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gefälschte Testberichte

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wolle
Gast
#1 erstellt: 14. Okt 2002, 07:11
Hi,bei meiner Anlagen suche stoße ich immer wieder auf aussagen, das die Bestenliste von den Hi-fi Magazinen nicht so ernst zu nehemn sind. Es sollen große firmen wie sony, Panasonic,B&W,........(Annahmen, Beispiele)einfluß auf die bewertungen haben.
Hat jemand davon gehört?
Bei autos hört man ja auch raus das ausländische doch irgendwie schlechter sind als die Deutschen.
Bei den einen heißt es "klapprig" und bei den guten heißt es "geräusch anfällig", oder "auf schlechtem untergrund Innenraumgeräusche", ihr wißt was ich meine!?
Udo
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 14. Okt 2002, 08:24
Genau so mußt Du die Testberichte lesen. Dann stimmen die auch. (wenigstens einigermaßen) Der kleinste Mangel der geschildert wird, auch wenn er noch so sehr verniedlicht wird, ist meist deutlich hörbar, u.U. sogar gravierend. Die Klangeinstufungen sind meinen Erfahrungen nach meist einigermaßen korrekt. Die Gesamteinstufung dagegen ist mit Vorsicht zu genießen. Auch auf "Testsieger" kannst Du nichts geben. Dieser Ausdruck gilt ja nur speziell für die gerade getesteten Geräte. Wenn ein großer Werbeträger etwas testen läßt, sind die mitgetesten Geräte oft so ausgesucht daß sie nicht gewinnen können. Mir hat mal einer erzählt das u.U. sogar welche zu gekauft werden. Die Kosten gehen dann wohl zu Lasten des Werbeträgers. Trotzdem stimmen die Test`s - wenn Du sie richtig liest. (ausgenommen es waren `n paar dusselige Tester dran oder/und die haben was übersehen.
Hifi-Listener
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 14. Okt 2002, 08:25
Hi Wolle,

also ich denke schon dass hier und da nen bisschen zugunsten des besser zahlenden Werbepartners getestet wird. Spielraum ist bei solch subjektiven Dingen ja auch durchaus vorhanden ohne dass man den Zeitschriften dann auch noch einen "Vorwurf" machen kann.

Im grossen und ganzen ist aber alles noch Rahmen. Bose z.B. die ja auch nicht recht wenig Werbung betreiben - also durchaus einiges an Geld locker machen wurden ja auch in der Luft zerrissen.

Gruss

Hifi Listener
Udo
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 14. Okt 2002, 08:26
In den letzten Test`s wurde Bose (ganzseitige Werbung, wahnsinnig in den Himmel gehoben)
Tantris
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 14. Okt 2002, 08:43
Hallo Wolle,

man "fälscht" keine Testberichte, man bekommt als Hifi-Journalist anständige Werbeeinnahmen und Beraterhonorare und "gestaltet die Tests subjektiv"... ;-)

Im Ernst: Bestenlisten und die Einstufung von Hifi-Geräten nach Punkten, Prozenten oder Ohren ist absoluter Schwachsinn, egal ob die Tests dabei von Werbeaufkommen beeinflußt werden oder nicht. Ein Hifi-Gerät - besonders ein Lautsprecher - ist von seinen Qualitätsparametern und Einsatzgebieten her viel zu komplex, um ihn mit einer einzigen Note bewerten zu können. Diese Bestenlisten dienen nicht der Orientierung des Kunden, sondern seiner Manipulation bzw. der Bestätigung, wenn einer ein Gerät gekauft hat, daß er anschließend die guten Punkte in der Liste nachlesen kann!

Allein schon der Schwachsinn, "subjektive" Hifi-Tests zu machen - ein Hifi-Gerät ist objektiv schlecht oder gut, aber niemals subjektiv zu beurteilen. Das behaupten nur Leute, die schlechte Geräte zu teuren Preisen anbieten bzw. bewerben, und ihren Kunden erzählen, schlechter Klang wäre Geschmackssache!

Übrigens - daß Bose in der Luft zerrissen wurde, habe ich bei der deutschen Hifi-Journaille noch nicht erlebt. Angesichts der wirklichen Qualität und des Preis-Leistungsverhältnisses der Produkte bekommt Bose mit die besten Benotungen - machen ja auch sehr viel Werbung...

