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Digital / Qualitätsverlust

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Autor
Beitrag
george
Stammgast
#1 erstellt: 25. Apr 2003, 18:58
Was haltet ihr von "hochwertigen" CD-Laufwerken von Burmester und Co, speziellen Rohlingen und Digital-Kabeln?
Einige behaupten tatsächlich, dass sie eine direkte digitale Kopie vom Original unterscheiden können. Es geistern Begriffe wie "Jitter" etc. umher.
Was ist dran?
Meiner Meinung nach (und meinem Wissen von der Digitaltechnik zufolge) GAR NICHTS.

Man sollte einen Versuch machen:
Man nimmt einen Menschen mit HiFi-Kenntnis und exzellentem Gehör und setzt ihm einen Sennheiser Orpheus (angeblich bester Tonwandler der Welt !?) auf. Diesen schließt man an den Digitalausgang eines 100 Euro teuren Sonys an, in einem zweiten Durchgang schließt man ihn an das Topmodell der CD-Laufwerke von Burmester für rund 20.000 Euro (?) an. Würde er einen Unterschied hören?
Nein, denn die digitalen Daten (die als Pits und Lans auf der CD gespeichert sind) werden vom Laufwerk nur ausgelesen, ob nun billigste Schaltkreise, oder 20kg-Gerät mit speziellen Trafos etc, immer werden die selben binären Signale aus dem Laufwerk kommen. Ein "Verlesen" (1 und 0 verwechseln) ist doch fast unmöglich, außerdem gibt es die Fehlerkorrektur (eine CD würde ohne sie rund 2GB fassen, stimmt das?), eine falsche Taktung ebenso.
Bestes Beispiel: Das Georg Neumann Solution-D. Ein Kondensator-Mikrofon (das Beste?) mit A/D-Wanlder direkt hinter der Kapsel. Das 28Bit-Signal kann laut Neumann direkt in einen Rechner (z.B. Notebook) gesleitet werden und hat trotzdem 100%ige Studio-Qualität.

Meine Theorie:
Durch die fortschreitende Entwicklung der Digitaltechnik wird ein ganzer Industriezweig aus der Qualitätskette ausgeschlossen und erfindet daher Traumbegriffe um die zahlende Highest-End-Kundschaft bei Laune zu halten. Kasettenrekorder oder Schallplattenspieler lagen qualitativ durch die "empfindliche" analoge Signalverarbeitung weiter auseinander als CD-Spieler (geht mir jedenfalls so, ob 500 Euro Sony-Mittelklasse oder 5000 Euro Topgerät - ich höre keinen Unterschied). Beim erwähnten Solution-D z.B. besteht das komplette Aufnahmeequipment im Studio nur noch aus dem Mikrofon, der Speisebox und einem Laptop. Spezielle Mikrofon-Verstärker etc. entfallen.

Liege ich da falsch?
stadtbusjack
Inventar
#2 erstellt: 25. Apr 2003, 21:16
Hey George,
ich stimme dir zu, dass da ein Haufen Schwachsinn erzählt wird, was manche Leute hören oder zu hören glauben. Aber ich würd es nicht ganz so extrem ausdrücken. Es gibt sicherlich Unterschiede zwischen einem billigen No Name und einem Burmester Laufwerk, denn auch die beste Fehlerkorrektur kann nicht alles ausgleichen. Aber du hast sicher recht, dass hier oft maßlos übertrieben wird, und vieles hier eigentlich in den Voodoo-Bereich gehört.
cr
Moderator
#3 erstellt: 25. Apr 2003, 21:35
Auch Burmester baut sein Laufwerk nicht selber, gerade die kleinen HighEnd-Hersteller könnten das gar nicht. Somit ist immer drinnen ein Laufwerk von Philips, Sony (und noch ein paar Herstellern). Zudem hat sich gezeigt, dass gerade die HigEnd-CDPs oft von der Abtastfähigkeit nichts taugen, manche sind dann auch noch zu doof, um die RedBook Standards richtig umzusetzen, sodass die mit Emphasis aufgenommenen CDs (gibts zwar kaum noch, aber gerade bei den älteren CDs sind etliche drunter) falsch wiedergegeben werden (Höhen zu stark).
Bei den Rohlingen ist insb. wichtig, dass der Press-Stamper nicht schon unexakt ist, das Dye was taugt und die Lackierung gut ist. Es gibt grottenschlechte, die man besten gar nicht kauft (Princo usw.)
Die Fehlerkorrektur ist inzwischen bei allen CDPs ziemlich dieselbe, sie kann sehr wohl die normalerweise auftretenden Fehler locker 100%ig ausgleichen. Nur dann nicht, wenn die CD sehr verkratzt, der Lack beschädigt oder Cactus-Datashield Kopierschutz verwendet wird (die neue MelC-CD hat zB. 5800 unkorrigierbare C22-Fehler oder mehr - aber das gilt sowieso nicht mehr als AudioCD sondern als Datenmüll)
Jazzy
Inventar
#4 erstellt: 26. Apr 2003, 11:29
Hi,
ich persönlich habe mal mehrere Laufwerke digital verbandelt und Probegehört: bei mir gab es da keine Unterschiede.
Analog angeschlossen gibt es dagegen schon welche,bei guten Geräten untereinander aber auch nicht seeehr groß.
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