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Tapedeck zerknüllt manche Bänder

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Yamaha_Heini
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 09. Apr 2005, 15:08
Hallo,

vor ca. einem Jahr habe ich mein Tapedeck (Technics RS-BX601) bei Ebay versteigert, weil ich der Meinung war keins mehr zu brauchen. Nun hab ich doch mal wieder Lust bekommen meine alten Tapes zu hören und zum Spottpreis von EUR 15,- ein tadellos erhaltenes Technics RS-BX 707 ersteigert.



Es spielt soweit auch alle meine Bänder einwandfrei ab, nur speziell mit manchen alten Ferro-Bändern scheint es Probleme zu haben. Das diese Tapes eigentlich Schrott sind weiß ich, trotzdem würde es mich interessieren woran es liegen kann, dass gerade bei alten Ferro Bändern das Band von der Andruckrolle läuft und dann dahinter zerknüllt wird.

Braucht das Deck ne neue Andruckrolle? Ist es Einstellungssache? Wer von Euch kennt sich mit dem Reparieren und Justieren von Tapedecks aus?

Daniel
pink-man
Stammgast
#2 erstellt: 09. Apr 2005, 15:14
Wie sieht denn die Andruckrolle(n) aus? Es kann sein das sie glatt werden und deswegen nicht mehr richtig transportieren. Am besten tauscht man die Andruckrolle aus, du kannst sie aber auch wieder etwas anrauhen, mit einem Glasfaserpinsel geht das sehr gut. Ich mache das das aber eigentlich nur wenn die Andruckrolle nicht mehr lieferbar ist.
Yamaha_Heini
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 09. Apr 2005, 15:21
Hm, ja kann sein das die Rolle etwas zu glatt ist. Mich wundert nur, dass das Problem nur sporadisch bei bestimmten Bändern auftritt.

Wo bekommt man denn so einen Glasfaserpinsel und wie geht man beim Aufrauhen am besten vor? Quer zur Laufrichtung aufrauhen oder mit der Laufrichtung?

Daniel
pink-man
Stammgast
#4 erstellt: 09. Apr 2005, 15:41
Also den Glasfaserpinsel habe ich immer in einem Elektrogroßhandel gekauft. Ob Conrad oder ähnliche den auch haben weiß ich nicht. Allerdings wäre es in deinem fall vielleicht wirklich sinnvoller die Andruckrolle zu kaufen, denn den Glasfaserpinsel verwendest du wahrscheinlich sowieso nur einmal und dann liegt er ungenutzt bei dir rum. Naja teuer ist sowas nicht unbedingt.
Vielleicht kannst du auch mit einem sehr feinem Schleifpapier die Rolle etwas anrauhen, dann mußt du nicht extra einen Glasfaserpinsel kaufen. Das sollte ja auch funktionieren.
In welcher richtung dürfte relativ egal sein, aber leichter ist es wohl quer zur laufrichtung da die rolle sich ja sonst mitdreht
Yamaha_Heini
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 09. Apr 2005, 15:50
Ja hat auch mit Schleifpapier funktioniert. Mal sehen wie lange die Wirkung anhält. Die Andruckrolle kann ich dann ja immernoch auswechseln. Erstmal danke für die Antworten.
Uwe_Mettmann
Inventar
#6 erstellt: 09. Apr 2005, 21:35
Hallo,

ich nehme Tuner 600 Spray um die glatte Schicht und starke Ablagerungen zu entfernen. Damit bekommt man den Dreck völlig von der Bandandruckrolle und die Oberfläche ist anschließend rau, sieht aus wie neu. Allerdings soll diese Reinigungsmethode die Rolle doch sehr angreifen, und sie aushärten. Dies konnte ich bisher aber noch nicht feststellen. Das mag aber auch daran liegen, dass ich diese Art Reinigung nur sehr selten durchführe. Normalerweise reinige ich die Rolle mit Alkohol.

Tuner 600 bekommt man in Geschäften für Elektronik Bastelbedarf. Conrad, Reichel usw. haben das Zeug auch im Programm.

Den Rest des Sprays kannst man später für die Reinigung von Kontakten und Potis verwenden.

