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VHS digitalisieren

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Autor
Beitrag
Klondike53226
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Mrz 2013, 18:30
Hallo!

Ich möchte ein paar alte VHS digitalisieren.

Anschluss:
Per Chinch vom Videorekorder zum AV-Receiver. Dort per S-Video und Chinch (Audio) raus an den PC (S-Video und kleine Klinke). Mein PC hat so einen S-Video-Eingang: http://www.churchmedia.net/forums/imgcache/3480.png
Das Kabel, das ich verwenden will, sieht jedoch so aus wie "S-Video-Out" (siehe Link).
Frage: Ist eine Datenübertragung dennoch möglich? (ich vermute ja).

Software:
Wird der PC die eingespeisten Informationen sofort erkennen? Ich arbeite noch mit Win XP. Evtl. sind dort ja Standardprogramme installiert. Kenne mich leider nicht aus und bin über jeden Tipp dankbar!!
thorkar30
Stammgast
#2 erstellt: 10. Mrz 2013, 03:40
Zunächst mal brauchst du die richtige Software!
das hilft Vieleicht !
http://www.chip.de/a...uf-DVD_56269188.html
thorkar30
Stammgast
#3 erstellt: 10. Mrz 2013, 03:44
tip

am besten gehts wohl mit sowas !!

AD-Wandler: Das VHS-Signal wird per Komponenten- oder SCART-Anschluss angenommen und per USB ausgegeben. Schreiben die .....
Einfach mal alle 3 Seiten lesen.


[Beitrag von thorkar30 am 10. Mrz 2013, 03:46 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#4 erstellt: 10. Mrz 2013, 06:21

am besten gehts wohl mit sowas !!

Wenn's halbwegs was werden soll: BITTE NICHT! Die Teile sind der letzte...S*****
VORALLEM DAS VERLINKTE TEIL IST SCHROTT! Das gibt es mit verschiedenen Labels drauf (meist LogiLink) und immer dem selben Gehäuse - Finger weg! China-Schrott! Auch andere dieser Gattung taugen nicht viel...

Erstmal:
- Ein funktionierender (S-)VHS-Recorder (HiFi-Stereo?) ist vorhanden? Wenn ja, welches Gerät?
- Um welche Aufnahmen handelt es sich? Sind diese mit betreffendem Recorder bespielt?

Dann:
VHS-Recorder leifern zwar auf den ersten Blick ein ganz normales FBAS-Fernsehsignal, allerdings hat das ein Paar besonderheiten: Jitter (instabiles Zeilen-Timing) und Signal-Dropouts. Das bringt billige Video-Grabber und analoge TV-Karten schnell komplett aus dem Tritt. Da bei diesen Geräten das Timing der Audio-/Video-Wandler nicht gekoppelt ist (bei TV-Karten Ton über die Soundkarte), gibt es zwangsläufig Probleme mit der AV-Synchronität (auch mit spezialisierter Software wie iuVCR), besonders wenn es alte/fehlerhafte Bänder sind.

DV-Wandler á la Canopus/Datavideo/Pinnacle sind auch nicht zu empfehlen, da diese zwar schon bessere Wandler besitzen, aber nur im (prinzipiell fehlerhaften) DV-Codec ausgeben können.

Die besten Video-A/D-Wandler besitzen (ältere analoge) DVD-Recorder! Die Digitalisierer sind am ehesten (auch) auf instabile VHS-Eingangssignale ausgelegt. Aber auch hier gibt es GRAVIERENDE Unterschiede zwischen verschiedenen Modellreihen/Herstellern!
Die Fähigkeit von A/D-Wandlern, instabile Eingangssignale korrigieren/verarbeiten zu können nennt sich TBC (Time-Base-Corrector) bzw. Frame-Synchronizing. Dadurch entstehen zum einen keine Aussetzer/Framedrops mehr, das "zitternde" VHS-Bild wird deutlich stabilisiert und es gibt ebenfalls keine Asynchronität mehr zw. Audio/Video.
Nimmt man mit DVD-Recordern gleich intern auf Video-DVDs auf, ist man auf den (ansich veralteten) MPEG2-Codec beschränkt. Allerdings kann das man auch das vom DVD-Recorder digitalisierte und korrigierte Videobild (ohne DVD-Aufnahme) im Durchschleifbetrieb via Component-Out auf eine entsprechende (semiprofessionelle) PC-Aufnahmekarte weiterleiten und unkomprimiert einlesen und anschließend z.B. direkt als MPEG4/H.264-Video ablegen. Sehr zu empfehlen ist hier eine Blackmagic Intensity Pro-Karte. Diese läuft problemlos unter Windows XP/Vista/7/8. Voraussetzung: PCI-Express-Steckplatz!
Besonderes effektive Korrektur-Fähigkeiten für VHS-Signale haben die alten 2005er Modelle von Panasonic. Das sind DMR-ES10 (nur DVD) bzw. DMR-EH52 (DVD & HDD). (Ältere Geräte von Panasonic der DMR-Exxx Reihe bedingt auch). Diese Geräte bringen auch gleich eine Hardware-3D-Rauschminderung mit!
Geräte anderer Serien/Hersteller kommen ebenfalls problemlos mit VHS-Signalen zurecht, allerdings "verunschärfen" diese das Bild etwas (bei Sony/Pioneer), besitzen keine Rauschunterdrückung und stabilisieren das Bild nicht in dem Maße...

Kosten ca.:
- gebrauchter DVD-Recorder (z.B. Panasonic DMR-ES10) ~20-50 Euro
- PC-Interface-Karte (Blackmagic Intensity Pro) ~130 Euro
- Software: ausschließlich Freeware!

Falls eine solche Interface-Karte zu teuer sein sollte, kann auch direkt als MPEG2 auf DVD(-RW/-RAM) aufgenommen, diese hinterher im PC eingelesen und in einzelne MPEG-Files geremuxed werden.

Gruß
Alex


[Beitrag von AlexG1990 am 10. Mrz 2013, 06:31 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#5 erstellt: 13. Mrz 2013, 10:07
Projekt gestorben?

Naja, jede Billiglösung ist trotzdem besser, als vielleicht unwiederbringliche Aufnahmen einfach wegzuschmeißen...
HiLogic
Inventar
#6 erstellt: 14. Mrz 2013, 16:48

Allerdings kann das man auch das vom DVD-Recorder digitalisierte und korrigierte Videobild (ohne DVD-Aufnahme) im Durchschleifbetrieb via Component-Out auf eine entsprechende (semiprofessionelle) PC-Aufnahmekarte weiterleiten und unkomprimiert einlesen und anschließend z.B. direkt als MPEG4/H.264-Video ablegen.

Grundsätzlich interessiert mich das Thema, aber diese Ausführung verstehe ich nicht.

1.) Component Out ist analog und nicht digital... Was passiert denn da im DVD-Rekorder?
Digitalisiert das Bild, bearbeitet es nach und gibt es anschließend korrigiert analog wieder aus?
Das klingt für mich etwas umständlich und nach zuviel "gewandel".

2.) Wenn der DVD-Rekorder schon die Korrektur usw. übernimmt, warum dann noch eine relativ teure BlackMagic Karte?
Tuts dann nicht auch etwas wesentlich billigeres?


[Beitrag von HiLogic am 14. Mrz 2013, 16:57 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#7 erstellt: 14. Mrz 2013, 18:27

1.) Component Out ist analog und nicht digital... Was passiert denn da im DVD-Rekorder?
Digitalisiert das Bild, bearbeitet es nach und gibt es anschließend korrigiert analog wieder aus?
Das klingt für mich etwas umständlich und nach zuviel "gewandel".
#
Also ein DVD-Recorder funktioniert folgendermaßen:
Eingangsseitig werden alle analogen Audio- und Video-Signale (Composite/S-Video via AV/Cinch/Scart/Antenne) "on-the-fly" live digitalisiert (sobald der Recorder auch nur eingeschaltet ist, auch ohne dass gerade auf DVD-R geschrieben wird!). Der Video-A/D-Wandler macht aus den ankommenden analogen PAL-Videosignalen einen unkomprimierten YCrBr-Datenstrom in SD-Auflösung (720x576 25fps), der Audio-A/D liefert entsprechend PCM 48kHz Stereo.
Diese Datenströme werden zum einen an den MPEG-Encoder weitergereicht, der daraus in Echtzeit MPEG2-Daten codiert, sobald eine DVD-Aufnahme gestartet wird. Gleichzeitig wird der digitalisierte Datenstrom wieder auf die D/A-Wandler gegeben (für den Video-Ausgang). (Ggf. werden vor der Wandlung noch die OSD-Menüs "inserted"/drübergelegt). Das sind die gleichen Wandler, die das Bild analog wandeln, du eine DVD wiedergibst. D.h. im Durchschleifbetrieb siehst du auf dem Fernseher (per Scart/Cinch) ein 2x gewandeltes Live-Bild (nur noch ohne MPEG-Komression, die käme erst bei DVD-Aufnahme/Wiedergabe noch dazwischen). Allerdings erhälst du ein absolut stabiles Ausgangssignal, was mit dem instabilen VHS-Eingangssignal nichts mehr zu tun hat...

Jetzt ist es so, dass die "speziellen Korrekturfähigkeiten" für schlechte VHS-Aufnahmen *bestandteil* der verbauten A/D-Wandler im DVDR sind! Das wiederum bedeutet, dass das einkommende VHS-Signal primär von diesem Wandler digitalisiert werden muss (wenn man die Vorteile nutzen will). Den oben erwähnten, unkomprimierte Datenstrom innerhalb des Recorder könnte man direkt 1:1 in ein AVI-File schreiben - aber leider kommt man an die Daten nicht so einfach ran! Man könnte jetzt direkt DVDs davon brennen und wieder auslesen, dann hat man aber Videos im ineffizienten (veralteten) MPEG2-Format. Deshalb gehen wir lieber den "kleinen" Umweg über die D/A-Wandler und digitalisieren erneut. Das könnte man sich z.B. bei DVD-Recordern mit HDMI-Ausgang sparen, allerdings muss man den HDMI-Datenstrom auch erstmal in den PC einlesen können (was auch wieder nur mit teuren Interface-Karten wie der Blackmagic überhaupt möglich ist). Dazu kommt, dass meistens (sinnloserweise) HDCP-verschlüsselt wird, was der Aufnahme des HDMI-Streams entgültig einen Strich durch die Rechnung macht. Außerdem haben die "interessantesten" DVDR-Modelle für VHS leider noch kein HDMI...

