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Es war ein Sony

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john_frink
Administrator
#1 erstellt: 13. Apr 2012, 11:25
Hi

Wann immer in der großen Presse Hifi erwähnt wird, es kommt ja leider nur selten vor, dann lohnt sich ja fast schon, darüber zu diskutieren:

Diesmal sinniert eines Tages über den Untergang Sonys

Hintergrund
Nun, der Tenor des Artikels: Sony war das Apple der 80er, Erfolg durch die Devise "keep it simple".

Hier im Forum trauert man ja eher anderen Produkten hinterher - eben den hochwertigen des ES Reihe, den genialen Erfindungen wie MD Recorder, robusten Tinitron Röhren.

Ich habe Sony seit ihren Verfehlungen im Surroundmarkt und ihrer rigiden (arroganten) Lizenzpolitik (z.b. bei der Minidisc) schon abgeschrieben. Ein wenig Hoffnung hegte ich ja wieder bei ihren stylischen Smartphones und Tablets - schön waren die ja, nur durfte man den billig Kunststoff nicht in die Hand nehmen.

Wie seht ihr den Artikel?

Was meint ihr, wo liegt der Hase begraben? Die Zeichen nicht richtig gedeutet? Zu wenig Qualität? Oder kann man heute nicht mehr mit Korea (Samsung) oder China (Foxconn/Apple) mithalten?

An den Preisen im Verkauf wirds wohl nicht liegen, seit dem das teuerste Produkt zum Kassenschlager wird. Mir gibt Sony heute auch nichts mehr, obwohl ich vom Walkman über den Discman zu MD und sogar dem MP3 Player der Marke treu blieb.

Meinungen würden mich freuen.

Schönen Gruß, le john


[Beitrag von john_frink am 13. Apr 2012, 11:26 bearbeitet]
AndreasS
Stammgast
#2 erstellt: 13. Apr 2012, 13:24
Das Problem bei Sony liegt meiner Meinung nach darin, dass sie sowohl Billig- wie auch High-End-Produkte anbieten. Bei den Billig-Produkten gibt es viele Gurken, also Geräte, die nur unzureichend funktionieren und keinesfalls die teilweise gehobenen Ansprüche erfüllen. Zusammen mit der asiatischen Mentalität vom Hersteller (kaum Support und Software-Updates) wurde das einst gute Ansehen der Marke nachhaltig beschädigt. Wie sollen die Kunden unterscheiden können, ob ein Produkt jetzt zur Billig- oder High-End-Linie gehört? Über den Preis?

Andere Hersteller sind besser und verzichten auf Billig-Produkte. Wenn ich ein Gerät von Denn oder Apple kaufe, kann ich mich darauf verlassen, dass es das tut was es soll. In der Vergangenheit habe ich mit Sony-Produkte dagegen auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Jeck-G
Inventar
#3 erstellt: 13. Apr 2012, 14:17
Sony? In den letzten Jahren eher mit Produkten auffällig geworden, womit man Kunden vergrault oder das Leben unnötig schwer macht. Rootkits auf "Audio-CDs", SecuROM, spontan brennende Laptops (fehlerhafte Sony-Akkus), lascher Umgang mit Kundendaten (PSN), um mal paar Sachen zu nennen. Und dann noch ihre ständigen vergeblichen Versuche, ihre eigenen Standards durchzuboxen (na gut, mit Blu-Ray haben sie es geschafft).

Allerdings habe / hatte ich 2 Sony-Produkte, mit denen ich zufrieden bin / war. Mein Sony 5fach-Wechsler von Ende 90er kann sogar CD-RWs lesen, obwohl das nirgends vermerkt ist und entsprechende Geräte erst später rauskamen.
Mein erstes Handy (CMD-X2000, noch Siemens-Technik, 1DM mit Vertrag) war zwar klobig, aber kein Nokia-Handy konnte dem das Wasser reichen (insbesonders beim Empfang) und es hatte sogar schon LiIon-Akku drin (bei Nokia noch ein Fremdwort gewesen). Dafür keine austauschbaren Oberschalen, keine Jamba-Klingeltöne und keine Spiel drin, aber braucht ein gutes Handy (für damalige Verhältnisse, da ging es noch nur ums Telefonieren und SMSen) auch nicht.

