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EAC-Qualität sehr schwankend

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Franky666
Stammgast
#1 erstellt: 06. Apr 2010, 17:43
Hallo forum,

Ich habe mir gerade eine Klassik-CD aus dem Fachgeschäft gekauft und ein komisches Phänomen gehabt:

Ich wollte die CD auf den MP3-Stick ziehen. Dazu ist es ja von Nöten, sie zu rippen. Das habe ich mit EAC gemacht. Ich habe bereits ~400 CDs in der letzten Woche da durchgejagt ohne komische Sachen.

Der PC hat einen DVD-Brenner und ein DVD-ROM-Laufwerk. Ich rippe immer mit dem ROM, weil das C2-Fehler meldet und EAC damit schneller liest.

Das Ergebnis: Schlecht! Die Fehlerkorrektur war nur am Nudeln und meldete bei jedem zweiten Track Lesefehler und sogar einmal den Syncro-Fehler.

Den Brenner probiert: Das gleiche! Fehler alle paar Sekunden und alles schleppend langsam... Wollte schon die 20 Euro teure CD zurückbringen.

Nochmal den selben Brenner: Alles top! Die Fehlerkorrektur lief hin und wieder mal, aber ohne Lesefehler oder sonstiges, so wie er das immer mal beim kratzerlosen CD's gemacht hat

Zwar einige als nicht akkurat gemeldet, aber nur wenige..

Was ist da los? Ist die CD fehlerhaft oder nicht?
Zwei Laufwerke mit solchen Macken sind ja schon seeehr unwahrscheinlich... Aber eine von diesem beiden kaputt gehaltene CD kann auch nicht einfach heil sein.


[Beitrag von Franky666 am 06. Apr 2010, 17:47 bearbeitet]
fe-lixx
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 07. Apr 2010, 16:46
Das ist nicht zufällig noch eine von den älteren Un-CDs mit Kopierschutz (meist zu erkennen an einem Aufdruck auf der Disc oder dem Booklet)? Die haben nämlich desöfteren genau solche Probleme verursacht, wie sie von dir beschrieben wurden.

Vor einigen Wochen hatte ich zwei solche CDs gekauft und die ließen sich mit meinen Laufwerken auch nicht fehlerfrei rippen. Die wurden nach einem freundlichen Beschwerdeschreiben an EMI/Virgin aber anstandslos gegen die neuen, nicht mehr kopiergeschützten, CDs umgetauscht.
Franky666
Stammgast
#3 erstellt: 07. Apr 2010, 17:26
Wie erkenne ich das? Da steht nichts von Kopierschutz drauf.

Das Label ist emi classics (=emi?)


[Beitrag von Franky666 am 07. Apr 2010, 17:28 bearbeitet]
cr
Moderator
#4 erstellt: 07. Apr 2010, 17:35
Klassik CDs mit Kopieschutz gab es nie, außer ein paar EMI-Billig-CDs.
Um welche geht es denn?
op111
Moderator
#5 erstellt: 09. Apr 2010, 10:26

cr schrieb:
ein paar EMI-Billig-CDs.

Die Rattle/Beethoven-EinzelCDs mit den populären Symphonien (3,5,7,9) waren Vollpreisprodukte mit Kopierschutz, die sollten aber längst aus dem Handel sein.


[Beitrag von op111 am 09. Apr 2010, 10:27 bearbeitet]
cr
Moderator
#6 erstellt: 09. Apr 2010, 10:47
Wurden die geschützten ohne Kopierschutz neu aufgelegt?
PS: Ist spannend, wer dann das Repertoire der EMI übernimmt, falls sie pleite geht. Derzeit hat sich die Lage zugespitzt.
op111
Moderator
#7 erstellt: 09. Apr 2010, 10:54
2006 sind die Einzelcds wiederveröffentlicht (Aufn. 2002) worden, ich habe die aber noch nicht in der Hand gehabt.

Wer wird EMI kaufen? Etwa wieder BMG?
Franky666
Stammgast
#8 erstellt: 09. Apr 2010, 13:09
Rattle? EMI? Kopierschutz?

Ich glaube, ihr habt den Tonträger schon durch das Fehlerbild erraten können

Carmina Burana - Carl Orff
Der Name "Simon Rattle" steht auch auf dem Cover.

Ihr seid echt gut. Mir ist gestern noch aufgefallen, dass das CDDA-Logo fehlt. Ich achte normalerweise beim Kaufen darauf, aber ich habe irgendwie gepennt, weil ich auch im Hinterkopf habe, dass es Un-CD's nur bei Kommerzmüll gab. Außerdem ist wirklich kein Kopierschutz-Hinweis vorhanden gewesen.

Es ist eine von diesen UN-cd's!
Das Produkt wurde offensichtlich lange im Verkaufsraum gehalten und stammt laut Aufdruck noch aus 2005.

