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Produkttest: Panasonic 3D LCD-Projektor

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Wilson64
Neuling
#101 erstellt: 29. Nov 2011, 22:30
Wie 3D ist das denn!

Das Testwochenende ist vorbei und die Technik wieder abholbereit verpackt.

Während ich auf den Boten warte, versuche ich meine Erlebnisse lt. Guideline in Worte zu fassen.

Einrichtung/Aufstellung des Projektors
Nachdem der Termin zum Heimkinowochenende stand, habe ich meine selbst gebaute Halterung vorab für die Aufnahme des Beamers konfiguriert. Maße und Aufnahmepunkte habe ich vorab im Internet recherchiert.

So gestaltete sich das Anbringen relativ problemlos und alles passte auf Anhieb. Nur die Tatsache, dass der Beamer geborgt war und dieses teure Teil auf gar keinen Fall 'nen Abflug machen durfte, hat in der Hebe-Phase bis zur sicheren Arretierung für zittrige Knie gesorgt. Also besser noch Hilfe dazu holen und sicherheitshalber den Versicherer kontaktieren.

Projektor mit Halterung
Foto: Projektor an Halterung

Da hing er nun in seiner ganzen Pracht. Beim Abnehmen des Objektivdeckels standen wir uns das erste Mal Aug' in Aug' gegenüber. Dieses riesige Objektiv erinnerte mich an irgendetwas: HAL 9000 lässt grüßen. Aber das „Hallo Dave. You're looking well today.“ blieb aus und ich war wieder in der Gegenwart .


220 Volt liegen an, Einstellung mit Lens-Shift
Es erscheint ein blaues Testbild mit grünen Kreuzen. Auch ich kann bestätigen, dass sich die manuelle Einstellung mit dem Joistick nicht so komfortabel gestaltet und etwas Zeit in Anspruch nimmt. Aber die Tatsache, dass man das nur einmal macht, relativiert den Aufwand schnell, da Zoom und Fokus dann wieder per Fernbedienung erfolgen. Die Lens Memory Funktion kam nicht zur Anwendung, da ich ausschließlich per Leinwand elektrisch maskiert habe.
Gut würde ich finden, dass am Projektor eine Taste ein direktes Umschalten von Tisch- auf Überkopfprojektion ermöglicht, damit das Menü beim ersten Einschalten gleich richtig herum auf der Leinwand erscheint.

Bedienung/Handhabung
Die Menüführung ist selbsterklärend und übersichtlich strukturiert. Die beleuchtete Fernbedienung ist mit den nur absolut notwendigen Tasten belegt.
Für mich als Out-of-the-Box-User konnten 3D- und 2D-Funktionen schnell abgerufen werden.
Einstellungs- und Kalibierprofis finden in tieferen Menü-Ebenen alles, was der weiteren Bildoptimierung dient.

Bildqualität
Eine Bildbeurteilung ist natürlich immer relativ. Ich habe nur den Vergleich zwischen meiner Heimkino- und diversen Kino- und IFA-Berlin-Projektionen.

HDTV-SAT: Schon bei noch etwas Restlicht (frühabendliche Dämmerung, keine Rollläden) war das Bild beeindruckend. Doch was sich uns bei Dunkelheit bot, hat uns echt umgehauen. So ein Detailreichtum. Beim Adventsfest der Volksmusik, dass ich am 26.11. dem an diesem Tag anwesenden etwas reiferen Publikum u. a. zum Abendessen servierte, zeichnete sich jede Pore, jede Bartstoppel, jedes Haar deutlich ab.

Digital SD-Signale, die dazu noch mit geringer Bandbreite gesendet werden oder gar analoge SD-Signale zeigten bei dieser Projektionsgröße auflösungsbedingte Schwächen und sind nicht wirklich genießbar.
Zum Fernsehen würde ich den Beamer auch nicht ständig einsetzen wollen. Da leistet mir mein Kontrollmonitor noch gute Dienste.

Sitzgelegenheiten
Foto: Sitzgelegenheiten

2D BluRay, Sunshine, Anfangssequenz: Am Wechsel zwischen dunklen und hellen Bildinhalten hatte ich nichts auszusetzen. Die gleißende Helligkeit der Sonne, das Dunkel und die Sterne des Weltalls kamen trotz eines nicht optimalen Wohnzimmerkinos realistisch rüber. Das die Detaildarstellung in ganz dunklen Bildstellen nicht ganz so hervorragend aber immer noch gut war, ist sicher auf das eintreffende Restlicht zurückzuführen. Nicht auszudenken, wenn der Projektor auf die jeweilige Leinwand kalibriert wird und seine Qualitäten in Bezug auf Schwarzdarstellung in einem optimierten Heimkino ausspielt.

3D BluRay, Avatar, Ice Age, Faszination Korallenriff, Lichtmond, Grand Canyon Adventure:
Da ich mir zum Geburtstag einige 3D BluRays habe schenken lassen, hatte ich - zusätzlich zu den gelieferten - eine große Auswahl und es war für jeden etwas dabei.

Ice Age begeisterte auch mit tollen 3D-Effekten
Foto: Ice Age begeisterte auch mit tollen 3D-Effekten

Natürlich ist das Thema 3D in aller Munde und einige der übers Wochenende geladenen Gäste kamen mit diversen Vorurteilen. Die beschränkten sich jedoch auf das Vorhandensein der Brille an sich, ihrer Haltbarkeit (Batterien), ihrer Handhabung und der relativ hohen Kosten für das Gesamtpaket.

Bei der Bildbewertung ging ich so vor, dass ich vorab niemandem etwas über die in diversen Foren geschilderten Schwächen (Ghosting, relativ dunkel, Farbtreue, tw. Bildruckeln bei schnellen Schwenks, eingeschränkter Komfort für Brillenträger) informierte. Ich habe einfach die Bilder wirken lassen.

Zu o. g. Themen habe ich jeweils in die Runde gefragt, ob jemandem etwas auffällt (zum Beispiel wenn das Bild etwas „ghostete“, leicht ruckelte oder die Helligkeit schon grenzwertig war). Und ich sage euch, dass wirklich keinem etwas negativ auffiel. Alle waren beeindruckt vom Effekt. Und darauf kommt es m. E. an. Man darf dabei nicht vergessen, dass es sich um Consumertechnik handelt. Und die ist m. E. jeden Euro wert.

Blick auf Leinwand
Foto: Blick auf Leinwand

Projektoreinstellungen, Leinwand: Nach div. Versuchen habe ich den Beamer (3,80 m von der Leinwand entfernt) ständig im Kino 2-Modus, Brillen hell, FI-Stufe 1, Detailschärfe 1, Auto-Iris an, Helligkeit und Kontrast um eine Stufe erhöht laufen lassen.

Der favorisierte Rec 709-Modus erschien mir etwas zu dunkel, obwohl hier die Farben am natürlichsten rüber kamen. Dynamik-Modus ist zwar hell, doch auch mir schienen die Farben doch sichtbar unnatürlich. Das kann jedoch auch an meiner Leinwand (2 m breit) liegen, die, wie im Bewerbungsthread beschrieben, aus einem einfachen weißen Wachstuch (Rückseite) besteht. Wer es hier richtig ernst meint, der wird wohl noch in ein ordentliches Tuch investieren.

Lautstärke Lüfter
Im Lampenmodus „Normal“ war der Lüfter in leisen Filmsequenzen deutlicher hörbar. Es hat aber niemanden gestört, da er genauso vor sich hin säuselte, wie meine heiß gelaufene Rüttler-Endstufe (I-Beam), die ich seinerzeit auch noch mit zusätzlichen Lüftern versah. Die stieg bei richtig „Rambazamba“ gerne mal aus.
Vergleichen kann man das Geräusch mit der Grafikkartenbelüftung in einem Klapprechner.

Design und Produkt
Das Design gefällt mir gegenüber dem Vorgänger (4000er) sehr gut. Die Haptik ist wertig, die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck. Größenmäßig macht er schon was her. Schwer ist er nicht, da für die Beamerhalterung nur fünf M4!-Schrauben vorgesehen sind.

Getestete Funktionen
2D zu 3D: Alle Modis habe ich nicht ausprobiert. Der 3D-Effekt (hier Bundesliga HD getestet) stellt sich sofort ein. Anfangs für die Augen gewöhnungsbedürftig.
Nach einiger Zeit kam es jedoch zu Bildaussetzern. Kann am MM-HDMI-Kabel oder HD-Receiver liegen. Ob da andere Zuspieler oder Einstellungen an den Geräten Abhilfe schaffen, weiß ich nicht.

3D-Monitor: Das für mich schon geringe Ghosting kann man in den jeweiligen Szenen tatsächlich noch weiter reduzieren. Habe aber auch den Eindruck, dass dann andere Stellen ghostingbehafteter sind. Man darf m. E. nicht den Fehler machen, den Film nicht mehr zu genießen und nur noch nach vereinzelt auftretenden Doppelkonturen mit dem 3D-Monitor zu suchen. Fazit ist jedoch, dass es sich bestimmt lohnt, sich damit intensiver zu befassen.

Sonstiges
3D-Brillen: Alle Brillen haben ohne zusätzlichen Ladevorgang durchgehalten (ca. 10 Stunden in Betrieb). Die Verbindung zum Projektor war stets feherlfrei bei mittel eingestellter Senderleistung. Tragekomfort 2 - 3. Brillenträger konnten sie auch über einen längeren Zeitraum nutzen. Störend ist ggf. einfallendes Streulicht von hinten.

Das die Brillen etwas schmal ausfallen hat einen tollen Nebeneffekt: Der gezielte Griff in die Popcorn-Tüte ist möglich und Eislutschen beim Filmschauen hinterlässt keine Spuren auf den Sitzen.

Publikum 1. Durchgang
Foto: Publikum 1. Durchgang

Popcorn: Das mitgelieferte schmackhafte Popcorn entfaltete sich fehlerfrei in der Microwelle und wurde binnen kürzester Zeit verspeist.

Vielen Dank dem Panasonic-Team!

Für mich war es ein toller Geburtstag und für alle Beteiligten ein gelungenes Heimkinowochenende, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Wilson64
hellsau
Stammgast
#102 erstellt: 30. Nov 2011, 20:28
Ich habe heute Post bekommen!

@ Carsten und Team: Vielen Dank schonmal!

Btw, wie lang sind die beiliegenden Kabel? 10m ist bestimmt keins, oder?
dachgeschoss
Ist häufiger hier
#103 erstellt: 30. Nov 2011, 23:08
1-1,5 und 5 Meter müssten das gewesen sein!
hellsau
Stammgast
#104 erstellt: 01. Dez 2011, 00:04
Hmm, das könnte glatt reichen.
Werd schonmal alles vorbereiten. Danke für die Info.
Bin echt total gespannt! Mein Heizungsinstallateur, der vorhin zufällig grad da war, hat sich auch gleich für den Test eingeladen.
Nasty_Boy
Inventar
#105 erstellt: 02. Dez 2011, 11:09
09:05 Uhr

Der TNT-Fahrer klingelt und überreicht mir 2 Pakete.

Jetzt schnell auspacken und die Geräte an ihr Wochenend-Domizil gewöhnen.

EDIT:
Und dass ich am WE genügend zu essen habe, hat Carsten den ganzen Karton mit grünen Chips vollgemacht
Kartoninhalt


[Beitrag von Nasty_Boy am 02. Dez 2011, 11:25 bearbeitet]
hellsau
Stammgast
#106 erstellt: 02. Dez 2011, 16:49
Heb Dir die lieber für einen noch besondereren Anlaß auf!
weyrich
Inventar
#107 erstellt: 10. Dez 2011, 04:22
Hm.
Völlig überraschend bin ich dieses Wochenende dabei!
Wegen eines sehr unvermittelten u schockierenden Trauerfalls in der Familie hatte ich 1 Woche lang weder Mails noch HF gelesen und beinahe verpasst, zuzusagen, nachdem ich ausgewählt worden war.
An der Uhrzeit könnt ihr erkennen, dass ich einen langen Abend lang ausgiebig getestet habe.
HK-Abend und Fotos folgen morgen, der ausführliche Bericht nächste Woche. Vorab nur das:
Verminderte Helligkeit in 3D ist zu verschmerzen.
Große Unterschiede in 3D, herausragend hier der mitgelieferte Avatar und auch ICE Age 3, mäßig meine beiden Dokus Earth und Micropolis.
Einstellungen / Aufstellung bei mir zuhaus war kompliziert.
Feine Bildquali in 2D.
Konvertierung von 2D in 3D eine nette Spielerei u mit d Zeit anstrengend.
Allgemein keine groben Störfaktoren wie Ghosting zu erkennen.
Demnächst mehr!
Gruß von Pit


[Beitrag von weyrich am 10. Dez 2011, 04:23 bearbeitet]
86bibo
Inventar
#108 erstellt: 10. Dez 2011, 10:15
Irgendwie sind die Erfahrungsberichte ein wenig eingeschlafen, oder? Letzte Woche gabs doch sogar 2 Tester.
Nasty_Boy
Inventar
#109 erstellt: 10. Dez 2011, 10:40
Jaahaa, ich weiß.
Meinen Bericht gibts morgen
Nasty_Boy
Inventar
#110 erstellt: 11. Dez 2011, 19:17
Nachdem ich für den Test ausgewählt wurde, habe ich mir erstmal Gedanken gemacht, wie ich dieses Wochenende gestalten will.
Ganz klar, am ersten Tag muss ich mir ein paar Leute aus dem HiFi-Forum einladen und den Projektor auf Herz und Nieren testen.
Für das restliche Wochenende dann Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen.
Da aber die 3 Filme, welche dabei sind, für ein ausgiebiges 3D-Wochenende nicht ausreichen, hab ich sofort bei Amazon mehrere Filme geordert.