Gruß,

M.
Zitronenfalter
Gast
#6 erstellt: 14. Okt 2002, 08:45
>>Die Klangeinstufungen sind meinen Erfahrungen nach meist einigermaßen korrekt.<<

Das wage ich im Einzelfall sehr zu bezweifeln.
Ich denke nicht, daß ein Tester in der Lage wäre,
im Doppelblindhörtest zu sagen, welches der beiden
zur Auswahl stehenden Geräte das mit 82 von 100
Klangpunkten und welches das mit 83 Klangpunkten
ist - nicht bei Verstärkern und CD-Playern und
schon gar nicht bei Kabeln und Steckern.

Die Klangbeschreibungen von Kabeln sehen mir
mehr nach reiner Willkür aus, möglich gemacht
durch die permanente Verweigerung von Doppelblind-Hörtests
in gängigen Hifi-Magazinen - das hat mit "zutreffender
Klangbeschreibung" wenig zu tun.

Mir wären Aussagen wie "Verstärker A konnte im
Doppelblindhörtest nicht signifikant von Verstärker
B unterschieden werden" in einem Hifi-Magazin
erheblich lieber als die in manchen Hifi-Magazin-Artikeln
anzutreffende drollige "Kindergarten-Sprache"
a la "die Endtöpfe schwitzten an den Kühlkörpern
und sorgten dabei für stabile Verhältnisse"
(im Klartext für Normal-IQ'ler war wohl gemeint
"die Leistungstransistoren erzielten einen hohen Dämpfungsfaktor")
und anderem Unsinn.
Aber da kann man wohl warten, bis Weihnachten und Ostern
auf einen Tag fallen, bevor solche Hifi-Magazine
konsequent Doppelblind-Hörtests zur Klangbeurteilung
einsetzen.
Tantris
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 14. Okt 2002, 08:51
Hallo Zitronenfalter,

Zaghafte Ansätze zu vernünftigen Hörtestaufbauten gab es im Laufe der Hifi-Presse-Geschichte immer wieder. Ich erinnere da...

... an einen Bericht der Stereoplay, daß Testhörer LP nicht von einer Kopie LP-Dat unterscheiden konnten...

... an einem Test der Audiophile, nachdem kein Hörer oder Redakteur einen Unterschied zwischen CD und MD hören konnte...

... an Hörtests zum Thema MP3 (c´t ist zugegenermaßen keine Hifi-Zeitschrift), wo bei höheren Datenraten keine Unterscheidung MP3-CD möglich war...

... und ein einige unveröffentlichte Tests, z.B. der "Hifi-Stereophonie" und "Stereo", wo Hifi-Redakteure keinen Unterschied zwischen CD und Compact Cassette (!) hören konnte, bei geringer Fehleinstellung (Höhenanhebung) sogar statistisch signifikant die Cassette als das Original erkannten!

Der gemeine Leser erfährt davon natürlich wenig bis nichts und wird mit Voodoo-Artikeln über Kabelklang und Rackklang manipuliert...

Gruß,

M.
Udo
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 14. Okt 2002, 09:12
Nicht alles so verbissen sehen. Na klar, Testberichte sind nicht nur objektiv. Klangeischätzungen können das ja auch nicht sein. Strenge Doppelblindtests?. Zu was? Zu allem? Wie soll das denn gehen? Das sind doch keine Wissenschaftler. Die Leben vom schreiben und beschreiben. Und schreiben Ihre Meinungen und Eindrücke. Und das teilweise auch noch (wegen der Werbebeeinflussung) leicht verschlüsselt. Trotzdem sind die Test`s, wenn man sie richtig ließt, als Anhaltspunkt für das was man sucht schon O.K. Ein Hilfsmittel allemal. Und die von Dir genannte Ausdrucksweise (schwitzte) etc. empfinde ich als Salz in der Suppe. Ein bisschen Schmunzeln über einen mit phantasievollen Ausdrucksweisen geschmückten Artikel tu ich auch ganz gern.