Der "Umweg" der nochmaligen D/A- und A/D-Wandlung ist schon bei S-Video weitgehend zu vernachlässigen, bei Component wirst du selbst mit High-End-Kauf-DVDs keinen Unterschied mehr feststellen! (Versuch: DVD-Film 1x per DVD-Player über Component auf den PC, und 1x per DVD-Laufwerl einlesen; auch in Einzelbildschaltung wirst du keinen Unterschied sehen!)


2.) Wenn der DVD-Rekorder schon die Korrektur usw. übernimmt, warum dann noch eine relativ teure BlackMagic Karte?
Tuts dann nicht auch etwas wesentlich billigeres?

Die BlackMagic nur deshalb, weil die 1. im Gegensatz zu einfachen Karten eben auch Component-In hat. Bei billigen "Grabbern" könntest du vom DVDR aus maximal S-Video übertragen.
2. hat die Blackmagic Intensity Pro neben sehr hochwertigen A-/D-Wandlern auch einen gemeinsamen Takt für Audio-/Video-Wandler ("Locked-Audio"), wodurch keinerlei asynchronitäten auftreten können. Du wirst mit jeder analogen TV-Karte oder USB-Grabber immer wieder Probleme diesbezüglich bekommen! Auch bei stabilem Eingangssignal! Über direkte VHS-Zuspielung wollen wir gar nicht reden: Frame-Drops, Abbbrüche, Asynchronitäten...
Die Intensity Pro kann über Stunden fehlerfrei und stabil einlesen - alles mit Freeware (->VirtualDub). VHS direkt aufzeichnen würde mit dieser Karte auch zu Aussetzern führen (allerdings ohne Asynchronitäten ), aber mit stabilem Eingangssignal rennt die wie eine Eins!


[Beitrag von AlexG1990 am 14. Mrz 2013, 18:33 bearbeitet]
HiLogic
Inventar
#8 erstellt: 14. Mrz 2013, 19:06
Alles klar. Danke für die ausführliche Antwort!
Nobody0699
Stammgast
#9 erstellt: 17. Mrz 2013, 14:02
Hallo Forum u. Digitalisierungsfreunde!
Ich möcht meine Erfahrung zum Digitalisieren v. VHS auf DVD´s kurz wiedergeben! Da ich an die 200 VHS Kasetten hatte u. zum entsorgen zu schade waren hatte ich es mit dem System von Haupauge probiert! Ähnliches System wie im Beitrag mit Bild von > thorkar30 < Das System kostete damals um die €-50.- - 60.- u. funktionierte nicht! es gab Probleme mit der Saoftware! nach mehrmaligen Installieren u. Probebrennungen warf ich das Handtuch!
Dann wählte ich einen anderen Weg; ich besorgte mir einen DVD - VHS Recorder mit eingebauten Brenner! Bis auf einige wenige VHS gabs hier keine Probleme! Nur bei gekauften VHS von Walt Dysney, die haben einen Kopierschutz!
Kein Problem für mich! da besitzt mein Gerät den VHS Betrieb u. da mach ich halt eine Ausnahme
Wünsche Euch alles Gute u. einen angenehmen Brenn od. digitaliseirungs Tag
AlexG1990
Inventar
#10 erstellt: 17. Mrz 2013, 16:51
@Nobody0699:
Klar funktioniert das, ist im Prinzip die Basis meiner oben beschriebenen Methode, denn:
Ein Kombi-VHS-DVD-Recorder ist nichts anderes als wenn man einen Stand-Alone-VHS-Recorder via AV-In mit einem Stand-Alone-DVD-Recorder verbindet - nur in einem Gehäuse. In beiden Fällen nutzt man die A/D-Wandler des DVD-Recorder-Teils. Ob Kombi-Recorder oder einzeln - egal - du brennst Video-DVDs im alten MPEG2-Codec! Und das ist nun mal nicht mehr unbedingt Stand der Zeit (weder Codec noch Datenträger)! OK, VHS ist auch nicht mehr zeitgemäß , aber das heißt ja nicht, dass man vom *veralteten* VHS dann wieder auf den *veralteten* "DVD-Video"-Standard überspielen muss! Nur, um die Filme auf den DVDs dann (vielleicht in ein paar Jahren) doch wieder im PC auszulesen und auf die NAS-Festplatte oder gleich in die Cloud zu schieben...das geht auch direkt...
Zeitgemäß sind heute Videos/Aufnahmen als Datei auf Festplatte in einem verbreiteten und modernen/effektiven Videocodec - egal woher die kommen und auf welchen Medien die mal waren.
So ist man am flexiblesten: Die Filme laufen auf dem PC, auf dem SmartTV/Netzwerkplayer(WDTV), man kann die Files versenden/weitergeben, aufs Smartphone ziehen...EINFACH ALLES!

Deswegen nutze ich zum VHS digitalisieren die (guten) Wandler bestimmter (alter) DVD-Recorder, den (abhängig von der Aufnahme) brauchbarsten VHS-Zuspieler und ab damit in den PC (unkomprimiert über Component). Da wird dann aus jedem Film/Sendung/Aufnahme ein MP4/H.264-Video gemacht - FERTIG!

Motto: Ist doch egal ob das ursprünglich von 'ner alten VHS, ner DVD, aussem Fernsehen, meinem Camcorder, aus Youtube oder vom Handy stammt - alles nur ne File auf der Pladde!!
Die "Meine ersten Schritte"-Videos aus "Papas VHS-Sammlung" mal schnell aufm Smartphone jemandem zeigen ? Kein Problem

Gruß...!


[Beitrag von AlexG1990 am 17. Mrz 2013, 16:57 bearbeitet]
Fl4sh3r
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 21. Mrz 2013, 19:43
Hallo zusammen,

auch ich suche nach einem Weg, an die 200 VHS-Kassetten zu digitalisieren. Die Kassetten sind allesamt mit Videomaterial von Camcordern aller erdenklicher Generationen seit aufkommen der VHS bespielt. (Der verstorbene Besitzer war passionierter Filmer).

@AlexG1990 - dein Post war äusserst interessant und für den Moment auch sehr hilfreich - danke dafür.

Wie der Zufall es so will, habe ich im Keller noch einen älteren Panasonic DVD/HDD-Recorder stehen (DMR-irgendwas), den ich also als A/D-Wandler zwischenschalten kann. Inwieweit spielt der VHS-Spieler eine Rolle bei der Qualität des Ausgangsmaterials? Ich habe zu Hause noch ein Modell (auch von Panasonic) von ca. Anfang der 2000er Jahre rumstehen, allerdings natürlich seit Jahren nicht mehr im Betrieb. Sollte ich vorher noch irgendetwas reinigen?

Wird der VHS-Player mit dem DVD-Recorder über SCART-Verbunden?
AlexG1990
Inventar
#12 erstellt: 22. Mrz 2013, 02:26
Hallo!

Also die Auswahl des DVD-Recorders (A/D-Wandlers) und des VHS-Zuspielrecorders spielen eine entscheidende Rolle, ja.

Ich bin selbst noch viel am testen, das dauert! Geräte in Ebay kaufen, testen, wiederverkaufen...

@Fl4sh3r:
Es wäre interessant zu wissen, welcher Panasonic DMR-xxx das ist! Selbst wenn das DVD-Brennerlaufwerk kaputt sein sollte - macht nichts!

Der VHS-Recorder sollte nicht all zu sehr "abgenudelt" sein. Dazu sollte man ihn vorher nochmal reinigen: Entweder mit einer "modernen" Reinigungskassette (z.B. von BASF mit normalem Band und Bildschirmanweisungen), oder noch besser von Hand: Druckerpapier in einen streifen schneiden, diesen mit reinem Isopropanol (Apotheke) oder (notfalls) mit Spiritus tränken, mit viel Gefühl (!) an die Koptrommel drücken und diese von Hand drehen (Vorsicht, die kleinen Köpfe im Spalt sind sehr empfindlich!). Das so lange wiederholen, bis die Köpfe auf dem Papier keine schwarzen Dreckstreifen mehr nach sich ziehen...

Dann zu den PC-Aufnahmekarte: Da ist für den Consumer die Blackmagic Intensity so ziemlich das beste, was es gibt.
Ich sollte noch erwähnen, dass es diese Aufnahmekarte auch als externes Interface für USB3.0 (wichtig!) gibt - die heißt dann "Blackmagic Intensity Shuttle". Damit wäre sie auch an neueren Notebooks mit USB3.0 benutzbar!

Sonderfall Ton: Das Audiosignal vom VHS-Band ist entweder rauschiges, dumpfes Mono von der Längsspur, oder (ab den 90ern) in vielen Fällen HiFi-Tauglicher Stereoton (FM-Tonspuren im Schrägspurverfahren). Der Ton wird zum einen über Scart und dazu meist über separate Stereo-Cinch-Buchsen ausgegeben. Dieser kann theoretisch direkt vom VHS-Recorder in die PC-Aufnahmekarte geleitet werden, ohne den Umweg über den DVD-Recorder (2-fache Wandlung). Die Blackmagic (wie auch die meisten DVDRs haben sehr gute Audio-A/D-Wandler, die dem HiFi-Ton gerecht werden.
Wird der Ton direkt (am DVDR vorbei) in die Aufnahmekarte geleitet, ist das Bild (konstant!) leicht verzögert, da die Wandlung im DVDR ein paar Frames Zeit braucht. Das lässt sich hinterher einfach am Rechner korrigieren (einmal einstellen und gut ist...).
Was den Audio-Pegel angeht, bewegen sich die Wandler in den DVD-Recordern auf normalem Consumer-Niveau - genau wie CD-Player und andere Line-Outs haben die A/D- und D/A-Wandler in fast allen Fällen ca. 2-2,2 Volt RMS Sinus-Ausgangspegel. Auch das Ausgangssignal von hoch ausgesteuerten VHS-HiFi-Aufnahmen sollte fast nie darüber liegen, meistens eher niedriger. Die Blackmagic-Karte hat allerdings einen fixen Eingangspegel von 1 Volt RMS Sinus (0dBV). Hier muss noch ein kleiner (passiver) Pegelsteller eingeschleift werden (z.B. DEN HIER von Thomann.