Die nächste Frage, wohin mit dem Beamer. Auf meinen Epson passt er nicht, da der Panasonic PT-AT5000 etwas breiter ist. Also kurzerhand beim Schreiner eine passende Ablage bestellt.

Die Einladungen waren verschickt, Filme sollten alle rechtzeitig ankommen, Zubehör vorhanden, fehlt nur noch jemand, der den Beamer kalibriert.
Übers Forum hat sich leider niemand gefunden, doch dann erreichte mich im Forum eine PN.
Oliver von PiPro bat mir an, sein altes Laptop samt Software und Meßkopf zu schicken. Dann könnten wir selbst kalibrieren.
Nach kurzer Rücksprache mit audiohobbit, kam ich gerne auf dieses tolle Angebot zurück.

Jetzt hieß es nur noch, warten aufs Christkind äääh den Beamer.

Am Freitag, den 02.12.2011 war es dann soweit.
Schon recht früh kam der TNT-Fahrer und überreichte mir 2 große Pakete.
Schnell auspacken, aufbauen und die Geräte akklimatisieren lassen.



Kurz darauf kam schon audiohobbit vorbei und der Test konnte beginnen.
Audiohobbit schrieb nebenher alles mit und erklärte sich bereit, den Test zu schreiben.
Hier die Erkenntnisse von 13 Stunden testen, kalibrieren und vergleichen.

Testbericht Panasonic PT-AT 5000
von audiohobbit und Nasty_Boy


Testumgebung:
Das Wohnzimmer kann man vollständig abdunkeln, zusätzlich mit mit dunkelblauem Molton die komplette Decke und die Seitenwände verhängen, so dass nur noch der helle Parkettboden etwas Streulicht zur Leinwand reflektieren kann.
Die Leinwand ist eine 2.30 m breite alphaluxx-Tension-Motorleinwand mit Gain 1.0.
Die Projektionsentfernung beträgt etwa 3.50 m, ebenso die Sichtentfernung.

Testgeräte:
Der Panasonic PT-AT 5000, der zuvor schon bei anderen Testern war, hatte zu Beginn des Tests eine Lampenlaufzeit von 92 h.
Als Vergleichsgerät stand uns Nasty_Boys Epson TW4400 LPE zur Verfügung. Dieser hatte zu Testbeginn bereits 553 h auf der Lampe.
Nasty_Boy hat extra für den Test ein zweites Regalbrett unter seinem Epson-Projektor an der Rückwand angebracht, siehe folgende Bilder:

nacher

Entgegen der Darstellung auf dem Foto haben wir beim Epson den LPE-Filter vor dem Objektiv zum Vergleich entfernt, da dies sonst unfair wäre.

Zusätzlich hatten wir noch ein Colorimeter + Software die uns Oliver Daab von pipro aus freien Stücken zur Verfügung gestellt hat. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür!
So hatten wir also die Möglichkeit Farbräume, Gamma und Graustufen zu messen.
Hier muss ich aber deutlich erwähnen dass man schon eine gewisse Übung braucht um mit so einem Messmittel korrekt umzugehen, welche wir zu dem Zeitpunkt noch nicht hatten.
Außerdem hatte ich noch meinen Schallpegelmesser dabei um die Lautstärke der Lüfter zu messen was sich aber als schwierig herausstellte.


Aufstellung PT-AT 5000:
Der PT-AT 5000 ist mit einem motorischen Zoom und Fokus ausgestattet, was diese beiden Einstellungen sehr einfach macht.
Leider kommt er, wie auch schon seine Vorgänger, ohne elektrischen Lensshift daher, dieser würde ihm gut zu Gesicht stehen und eine vollmotorische Optik komplett machen.
Darüber hinaus wäre ein elektrischer Lensshift für das Lens-Memory-System hilfreich.
Der Vorgänger PT-AE 4000 hatte für den Lensshift noch zwei Einstellräder auf der Oberseite für die horizontale und vertikale Verstellung.
Dies wurde leider beim PT-AT 5000 eingespart und durch einen unter einer Klappe neben dem Objektiv befindlichen Joystick ersetzt der gleichzeitig für die horizontale und vertikale Verstellung verantwortlich ist.
Leider stellt dies einen erheblichen Rückschritt dar, da es mit diesem Joystick teilweise nahezu unmöglich scheint das Bild genau auf die Leinwand einzupassen.
Die Position wird durch eine Schraube an der Spitze des Joysticks ver- und entriegelt.

Der Joystick hat eine einrastende Mittelstellung für den horizontalen und vertikalen Versatz und hier sehe ich das größte Problem.
Befindet man sich nahe dieser Mittelstellung rutscht der Joystick durch eine gewisse Federwirkung automatisch in diese Mittelstellung!
Es erschien uns unmöglich, Positionen nahe der Mittelstellung einzustellen!! Sofort rutscht der Hebel in seine Mittelstellung hinein ohne dass man ihn an der gewünschten Position festhalten kann!
Meine Idee war, gleichzeitig zum Joystick auch das Objektiv von Hand mitzubewegen aber auch das brachte nichts. Möglicherweise lassen sich Positionen besser anfahren wenn die Arretierschraube schon fast ganz angezogen ist, aber auch das glaube ich nicht.
Wir hatten Glück dass der Projektor sowieso schon nahezu mittig vor der Leinwand stand und wir den Joystick auf Mittelstellung lassen konnten.

Diese ist auch nicht sehr präzise so dass der Joystick herumwackelt und man so auch noch leichte Bildverschiebungen durchführen kann.
So konnten wir in der Mittelstellung das Bild noch genau auf die Leinwand ausrichten und mit der Arretierschraube fixieren.
Wäre der Projektor an der Position des Epson TW 4400 oberhalb der Leinwandmitte gestanden bin ich mir nicht sicher ob wir die Positionierung hinbekommen hätten.
Dieser Joystick ist einfach ziemlicher Mist...

Auch die Schärfeeinstellung gestaltet sich trotz motorischem Fokus nicht ganz einfach.
Zum Einen muss man hier mit vorsichtigen Klicks auf der Fernbedienung direkt vor der Leinwand stehend agieren, zum anderen findet sich wohl aufgrund der Smoothscreen-Technologie von Panasonic kein absolut deutlicher Schärfepunkt:





Das erste der beiden Bilder stellt wohl das schärfste dar was möglich ist.
Auf den Fotos kommt das sogar noch besser raus, dass dies schärfer ist. In Realität hatten wir da mehr Probleme.
Zudem sieht man dass eine geringe Konvergenzverschiebung der Panels vorhanden ist, dies wird aber anscheinend auch durch die Smoothscreen-Technik und/oder die Optik „verschmiert“.
Aus normaler Sitzentfernung fällt das nicht mehr auf.

Am zweiten Bild sieht man aber auch, dass wenn man ganz leicht defokussiert, Halos um die Kanten erscheinen, die auch leicht bläulich sind, was man auf den Fotos nicht ganz so gut sieht.
Diese bläulichen Halos sind bereits der Firma Heimkinoraum bei ihrem kurzen Bericht aufgefallen, ebenso sind sie den Testern von av-magazin.de aufgefallen.
Da es schwer ist die gleiche Schärfe über die ganze Leinwand hinzubekommen hat man immer irgendwo unschärfere Bereiche mit solchen Halos.
Hier ein Bild aus dem Randbereich:



Was man im schwarzen sieht ist die Struktur der Leinwand. Pixelstrukturen bzw. Fliegengitter sieht man nicht aufgrund des Smoothscreen.
An der schrägen Linie rechts oben sieht man dass die Pixel an der linken unteren Kante sehr klar und scharf abgegrenzt sind, aber an der rechten oberen Kante überhaupt nicht mehr.
Das sieht auch nicht nach Konvergenzabweichungen aus, sondern nach Problemen des Objektivs.
Das kostet sicher auch aus normalen Sichtentfernungen Maximalschärfe. Wir hatten auch den Eindruck dass der Panasonic weniger native Grundschärfe mitbringt als der Epson.
Dies liegt aber nicht am Smoothscreen meiner Meinung nach, sondern vermutlich am Objektiv.
Zu berücksichtigen ist auch noch, dass wir den Lensshift ja gar nicht nutzten und damit in der wohl noch idealsten Mittelposition waren.
Bei starker Ausnutzung des Lensshifts könnten diese Unschärfen noch größer werden.

Anschluss:
Was den Anschluss des Panasonic angeht, hatten wir im Gegensatz zu manch anderem User kein Problem mit HDMI-Kabeln.
Der Bluray-Player Yamaha BD-S 1067 von Nasty_Boy sowie der mit dem Projektor mitgelieferte Panasonic DMP-BDT310 hingen über kurze HDMI-Kabel am Receiver Yamaha RX-V 3067,
von da aus ging es weiter über ein 12.5 m langes argentum HDMI-Kabel zu einem HDMI-Splitter der das Signal auf beide Projektoren verteilte.
Es stellte sich heraus dass dieser Splitter nicht 24p-tauglich war und 50p von den Zuspielern erzwungen hatte.
Damit ruckelten natürlich alle 24p-Filme wie verrückt.
Wir haben den Splitter dann rausgenommen.

Zum Glück hatte ich mein 10 m langes Atlona-Flat-Kabel dabei, mit dem wir dann den Panasonic an den 2. Ausgang des Yamaha-Receivers anschlossen, der Epson lief dann über das 12.5 m-Kabel.
Wir konnten keine Probleme feststellen, auch nicht bei 3D, welches dann über mein 10 m Kabel lief (somit weiß ich schon mal dass mein Kabel 3D-tauglich ist...).


Lautstärke:
Wie ich eingangs erwähnte hatte ich meinen Schallpegelmesser dabei um die Lautstärke der Geräte zu prüfen.
Die Hersteller geben bei den Projektoren ja Pegel um die 20-30 dB an (in 1 m Entfernung, vermutlich..).
Das sind sehr leise Pegel, diese sind nur mit gutem Messequipment und in sehr ruhiger Umgebung (idealerweise reflexionsarmer Raum) messbar.

Mein Pegelmesser geht erst bei 50 dB etwa los.
So musste ich jeweils bis 3 cm an die Geräte ranrücken um einen vernünftigen Pegel messen zu können.
Beide Geräte, sowohl der Epson als auch der Panasonic haben ihren Luftauslass vorne auf der linken Seite (wenn man von vorne draufschaut), so dass ich bei jedem 3 cm vor diesem Luftauslass gemessen habe.

Zusätzlich musste ich in dB(C) messen, statt (wie vermutlich bei den Herstellerangaben) dB(A).
dB(A) käme dem menschlichen Empfinden näher, dB(C) ist aber linearer.

Gemessen habe ich nun folgendes:
- Panasonic PT-AT 5000 (3 cm vor Luftauslass): Eco-Modus: 55 dB(C), hoher Lampenmodus: 59 dB(C)
-Epson TW4400 (3 cm vor Luftauslass): Eco-Modus: 64 dB(C), hoher Lampenmodus: 70 dB(C)

Der Epson wirkte subjektiv für mich auch lauter.
Das Geräusch ist aber beim Epson tieffrequenter und damit angenehmer, beim Panasonic ist das Geräusch auch noch von einem hohen Pfeifen überlagert.
Nasty_Boy sagte, dass das für ihn persönlich ein No-Go darstellt.
Mir persönlich wären beide Geräte zu laut wenn man, so wie bei Nasty_Boy, direkt darunter sitzt, speziell in den hohen Lampenmodi.


Bildeinstellungen:
Da wir ja Messtechnik von pipro da hatten haben wir zunächst versucht, den Epson ohne LPE-Filter im Modus Natürlich zu kalibrieren.
Dies gelang mangels Wissen nur teilweise.
Wir nutzten den hohen Lampenmodus da wir hier eine Maximalhelligkeit von 40 cd/m² auf der Leinwand maßen, was knapp 12 fL und damit der im Kino empfohlenen Mindesthelligkeit entsprach.
Um einen vernünftigen On-Off-Kontrast zu erhalten schalteten wir die dynamische Iris ein.
Der Gammaverlauf wurde (bei Vollbildern) auf 2.2 gebracht, die Farbtemperatur auf 6700 K im Mittel, was ein wenig zu kühl gegenüber D65 ist, aber vermutlich nicht groß auffällt.

Eine genauere Einstellung wäre zu zeitaufwendig gewesen.
Was den Farbraum angeht so haben wir zwar die Farborte genau auf die x/y-Koordinaten gebracht, aber die Farbhelligkeiten nicht beachtet, so dass letztendlich die Farben wohl nicht genau gepasst haben.
Die Software zeigte uns beim Epson dann einen On/Off-Kontrast mit Blende von 100.000:1!
Dieser Wert darf aber angezweifelt werden, da wir mit dem Sensor immer reflektiv zur Leinwand gemessen haben und es damit bei Schwarzmessungen durchaus zu Fehlern kommen kann.