Ein bisschen Verantwortung für sich selber sollte auch beim Käufer verbleiben, sonst brauchten wir alle nur noch nach Testberichten kaufen. Ich machs für meinen Teil oft (oft auch leider) umgekehrt, ich kauf was mir gefällt. Wenns denn zu Haus bei mir klingt, freu ich mich. Wenn ich dann einen Test lese (auch einen alten) bei dem das gekaufte Ding gut abschneidet, freu ich mich nochmal, ich fühle mich dann in meiner Endscheidung bestärkt. Auf die Schnauze gefallen bin ich damit, bisher - schnell mal an meinen Holzkopf klopfen damit es so bleibt, noch nicht.
Hifi-Listener
Gast
#9 erstellt: 14. Okt 2002, 09:38

In den letzten Test`s wurde Bose (ganzseitige Werbung, wahnsinnig in den Himmel gehoben)



Hi,

mmhhh - in der letzten Bestenliste hatten zumindest die Accoustimas Systeme - hatte ich halt noch im Kopf weil einer im Forum mal nach fragte richtig auf die Nase bekommen. Die Waren eingestuft bei 400-700 Euro Boxen und kosten weit über 1000 Euro. Das ist für mich eine vernichtende Aussage!

Wenn die jetzt aber gut abschneiden und dann auch noch richtig viel Werbung drin haben dann lässt dass doch auf eine Verfälschung der Testergebnisse schliessen.

Was mir bei der letzten Stereoplay aufgefallen ist - Diese Leserumfrage (Beste Geräte 2002) deckt sich doch sehr mit den Tesergebnissen der Zeitschrift. Entweder kreuzen alle anhand der Tests an oder es wurde selbst da gemogelt. Oder aber auch die Test stimmen halt?!?

Gruss

Hifi-Listener
Tantris
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 14. Okt 2002, 09:49
Hallo Hifi-Listener,



Diese Leserumfrage (Beste Geräte 2002) deckt sich doch sehr mit den Tesergebnissen der Zeitschrift. Entweder kreuzen alle anhand der Tests an oder es wurde selbst da gemogelt.


mit den Umfragen hat es eine andere Bewandnis: die werden ausschließlich deshalb durchgeführt, damit die Zeitschriften ihren Werbekunden beweisen können, daß die übers Jahr bezahlten Maßnahmen (Werbung und "Tests") im Bewußtsein der Leser etwas gebracht haben. Einfach ein Marktforschungsinstrument, sozusagen Erfolgsmessung...

Die Leser, die vermutlich durchschnittlich nichtmal 5% der Geräte selber kennen, kreuzen selbstverständlich das an, was sie im Laufe des Jahres an Testsiegern vorgesetzt bekommen haben...

zu Udo:

Daß die Tests auch nur irgendwem helfen, wage ich zu bezweifeln, zumindest, wenn es sich um Klangbeschreibungen handelt. Diese erwecken lediglich den EINDRUCK, bei der Entscheidung behilflich zu sein, in Wahrheit sind sie reine Manipulation.

Solange sich Tests auf die Funktionsbeschreibung oder auf objektive Messungen beziehen, sind sie natürlich hilfreich. Aber das spielt bei der Hifi-Presse nur noch eine untergeordnete Rolle, es geht um Imageaufbau und Vermarktung.

Gruß,

M.
Sam
Gast
#11 erstellt: 14. Okt 2002, 10:11
Ein Ex- Arbeitskollege von mir ist inzwischen Vertriebsleiter eines bekannten, hochpreisigen, Hifiherstellers. Neulich beim Bier hatten wir mal kurz das Thema "Fachpresse" gestreift. Klar, das der nicht aus dem Nähkästchen plaudern kann, aber ein wissendes Lächeln und der Verweis auf Werbebudgets und die Leute der eigenen Marketingabteilung lassen eigentlich nur den Schluss zu, dass die Tests bei der Stereo o.ä. ausschliesslich von unabhängigen, idealistischen und unbestechlichen Testern durchgeführt werden
Was anderes kann ich mir auchgar nicht vorstellen!
martin
Gast
#12 erstellt: 14. Okt 2002, 10:33
@Udo
Von einer Fachzeitschrift (wenn es denn so etwas auf diesem Gebiet gäbe) erwarte ich objektive Fakten und möchte nicht zwischen den Zeilen etwas interpretieren müssen. Und was Du Salz in der Suppe nennst: Wenn ich Metaphern, Analogien oder sonstige Beschreibungen lesen will, lese ich Gedichte oder Belletristik. Genauso stümperhaft wie der fachliche Teil ist nämlich auch der Stil der meisten Journalisten.
Zitronenfalter
Gast
#13 erstellt: 14. Okt 2002, 14:11
@Udo:

>>Und schreiben Ihre Meinungen
und Eindrücke. Und das teilweise auch noch
(wegen der Werbebeeinflussung) leicht verschlüsselt.<<

Den Eindruck zu erwecken, zwei klanglich im
Doppelblindhörtest ununterscheidbare Verstärker
mit 0.005% Klirr wären klanglich um 3 oder 5 "Klangpunkte"
auseinander, ist aber eine sehr eigenartige Art
von "Verschlüsselung". Dasselbe gilt für CD-Entmagnetisierer,
bei denen selbst der phantasiebegabteste Techniker
zugestehen muß, daß das behauptete Wirkungsprinzip
entweder gar nicht funktioniert oder jedenfalls
nicht in einem Ausmaß, das klanglich relevant sein
könnte.

>>Trotzdem sind die Test`s, wenn man sie richtig
ließt, als Anhaltspunkt für das was man sucht
schon O.K.<<

Nein - ein Test, der den Eindruck erweckt, es gäbe
Klangunterschiede, wo keine sind, ist nicht OK.

>>Ein Hilfsmittel allemal.<<

Siehe oben - von einem Hilfsmittel bei der
Entscheidung kann zumindest für meine Sichtweise
keine Rede sein, da optische
Eindrücke, Erwartungen und Markenimage den Klangeindruck
beeinflussen, sofern man keinen Doppelblindhörtest
durchführt.

>>Ein bisschen Verantwortung für sich selber sollte
auch beim Käufer verbleiben, sonst brauchten
wir alle nur noch nach Testberichten kaufen.<<

Soso - die Aufgabe der Fachpresse besteht Deiner
Meinung also darin, den Käufer mit willkürlichen
Klangberichten und -Einstufungen, die im Blindhörtest
selten bis gar nicht, oft nicht einmal ansatzweise,
nachzuvollziehen sind, zu versorgen, um an des
Käufers Eigenverantwortlichkeit zu appellieren, nicht
alles zu glauben, was in der Hifi-Presse
geschrieben wird ? Das scheint mit aber eine
arg eigenwillige Auffassung von der Aufgabe der
Magazin-Presse zu sein.
Auf als Magazin getarnte
"Werbekataloge" kann der Käufer sicherlich verzichten,
es sei denn, sie würden kostenlos abgegeben - dann
wären sie als Satire-Magazine verwendbar - zwar
nicht besonders witzig, aber dafür mit einem
angemessenen Preis/Leistungsverhältnis.
Udo
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 14. Okt 2002, 16:19
Nein. Bisher habe ich die Unterschiede in den Tests immer nachvollziehen können. Ich rede von Geräten, nicht von dem NebenbeiHokuspokus. (obwohl auch da oft was dran ist) Doppelblindtests weden doch nur ganz selten gemacht. Mich interessiert auch nicht ob Gerät A in Nuancen anders kligt wie B. Mich interessiert wenns deutlich anders klingt. Die Unterschiede in den Tests sind fürs Ohr bisher immer größer gewesen wie von Dir geschildert. Meßtechnisch allerdings nicht immer. Aber schließlich mess ich nicht sondern höre. "Willkürliche" Klangberichte hab ich noch noch nicht gesehen, nur leicht geschönte. Das ist aber rauszulesen. Mir haben die Test`s immer gut geholfen bei einer Kaufendscheidung. Du kannst Deine Endscheidungen aber ruhig weiter nach techn. Daten treffen.
Ja, ich kaufe die Magazine auch wegen der Werbung. Werbung ist auch Information. Woher soll ich sonst wissen was es alles so schönes gibt? Der Rubel muß doch rollen, dann funzt auch die Wirtschaft.
Zitronenfalter
Gast
#15 erstellt: 14. Okt 2002, 16:51
>>Nein. Bisher habe ich die Unterschiede
in den Tests immer nachvollziehen können<<