Der VHS-Recorder kann über Scart mit dem AV-Eingang des DVDRs verbunden werden, ja. Wobei es noch etwas zu beachten gilt!:
Je nach Kombination von einstigem Aufnahmerecorder, Aufnahmequelle und Abspielrecorder kann das Ausgabe-Bildsignal "übersteuert" sein. Das hat auf einem alten (50Hz)-Röhrenfernseher nur zu einem (kaum erkennbar) helleren Bild geführt. Jedes digitale Aufnahmegerät (auch der DVD-Recorder) sind aber auf Normpegel abgestimmt - helle Bildstellen und stark gesättigte Farben "clippen" dann gnadenlos, das Bild überstrahlt und die Bildteile werden zu einheitlich gesättigten, weißen Flächen (nicht von den Proc-Amp-Reglern im Aufnahmetreiber vom billigen Grabbern verwirren lassen - das sind in den meisten Fällen nur (wertlose) nachgeschaltete digitale Kontrastregler (wie im Fotobearbeitungsprogamm) - die ändern nicht den Eingangs-Pegel!).
Abhilfe schafft ein (direkt hinter den VHS-Recorder geschalteter) Video-Mischer. Das sind solche Retro-Teile, die damals in den 90ern zum "Filmschnitt" von Recorder zu Recorder eingesetzt wurden. Da gibt es welche von Hama (unbrauchbar, da sie Doppelkonturen im Bild erzeugen) und u.a. von Vivanco. So ein Teil bin ich mir gerade am besorgen und werde es testen...


[Beitrag von AlexG1990 am 22. Mrz 2013, 02:46 bearbeitet]
cr
Moderator
#13 erstellt: 24. Mrz 2013, 00:23
Wundert mich, dass das gehen soll, wegen Macrovision.
AlexG1990
Inventar
#14 erstellt: 24. Mrz 2013, 01:13

Wundert mich, dass das gehen soll, wegen Macrovision.

1. ist Macrovision ja nur bei (einigen) Kauf-VHS im Spiel. Die lohnt es sich sowieso kaum zu digitalisieren...

2. kann so ziemlich jeder DVD-Recorder-A/D-Wandler Macrovision-Signale problemlos digitalisieren, es gibt nur eine *Erkennung* dafür, sodass die Recorder-Firmware dann die Aufnahme künstlich verweigert und auf dem Bildschirm sowas wie "Kopiergeschützt - Aufnahme nicht möglich" anzeigt und auf Pause schaltet, wenn eine DVD-Aufnahme aktiv ist.
Im Durchschleifbetrieb, wobei die AD- und DA-Wandler ja genauso aktiv sind, gibt es abslout keine Probleme! Der Recorder lässt nur keine interne Aufnahme auf DVD zu - that's all!
Jetzt gibt es einige DVDRs, die bei Macrovision-geschütztem Eingangssignal zwar normal "durchschleifen" (wandeln), aber auf den analogen AUSgängen dann ebenfalls wieder ein (neu generiertes) Macrov.-Signal anlegen, genau wie bei Kauf-DVDs mit Kopierschutz-Flag. Dann *könnte* es Probleme geben - die Blackmagic-Karte *ignoriert* aber das Macrovision-Störsignal einfach...

Zur Erklärung:
Macrovision ist ein "Kopierschutzverfahren" für analoge PAL-/NTSC-Videosignale. Dabei wird ein pulsierendes "Störsignal" in unsichtbare Teile des Signals eingefügt. Das passiert vom Timing her im Bereich der Austastlücke (ca. 50 Bildzeilen "oberhalb" des sichtbaren Bildbereichs), die sonst entweder frei/schwarz gelassen werden oder für die Teletext-Codierung verwendet werden.
Das Verfahren kann in jeder analogen Video-Signalstrecke angewendet werden. Man hätte es auch bei analoger TV-Übertragung (Antenne, Kabel, Sat) einsetzen können (was man Gott sei dank nie gemacht hat). Dafür wurde es bei Kauf-VHS-Filmen oft mit auf Band aufgezeichnet (VHS ist nur ein "Streamer"-/MAZ-System, was *einfach* nur ein ankommendes Videosignal auf Band schmieren und wieder wiedergeben kann). Auch DVD-Player geben am Analog-Out Macrovision aus, wenn ein kopiergeschützter Film abgespielt wird. Dieses analoge "Störsignal" kann natürlich nicht mit auf DVD "gespeichert" werden. Dort ist natürlich nur ein MPEG2-Videostream in PAL-Auflösung drauf (der dazu nur die sichtbaren Bildteile des Analogsignals enthält, die Austastlücke fehlt) + ein Flag-Bit, was den D/A-Wandler, der beim Abspielen der DVD wieder ein analoges PAL-Signal erzeugt, veranlasst, ein solches störsignal künstlich zu generieren und ins Signal einzufügen.

Welchen Einfluss hat das nun?
Naja, Fernseher (Röhre) und LCD-Panels (bzw. deren A/D-Wandler) stören sich absichtlich nicht an dem Signal. Lediglich die Video-Burst-AGC bei auf Aufnahme geschalteten VHS-Recordern (früher), die den Magnetisierungspegel einjustiert (unabhängig vom Bildinhalt) wurden dadurch bei der Aussteuerung gestört und das Bild fing bis zum Zusammenbruch an zu "pumpen"...
DVD-Recorder und manche PC-Aufnahmekarte können das problemlos aufzeichnen (digitalisieren), *dürfen* es aber nicht - daher die Erkennung per Firmware...
Bei PC-Capturekarten gibt es aber eben Ausnahmen: Normale analoge TV-Karten mit altem BT8x8- oder SAA7134-Chipsätzen oder eben auch die Blackmagic "ignorieren" das einfach...


[Beitrag von AlexG1990 am 24. Mrz 2013, 02:00 bearbeitet]
Klondike53226
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 25. Mrz 2013, 01:57
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

Ich hab gerade jede Menge um die Ohren und mir - hat sich leider so ergeben/überschnitten - so einen billig-Grabber zugelegt. Die Software ist soweit OK. Auch vom DV-Camcorder auf den PC zu übertragen klappt ganz gut. Allerdings hakts bei der VHS-Digitalisierung.

@AlexG1990: Super Tipps!! Vielen Dank!! Ich könnte dann ja auch vom Videorecorder auf einen Festplattenrekorder überspielen und das ganze dann auf SD-Karte speichern (wenn der Festplattenrekorder das anbietet). Das Format wäre dann wahrscheinlich auch MPEG2, oder?

Ist der Datenverlust beim Umwandeln von MPEG2 in 4 so groß??


[Beitrag von Klondike53226 am 25. Mrz 2013, 02:59 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#16 erstellt: 26. Mrz 2013, 05:05

Ich hab gerade jede Menge um die Ohren und mir - hat sich leider so ergeben/überschnitten - so einen billig-Grabber zugelegt.

Verrate mal welchen...


Die Software ist soweit OK

Was lag da dabei? Lass mich raten: Bestimmt CyberLink PowerProducer oder so ähnlich . Vergiss das - du brauchst nur den Treiber für die Hardware, dann installiert sich das Ding als ganz normale Video- und Audio-Quelle. Kannste mit dem Camcorder drüber Skypen - für mehr taugt das nicht...
Als Aufnahmesoftware nimmt man VirtualDub bzw. (je nach dem) iuVCR...


Auch vom DV-Camcorder auf den PC zu übertragen klappt ganz gut.

Das glaube ich (fast) . Da kommt auf jedenfall ein stabiles Videosignal raus (wie aus DVD-Playern/Set-Top-Boxen/etc.) - kann ja auch gar nicht anders sein, wird ja digital erzeugt.
Bei stabilen Signalen halten sich die Drops und die Audio-Verschiebung vielleicht noch in Grenzen, die du so nicht unbedingt bemerkst
Nebenbei: Auf Mini-DV-Kassetten sind bereits digitale Videobilder gespeichert - bitte nicht die DV-Kassetten analog einspielen (schon gar nicht mit so einem Grabber). Diese ließt man per FireWire-IEEE1394 und einem entsprechenden Aufnahmetool 1:1 digital in den PC ein.


Allerdings hakts bei der VHS-Digitalisierung.

Hab ich nicht anders erwartet

Noch ein Wort zu diesen "Grabbern":
Die Teile arbeiten in etwa so: Wann immer ein (erkennbares) Einzelbild im Analogsignal digitalisiert und gewandelt werden kann, schiebt der Grabber das in den PC - egal ob das jetzt exakt 25fps sind, oder etwas mehr, etwas weniger, mal eins ausgelassen - egal, völlig variabel ohne Taktung.
Dazu kommt dann ein (konstanter!) Audio-Datenstrom vom (separaten!) Audiodevice (Soundkarte oder das Billig-"Audiochipchen" im Grabber), der auf dem Papier zwar 48kHz Samplingfrequenz hat, aber auch ganz leicht abweicht (die A/D-Wandler haben ihr eigenes Quartz).
Aus dem "Brei" darf die Aufnahmesoftware dann versuchen, irgendwas halbwegs synchrones mit exakt 25fps und 48kHz zu basteln - was dabei herauskommt, kann man sich denken
VirtualDub und iuVCR setzen zwar bestimmte Resampling-Verfahren ein, um das (halbwegs) in den Griff zu bekommen, aber das funktioniert nur mehr schlecht als recht...
Dazu kommt, dass diese billigen Video-Wandler nur selten einen korrekten Arbeitspunkt für Schwarz- und Weißwert im Signal haben - das führt dann gerne mal zu flauen Bildern (schwarz ist dunkelgrau) oder ausfressenden Weißwerten. "Aber in dem Programm kann ich Helligkeit- und Kontrast einstellen!": Vergesst es! Das sind wieder nur nachträgliche Softwareregler. Außerdem haben die Teile eine schlechte FBAS-Farbtrennung und erzeugen gerne mal Kanten-Überschwinger, Überschärfungen, etc.
Über die Audioteile dieser Dinger brauchen wir auch nicht reden: Teilweise DC-Offsets, rauschen, Übersteuerungen... Hatte mal das Sounddevice von so einem Teil (Renkforce *irgendwas*) gemessen: Sinus rein - was raus kam (Audacity) erinnerte dann noch "in Ansätzen" an einen Sinus, ja


@AlexG1990: Super Tipps!! Vielen Dank!! Ich könnte dann ja auch vom Videorecorder auf einen Festplattenrekorder überspielen und das ganze dann auf SD-Karte speichern (wenn der Festplattenrekorder das anbietet). Das Format wäre dann wahrscheinlich auch MPEG2, oder?