Der Sensor integriert dann zwar automatisch länger, ob dies aber ausreichend ist um den Schwarzwert genau zu erfassen, kann ich nicht sagen.
Aber ein Relativvergleich zum Panasonic sollte einigermaßen zulässig sein, da der Sensor immer in der gleichen Position vor der Leinwand auf dem Stativ stand.

Beim Panasonic gibt es unzählige Bildmodi, diese alle durchzumessen und kalibrieren zu wollen hätte uns Tage gekostet, zum Glück wussten wir schon aus dem cine4home-Testbericht, dass der Rec709-Modus bereits out of the box nahezu perfekt sein müsste.
Diesen haben wir dann gewählt und vermessen, er passte auch nahezu perfekt, wir haben nur den Farbtonregler auf +3 gestellt um die Farborte besser zu treffen was wahrscheinlich unnötig war.
Auch hier haben wir die Farbhelligkeiten nicht gemessen, es ist aber aufgrund des cine4home-Testberichts davon auszugehen, dass diese hier passen.

Hier das Ergebnis der Messung:



Auch hier hatten wir den hohen Lampenmodus genutzt und die dynamische Iris eingeschaltet.
Ebenso benutzt der Rec709-Modus den internen Cinemafilter der einiges an Licht kostet. Beim Epson im Natürlich-Mouds ist das ebenso.

Man sieht dass der Panasonic heller ist mit knapp 48 cd/m² was knapp 14 fL entspricht, und wenn ich richtig rechne 450 lumen. cine4home hat hier 600 lumen gemessen.
Ich vermute dass man die Messung der Maximalhelligkeit entweder im Lichtstrom (also mit zum Projektor gewandtem Sensor) oder mit einem Luxmeter durchführen muss und reflektiv etwas geringere Werte rauskommen.

In jedem Fall war der Panasonic bei unserem Test heller als der Epson, was sicherlich auch an der Lampenlaufzeit des Epson lag, der nach 550 h bestimmt schon einen Teil seiner Helligkeit verloren hatte.
Wir wollten beim Panasonic aber auch nicht zum Vergleich auf den Eco-Modus gehen da er da wiederum dunkler gewesen wäre als der Epson.

Die Kontrastmessung zeigt beim Panasonic nur 15000:1 On/Off-Kontrast.
Wie gesagt ist der Wert sicher anzuzweifeln (cine4home misst hier 9000:1) aber im Direktvergleich zum Epson zeigt sich ein niedrigerer Kontrast was auch zu sehen war.

Der Gammaverlauf passte mit rund 2.2 auf Anhieb, auch die Farbtemperatur liegt fast überall bei rund 6500 K (im Bild zeigt die Software nur den letzten Wert an, der mit 6200 K etwas zu warm ist).
Zu Anfang haben wir natürlich bei beiden Projektoren Kontrast und Helligkeit mit den passenden Testbildern der AVSHD 709-Testdisk korrekt eingestellt.
Hier fiel auf, dass wir beim Panasonic den Kontrast auf +14 stellen mussten, damit der 235-Balken gerade noch blinkend zu sehen war!
Ich habe mehrfach geprüft ob sowohl Zuspieler als auch Projektor auf HDMI-Normal und nicht Erweitert standen, aber hier passte alles.
Das war mir ein Rätsel.
Auch der Splitter war dafür nicht verantwortlich.
Der AV-Receiver schleifte das Bild auch nur durch.


Bildvergleich:
Der Bildvergleich konnte natürlich nur in 2D stattfinden, da der Epson TW 4400 ja kein 3D kann.
Wir hatten ja beide Projektoren auf die Leinwand ausgerichtet und gleichzeitig laufen.
Mit einem einfachen Stück Karton konnte dann immer abwechselnd einer abgedeckt werden.

Als erstes fiel auf, dass die Farben überhaupt nicht übereinstimmten.
Obwohl ja in beiden CIE-Diagrammen die Farborte passten, stimmte optisch trotzdem nichts überein.
Das liegt vermutlich an den nicht beachteten Farbhelligkeiten die hier wohl eine gewichtige Rolle spielen, in den meisten Ergebnisdarstellungen aber unterschlagen werden. So auch in dieser Software.

Man kann hier die korrekten Farbhelligkeiten nur durch eigenes Rechnen einstellen. Das haben wir beim Epson leider nicht gemacht. Beim Panasonic ist ja eher davon auszugehen dass die Farbhelligkeiten korrekter waren.
In unserem Direktvergleich wirkte der Epson dann zwar blasser, aber irgendwie natürlicher, der Panasonic zu bunt und irgendwie unnatürlicher.
Wir haben dann ohne weiteren Einsatz des Messgeräts noch ein wenig an den Farbsättigungen beider Geräte gespielt, aber ein Abgleich der Farben war so nicht möglich.

Das Gamma passte bei beiden Geräten mit durchschnittlich 2.2 aber.
Trotzdem mussten wir bei beiden Geräten die untersten IRE-Stufen per Gamma-Equalizer etwas anheben, da sonst dunkle Details wie z.B. die berühmten Nadelstreifen in James Bonds Anzug in Casino Royale abgesoffen wären.

Letztlich war es so dass der Epson in dunklen Szenen Vorteile hatte, er zeigte hier mehr Tiefe, auch waren am Anfang von Star Wars Episode III mehr Sterne zu sehen.
Der Panasonic dagegen zeigte mehr Punch in helleren Szenen. Diese Unterschiede sind sicherlich z.T. auch auf die unterschiedlichen Lampenhelligkeiten zurückzuführen, es wäre interessant wenn im Epson eine neue Lampe verbaut gewesen wäre.
Trotzdem lässt sich meiner Meinung nach der geringere Kontrast des Panasonic nicht ganz wegdiskutieren.
Insgesamt wirkte das Bild des Epson auf uns irgendwie stimmiger und natürlicher.

Was die Schärfe angeht, so war zunächst der Epson deutlich schärfer (Super-Resolution Stufe 1).
Wir hatten aber anfangs die Detail-Clarity beim Panasonic ganz runter gedreht da sie zuerst auf +7 und damit der höchsten Stufe stand und dabei in Testbildern deutliches Ringing an Kontrastkanten verursachte
(Dies war übrigens auch mit dem Waveform-Monitor gut zu sehen).
Bei einem Vergleichsbild mit feinen Strukturen haben wir dann die Detail-Clarity beim Panasonic auf 3 oder 4 eingestellt und damit eine etwa vergleichbare Detaildarstellung gehabt.
Trotzdem wirkte der Epson immer etwas schärfer und der Panasonic etwas verwaschener im Direktvergleich.
Ich denke aber dass hier zwei Faktoren beteiligt sind:
Zum Einen wohl die Fehler der Optik des Panasonic, zum anderen aber lässt man sich glaube ich von einer „digitalen Schärfe“ täuschen bei Geräten die harte Pixelkanten zeigen wie eben LCDs ohne Smoothscreen-Technik.
Interessant wäre sicher ein Vergleich zwischen dem Panasonic und einem LCOS- oder DLP-Gerät was die Schärfe angeht.

Auf jeden Fall sorgt das Smoothscreen dafür dass man auch recht nah an der Leinwand keine Pixelstrukturen sieht.
Beim Epson konnte ich selbst aus 3.50 m Entfernung auf der 2.30 m breiten Leinwand bei hellen Bildern die Pixelstrukturen erkennen, beim Panasonic nicht.

Bei der Zwischenbilddarstellung schließlich bevorzugten wir bei beiden Projektoren (wenn überhaupt) jeweils die kleinste Stufe, die gerade beim Panasonic noch den besten Kompromiss aus besserer Bewegtdarstellung und noch erhalten gebliebenem Filmlook darstellt.


3D:
Natürlich wollten wir auch das neue Feature des Panasonic testen, die stereoskopische 3D-Wiedergabe.
Nasty_Boy kann dann sicher hier noch mehr zu sagen da er ja dann Samstag und Sonntag fast durchgängig (bis zur Erschöpfung... ) 3D-Filme geschaut hat.

Die mitgelieferten Shutter-Brillen waren noch nicht die neusten Brillen von Panasonic, sondern noch die bisherige Generation.
Ich fand sie ein wenig unbequem (aber weit weniger als die von Sony deren Bügel am Kopf sehr drücken) und zu klein in der Höhe.
Vor allem waren wir der Meinung dass die Brille zu hoch auf der Nase sitzt, so dass man entweder fast nach unten schauen muss oder sich immer wieder ertappt wie man die Brille auf der Nase weiter nach unten schiebt was natürlich das nutzbare Sichtfeld dann noch weiter einschränkt.

Eventuell sind die Brillen entworfen worden für Leute die die Leinwand recht hoch hängen haben, wer aber vernünftig Heimkino zu Hause betreibt hängt die Leinwand tiefer, so dass man mit dem Kopf idealerweise ca. auf Bildmitte ist.

Wir haben zunächst mal gleich die 2D-3D-Konvertierung getestet, bei der es insgesamt 5 verschiedene Stufen gibt. Wir fanden die Stufe 2 ganz brauchbar und sie verlieh 2D-Filmen zumeist glaubhafte Tiefe, wenngleich auch nicht die Tiefe echter 3D-Filme erreicht wird.

Zusätzlich haben wir die 2D-3D-Konvertierung genutzt um (völlig un-amtlich und unrepräsentativ) mal Helligkeiten durch die Brille mit dem vorhandenen Sensor zu messen. Dazu haben wir ein Weißbild nach 3D konvertieren lassen was dann ja immer noch ein Weißbild bleibt.
Zunächst haben wir auch den Rec709-Modus verwendet, der aber lächerlich geringe Helligkeiten zeigte, was sich auch im Sehtest sofort zeigte, wir haben dann sofort auf Dynamik umgeschaltet da hier die höchste Helligkeit zu erwarten war.
Den Modus haben wir aber nicht auch noch versucht (hinter der Brille) zu kalibrieren so dass hier auch hinter der Brille falsche Farben zu sehen waren. Bei Animationsfilmen fällt das aber nicht auf....

Gemessen haben wir also (reflektiv von der Leinwand):
Weißbild 2D-3D-konvertiert OHNE Brille in Rec709: 42 cd/m², MIT Brille (vor Sensor gehalten): Brillenmodus hell 3.4 cd/m², Brillenmodus normal 2.3 cd/m² und Brillenmodus dunkel 1.77 cd/m².

Wie gesagt ist das alles nicht repräsentativ, aber im Direktvergleich maßen wir dann im Dynamikmodus hinter der Brille (ohne hatten wir nicht mehr gemessen..) 15.2 cd/m² im hellen Brillenmodus, 9.8 cd/m² im normalen und 7.8 cd/m² im dunklen Brillenmodus.

Also ein deutlicher Unterschied. Klar, der Rec709-Modus verwendet ja auch den internen Farbfilter.
Für 3 D sind was die Helligkeit angeht nur Modi nutzbar die diesen Filter nicht nutzen.
Jedenfalls schien uns dann im Dynamikmodus das Bild in 3D hell genug.
Der erste echte 3D-Film war dann Sammys Abenteuer.
Im Brillenmodus hoch sah man hier ab und an Ghosting, im Brillenmodus normal kaum noch.
Wenn man sich auf den Film konzentriert fällt Ghosting vermutlich überhaupt nicht mehr auf.

Eine wichtige Erkenntnis die ich für mich machte war: Bei 3D deutlich näher ran an die Leinwand!
Erst dann macht es richtig Spaß wenn man die Grenzen der Leinwand nicht mehr wahrnimmt und voll eintaucht in den Film.
Beim Panasonic ist das auch gut möglich da dank Smoothscreen aus nächster Nähe kein Pixelraster zu sehen ist und dank Frame Creation (die wir in 3D auf die höchste Stufe stellten) ein natürlicher flüssiger Bildeindruck entsteht! Ich muss das mal bei diversen anderen Projektoren austesten wie es da aussieht wenn man nah rangeht.
Wir waren dann letztlich etwa 1.50 m bis 2 m vor der 2.30 m breiten Leinwand gesessen, also deutlich unter einmal Leinwandbreite.


Sonstiges:
Das uns zur Verfügung gestellte Gerät zeigte in Graubildern recht deutliches Shading, rechts unten grünblau, links oben rötlich.
Bei normalem Filmbetrieb fällt das zwar noch nicht auf, aber bei einem Neugerät würde ich persönlich das so nicht akzeptieren.

Staub im Gerät war bei den Vorgängermodellen ja auch immer ein Thema. Zunächst sahen wir da noch nichts am PT-AT 5000 (Freitag), aber am Sonntag als ich noch mal bei Nasty_Boy war, zeigt sich plötzlich ein ziemlich großer runder grünlicher Fleck leicht links oberhalb der Mitte in dunklen Bildern!
Ich hab dann die Optik vollständig defokussiert, der Fleck wurde schärfer und kleiner, blieb aber kreisrund. Aufgrund der runden Form sah das nicht nach normalem Staub aus.
Im defokussierten Zustand zeigten sich noch andere Flecken die eher nach Staub aussahen. Im fokussierten Zustand waren diese aber nicht zu sehen und damit noch kein Problem. Die Zeit wird zeigen wie sich das neue Modell in Bezug auf Staub verhält.
Die Fernbedienung hat für meinen Geschmack zu wenige Tasten.
Wünschenswert wären (und das gilt für andere Hersteller auch): Direkttasten für mehrere Bildspeicher, Direkttasten für die Eingänge und Direkttasten für die Lens-Memory-Speicher.