Ist aber eher die Consumer-Seite gesehen, denn schließlich sind die auch im professionellem Bereich (Geräte, Software und Standards für Filmproduktion usw.) tätig.


[Beitrag von Jeck-G am 13. Apr 2012, 14:20 bearbeitet]
Passat
Moderator
#4 erstellt: 13. Apr 2012, 14:23
Billig- und HighEndprodukte sind nicht das Problem von Sony, das haben die schon immer so gemacht.
Wobei sich Sony von HighEnd-Produkten schon vor über 10 Jahren verabschiedet hat.

Das Problem der letzten Jahre sind bei Sony die fehlenden Innovationen (Die BluRay war die letzte wirkliche Innovation und das ist auch schon 10 Jahre her) und die seltsame Produktpolitik.

Sony hat sich im Wesentlichen auf traditionell defizitäre Produktsparten, nämlich Mobiltelefone und Fernseher, zurückgezogen.

Nicht ohne Grund hat Philips gerade seine TV-Sparte verkauft.
An der TV-Sparte sind in der Vergangenheit auch schon viele andere Firmen, wie z.B. Grundig, kaputtgegangen.
Der Konkurrenzdruck in diesen Sparten ist so hoch, das eine Firma die Produkte kaum kostendeckend an den Mann bringen kann.

An so einem Flachbild-TV für 500,- € verdient der Hersteller gar nichts. Da macht er sogar Verlust.

Und auch bei Spielekonsolen gabs diesen Preisdruck.
Die ersten 2 Jahre hat Sony bei jeder PS3 sehr kräftig drauf gezahlt. Die hatte anfangs eine UVP weit unter den eigentlichen Herstellungskosten.
Für die Herstellungskosten hätte die PS3 niemand gekauft, sondern zur billigeren xBox oder zur alten PS2 gegriffen.

Zurück zur Produktpolitik:
Im HiFi-Sektor bietet Sony außer Brüllwürfelanlagen in 1000 Variationen (die wenig bringen, aber unnötig Kosten produzieren) kaum etwas.
Die paar AV-Receiver retten da auch nichts.

Ich habe übrigens eine ganze Reihe von Sony-Geräten und kann da mit einer kleinen Ausnahme nichts negatives berichten.
Die Ausnahme ist meine Endstufe TA-N55ES.
Ein paar Wochen nach dem Kauf anno 1990 verzerrte plötzlich ein Kanal.
Da ich keine Lust hatte, die Endstufe zurück zum Händler zu schleppen, habe ich da einfach einmal den Deckel abgeschraubt und reingeschaut.
Nach näherer Inspektion hatte ich die Ursache auch schon gefunden: Eine kalte Lötstelle an einen Endtransistor.
Da habe ich den Lötkolben hervorgekramt und die Lötstelle nachgelötet.
Seit dem gabs nie wieder Probleme.

Im Auto habe ich 5 Jahre lang einen Sony-Discman im täglichen Betrieb gehabt. Der spielt heute noch einwandfrei.
Mein erster CD-Player war ein Sony, auch der spielt heute noch einwandfrei.
Die Sony HiFi-Anlage meiner Eltern von 1985 spielt ebenso ohne Probleme heute noch.
Mein Sony Röhren-TV macht auch noch keine Probleme, auch wenn er nur noch selten genutzt wird.

Grüsse
Roman
Stereo33
Inventar
#5 erstellt: 13. Apr 2012, 14:27
Mal abgesehen von TVs würde ich sagen Pioneer ist das was Sony sein will.
Bei Pioneer sind auch die Einsteigergeräte (abgesehen von Verstärkern) gut und Preiswert.

Sonys Kompaktanlagen sind für Einsteiger nock OK. Aber was Carhifi angeht... Katastrophe.

Die solln sich auf die Konsolen und TVs konzentrieren und gut.