Wie "nein" ??? Verstehe ich nicht. - Wenn Du behauptest, Du könntest
den Unterschied zwischen einem "warmtönenden Kabel
mit erdig-trockenem Grundtonbereich und präzisem
Rhythmus" und einem
"luftig-klar klingendem Kabel mit einem nahezu
mediterran flirrenden Hochtonbereich" im Doppelblindhörtest
heraushören, dann steht eines fest: Du bist
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
der einzige Mensch, der das kann - bisher konnte das
nämlich noch niemand. Und das wird auch vorerst so bleiben.

>>Die Unterschiede in den Tests sind fürs Ohr bisher
immer größer gewesen wie von Dir geschildert. Meßtechnisch
allerdings nicht immer.<<

Glaub' ich Dir nicht. Nenn' mir doch mal eine meßbare Größe
(nur eine einzige), bei deren Wahrnehmung das Gehör
präziser arbeitet als das beste Meßgerät.
Kleiner Tip: Klirrfaktor, Klirrspektrum, Schalldruckpegel-
Unterschiede, Phasenfehler, Timingfehler, Übernahmeverzerrungen,
TIM, Intermodulation brauchst Du gar nicht mehr zu
untersuchen - bei allen diesen Parametern hat
die Meßtechnik das menschliche Gehör um Größenordnungen
überholt, beim Klirrfaktor steht es beispielsweise
0.1% gegen 0.0001% THD.

>>Werbung ist auch Information.<<

Findest Du ? Ich kann aus einem Werbe-Slogan wie
"das weißeste Weiß, das es je gab, jetzt noch
weißer" keinen nennenswerten Informationsgehalt
ziehen, aber wenn Du das kannst, ist es ja OK.
jakob
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 14. Okt 2002, 17:01
Hi Zitronenfalter,

"Findest Du ? Ich kann aus einem Werbe-Slogan wie
"das weißeste Weiß, das es je gab, jetzt noch
weißer" keinen nennenswerten Informationsgehalt
ziehen"

Also ein Slogan wie dieser läßt doch eine Menge Rückschlüße zu sowohl über den Hersteller, als auch bezüglich seiner (vermutlich richtigen) Meinung über die Konsumenten der beworbenen Produkte.

Gruß
gonzo
Gast
#17 erstellt: 14. Okt 2002, 17:29
testberichte sind komplett fuer den arsch.

wer unterschiede bei cd playern hoeren will, mir was von laserjitter erzaehlt, den man hoeren kann, kabel nach klang klassifiziert (sogar cinchkabel und digitalkabel! :D) und sich gleichzeitig echten doppeltblindtests verweigert (fragt mal UweM danach), der ist ein reiner maerchenerzaehler.

mfg
Holger
Inventar
#18 erstellt: 14. Okt 2002, 18:15
Die solche "Vergleichtstests" durchführenden Magazine für bestimmte Hobbyisten-Zielgruppen (ob Stereoplay, Color-Foto oder Auto, Motor und Sport) bedienen nur die Nachfrage und haben deshalb auch ihre Existenzberechtigung.
Der interessierte Hobbyist hat doch sonst keine Chance, mal einen V.Y.G.E.R., die neueste Hasselblad oder einen Phaeton in allen Einzelheiten zu sehen (wenn auch nur auf Bildern) und darüber zu lesen.
Wer nur Testspiegel als Kaufentscheidungshilfe nutzt, ist selbst schuld, aber das schreiben die Zeitschriften ja oft genug selbst.
Über Redakteure, die von den mit riesigen Werbe-Etats gesegneten Herstellern mit viel Geld oder edelsten Naturalien ;-) "geschmiert" werden, liest man schon, seit es solche Zeitschriften gibt. Bewiesen hat's bisher meines Wissens noch keiner, aber da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, falls ich da falsch liegen sollte.
data
Gast
#19 erstellt: 15. Okt 2002, 00:48
Hallo Holger,

Dein Beitrag war der Beste dieses Themas.

