JBL 2235H ... Länge der Bassreflexrohre...?

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herzmich
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 08. Mai 2018, 21:14
Hallo Hifi Forum Freunde,

wie schon in anderen Threads beschrieben, beabsichtige ich Subwoofer zu bauen, bestückt mit JBL 2235H Chassis. Die Gehäuse nehmen langsam Form an und die Hardware ist auch weitestgehend vorhanden.
Nun stehe ich vor dem Problem, die Länge der Bassreflexrohre zu berechnen...

Folgende Vorgaben sind gegeben:

Nettovolumen pro Box: 170 Liter (abzüglich der Verdrängung von Chassis und BR Rohren)
Reflexrohre: 2 Stück pro Box , Durchmesser pro Rohr 102mm (Abflussrohre aus dem Baumarkt)
(Ergibt also eine Gesamtfläche von ca. 163,3 qcm, bzw. 14,4 mm Durchmesser) (bezogen auf zwei Rohre umgerechnet auf eins)

THIELE SMALL PARAMETERS: JBL 2235H
fs: 20 Hz
Re: 6.0 ohms
Qts: 0.25
Qms: 2.5
Qes: 0.28
Vas: 460 L ( 16.2 ft3)
Sd: 0.089 m2 ( 138 in2)
Xmax: 8.5 mm (0.33 in)
Vd: 757 cm3 (46 in3)
Le: 1.2 mH

Nun finde ich im Inet leider keinen Reflexrechner, der mir anhand der Vorgaben, die Länge der BR Rohre berechnet....
Hab schon Stunden damit verbracht und komm einfach auf kein Ergebnis. Mach ich da was falsch, oder bin ich einfach nur zu blöd?
Ich wäre sehr dankbar, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte. Einfach die Länge der BR Rohre mitteilen... (Berechnung und Erklärung wäre natürlich interessant) Ein Link zu einem geeigneten Reflexrechner wäre auch toll. (Strassacker und Boxsim hab ich schon probiert...)

Danke schon mal vorab für Eure Tipps

Viele Grüße,
Michi


[Beitrag von herzmich am 08. Mai 2018, 21:26 bearbeitet]
Böötman
Inventar
#2 erstellt: 08. Mai 2018, 21:25
Suche mal bei YT das zweiteilige winisd-tutorial in Deutsch. Nimm dir die 40 Min Zeit und schau dir beide Teile an. Dabei lernst Du mehr als wir dir in einem unnötig langem Frage-Antwort-Spiel erklären können.
MarsianC#
Stammgast
#3 erstellt: 08. Mai 2018, 22:34
WinIsd ist da genau das richtige, einfach ausprobieren und frei nach try&error Ehrfahrung sammeln.
Auch sollte klar gestellt werden was die 2235 machen sollen.

Als Anhaltswert zweimal 25 cm für 30 Hz.

Zur Hölle, du hast eine PA7E und Konsorten rumstehen? Ich verweigere jede Mitarbeit wenn da keine Bilder kommen!


[Beitrag von MarsianC# am 08. Mai 2018, 22:38 bearbeitet]
herzmich
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 13. Mai 2018, 21:38
Hallo Hifi Freunde,

danke für die Anregungen und Tipps.
Ich beabsichtige mit den 2235ern vier identische Subwoofer zu bauen. Allerdings mit unterschiedlichen "Aufgaben".
Zwei sollen als reine Subs bis zirka 120 Hz arbeiten.
Das zweite Paar beabsichtige ich, wegen der Stereoabbildung dementsprechend platziert, bis zirka 1200 Hz zu betreiben. Alle vier Subs will ich mit 2 Profi Endstufen aktiv ansteuern. (vorraussichtlich werde ich mich nach YAMAHA PC2002M Endstufen umsehen)
Die Fullrange Speaker sind bestückt mit: JBL 2202H (Midbass), JBL 2420J Treiber an Holzradialhörnern (Mid), Fostex Ringradiator T925 (High)
Aktiv betrieben mit Nakamichi Endstufen PA7E, PA5E, Nakamichi 420.

Spielt die obere Übergangsfrequenz der Subs eine Rolle bzgl. der Rohrlänge?

MarsianC: Zwei Rohre mit 100 mm Durchmesser und 25 cm Länge würden also eine Reso von 30 Hz ergeben?

PS. Bilder folgen natürlich zu gegebener Zeit. Wird aber sicher noch einige Zeit dauern, da ich erst ganz am Anfang bin.