Der Verkäuferin habe ich eine E-Mail mit einem Fehlerbild für einen Un-CD-Kopierschutz geschrieben und daraufhin sagte sie "hmm komisch, naja, tauschen wir aus...". Ich heute da hingepetert und habe 1:1-Ersatz bekommen. Dieses Exemplar jedoch hat das CDDA-Logo und ist fehlerfrei .

Die alte CD war auch nicht gut gelagert. Ich hatte sie mir an der Bushaltestelle kurz vorm Laden nochmal von der Abtastseite angesehen und da waren viele so feine Schrammen drauf, die man bei bedecktem Himmel nicht mehr sehen konnte. Und durch den Kopierschutz hat sie die Fahne gehisst. Die Kratzer können von mir nicht kommen, denn sie hat nur eine kurze Reise gehabt: Hülle->PC->DVD-Player->Hülle->und Weg

Die neue besteht auch den Fehlercheck von Nero. Keine roten und gelben Blöcke mehr wie bei der anderen. Hatte ich heute morgen in der Uni nebenbei ausprobiert.

Die neue läuft auch in meinem tragbaren CD-Player. Dieser ist uralt und mit sehr schlechter Fehlerkorrektur. Der springt schon bei kleinen Kratzern. Was der sauber spielt, ist definitiv heil. Die andere setzte übelst aus, sobalt ich das Shock-Proof zugeschaltet hab, was ja auch auf den Kopierschutz schließen lässt.

Hättet ihr mir nicht Kopierschutz gesagt, wäre ich da nicht drauf gekommen. Ich habe schon verdrängt gehabt, dass es sowas ja mal ne Zeit gab.

Sowas kann einem echt die Freude kaputt machen, wenn man weiß, dass man mehr oder weniger einen Tonträger gekauft hat, der schon von Werk viele "digitale Kratzer" enthält. Die Musik war dadurch kein Genuss mehr. Naja, der Tag ist ja noch lang....

Danke!


[Beitrag von Franky666 am 09. Apr 2010, 13:10 bearbeitet]
op111
Moderator
#9 erstellt: 09. Apr 2010, 13:27

Franky666 schrieb:
Carmina Burana - Carl Orff
Der Name "Simon Rattle" steht auch auf dem Cover.

Das ist die Aufnahme vom Silvesterkonzert-2004, es ist naheliegend, dass eine so hitverdächtige Aufnahme "geschützt" wurde.
Genützt hat es der EMI anscheinend nicht, im Gegenteil.

Neben der EMI hat auch die DGG Klassik-UnCDs herausgebracht, ich hatte aber bisher nur eine gesichtet, eine Presse-Promo-Vorabkopie.
op111
Moderator
#10 erstellt: 09. Apr 2010, 13:29
PS: frühere Versionen von EAC haben sich nicht am Kopierschutz gestört.
cr
Moderator
#11 erstellt: 09. Apr 2010, 15:33
Wäre interessant zu wissen, was alleine die F&E-Aufwendungen und Kopierschutzlizenzen die EMI gekostet haben....
Vom Negativimage mal ganz abzusehen......

Wie EAC mit korrumpierendem Koipierschutz umgeht, ist mir immer noch unklar, da man da ja nie auf dieselben Werte kommt, auch wenn man mehrfach liest.
Andere Leseprogramme können das besser und leiten den ganzen Dreck zur Interpolation weiter, mehr kann man da ja nicht machen....
georgy
Inventar
#12 erstellt: 09. Apr 2010, 15:38
Der Kopierschutz soll auch vor dem Kopieren schützen, da scheinen manche Programme gesetzeskonform zu arbeiten.
op111
Moderator
#13 erstellt: 09. Apr 2010, 15:54
Ich werde den Verdacht nicht los, dass das Thema Kopieren/Kopierschutz eine bequeme Flucht vor unbequemen Themen wie Repertoireentwicklung, Kundenbindung etc. darstellte.
Erklären kann ich mir auch nicht, wie man Kunden gewinnen will indem man sie diffamiert.

Aber zurück zu EAC.

EAC habe ich nur in Ausnahmefällen benutzt, dann wenn kein Plextor-Laufwerk verfügbar war.
Wie EAC UnCDs verarbeitet, habe ich nicht ergründet. Ausserdem schien es mir unzuverlässig zu sein. (Abstürze beim Kopieren, Hänger beim Auslesen und Brennen, defekte CUE-Sheets u.a.)
cr
Moderator
#14 erstellt: 09. Apr 2010, 20:45

Der Kopierschutz soll auch vor dem Kopieren schützen, da scheinen manche Programme gesetzeskonform zu arbeiten.