Auch ich vertraue keinem Test blind, nutze aber gerne z.B. die Fotos von den Innereien der Geräte, um mir ein Bild von der Verarbeitungsqualität zu machen. Dies kann ich bei einem BLINDtest logischerweise nicht tun und auch wirklich gute Händler schrauben ein Gerät nur sehr ungern auf.

Ich finde auch die Anschuldigungen, dass die diversen Magazine grundsätzlich ihre Testsieger nach den Werbeeinnahmen küren sehr gewagt.

Solange es hier noch keinen Beweis gibt, sollte man mit solchen Anschuldigungen vorsichtig sein.

Aber selbstverständlich gilt: Nicht alles glauben, was einem erzählt wird. Und wenn mir meine Anlage gefällt, sollte es mir egal sein, ob sie in einer Zeitschrift 10 oder 100 Punkte hat.
gonzo
Gast
#20 erstellt: 15. Okt 2002, 04:24
na ja, bewiesen wurde es schon indirekt.
so hatte die stiftung warentest zwei baugleiche deucker einmal mit gut und mit mangelhaft bewertet. der mangelhafte war natuerlich der noname, der aber baugleich mit dem markengeraet war (ausser vom design her).

die haben ziemlich giftig reagiert, als sie das fernsehen drauf angesprochen hat. habe die sache nicht weiter verfolgt. ist schon jahre her, aber seitdem ist die letzte bastion, die stiftung warentest, fuer mich auch den bach runter gegangen.

mfg
Udo
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 15. Okt 2002, 08:06
@ Zitronenfalter

Ich habe ausdrücklich "Nuancen" ausgenommen. Ich habe geschrieben das es mir um Infos und grobe Vorauswahl geht. (sofern Du verstanden hast was ich meine) Du glaubst das also nicht? Dann bleib bei Deinem Glauben. Glauben heist allerdings: "nicht wissen"!

Du scheinst ein Meister im fehlinterpretieren von Worten zu sein. (d.h. Du drehst einem ja das Wort im Mund um oder liest keine ganzen Sätze) Du weist genau das ich damit nicht simple Werbesprüche meine, sondern das mich Werbung informiert über Dinge die ich nicht kenne, und oft auch über Preise. Was ich schrieb ist eigendlich für jeden normalen Menschen verständlich - außer - er will es nicht verstehen. Kann es sein das es Dich hier, nur zum Spaß oder um Leben in die Bude zu bringen, zwei oder 3x mit unterschiedlichen Namen gibt? :-))

@ Holger

Eine Hilfe zur Kaufendscheidung ist es schon dann wenn ich weiß das es das Gerät gibt. Außerdem bin ich ehrlich, ich kaufe meine Geräte auch nach dem Äußeren. Meine Anlage(n)/Auto(s)/Pferd(e) etc. sollen nicht nur gut sein, sie müssen mir auch gefallen. Außerdem müssen schließlich nicht alle Menschen drauf achten das es billig oder preiswert ist.

@ Gonzo

Die Unterschiede zwischen CD-Playern kann man ganz gut hören. Bei reinen Laufwerken allerdings krieg ich das auch nicht hin. Vieleicht mal mit `ner besseren Anlage versuchen?! :-)
Stiftung Warentest ist nicht diskutabel. Deren Tests, egal um was es geht, haben mich schon früher IMMER auf`s Glatteis geführt. Die waren schon vor 20 Jahren so beschissen. Das haste dann wohl sehr spät bemerkt. Für mich sind die Leute von Warentest alle samt nichts weiter wie interessierte Laien. In fast jeder Beziehung. Habs schon mal geschrieben: mit den HiFi-Magazinen bin ich noch nie reingefallen. (im Groben und Ganzen)

Damit nicht gleich wieder Statements kommen: so sind halt meine Erfahrungen.
data
Gast
#22 erstellt: 16. Okt 2002, 22:36
Also von der Stiftung Warentest halte ich seit Beginn der 80er Jahre schon nichts mehr.

Die HIFI-Test der damaligen Zeit kannten seltsamerweise fast immer nur deutsche Firmen als Testsieger.