Danke schon mal und Grüße.
Michi
MarsianC#
Stammgast
#5 erstellt: 14. Mai 2018, 10:02
Nein, ein so hohes Crossover spielt keine Rolle für die BR Abstimmung.
Bitte beherze den Voschlag in #2 und les dich zu den Grundsätzen der Simulation ein. Eine Abstimmung muss immer in Hinblick auf den Raum angepasst werden!
Zur Entwicklung eines aktives LS enhalte ich mich, würde ich mir ganz einfach nicht zutrauen. Diese Frage solltest du dir auch stellen......


[Beitrag von MarsianC# am 14. Mai 2018, 10:03 bearbeitet]
Mechwerkandi
Stammgast
#6 erstellt: 14. Mai 2018, 10:15

herzmich (Beitrag #4) schrieb:

Das zweite Paar beabsichtige ich, wegen der Stereoabbildung dementsprechend platziert, bis zirka 1200 Hz zu betreiben.

1200 Hz? Mit einem 15"-Hochwirkungsgrad-Chassis?
Das ist ja wie Flutlicht mit einem 6° Spot.
herzmich
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 14. Mai 2018, 21:40
Hallo MarsianC,

natürlich werde ich Deinen Tipp beherzigen und die beiden YT Beiträge ausführlich studieren, bevor ich loslege. Ich bin immer für alle Tipps aufgeschlossen und dankbar.

VG. Michi
herzmich
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 14. Mai 2018, 21:59
Hallo Andi,

hast Du auch meine anderen Komponenten registriert? Hierbei handelt es sich weitestgehend um die Komponenten der JBL Studiomonitore 4350. Dass es sich hierbei um keinen Kindergeburtstag handelt dürfte klar sein. Im übrigen spielen die beiden 2234H Chassis der JBL 4435 in identischen Frequenzbereichen.
Da ich das gesamte System über elektronische Aktivweichen ansteuern werde, lässt sich die obere Übergangsfrequenz der Woofer ggf. auch korrigieren.
Trotzdem Deiner Bedenken danke für Deinen Beitrag.

VG. Michi
Mechwerkandi
Stammgast
#9 erstellt: 15. Mai 2018, 09:59

herzmich (Beitrag #8) schrieb:

Im übrigen spielen die beiden 2234H Chassis der JBL 4435 in identischen Frequenzbereichen.

Das wird auch sicher niemand ernsthaft in Frage stellen.
Nur: Man würde das heute vielleicht anders machen.

Anderes Beispiel:
Es gab früher mal Diskotheken-Systeme, 15" backloaded ("Rutsche"), die wurden in 2-Weg-Systemen passiv bei 2,5 kHz getrennt.
Natürlich hat das funktioniert und war sicherlich auch zum großen Teil für den speziellen Sound verantwortlich, nur heute graust es mich davor.

Wenn Dir das gefällt, dann ist das ok so.
MarsianC#
Stammgast
#10 erstellt: 15. Mai 2018, 14:06
In der Diskothek darf man schon mal was verbrechen
Auch verwendet man da mehr als ein/zwei Lautsprecher. Akustik und Anspruck? Mää, wozu.

Meine ersten Diy Gehversuche mit einem 12 Zoll Breitband und Dsp Einsatz waren fast schon traumatisch. Unglaublich wie schlecht das Teil sogar als Mitteltöner war. Am "besten" war da noch eine flache Trennung ab 600 Hz zu einem 3 Zoll Breitband plus dicke Unterstützung mit 4x 12 Zoll Subs. Macht natürlich extrem Sinn, speziell wenn das ganze stark belastet wird und einen großen Bereich beschallen soll. Ich sags mal anders, meine Bose 901 waren ein Traum dagegen.
Mechwerkandi
Stammgast
#11 erstellt: 15. Mai 2018, 14:52

MarsianC# (Beitrag #10) schrieb:

In der Diskothek darf man schon mal was verbrechen

Aber nicht zu arg. Sonst bleibt die Kundschaft weg.


MarsianC# (Beitrag #10) schrieb:

Meine ersten Diy Gehversuche mit einem 12 Zoll Breitband und Dsp Einsatz waren fast schon traumatisch.

Höchst wahrscheinlich ein rel. weich aufgehängter 12" mit niedriger fres.
Ein Beyma GA/GU12 oder ein Celestion G12-100TC, bei ~ 5 kHz mit einer Zitronenpresse verheiratet, geht brüllend laut und nie kaputt. Fehlt dann aber halt etwas am Bass, aber irgendwas ist ja immer.