@Passat: Du behauptest doch nicht das TV-hersteller an einem TV nichts verdienen?
Die kaufen die Panels doch in riesigen Mengen ein und drehn es schon so daß sie Gewinn damit machen.
Im Fall Sony muss es an etwas anderem liegen. Sony ist halt auch bei Menschen mit Ahnung nicht so gefragt.


[Beitrag von Stereo33 am 13. Apr 2012, 14:31 bearbeitet]
Passat
Moderator
#6 erstellt: 13. Apr 2012, 14:46
Längerfristig verdient kein Hersteller etwas mit TV-Geräten.
Schau doch z.B. einmal Loewe an: Die machen fast nichts Anderes als TV-Geräte.
Und wie gehts denen?
Die krauchen doch seit vielen vielen Jahren von Krise zu Krise mit kurzen Erholungsphasen dazwischen.

Welche der ehemals großen TV-Marken gibt es denn noch?

Grüsse
Roman
Stereo33
Inventar
#7 erstellt: 13. Apr 2012, 14:58
Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen das ein Hersteller mit TVs kein Geld macht.

Wären sonst Samsung und Philips nicht schon längst Pleite?

Bei Loewe denke ich mal die verkaufen einfach zu wenig so daß sich ENtwicklungkosten nicht mehr rechnen
(wer hat/will/kann sich schon ein Loewe leisten).
Passat
Moderator
#8 erstellt: 13. Apr 2012, 15:08
Philips macht mit der TV-Sparte Verluste.
Weshalb wohl haben die diese Sparte erst kürzlich in eine andere Firma ausgelagert?

Schau dir die TV-Anbieter an:
Das sind fast alle Vollsortimenter, die auch andere Sachen im Programm haben.
Reine TV-Spezialisten gibts gar nicht mehr oder die schrammen alle paar Jahre wieder knapp an der Pleite vorbei.

Grüsse
Roman
Stereo33
Inventar
#9 erstellt: 13. Apr 2012, 15:10
Vielleicht ist da was dran.
Das wäre aber wirklich schade (für die Hersteller).
War das auch zu Röhrenzeiten so?
Warum machen sie TVs (fürs Image?)?
john_frink
Administrator
#10 erstellt: 13. Apr 2012, 15:11
Den Japanern gehts allen nicht so gut:


FTD schrieb:
Sonys Probleme stehen symptomatisch für den Niedergang der Branche in Japan. "Die japanische Unterhaltungselektronikindustrie steht vor einer Niederlage", urteilte Analyst Fujio Ando. Sony, Sharp und Panasonic kommen zusammen auf einen Jahresverlust von gut 16 Mrd. Euro.
Die Unternehmen leiden unter dem starken Yen, schwacher Inlandsnachfrage und einem knallharten Wettbewerb. Wie sich die Gewichte in der Branche weltweit verschoben haben, zeigt auch die Entwicklung des Börsenwerts von Sony. Samsungs Bewertung ist zehn Mal so hoch wie die der Japaner. Der Konkurrent Apple, mit dessen Kauf Sony Anfang der 90er Jahre liebäugelte, ist am Aktienmarkt inzwischen 30 Mal so teuer.


Ich frage mich halt, wie es ein Consumer Electronics Hersteller schaffen möchte, Begehrlichkeiten bei Kunden zu wecken, wenn diese erst garnicht bedient werden. Ausser TVs hat Sony derzeit so garnichts im Premiumbereich anzubieten, selbst im ureigenen Bereich der Blurayplayer gab es seit Einführung des Formats genau ein Gerät welches nicht aus der billig Kunststoffmischung bestand, die momentan alle anderen Geräte vom Smartphone zum Laptop überzieht.

Auch die bescheidene Garantie- und Supportpolitik hat mit dazu beigetragen, dass ich mich derzeit lieber nach anderen Herstellern umsehe (12 Monate Garantie ohne Kulanz bei allen elektronischen Geräten - auf Nachfrage "solle man froh sein, dass Sony so großzügig sei, überhaupt eine Garantie einzuräumen" - nicht sehr rühmlich im Gegensatz zu Panasonic, Samsung etc. die alle 2 Jahre geben)

Bleibt festzuhalten, dass die hier keine der aufgeführten Argumente denen im o.g. Artikel gleichen - als besonders "einfach zu bedienen" oder abstraktes Wunschobjekt gilt Sony bislang nicht.

