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Wav-Dateien komprimieren und zurück in Wav-Format wandeln?

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Autor
Beitrag
michaelJK
Stammgast
#1 erstellt: 18. Dez 2009, 16:54
Hallo,

ich dachte eigentlich, wenn ich MP3-Dateien mit 192er Datenrate in WAV zurückwandle, dass dann die Dateien kleiner als die ursprünglichen WAV-Dateien wären. Das hat mir mal jemand erzählt und ich habs geglaubt. Jetzt hab ich das mal überprüft und liege offenbar falsch mit der Vermutung: Sind gleich groß oder sogar größer!

Gibt es eine Möglichkeit, Wav-Dateien in der Größe zu reduzieren? Ich will am Schluss wieder WaV haben, damit es eine universelle Audio-CD wird (zum Verschenken).

Michael
plastikohr
Inventar
#2 erstellt: 18. Dez 2009, 17:57
Hallo.
Wav-Dateien in der Größe zu reduzieren?
Nein, du kannst nur wandeln, nach MP3 (viel kleiner) oder nach FLAC (etwas kleiner). FLAC gilt als verlustfrei. Aus FLAC lässt sich eine WAV machen, die der originalen sehr nahe kommt. Allerdings hat FLAC nicht die breite unterstützung wie MP3.


Ich will am Schluss wieder WaV haben, damit es eine universelle Audio-CD wird (zum Verschenken).
Rippe doch als WAV und behalte diese. Aus denen kannst du dann MP3 erstellen.
mucci
Inventar
#3 erstellt: 18. Dez 2009, 21:36

plastikohr schrieb:
Hallo.
Wav-Dateien in der Größe zu reduzieren?
Nein, du kannst nur wandeln, nach MP3 (viel kleiner) oder nach FLAC (etwas kleiner). FLAC gilt als verlustfrei. Aus FLAC lässt sich eine WAV machen, die der originalen sehr nahe kommt. Allerdings hat FLAC nicht die breite unterstützung wie MP3.


Ich will am Schluss wieder WaV haben, damit es eine universelle Audio-CD wird (zum Verschenken).
Rippe doch als WAV und behalte diese. Aus denen kannst du dann MP3 erstellen.


FLAC ist lossless Komprimierung, das heißt die Datei kann 1:1 wieder zurück in WAV gewandelt werden, nicht nur "sehr nahe", wie du schreibst.

WAV ist ein unkomprimiertes Format, bei dem die Größe nur von der verwendeten Dynamikbreite (bei CD 16bit), der Frequenz (bei CD 44,1KHz) und der Anzahl Kanäle (bei CD 2) abhängt. Wenn ein Song die gleiche Spiellänge hat, wird immer dieselbe Größe bei WAV herauskommen wie vorher. Bei MP3 kann es manchmal etwas größer werden, da MP3 die Musik nur in Blocks mit einer bestimmten Länge speichert und den Rest mit "Stille" füllt, d.h. das WAV-Ergebnis kann danach etwas länger sein.
plastikohr
Inventar
#4 erstellt: 19. Dez 2009, 16:57

FLAC ist lossless Komprimierung, das heißt die Datei kann 1:1 wieder zurück in WAV gewandelt werden, nicht nur "sehr nahe", wie du schreibst.
Das ist meine Meinung und dabei bleibt es!
Und noch eine dazu: Nur weil 100.000 Leutchen schreien:"Ja, es ist so", muss das noch lange nicht richtig sein!
Und genau so betrachte ich FLAC!
Accuphase_Lover
Inventar
#5 erstellt: 19. Dez 2009, 17:16

plastikohr schrieb:

FLAC ist lossless Komprimierung, das heißt die Datei kann 1:1 wieder zurück in WAV gewandelt werden, nicht nur "sehr nahe", wie du schreibst.
Das ist meine Meinung und dabei bleibt es!
Und noch eine dazu: Nur weil 100.000 Leutchen schreien:"Ja, es ist so", muss das noch lange nicht richtig sein!
Und genau so betrachte ich FLAC!


Meinst du das "sehr nahe Kommen" klanglich oder vielleicht gar anders ?
plastikohr
Inventar
#6 erstellt: 19. Dez 2009, 18:51
Hallo Accuphase_Lover.

Ich betrachte es als besser, wenn die User durch die unterschiedlichen ansichten hier, ganz allein für sich herausfinden, welches Datei-Format sie nutzen wollen. Und die fürsprache für ein bestimmtes Format lediglich als vorschlag aufnehmen.
Accuphase_Lover
Inventar
#7 erstellt: 19. Dez 2009, 19:08
Man könnte deine Aussage dahingehend interpretieren, daß du bei FLAC einen Unterschied hörst, was ich dann doch sehr seltsam fände.

Daher meine Frage, wie es gemeint war.
cr
Moderator
#8 erstellt: 20. Dez 2009, 00:45

Das ist meine Meinung und dabei bleibt es!


Für mich klingt die Aussage so ähnlich wie: 2+2 = 5 und dabei bleibe ich.
Es läßt sich doch simpel verifizieren, daß Flac wieder die bitidentische wav-Datei liefert. Insoferne kann man darüber schwer sinnvoll diskutieren.
fe-lixx
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 20. Dez 2009, 02:35

cr schrieb:
2+2 = 5

Passendes Beispiel, denn letztendlich beruhen auch verlustfreie Kompressionsverfahren, wie sie bei FLAC zum Einsatz kommen, auf Mathematik.

