User-Reviews zum Samsung-Event in Köln

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HiFi-Forum
Stammgast
#1 erstellt: 10. Mai 2017, 15:03
koeln-hohenzollernbruecke


Am Freitag, 19.05.17 werden in diesem Thread die Reviews unserer Produkttester, die beim Samsung-Event in Köln dabei waren, veröffentlicht. Ihr seid herzlich zum Schmökern und Diskutieren eingeladen! Noch ein kleiner Hinweis anbei... Im Rahmen einer Handels-Roadshow könnt ihr die Samsung HW-K950 Soundbar im Mai noch in folgendem Markt genauer unter die Lupe nehmen:

Berlin ALEXA: Fr/Sa 19. & 20.05.17 (letzter Termin der Roadshow)

Die Berichte unserer Berliner Testrunde (ebenfalls zur Samsung HW-K950) findet ihr übrigens hier.

Zu den Reviews (Event Köln):

bokeron96
ole_soerensen
Fuchs#14
Blaukomma
musikverrückter
GF21
Teilnehmer 7 (folgt in Kürze)


[Beitrag von #Friederike# am 01. Jun 2017, 11:45 bearbeitet]
bokeron96
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 19. Mai 2017, 16:36
1.) Einleitung

Seit einigen Jahren hatte ich schon verschiedene Soundkomponenten und -systeme unterschiedlicher Hersteller mit zunächst variierender Zielsetzung probiert.
Ursprünglich wollte ich nur satten Heimkino-Sound, inzwischen hat sich mein Fokus mehr auf das Musikhören verschoben. Mit den wachsenden Anforderungen wechselten auch die Komponenten.
Mit meinem jetzigen Set-Up kann ich mir meine Wünsche inzwischen weitestgehend erfüllen.
Sehr gespannt war ich auf die Möglichkeit die neue Dolby-Atmos-Technologie auf dem Ende Januar 2017 anstehenden Samsung-Event in Köln auszuprobieren. Der Hinweis hier im Forum darauf kam gerade recht und meine Bewerbung hatte Erfolg.
Das Event selber empfand ich als perfekt organisiert. Mit einer Film-Vorführung in einer Hotel-Suite konnten wir die ersten Eindrücke der neuen Technik genießen. Bei einem anschließenden Abendessen mit sämtlichen Teilnehmern wurde gefachsimpelt, interessant auch die Teilnahme der zum Auftakt stattfindenden Expertenrunde mit einem Regisseur, einem Ton-Ingenieur und einem Vertreter der Firma Dolby mit vielen interessanten Einblicken. Dafür auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

2.) Aufbau der Anlage

Nach einer Wartezeit von ca. 3 Monaten traf dann endlich das ersehnte Paket ein, d.h. eigentlich waren es zwei, ein Ultra-HD BluRay-Player wurde kurzerhand auch mitgeliefert. Die Soundbar-Komponenten waren schnell ausgepackt und ebenso rasch angeschlossen. Diese waren auch sofort miteinander per Bluetooth verbunden: die Soundbar selber, die Satelliten und der Subwoofer. Die Möglichkeit der Einrichtung einer WiFi Connection ist auch möglich, hier empfiehlt sich die App „Samsung Wireless Audio Multiroom“ aus dem Play Store für Android.
Man sollte an den Stellplätzen der Satelliten und des Subs Steckdosen zur Verfügung haben, denn die einzigen Kabel, die tatsächlich benötigt werden, sind die Stromkabel. Diese können für manchen recht kurz sein. Bei der Soundbar werden, neben dem Stromkabel selber, auch noch die etwas fummelig anzubringenden HDMI-Kabel notwendig, jeweils mit Verbindung zum TV und Zuspieler. Man muss das Kabel der HDMI-STECKER umbiegen, da die Anschlüsse seitlich zum Kabelgang platziert sind. Das kann man besser lösen.
Den Aufbau und das Anschließen schafft man locker in wenigen Minuten, vorausgesetzt man hat an alle Eventualitäten gedacht. Es schadet nicht gegebenenfalls noch Verlängerungskabel, Mehrfachstecker und ein HDMI-Kabel in der Rückhand zu haben, je nach Lage der benötigten Steckdosen und der Positionierung der Komponenten.

3.) Design u. technische Daten

a) Die Soundbar verfügt an der Vorderseite über zwei Stereo-Lautsprecher und ein Center, jeweils mit einem separaten Hoch- und Mitteltöner. Dazu kommen noch zwei koaxiale Mittelhochtöner an der Oberseite, diese bündeln den Schall an die Decke. Mit der entstehenden Reflektion soll der Höheneffekt erzeugt werden (Upfiring). Wertiges Gehäuse, Abdeckungen aus Alugittern.

b) Die Satelliten (Rears) sind klein und kompakt, verfügen über einen kombinierten Mittelhochtöner und das sogenannte Upfiring-Modul für die Höheneffekte an der Oberseite. Die Abdeckung ist aus Alugittern. Die Führung des Stromkabels in einem Kanal auf der Gehäuseunterseite erlaubt eine feste Aufstellung.

c) Der Subwoofer verfügt über ein rechtsseitiges Tieftonchassis und ein rückseitiges Bassreflexrohr. Das MDF-Gehäuse wird vorne durch eine Stoffabdeckung bespannt.

4.) Steuerung der Anlage

Die Steuerung erfolgt über die kleine, aber handliche Fernbedienung - einige Grundfunktionen sind auch direkt an der Gehäuseseite des Sound-Riegels einstellbar.
Über ein eigenes Einmess-System verfügt die Soundbar leider nicht. Die einzelnen Lautsprecher müssen über die Fernbedienung und dem Display der Soundbar manuell eingepegelt werden. Der Sub lässt sich mit einer Extrataste durch leichtes Gegendrücken steuern, ebenso wie die Lautstärke. Des Weiteren kann man Surround Sound aktivieren/deaktivieren und verschiedene Klangfilter setzen.
Mit der vorgenannten App auf dem Handy oder Tablet lässt sich die Firmware updaten, per Hardware geht es über den USB-Port auf der Rückseite der Soundbar. Die App erlaubt die Ansteuerung externer Dienste wie Spotify, Netflix etc.
Zum Pairing und Verbinden mit WLAN gibt es auf der Unterseite der Bar zwei Buttons. Braucht man aber z. Glück nicht oft, wenn die Bar im Router registriert wird.
Das DTS-Ton-Format liegt nicht nativ auf der Soundbar vor, sondern kann nur über den Player transcodiert werden. Dazu ist die entsprechende Einstellung im Player vorzunehmen.
Für eine Dolby-Atmos-Wiedergabe ist das Format „Bitstream unkomprimiert“ im Player vorab einzustellen.

5.) Tests

Getestet habe ich die Soundbar mit den Filmen Mad Max 4, The Expandables 3, Attention – A Life In Extremes, Everest, San Andreas (alle mit Atmos), diverse andere Filme (ohne Atmos-Tonspur) und dem Streamingdienst Spotify.

Filme:
Filme mit Dolby Atmos Tonspur klingen fantastisch. Das Kino-Feeling ist da. Räumlichkeit, Druck und Surround-Effekte werden überzeugend wiedergegeben. Ein krachender Bass durch den Subwoofer lässt die Nachbarn aus dem Bett oder vom Sofa fallen. Der Sub neigt zum Dröhnen und ist somit etwas aufstellungskritischer. Also ruhig weiter weg von den Wänden aufstellen, wenn möglich. Den Pegel des Woofers ließ ich letztendlich meistens bei -6 (Mietwohnung! 😊) eingestellt, aber selbst das ist oft noch gewaltig. Die Stimmen kommen präzise und gut verständlich. Der „mittendrin-Effekt“ wird immer erreicht. Die Soundkulisse erscheint immer ausgewogen, vorausgesetzt, dass man sich mal mit der Pegeleinstellung befasst. Wäre schön, wenn man diese über die App verfügbar machen könnte, über die Fernbedienung ist es doch etwas umständlich.
Bei Filmen mit DTS Tonspur hört man nur DTS-Core (2.0 Stereo), sollte die Transcodierung nicht im Player aktiviert sein. Nur so wird das DTS-Signal in Dolby Surround ausgegeben und ist dann auch mehrkanalig hörbar. Das ist ein unverständlicher Minuspunkt der HW-K950. Hängt das mit der engen Zusammenarbeit mit der Firma Dolby zusammen? Ich habe jedenfalls bis jetzt noch niemanden kennengelernt, der die Auswahl und das Anschauen eines Films von der vorhandenen Tonspur abhängig macht. Da sollte Samsung sich breiter aufstellen.
Bis zu einer Deckenhöhe von 2,5 m sollten die Upfire-Module die Höheneffekte korrekt darstellen. Wie es z.B. in Altbauwohnungen mit höherer Decke aussieht, vermag vielleicht einer der anderen Rezensenten besser zu beurteilen.