Die Qualität war zwar damals auch mit Sicherheit im internationalen Vergleich besser als heute (Grundig, Dual, Saba...), aber bestimmt nicht immer überlegen.
Zitronenfalter
Gast
#23 erstellt: 17. Okt 2002, 07:04
@Udo:
>>Ich habe geschrieben das es mir um Infos und grobe
Vorauswahl geht.<<

Ja, man kriegt Bilder neuer Hifi-Geräte und Meßwerte,
das ist aber auch das Einzige, was ich aus Hifi-Magazinen
verwerten könnte. Viele interessante Dinge
(THD und Intermodulation von Lautsprechern, z.B.)
messen sie ja leider nicht.
Daß irgendjemand den "mediterran-flirrenden Hochtonbereich"
eines Digitalkabels im "Hörtest" (kein Blindtest,
versteht sich) auch dann noch hören kann, wenn
er nicht weiß, welches Kabel gerade spielt, glaubst
Du hofffentlich selbst nicht, ich jedenfalls
kann aus dem seitenlangen Blabla über irgendwelche
nicht-doppelblinden
"Hörtests" keinerlei Informationsgewinn ziehen.
Aber es soll ja Leute geben, die solche Sachen hören
können, komischerweise aber nie, wenn es zu einem
aussagekräftigen (d.h. doppelblinden) Test kommt.

>>Du weist genau das ich damit nicht simple
Werbesprüche meine, sondern das mich Werbung
informiert<<

Da habe ich Dich schon richtig verstanden.
Ich kann trotzdem aus einem Werbespruch wie
"The more you know" (irgendein Lautsprecher-Hersteller
in den 90ern) oder einer Beschreibung, wie man
eine flache Endstufe als Aquarienheizung verwendet
(T+A-Werbung)
keinen informationellen Mehrwert
ziehen. Wenn Du das kannst - schön.

>>Kann es sein das es Dich hier, nur zum Spaß
oder um Leben in die Bude zu bringen,
zwei oder 3x mit unterschiedlichen Namen gibt? :-))<<

Das ist eine unverschämte Unterstellung von Dir,
die ich mir verbitte.
lahola
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 17. Okt 2002, 07:48
Hallo

Was mich bei dieser ganzen Diskussion stört
, ist die Tatsache, dass der Leser oder Hörer zuwenig einbezogen wird. ER will schließlich die ganzen Abstufungen mit Öhrchen, Stimmgabeln und Punkten, sonst würde er diese Zeitschriften nicht dauernd kaufen. Einem Amerikaner oder Franzosen müsste ein Journalist jedenfalls nicht vorschreiben, welches Gerät nun der Testsieger, der Zweitplatzierte usw. ist. Natürlich werden auch in diesen Ländern gewisse Geräte herausgehoben (best buy u.ä) , aber grundsätzlich werden die verschiedenen Testgeräte vorgestellt und nicht gewertet. Der Interessierte kann dann auf Grund des Artikels eine eigene Vorauswahl treffen. Für mich sind die deutschen Fachblätter dieses Genres (Image ausgenommen) reine Boulevard-Medien, die marktschreierisch die Produkte anbieten ohne fundiert zu belegen weshalb. Gefälscht müssen die Testberichte nicht einmal werden, allein die Auswahl der Marken ist schon eine Frechheit. B&W könnte eine Box aus Karton zusammenbasteln, mit Sicherheit würde sie getestet, auch die zwangsläufig folgende MKII und III Version. Diese Liste ließe sich beliebig verlängern, genau so wie die mit den Marken, die solide Geräte bauen, aber noch nie getestet worden sind, obwohl sie seit Jahren auf dem Markt präsent sind.

Gruß
La hola
Udo
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 17. Okt 2002, 08:11
Ganz so seh ich das nicht. Die Testredaktionen testen größtenteils Geräte die Ihnen von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Manche Firmen trauen sich das aber nicht. Einige kleinere sogar haben Angst davor, nicht weil sie Angst haben in den Tests schlecht auszusehen, sondern weil sie die große, evtl. nicht zu befriedigende Nachfrage, nicht bewältigen können und wollen. Andere wiederum haben zwar einen guten Ruf unter Freaks, würden aber einen Meßtechnischen- oder Hör- oder beide Tests im Traum nicht bestehen.