Stereo33
Inventar
#11 erstellt: 13. Apr 2012, 15:19
Sony hat üpprigens nicht nur die CD sondern auch die MiniDisk erfunden.

Schade daß sie sich nicht durchsetzen konnte. Mich regts heute noch auf daß
sich die MP3 da durchgesetzt haben ohne echtes Mindestqualitäts-Limit (was bei min. 160 kbps liegen sollte).

Aber es war abzusehen, was hat Sony seid Jahren zu bieten was die Mittelschicht anspricht?
TVs und die PS3 (wobei die PS4 überfällig ist).

In Bereichen Homehifi, Carhifi, mobile Audiogeräte und anderes ist Sony einfach tot, da
sie da fast nur Lowend anbieten. Allerdings schwören Ahnungslose immernoch auf Sony ;-
cr
Moderator
#12 erstellt: 13. Apr 2012, 15:37

Schade daß sie sich nicht durchsetzen konnte. Mich regts heute noch auf daß
sich die MP3 da durchgesetzt haben ohne echtes Mindestqualitäts-Limit (was bei min. 160 kbps liegen sollte).


Was heißt schade, Sony hats mit seiner unendlichen Gier selber verbockt. Die sind doch auf ihrer MD gesessen wie der Geier, statt sie vernünftig zu lizensieren.

Seit Sony in das Musik/Filmgeschäft eingestiegen ist, gehts ohnehin bergab. Seither hat sich das Unternehmen mit vielen Käufern verscherzt, und als cool gilt Sony schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr. Geräte und Content verträgt sich nicht.
Wenn ich allein an so einen Schwachsinn wie den Memorystick Magic Gate denken, haben sie es nicht besser verdient. Ich habe in den 80er/90ern gerne Sony Produkte gekauft, inzwischen würde ich keines mehr kaufen.
Stuhlfänger
Stammgast
#13 erstellt: 13. Apr 2012, 15:58

john_frink schrieb:
Ich frage mich halt, wie es ein Consumer Electronics Hersteller schaffen möchte, Begehrlichkeiten bei Kunden zu wecken, wenn diese erst garnicht bedient werden.


Bis Ende der 90er hatte Sony noch weitgehend selbst produziert und danach die Geräte-Produktion peu à peu ausgelagert, so daß Sony im Prinzip wie die Konkurrenz nur noch zukauft und sein Logo an die Geräte pappen läßt, wobei Sony inzwischen im Bereich Consumer Electronics weitgehend nur noch Stangenware im Sortiment hat, und das ist bestenfalls so gut wie die Konkurrenz, nicht selten schlechter, dafür oft teurer. Der miese Service bei Defekten ist legendär und hat längst die gesamte Computer-Sparte in Verruf gebracht.

Auch hat Sony in den letzten 10 Jahren alles daran gesetzt, sich als Buhmann zu positionieren, sei es beim Thema Urheberrecht und Kopierschutz (dabei hatte Sony den Walkman geklaut), propitären Zubehör (z.B. Speicherkarten, Spezialakkus) oder der Behinderung neuer Techniologien (Formatkriege), und umfangreiche Rückruf-Aktionen bei Akkus und Foto-Chips für Digital-Kameras haben zusätzlich am Nimbus gekratzt.

Bei Smartphones hat Sony den Markt komplett verschlafen, und bei Tablets kommen sie ebenfalls nicht in Tritt. Während Nintendo seine 3DS inzwischen für unter 150 Euro anbietet, soll Sonys Vita 300 Euro plus Zubehör kosten, und die neue PS4 soll erst 2013 erscheinen (mit Hardcore-DRM, Spezial-Memory-Stick, dafür aber nicht abwärtskompatibel) und wird über 500 Euro kosten und trotzdem verlustträchtig sein.