Musik:
Ein vorhandenes Spotify Connect wird sofort erkannt und über die Soundbar ausgegeben. Allerdings kommt die HW-K950 bei Weitem nicht an meinen gewohnten Stereo-Sound heran. Klingt etwas dürftig und hohl, wie bei solchen Systemen mit geringem Boxenvolumen üblich. Es ist keine Dynamik gegeben, Stereo-Effekte sind nur gering, die Lautsprecher liegen halt nicht weit auseinander. Eventuell als Hintergrundberieselung zu benutzen. Es gibt einen Mehrband-Equalizer und verschiedene Modi zur Voreinstellung.
Es können auch andere Streaming-Dienste wie Qobuz, Napster, Tidal etc. per App verwendet werden.

6.) Fazit

Wer seinen Fernsehton aufwerten möchte und sich überwiegend dem Filmgenuss hingibt, macht mit einer Kaufentscheidung für die Soundbar HW-K950 nichts falsch. Bei Dolby Atmos klingt sie m. M. n. wirklich fantastisch. Optisch lässt sich das Set-Up bestimmt einfach in viele Wohnzimmer integrieren ohne viele Kabel zu verlegen, der finanzielle Aspekt ist überschaubar. Wenn dann noch in absehbarer Zeit ein Firmware-Update mit nativem DTS-ENCODING aufgespielt werden sollte, wäre das Gesamtpaket komplett.
In manchen Forenbeiträgen hatte ich etwas von rauschenden Rears und auftretenden Verbindungsabbrüchen gelesen. Bei mir traf das in der vierwöchigen Testphase kein einziges Mal zu. Die Firmware lag in der Version 3111 vor. Es hat wirklich alles reibungslos und fehlerfrei funktioniert.

Pro:
Zur Aufwertung des normalen TV-Tons zum Kino-Surround-Feeling gut geeignet (Dolby Atmos 5.1.4)
Schneller Aufbau (plug and play)
sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
Schnelle und zuverlässige Verbindung der Komponenten
Wertiges Design und Material

Kontra:
Keine native DTS-Ton-Ausgabe auf der Soundbar
Keine wirklich gute Musikwiedergabe (aber das ist nun auch nicht die primäre Hauptaufgabe der Soundbar)


[Beitrag von bokeron96 am 19. Mai 2017, 18:09 bearbeitet]
ole_soerensen
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Mai 2017, 17:12
Dieser Erfahrungsbericht soll die rein subjektiven Eindrücke des Verfassers schildern:

Nachdem die Lieferung des Samsung HW-K950 Sets und des Samsung BluRay-Players Samsung K8500 erfolgt war, begannen das Auspacken und der Aufbau der Komponenten natürlich unverzüglich.
Als Proberaum wurde der Heimkino-Keller gewählt, mit einer Raumfläche von ca. 28qm bei Wandlängen von ca. 5 Metern auf 5,5 Metern. Die Raumakustik ist tendenziell ein bisschen auf der hellen Seite. Dort sorgt eigentlich seit 5 Jahren ein kompaktes 5.1 Satelliten-Set in der 500€ Klasse einer Berliner Eigenmanufaktur an einem Marantz 5.1 AV-Receiver für den guten Ton.
Für die nächsten drei Wochen konnte aber nun die Samsung HW-K950 zeigen was in ihr steckte. Der Rezensent war gespannter als ein Flitzebogen, was da auf seine „Mitvierziger-Gehör-Kanäle“ so zukommen würde.
Für ganz Ungeduldige, liegt der Originalverpackung auch ein kleiner Flyer als Quickstartanleitung zur Veranschaulichung der schematischen Verkabelung der Komponenten bei. Anstatt in Ruhe das Handbuch zu fragen, wurde der Aufbau des Systems mit einem kurzen ungeduldigen Blick auf diesen Flyer vorgenommen. Dabei haben sich die auf der Geräteunterseite der HW-K950 Basis angebrachten Beschriftungen als vollkommen ausreichend herausgestellt.
In der Tat bedeutete das, ein HDMI-Kabel von der Soundleiste (Port: HDMI-OUT) an einen freien Steckplatz des TV-Gerätes, und ein Kabel (Port: HDMI-IN) an den Blu-Ray-Player anzuschließen. Dann mussten noch die Basis, der Subwoofer und die beiden Rücklautsprecher, dabei noch kurz aufgepasst den Linken und Rechten ordnungsgemäß zu platzieren, über die jeweiligen Stromkabel mit Netzspannung versorgt werden. Da Subwoofer und REAR-Lautsprecher kabellos in das System integriert werden, entstand gar kein zusätzlicher Anschlussaufwand. In ca. 12 Minuten (eine Stoppuhr wurde tatsächlich bemüht) war das Alles ausgepackt und angeschlossen.
Samsung könnte vielleicht ein bisschen großzügiger sein, was die Länge der Netzkabel betrifft. Vor allem bei den Rücklautsprechern und dem Subwoofer. Diese Kabel sind leider recht kurz, so dass der Weg zur nächsten Steckdose in den meisten Haushalten wohl mit zusätzlichen Verlängerungskabeln hergestellt werden muss. Das wäre doppelt schade, da die praktischen abgewinkelten Stromstecker schön schmal gehalten sind. Samsung konterkariert somit eine eigentlich pfiffige Lösung. Optimaler wäre eine Lösung, bei der die Lautsprecher mit Akkus betrieben werden können.
Danach konnte die HW-K950 Basis bereits über den „Power–Symbol“-Taster auf der rechten Geräteseite eingeschaltet werden.
Da das verwendete TV-Gerät Aynet+ -Geräteverbindungen via ARC-Channel unterstützte, schalteten sich Soundsystem und der BluRay-Player automatisch auf den richtigen HDMI-Port. Die Samsung Basis meldete schon Betriebsbereitschaft und aktivierte ihre kabellosen Komponenten. Also geschwind die Player-Lade geöffnet, und eine BluRay-Scheibe eingelegt. Als alter Trekkie wurde die erste Probe-Vorführung mit „Star Trek-Beyond“ in 3D gestartet.
Schon nach der Eröffnungs-Sequenz, als Captain Kirk gerade mal wieder sein Hemd zerrissen hatte, war klar: Wow, das kann was!
Als die Enterprise ein paar Filmlaufzeitminuten später, von eindrucksvollen Dolby Atmos Geräusch-Effekten untermalt, im Warp-Tunnel direkt vor Augen durch den Vorführraum flog, entstand in einem Anflug kindischer Naivität der Wunsch, anstelle auf dem vorhandenen Sitzmöbel, auf dem Kommandosessel von Captain Kirk Platz zu nehmen. Akustisch waren das Schiff und der Weltraum ja bereits im Raum.
Auf Anhieb stellte sich eine Begeisterung dafür ein, wie räumlich der Atmos-Sound den Hörraum ausfüllte. Was für ein akustischer „3D-Budenzauber“, den die kompakten Bauteile des Samsung 5.1.4 Sets entfalteten. Aus dem geplanten „kurz mal reinschauen“, wurde ein kompletter Durchlauf des Films. Als Kirk in einer späteren Sequenz mit dem Motorrad akustische Kreise um den Hörplatz fuhr war das schon beeindruckend. Derart von ca. 123 Minuten effektiver Geräuschkulisse beeindruckt, fiel erst hinterher auf, dass alle Einstellungen auf Werks- bzw. Standard- Einstellungen belassen wurden.