MarsianC# (Beitrag #10) schrieb:

Ich sags mal anders, meine Bose 901 waren ein Traum dagegen.

Ein häufig unterschätztes System, weil kaum einer auf die notwendige Aufstellung Rücksicht nimmt/nehmen kann.
MarsianC#
Stammgast
#12 erstellt: 15. Mai 2018, 15:54
Weich aufgehängt, niedrige fres und Breitband? Ne, bretthart und fres bei 90 Hz
Wie fast alle Produkte von Bose macht die 901 gut Spass und "klingt" angenehm, aber man kommt im Vergleich schnell wieder ab. Meine stehen deswegen meist in der Ecke. Als Partybeschallung mit Subunterstützung tiptop geeignet

Genug OT, hier solls ja eig. um Subwoofer gehen. Schau dir auch mal deinen Raum an, sollte dieser im Ansatz geometrisch rechteckig sein kannst du mit REW Roomsim im voraus Positionen der Sub überprüfen. Generell wirst das Programm noch öfter brauchen (Messtechnik vorhanden?).


[Beitrag von MarsianC# am 15. Mai 2018, 15:55 bearbeitet]
herzmich
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 20. Mai 2018, 21:37
Servus liebe Hifi Forum Leser,

habe mir nun, wie empfohlen die beiden YT Beiträge angesehen, allerdings winisd noch nicht runtergeladen.
Mit dem Thiele Small Rechner bin ich zu folgenden Ergebnissen gekommen...

Chassis JBL 2235H (Daten siehe oben)
Gehäusevolumen Netto: 165 L (Verdrängung durch Rohre und Chassis bereits abgezogen)
Rohrdurchmesser 14,42 cm ( Umrechnung von 2 Rohren a 10,2 cm)

Bei einer Rohrlänge von 27,6 cm errechnet sich somit eine Resonanzfrequenz von 27,85 Hz und eine Grenzfrequenz von 29,48 Hz.

Wenn man nun die Rohrlänge auf 22 cm verkürzt, ergibt sich eine Resonanzfrequenz von 30,15 Hz und eine Grenzfrequenz von 30,67 Hz.

Der Kennschalldruck (SPL) liegt bei beiden Rohrlängen bei 93 dB

Welche Abstimmung würdet Ihr mir empfehlen.

Ach ja, was mir noch eingefallen ist... Wird die Dicke der Schallwand von der errechneten Rohrlänge subtrahiert? Bei meinen Gehäusen fällt die die Dicke der Schallwand mit 40 mm doch ziemlich hoch aus, da ich die Chassis bündig verbauen werde.


Danke schon mal für Eure Hilfe und liebe Grüße.
Michi


[Beitrag von herzmich am 20. Mai 2018, 22:18 bearbeitet]
MarsianC#
Stammgast
#14 erstellt: 20. Mai 2018, 23:23
Man rechnet natürlich mit dem Innenvolumen und vernachlässigbar dünnen Gehäuse. Die Länge der BR-Rohres ist immer zwischen Innenvolumen und Umgebung, plus einen Korrekturfaktor für eine Aufweitung des Rohres an den Enden. Das verringert die Strömungsgeräusche bei hoher Auslenkung.

Daten für den Treiber kannst du hier kopieren, einfach in ein .txt und dann auf .wdr ändern.
Daten stimmen hoffentlich mit deinen überein.

[Driver]
Brand=JBL
Model=2235H
Manufacturer=JBL
ProvidedBy=Janne Ahonen
Comment=
DateAdded=20011222
DateModified=20011222
Qts=0.25
Znom=8
Fs=20
Pe=150
SPL=93.34
Re=6
Le=0.0012
fLe=1000
KLe=0.09512
BL=20.5
Xmax=0.0084
Cms=0.0004086
Qms=2.5
Qes=0.278
Rms=7.79026
Mms=0.155
Sd=0.09
Vas=0.46948
Dia=0
Vd=0.000754
no=0.013135
Dd=0.3385
EBP=71.92
numVC=1
Hc=0
Hg=0
SPLmax=112.1
SPLmaxLF=98.11
USPL=94.59
alfaVC=0.0039
Rt=0
Ct=0
gamma=132.25806
Rme=70.04167
Mpow=8.36909
Mcost=0
c=343.68
roo=1.20095

WinIsd schlägt dir dann automatisch was vor, mehr oder weniger das was man will. Spielen und Lernen ;).
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