Also zunächst kannst du DVD-Recorder mit Festplatte genauso verwenden - ist ja so zusagen nur ein "Add-in" - die funktionieren genauso. Bei den frühen Panasonics gabs sogar immer an sonsten baugleiche Schwestermodelle, 1x mit Festplatte, 1x ohne...
Die SD-Slots sind aber immer nur für die Wiedergabe von JPEG-Fotos und MP3s auf dem Fernseher gedacht - da bekommst du keine Videoaufnahmen von der internen Festplatte drauf!


Ist der Datenverlust beim Umwandeln von MPEG2 in 4 so groß??

Jain... MPEG4(-Part 2) bzw. noch besser: H.264 (MPEG4-Part 10) sind ca. 2-3x so effektiv wie MPEG2. D.h. (in etwa) MPEG4 benötigt bei gleicher Qualität nur ca. die halbe Bittrate, bzw. umgekehrt MPEG2 ca. doppelt so viel. Wenn du "transcoden" willst/musst, dann aber nur MPEG2 bei 8 MBit/s. Das ist die höchste auf Video-DVD zulässige Bitrate (am Recorder meist "XP"-Rec-Mode) - da geht auf eine DVD(-RW) aber nur 1 Stunde am Stück drauf...

Also meine Empfehlung:
Man kann es drehen und wenden wie man will - ob man viel optimiert oder nicht: Egal ob direkt auf DVD brennen (wenn auch nur zum späteren Umwandeln) oder "aufwändig" via Capture-Karte in den PC - der Weg sollte über einen DVD-Recorder führen! Alles andere kostet nur Nerven und Qualität!
Wer wirklich außer einem (gebrauchten) DVD-Recorder nichts investieren will, der ist tatsächlich am besten damit bedient, direkt auf DVDs zu brennen...

Wenn man über den Rechner geht (übrigens egal ob Billig-Grabber oder Blackmagic-Karte!):
Man sollte sich (zumindest grob) mit Interlace, Aspect-Ratios, Codecs und Formaten auskennen - an sonsten ist das zum Scheitern verurteilt...

Zusammenfassend, was bei VHS-Signalen speziell korrigiert werden muss:
- Zeilenfang/Bildstabilisierung: Wird während der Digitalisierung des Analogsignals mehr oder weniger korrigiert - wie gut hängt vom A/D-Wandler ab (bestimmte DVD-Recorder)
- Bildrauschen reduzieren: Das geht im PC mit div. Bearbeitungsprogrammen und unzähligen Einstellungen, oder z.B. mit einem einfachen eingebauten 3D-Rauschfilter in Panasonic-DVD-Recordern
- evtl. Farbverschiebung korrigieren: PAL/VHS ist im YUV-Format, also Helligkeit und Farbe getrennt. Bei der VHS-Aufzeichung "verschieben" sich die beiden Komponenten leicht gegeneinander (kann man wenn mans weiß auch auf dem Fernseher schon erkennen). Das stört meistens zwar nicht besonders, lässt sich aber im PC vor dem Encodieren verlustfrei (!) per Software korrigieren...


[Beitrag von AlexG1990 am 26. Mrz 2013, 05:19 bearbeitet]
cr
Moderator
#17 erstellt: 26. Mrz 2013, 21:03
Ist aber auch eine Bankrotterklärung für die Peripherie-Hardware, wenn man das auf einfache Weise nur über einen DVD-Rekorder hin bekommt.
Das ist ähnlich wie man man wem, der seine LPs digitalisieren will, den Kauf eines HiFi-Audiorekorders empfehlen muss (ein ähnliches Problem hat man im übrigen auch mit dem DAT, wo man nur über den Umweg über einen Profi-Audiorekorder seine Tracks arbeitsschonend auf den PC oder eine CD bekommt (ohne lästiges Zerschneiden der Gesamtwurst in die ursprünlichen Tracks, da keine einzige Soundkarte die Startmarken übernimmt).


[Beitrag von cr am 26. Mrz 2013, 21:06 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#18 erstellt: 03. Apr 2013, 03:25

Ist aber auch eine Bankrotterklärung für die Peripherie-Hardware

Nö, eigentlich nicht. "Video Grabber" (zu denen dies Billig-USB-Sticks und auch analoge TV-Karten zählen) arbeiten eben anders als gute getacktete/"geLOCKte" Video-ADCs. Klar, beide digitalisieren analoge Videosignale, nur arbeiten alle "Grabber" eben ohne konstanten, externen Takt und liefern blindlinks das, was sie nach Lust und Laune für ein Einzelbild halten zu einem beliebigen Zeitpunkt, wo es anfällt an den PC. Und das wird geht bei der Synchronisierung mit einem separaten Audiostream eben (gerade bei instabilem VHS-Input!) meist mächtig in die Hose...

Ich habe allerdings PVR-Karten(-Boxen) für Analog-TV vergessen zu erwähnen! Die gehen! Das sind aber leider allesamt MPEG2-Encoder-Karten, bei denen man nicht an die unkomprimierten Rohdaten rankommt. Die arbeiten vom Prinzip her genauso wie DVD-Recorder:
Weil die digitalisierten Bilder als zeitkonstanter Datenstrom in einen Encoder geschickt oder (im DVD-Recorder) auch anderweitig in Echtzeit digital weiterverarbeitet werden, müssen die ankommenden analogen Einzelframes bei der Digitalisierung in ein fixes Raster (bei PAL 25 Vollbilder/Sekunde) gepresst werden. Bei analogen Ausgangssignalen von Camcordern, DVD-Playern, Receivern, aber auch vom analogen Fernsehen (da kommen die Signale senderseitig aus hoch präzisen DA-Wandlern) sind die Signale so konstant, dass es da meist keine Probleme gibt. (Auch hier kann es bei Billig-Grabbern aber trotzdem zu Asynchronitäten kommen!). Bei VHS und anderen Bandformaten entstehen beim Aufnehmen/Abspielen Schwankungen. Das eine Bild kommt etwas früher, dafür das nächste etwas später, usw. Die getackteten Wandler haben dafür einen Zwischenspeicher: Kommt ein Bild zu früh, wird es zwischengespeichert und dann ausgegeben, wenn das nächste Bild im Stream angefordert wird. Fällt mal ein Bild aus, z.B. wegen einer Sync-Signal-/Bandstörung, wird einfach das letzte verdoppelt, um den Stream konstant und unterbrechungsfrei zu halten. Das nennt sich TBC- (Time-Base-Corrector-) Funktion. Das erfüllen alle DVD-Recorder und (beim PC leider nur) PVR-Karten.
Bei einfachen TV-Karten/Grabbern kann man es sich leisten, die Taktung einzusparen und dem PC einfach alle ankommenden Bilder vor die Füße zu werfen, nach dem Motto: Da, mach!
Dann muss das per Software (!) in ein (konstant getaktetes) File geschrieben werden, und das geht dann meistens schief...


Das ist ähnlich wie man man wem, der seine LPs digitalisieren will, den Kauf eines HiFi-Audiorekorders empfehlen muss

Von der Usability her - ja, leider!

Da gibt's aber Unterschiede zwischen Audio und Video:
Analoge Audio-Signale sind ja völlig dimensionslos. Egal ob das jetzt ein kristallklares Signal vom Cinch-Ausgang eines CD-Players ist, oder ein leiernder Billig-Kassettenrecorder mit falschem Azimuth...
Das Signal lässt sich ohne Probleme mit jedem A/D-Wandler beliebig samplen - da gibt es keine Taktung! Die entsteht erst während dem Digitalisieren - die Samplingrate...
Analoge Videosignale haben aber sehr wohl einen Takt (die Bildfrequenz)! ...und der schwankt eben bei analogen Videobändern...

Beim Schallplatten und Kassetten digitalisieren macht man wohl weder mit CD-Recordern, noch mit jeder Realtek HD-Audio Onboard-Karte nichts falsch! Audio hochwertig zu digitalisieren ist doch heute keine Kunst mehr...


[Beitrag von AlexG1990 am 03. Apr 2013, 03:33 bearbeitet]
Klondike53226
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 05. Apr 2013, 15:42
@AlexG1990:
Habe mir jetzt einen DMR-ES10 bei Ebay ersteigert. Soweit scheint er zu funktionieren. Allerdings meckert er bei meiner neuen DVD-RW. Er kann sie nicht richtig formatieren. Hast du eine Idee, was da los sein könnte?? Brauche ich eine andere DVD??
EiGuscheMa
Inventar
#20 erstellt: 05. Apr 2013, 16:58

AlexG1990 (Beitrag #18) schrieb:
liefern blindlinks das, was sie nach Lust und Laune für ein Einzelbild halten zu einem beliebigen Zeitpunkt, wo es anfällt an den PC.


Na ganz so dramatisch wie sich das liest ist es meines Erachtens nun doch nicht.