Die in den nächsten Tagen stattgefundenen Filmvorführungen haben gezeigt, dass bei Verlassen bzw. erneutem Betreten des Raumes das Gefühl entstand, einen Sound-Bereich zu verlassen, oder in einen solchen zu treten. Das System erzeugte etwas das als „Sound-Sphäre“, die sich wirklich im ganzen Raum ausbreitet, beschrieben werden kann.
Den Hörraum mit seiner Größe von 25qm hat das System stets souverän beschallt. Das Klangbild war rund und ausgeglichen. Lediglich der Subwoofer hätte knackiger agieren können. Bei angehobener Pegel-Einstellung der Bässe wurde das Klangbild im Raum zu schwammig und brummig. So eine richtig wuchtige Attacke mit viel trockenem Punch auf das Zwergfell, vermochte der Subwoofer leider nicht zu produzieren. Auch der via Fernbedienung aufrufbare Equalizer hatte da nicht wirklich Abhilfe schaffen können. Aber das ist, vor dem Hintergrund der eleganten Kompaktheit des Samsung Systems Jammern auf hohem Niveau. Der Subwoofer wurde daher während des weiteren Testzeitraumes mit reduzierter Einstellung „-2“ betrieben. So entstand im Zusammenspiel mit den restlichen Effektlautsprechern ein harmonisches und präzises Klangbild.
Die Sorge, dass Filme mit andauerndem Effekt-Gewitter, also einer hohen Anzahl an Szenen mit sehr hoher Effekt-Dichte, überfordernd wirken, war völlig unbegründet. Samsung hat eine so gute Grundabstimmung seiner Bauteile gefunden, das stundenlanger Hörgenuss garantiert ist. Die Möglichkeit der Dolby Atmos-Ton-Ingenieure Signale präzise auf der Basis eines dreidimensionalen Raummodells positionieren zu können, entfaltete ihre besondere Wirkung immer dann am allerbesten, wenn den jeweiligen Geräuschen ein größerer Eigenraum zugestanden wurde. Weniger war oft mehr. So wirkten die brachialen Sturmgewalten in „Everest“, oder die knarrenden Planken gepaart mit den typischen Takelage-Geräuschen der Seefahrt bei „Im Herzen der See“ wesentlich präsenter, weil ihnen mehr Luft zum Atmen gegeben war. Bei „Sicario“ wurde die Dramatik und Spannung des Geschehens durch die von den Schallwandlern aufgebaute Sound- und Musik-Kulisse perfekt untermalt. Wie die Helikopter bei der Grenzübergangs-Szene unsichtbar über den Köpfen im Hörraum flogen, das war schon bombastisch. Ein besonders gelungenes Beispiel für die harmonische Abstimmung von Dolby Atmos-Effekten ist die BluRay „Attention – A Life in Extremes“. Diese wurde stets dann abgespielt, wenn Anpassungen an den Einstellungen der einzelnen Kanäle vorgenommen werden sollten.
Die Pegel-Einstellungen der einzelnen Treiber wurden im Laufe der Testphase nur geringfügig angepasst. Dies hatte vorwiegend zweierlei Gründe. Einerseits sind die Anzeigedarstellungen für die jeweiligen Lautsprecherelemente via Kürzel auf dem OLED-Display der Soundbasis nicht sehr komfortabel anzuschauen, und andererseits wären m.E. für den Laien zu umfangreiche Parameter, wie z.B. Schalldruck zu beachten, die nach Änderung der Pegelstufen nicht überprüft werden können. Das Display sollte auch nicht unbedingt hinter einem Kreuzgitter versteckt leuchten müssen.
Bei den Pegel-Anpassungen, sowie den übrigen Einstellungen wurde daher eine menügeführte On-Screen-Anzeige mehr als schmerzhaft vermisst. Lastenheft an Samsung, bitte nachbessern. Um die Pegel und vor allem Laufzeiten der Tonsignale optimal kontrollieren bzw. justieren zu können, wäre ein System zur Raum-Einmessung und die Implementierung eines Testtongenerators sehr wünschenswert.
Samsung hat der Elektronik einige gängige Klangprogramme als Voreinstellungen mitgegeben. So gibt es die Preset-Modi „Standard“, „Movie“, „Musik“, „Sport“, „Clear Voice“ und „Night Mode“.
Am besten hat der „Movie“-Modus gefallen. Sprache, Geräusche und Filmmusik wurden dabei sehr homogen und mit plastischer Sorround-Wiedergabe in den Vorführraum transportiert.
Bei „La La Land“ kam zuerst kurzfristig der „Musik“-Modus zum Einsatz, weil ein singender und tanzender Ryan Gosling einfach nicht den Geschmack traf. Die Sound-Parameter für Musik der HW-K950 waren in Ordnung, wenn auch nicht mehr so füllig und gelassen klingend, sondern eher etwas schmalbrüstig und nervös.
Aber „La La Land“ war der Grund, wegen dem das komplette Samsung Soundbar-Equipment den angestammten Heimkino-Keller verlassen und der Rezensent letztendlich doch einem singenden und tanzenden Ryan Gosling zuschauen musste. Meine Frau hatte die kurze Probe-Hörung mitbekommen, und meldete Bedarf an, den gesamten Film schauen zu wollen. Aber nicht im Sessel des dunklen tiefen Kino-Kellers, auch nicht auf dem bequemen TV-Sofa im Wohnzimmer, nein, im Schlafzimmer sollte es sein. Sozusagen als Feierabendfilmvorführung für mitten in der Woche, mit rundum Wohlfühl-Faktor. Ein Diskurs zu Fernsehgeräten und Drahtlos-Verbindungen in Schlafräumen wurde dabei nicht geführt. Die Aufgabenstellung war, die ganze benötigte Samsung-Elektronik in einem recht kleinen Raum (ca. 12qm) aufbauen zu sollen, der bereits ein Ehebett einen Kleiderschrank, zwei niedrige Nachttische und einen Flachbildfernseher mit Wandmontage enthielt. Die Problemlösung bestand aus behelfsmäßig gestapelten Styroporblöcken auf den Nachttischen, um die Rücklautsprecher in geeigneter Höhe aufstellen zu können, und einem Bügelbrett unter dem Fernseher als Behelfs-Kommode für die Basis-Sound-Leiste. Der Subwoofer fand unter dem Bügelbrett seinen Standplatz. Leider gab es keine Möglichkeit die Rücklautsprecher hinter dem Bett zu postieren. So ein Bett steht ja meistens an der Wand. Also kamen die Tonsignale der rückwärtigen Effekt-Kanäle bei dieser Testanordnung nur von der Seite und von oben. Obwohl diese Aufstellung akustisch wirklich problematisch war, und als mindestens suboptimal bezeichnet werden muss, hat das Samsung HW-K950 Dolby Atmos System auch hier überzeugt und eine „Sound-Sphäre“ erschaffen. Optisch überfüllt wirkte der zum Testraum umfunktionierte Schlafbereich dennoch nicht. Das Samsung-System findet wirklich Platz in der kleinsten Hütte und ist in kürzester Zeit ab- und wieder aufgebaut.

Auf den Modus „Clear Voice“ war der Rezensent besonders gespannt, da sich seine Ohren seit wenigen Jahren von nuschelnden TV-Sendungen wie den „Tschillers“ (ist das ggf. von chillen abgeleitet?) oder zu leisen Sprachspuren von BluRay-Datenträgern sehr häufig überfordert zeigten. Aber der Clear-Voice Modus machte einen sehr guten Job. Das Klangbild wurde zwar etwas spitzer und schärfer, aber Stimmen bekamen tatsächlich den Freiraum den sie benötigten, um eine deutlich gestiegenen Prägnanz zu erhalten.
Sogar die Ausstrahlungen herkömmlicher TV-Formate wie z.B. via Entertain-IPTV der Telekom wurden zum Teil deutlich verbessert, obwohl dabei natürlich keine für Dolby Atmos generierten Ton-Signale übertragen wurden und die die rückwärtigen Effektlautsprecher stumm blieben und die Front-Bar dabei alleine den Ton generieren musste. Der sonntägliche Tatort war gerettet.
Der „Nigth Modus“ reduziert den Dynamikumfang recht deutlich, ist aber sehr häufig äußerst empfehlenswert, damit die Nachbarn in Ruhe weiterleben können. Das Leben in der „Sound-Sphäre“ verführte nämlich regelmäßig zu einem gesteigerten Volume-Level. Das „kleine“ Samsung Equipment ließ ein derart krachendes Effekt-Feuerwerk abbrennen, so dass automatisch ein Verlangen nach Mehr entstand.