Fragenkatalog HiFi-Forum:
Im Vorfeld des Tests hatten wir einige spezifische Fragen aufgestellt die wir hier soweit als möglich beantworten wollen:

Funktion Zoom, Fokus, digitale Bildverschiebung und Lens-Memory in 3D
Sobald man auf 3D umschaltet sind das Lens-Menü und das Positions-Menü ausgegraut.
Man kann dann also nicht mehr zoomen oder fokussieren und auch keine Lensmemory-Position anfahren.
Dies alles kann man aber sehr wohl vor dem Umschalten auf 3D machen und es scheint dass Zoom, Fokus und auch vertikale digitale Bildverschiebung erhalten bleiben in 3D. Nur ein evtl. gesetztes Blanking geht aus.
Ich muss allerdings gestehen dass wir das glaube ich nur bei der 2D-3D-Konvertierung getestet haben und nicht bei echten 3D-Filmen.
Das haben wir glaube ich dann im Eifer des Gefechts vergessen.

Einstieg ins Lens-Memory-Menü immer an der gleichen Stelle (Position 1)?
Dies wäre wichtig wenn man sich mit einer programmierbaren Fernbedienung Makros programmieren will,
um die verschiedenen Lens-Memory-Speicher auf einen Knopfdruck auszuwählen.
Landet man nämlich immer an der ersten Stelle im Menü, so kann man genau programmieren, dass z.B. 3 Klicks nach unten immer Position X ist, und 4 Klicks nach unten Position Y usw.
Leider ist dies beim PT-AT 5000 nicht der Fall.
Man landet immer an der zuletzt eingestellten Position im Lens-Memory-Menü.
Damit ist eine Makroprogrammierung einer programmierbaren Fernbedienung nicht möglich.

Einstieg ins Bildspeichermenü immer an 1. Position?
Auch beim Bildspeichermenü wäre es zur Makroprogrammierung wünschenswert,
immer an der ersten Stelle zu landen da es ja keine Direkttasten auf der originalen Fernbedienung gibt.
Leider ist es auch hier so dass man immer an der zuletzt eingestellten Position im Menü landet.

Können Cinemascope-Filme voll maskiert werden?
Es gibt ja zunehmend Filme die während des Films das Format von Cinemascope auf 16:9 wechseln.
Benutzer einer Cinemascope-Leinwand die keinen anamorphotischen Vorsatz verwenden, sondern das Bild nur aufzoomen haben da ein Problem.
Sobald 16:9-Szenen auftauchen erscheint Bildinhalt außerhalb der Leinwand.
Das ist natürlich unschön.
Deshalb wünscht man sich in so einem Fall eine Maskierungsfunktion oben/unten die das Bild digital auf Cinemascope-Format maskiert und man in den 16:9-Szenen das „überschüssige“ Bildmaterial nicht sieht
(Im Kino wurde z.B. The Dark Knight auch durchgängig in Cinemascope gezeigt).
Da der Panasonic gerade mit seiner Lens-Memory-Funktion prädestiniert ist für die sogenannte Zoom-Methode um eine Cinemascope-Leinwand voll auszufüllen,
sollte er idealerweise auch so eine Maskierungsfunktion mitbringen. Dies ist auch der Fall.
Im Lens-Memory-Menü finden sich Maskierungsregler für alle 4 Seiten des Bildes.
Auf den ersten Blick sehr gut, doch leider nicht weiter durchdacht, denn:
2.35:1 lässt sich gerade so bei voller Ausnutzung der beiden vertikalen Maskierungsregler maskieren, da aber die Cinemascopefilme heute meist in 2.39:1 sind könnte es hier etwas knapp werden.
Aber was viel schlimmer ist:
Benutzt man die digitale vertikale Bildverschiebung (die man bei Nutzung des Lens-Memory immer braucht, es sei denn der Projektor steht zufällig exakt mittig vor der Leinwand) so wandert diese digitale Maskierung nicht mit!
D.h. die schwarzen Balken oben und unten die von der digitalen Maskierung erzeugt wurden bleiben immer gleich.

Verschiebt man ein Bild das so oben und unten maskiert ist mit der vertikalen Bildverschiebung, so verschwindet es auf einer Seite zunehmend in der Maskierung und auf der anderen Seite kommt es zum Vorschein.
An und für sich sollte die Maskierung mitwandern und immer den gleichen Bildausschnitt zeigen was hier nicht der Fall ist.
Das wäre noch nicht so schlimm wenn die Verstellbereiche der digitalen Maskierung viel größer wären, dann könnte man nachstellen, aber das geht hier nicht.
In diesem Sinne ist das zwar schon ein Stück weit durchdacht aber bei weitem nicht zu Ende gedacht.
Natürlich ist das ein Spezialproblem und bei anderen Herstellern noch unzureichender gelöst, aber mich hat das etwas enttäuscht.

Kann ins (maskierte) Cinemascope-Bild ein 16:9-Bild (verkleinert) eingepasst werden?
Hat man eine Cinemascope-Leinwand und die Bildbreite auch auf die Cinemascopebreite gezoomt und hat evtl. noch das Cinemascope-Bild digital maskiert,
so hat man Probleme bei temporären 16:9-Bildern wie z.B. dem Discmenü, da man hier nicht mehr alles sieht.
Natürlich könnte man hier per Lens-Memory auf die 16:9-Stellung fahren, einfacher wäre es allerdings wenn man temporär ein 16:9-Bild in die Höhe der Cinemascope-Leinwand einpassen könnte (durch Verkleinern),
da man sich dann ein Verstellen der Mechanik durch das Lens-Memory spart, da Mechanik ja auch Abnutzungen unterliegt.
Auch dies kann der Panasonic, bei der Aspect-Funktion gibt es eine Stellung „s16:9“ die genau dies macht.
Leider ist diese nicht direkt mit einem Tastendruck anwählbar und auch nicht mit Bildspeichern abspeicherbar, in dem Sinne also auch nur halb nutzbar.

Lens-Memory-Auto-Switching
Das Lens-Memory hat ja zusätzlich noch eine Automatik, die schwarze Balken automatisch erkennt und dann eine vordefinierte Bildposition anfährt.
Wird dagegen wieder ein 16:9-Bild erkannt, so wird auf eine vorher eingespeicherte 16:9-Position automatisch gefahren.

In unserem Test funktionierte dies aber recht unzuverlässig und dauerte oft recht lange.
Hier würde ich eine Umschaltung von Hand bevorzugen, da sonst der Cinemascope-Film schon eine Weile läuft, bis das vom Panasonic erkannt wird.

Außerdem kam hier an anderer Stelle der Eindruck auf, der Panasonic würde auch Zwischenpositionen zwischen den beiden gespeicherten Einstellungen erkennen und automatisch anfahren.
Dies ist aber nicht der Fall.
Ich habe extra hierfür den Film Ben Hur besorgt, der auf BD ein Format von 2.7:1 aufweist.
Dieses haben wir dann eingespeichert in der Automatik und eine 16:9-Position.
Legt man nun einen normalen Cinemascope-Film im Format 2.39:1 ein so fährt der Panasonic auch die in der Automatik zuvor eingespeicherte 2.7:1-Position an.
Zwischenpositionen werden nicht erkannt, die genaue Höhe der schwarzen Balken wird nicht analysiert oder dergleichen.
Es wird nur erkannt ob Balken oben und unten vorhanden sind (egal wie hoch) und eine zuvor eingespeicherte Position dann angefahren.
Natürlich kann man mehrere Positionen für verschiedene Filmformate abspeichern, das Lens-Memory bietet hier insgesamt 6 Speicherplätze,
so z.b. 16:9, 1.85:1, 2.2:1, 2.39:1 und 2.7:1. In der automatischen Erkennung lassen sich aber immer nur 2 Speicherplätze hinterlegen,
die restlichen Positionen muss man von Hand aus dem Lens-Memory-Menü auswählen.

Was genau macht der 3D-Monitor?
Der 3D-Monitor ist nichts anderes als eine (seitliche) Verschiebung der Bilder für das linke und rechte Auge zueinander im 3D-Betrieb.
So eine Funktion haben andere 3D-Projektoren auch. Der Unterschied beim Panasonic ist, dass er noch eine Anzeige hat für einen „sicheren Bereich“ was die Parallaxe angeht.

Wie dieser festgelegt ist und ob der tauglich ist, kann ich nicht sagen.
Allgemein kann man mit so einer Parallaxenverschiebung Ghosting an einer Stelle im Bild reduzieren, dafür nimmt es an anderen Stellen im Bild evtl. zu. Und in der nächsten Szene ist alles wieder anders.
Daher halte ich so eine Funktion für recht unnütz.
Wenn man mal die 3D-Brille absetzt, sieht man was passiert: Man sieht ja dann beide Bilder gleichzeitig und sieht wo die Parallaxe, also der Bildversatz groß ist.
Man kann nun die Bilder zueinander verschieben und z.B. bestimmte Kanten beider Bilder auf Deckung bringen (und damit hat man dann in 3D hier auch null Ghosting).

Gleichzeitig wandern dann aber andere Kanten weiter vorne oder weiter hinten weiter auseinander und das Ghostingrisiko nimmt da wieder zu.
Und wie gesagt, in der nächsten Szene ist die Parallaxenlage wieder eine ganz andere.
Interessanterweise ändert sich an der wahrgenommenen Bildtiefe in 3D nichts, wenn man die beiden Bilder gegeneinander verschiebt.

Fazit des Tests
Der PT-AT 5000 ist ein mit Features voll beladener Projektor der hier kaum Wünsche offen lässt. In 3D macht er sich auch recht gut. In 2D ist die Bildqualität teilweise nicht mehr ganz zeitgemäß in Bezug zur Preisklasse.
Da man ja doch zu 90-95 % 2D-Filme sieht gibt es hier in der gleichen Preisklasse bessere Alternativen, auch mit anderen Paneltechniken die z.B. potenziell weniger staubanfällig sind.
Läge der PT-AT 5000 eher in der Preisklasse seiner Vorgänger wäre er vermutlich deutlich attraktiver.

Das war der ausführliche Testbericht von audiohobbit und mir. Am Nachmittag ist noch mawoki zu uns gestoßen um sich Eindrücke vom Beamer zu schaffen.
Nach 13 Stunden testen und vergleichen, war ich dann froh, als ich endlich im Bett war.

Samstag, 03.12.2011
Um 9:00 Uhr schnell ins Wohnzimmer, aufräumen und in aller Ruhe Bolt in 3D geschaut.
Anschließend noch King Kong kurz von 2D auf 3D konvertieren lassen.
Das Ergebnis hat mich jetzt nicht beeindruckt.

Dann kamen die Nachbarskinder und wir schauten zuerst Sammys Abenteuer 3D und nach ner kleinen Pause den frisch eingetroffenen CARS 2 in 3D.

Ein Nachbar hatte sich auch dazugesellt und meinte im Anschluß, dass Cars2 in 3D besser war als im Kino.

Um 19:00 hatte ich dann Besuch von 3 Nachbarinnen zum Avatar 3D schauen. Hab dann auch die mitgelieferten Popcorn getestet.
Im Anschluß kam noch ein Kumpel und wir sahen uns Megamind 3D an.

Sonntag, 04.12.2011

Am Sonntag kam dann ein Arbeitskollege mit Familie und wir schauten Ich - Einfach unverbesserlich 3D.
Als regelmäßiger Kinogänger meinte auch er, dass das "viel geiler" als im Kino ist.
Er sagte aber sofort zu seiner Tochter, dass es zu Weihnachten keinen Beamer gibt.

Natürlich habe ich auch mein Patenkind samt Eltern eigeladen. Sie wollte unbedingt Drachenzähmen leicht gemacht in 3D sehen, da sie ihn schon in 2D bei mir gesehen hatte.

Gegen 20:00 Uhr kamen dann nochmal ein paar Nachbarn vor bei und wir haben Drachenzähmen leicht gemacht in 3D geschaut (schon wieder)



Ich habe mir im Anschluß dann noch Die Legende der Wächter reingezogen.

Am nächsten Tag alles wieder schön verpackt.
Wenn ich gewußt hätte, dass die Pakete erst gegen 17 Uhr abgeholt werden, dann hätte ich mir nochmal Avatar angeschaut.

Mein persönliches Fazit vom Wochenende:
Der Panasonic macht in 3D eine sehr gute Figur, aber in 2D ist mir mein Epson doch lieber.
Das hochfrequente Fiepen hatte sich am Samstag/Sonntag nicht mehr störend bemerkbar gemacht.
Wie wir festgestellt haben (und audiohobbit bereits schrieb) ist 3D besser, je näher man an der Leinwand sitzt.
Mittendrin statt nur dabei
Alle 20 Personen, die an diesem Wochenende 1x oder auch öfters bei mir zu Besuch waren, hat es sehr gut gefallen und sie hoffen, dass ich den Beamer gewinne und sie dann öfters zum 3D schauen vorbei kommen dürfen.