Immerhin rotiert die Kopftrommel eines VHS-Recorders mit ziemlich konstanter hoher Drehzahl und der Recorder erzeugt bei jeder Kopfumschaltung elektronisch einen HSync.

Zwar kann der Servo des Kopftrommelantriebs in engen Grenzen ein Jitter erzeugen, aber das Zeilenraster ist im Wesentlichen konstant..

Das Problem dieser Billiggrabber ist dass sie eben "billig" sein müssen und deshalb, wie ja bereits erwähnt, nur schlichte Schaltungen zur Impulstrennung, zur Burst-Synchronisation etc haben.

Deshalb kommen sie mit dem "synthetisierten" Ausgang etwa eines DVD-Recorders besser klar als mit dem Ausgang eines VHS-Recorders:

die liefern "saubere" Hsync und Vsync Signale sowie einen ( allerdings nur für CVBS und S-Video relevanten) "astreinen" Burst ab.
Nicht nur bzgl. Timing, sondern auch vom Pegel, bspw. eine saubere Schwarzschulter.

Der "Zufallsfaktor" kommt eher dadurch dass der arme in Vollast laufende Billigprozessor sich auch noch um die USB-Übertragung kümmern muss und daher schon mal einen Slot "verpennt" in dem er hätte ein Datenpaket loswerden können


[Beitrag von EiGuscheMa am 05. Apr 2013, 17:26 bearbeitet]
cr
Moderator
#21 erstellt: 05. Apr 2013, 17:02
-RWs sind prinzipiell ein schwieriges Kapitel.
Ist es eine 4x oder 6x? Viele Geräte können nur 4x oder gar nur 2x. Mal im Manual nachschauen. +RW oder -RW wurde beachtet? Manche können nur +, manche nur -.
EiGuscheMa
Inventar
#22 erstellt: 05. Apr 2013, 17:08
Panasonic Recorder mögen am Liebsten DVD-RAM und, wenn es denn sein muss, DVD-R.

Bei solch einem alten Schätzchen wie ES10 wäre sogar erst einmal zu prüfen ob es überhaupt mit den heute zu kaufenden DVD Rohlingen, egal welcher Sorte, zurecht kommt.

Ein defekter Brenner ist bei einem Gebrauchtgerät dieses Alters zudem auch nicht gerade unwahrscheinlich.

Mein Tip: versuche es mit DVD-RAM. Die lassen sich oft auch dann noch beschreiben wenn alle anderen Rohlinge abgewiesen werden.
Nimm am Besten DVD-RAM die "2x" sind. Nicht "2-3x", die könnten schon "zu neu" sein. "5x" sind es garantiert.


[Beitrag von EiGuscheMa am 05. Apr 2013, 17:13 bearbeitet]
EiGuscheMa
Inventar
#23 erstellt: 07. Apr 2013, 09:18

EiGuscheMa (Beitrag #22) schrieb:
Nimm am Besten DVD-RAM die "2x" sind. Nicht "2-3x", die könnten schon "zu neu" sein. "5x" sind es garantiert.


Sorry, Irrtum Meinerseits. Hier:

http://tda.panasonic.../RQT8020-3L_engl.pdf

auf Seite 43 stehts:

5x DVD-RAM gehen mit dem auch.


[Beitrag von EiGuscheMa am 07. Apr 2013, 09:18 bearbeitet]
cr
Moderator
#24 erstellt: 07. Apr 2013, 21:08
Um es zusammenzufassen: Mit dem PC hat man also keine Chance, auf einfache Weise eine VHS auf Festplatte oder DVD zu bringen.
Ich hätte einen ganzen Berg an SchulungsVHS zu konvertieren, aber das soll mögl. wenig Aufwand verursachen und auch kein weiteres Standalone-Equipment erfordern.
AlexG1990
Inventar
#25 erstellt: 14. Apr 2013, 02:03

Um es zusammenzufassen: Mit dem PC hat man also keine Chance, auf einfache Weise eine VHS auf Festplatte oder DVD zu bringen.

Wie gesagt, "jain"...
Man kann jetzt einen Grabber/PVR-Karte auch als "Stand-Alone-Gerät" ansehen. Die Grenzen verschwimmen da etwas. Nur, dass diese Karten gleich ein USB-Interface haben und nicht *nochmal* Analog-Video...

Die PVR-Karten bzw. externe Boxen (mit Hardware-Encoder) sind durchaus eine Option! Da hat man dann aber dummerweise gleich ein schon komprimiertes Roh-Video, und das meisten leider im alten MPEG2-Codec.
Diese "Karten" HABEN eine Synchronisierung/Taktung, genau wie DVD-Recorder. Das liegt einfach daran, dass diese eine solche haben MÜSSEN, weil (wie im DVD-Recorder) ein Encoder mit dem Stream gespeist werden muss, und dieser einen konstanten Datenstrom benötigt. Bei den einfachen Grabbern, die unkomprimiertes Video liefern (da kein Encoder), kann man sich diese Synchronisation (leider) sparen und den asynchronen Datenstrom direkt in die Aufnahmesoftware pfeffern - und das wird leider auch so gemacht.

Wie gut ein Wandler Jitter/"Zeilenwackeln" von Bandformaten begradigt (dazu gehören auch "krumme Linien"), ist unabhängig von der Takt-Synchronisation und hängt alleinig vom Wandler ab. ALLE DVD-Recorder und PVR-Karten digitalisieren in einen konstanten synchronisierten Datenstrom (und können damit zumindest ohne Synchronisationsfehler Bandformate digitalisieren), aber trotzdem wird dabei "Bildwackeln" in den wenigsten Fällen korrigiert. Das ist ein besonderes Feature (was sich eben leider nur *soweit bekannt* in DVD-Recordern findet). Die (frühen!) Panasonic-Recorder (DMR-Exxx-Serie, DMR-ES10, DMR-EH52) tun das in grandioser Weise, Pioneer-Recorder/-Wandler beseitigen grobes "Wackeln" (aber nicht innerhalb der Video-Zeile), Sony-Recorder beseitigen beides "mittelmäßig gut" (verunschärfen aber das Bild leicht, da die Bearbeitung auf Rauschen vom Analog-Kabel optimiert ist) und JVC-Recorder mit DigiPure stabilisieren auch mittelmäßig bis gut (etwas anders als bei Sony)...
Toshiba-Recorder haben mit die beste Bildauflösung (was bei VHS allerdings keinen Vorteil bringt), stabilisieren allerdings kaum. Ebenso bei Philips...
Andere Hersteller (LG, Samsung, diverse Philips, bestimmte Sony/Pioneer) muss ich noch testen...


[Beitrag von AlexG1990 am 14. Apr 2013, 02:05 bearbeitet]
mpuri
Neuling
#26 erstellt: 17. Apr 2013, 16:47
Hallo,

wir müssen hier auch ca. 400 VHS-Kassetten digitalisieren- und dazu noch ein paar Hundert DVDs in anständigen Formaten (H.264?) umwandeln und alles auf Festplatte archivieren.
Da ich zu Hause auch schon mit einem Pioneer Festplatten/DVD-Recorder meine Camcorder-Filme umgewandelt habe (Kamera - Pioneer - DVD-RAM - PC mit Handbrake -> H.264-MKVs.) Ein DVD-Rekorder vereinfacht das ganze schon, da ist dann halt alles synchron - aber der Umweg DVD verkompliziert alles erheblich.

dachte ich auch zuerst an einen DVD/VHS/Festplattenrekorder, mit dem man das eventuell einfacht und doch professionell erledigen kann. Nur gibt es so etwas nicht - aus den Geräten selbst kriege ich die Dateien nur über den Umweg einer DVD - Das wird so nichts.

Alternativ habe ich an den Hauppauge HD-PVR gedacht, der ja in Echtzeit mit einem eigenen Chip alles zugespielte (z.B. von einem VHS-Player oder einem DVD-Player) auf einem PC in H.264-Videos umwandelt und ablegt.

http://www.hauppauge.de/site/products/data_hdpvr.html

Meint Ihr das Teil ist dafür geeignet ?


Ich möchte das ganze halt möglichst automatisiert ablaufen lassen, damit wir einen "DAU" hinsetzen können, der das Teil so nebenbei bedient und jeden Tag so 4-5 Videos konvertieren kann.

Oder machen wir 2 Schritte:

1. VHS-DVD-Rekorder kaufen, alle Bänder auf DVDs brennen.
2. Diese DVDS + die vorhandenen DVDs mit einem weiteren Gerät auf Festplatte ablegen lassen - Nur - gibt es da ein passendes Gerät, welches die Dateien wieder rausrückt ?

Oder gibt es auch Alternativen ? Bis 1000 Öcken könnte ein Gerät schon kosten, dass das alles erledigt ..

Edit: Ich sehe gerade, vom hochgelobten Blackmagic gibt es was ähnliches:
http://www.blackmagicdesign.com/de/products/videorecorder/

Ich denke, da ist die Software wohl sicher besser als bei Hauppauge, die Hardware wird ja wohl vergleichbar sein, oder ?


[Beitrag von mpuri am 17. Apr 2013, 17:41 bearbeitet]
Mugendon
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 02. Sep 2013, 13:27
Da ich nun auch einige alte VHS digitalisieren muss, wollte ich mich hier auch nochmal in das Thema einklinken.

Als Alternative wurden ja bereits alte analoge TV Karten genannt, die dann allerdings direkt mit MPEG2 komprimieren.
Wie wäre es denn mit einem dieser Gaming Aufzeichnungsgeräte wie diesem hier zum Beispiel.
Da hätte man nun die Wahl den VHS Player per Cinch oder einem Scart-HDMI Adapter(?) zu verbinden.

Würden diese Dinger wohl besser für die Aufnahmen geeignet sein als diese billigen USB Grabber? @AlexG1990
AlexG1990
Inventar
#28 erstellt: 20. Feb 2014, 20:54
Hallo Leute!

Ist noch jemand an der Materie interessiert?

Ich kann sehr bald die ULTIMATIVE Lösung zum hochwertigen Digitalisieren präsentieren. Es sind noch ca. 4 Geräte zu testen, ich arbeite da mit den Leuten aus dem Gleitz-Forum dran...