Das größte Manko an dem Samsung HW-K950 Soundbar-System ist, dass es nach dem Testzeitraum zurückgegeben werden muss. Der Gewöhnungsfaktor an hervorragende Soundqualität beim Heimkinovergnügen, hat beim Rezensenten nämlich bereits deutlich spürbar eingesetzt.

Es bleibt somit die Frage offen im Raum stehen, wo eine „Sound-Sphäre“ als nächstes vorbei fliegen möge. Beam me in…
Fuchs#14
Inventar
#4 erstellt: 19. Mai 2017, 18:05
Mein Bericht gliedert sich in 2 Teile:


1. Das Event von Samsung in Köln:

Ca. 20 Teilnehmer trafen sich am 26.01.2017 im Hyatt Regency Köln nach dem einchecken in der Lobby des Hotels direkt am Rhein mit Blick auf den Dome. Danach ging es in ein Raum in dem die Soundbar aufgebaut war und Snacks und Getränke bereit standen. Nach einer Einleitung durch Maria Mahler (Samsung) sowie des Samsung Produktmanager Steffen Greb gab es eine kurze Vorführung und danach eine ausgedehnte Gesprächsrunde mit Regisseur Sascha Köllnreiter (Doku: Attention - a life in Extremes, Atmos Ton, Toningenieur Holger Lehmann (zuständig für die Vertonung bei a life in extremes) und Stefan Kramper von Dolby Deutschland.

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Dann wurden 3 Gruppen gebildet die sich für einen Film entscheiden mussten, der dann in einem Hotelzimmer geschaut wurde:

- Everest
- Im Herzen der See
- Mad Max Fury Road

Ich hatte alle Filme bereits gesehen und entschied mich für MAD MAX. Mit Popcorn und Getränken haben wir dann zu fünft den Film gesehen. Die Atmos Effekte im Film waren entweder relativ rar, oder die Soundbar hat diese im Hotelzimmer mit relativ hohen Decken und dem großen Raum nur unzureichend wiedergeben können. Nachher gab es noch eine Diskussion mit den Leuten von Faktor3 und ein paar Filmaufnahmen für einen Werbespot (hat den schon jemand gesehen?). Auch wurde an jeden Teilnehmer als Giveaway eine Tüte mit superleckerem Knalle Popcorn, dem Film Attention, a live in Extremes, und einem Maxdome Gutschein für Sicario mit Dolby Atmos Ton überreicht. Auch hierfür noch mal ein dickes Dankeschön.

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Danach kurz aufs Zimmer und zum gemeinsamen Abendessen mit allen Teilnehmern im Hotelrestaurant. Das Essen war wirklich super und der Abend klang dann nach vielen interessanten Gesprächen für mich um 01:00 Uhr aus da ich am nächsten Morgen arbeiten musste. Nach einem Frühstück habe ich dann die Heimreise angetreten.

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Danke noch mal an Samsung, das Team von Faktor3 und Frederieke vom Hi-Fi Forum für die Möglichkeit zur Teilnamhme und die Betreung vor Ort.

2. Test im eigenen Heim:
Mit einiger Verspätung wurden dann auch die Testexemplare für die Teilnehmer in Köln versendet, da diese Geräte von den Berlin Teilnehmern stammten und erst zur Überprüfung zu CDS zurück gesendet werden mussten. Nachdem der freundliche Paketbote mit den 2 Paketen (Soundbar + Player) vor der Tür stand wurde dann die Soundbar aufgebaut. Dabei direkt das erste Problem, der Riegel verdeckt den IR Sensor vom TV. Also erst mal 4 Holzklötze besorgt um den TV (provisorisch) anzuheben. Die Rear Lautsprecher und den Sub an Strom angeschlossen und die HDMI Verkabelung hergestellt. Der mitgelieferte UBD-K8500 kam nur kurz als Vergleich zum Einsatz, ansonsten diente mein BD-H6500 als Zuspieler, da ich keinen UHD TV habe. Der Player machte seinen Job soweit gut, bei BD ist aber kein Unterschied zu erkennen.

Die Einrichtung der Bar geht relativ einfach von statten, die Fernbedienung hat nur wenige Optionen. Ein OSD fehlt komplett, das ist meiner Meinung nach ein No-Go in dieser Preisklasse, zumal das Display an der Frontseite wenig bis gar keine Infos anzeigt. Nur bei Atmos Zuspielung leuchtet am rechten Rand der Bar eine kleine Leuchte, ansonsten gibt es nur bei Steuerungsbefehlen der FB (Laut/Leise, Quellenwechsel, Pegeländerung) eine kurze Rückmeldung am Display. Eine Betriebsanzeige z.B. fehlt komplett. Auch wenn "normales" 5.1 zugespielt wird gibt es keine Statusanzeige des gewählten Tonformats, sehr schade.

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Die Einbindung ins Netzwerk gelang nur über die kostenlose Samsung Wireless Multiroom App. Darüber habe ich dann auch erst mal ein Firmwareupdate (von 3109 auf 3111) gemacht. Ein Changelog dazu gibt es aber (wie bei Samsung leider üblich) nicht.

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Das von einigen Usern bemängelte Rauschen der Rear LS konnte ich bei mir nicht feststellen. Ein ganz leises Grundrauschen ist jedoch vorhanden wenn man das Ohr direkt an den LS hält, das ist aber in der Praxis irrelevant. Die App ist sehr gut zu bedienen und bietet die Zuspielung von Musik vom Handy oder Streamingdiensten. Der Klang der LS ist dabei als gut zu bezeichnen. Klangprogramme gibt es einige, die sind aber bei Atmos Zuspielung nicht aktivierbar, es ist lediglich möglich die Bässe und Höhen zu regeln.

Also erst mal eine Atmos BD (Im Herzen der See) eingelegt und das System konfiguriert. Trotz Anhebung der Atoms Kanäle auf +3 (maximal) kam bei mir Zuhause (wie auch im Hotel) nicht der richtige WOW Effekt zutage. Zwei weitere User aus dem Forum (Palviewer & Fraster) kamen zum probehören vorbei (es wurde u.a. die Anfangsszene von Expendables3 gesehen) und waren im Grunde der selben Meinung; Ja es kommt was an, aber es könnte durchaus mehr sein.

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Wie auch in den Berichten der Berliner Teilnehmer zu lesen ist der Sub optisch wie auch technisch der größte Schwachpunkt des Systems:
Von der Verarbeitung und Haptik kann er keinesfalls mit der Bar mithalten, ein einfaches foliertes Holzgehäuse mit Stoffabdeckung und dröhnender Bass. Bei mir lief er dauernd bei -6 dB, ansonsten könnte man das Gebrummel nicht aushalten (zwei Standplätze getestet). Die räumliche Wiedergabe ist (für eine Soundbar) gut, speziell die hinteren Lautsprecher tragen bei guter Aufstellung dazu bei.


Fazit
Ich hatte mir etwas mehr von Atmos versprochen. Allerdings hatte ich auch schon die Onkyo SKH-410 getestet, und diese hatten mich ebensowenig zufrieden gestellt. Daher ist das Thema Atmos über enabled Lautsprecher (die mit Reflektionen an der Decke arbeiten) für mich erst mal gestorben. Auch meine bessere Hälfte war nicht wirklich begeistert und möchte lieber bei dem klassischen 5.1 System inkl. Standlautsprecher im Wohnzimmer bleiben.