Ich möchte mich bei Panasonic bedanken, dafür, dass ich den Beamer ausgiebig testen durfte.
Bei Oliver von PiPro, weil er uns das Kalibrier-Equiptment zur Verfügung gestellt hat.
Und bei Audiohobbit, der sich für den Test und Bericht die Zeit genommen hat.

In diesem Sinne......
weyrich
Inventar
#111 erstellt: 12. Dez 2011, 04:03
So - auch mein HK-Wochenende ging gerade zu Ende, ein Nachmittag und drei 6stündige Abende großes Kino ...
Mein Bericht folgt in den kommenden Tagen samt Fotos.
Vorab nur ein Ranking der gesehenen Filme und ihrer 3D-Wirkung:
1) Avatar, ein dafür produzierter Traum
2) ICE Age 3, sehr gute Effekte
3) Coraline, auch noch sehr gut, Tiefe des Raums genutzt
4) Earth 3D, mäßig und mit "wenig Tiefgang"
5) Micropolis, netter Film, in 3D aber wenig spektakulär
6) Die Schatzinsel, grobe Fehler in 3D. Da waren sogar die konvertierten Materialien besser, die ich zwischendurch schaute.

Die ersten drei zeigten, dass der Pana in 3D auf hohem Niveau spielt.

Demnächst mehr. Gute Nacht!

Pit


[Beitrag von weyrich am 12. Dez 2011, 15:18 bearbeitet]
Andreas1968
Inventar
#112 erstellt: 12. Dez 2011, 11:23
@NastyBoy

Toller Bericht
Nasty_Boy
Inventar
#113 erstellt: 12. Dez 2011, 11:39
Die meiste Ehre gebührt aber audiohobbit
audiohobbit
Inventar
#114 erstellt: 12. Dez 2011, 12:58
12 Seiten Word und einige Stunden Getippe...

(trotzdem bin ich nicht zufrieden..)
Nasty_Boy
Inventar
#115 erstellt: 12. Dez 2011, 13:53
Ich war gestern auch noch 2 Stunden drangesessen incl. Aufbereitung fürs Forum
Gordenfreemann
Inventar
#116 erstellt: 12. Dez 2011, 20:17
Finde ich toll euren Einsatz und die Berichte
carsten_panasonic
Schaut ab und zu mal vorbei
#117 erstellt: 13. Dez 2011, 11:15
Hallo zusammen,

ich sage es natürlich immer auch per Mail, wiederhole es aber auch hier gerne: Wahnsinnig tolle Berichte! Ich (und der Rest vom Team) sind total begeistert. Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Die Testberichte finden sich natürlich auch auf Panasonic.de. Auf der Produktseite des Projektors gibt es eine Extra-Rubrik (hier der direkte Link: http://bit.ly/tD4b6M ), wo Ihr auch die Berichte der Facebook-Tester findet!

Viele Grüße,
Carsten vom Panasonic Community-Team
audiohobbit
Inventar
#118 erstellt: 13. Dez 2011, 12:41
Ich hoffe dass seitens Panasonic auch die Kritik beachtet wird, nicht nur die positiven Dinge.
sp3ct3r
Stammgast
#119 erstellt: 15. Dez 2011, 20:49

audiohobbit schrieb:
Ich hoffe dass seitens Panasonic auch die Kritik beachtet wird, nicht nur die positiven Dinge.

Hab heute noch mal drauf geschaut. Euer doch recht kritischer Bericht ist jetzt auch drauf.
audiohobbit
Inventar
#120 erstellt: 16. Dez 2011, 14:46
Das schon, aber kommt die Kritik auch bei den zuständigen Entwicklungsleuten an? (bzw. bei den Entscheidungsträgern, denn die Ingenieure kennen vermutlich die Probleme schon..)
hellsau
Stammgast
#121 erstellt: 16. Dez 2011, 15:33
Vor ca. zweieinhalb Stunden sind die Geräte gekommen.
Haben es sich erstmal auf der Couch gemütlich gemacht, während ich begonnen habe den Testroman zu schreiben.

3D-Testwochenende Ausstattung

Die Brillen hängen derweil nur kurz am Ladekabel, weil sie alle bereits aufgeladen sind.
Werd mich nach dem Frühstück an den Aufbau machen. Und dann einfach mal direkt ohne langes Geplänkel loslegen!

Bin auch mal auf den 2D-Vergleich zu meinen anderen Beamern gespannt!
Bin aufgeregt!


[Beitrag von hellsau am 16. Dez 2011, 15:34 bearbeitet]
hellsau
Stammgast
#122 erstellt: 17. Dez 2011, 00:21
Kleine Ergänzung...

Nach dem ich nun den ersten Film (Ice Age 3) gesehen hab...total geil! Hätte ich nicht erwartet, wie gut die Effekte und das Bild sind. Bis auf ein/zwei richtig dunkle Szenen fand ich auch die Helligkeit mehr als gut. Klasse!

Verbesserungswürdig finde ich aber die Brillen. Könnten für mich als Brillenträger ruhig größer sein, damit man die Ränder nicht so sieht.
Aber sei´s drum, bin begeistert!

Für meine Augen, und die der anderen, ist es aber schon etwas anstregend. Da spielt das Gehirn nicht immer mit.

Was das 2D-Bild bislang angeht (nur DVD mit schwächerer Quali angetestet) würde mich der Panasonic im Vergleich zum Epson nicht merkbar voranbringen. Zum Mitsubishi DLP schon gar nicht. Vielleicht ändert sich das mit dem entsprechenden Film-Material. Aber das mag auch an meiner heimischen Infrastruktur liegen.

Uuund, nun weiß ich auch was es bedeutet ein Staubkorn im Inneren zu haben. Der Pana zeigt im mittleren Bereich einen grünen Punkt, sieht man auch auf dem Objektiv. Spielt allerdings beim Filmschauen für mich keine Rolle. Ist ja sonst eher eine Krankheit der Epsons, soweit ich weiß.

Bis später...


[Beitrag von hellsau am 17. Dez 2011, 00:22 bearbeitet]
audiohobbit
Inventar
#123 erstellt: 17. Dez 2011, 07:03

hellsau schrieb:
Der Pana zeigt im mittleren Bereich einen grünen Punkt, sieht man auch auf dem Objektiv.



Ist es ein großer kreisrunder grünlicher Fleck leicht links oberhalb der Mitte der in dunklen Bildern zu sehen ist??

Dann wäre es genau das Gerät von uns, ich hatte das ja beschrieben, und soweit ich weiß hat Nasty_Boy diesen Fehler gemeldet.
Anscheinend haben sie den dann einfach doch weiter geschickt?!

wieviel Lampenstunden sind drauf?

Und was genau meinst du mit "sieht man auch auf dem Objektiv"?

Die Vorgänger des PT-AT 5000 waren sehr staubanfällig, von Epson ist mir das so nicht bekannt.
weyrich
Inventar
#124 erstellt: 17. Dez 2011, 10:55
Bei mir war definitiv kein grüner Punkt zu sehen.
hellsau
Stammgast
#125 erstellt: 17. Dez 2011, 11:54
@audiohobbit:
Hatte Euren Bericht noch nicht komplett gelesen...
Ist der Punkt den Du beschreibst. Beim Blick auf das beleuchtete Objektiv sieht man diesen Punkt dann auch. Neben den normalen Staubkörnern sieht man dort diesen etwas größeren Punkt, wollte Ihn erst wegpusten, ging aber natürlich nicht.
Merkwürdig find ich, dass mir der Punkt beim Einrichten mit den Testbildern nicht aufgefallen war.
Im Epson-Thread wird das gleiche Problem auch recht häufig beschrieben.

Der Panasonic hatte bei Lieferung übeigens 136 Std. auf dem Tacho.
Nasty_Boy
Inventar
#126 erstellt: 17. Dez 2011, 11:58
Hmmmmm,
könnte der gewesen sein, den ich vorher hatte.
hellsau
Stammgast
#127 erstellt: 17. Dez 2011, 12:43
Bestimmt, der grüne Punkt ist recht eindeutig.

@Weyrich: Hattest Du Kino2 als Modus genutzt?
Fand den bisher am besten in 2D wie 3D was Farben und Helligkeit angeht. War voreingestellt.

Mal an den Rest, wenn ich bei Avatar, krasses Erlebnis nebenbei, Probleme hab manche Objekte im Vordergrund (z. B. Farne im Urwald oder so) richtig zu fokussieren und sie unscharf und durchsichtig oder glasig wirken, ist das ein Problem von Auge/Gehirn Koordination oder Ghosting?


[Beitrag von hellsau am 17. Dez 2011, 12:44 bearbeitet]
Nasty_Boy
Inventar
#128 erstellt: 17. Dez 2011, 12:57
Bei Avatar ist mir kein Ghosting aufgefallen.
Keine Ahnung, an was das liegt.
Objekte im Vordergrund kann man bei Avatar auch ohne Brille anschauen, da ist kein Unterschied zu 2D.

Mach doch mal nen Test und setz dich so nah an die Leinwand, dass du durch die Brille nur noch Leinwand siehst.

Ich find das bei 3D einfach nur geil
weyrich
Inventar
#129 erstellt: 17. Dez 2011, 14:27
Kino 2 hatte ich nur mal probehalber, ansonsten "normal" und "709".
Der Tipp, für 3D näher an die Leinwand zu gehen, war genial - danke, NastyBoy!
Nasty_Boy
Inventar
#130 erstellt: 17. Dez 2011, 15:45
Auf die Idee kam Audiohobbit, als wir bei mir getestet hatten.

Erst dann ist es ein richtiges 3D-Feeling
weyrich
Inventar
#131 erstellt: 17. Dez 2011, 20:02
Erfahrungsbericht

Es begann am Nachmittag des 9.12. mit der Anlieferung der 2 großen Pakete. Neben dem Projektor, dem Player, Kabeln und 2x Popcorn lagen folgende Filme bei: Coraline, Ice Age 3 sowie Avatar, natürlich alle in der 3D-Variante.
Kurzfristig hatte ich noch 2 Alternativen besorgt: Die Naturdokus „Earth 3D“ sowie „Micropolis 3D“.

Der Aufbau gestaltete sich schwierig, da eine Über-Kopf-Variante ausschied (keine Deckenhalterung vorhanden), ich musste also einen Turm bauen aus zwei Tischen und zwei Kisten, glücklicherweise gelang das stabil. Zusammen mit meinem Freund benötigte ich etwa 30 Minuten, um ein brauchbares erstes Bild auf die Leinwand zu bringen (2,70 Meter Breite), welches genau in die Maskierung passte. 21:9 ist bei mir übrigens nicht möglich.

Die Probleme mit dem Joystick-System wurden ja von Nasty Boy schon beschrieben – ich kann das so bestätigen, ein ziemliches Gefummel, das müsste man besser lösen können.

Einstellungen: Vorrangig Normal und Rec709, die beiden Varianten Kino 1 und 2 nur kurz ausprobiert. Ich stehe eigentlich auf helle Bilder.

Über das ganze Wochenende haben wir in 2D eigentlich nur sporadisch geschaut. Da war das Bild jedoch überzeugend. Ich habe schon mehrere der neuen Beamer gesehen, unter anderem beim Shootout in Speyer. Gravierende Unterschiede konnte ich da nicht ausmachen. Wenn ich mit meinem aktuellen Beamer Optoma HD73 vergleiche, so ist das natürlich ein Quantensprung, was sich in den letzten 4 ½ Jahren getan hat. Alle neuen Geräte spielen auf hohem Niveau. Mag sein, dass der X3 von JVC bei kritischen Szenen klar die Nase vorn hat. Der Panasonic konnte jedenfalls in 2D mir und meinen Gästen gefallen – Ausschnitte von Avatar und Baraka wurden geschaut.
Prinzipiell komme ich aus dem DLP-Lager, aber dieser LCD hat es mir sofort angetan: klares Bild, schöne Darstellung auch bei dunkleren Bildern.

DSC00772

Filmabend

DSC00765

Jetzt aber zum eigentlichen Thema, das das Wochenende über im Mittelpunkt stehen sollte: 3D!!!

Zu den Brillen – anscheinend noch nicht die finalen:

Durchaus bequem auf der Nase dank einer Art Gummipolsterung, aber man schaut doch leicht „untendurch“. Das ist möglicherweise Gewöhnungssache. Ab dem 2. Tag fiel mir das nicht mehr negativ auf.
Zu Beginn störte mich auch sehr, dass man die Umrandung der Brille mit den Augen wahrnimmt, aber auch daran konnte man sich schnell gewöhnen. Wenn man erst einmal auf den Film fokussiert ist und im Dunkeln sitzt: Kein Problem!
Fazit: insgesamt angenehme Brillen!

Der Freitagabend begann mit Szenen aus Ice Age 3 und Avatar bei insgesamt drei Testpersonen. Besonders auffällig: Nicht nur, dass AVATAR praktisch für 3D-Events produziert ist, auch bei schnellen Bildfolgen machte der Projektor keinerlei Probleme bei der Darstellung. Wir haben keinesfalls gezielt nach Fehlern gesucht, aber dem Laien konnten auch keine auffallen. Die Zwischenbildberechnung scheint perfekt zu arbeiten. Auch von Ice Age und seiner Tiefenwirkung waren wir begeistert.