Welche Perspektive hat eine Marke, deren Image ruiniert ist, die sich auf Wachstumsmärkten nicht durchsetzen kann und von der keine echten marktfähigen Innovationen mehr zu erwarten sind, weil sich die angestammten Märkte verändert haben? Keine.
germi1982
Moderator
#14 erstellt: 13. Apr 2012, 18:57

Stereo33 schrieb:
...
Bei Loewe denke ich mal die verkaufen einfach zu wenig so daß sich ENtwicklungkosten nicht mehr rechnen
(wer hat/will/kann sich schon ein Loewe leisten).


LOEWE Fernseher sind eigentlich Sharp mit mehr Ausstattung (eingebaute Festplatte etc.).

http://business.chip...nseher_39944742.html


Und dann noch ihre ständigen vergeblichen Versuche, ihre eigenen Standards durchzuboxen (na gut, mit Blu-Ray haben sie es geschafft).


Und damals mit der 3,5" Diskette haben sie es auch geschafft, die wurde 1981 von Sony vorgestellt...


[Beitrag von germi1982 am 13. Apr 2012, 19:10 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#15 erstellt: 13. Apr 2012, 19:08
Die anderen Japaner sind auch angeschlagen, um es kurz zu machen.

Auch wenn die Presse was anderes schreibt, die Lage für Konsumgüter ist scheisse, in den Pigs-Staaten herrscht Depression.

Flache Glotzen haben fast alle, und der Smartphone-Konsum ist eigentlich auch schon im JUNK-Segment.
Passat
Moderator
#16 erstellt: 13. Apr 2012, 19:38
Wobei einige Japaner Verluste gut durch andere Sparten auffangen können.
Yamaha hat z.B. noch den Profibereich, die Musikinstrumentensparte und die Motorradsparte.

Samsung, LG etc. sind auch große Mischkonzerne, die auch andere Dinge abseits von Unterhaltungselektronik machen.

Diese großen Vollsortimenter wie Sony gibt es kaum noch.

Grüsse
Roman
TKCologne
Inventar
#17 erstellt: 13. Apr 2012, 19:53
@Stereo33

SONY hat den Walkman erfunden und damit den Grunstein gelegt für die heutigen MP3-Player.
In einem muß ich dir aber wiedersprechen: Sony hat NICHT die CD erfunden. Der Erfinder der CD kommt quasi aus nächster Nähe. Brauchst dafür nir nach Eindhoven zu fahren. Dort sitzt Philips. Von denen stammt die CD.
cr
Moderator
#18 erstellt: 13. Apr 2012, 19:59
Der Sony-Kurs spricht sowieso Bände für das dort herrschende Mißmanagement: 150 Euro Anfang 2000, 13 heute (in Yen noch schlimmer).
Vor dem Internet/Tech-Hype war er 1998 zB auf 40.

In USD bis 1983 zurück, falls es wen interessiert:
http://finance.yahoo...ff;source=undefined;
Passat
Moderator
#19 erstellt: 13. Apr 2012, 23:07

TKCologne schrieb:
@Stereo33

SONY hat den Walkman erfunden und damit den Grunstein gelegt für die heutigen MP3-Player.
In einem muß ich dir aber wiedersprechen: Sony hat NICHT die CD erfunden. Der Erfinder der CD kommt quasi aus nächster Nähe. Brauchst dafür nir nach Eindhoven zu fahren. Dort sitzt Philips. Von denen stammt die CD.


Falsch.
Sony hat zusammen mit Philips die CD erfunden.
Beide zusammen haben auch die SACD erfunden.

Sicher sagt dir die Bezeichnung S/P-DIF etwas:
Das ist die Digitalschnittstelle von CD-Playern etc.
Das heißt ausgeschrieben:
Sony/Philips-DigitalInterface.

Sony hat NICHT den Walkman erfunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Walkman#Patentrechtliche_Situation

Grüsse
Roman
Detektordeibel
Inventar
#20 erstellt: 14. Apr 2012, 01:10

Der Sony-Kurs spricht sowieso Bände für das dort herrschende Mißmanagement:


Wirklich?