Für Leute mit wenig Ambitionen das ganze Zimmer zu verkabeln und möglichst wenig Technik herumstehen zu haben ist die HW-K950 eine gute Sache und stellt sicher auch die Großzahl der weiblichen Zuhörer mit dem hohen WAF Faktor zufrieden.

Übersicht:
+ sehr gute Verarbeitung der Soundbar und der Rear Lautsprecher
+ einfacher Aufbau und Bedienung
+ guter Surroundklang
+ gelungene App Steuerung

- Subwoofer nicht gut abgestimmt
- Subwoofer optisch unpassend zum System
- keine OSD Anzeige
- Display zu klein (Anzeige muss scrollen)
- geringer Atmos Effekt


Danke fürs lesen


[Beitrag von Fuchs#14 am 19. Mai 2017, 18:23 bearbeitet]
Blaukomma
Stammgast
#5 erstellt: 19. Mai 2017, 18:52
Das Event:
Am 26.01.2017 ging es für mich als freudiges, erstes Highlight des Jahres nach Köln. Im Hyatt Regency Hotel konnten wir zu allererst unsere durchaus komfortablen Zimmer beziehen, bevor wir uns gemeinsam in Foyer des Hotels versammelten.

Neben einem Mehrköpfigen Team der Firma Samsung, standen auch noch Mitarbeiter der Agentur Faktor 3, sowie der Regisseur des Dokumentarfilms „Attention – A Life in Extreme“, ein Tonmischmeister für Dolby-Atmos und ein Mitarbeiter der Dolby Deutschland GmbH bereit, um für das Wohl der Teilnehmer zu Sorgen und für Fragen, Rede und Antwort zu stehen.

In dem großen Präsentationsraum gab es neben Fingerfood auch ausgesprochen leckere Currywurst, sodass wir nach einer kurzen Vorstellung des Produktes und leicht gestärkt mit ein paar Dokumentarfilmausschnitten beginnen konnten.

Die Soundbar hat, abgesehen von der Breite, recht schlanke Abmessungen und bringt trotzdem knapp 7 Kilo auf die Waage. Dies liegt zum einem am Metallgehäuse, aber vor allem an den insgesamt 11 verbauten Lautsprechern, von denen 2 an die Decke gerichtet sind. Diese stellen zwei der 5.1.4 Lautsprecherkanäle da, welche das neue Dolby Atmos Tonformat in die heimischen vier Wände bringen sollen. Die anderen beiden Atmos Lautsprecher sitzen in den Surround Lautsprechern und strahlen von dort aus an die Decke.

Samsung Event Köln

Für Front und Center gibt es jeweils eine Kombination aus zwei Tieftönern und einem Hochtöner.
Der aktive Subwoofer ist mit 8 Zoll nicht sonderlich groß, scheint aber einiges an Membranauslenkung vertragen zu können. Das Staubschutzgitter ist fest verbaut und das Gehäuse steht qualitativ weit hinter dem der Soundbar.
Das Gehäuse der Soundbar macht einen wertigen Eindruck, ist aber dadurch, dass sich auf der Oberseite auch ein Metallgitter befindet, sehr anfällig für Staub und zudem auch noch schwer zu reinigen. An der Seite befinden sich ein paar Grundlegende Bedienknöpfe, für alles weitere gibt es die Fernbedienung.

Samsung Event Köln

Samsung Event Köln





Die ersten Filmszenen über die Soundbar machten deutlich, dass das Konzept der an die Decke gewinkelten Lautsprecher zu überzeugen weiß. An den Blicken der anderen Event-Teilnehmer, welche hin und wieder gegen die Zimmerdecke gerichtet waren, konnte man erahnen, dass der Eindruck, die Geräusche kämen von oben, zuverlässig auch auf den anderen Sitzplätzen erzeugt wird. Ob Adler oder Helikopter, es wurde in den Beispielaufnahmen immer ein überzeugender Höheneffekt vermittelt.
Nach der etwa fünfminütigen Testphase luden die oben genannten Gäste dann zu einer interessanten Fragerunde ein, in der die Vorgehensweisen beim Dreh und späteren Abmischen von Filmen in Dolby Atmos diskutiert wurden. Während dessen gingen Listen rum, in die man sich mit seinem Wunschfilm eintragen konnte. Meine Wahl fiel auf Mad Max , da ich diesen gut kenne und auch schon mit hochwertigen System, wenn auch nicht in Dolby Atmos sehen konnte.

In Gruppen eingeteilt ging es nun zu den Filmvorführungen in die Domblick-Zimmer, von denen aus man einen herrlichen Blick über den Rhein hinweg auf den Dom genießen konnte.

Samsung Event Köln

Neben Popcorn und 4 Sorten Bier, gab es für jeden einen kleinen, gemütlichen Sessel, um vor dem 4K-Curved-TV Platz zu nehmen.

Samsung Event Köln

Samsung Event Köln

Die Soundbar wurde in ihrer Grundeinstellung ohne Veränderung präsentiert, was sich jedoch als alles andere als optimal herausstellte.
Der Bass war in der Grundeinstellung in diesem Raum völlig überzogen und ziemlich undifferenziert. Das führt auch dazu, dass ein Großteil der Surround und Atmos Effekte untergegangen ist. Unabhängig vom Bass konnte mich jedoch auch die Wiedergabe von Stimmen und Geräuschen nicht überzeugen.
Die extrem tiefe Stimme zu Beginn des Films offenbarte eine Schwäche des Systems. Die Soundbar wird so hoch vom Subwoofer getrennt, dass solche Stimmanteile deutlich aus dem Subwoofer zu vernehmen waren. Bei der ersten Szene in der das Wasser aus dem Berg gelassen wird und sich über die Menschenmenge ergießt, erzeugt der Film in der Regel eine richtige Stadion-Atmosphäre und man bekommt ein Gefühl für die Menschenmasse, die zwischen den Felsen steht, doch auch das habe ich etwas vermisst. Die nächste Szene auf die ich besonderes Augenmerk gelegt habe, ist die in der Max mit einem Elektroschocker gestochen wird. Das fiese elektrische Geräusch ist auf hochauflösenden Lautsprechern manchmal schon unangenehm penetrant, in diesem Fall jedoch kaum wahrnehmbar.
Insgesamt war die Darbietung also Verbesserungswürdig, was aber vermutlich hauptsächlich auf die Grundeinstellung der Soundbar zurückzuführen ist, da die erste Präsentation in anderen Räumlichkeiten die Atmos-Effekte hervorragend herübergebracht hat. Auch der Bass war in der ersten Vorstellung völlig in Ordnung.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Soundbar in meinen eigenen vier Wänden schlägt, das Potential für eine ordentlich Heimkino Wiedergabe besitzt sie jedenfalls.

Der Abend dieses interessanten Tages wurde dann noch von einem vorzüglichen Essen und einer anschließenden Runde in der Hotelbar gekrönt. Nach einem umfangreichen Frühstück und bepackt mit der Samsung-Goodie Tüte, die leckeres Popcorn und 2 Blu-Rays enthielt habe ich mich dann frühzeitig auf den recht kurzen Heimweg gemacht.

Insgesamt war es aber ein klasse Tag mit sehr netten Leuten, gutem Essen und Trinken und einer schönen Vorführung! Und mal ganz unabhängig von der Soundbar, ist die Darstellung über den 4K-Fernseher echt umwerfend.

Samsung in den eigenen vier Wänden

Für den Heimtest, zu dem die Soundbar leider stark verspätet erschien, entschied ich mich, diese im Wohnzimmer meiner Eltern aufzubauen, da dort eine glatte, großflächige Decke, ein Samsung Fernseher und genug Platz zur Positionierung der Surrounds vorhanden ist.