DSC00778

Ice Age in 3D

Nun aber zu einem der wichtigsten Themen: Helligkeit!
Vielleicht wird das etwas überbewertet, weil sich hier im Forum so viele Perfektionisten tummeln. Ich hingegen bin ein reiner Genießer und kann sagen, dass die durch den Panasonic dargestellte Helligkeit in 3D durchaus genügt, um einen Film zu genießen. Natürlich muss man Abstriche machen. Sehr schön lässt sich das feststellen, wenn man während des laufenden 3D-Films die Brille kurz wegschiebt – man fühlt sich geblendet. Dennoch würde keiner meiner zahlreichen Gäste dieses Wochenendes das Bild als extrem unangenehm dunkel beschreiben – mit zwei Ausnahmen: Einmal mein Schwiegervater, der aber dafür bekannt ist, etwas zum Nörgeln zu suchen, andererseits ein Freund, der ein extremer Fan von hellen Bildern ist. Die anderen zehn Gäste hatten zum Thema Helligkeit nichts Negatives anzumerken, obwohl es im direkten Vergleich zu 2D natürlich sofort auffiel.
Aber, wie gesagt, das Auge gewöhnt sich schnell!
Meine Leinwand hat ja durchaus eine gewisse Breite mit 2,70 Meter. Bei der Ausleuchtung konnten wir keine Probleme feststellen. Die Perfektionisten mögen das anders sehen. Aber ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die sich jedes Jahr einen neuen Beamer anschaffen, um Details zu verbessern. 5 Jahre sollte ein Beamer meines Erachtens schon bleiben können. Sollte ich demnächst den Panasonic 5000 anschaffen, so würde ich auch einige Jahre zu dieser Anschaffung stehen, komme, was da wolle. Man kann sich ja auch einmal an der Qualität des eigenen Geräts erfreuen, unabhängig davon, ob schon wieder Besseres auf dem Markt ist.

Zweiter Abend: Insgesamt 6 Gäste anwesend zu Ice Age 3 und Avatar, beides in voller Länge! Wobei der Großteil der Gäste von Ice Age noch mehr angetan war, nette Effekte mitten in den Raum hinein. Da liegt ja auch ein großer Unterschied innerhalb der so genannten 3D-Produktionen: Richtig überzeugend genial wirkt es nur, wenn die Bilder nach vorne in den Raum hineinragen. Mitunter jedoch öffnet sich der Raum nach hinten – so unter anderem bei meinen beiden Dokumentationen Earth 3D und Micropolis. Das ist bei weitem nicht so spektakulär, da kann man auf 3D eigentlich gleich lieber ganz verzichten.

Spät in der Nacht schaute ich noch alleine in „Die Schatzinsel“ hinein – eine kostenlose Beilage einer Sonderausgabe von VideoHomeVision zum Thema 3D. Was soll ich sagen: Schön, dass ich diesen Film ausprobieren konnte, denn nun weiß ich wenigstens, was grobe Bildfehler sind. Davon bekommt man wirklich Kopfweh. Teilweise waren die Elemente extrem unrealistisch in der Vordergrund verschoben. Nach 20 Minuten habe ich entnervt ausgemacht und noch kurz in Coraline reingeschaut. Diesen in voller Länge habe ich mir dann für die Sonntagsgäste aufgehoben.

Dritter Abend: Glücklicherweise hatte ich zuvor NastyBoys Bericht gelesen und war anhand dessen auf die Idee gekommen, näher an die Leinwand heran zu rücken, um die Maskierung nicht mehr wahrzunehmen. Eine geniale Idee! Fälschlicherweise denkt man wohl häufig, bei 3D sei man am besten weiter entfernt um mehr Raumtiefe zu erleben. Das stimmt definitiv nicht! Wir fühlten uns wie in den Raum hinein gezogen! Coraline selbst als Film konnte uns zwar nicht gefallen, die räumlichen Effekte waren jedoch auch bei diesem großartig.

In meiner persönlichen Wertung steht Avatar bei 3D an der Spitze, gefolgt von Ice Age 3 und Coraline. Da hat Panasonic eine gute Auswahl geschickt! Je nach „Futter“ kann 3D wirklich Spaß machen!

Avatar...

Gegen Ende noch die Konvertierung von 2D nach 3D ausprobiert mit einer Fußballaufnahme – ein nettes Gimick, das kann man so mal anschauen.
Ganz zum Schluss noch ein Experiment mit 3D-Fotos – meine Sony Bridgekamera kann welche aufnehmen, und das war ja eine Gelegenheit- funktionierte gut, angenehme Tiefe, Objekte aus dem Vordergrund standen auch deutlich im Vordergrund, keine Bildfehler. Aber Brille aufsetzen für die Diashow? Bis das Standard wird, könnte es noch dauern…

Abschließend möchte ich hinzufügen, dass ich weder über einen optimierten Raum noch über Messequipment verfüge. Meine Seitenwände sind hell. Allerdings kann der große Kellerraum an sich komplett abgedunkelt werden.

Da ich nun mehrere Beamer aus der neuen Generation live erlebt habe, könnte ein Hauptkriterium für einen Neukauf der Preis sein. Zudem muss man die (große!) Kiste ja auch stellen / hängen können. Da besteht bei mir das Problem, dass häufig Boden- oder Deckenprojektion favorisiert werden. Ein Aufstellen auf einem Regal in zur Leinwand gegenüberliegender Position ist also gar nicht so einfach.

Fazit:

Der Beamer lief innerhalb der drei Tage insgesamt 20 Stunden lang.
Mehr 3D-Filme wären sinnvoll gewesen, was keine Kritik an Panasonic sein soll: ICH hätte besser vorbereitet sein sollen. Es wäre nämlich interessant gewesen, ob zB „Grand Canyon Adventure“ eine bessere Figur gemacht hätte als meine beiden Dokus.
3D ist offenbar nicht gleich 3D – auf die Umsetzung kommt es an! Wenn die Scheibe nicht optimal gemacht ist, kann der Beamer auch nichts mehr retten. Der Panasonic machte seine Sache in jedem Falle gut.

Der Panasonic bietet folgendes:

… er ist ein angenehm leiser Beamer
… zeichnet helle Bilder auch auf große Leinwände wie 2,70 Meter breite
… ordentlicher, aber kein überragender Schwarzwert aus Laiensicht
… viele Einstellmöglichkeiten
… Zwischenbildberechnung arbeitet problemlos
… Helligkeit in 3D absolut ausreichend bis subjektiv gut, sie überzeugte fast alle Tester
… bietet etwas, was ihn von manch einem Konkurrenten abhebt: die Konvertierung, welche mehr als ein nettes Gimmick sein kann und immerhin gut umgesetzt wurde (Modi in 5 Stufen regelbar, Stufe 2 optimal)

Marginale Kritikpunkte:

Die Bildjustierung wird einem wirklich nicht einfach gemacht. Der Joystick am Objektiv ist zu hakelig.
Die schiere Gehäusegröße ist zu heftig. Lieber nähme ich etwas mehr Grundlautstärke in Kauf zugunsten eines kleineren Gehäuses, aber das ist sicherlich Ansichtssache.

Ich persönlich konnte mich für den Panasonic 5000 begeistern und muss mich nun zwischen ihm, dem Optoma HD83 und dem Mitsubishi entscheiden. Das wird nicht einfach.
Am überraschendsten war für mich, dass die angeblich mangelnde Helligkeit in 3D kein Problem darstellte.
Jemandem, der sich einen neuen Projektor zulegen möchte, welcher in 2D wie in 3D überzeugt, könnte ich den Panasonic vorbehaltlos empfehlen – zwar keine eierlegende Wollmilchsau, aber ein Gerät mit hohem Niveau zu einem angemessenen Preis mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis!

Bitte verzeiht mir, dass ich kein Spezialist bin, der in den Menüs herumspielt. Aber für viele Käufer wird es ja auch so sein, dass sie entweder mit den Grundeinstellungen zufrieden sind oder sich auf das Tuning (die Kalibrierung) des Händlers verlassen. Jedenfalls wollte ich keine Verschlimmbesserungen vornehmen und überhaupt möglichst viel Zeit zum Genießen der Filme nutzen.

Danke an das Panasonic-Team für diese einmalige Chance! Der Gewinn des Beamers wäre nun das i-Tüpfelchen…

In diesem Sinne,

noch ein schönes Wochenende euch allen!


[Beitrag von weyrich am 17. Dez 2011, 20:16 bearbeitet]
hellsau
Stammgast
#132 erstellt: 17. Dez 2011, 20:19
So komplett nah an die Leinwand kommen wir leider nicht ran. Aber muß auch nicht unbedingt sein, finde den 3D-Effekt so schon klasse.
Mal was anderes, hattet Ihr zwischendurch auch mal Phasen (ca. 2 Sekunden) wo kein Bild kam? Hatten das gestern zwei/drei Mal.
weyrich
Inventar
#133 erstellt: 17. Dez 2011, 20:20
Hi,

nein, ein solcher Bildausfall war nicht zu beobachten!
hellsau
Stammgast
#134 erstellt: 18. Dez 2011, 11:38
Hmm, liegt vielleicht am 10m Kabel? Kam gestern, bei ca. 6 Stunden wieder einmal vor.

Hatten diesmal bei Avatar weniger Probleme beim Schauen, nachdem ich mit der 3D-Monitor Funktion rumgespielt habe.
So ganz klar ist mir noch nicht was die macht, muß mir nochmal audiohobbits Erläuterungen durchlesen. Nach den Änderungen gab es weniger Objekte die stark aus der Leinwand heraussprangen, gepaart mit latentem (nicht der Rede wert) Tiefenverlust, aber dafür war es lange nicht so anstrengend.
Fand das merkwürdig, weil wir diesen Effekt zuvor bei Korallenriff nicht so sehen konnten. Bei der Doku (klasse Effekte nebenbei) schwammen die Fische und vor allem die krasse Schildkröte ca. 2,5m vor der Leinwand, direkt über dem Couchtisch. Und das obwohl wir das Bild zuvor mit dem 3D-Monitor angenehmer für uns gestalten konnten.

Und jiep, näher dran/drin ist doch besser, zumindest bei Avatar! Werde nachher das Sofa noch weiter ranrücken.

Was uns gestern zusätzlich auffiel, waren sporadische aber regelmäßige Fehler im oberen und unteren rechten Bildbereich. Dort gab es streifenförmige, vielleicht 5cm breite Pixelkolonnen zu beobachten.
Am Tag zuvor, vor der Nutzung des 3D-Monitors, trat dieses Phänomen nicht in Erscheinung. Allerdings verschwand es auch nicht nach Umstellung auf die Default-Werte.

P.S.: Grad nochmal audiohobbits Kommentar gelesen, werd den 3D-Monitor mal ohne Brille ausprobieren...


[Beitrag von hellsau am 18. Dez 2011, 11:45 bearbeitet]
Nasty_Boy
Inventar
#135 erstellt: 18. Dez 2011, 13:24
Bei Avatar braucht man den Monitor normalerweise nicht.
Der Film ist 3D-technisch hervorragend.
Ich konnte da nix negatives feststellen.

Meine Erfahrungen mit dem Monitor, minimal verstellen bringt evt. was.
Je mehr man z.B. den Hintergrund verstellt, desto mehr Probleme gibts im Vordergrund. Und umgekehrt das gleiche.
hellsau
Stammgast
#136 erstellt: 18. Dez 2011, 20:20
Glaube unsere Augen gewöhnen sich an 3D. Mittlerweile keine Probleme mehr. Die Streifen-Fehler waren aber auch eben bei Sammys Abenteuer (sehr geil) zu sehen.


[Beitrag von hellsau am 19. Dez 2011, 00:37 bearbeitet]
hellsau
Stammgast
#137 erstellt: 20. Dez 2011, 19:26
Wochenende ist leider schon rum. Der Bericht ist nicht so technisch, seht´s mir bitte nach.
So denn...