Vergleich den Aktienkurs der letzten 5 Jahre mit dem S&P 500 Index. Knallt zu Beginn der Wirtschaftskrise 2008 rein und das läuft fast parralel, um dann pünktlich zum Erdbeben 03-11 abzutauchen

Um 2000/2001 rum haben wir natürlich den .com Boom drin der den kurs stark verzerrt. Fällt danach nur auf das Niveau der End 90er zurück.
Bis auf die globen Großereignisse eigentlich ein recht langweiliger Kurs.


Samsung, LG etc. sind auch große Mischkonzerne, die auch andere Dinge abseits von Unterhaltungselektronik machen.


Aber auch die letzten Jahrzehnte stark aufgesplittet.

Sony ist ein bisschen ein Sonderfall verglichen mit den anderen Elektronikkonzernen. Der Führungsstil war die letzten Jahre nicht gerade "japanisch" geprägt. - Dadurch das man auch den Musik/Filmkram etc drin hat ist das schon anders aufgestellt.


Ich frage mich halt, wie es ein Consumer Electronics Hersteller schaffen möchte, Begehrlichkeiten bei Kunden zu wecken, wenn diese erst garnicht bedient werden. Ausser TVs hat Sony derzeit so garnichts im Premiumbereich anzubieten, selbst im ureigenen Bereich der Blurayplayer gab es seit Einführung des Formats genau ein Gerät welches nicht aus der billig Kunststoffmischung bestand


Was den Bereich Hifi angeht hat sich Sony fast nur auf billige Consumerware für "schnelles Geld" konzentriert seit Ende der 90er das stimmt schon. - den Rest hat man den anderen überlassen, vor allem Stereo. - Da mangelt es ja schon an wettbewerbsfähigen Mittelklassegeräten zu Denon,Onkyo und Co. Nichtmal eine brauchbare Kompaktanlage vglb. Pianocraft hat man noch im Programm.

Mit den taktischen Fehlern stimme ich allerdings zu.

Minidisc unbedingt weiterzureiten nachdem sich MP3 schon durchgesetzt hat.. Klar, man will ja keine "Piraten" unterstützen, Pech nur das die Kunden genau das Wollten. Das Geschäft hat man sich lange Zeit entgehen lassen. Auch alles mit MemoryStick statt USB machen wollen, zuletzt das Smartphone-Geschäft verschlafen, dabei hätte man den Braten da wirklich riechen können.

Alles in allem kann man aber sagen das Sony angesichts der äußeren Umstände sooo schlecht gar nicht dasteht. Die "billige" Consumerware verkauft sich zwar nicht so gut wie früher, aber sie verkauft sich doch noch irgendwo, und die Playstation 3 läuft auch noch ganz passabel, sogar die PS2 bringt immernoch Stückzahlen. - Zumindest in dem Bereich hat man wegen der anderen Zusammensetzung im Konsolenmarkt ne gewisse Stammkundschaft. - Das gewisse Leute am liebsten alle 3 Jahre ne neue Konsolengeneration am Markt hätten mag schon stimmen, aber hier kann sich Sony seine längeren Zyklen noch leisten da das stark vom Softwareangebot abhängt.
cr
Moderator
#21 erstellt: 14. Apr 2012, 01:58
Man muss den Kurs in Yen anschauen, dann ist er in etwa dort, wo er 1983 war.
Aber es ist mir zu mühsam, einen so langen Yen-Chart zu finden. Ev. Yahoo.jp

Die vermeintlich akzeptable Performance in USD beruht auf Aufwertungsgewinnen des Yens zum USD.

Yen/USD ca 1983 war bei 230, jetzt 87. Heißt was? Der Yen hat sich zum USD fast verdreifacht.
Kombiniert man dies mit dem USD-Chart, ist der Yen Kurs jetzt da, wo er 1983 war. Na Super. Dividende gabs auch kaum.
Bereits der DAX hat sich seit damals ver-16-facht oder so.
Sony ist ein kompletter Loser.


[Beitrag von cr am 14. Apr 2012, 02:06 bearbeitet]
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