Das Auspacken und Aufbauen ist dank Bluetooth kinderleicht, da lediglich Netzstecker und 2 HDMI Kabel eingesteckt werden müssen. Hier geht es in einem Fachwerkhaus allerdings schon mit den Problemen los. Da hinten keine Steckdosen vorhanden sind, musste die Kabeltrommel herhalten. Ein weiteres Problem ist, dass die Soundbar aufgrund ihrer Atmos Lautsprecher vor und nicht unter dem TV liegen muss, was bei einem 44cm tiefen Lowboard und einem 46“ Samsung Fernseher nicht passt, bzw. nur mit einem leichten Überhang möglich ist. Der Soundbar liegt zwar ein HDMI Kabel bei, dem Blu-Ray Player jedoch nicht, welches aber für den Anschluss notwendig ist. Nachdem ich dann noch ein zweites Kabel besorgt habe, ging es dann an die ebenfalls sehr einfache Einrichtung des Systems. Nach wenigen Klicks ist der Blu-Ray Player und die Soundbar konfiguriert. Die Beiliegende Schnellanleitung ist klar und leichtverständlich.

Da der vorhandene Samsung Fernseher zwar erst 3 Jahre alt ist, aber noch keine 4K Auflösung besitzt, entschied ich mich für die Standard Variante von „Im Herzen der See“. Nach dem Einlegen wird die BR inkl. Titel und Bild in Sekundenschnelle erkannt und der Player ist abspielbereit. Leider kam die erste Ernüchterung nach dem Drücken des Play-Knopfes. Die Verbindung zwischen Soundbar und TV unterbrach, während der Ton weiterhin problemlos ausgegeben wurde. Nach etlichen Neustarts und Suchen in den Einstellungen, verschiedenen Blu-Rays und dem verwenden von Apps, bei denen sich das gleiche Problem ergab, habe ich den Samsung Service kontaktiert. Leider konnte mir mit meinem kurzfristigen Anliegen bis zum Ablauf des Leihvertrages nicht mehr geholfen werden, weshalb ich die Soundbar ohne Test der Filmwiedergabe zurück geben musste.

Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, das System mit etwas Musik auf die Probe zu stellen. Mit Pop/Hip-Hop und Co kommt die Soundbar grundsätzlich ganz gut klar. Bei komplexerer Musik in Richtung Rock, oder hochwertigeren Aufnahmen fehlt mir jedoch die Auflösung/Räumlichkeit und das ganze klingt etwas sehr flach und dünn.

Fazit: Auch wenn meine Testmöglichkeiten etwas unvollständig waren, möchte ich natürlich auch noch ein kleines Fazit verfassen. Wenn man auf der Suche nach einer kompakten Heimkino-Lösung ist, die einfach zu installieren ist, aber trotzdem dem aktuellen Stand der Ton- und Bildformate beinhaltet und diese nur für das persönliche Heimkino-Erlebnis verwendet, dann wird man mit der Samsung Soundbar sehr glücklich werden. In der ersten Präsentation hat die Soundbar schließlich gezeigt, wie gut Sie in der Lage ist Dolby-Atmos wiederzugeben. Für Klang-Fetischisten und Preis-Leistungs-Jäger, ist das Produkt nicht unbedingt das richtige, was aber mit sicherheit auch nicht die Zielgruppe einer solchen Plug-And-Play Lösung ist.

Vermerk CST: Aufgrund von technischen Problemen beim Bilder-Upload wurde dieser Bericht in Absprache mit dem Autor nachträglich durch den Community-Support aktualisiert.


[Beitrag von #Friederike# am 01. Jun 2017, 11:55 bearbeitet]
musikverrückter
Stammgast
#6 erstellt: 19. Mai 2017, 22:53
Hallo Allerseits.
Nun endlich ist es soweit und das Review zum Samsung Köln Event vom 26.01.2017 kann veröffentlicht werden.

Ein paar kurze Bemerkungen vorweg. Hotel, Unterkunft und Organisation dieses Tages waren klasse. Dazu danke an alle Verantwortlichen. Auch die eingeladenen Experten standen uns Rede und Antwort. Es war eine kurzweilige, vielleicht sogar zu kurze Diskussion.
Auf jeden Fall war sie informativ und hilfreich.

Zum Thema:

Am Nachmittag kam es dann zu einer ersten Vorführung der Samsung HW-K950.
Ich hatte mich für „Everest“ entschieden, ein Bergsteigerdrama, da ich mir hier erhoffte die besonderen Effekte von Dolby Atmos genießen zu können.
Bei Popcorn,Chips und Bier ging es dann los.
In Köln fiel mir dabei auf, dass der Subwoofer teilweise bei heftigen Pegeln schnell an seine Grenzen geriet und teilweise sogar anschlug.
Wir nahmen ihn etwas zurück, wobei der Basseindruck deutlich weniger dröhnend wurde, allerdings eine zu große Herausnahme führte genau ins Gegenteil. Die Regulierung erschien mir zu grob.
Stimmenwiedergabe und die Rear- Effekte hingegen waren tadellos. Obwohl der Raum recht groß war, wurde er problemlos beschallt. Und es funktioniert man fühlt sich wirklich mitten im Eissturm.
Surroundeffekte werden plastisch und täuschend echt abgebildet. Einige details werden evtl. verschluckt, tun aber dem gesamteindruck keinen Abbruch.
Wichtiger und sehr gespannt hingegen war ich auf den Test zu Hause.
Dieser allerdings zog sich bin in den Mai hin, da das System zunächst nicht ausgeliefert werden konnte.

Zum Aufbau:
Zum Lieferumfang gehören neben der Dolby-Atmos Soundbar noch 2 kompakte Satelitten Lautsprecher und ein kleiner Subwoofer. Die Satelitten benötigen eine separate Stromversorgung,
kommunizieren aber kabellos mit der Soundbar. Der Subwoofer benötigt ebenfalls eine eigene Stromversorgung und wird ebenfalls kabellos angesprochen.
Für mein Zimmer war es nicht ganz einfach die Rears zu platzieren, da ich nicht in jeder Ecke des Raums Steckdosen habe. Verlängerungskabel helfen hier. Optimal ist das allerdings nicht.
Die Soundbar selbst ist solide aufgebaut und macht optisch einiges her. Die Seitenteile bestehen aus Aluminium und die Vorderfront hat einen Doppelgrill.
Sie ist rund 120cm lang und ca 8cm hoch.
Die Rears erscheinen nicht ganz so massiv sind aber immer noch sehr solide, ähnliches gilt für den 8 Zoll Subwoofer.

Anschluss:
Entgegen der Bedienungsanleitung fand sich das kabellose System nicht gleich nach dem einschalten. Beim zweiten Versuch hingegen funktionierte es einwandfrei.
Die Surroundlautsprecher dürfen nicht vertauscht werden(sie sind mit links und rechts markiert).
Ansonsten gibt es nichts zu beachten. Der Anschluss ist also denkbar einfach und auch für den Laien problemlos möglich.Zur Not hilft die klare Bedienungsanleitung weiter. Bei mir wurden die
Surroundlautsprecher in Kopfhöhe auf Möbeln platziert, der Subwoofer vorne rechts.
Wegen der Erfahrung in Köln habe ich die LS-Öffnung des Subs nach vorne gerichtet und nicht zur Wand zu.
Das Anschlussfeld bietet 2 HDMI-Eingänge für einen Blu-Ray Spieler und evtl. Eine Playstation sowie einen ARC HDMI-Ausgang. Die Soundbar kommuniziert ebenfalls problemlos mit meinem Phillips Fernseher, d.h. beim einschalten, schaltet sich die Soundbar ebenfalls zu. Gleiches gilt für den von mir ebenfalls eingesetzten Blu-Ray Spieler Samsung UBD-K8500.
Es ist keine aufwendige Konfiguration nötig, ein großer Vorteil des Systems.
Weiterhin befinden sich an der Soundbar, schön versteckt, noch einen optischen digitalen Eingang und eine 3,5mm Klinkenbuchse.