Mir gefallen die Lautsprecher von B&W, jedenfalls die 801 und 802 auch ganz gut. Mit meinem eigenen Hörtest.

@Zitronenfalter
Du hast nicht verstanden was ich meine. Ich kann nicht alle möglichen Firmen um Prospekte bitten. Das ist mir zuviel Theater. Einen vernünftigen Laden gibts in großem Umkreis auch keinen. Und wenn es einen gäbe hätte der wahrscheinlich gerade nicht was mich interessiert. Ich kauf aber gern. Also benutze ich von Zeit zu Zeit diese Hefte als Informationsquelle. Vielen anderen gehts genauso.
Die von Dir geforderten Werte interessieren auch nicht jeden. Die Meisten können damit nichts anfangen. Mich z.B. juckt das garnicht. Ich such mir, wie aus einem Katalog aus was mir gefällt, les herraus was ich möchte (oder auch nur das was mir gefällt), probier so`n Teil aus und fertig. Mir genügen die Magazine zur Unterhaltung und um auf Dinge die ich nicht kenne oder neu sind aufmerksam zu werden.
Werbung finde ich hochinteressant, besonders wenn sie originell gemacht ist.
Wegen der blöden T&A Werbung hab ich mir aber noch nie ein Gerät von denen gekauft. Die finde ich auch ziemlich doof und deplaziert, nein sogar abstoßend. Auf jeden Fall in techn. Zeitschriften. Aber das Magazin muß auch von was leben, und wenn T&A meint das das das Geld wert ist - sollen sie doch.

Es gibt in Deutschland wird sowieso keine Publikation verkauft die absolut zuverlässig ist. Da die alle nicht vom Verkaufspreis leben können geht das, mehr oder weniger, alles in Richtung Bildzeitung und Werbung. Die ist doch aber recht amüsant. Wie bei der mehrheitlich gewählten Regierung halt.

Ich hatte, kurze Zeit, an meinem Briefkasten mal den Aufkleber "Bitte keine Werbung einwerfen". Hab Ihn relativ schnell entfernt. Ich wußte weder was Butter so etwa kosten darf - noch das der Promarkt gerade günstig DVD-RW`s anbot und was sich sonst auf/in den Märkten und Geschäften im Umkreis so tut.

Ich hab gelernt damit zu leben. Techniker bin ich auch schon lange nicht mehr (bringt kein, oder nicht genügend Geld), und meine Musikanlage funtzt mehr als zufriedenstellend (für mich) obwohl inzwischen fast alles von T&A ist und ich durch HiFi-Magazine drauf aufmerksam wurde. (ich find das alte Braun Design so geil und klingen tut`s außerdem)

Besagtes war keine Unterstellung sondern ganz einfach eine Frage. Du bist doch sonst so genau.
Tallica
Gast
#26 erstellt: 22. Okt 2002, 01:08
Ganz so seh ich das nicht. Die Testredaktionen testen größtenteils Geräte die Ihnen von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Manche Firmen trauen sich das aber nicht. Einige kleinere sogar haben Angst davor, nicht weil sie Angst haben in den Tests schlecht auszusehen, sondern weil sie die große, evtl. nicht zu befriedigende Nachfrage, nicht bewältigen können und wollen. Andere wiederum haben zwar einen guten Ruf unter Freaks, würden aber einen Meßtechnischen- oder Hör- oder beide Tests im Traum nicht bestehen.

Genauso geht's mir im Moment auch, denn ich habe vor 3 Wochen nach ausführlichem Testhören einen Acoustic Research Subwoofer bestellt. Als ich heute angerufen habe um nachzufragen, warum er immernoch nicht komme, wurde mir gesagt, dass die Firma nicht mit der Produktion hinterherkommen würde, weil sie sämtliche Tests u.a. Audio gewonnen hätten. Daran kann man ja sehen, wie sich die Leute von Tests beeinflussen lassen, statt einfach mal selber zu hören. Wobei man dank der Testmagazine schon eine grobe Vorauswahl treffen kann, was sich lohnt anzuhören und was nicht.
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