Ich werde die benötigten Geräte und das Vorgehen dann auch nochmal hier breitklopfen...

Bis dahin...melde mich die Tage!

Gruß Alex
Mugendon
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 20. Feb 2014, 22:28
Sicherlich =)
tagohneschatten
Neuling
#30 erstellt: 05. Mrz 2014, 02:45
Ich bin brennend an eurem Ergebnis interessiert! Ihr habt meinen Respekt für die viele Mühe!
Koenigsteiner
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 13. Mrz 2014, 00:06
Ich wäre auch sehr an einer Lösung interessiert! Hab meine Video-8-Aufnahmen Anfang der 90iger Jahre gemacht und es wird Zeit das ich die digitalisiert bekomme. Bin sowieso gespannt was ich damals alles so gefilmt habe *ggg*
Kapuzino
Neuling
#32 erstellt: 14. Mrz 2014, 23:50
Mir wäre ja wegen Datenmenge und Rechenzeit Hardware-Encoding in DivX oder H.264 wichtig.

Hat denn jemand Erfahrungen mit den Game-Recordern ?
Für den Kaiser Baas Game Recorder (40EU) ist angegeben:
• Mittel: 720 x 480 / 720 x 576 30/25 FPS in XviD
Würde ja für VHS und alten Camcorder ausreichen.
Wäre dann die Frage, wie hoch komprimiert ist.

Hier schreibt jemand:
"... die AVerMedia Game Capture HD ... hat weder Composite noch S-Video Eingänge; nur Component."
Auch noch so'n Punkt, der zu beachten wäre.

Noch 'ne Idee wären ja die Mehrkanal-H.264-Recorder zur Überwachung.
Die sollen ja bis zu 2mbps Videostream liefern.
Könnte ausreichen.
Hatte jemand mal so ein Teil versucht ?

Nebenbei:
Ich hatte mir eine MM-HD Evestar EV-1721 gekauft, weil der Verkäufer ausdrücklich "Aufzeichnung in MPEG4" geschrieben hatte. Ist aber alles MPEG2 in verschiedenen Auflösungen und Kompressionsstufen.
Ein halbwegs vernünftiges Video in LP 756x576 25FPS braucht dann ca. 26MB/min oder 630h/TB.

Gruß, Kapuzino


[Beitrag von Kapuzino am 14. Mrz 2014, 23:51 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#33 erstellt: 31. Mrz 2014, 02:44
Hallo Leute!

Ich glaube es wird mal Zeit, erste Ergebnisse zu liefern!

@Kapuzino:
Um deine Frage vorab kurz zu beantworten: Bitte vergiss diese "Game-Recorder". Die A/D-Wandler können 1. nicht mit Jitter umgehen und 2. liefern die alle eine bereits stark komprimierten Stream, der jede Nachbarbeitung erschwert....

ALSO:

Ihr braucht:

1. einen PC/Laptop mit:
a) PCI-Express-Steckplatz (x1)
oder b) einem USB3.0-Controller mit Renesas- oder NEC-Controller/Chipset
und c) mindestens 100GB temporärem (!) Speicherplatz pro Stunde. Als Erweiterung empfehlen sich interne Festplatten 3,5-/2,5-Zoll oder externe Platten per eSATA oder USB3.0 (USB2.0 geht auch, ist aber granzwertig)

2. eine "Blackmagic Intensity Pro"-Capture-Karte (für PCI-Express) ODER eine "Blackmagic Intensity Shuttle USB3.0" (für einen PC/Laptop mit entsprechend kompatiblen Chipset).

3. einen HDMI-Splitter, und zwar GENAU DEN HIER:
http://www.amazon.de/verteiler-splitter-full-hd-switch-2-fach/dp/B00AB87Z7M/ref=sr_1_7?ie=UTF8&qid=1396225808&sr=8-7&keywords=hdmi+splitter
...oder einen exakt baugleichen (erkennbar am Gehäuse und der Anschluss-Anordnung). Das Teil ist ZWINGEND erforderlich...

4. 2x HDMI-Kabel (ich empfehle 2 kurze 0,5m-Strippen, gibt's günstig bei Ebay/Amazon)

5. einen "neueren" Panasonic DMR-EHxxx DVD-Recorder mit HDMI-Anschluss (ab Baujahr 2006). Geeignet sind die Modelle: DMR-EH65, -EH535, -EH635, -EH545, -EH645, -EH575, -EH675, -EH775, -EH585, -EH685, -EH595, -EH695 - ...und höchstwarscheinlich auch alle neueren mit zusätzlich integriertem DVB-T-Tuner (DMR-EXxxx, DMR-EZxxx)

(6. evtl. ZUSÄTZLICH einen Panasonic DMR-ES10 DVD-Recorder, für problematische Bänder mit viel "Jitter")

7. einen ZU DEN AUFNAHMEN PASSENDEN Zuspiel-VHS-Recorder.

Benötigte Software:

- Blackmagic Media Express (Freeware)
(für die Aufnahme von der Intensity-Karte)

- VirtualDub (Freeware)
(zum Schneiden und Weiterverarbeiten)

- UtVideo-Codec (Freeware)
(zum verlustfrei komprimierten Zwischenspeichern)

- eine entsprechendende Encoder-Software für das gewünschte Zielformat
(DivX-Codec lässt sich direkt aus VirtualDub in AVI encodieren, H.264 und MPEG2 benötigen externe Software)

- für AVI: AAC-ACM Audio Codec, AC3-ACM Audio Codec oder Lame MP3-ACM (alles Freeware)

(- ein Wave-Editor, z.B. Audacity oder Nero Wave Editor ist auch nie verkehrt)

Kostenpunkt: Wenn's gut läuft ca. 250 Euro.

...soweit erstmal!


[Beitrag von AlexG1990 am 31. Mrz 2014, 02:52 bearbeitet]
fullpost
Neuling
#34 erstellt: 31. Mrz 2014, 15:13
Haben die HDMI-Rekorder mal abgesehen von vielleicht "leichterer" Anschluss-Art einen weiteren Vorteil gegenüber dem DMR-ES10 (den habe ich bereits)?
cr
Moderator
#35 erstellt: 31. Mrz 2014, 22:09
Ich kann mich aber erinnern, dass es so VHS-Grabber (Hardware) schon um 50 Euro oder weniger gab.
Dass man da 100 GB Speicher gebraucht hätte, ist mir auch neu, denn das war vor 5-6 Jahren noch relativ viel.
Und mit den heutigen Prozessoren kann man das sowieso on the Fly komprimieren, selbst meiner, der nicht mal ein i3 ist, braucht für eine ganze DVD 10-15 Minuten. Somit können 90 Minuten einer VHS kein Problem für Echtzeitkomprimierung sein.


[Beitrag von cr am 31. Mrz 2014, 22:10 bearbeitet]
sevenup666
Schaut ab und zu mal vorbei
#36 erstellt: 05. Jun 2014, 21:24

cr (Beitrag #35) schrieb:
Ich kann mich aber erinnern, dass es so VHS-Grabber (Hardware) schon um 50 Euro oder weniger gab.
Dass man da 100 GB Speicher gebraucht hätte, ist mir auch neu, denn das war vor 5-6 Jahren noch relativ viel.
Und mit den heutigen Prozessoren kann man das sowieso on the Fly komprimieren, selbst meiner, der nicht mal ein i3 ist, braucht für eine ganze DVD 10-15 Minuten. Somit können 90 Minuten einer VHS kein Problem für Echtzeitkomprimierung sein.


Ich erinnere mich an meinen ersten PC, ein 486-er. Da konnte ich auch alles machen. Heute würde ich Schwierigkeiten haben diese Internet-Seite zu öffnen.
Ich erinnere mich auch an meine erste 3MP-Digitalkamera und wie super die Qualität der Fotos gewesen ist, im Vergleich zu den analogen Billig-Knipser.

Und ich erinnere mich an ein VHS-DVD-Kombi, welches ich vor 2 Monaten bestellt habe um meine VHS-Kasetten zu digitalisieren, und der nach 2 Tagen per Reotur zurück ging.

Warum sich an früher erinnern und mit dem zufrieden geben was damals möglich war, wenn heute eine vielfach bessere Qualität möglich ist? So viel sollte die VHS-Aufnahmen wert sein...

Ich finde die Digitalisierungsmethode von AlexG1990 sehr gut und danke ihm für seine Mühe.
Seine Recherche hat mir persönlich wochenlange Recherche nach qualitativ bestmöglicher Methode erspart.
baehm
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 24. Jun 2014, 21:12
Erstmal vielen Dank für die super Aufstellung!

2 Fragen habe ich allerdings noch:

1. Welchen VHS Rekorder sollte ich am besten verwenden? Gibt es da auch bestimmte Modelle?

2. Welche Vorteile hat die Methode mit dem Panasonic HDMI Rekorder?
Ich hatte jetzt folgendes vor:

VHS "S-VHS" - Panasonic DMR ES - 10 "Component" - Black Magic Karte - PC

Was für eine Qualitätsverbesserung sollte da noch HDMI bringen?