Es gibt keinen wirksamen CD-Kopierschutz.
Denn man hat nur 2 Optionen: 1. Falsche Einträge bei einer MixedModeCD (Audio+2.Session, CDROM wird in die Wüste geschickt, weil es die Dateien der 2. Session nicht findet, und sucht und sucht...)
2. Defekte Datenströme (unkorrigierbare Fehler)

ad1): Der Brenner/CDROM braucht nur den Modus: "lese nur 1. Session", dann ist der ganze Kopierschutz für die Katz.
Das kann aber nicht verboten werden, da a) banal, b) es primär mit Kopierschutz nichts zu tun hat

ad2) Der Brenner/CDROM interpoliert halt, wie jeder CD-Player das macht. Wer will nun dem Brenner/CDROM verbieten, dass er interpoliert? Das ist ja nur mehr lächerlich. Das ist ein Redbook-konformer Vorgang, der halt auf den älteren CDROMs nicht implementiert war, nun aber schon. Zudem ist diese Funktion nötig, um zerkratzte, unkorrigierbare CDs abzuspielen. Also hat das primär mit Kopierschutz auch nichts zu tun.

Ergo: Der ganze AudioCD-Kopierschutz ist von Anbeginn zum Scheitern verurteilt.
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 09. Apr 2010, 20:59
Ich hatte ewig keine mehr... macht das überhaupt noch jemand oder haben sie das aufgegeben?

Ich habe solche Un-CDs teilweise mit dem Plextor PX40 ausgelesen bekommen. Nach zigmal Schublade auf/zu hatte er dann alle Tracks sauber erkannt und konnte grabben. In späteren Versionen kamen dann defekte Sektoren und Synchronsiationsverlust dazu. Ich habe dann einfach 1:1 via S/PDIF in den PC eingespielt, mir ein neues CueSheet gebastelt (oder einfach aus dem Original extrahiert) und die CD normkonform neu gebrannt. Es war wirklich lästig, geholfen hat es ihnen aber nichts. Die Musikindustrie wirkte da ein bißchen wie einige alte Herren, die 1989 in der "ehemaligen" zum Teufel gejagt wurden. Denen hat auch keine Verweigerungshaltung irgendwas gebracht.
cr
Moderator
#16 erstellt: 10. Apr 2010, 02:31
Zumindest alle großen Labels machen seit 2006 (?) keine UnCDs mehr.
RoA
Inventar
#17 erstellt: 10. Apr 2010, 06:52

cr schrieb:
Es gibt keinen wirksamen CD-Kopierschutz.


Eigentlich ist es ein Abspielschutz, denn alles, was man abspielen kann, läßt sich dann auch kopieren. In meiner Karriere hatte ich genau drei CDs mit Abspielschutz. Eine habe ich über den CD-Audio-Player digital eingelesen, weil ich ein Stück daraus für einen Sampler brauchte, und die beiden anderen habe ich ungeöffnet sofort zurückgegeben. Dieser Abspielschutz hat sich bei mir persönlich auch als Käuferschutz erwiesen, denn ich habe mit dem Aufkommen der Un-CDs meine Neu-Käufe ganz erheblich eingeschränkt. Inzwischen gbt es zwar kaum noch Un-CDs, aber ich habe mich daran gewöhnt, keine neuen CDs mehr zu kaufen. Gebraucht kriegt man inwischen sowie fast alles bei ibäh & Co. hinterhergeschmissen. Selten mußte ich mehr als den Startpreis (meist 1 Euro) plus Porto bezahlen.
cr
Moderator
#18 erstellt: 10. Apr 2010, 22:10

Dieser Abspielschutz hat sich bei mir persönlich auch als Käuferschutz erwiesen, denn ich habe mit dem Aufkommen der Un-CDs meine Neu-Käufe ganz erheblich eingeschränkt


Bei mir auch. Ich habe bis zum Aufkommen des Abspielschutzes im Schnitt 200 Euronen pro Monat für CDs ausgegeben. Ich bin einmal pro Monat in einen großen Markt gegangen, habe mir alles Mögliche angehört und gekauft.
Der Abspielschutz und vor allem die damit verbundenen Kampagnen haben mich derartig verärgert, dass mir einfach die Lust vergangen ist. Mein CD-Kaufvolumen ist sicher um 3/4 geschrumpft. Dabei wäre der Kopierschutz für mich egal (es gibt kein Umgehungsverbot in der Schweiz), und technisch ist er sowieso lächerlich. Es hat mir einfach die Laune verdorben und etliche CDs, die ich bei meinen Einkaufstouren anhörte (bzw. wollte, denn ein Teil der Abhörgeräte waren DVDPs, die sie nicht spielen wollten, sodass ich auch noch auf frei werdende CDPs warten musste), hatten einen, so habe ich irgendwann das Interesse verloren....

Das war sicher alles ein Schuss ins Knie, denn seither gehts mit den CDs bergab wie nie
RoA
Inventar
#19 erstellt: 12. Apr 2010, 05:31

cr schrieb:
Es hat mir einfach die Laune verdorben


Eben.
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