Technik:
Soundbar und Rears verfügen über die sogenannten „Dolby Atmos enabled“ Lautsprecher. Deren Chassis sind nicht nur nach vorne, sondern auch Richtung Decke angewinkelt. Dort wird der Schall zurückgeworfen und gelangt über diesen Umweg zum Ohr, was einen Höreindruck von oben erreicht. Insgesamt hat die Soundbar 11 Lautsprecher, 3vorne rechts, 3vorne links und den Centerkanal. Hinzu kommen die beiden Atmos Breitbänder.
Angesteuert wird das ganze vollaktiv. Die Surrounds verfügen ebenfalls über 2 Breitbänder.
Somit erhält man ein Dolby Atmos 5.1.4 System, ohne die Zimmerdecke mit Lautsprechern zupflastern zu müssen.Erstaunlicherweise funktioniert diese indirekte Schallübertragung ziemlich gut. Trotzdem darf man diesen Eindruck nicht mit viel teueren Systemen mit Atmos Receiver und entsprechender Lautsprecherkonfiguration vergleichen. Das wäre nicht fair.
Gewisse Einstellungsmöglichkeiten sind allerdings vorhanden.
Man kann die Pegel der einzelnen Kanäle über die Fernbedienung anpassen. Angezeigt wird dies auf einem blauen Display der Soundbar.
Leider ist eine Onscreen Menüführung nicht möglich, die Ablesbarkeit des Displays auf der Soundbar lässt zu Wünschen übrig.

Tonsignale können übrigens auch kabellos vom Handy oder Tablet per Bluetooth empfangen werden. Dies habe ich allerdings nicht ausprobiert. Auch eine Einbindung ins heimische Netzwerk ist so möglich , um auch evtl. Musik zu streamen.
Wenn nun alles korrekt miteinander kommuniziert leuchten dezent blaue LED Dioden an jedem Lautsprecher und es kann losgehen.


Als erstes zum warmlaufen habe ich „Gods of Egypt“ eingelegt.
Das Fantasyspektakel brilliert zwar nicht mit wahrer Handlung oder Inhalt, dafür aber mit einer Reihe Spezialeffekten und dem damit verbundenen Soundgewitter.
Diese Blue-ray ist nicht über Atmos abgemischt, sodaß die Soundbar zeigen muss was mit einer 5.1 DTS Abmischung mit möglich ist. Ich muss sagen, sie schlägt sich wacker. Ich habe die Einstellung der Satelitten nach oben genommen und den center auf der Einstellung „0“ gelassen. Ebenfalls den Rest der Anlage.
Stimmen sind klar und gut verständlich, das Raumgefühl ist vorhanden. Optimalen Klang und Performance erhalte ich aber erst bei höheren Lautstärken. Für mich überraschend machte der Sub überhaupt keine Probleme und fügte sich einwandfrei ins Geschehen ein. Hier dröhnte nichts und im Gegensatz zur Kölner Vorführung konnte ich die Nachbarn mit lauten Pegeln nerven, ohne das der Subwoofer die Kontrolle verlor. Kein Wummern und die Mitten waren ebenso nicht überbetont wie es teilweise meinem ersten Eindruck in Köln entsprochen hatte.

Als nächstes kam der unvermeidliche Mad Max in den Samsung Blue Ray Spieler, der übrigens für sein geld einen prima Job macht. Der Spieler ist zwar etwas wackelig(Lade) und auch der Lüfter ist leise hörbar, aber ansonsten ist er solide. Nun geht auch klanglich die Sonne auf, vorausgesetzt man stellt den Blue-ray Spieler richtig ein. Sofort kann ich die Anhebung der Rears wieder rausnehmen, der Klang ist für so ein System einfach klasse und atemberaubend. Die Verfolgungsjagd wird klanglich und optisch in allen Details brilliant wiedergegeben und wiederum fügt sich der Subwoofer problemlos ein. Ich konnte ihn sogar in der Lautstärke anheben. Erstaunlicherweise, im Vergleich zu Köln, war dies in Einer Schritten möglich und nicht in der groben Regulierung der Dreier schritte. Warum auch immer, ich weiß es nicht. Im Vergleich zu meiner konventionellen Anlage zeigt die Abmischung und die Soundbar einem „veralteten Recken“ was so möglich ist.
Es hat richtig Laune gemacht hier Kino zu geniessen. Ein Stück weit kann und muss man das auch allerdings für einen preis von rund 1200 Euro auch erwarten.

Als nächstes kamen dann die „Phantastischen Tierwelten“ in den Player.
Dieser Film ist nicht ganz so aufwendig und brachial abgemischt, aber dennoch hat mich die Soundbar auch hier überzeugt. B und zu hätte ich mir allerdings eine stärkere Präsenz der Rear LS gewünscht, es kann aber auch an der Software liegen. Der Flug der Fantasiewesen kam wirklich von der Decke und der Flügelschlag der Rieseninsekten war fast zum greifen nah und in der Tonlage absolut richtig mit feinem Ausschwingen der Flügel. Es ist schon erstaunlich was relativ kleine Lautsprecher hier leisten können.
Aber Leistung satt hat die Soundbar ohnehin.

Zwischendurch legte ich dann noch eine konventionelle, aber genial aufgenommene CD ein, um den Stereoklang noch ein wenig zu testen.
Johnny Cash und sein American IV begeistert kich auf meinen Stereoanlagen immer wieder.
Hier zeigt sich, dass die Soundbar durchaus mit den meisten Kompaktlautsprechern mithalten kann.
Die Stimme wird klar verständlich wiedergegeben und Cash sitzt praktisch im Raum. Die schlichte Instrumentierung (Gitarre) kommt richtig und genau rüber. Im Ganzen fällt allerdings auf dass die Wiedergabe etwas flach wirkt und der Raum fehlt, das ist allerdings kritteln auf hohem Niveau.
Ich behaupte mal eine Kompaktanlage hat kaum eine Chance.

In den nächsten Tagen in denen ich die Soundbar noch habe, will ich noch die ein oder andere Musik DVD testen und evtl. noch einen Film. Mir ist die Zeit wegen einer Woche Krankheit etwas weggelaufen.

Im Fazit für mich gibt es folgende Pro Argumente für die Soundbar:

Leichter Aufbau möglich, auch für den Laien.
Relativ platzsparend
Gute Kommunikation der Geräte, auch Fremdhersteller, untereinander
Verarbeitung dem preis angemessen
Realistische Dolby Atmos Wiedergabe mit guter Ortbarkeit der Schallquellen
Gute Stimmwiedergabe
4k Videoverarbeitung, drahtloses Sstem
Musikwiedergabe via Blue Tooth und WLAN, inklusive Spotify Connect und Multi Room Audio
Bassmanagement ausreichend gut, erstaunlich tiefe Frequenzen möglich.
Maximale Lautstärke auch für große Räume mehr als ausreichend


negativ
kein DTS:X , nur DTS 2.0 Dekoder integriert
Undeutliches Anzeigefeld mit mäßigem Informationsgehalt
keine Online Anzeige der Klangeinstellungen am TV möglich
Etwas mehr Anschlüsse wären wünschenswert
keine „echte“ Soundbar wegen zusätzlicher Rear LS, welche zusätzliche Steckdosen benötigen
(es gibt auch die Möglichkeit Akkus einzusetzen)
Zimmerdecken dürfen nicht zu hoch sein, in einem Altbau funktioniert die Über Kopf Wiedergabe nicht optimal, bei klassischen Zimmerdeckenhöhen bis 2.40m kein Problem
Die Fernbedienung ist mir zu klein und die Tasten werden nicht lange leben.
Die meines Testsystems hat beim Subwoofer schon nicht mehr optimal reagiert.
Leider ein Problem auch anderer Hersteller.
Toneinstellungen begrenzt, in schwierigen Räumlichkeiten evtl. nicht ausreichend

Mein persönliches Fazit:
Wenn Kinderkrankheiten ausgemerzt sind, dann hat man eines der besten Surroundsysteme am Markt. Für den Nichtfreak ist diese Anlage mehr als ausreichend und bietet genügend Spaß und Kinofeeling zu hause, ohne dass man dicke, unverständliche Handbücher wälzen muss.
Ich bin durchaus am überlegen mir ein solches System als Zweitanlage zuzulegen, die Einfachheit der bedienung und der gute Sound haben mich überzeugt. Im Musik und SACD bereich bleibe ich bei großen Standlautsprechern, deren Performance ist nicht zu erreichen, allerdings der Preis auch nicht..;-)
GF21
Inventar
#7 erstellt: 20. Mai 2017, 11:13
Zuerst möchte ich mich bei Friederike, Faktor3 und Samsung für das tolle Event in Köln bedanken. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass die Teilnahme so kurzfristig organisiert werden kann, aber ich wurde äußerst positiv überrascht. Alles war super organisiert, sodass man die tolle Zeit auch richtig geniessen konnte.