Es wird trotzdem immer Leute geben, die meinen Unterschiede wahrzunehmen, ob diese tatsächlich vorhanden sind oder nicht. Das kann man den Leuten auch nicht wirklich verübeln, wir alle unterliegen schließlich verschiedenen Phänomenen der Psychologie und Psychoakustik. Wahrnehmung ist eben etwas sehr individuelles...

Trotzdem sollte man bei entsprechenden Diskussionen wissenschaftlich an die Sache rangehen und Tatsachen als solche akzeptieren, sonst lässt es sich gar nicht diskutieren, wie cr schon sagte. Und dass FLAC 100% verlustfrei komprimiert, ist nunmal eine Tatsache. Das kann jeder Mensch dieser Erde mit PC, Verstand und etwas Know-How nachvollziehen, dafür muss man auch nicht den gesamten Quelltext, der FLAC zugrunde liegt, verstehen.

Und wenn dann tatsächlich doch jemand daherkommt, und meint einen Unterschied zwischen verschiedenen Codecs zu hören (was bei verlustbehafteten im Gegensatz zu verlustfreien Codecs ja durchaus der Fall sein kann), dann möge er an Stelle des Schwurbelns doch schlicht nachvollziehbare Beweise liefern, was dank der heutigen Technik auch nicht mehr schwer ist (ABX Tests usw.). Bei Hydrogenaudio hat man diesbezüglich sogar Regeln aufgestellt, was meiner persönlichen Meinung nach auch hier nicht unbedingt schaden würde.

Puh, zu spät für solche Themen, wer hat bloß damit angefangen?


[Beitrag von fe-lixx am 20. Dez 2009, 02:37 bearbeitet]
plastikohr
Inventar
#10 erstellt: 20. Dez 2009, 23:30
Sollte ich durch meine Formulierungen hier jemand aufgeschreckt haben?
Nett, wie schnell die Anti-Voodoo-Kämpfer sich hier einfinden.
@fe-lixx

Und dass FLAC 100% verlustfrei komprimiert, ist nunmal eine Tatsache. Das kann jeder Mensch dieser Erde mit PC, Verstand und etwas Know-How nachvollziehen
Dann schreib das doch mal hier auf. Ist bestimmt nützlich.
cr
Moderator
#11 erstellt: 21. Dez 2009, 01:09
Wav nach Flac konvertieren. Flac nach wav konvertieren.
Dateivergleich machen, dazu gibts genug Freeware Tools und sonst mit
Ausführen: comp (Entertaste drücken)

Weitere interessante Hinweise dazu gibts auch auf der offiziellen FLAC-Site unter FAQ
http://flac.sourceforge.net/
Die Dateien müssen ungetagged sein, sonst gibt es Diskrepanzen wegen der Metadaten.


How can I be sure FLAC is lossless?
How much testing has been done on FLAC?


First, FLAC is probably the only lossless compressor that has a published and comprehensive test suite. With the others you rely on the author's personal testing or the longevity of the program. But with FLAC you can download the whole test suite and run it on any version you like, or alter it to test your own data. The test suite checks every function in the API, as well as running many thousands of streams through an encode-decode-verify process, to test every nook and cranny of the system. Even on a fast machine the full test suite takes hours. The full test suite must pass on several platforms before a release is made.

Second, you can always use the -V option with flac (also supported by most GUI frontends) to verify while encoding. With this option, a decoder is run in parallel to the encoder and its output is compared against the original input. If a difference is found flac will stop with an error.

I compressed a file to FLAC with verify on, and flac said "Verify FAILED!" Why?

The only known cause of verify errors is faulty hardware. The dead giveaway is that if you repeat the exact same command, the error occurs in a different place or not at all. This can also happen when decoding or testing a FLAC file. If this is happening it is your hardware and not a FLAC bug.

The problem is usually caused by overclocking/overheating the CPU or bad RAM. Try one of the many free programs available for testing hardware (e.g. Memtest86+). We have had reports of a few cases where a system is passing with flying colors and still getting unrepeatable FLAC errors, and the one thing many (all?) of these systems have in common is an ASUS motherboard (A7V133 or P3V4X) which we suspect is buggy in some way. (See also)

If you ever have a verify error that fails at the same place every time, please file a bug, uploading a sample according to the instructions found at the bottom of this bug report.

I compressed a WAVE file to FLAC, then decompressed to WAVE, and the two weren't identical. Why?
I compressed a WAVE file to FLAC and it said "warning: skipping unknown sub-chunk LIST". Why?


WAVE is a complicated standard; many kinds of data besides audio data can be put in it. Most likely what has happened is that the application that created the original WAVE file also added some extra information for it's own use, which FLAC does not store or recreate by default (but can with the --keep-foreign-metadata option) (see also). The audio data in the two WAVE files will be identical. There are other tools to compare just the audio content of two WAVE files; ExactAudioCopy has such a feature.

For the more technically inclined, by default FLAC only stores what is in the 'fmt ' and 'data' sub-chunks of a WAVE file. (see also)

I decoded a FLAC file and the WAVE is 2 bytes shorter than the original. Why?

The difference is probably that between an 18-byte 'fmt ' subchunk in the original WAVE vs. a 16-byte one in the decoded WAVE. With WAVE there is more than one way to write identical formatting information, but FLAC always writes the most common legal form. (see also)


[Beitrag von cr am 21. Dez 2009, 01:11 bearbeitet]
plastikohr
Inventar
#12 erstellt: 21. Dez 2009, 22:37
@cr, Danke für die Info. Werde ich mir ansehen.
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