3D-Test Tagebuch

Film-Material
Neben den mitgelieferten Avatar, Ice Age 3 und Coraline werden folgende Titel am Start sein. Faszination Korallenriff, Resident Evil : Afterlife, Sammys Abenteuer sowie Die Legende der Wächter.
Dazu soll natürlich auch die 2D-Qualität getestet werden.
3D-Erfahrungen
Bin mal gespannt, wie wir das Gebotene erleben werden. Von den Gästen gucken mindestens drei regelmäßig 3D im Kino und einer besitzt seit ein paar Monaten einen Samsung 3D-Fernseher. Andere hingegen, inkl. mir, kennen 3D noch gar nicht.
Örtliche Gegebenheiten
Im relativ kleinen Wohnzimmer hängt eine einfache Auszieh-Leinwand. Der Raum ist nicht speziell vorbereitet oder behandelt. Heimkino-Anlage besteht aus neueren und älteren Geräten. Unterm Strich nichts Außergewöhnliches. Wie es der Zufall will, habe ich aber noch zwei andere aktuelle FullHD-Beamer daheim, vielleicht läßt sich das für den Panasonic-Test noch nutzen…
Panasonic PT-AT5000E - Beamer-Triumvirat

16.12.2011, 11 Uhr.
Der Bote war da! Yeahaa! Es geht los.
Erster Eindruck…wäre das bestellte Ware, würde ich ob der abgewrackten Kartons leichte Panik bekommen. Aber ist ja geschenkt…
Das Wühlen, Suchen und Finden in der Kiste mit den grünen Chips ist ein riesen Spaß!
Für den Zustand der Packungen gilt übrigens das gleiche wie für die Kartons…
Nachdem alle Teile zum Vorschein gekommen sind und sich auf der Couch zum Gruppenphoto versammelt haben, ist die Vorfreude auf den Test fast unendlich.
Bis dahin hab ich schonmal in die Anleitungen gelinst, den Laptop für den Bericht und den von jetzt an spärlichen Kontakt zur Außenwelt hochgefahren, 10m HDMI-Kabel per Wurf verlegt, 3D-BluRays geordert und Einladungen verschickt. Für die Verpflegung ist soweit auch alles erledigt oder beauftragt. Mitsubishi FD630U und Epson EH-TH3200 sind für den Direktvergleich bereits auf Ihrem Posten. Sollte mit dem Lens-Shift des Panasonics alles arrangierbar sein.
Alles klar, werde nun mal das Gruppenphoto im Forum posten und die Brillen aufladen. Oh, sind schon soweit geladen. Sehr schön. Draussen hat es angefangen zu schneien. Weihnachtliche Gefühle machen sich breit. ;-)

Zum ersten Eindruck
Der Beamer scheint gut verarbeitet zu sein, genauso wie der niedliche (18 cm tiefe) Panasonic DMP-BDT310 BluRay-Player. Der Panasonic PT-AT5000E ist ein ziemlicher Klopper, noch etwas größer als mein Epson. Das Design finde ich gelungen. Die Fernbedienungen sehen wertig aus. Auffällig sind die drei HDMI-Eingänge. Bräuchte ich wohl nie, aber Flexibilität schadet nicht. Es gibt reichlich Anleitungen aus Papier und CD. Soweit alles hübsch, nur die Brillen wirken recht klapprig und labberig und die USB-Ladekabel sind ziemlich kurz. Der Sitz der 3D-Brillen ist nicht so prall für mich als Brillenträger. Ich frage mich, ob es besser wäre meine randlose Brille aufzusetzen…mal schauen.

Einrichtung/Aufstellung des Gerätes
Zuerst klemme ich mal den BD-Player an. Wieso hat der eigentlich oben auf dem Gehäuse-Deckel einen open/close-Taster (muß man nur die Hand rüberfliegen lassen) und dazu oben rechts, ebenfalls auf dem Deckel einen open/close-Knopf?! Ich weiß es nicht… Dafür hat er keinen echten Ein/Aus-Schalter. Naja, es ist ja ein Beamer-Test… ;-)
Nun zum Objekt der Begierde, dem PT-AT5000E.
Die grobe Installation auf einem Hocker ist schnell erledigt. Nun geht es an die Feinjustierung. Den Joystick für die Lens-Shift Funktion finde ich nicht sonderlich überzeugend. Allerdings sind die beiden Rädchen des Epson zur Verschiebung auf den Achsen auch nicht der Knaller. Beim Mitsubishi gibt´s derlei Funktion eh nicht. Kurz um, halte es für nicht sonderlich relevant. Es funktioniert und gut.
Der Lens-Shift macht den Beamer sehr variabel und wäre bei einer festen Installation in meinem Wohnzimmer absolut kriegsentscheidend, weil ich den Beamer nicht ideal zur Leinwand plazieren würde.
Erst mal schauen, wie ich das Bild richtigrum bekomme. Nach einem Blick in die Anleitung bin ich schlauer.
Das Sofa mußte etwas Richtung Leinwand rutschen, um Platz für den Beamer zu schaffen. So sitzt man nun etwa 3,10-3,60m entfernt von der weißen 90“ 08/15-50-EUR-Leinwand (keine Details vorhanden).

Design und Produkt
Fassen wir mal zusammen… Da gibt´s für mich nicht viel auszusetzen. Die Plastikgehäuse des Beamers tritt durch die schwarz-metallic farbene Lackierung recht edel auf, die Anfaßqualität ist gegeben und ordentlich bis gut. Allzu schwer ist das Gerät nicht…aber es wurde auch nicht aus gebürstetem Alu und Echtholz gefertigt, aber das spart halt auch Gewicht und Geld. ;-)
Die Fernbedienung hinterläßt ebenfalls einen soliden Eindruck und gefällt mir auch vom Design her.
Praktisch finde ich, daß die Bedienknöpfe des Beamers vorne an der rechten Seite ihren Platz gefunden haben. Ist für eine Decken- oder Wandinstallation ideal.
Leichte Abzüge gibt es für mich nur aufgrund der immensen Größe des Gehäuses, aber das ist meines Erachtens eher zu vernachlässigen. Außerdem ist deutlich erkennbar, daß sich die Entwickler Mühe gegeben haben, die Ausmaße zu kaschieren. Das ist ihnen gelungen.

Bedienung / Handhabung
Ausnehmend gut gefällt mir die Einstellung von Focus und Zoom per Fernbedienung. Auch wenn man diese Art Beamer (auch wegen der Ausmaße) kaum öfters umstellen wird, komfortabler geht´s nicht. Da können die anderen beiden nicht mithalten, weil alles manuell eingestellt werden muß.
Nett auch, daß man die zuvor gezoomte Objektiv-Einstellung speichern kann. Wäre für mich allerdings kaum nutzbar, weil ich den Beamer auf einem Regalbrett positionieren würde und somit nie die exakte gleiche Position bei einem etwaigen Umbau hätte.
Obendrein ist die beleuchtete Fernbedienung wg. ihrer handlichen Ausmaße und der großen Tasten sehr praktisch. Etwas unpraktisch sind dagegen die nicht vorhandenen Direktwahltasten für das Eingangssignal, das können meine anderen beiden Beamer besser. Dafür kann man eine Taste selber mit einer Funktion belegen.
Um das Bild weiter einzustellen, lege ich eine DVD ein und zappe mich durch die ganzen Menus. Mit denen werde ich schnell warm. Die Anordnung der einzelnen Punkte ist weitestgehend sinnvoll und logisch. Somit auf einem vergleichsweise hohen Niveau.
Etwas verwirrend finde ich die zusätzlichen Schnellwahltasten auf der Fernbedienung. Außerdem scheinen in den Menus mehrere Wege zum Ziel zu führen. Grundsätzlich daddel ich mit solchen Funktionen meist bei der Anschaffung eines Gerätes wild herum, später, wenn ich richtig mit dem Gerät „liiert“ bin, nutze ich sie meist nur noch selten. Insgesamt sollte man nach kurzer Eingewöhnung gut mit der Menustruktur zurecht kommen.
Auf den ersten Blick ein Traum ist die dynamische Iris. Hört es sich bei meinem Epson so an, als würde ich den nicht vorhandenen Dielenboden rausreißen, ist die Iris des Panasonic nicht zu hören.

Bildqualität
Los ging unser Testabend mit leichten Verzögerungen. Weil mein AV-Receiver das 3D-Bildsignal nicht weiterreichen konnte, habe ich den zweiten HDMI-Ausgang am BD-Player genutzt. Gut das es den gibt!
Zuvor hatte ich mich für den Modus Kino2 mit ein paar Abänderungen entschieden. Habe als Orientierung das gleiche Bild auf den TV-Bildschirm neben der Leinwand ausgegeben, das ich als neutral empfinde. Die anderen Modi sagten mir nicht so zu, aber gut, daß man auch hier reichlich Auswahl bzw. Grundlagen und Vorgaben hat, auf denen man die Konfiguration aufbauen kann.

Als ersten Film haben wir uns Ice Age 3 angeschaut… Und was soll ich sagen, außer „Wie geil ist das denn!?!“. Ich war regelrecht baff, wieviel Tiefe und Ebenen es zu bestaunen gibt. Der Wahnsinn sind die Objekte, die sich aus dem Bild heraus in den Wohnraum bewegen. Hammer!!!
Die Bildhelligkeit fanden wir alle perfekt, von ein bis zwei sehr dunklen Szenen mal abgesehen.
Genauso wie die auch für FullHD verblüffende Schärfe und den unseres Erachtens sehr guten Schwarzwert. Durch die Gläser der 3D-Brille erschien uns der Kontrast enorm hoch, wodurch das Bild sehr plastisch und verdammt scharf wurde. Quasi schärfer als die Realität. Bestätigt wurde diese These als wir die Brillen mal beim 2D-Bild auf hatten, die Gläser wirken durch die Tönung wie ein Filter.
Insgesamt waren wir durch die Bank begeistert. Einziges Manko aus unserer Sicht, das 3D-Schauen ist nicht so entspannend wie das gewohnte 2D-Kino. Das liegt einerseits an der Brille ansich. Die könnte für meinen Geschmack größere Fenster haben, damit man die Ränder nicht so sieht. Außerdem ist das Handling für Brillenträger (randlose Brille eindeutig von Vorteil) nicht so einfach, weil die 3D-Brille weiter vorne auf der Nase hängt. Manche fanden sie auf Dauer auch etwas schwer. Auf der anderen Seite scheint auch das Gehirn deutlich mehr beansprucht zu werden. Das ist das 3D-Erlebnis aber auf jeden Fall auch wert!
Durch die erhöhte Beanspruchung schien es uns aber fast unmöglich entspannt zwei Filme hintereinander zu schauen. Da muß zwischendurch schon eine große Pause her.
Panasonic PT-AT5000E - Testtag 1
Nach einem kurzen 2Dnach3D-Intermezzo (s. Funktionen) haben wir zum Abschluß des Abends dann in Avatar reingezappt. Während bei Ice Age 3 die zwei erfahrenen 3D-Kinogucker, das 3D-Bild als klasse und ähnlich wie im Kino klassifizierten, waren sie bei Avatar völlig geplättet. Den Film hatten sie auch im Kino gesehen, und das Bild des Panasonic war locker eine Liga besser! Exzellente Schärfe, unendlich viele Ebenen und Tiefe im Bild. Auch schnelle Szenen wurden problemlos dargestellt. Da kann man beim Gedanken an Tolkiens/Jacksons derzeit ver-/gefilmten Hobbit nur ausrasten!
Merkwürdig fanden wir die, auf den Abend verteilten, ca. vier Bildaussetzer (der Leinwand war schwarz). Nicht so schlimm, aber merkwürdig…

Es ist der 17.12.2011.
Wir schauen heute in anderer Besetzung Coraline und zappen anschließend noch anderthalb Stunden in Avatar rein.
Zuvor gucke ich mit meiner Freundin noch die Korallenriff-Doku. Die ist zwar nicht grad sonderlich spannungsreich, aber beeindruckt mit ein paar sehr guten 3D-Bildern. Die langsame Schildkröte scheint für uns ca. 2,5m aus der Leinwand herauszukommen. Kann man also problemlos tätscheln! ;-)
Coraline fand dann ein Teil inhaltlich blöd bis anstrengend. Mir hingegen gefiel an dem spleenigen Film eigentlich alles, bis hin zum klasse Soundtrack. Die 3D-Effekte waren bei diesem für alle im sehr guten Bereich. Die Panasonic-Auswahl war also insgesamt sehr gut gewählt!
Hinterher dann noch Avatar. Hinterließ bei einer Testerin mit 3D-TV-Erfahrung einen exzellenten Eindruck. Auch ihr Freund war sehr angetan und hat ihr den Beamer auf den Weihnachts-wunschzettel diktiert. Na denn…
Erstaunliche Erkenntnis… Für uns waren die 3D-Filme an diesem zweiten Tag weniger anstrengend, nach dem ich zuvor an der 3D-Monitor Einstellungen gekurbelt hatte.
Einzig sporadische aber regelmäßige Fehler im oberen und unteren rechten Bildbereich waren etwas störend. Dort gab es streifenförmige, vielleicht 5cm breite Pixelkolonnen, die dort nicht hingehörten.
Mal schauen, ob sich das am dritten Tag auch feststellen läßt.
Ansonsten schlug ein schwarzer Bildaussetzer zu Buche.

Am dritten Tag werde ich nach einem Tip aus dem Forum die Couch noch weiter Richtung Leinwand ziehen. Die Effekte kommen zwar nicht unbedingt besser, aber die Illusion ist z.T. etwas vollkommener, weil man weniger von den Grenzen der Leinwand in seiner Fantasie gebremst wird.

Lautstärke
Nach den drei Tagen bleibt schonmal festzuhalten, daß der Panasonic angenehm leise im Eco-Modus vor sich hin flüstert. Wir Testprobanden saßen ca. 0,5 bis 2m vom Beamer weg und hatten überhaupt nichts zu beanstanden. Denke, daß liegt auf dem Epson-Niveau, wobei der mit etwas tieferen Frequenzen rotiert. Aber auch im Normalbetrieb hält sich die Geräuschkulisse des Beamers sehr angenehm in Grenzen. Der Mitsubishi DLP ist hier eine Klasse lauter, allerdings stehen bei diesem auch 4000 ANSI Lumen im Datenblatt.