Nach dem Checkin und kurzer Begrüßung in der Lobby des Hotels ging es dann mit der Vorführung des Systems los. Es folgte eine rege Diskussion mit den Fachleuten über den Einsatz der Technologie Dolby Atmos. Die Teilnehmer wurden anschließend in drei Gruppen aufgeteilt und zogen sich in die Suiten zurück, wo sie neben Getränken und Chips den für sich ausgewählten Film genießen konnten. Ich habe mich für Everest entschieden und fand den Film mit all seinen Effekten besonders gut gelungen. Auf das gemeinsame Abendessen mit vielen interessanten Gesprächen folgte noch ein "Absacker" und am nächsten Morgen ging es schon wieder mit dem ICE zurück nach Hause.

Die Lieferung der Soundbar hatte sich leider verspätet, sodass die Testphase viel kürzer als geplant ausfallen musste. Das Pakett wurde zur vereinabarten Zeit angeliefert, konnte aber erst später ausgepackt und schließlich getestet werden. Die Erwartungen waren groß, dementsprechend auf die Vorfreude.

Der Aufbau des Soundsystems ist schnell erzählt. Eine Soundbar, zwei Rear-Lautsprecher und ein Subwoofer, die drahtlos miteinander verbunden sind. Alle vier Komponenten (nur) ans Stromnetz angeschlossen ergeben sofort ein funktionierendes System und machen somit eine aufwendige Kabelverlegung überflüssig, was die Flexibilität bei der Aufstellung enorm erhöht. Das System erkennt auch Probleme bei einzelnen Lautsprechern z.B. Stromstecker eines Rear-Lautsprechers nicht angeschlossen und zeigt im Display der Soundbar eine entsprechende Fehlermeldung an.

Nachdem die AV-Quelle direkt an die Soundbar angeschlossen und diese selbst mit einem Ausgabegerät (Fernseher, Projektor) verbunden wird, kann der Spaß eigentlich beginnen. Schaltet man die Quelle (HDMI) ein, schaltet sich die Soundbar automatisch mit ein. Sobald ein Film mit Dolby Atmos zugespielt wird, erscheint dies auch im Display der Soundbar. Gesteuert wird das System mit einer kleinen, sehr gut durchdachten Fernbedienung, die in der Dunkelheit leider nicht leicht zu finden ist.

In der Hotelsuite war das System bereits optimal aufgestellt, was zu Hause vielleicht nicht immer möglich ist. Die Anlage wird meist im Wohnzimmer betrieben - dies macht die Aufstellung der Rear-Speaker nicht immer einfach bzw. schränkt diese ein wenig ein. Anpassungen an der Lautstärke des Subwoofers mussten noch während des ersten Films vorgenommen werden, da das Dröhnen bei manchen Szenen in "Everest" einfach zu stark war - dieses Problem mussten wir bereits während der Vorführung in der Hotelsuite feststellen. Ein ähnliches Problem hatte ich zu Hause auch, hier musste die Lautstärke des Woofers auf -6 reduziert werden, was zum Teil immer noch zuviel war. Die nächste Stufe sind bereits -12, was wiederrum zu wenig ist - eine feinere Abstimmung wäre hier wirklich von Vorteil.

Klanglich weisst das System mit Dolby Atmos voll zu überzeugen, Effekte sind gut hörbar und machen sehr viel Spass. Vor allem die Sprachverständlichkeit fand ich sehr beeindruckend, man hat aber nicht den Eindruck, man würde im Kino sitzen. Als Kinoersatz war das System vermutlich aber auch nicht gedacht - eine Menge Spaß macht es trotzdem - selbst bei Musik - leider nur in Dolby Atmos.

So gut das Dolby Atmos klingen mag, alle qualitativ darunter liegenden Formate werden nicht unterstützt. Hier wird fast schon richtig enttäuscht, beim Zuspielen von DTS oder DD denk man zuerst, irgendetwas wäre kaputt. Ein zuschaltbarer Surroundmode macht den Sound zwar ein wenig voller, richtig gut wird er leider nie - das trifft sowohl bei Film als auch bei Musik zu. Mit auswählbaren Soundmodi kann man sich durch mehrere Einstellungen durchzappen, wobei der Midnight Modus für mich persönlich noch die beste Einstellung war. Klanglich empfand ich aber meinen Stereolösung besser.

Mein Fazit: für Dolby Atmos im Wohnzimmer ist diese Soundbar genau das richtige Gerät. Die Aufstellung ist flexibel, die Handhabung sehr einfach und das Design passt zu den meisten Einrichtungen dazu (sofern man den Subwoofer an einen wenig sichtbaren Platz stellt).

Will man die Abwärtsformate unterstützt bekommen, wird man leider enttäuscht. Hier sollte Samsung mit einem Update der Soundbar diese zusätzliche Funktionalität implementieren, was aber vermutlich aus Lizenzgründen nicht mehr möglich sein wird.
#Friederike#
Community Support
#8 erstellt: 21. Mai 2017, 23:19
Hallo in die Runde,

wir bedanken uns herzlich bei Samsung & Faktor 3 für die Möglichkeit zu diesem Produkttest sowie die spannende Veranstaltung in der Rheinmetropole Köln! Ein ebenso großes Dankeschön gilt unseren Reviewern für die Teilnahme am Event sowie die ausführlichen Berichte zur HW-K950! Viel Spaß euch allen beim Austauschen und Diskutieren!

Viele Grüße
Friederike

Community- und Projekt-Management HIFI.DE
musikverrückter
Stammgast
#9 erstellt: 22. Mai 2017, 10:24
Hallo
das war auch fein, gerne mal wieder..


Gestern habe ich noch ein wenig weitergemacht.

Im Player war Batman-vs-Superman....zusammen mit meiner Frau angesehen. Sie fand den Mix weniger aufregend und meinte es käme zuviel von vorne.
Zwischenzeitlich gab es aber ein paar nette Effekte auch von oben. Mal sehen, wie weit die Filmindustrie noch auf diesen Zug aufspringt und hoffentlich die Möglichkeiten dieses Mixes auch nutzt.

Von der Musik her liefen bei mir noch:

Nightwish "End of an Era"
Chris Rea: Road to hell(LIve Albert Hall)
Eagles "Hell freezes over"
Pink Floyd "P.U.L.S.E"

In der Musikeinstellung der Soundbar gibt sie nur Stereo aus, der Klang ist flach und unbrauchbar.
Die beste Musikeinstellung fand ich in "Standard", oder noch besser in "Sport".
Hier wurden alle Kanäle am gleichmässigstenangesprochen und der Sound am vollsten.
Wie schon erwähnt, kann man den Umfang einer großen Anlage hier nicht wiedergeben, aber speziell bei diesen guten Abmischungen(und sehr gut bei Nightwish und Pink-Floyd) hat ich meinen Spaß und ein Mitwippfaktor war absolut gegeben.


[Beitrag von musikverrückter am 22. Mai 2017, 14:35 bearbeitet]
#Friederike#
Community Support
#10 erstellt: 11. Jul 2017, 16:39
Hallo zusammen,

auch hier der offizielle Hinweis zur HW-K950: In voraussichtlich KW 39 wird Samsung ein Update (DTS 5.1) für die Soundbar einrichten. Somit wird das Gerät in der Lage sein, mehr Informationen als bislang zu dekodieren, was zu einem noch detailreicheren 3D-Sound führt.

VG
Friederike
musikverrückter
Stammgast
#11 erstellt: 13. Jul 2017, 13:32
Das liest sich doch prima und freut mich...
bokeron96
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 13. Jul 2017, 15:31
Klare Aussage, da haben sowohl der geneigte Soundbar-Besitzer sowie der zukünftige Käufer doch einen handfesten Termin

Gruß
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