Gruß
benduwan
Neuling
#38 erstellt: 21. Okt 2014, 19:37
wie sind die tests gelaufen?gibt es ergebnisse zum ULTIMATIVEN überspielen der vhs-kassetten?@alexg1990
Mifsud
Neuling
#39 erstellt: 04. Nov 2014, 13:34
Es wäre tatsächlich sehr schade, wenn dieser Thread so kurz vor einer Lösung im Sande verläuft...
Brokolue
Schaut ab und zu mal vorbei
#40 erstellt: 10. Nov 2014, 15:04
puh, super viel input hier, aber leider hab ich die Methode von AlexG1990 nicht verstanden...

warum mehr als einen Player verwenden? wofür der der HDMI-Splitter? kann noch mal Jemand den Vorgang beschreiben, was genau gemacht wird?

für mich würde eine "einfache" Lösung so klingen:

Panasonic-Gerät mit HDMI > via HDMI > Blackmagic-Karte >in den PC

eine Lösung des Problems wäre der HAMMER
sevenup666
Schaut ab und zu mal vorbei
#41 erstellt: 11. Nov 2014, 23:08
Einfach bei google diesen Suchbegriff eingeben und eure Fragen werden beantwortet
"Zeitgemäßes hochwertiges analoges Capturing per USB oder HDMI"
pxler1
Neuling
#42 erstellt: 29. Nov 2014, 19:22
Hallo ich habe mir bis jetzt auch diesen Thread durchgelesen.
Ich bin auch neu hier und wir möchten unsere Privaten S-VHS Aufnahmen von früher digitalisieren.
Das mit der Intensity Karte verstehe ich bis jetzt aber wofür brauche Ich eigentlich den DVD Recorder?
Speichert die Karte nicht schon,wenn ich Sie am Videorecorder anschließe?
Vielleicht kann mich nochmal einer aufklären, da Ich vor dem Kauf der Karte nochmals genauer informiert werden will.
Wie sind denn eure Ergebnisse bis jetzt?

Vielen Dank im Voraus
Pxler1
AlexG1990
Inventar
#43 erstellt: 01. Dez 2014, 05:57
Hallo Leute!

Ich bin nach Ewigkeiten jetzt endlich mal wieder hier!!

Es tut mir Leid, dass ich einige hier so hängenlassen habe - das Wissen über das Thema ist nicht sehr verbreitet, und deshalb will ich das hier auf jeden Fall nochmal kundtun!
An die, die mich zwischenzeitlich angeschrieben und keine Antwort bekommen haben: SORRY!!
...ich hofft ihr habt noch nicht aufgegeben!


Es wäre tatsächlich sehr schade, wenn dieser Thread so kurz vor einer Lösung im Sande verläuft...

Das will ich doch verhindern!

Also - in alter Frische:

Wie #sevenup666 schon richtig erkannt hat - Zunächst noch einmal den Link zu dem Thema aus dem Gleitz-Forum, wo wir das ganze erarbeitet haben:
http://forum.gleitz....ng-per-USB-oder-HDMI
...auch die einfachen USB-Grabber tauchen darin auf, und stellen sich ziemlich schnell als unbrauchbar heraus!

Man muss die Materie genauso hochwertig angehen, wie im Bereich der Audio-Technik! Auch wenn vieles in Sachen Analog-Video noch etwas komplizierter ist, es gibt viele Parallelen zum Audio-Bereich...

Zunächst noch einmal "grob" um was es geht:

1. Der VHS-Recorder:

Das VHS-System ist ein analoges Schrägspur-MAZ-System, das ein komplettes PAL-Signal (bzw. NTSC) analog aufzeichnet und wiedergibt. Dazu gibt es einfachen Längsspur-Mono-Ton (ähnlich Audio-Kassetten, nur deutlich schlechter), sowie (optional) eine HiFi-Stereo-Tonspur, die im Schrägspur-FM-Verfahren aufgezeichnet wird.

Das analoge Video-Signal erfährt bei der Aufzeichnung eine Bandbreitenbegrenzung, was die horizontale Auflösung des PAL-Signales noch einmal merklich reduziert. Dazu kommen Bildrauschen, eine leichte Verschiebung des Farbsignales gegenüber dem SW-Helligkeitssignal, sowie so genannter "Jitter" ("Bildwackeln"), der durch mechanische Ungenauigkeiten bei Aufnahme und Wiedergabe entsteht.

Die Tonspur in FM-Stereo kann dagegen sehr hochwertig sein, problematisch sind hier leichte Abweichungen des DBX-ähnlichen Compander-Systems von Recorder zu Recorder (vergleichbar mit den Problemen verschiedener Kassettendecks), sowie "Knattergeräusche" bei unpassendem Abspielgerät bzw. inkorrektem Tracking.

Es gibt unzählige Geräte. In vielen Fällen ist das damalige Aufnahmegerät auch der richtige Abspiel-Recorder.


2. Die Digitalisierung:

Hier muss man sich zunächst klarmachen, was hier geschieht: Ein PAL-Signal muss normgerecht digitalisiert werden (korrekte Pegel für Schwarz- und Weißpunkt, korrekter Bildausschnitt, volle Bandbreite, volle 8-Bit-Farbtiefe, etc. sind die Anforderungen). Dazu kommt, dass die Video-A/D-Wander für instabile Videosignale, wie sie vom VHS-Band kommen, geeignet sein muss und das Bild dabei möglichst gut stabilisieren sollte. Dabei kommt ein Videostream heraus, der eine Auflösung von 720x576 Bildpunkten bei 25fps (worin sich 50 interlaced-Halbbilder oder 25 Vollbilder verbergen können) vorweist, die im YUY2-4:2:2-Farbformat vorliegen (1x SW-Bild mit voller Auflösung, 2x Farb-Differenzsignale mit halber horizontaler Auflösung).
Parallel dazu muss ein Stereo-Audiosignal digitalisiert werden. Hier kommt es wie im HiFi-Bereich auf linearen Frequenzgang, guten Rauschabstand und korrekten Pegel an. Standard bei der Video-Digitalisierung ist PCM-Audio mit 48kHz, 16-Bit Stereo.

Die genannten Zielformate (digitales PAL-Format) entsprechen u.a. den Spezifiaktionen der Video-DVD sowie dem DV-Format. Allerdings wird eine abschließende Komprimierung der Rohformate heute eher selten noch als MPEG2 oder DV vorgenommen, da die Codecs veraltet sind. Da Videodateien heute am ehesten am PC, auf mobilen Geräten oder Smart-TVs angeschaut und auf Festplatten archiviert werden, bieten sich moderne Codecs wie H.264/MP4 oder DivX an.

Da eine softwareseitige Nachbearbeitung (Korrektur der Farbverschiebung und Eliminieren von Bildrauschen) nötig ist, ist es sehr von Vorteil, die Bilddaten unkomprimiert in den PC zu bekommen, da so Verluste vermieden werden. Abschließend kann das Video per Software in ein Zielformat encodiert werden, was als Videodatei auf allen erkenklichen Geräten abspielbar ist.

Es hat sich nach umfangreichen Tests gezeigt, dass keine der bekannten "USB-Grabber" befriedigende Ergebnisse liefern kann! Entweder sind die Video-Wandler derartig fehlerhaft, dass kein gutes Bild zu Stande kommen kann, oder der Audio-A/D-Wandler taugt nichts, etc. Außerdem gibt es praktisch immer Probleme mit Asynchronitäten zwischen Audio und Video.
Die einzigen Geräte die all diese Disziplinen sehr gut meistern, sind DVD-Recorder! Hier sind mit Abstand die besten AV-ADCs verbaut. Allen voran sind hier Geräte von Panasonic zu nennen, die exzellente ADCs besitzen, die dazu noch einige Features speziell für VHS aufnahmen besitzen.
Nun gibt es das Problem, dass diese Geräte nur intern auf Festplatte oder DVD aufnehmen können - beides lässt sich nur sehr umständlich per PC auslesen - außerdem erfolgt die Aufnahme im MPEG2-Format, was für eine weitere Bearbeitung und Codierung in ein modernes Videoformat sehr hinderlich ist.

Nun haben wir im Forum eine Methode gefunden, einen DVD-Recorder als reinen Video-A/D-Wandler zu verwenden, und den unkomprimierten Videostrom von dort aus 1:1 in den PC zu transferieren.
Hierfür wird der DVD-Recorder im Durchschleifbetrieb betrieben und das digitalisierte Videobild in Echtzeit per HDMI als natives 576i ausgegeben. Nun suchten wir eine PC-Interface-Karte die HDMI-Streams aufnehmen und unkomprimiert auf den PC bringen kann. Es gibt genau eine Lösung: Die Intensity Pro bzw. -Shuttle Karte von Blackmagic Design. Alle anderen HDMI-Capture-Lösungen haben eine Hardware-Komprimierung, die wieder sehr hinderlich ist. Die Karte gibt es zum einen als PCI-Express-Erweiterungskarte (Pro), sowie extern für den USB3.0-Port (Shuttle).
Da der HDMI-Ausgabe-Stream des DVD-Recorders aber HDCP-geschützt ist, benötigen wir noch einen speziellen HDMI-Splitter, der zwischen DVD-Recorder und Capture-Karte geschaltet wird.


3. Bearbeitung:

Die Rohaufnahmen benötigen temporär ca. 75GB pro Stunde auf der Festplatte. Jetzt können Farbabweichungen korrigiert, Ränder beschnitten und ins Endformat encodiert werden. Am Ende kann z.B. eine lupenreine MP4-Datei stehen, die auf jedem PC, Smart-TV, Smartphone oder Tablet abgespielt werden kann.

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Was auf jeden Fall benötigt wird:

- PC oder Laptop mit PCI-Express-Slot oder USB3.0, 500 bis 1000 GB Festplatte
- Blackmagic Intensity Pro (PCI Express) oder Intensity Shuttle (USB3.0)
- Exakt DIESER HDMI-Splitter: http://www.amazon.de...ywords=hdmi+splitter
- 2x HDMI-Kabel
- Scart-Kabel
- Panasonic DVD-Recorder der DMR-EHxxx-Serie (ab EH65) oder DMR-EX-Serie
- entsprechender VHS- oder S-VHS-Recorder

Alles weitere könnt ihr dem Thread entnehmen. Es braucht einiges an Einarbeitungszeit, und es empfiehlt sich, den Thread einmal komplett durchzuarbeiten!

=========================

Nun kurz zu euren Fragen:


Haben die HDMI-Rekorder mal abgesehen von vielleicht "leichterer" Anschluss-Art einen weiteren Vorteil gegenüber dem DMR-ES10 (den habe ich bereits)?

Ja! Die Geräte werden dabei in Kombination mit der Capture-Karte zu hochwertigen "externen A/D-Wandlern", ohne noch einmal nach analog zu wandeln und erneut zu digitalisieren.

