen Maßnahmen die sinnvollste ist.

Weshalb glaubst du, bieten Hersteller von Studiomonitoren wie Neumann oder Genelec zu ihren Produkten eine eigene DSP Lösung an, obwohl Tonstudios in der Regel hervorragend akustisch optimiert sind?
mr.hyde1
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 30. Jan 2026, 18:20
<Ironie>
Tja, die gute alte Raumkorrektur...
Wie konnten wir nur die letzten Jahrzehnte ohne sie auskommen?
</Ironie>
Ich denke, der TE wird für sich entscheiden, ob er sie braucht oder nicht.
Ich wünsche ihm viel Erfolg.
Letztendlich wollen wir alle nur Musik hören.
Capten23
Schaut ab und zu mal vorbei
#40 erstellt: 30. Jan 2026, 18:31
hey ich merke schon das ist ein heißes Eisen die Softwarekorrektur.
Prinzipiell finde ich es eigentlich nur logisch das entsprechende Defizite, wenn möglich, durch die Software ausgeglichen oder zumindest optimiert werden sollten. Was mich nach dem erdten Kontakt mit dem Thema tatsächlich nich etwas abschreckt ist der Preis für die Software. Das ist schon recht knackig und muss ja jedesmal neu bezahlt werden sollte ich das Gerät mal wechseln wollen…

Aber aufgrund meines doch schwierigen Raumes, führt wahrscheinlich kein Weg dran vorbei.
Mein aktueller Pioneer hat ebenfalls schon eine Einmessung mit Mikro drin und ich meine Unterschiede gehört zu haben.

Jetzt heisst es erstmal nochmal Probehören und Akustik Optimierung studieren und ausprobieren 😎
Times
Inventar
#41 erstellt: 30. Jan 2026, 18:44

mr.hyde1 (Beitrag #39) schrieb:
...

Tja, wenn man sachlich nicht mehr weiter kommt, ist die Flucht in Ironie / Sarkasmus ein einfaches und gern genutztes Mittel.

Wie hältst du es in anderen Bereichen mit Fortschritt?
Leihst du dir deine Filme noch in der Videothek?
Schreibst Briefe auf der Schreibmaschine?
Reitest mit dem Pferd zur Arbeit?
Holst dein Wasser am Brunnen?

Es spricht absolut überhaupt nichts dagegen, ohne Raumkorrektur Musik zu hören. In meinem Büro werkelt ein 2x 20 Watt Röhrenverstärker vor sich hin - und macht mir eine Menge Freude.

Es geht doch immer darum, was man erreichen möchte und was man dafür bereit ist zu investieren hinsichtlich Zeit und Geld. Was man bereit ist dazuzulernen und, weil das mit lernen im Erwachsenenalter meist Hand in Hand geht: Was man bereit ist loszulassen. Gerade Letzteres fällt vielen Menschen besonders schwer.


mr.hyde1 (Beitrag #39) schrieb:
Letztendlich wollen wir alle nur Musik hören. :prost


Jein. Die Meisten hier wollen sich auch mit der Technik drumrum beschäftigen und dazulernen, sonst wären sie wohl nicht hier.


Capten23 (Beitrag #40) schrieb:
Was mich nach dem ersten Kontakt mit dem Thema tatsächlich nich etwas abschreckt ist der Preis für die Software.


Bei den empfohlenen Geräten, egal ob Stereo-Amp oder AVR, ist ja immer auch ein Basispaket an Software dabei. Und Audyssey XT32 kann, speziell mit den kostenlosen Scripts von OCA (siehe YouTube) auch schon eine ganze Menge.


[Beitrag von Times am 30. Jan 2026, 18:51 bearbeitet]
ChrisHiFi123
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 11. Feb 2026, 19:16
Der Denon 3800 ist in meinen Augen ein krasser Preis/Leistungs-Sieger. Wenn dich die Blechkisten-Heimkinoreceiver-Optik nicht stört, würde ich dir den uneingeschränkt empfehlen.
Der kann so ziemlich alles - ist ein Funktionswunder mit so viel Rechenpower, dass es auch für Dirac ART reicht.

Und du bekommst eine super App dazu, mit der du das Gerät von überall aus steuern kannst - kannst du also theoretisch (gut belüftet) auch in nem Schrank verstecken.
Hat der NAD auch so eine App? Oder nimmst du eh lieber die Fernbedienung?

Eine Raumentzerrung ist wie schon geschrieben wurde, besonders für den Bassbereich eine super Sache. Ich würde da nur sehr ungern drauf verzichten.
DEN Unterschied hörst du sofort und ohne jeden Zweifel, wohingegen der Unterschied zu einem 1600 Euro Stereo-Verstärker schon schwieriger herauszuhören ist - wenn überhaupt.

Wenn du Lust auf Rumspielen hast, kannst du den Denon auch als Bi-Amping Verstärker für deine Lautsprecher ausprobieren. Dann nutzt du zwei Endstufen des Denon für den Bass und zwei für Mitten und Höhen - je nachdem wie deine Lautsprecher aufgebaut sind.
Ich selbst hab da nie Unterschiede gehört, aber wenn HiFi dein Hobby ist oder wird, ist das ein lustiges Wochenende mit nem Kumpel. :-)

Und, dass der Denon Pre-Outs hat, find ich auch super.
Und mehrere Subs einzeln ansteuern kann er auch - die meisten Verstärker haben ja nur einen Ausgang, d.h. wenn man zwei oder mehr Subs anschließen will, bekommen die entweder alle dasselbe Signal oder man muss umständlich nach mal einen Entzerrer zwischenschalten.
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