Funktionen
Die Funktion 2D in 3D umwandeln fanden wir interessant bis gut. Der zweite Modus schien uns hier der angenehmste zu sein. Im Gegensatz zu echtem 3D-Material traten zwar keine Objekte aus dem Bild, dafür bekam das Bild phasenweise recht viel Tiefe. Schick sahen auch die Rotorblätter der Hubschrauber in „Black Hawk Down“ (BD) aus.
Bei „Ich – Einfach unverbesserlich“ (DVD) wirkte der Effekt noch besser, allerdings sieht das auch in 2D schon sehr plastisch aus. Unterm Strich würden wir diese Funktion im echten Leben wohl nicht nutzen. Dafür empfanden wir den Mehrwert als zu gering, als das wir uns dafür die 3D-Brille „antun“ würden.
Hinzu kam ein dickes Manko. Neben Aussetzern (schwarze Leinwand) blitzte auch das linke Brillenglas immer wieder mal unangenehm auf. Das ging gar nicht. Lag wahrscheinlich am Material, da es späteren Versuchen nicht mehr auftrat.
Insgesamt kommt allein durch die, wie ein Filter wirkende, 3D-Brille schon mehr Tiefe, Schwärze und mehr natürlich wirkender Kontrast ins Bild, auch ohne Aktivierung der Funktion. Kein „must have“, aber definitiv ein „nice to have“!
Am zweiten Tag habe ich dann mit Detail Clarity und dem 3D Monitor rumgespielt.
Die erste Funktion ist eine feine simple und effektive Möglichkeit zur Anpassung der Detailschärfe.
Habe sie auf +2 gestellt, weil mir in 3D das ohnehin sehr kontrastreiche Bild schon gefiel.
Der 3D Monitor kam uns zu Hilfe, als wir Probleme beim verdammt detailreichen Avatar hatten. Durch die Anpassung war der Film für uns angenehmer zu schauen. Darunter litt dann etwas die Tiefen und Front-Wahrnehmung. Die Objekte standen nicht mehr soweit im Raum wie zuvor.
Beim Korallenriff hingegen konnten wir diesen Effekt nicht bemerken.
Muß man halt probieren, reagiert vielleicht auch jeder anders drauf. Unterm Strich eine sehr sinnvolle Funktion, auch wenn wir sie ab dem dritten Tag nicht mehr benötigten.

Am 18.12.2011 erwarten uns wieder andere Gäste und andere Filme.
Diesmal steht Avatar komplett auf dem Programm. Zuvor schauen meine Freundin und ich noch Sammys Abenteuer. Schöner Familienfilm mit sehr guten 3D-Effekten. Bei der Harpune des Walfängers bin ich tatsächlich ausgewichen!

Der dritte Tag birgt die Erkenntnis, daß wir uns so langsam aber sicher an 3D gewöhnen. Die 3D-Brillen sind nun eigentlich überhaupt kein Problem mehr. Auch setze ich die 3D-Monitor Funktion zurück auf die Default-Werte. Es läuft! Und es ist auch nicht mehr problemtisch mehr als einen Film zu schauen. Eine kleine Pause hin und wieder ist aber trotzdem nicht verkehrt.

Nachdem die Gäste da waren, schauten wir Avatar zum ersten Mal komplett in 3D. Die Bilderflut war für alle Beteiligten die reinste Freude. Es waren wohl alle erstaunt, was derzeit im Heimkino-Bereich möglich ist. Einer meiner Gäste konnte den Vergleich mit dem 3D-Kino mit Shutter-Technik ziehen und fand für letzteres nur die größere Leinwand als Vorteil. Seinen heimischen 3D-Fernseher sah er wg. der Bildgröße als deutlichen Verlierer.
Die wiederum zweifach auftretenden Ausfälle schiebe ich nun endgültig auf das Kabel…
Panasonic PT-AT5000E - Testtag 2

19.12.2011, 7:30 Uhr.
Es ist an der Zeit alles abzubauen, einzupacken… Abschied nehmen vom Panasonic PT-AT5000E.
Aber halt, der Bote kommt frühestens um 15 Uhr! Da läßt sich noch einiges testen, vergleichen und anschauen.
Habe noch Die Legende der Wächter liegen. Hatten wir tags zuvor schon rein gelugt. Tolle Effekte, schöne Farben. Zwar offenbart sich manche Schwäche oder manches Pixel, wenn man 1,70m vor der Leinwand sitzt, und die Geschichte ist so simpel, daß sie problemlos auf die Rückseite des Bierdeckels paßt, auf dem schon die Story von Avatar niedergeschrieben wurde, aber der Film ist wirklich ein richtiges Vergnügen. Vor allem ab dem Moment, ab dem Regisseur beschlossen hatte, doch keinen Kinderfilm zu drehen. Kleiner Tip: Italienische Sprache wählen…wirkt sehr entspannend und niedlich.
Panasonic PT-AT5000E - Legende der Wächter 3D -> Hab die 3D-Brille vor die Kamera gehalten...
Weniger entspannend ist anschließend Resident Evil : Afterlife…krude Story, gepaart mit z.T. tollen 3D-Effekten. Mehr eine Demo als ein Film.

Sonstiges
Zwei Tüten Popcorn waren vorausschauend geplant…die erste ist uns nämlich verbrannt. Die zweite Portion war dafür sehr lecker!
Und eine Anmerkung noch zum etwas zu kurz gekommenen 2D-Bild. Auch dieses fand ich sehr überzeugend. Im Vergleich rangiert es zwischen dem Epson und dem Mitsubishi. Hier ist die DLP-Technik m.E. doch noch ein kleines Stück besser, hat mehr Farbpunch, einen besseren Schwarzwert und mehr Schärfe. Allerdings sind die Abstände zwischen den drei Geräten nicht sehr groß.

Fazit
Die 3D-Erfahrung war klasse und meine Skepsis ist verflogen! Vielen Dank für dieses tolle Wochenende, auch im Namen meiner Gäste!
Die 3D-Bildqualität fand ich über jeden Zweifel erhaben. Das war wirklich schärfer als die Realität und eine neue Heimkino-Dimension.
Die Technik des Panasonic PT-AT5000E im Speziellen finde ich hervorragend. Es lassen sich mit Sicherheit Kleinigkeiten verbessern, aber unterm Strich hatte ich ein sehr überzeugendes und innovatives Stück Hightech daheim.
Neben der Bildqualität fand ich auch die Fülle an Funktionen beeindruckend. Trotzdem halte ich den Pana für ein benutzerfreundlich zu bedienendes Gerät, daß im übrigen auch out-of-the-box schon gute Ergebnisse abliefert.
Spätestens ab dem dritten Tag kamen wir auch sehr gut mit den visuellen Eindrücken und den 3D-Brillen zurecht. Bei letzteren fanden wir die extrem lange Akkudauer ausgesprochen praktisch.
Kaufen würde ich den Beamer derzeit aber eher nicht. Das liegt nicht am Gerät, sondern an der winzigen Auswahl an echten 3D-Filmen. Der Aufpreis ist zu einem 2D-FullHD Beamer für mich einfach noch zu groß. Liebhaber actionlastiger oder animierter Filmkost könnten das aber komplett anders sehen.
Hoffe der Bericht war lesbar und halbwegs aufschlußreich…

Bewertung nach Schulnoten…
Einrichtung/Aufstellung des Gerätes2
Design und Produkt2
Bedienung / Handhabung2
Bildqualität1,5
Lautstärke 1,5
Funktionen1,5

Insgesamt 1,5


[Beitrag von hellsau am 20. Dez 2011, 19:59 bearbeitet]
Nasty_Boy
Inventar
#138 erstellt: 20. Dez 2011, 20:35
Guter und lustiger Bericht (Thema Bierdeckel )

Leider ist so ein Wochenende recht schnell vorbei, gelle
hellsau
Stammgast
#139 erstellt: 20. Dez 2011, 20:59
Danke! War ganz schön eng am Ende mit dem Bericht, aber hab glaub ich alle Stichpunkte vertextet.
Ist allerdings nicht ganz so fundiert wie Eurer...

Und jiep, eine Woche Aufenthalt wäre auch nicht verkehrt gewesen! Fand das 3D-Bild wirklich sehr beeindruckend.

Gäbe es doch nur mehr Filme. Hab grad gelesen das Der Herr der Ringe konvertiert werden soll, wie das wohl aussieht? Mangels Zeit hab ich was Konvertiertes leider nicht testen können.

Mal schauen, Bilder sind mittlerweile auch bei Carsten angekommen.
Vielleicht schafft er´s ja noch die Kiste vor Weihnachten zu verlosen.
weyrich
Inventar
#140 erstellt: 20. Dez 2011, 22:21
Schöner Bericht, Hell!
Dass der Pana noch vor Weihnachten seinen Besitzer findet, da bin ich ganz sicher!
War wirklich eine wunderbare Aktion von Carsten und Co!
Pit
hellsau
Stammgast
#141 erstellt: 21. Dez 2011, 00:26
Danke. Fand Eure Tische-Kisten-Konstruktion übrigens sehr gelungen!
Egal, wer letztendlich der Glückliche sein wird, man wird ihm dann zu dem Pana gratulieren können!


[Beitrag von hellsau am 21. Dez 2011, 12:29 bearbeitet]
George_Lucas
Inventar
#142 erstellt: 21. Dez 2011, 11:06
Kompliment auch von mir an alle Tester.

Ihr hattet offensichtlich nicht nur viel Spaß an den Wochenenden, sondern habt auch noch ganz tolle, informative und lesenswerte Berichte verfasst.

Somit finde ich, dass dieser Thread inhaltlich und sachlich einer der informativsten in diesem Forum ist, bezüglich eines Projektors überhaupt.
Die Kritik der einzelnen Nutzer beleuchtet PRO/CONS so gut, dass sie einen sehr guten Einblick über die Qualität des Projektors verschaffen! Großartig!
carsten_panasonic
Schaut ab und zu mal vorbei
#143 erstellt: 21. Dez 2011, 17:22
Hallo zusammen,

die Panasonic 3D Heimkino Aktion ist nun vorbei. Wir haben auch schon den Gewinner ausgelost, tadaaa: Weyrich darf sich freuen, sein Heimkino zukünftig in 3D zu genießen.

Wir bedanken uns bei den tollen Testern sowie ihren Freunden und Familien, ohne die es kein 3D-Event gegeben hätte. Herzlichen Dank auch an alle, die sich für die Aktion beworben haben, hier diskutiert und mitgelesen haben.

Uns hat es viel Spass gemacht und wir haben uns hier im Forum sehr gut aufgenommen gefühlt. Wir wünschen Euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Viele Grüße,
Carsten vom Panasonic Community-Team
Nasty_Boy
Inventar
#144 erstellt: 21. Dez 2011, 17:31


Dann gratuliere ich mal dem Gewinner.

Viel Spaß mit dem Beamer !!!!
weyrich
Inventar
#145 erstellt: 21. Dez 2011, 18:24
Danke!!!
George_Lucas
Inventar
#146 erstellt: 21. Dez 2011, 19:23
Glückwunsch, Weyrich!

Da hat der "Richtige" den Panasonic AT5000 gewonnen.
Ich freu mich für dich.
Viel Spaß mit dem Projektor. Da wird Weihnachten für die ganze Familie wohl bei DIR stattfinden...
hellsau
Stammgast
#147 erstellt: 21. Dez 2011, 19:32
Glückwunsch! Das paßt sich ja gut!
Nasty_Boy
Inventar
#148 erstellt: 21. Dez 2011, 19:47

George_Lucas schrieb:
Da hat der "Richtige" den Panasonic AT5000 gewonnen.


soso, mir hättest du ihn also nicht gegönnt
audiohobbit
Inventar
#149 erstellt: 21. Dez 2011, 23:55
Herzlichen Glückwunsch weyrich!
George_Lucas
Inventar
#150 erstellt: 22. Dez 2011, 03:23

Nasty_Boy schrieb:

soso, mir hättest du ihn also nicht gegönnt :(

Doch, gerade dir hätte ich ihn gegönnt...! - Doch du hast bereits einen Epson TW4400, der dir in 2D sogar besser gefällt.

In sofern hat der "Richtige" einen Projektor gewonnen.

Ich denke aber, dass hier niemand an der Aktion teilgenommen hat, um letztendlich den Projektor zu gewinnen...


[Beitrag von George_Lucas am 22. Dez 2011, 03:26 bearbeitet]
Nasty_Boy
Inventar
#151 erstellt: 22. Dez 2011, 10:01

George_Lucas schrieb:

Ich denke aber, dass hier niemand an der Aktion teilgenommen hat, um letztendlich den Projektor zu gewinnen... :)


Also ich hätte mich gefreut, wenn ich der Glückliche gewesen wäre.
Aber nur, damit ich ihn gewinne, hab ich natürlich nicht mitgemacht, das stimmt schon.

Wir hatten ein Wochenende lang viel Spaß mit dem Projektor und haben ordentlich in 3D reingeschmeckt.
Und einen von meinen Nachbarn angefixt. Ich denke mal, dass der nächstes Jahr auch einen Beamer kauft
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