Der "alte" ES10 besitzt leicht andere A/D-Wandler, die VHS-Signale noch besser stabilisieren können, als es die "neueren" Geräte tun. Dafür bietet der ES10 nur analoge Ausgänge, was eine 2. D/A-A/D-Wandlung nötig macht. Ideal lässt sich der ES10 in Kombination mit einem neueren Panasonic mit HDMI einsetzen, der wiederum das Signal per HDMI an die Capture-Karte weiterreicht.

Die analogen Eingänge der Intensity-Karte sollten tunlichst NICHT verwendet werden - warum ist jetzt zu kompliziert zu erklären...

Das klingt nach einem haufen Geräte: ES10, ein weiterer DVD-Recorder, Splitter, Intensity, ...
...aber es lohnt sich!

BITTE keine billigen "USB-Grabber" verwenden - die sind allesamt unbrauchbar!


warum mehr als einen Player verwenden?

Ein einziger Panasonic-Recorder mit HDMI + Splitter + Intensity-Karte reicht in vielen Fällen bereits völlig aus! Lediglich wenn sehr alte bzw. instabile VHS-Aufnahmen ins Spiel kommen, kann es sich lohnen, noch einen weiteren Panasonic-Recorder (genauer einen DMR-ES10) davor zu hängen. Der Eingangs-ADC dieses speziellen Recorders kann VHS-Signale in besonderem Maße stabilisieren. Da an diesem älteren Modell leider keine HDMI-Ausgabe möglich ist, muss das analoge Ausgangssignal weiter in einen 2. Panasonic-Recorder mit HDMI-Ausgabe geleitet werden.

Bitte nicht NUR einen DMR-ES10 an den analogen Eingängen der Intensity-Karte betreiben - die Eingänge der Intensity-Karte sind nicht 100% normgerecht - daher muss ein Panasonic-Recorder mit HDMI-Ausgabe als primärerer A/D-Wandler dienen.


für mich würde eine "einfache" Lösung so klingen:

Panasonic-Gerät mit HDMI > via HDMI > Blackmagic-Karte >in den PC

Ja, das reicht in 98% der Fälle auch aus! Wichtig ist auch hier, den genannten HDMI-Splitter zwischenzuschalten!
Der 2. Recorder (DMR-ES10) wird nur zur Stabilisierung sehr schlechter/teildefekter Aufnahmen benötigt!


Das mit der Intensity Karte verstehe ich bis jetzt aber wofür brauche Ich eigentlich den DVD Recorder?

Der DVD-Recorder dient als Umwandler der analogen Videosignale des VHS-Players in digitale Daten. Man kann das mit dem Audio-Bereich vergleichen, wo man früher z.B. MD- oder CD-Recorder per SPDIF im Durchschleifbetrieb als A/D- oder D/A-Wandler am PC eingesetzt hat, weil dessen Soundkarte zu schlecht war.
Die Video-A/D-Umwandler in Panasonic DVD-Recordern schlagen jede "günstige" PC-Lösung um Längen!
Die Intensity-Karte dient hier nur als "digitales Interface", um HDMI-Daten in den PC zu bekommen.
Diese Karte bietet zwar selbst analoge Eingänge, die aber für VHS-Signale gänzlich ungeeignet sind!

Die Blackmagic-Karte ist die einzige Lösung, HDMI-Signale unkomprimiert in den PC zu bekommen. Game-Capture-Hardware mit HDMI-Eingang wie z.B. von Hauppauge sind kaum geeignet, da diese intern bereits komprimieren, bevor der Video-Stream im PC ankommt...

Ich hoffe ich habe euch ein wenig weitergeholfen bis jetzt!

Gruß Alex
cr
Moderator
#44 erstellt: 03. Dez 2014, 00:09
Aber das Problem ist doch, dass die DVD-Rekorder die Kauf-VHS-Videos wegen Macrovision verweigern.

Ich habe mir mal eine damals und ich glaube noch immer nicht erhältliche VHS in einem DVD-Rekorder brennen lassen. Der Transfer war so gut wie das Original. Wäre eigentlich das einfachste, wenn man gleich eine DVD bekommt, die man dann auch leicht im PC einlesen kann (wer die DVD nicht braucht, macht halt nur DVDRWs und überschreibt sie immer wieder). Das war allerdings ein Profigerät, das sich um keine Macrovision kümmerte.
AlexG1990
Inventar
#45 erstellt: 03. Dez 2014, 07:19

Aber das Problem ist doch, dass die DVD-Rekorder die Kauf-VHS-Videos wegen Macrovision verweigern.

Bei einem Macrovision-Signal wird trotzdem "on-the-fly" kontinuierlich weiter digitalisiert. Sonst würdest du im Durchschleifbetrieb hinter dem DVD-Recorder kein Bild mehr bekommen. Das Macrovision wird lediglich von der Firmware erkannt, und der Recorder verweigert dann eine interne Aufnahme auf HDD oder DVD. Da bei meinem oben genannten Verfahren der Recorder aber nur als A/D-Wandler im Durchschleifbetrieb dient, funktioniert es ohne Probleme!


Wäre eigentlich das einfachste, wenn man gleich eine DVD bekommt, die man dann auch leicht im PC einlesen kann (wer die DVD nicht braucht, macht halt nur DVDRWs und überschreibt sie immer wieder).

Naja, DVDs sind schon ein wenig veraltet, vor allem selbst erstellte. Außerdem ist man bei Video-DVD an den alten MPEG2-Codec gebunden. Direkt per Recorder auf DVD kannst du lediglich die eingebaute Rauschreduktion verwenden. Die Farbverschiebung und die unsauberen Bildränder (die du am Fernseher nur wegen dem Overscan nicht siehst), lassen sich so nicht beseitigen. Es wird direkt nach MPEG2 encodiert. Wenn man dann am PC weiterbearbeiten will, muss man mit den MPEG-Verlusten leben. Die halten sich nur "einigermaßen" in Grenzen, wenn man mit vollen 8Mbit/s aufnimmt, und dann geht nur 1 Stunde auf eine DVD...
Außerdem ist DVD-Brennen und am PC wieder auslesen sehr zeitraubend.

Mit einem DVD-Recorder als A/D-Wandler, über HDMI als unkomprimiertes YUV-Signal in den PC, eröffnet alle Bearbeitungs- und Encodiermöglichkeiten.

Und nochmal: Bitte KEINE USB-Grabber verwenden! Die A/D-Wandler sind allesamt unter aller Kanone, und man bekommt immer AV-Asynchronitäten und Bildausfälle.

Nur die A/D-Wandler von Panasonic-DVD-Recordern und Canopus-Schnittkarten sind wirklich hochwertig und normgerecht...haben wir im Gleitz-Forum alles belegt, gemessen und getestet!

Gruß Alex
hamizi
Neuling
#46 erstellt: 09. Jan 2015, 22:12
Hallo allerseits,

lese dieses Thema seit ein paar Tagen und fand die Erklärungen und technischen Beschreibungen von AlexG1990 sehr interessant und super ausführlich.
Auch ich habe noch alte VHS-Kasetten und noch ältere Betamax mit einem guten Betamax Sony Gerat.
Habe mir nach AlexG1990 Empfehlung den Panasonic ES15, fand den als erstes, ich denke der müsste auch gut sein, ist auch Baujahr 2005 ersteigert.
Frage hat der DMR-ES15 genau den gleichen AD-Wandler wie der DMR-ES10 mit Hardware-3D-Rauschminderung?

Habe heute meine erste VHS-Kasette auf DVD-RAM als VR-Datei aufgenommen. Diese dann mit dem Programm "TMPGEnc Video Mastering Works 5" als MP4 Datei encodiert.
Die Qualität ist super besser, erscheint auf dem Computer noch einen Tick besser als das VHS-Video am Fernsehen. (natürlich subjektiv)

Ich benötige eigentlich nicht den Weg über Computerkarte, weil ich eigentlich die meisten VHS-Videos auf DVD brennen will. Dann werde ich direkt eine DVD-R Disk verwenden.

Nochmals vielen Dank für das ausführliche Themam wollte mir ursprünglich den ganz oben abgebildeten AD-Wandler kaufen, aber nach dem Artikel hab ich mir den Panasonic DVD-Recorder bei Ebay ersteigert.

Frage: Für das DVD-Recordimg ist es ja wohl egal ob VHS oder Betamax oder?
Eigentlich müsste die Qualität noch besser werden, da die Betamax-Aufnahmen am Fernseher besser erscheinen.

Gruß
Hamizi
cr
Moderator
#47 erstellt: 11. Jan 2015, 00:15
Und der Rekorder weigert sich nicht, VHS (oder BetaMax) einfach so auf DVDRAM/RW/R zu brennen? Trotz analoger Macrovision? Oder hast du zufällig nur eine macrovisionsfreie Cassette erwischt...?
hamizi
Neuling
#48 erstellt: 11. Jan 2015, 17:56
Hallo CR,

habe nur eine alte sekbst aufgenommene Rockpalast VHS-Kasette überspielt. Mir gehtes es hauptsächlich um eigen aufgenommene Kasetten. (Music und Familie)

Gruß
Hamizi
cr
Moderator
#49 erstellt: 11. Jan 2015, 20:00
Ach so schade, wäre interessant gewesen.
Soundwelle
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 04. Feb 2015, 19:07
Ich habe noch einen Elro Video Limiter VL 220. Darf man den eigentlich verkaufen, oder macht man sich mittlerweile alleine dafür schon strafbar?
Doc_Boy
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 14. Apr 2015, 18:38
Grandioser Thread. Toll wie viel Input ihr gesammelt habt, besonders AlexG1990.

Eine Frage hätte ich noch:

Wie groß ist denn der Qualitätsunterschied, wenn ich den Panasonic ES10 per Component direkt an die Blackmagic anschließe im Vergleich zur HDMI-Variante? Müsste der D/A Wandler der Blackmagic, wenn er ein stabiles Signal bekommt, nicht genauso leistungsfähig sein?

EDIT: Würde auch diese kleine Blackmagic reichen?
http://www.videodata...k-Mini-Recorder.html


[Beitrag von Doc_Boy am 15. Apr 2015, 21:04 bearbeitet]
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