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Aufstellen der Boxen+A -A |
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| Autor |
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Fotoingo
Stammgast |
#1
erstellt: 14. Jan 2026, 09:43
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Ich wollte nur mal kurz nochmal auf die Bedeutung der Boxen-Geometrie bei Aufstellen hinweisen. Für einen überschaubar großen Raum hatte ich den Yamaha RX-E400 mit dem CD-Player und den passenden Boxen aufgestellt. Die Boxen standen in Regalen relativ weit in den Ecken. Und was soll ich sagen? Lange habe ich die Anlage nicht gehört, der Klang war einfach unterdurchschnittlich. Das war so Anfang der 2000er. Danach habe ich mich den Kopfhörern zugewendet. Da ich aber neue Boxen für den Schreibtisch brauchte, habe ich einfach mal testweise die Anlage neben den Computer aufgestellt und an einen ebenfalls alten Musical Fidelity mit Wolfson DAC angeschlossen. Und, ehrlich gesagt, ich bin etwas baff. Da ist nicht nur sauberer Bass und mehr davon, als ich den kleinen Boxen zutrauen würde, sondern auch einen sehr hohe Dynamik mit ordentlich und überhaupt nicht spitzen Höhen, sondern auch wirklich überzeugenden, detaillierten Mitten zu hören. Stimmen klingen sehr klar, mit passendem Timbre sowohl bei Männern als auch bei Frauen, und die Instrumentenseparation ist klar und deutlich, so daß jedes Instrument seinen Platz hat und auch zur Geltung kommt. Das ist jetzt gerade meine Erfahrung, ich hatte der kleinen Anlage einfach Unrecht getan, und das seit Anfang 2000. Zumindest mit dem Musical Fidelity macht das gerade richtig Freude und ich fange mal wieder an, mich mit aktuellen Anlage zu beschäftigen. Die einzige Erfahrung dazwischen hatte ich bei Mediamarkt mit einer eigens entwickelten Magnat Signature als Jubiläum mit einem Röhren-Hybrid Verstärker, die 12.000 Euro teuer war und wohl mit deutlich teureren Anlagen seinerzeit mithalten konnte. Sie wurde wohl auch eigens zum Jubiläum entwickelt und klang dementsprechend. So lange sie da stand habe ich sie auch immer wieder gehört, war einfach ein Erlebnis. Na, jedenfalls ist Stereo immer noch großartig zu hören. Aber ich werde definitiv auf den Aufstellungsort achten, was ja auch immer gesagt wird und ich zu dem Zeitpunkt einfach nicht wusste.
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Highente
Inventar |
#2
erstellt: 23. Jan 2026, 21:50
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Für den Klang einer Anlage sind ja drei Dinge entscheidend: 1. Die Raumakustik 2. Die Qualität der Lautsprecher 3. Die Aufstellung der Lautsprecher Und das ist keine Reihenfolge. Alle 3 Dinge sind gleichermaßen wichtig um einen guten Klang zu erzielen. |
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Denon_1957
Inventar |
#3
erstellt: 23. Jan 2026, 22:00
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Das ist auch richtig so. Den Rest hat ja mein Kollege gepostet. |
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Kunibert63
Inventar |
#4
erstellt: 23. Jan 2026, 22:46
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@Fotoingo Was Du gerade entdeckt hast nennt sich Stereodreieck. |
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VampireCat
Ist häufiger hier |
#5
erstellt: 01. Feb 2026, 13:10
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Das ist ein super Beispiel dafür, wie stark Aufstellung + Raum + Elektronik den Eindruck drehen können. Ein paar Ergänzungen, die erklären, warum das bei dir so krass war: 1) Ecken + Regal = "Bass-Boom“ und verhunzte Mitten. In Regalen, nah an Rückwand und vor allem in den Ecken bekommst du: - Boundary Gain (mehr Bass), aber oft an den falschen Stellen, es wird "wummerig“ statt sauber. - Frühe Reflexionen/Resonanzen durch Regalflächen, resultiert in verwaschene Mitten und schlechterer Ortung - oft ungünstige Höhe/Ausrichtung (Hochtöner nicht auf Ohrhöhe), dadurch wirken Höhen "komisch“ oder stumpf/spitz je nach Winkel. 2) Am Schreibtisch hörst du mehr „Direktschall“. Nahfeld/Schreibtisch heißt: Dein Ohr bekommt viel mehr Direktsignal im Verhältnis zu Raumreflexionen. Ergebnis: mehr Klarheit, bessere Separation, stabilere Stimmen - selbst mit kleinen Boxen. 3) "Sauberer Bass“ trotz kleiner Boxen: weniger Raummoden + bessere Entkopplung. Im Raum an der falschen Stelle kann Bass komplett kippen (Dröhnen oder Löcher). Am Schreibtisch sitzt du oft in einer Position, wo die schlimmsten Moden nicht so brutal zuschlagen. Tipp: Wenn Boxen auf dem Tisch stehen: Ständer/Isolation (Schaum/Entkoppler) kann nochmal hörbar helfen (weniger Tisch-Vibrationen). 4) Der Verstärkerwechsel kann auch seinen Anteil haben aber meist nicht als "Magie“. Ein anderer Amp kann etwas verändern (Dämpfungsfaktor/Laststabilität/Clipping-Verhalten), aber in 90% der Fälle ist der größere Hebel die Aufstellung, der Hörabstand, die Raumreflexionen, der Pegelvergleich. Heißt: Wahrscheinlich hat der Musical Fidelity seinen Teil beigetragen aber der Gamechanger war sehr plausibel die Geometrie. Merke: Erst die Geometrie, dann die Geräte: Aufstellung und Hörplatz entscheiden mehr als man glaubt. |
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Fotoingo
Stammgast |
#6
erstellt: 24. Feb 2026, 18:22
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Ja, danke euch allen. Hatte ja auch schon darüber gelesen, aber daß der Unterschied so groß sein könnte, hatte ich nicht erwartet. Schon die Fülle an Details, die jetzt zu hören sind, hätte einer Zwei-Wege-Box in der Klasse so nicht zugetraut. Die Bassmenge ist überschaubar, aber eben auch ziemlich präzise. Sollte ich mehr wollen, gibt es einen Subwoofer-Anschluss. Aber so, wie sie jetzt klingen, gehalten sie mir wirklich gut. Macht wie gesagt Lust auf eine größere Anlage im Wohnzimmer. Und ich glaube, der DAC spielt auch eine größere Rolle dabei. Jedenfalls klingt der Burr-Brown-Chip schon anders als der ESS, den ich vorher angeschlossen hatte. |
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