Viele Grüße

Uwe
gdy_vintagefan
Inventar
#7 erstellt: 10. Apr 2005, 15:14
Um was für Kassetten handelt es sich denn? Etwa AGFA?

Ich hatte zuletzt (bin inzwischen ehemaliger Tapedeck-Nutzer) ein 1A erhaltenes Yamaha KX-690 (das letzte "große" von Yamaha), das fraß jedes eingelegte Band vom Typ AGFA "Low Noise Special LNS" oder "Super High Dynamic HD" (die grauen), Baujahr ca. 1973-76. Mit denselben "Symptomen", also das Band lief von der Andruckrolle und wurde dabei etwa auf maximal die Hälfte der Originalbreite des Bandes "gefaltet". Oft sprang das Band auch von den internen Bandführungsrollen des Kassettengehäuses, so dass ich dieses öffnen musste.

Ich würde mich langfristig von den alten Schätzchen trennen und nur noch gute Bänder mit dem Gerät abspielen. Von diesen AGFA speziell (können natürlich auch andere von ähnlichem Kaliber sein) halte ich nicht mehr viel.
Sollten die Aufnahmen noch wertvoll sein, würde ich versuchen, sie z.B. auf CD-R zu sichern. Manchmal bringt es auch etwas, wenn das Band einfach in ein anderes Kassettengehäuse "verpflanzt" wird. Dann läuft das Band oft wieder wesentlich sauberer.
Peter_H
Inventar
#8 erstellt: 10. Apr 2005, 15:24
Hi,

also bei mir arbeitet noch der Vorgänger Deines Tapedeck (RS-BX 606) - bisher ohne Probleme.

Die "Kassetten-Fresserei" kenne ich allerdings noch gut aus mienen früheren Cassetten-Tagen mit Stereo-Radiorecordern aller art. Jeder hatte da andere Neigungen, was das "Futtermittel" anging.

Meist hatte ich Probleme mit Agfa. BASF gingen anfangs, dann kamen die mit den beiden Führungsbügelchen raus, die das Band auf die Rolle führten und wurden auch gerne "gefressen". Nach einem operativen Eingriff ins Kassettengehäuse und Entfernung eben jener Führungsbügel liefen die Dinger problemlos.

Mit Sony und TDK (auf die habe ich mich dann irgendwann mal eingeschossen) hatte ich nie Probleme - weder bei den alten Geräten, noch beim Technics-Tapedeck. Allerdings kann ich hier auch keine Erfahrungswerte beisteuern, weil ich in den letzten Jahren meist die Finger von anderen Cassetten-Fabrikaten gelassen habe (und ohnehin eher selten das Tape-Deck benutzt habe).

PS: Ich habe etwa einmal im Jahr immer mit Q-Tip und Isoprophyl-Alkohol schön die ganzen Rollen und Köpfe vorsichtig gereinigt - das hilft manchmal auch.


[Beitrag von Peter_H am 10. Apr 2005, 15:27 bearbeitet]
gdy_vintagefan
Inventar
#9 erstellt: 10. Apr 2005, 15:33
Also, die BASF mit den Führungsbügelchen waren bei mir eher schwergängig, manchmal regelrecht "festgelaufen". Gleiches galt für ein paar andere AGFA-Typen wie die "normalen" Low Noise, vor allem aber die "Super Color" und teils auch "Stereo Chrom" (letztere hatten auch diese Bügelchen).

Bei mir war es auch so, dass jeder Recorder mit bestimmten Kassettentypen andere Neigungen hatte. TDK und SONY waren auch bei mir sehr gut, aber mein absoluter Favorit waren die MAXELL, vor allem die UD-XL II (1979-82) und deren Nachfolger XL II und UD II (bis Mitte 80er). Unverwüstlich und auch klanglich sehr gut. Die späteren XL II-S mit dem schweren Gehäuse waren auch OK, aber ein paar meiner Decks machten auch schon mal schlapp beim Bandtransport.

Aber was die AGFA angeht, so hatten diese mit Abstand die minderwertigsten Gehäuse!
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