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MP3 s unterschiedliche Datenraten umwandeln?

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Sonyfreak2
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Jan 2014, 19:06
Hallo,
ich bekam von einem Bekannten 3 DVDs, auf der MP3 Musik mit unterschiedlichen Datenraten ist.
Vorab noch dazu gesagt, die DVDs konnten (m.M. nach) wegen verschachtelter Dateistrukturen und diesen unterschiedlichen Datenraten, von Home DVD-Playern und Blurayplayern (habe es mit meinem Sony Blurayplayer probiert), nicht gelesen werden.
Ich habe begonnen, diese unterschiedlichen Datenraten zu sortieren und zwar so, dass z.B. 128 Kb/s Stücke in einem Ordner (nach Bandnamen dann nochmals sortiert) gespeichert sind.
Nun taucht aber z.B. eine Datenrate von 160 Kb/s auf, die Programme wie Audacity zwar beherrschen. Nur ich denke, manche MP3 Player, Autoradios usw. nicht. Um dem zu begegnen, möchte ich nun diese mit einem Programm unter Linux (so eines von Audio CD auf Mp3 habe ich unter Ubuntu) neu mit einer niedrigeren Datenrate, erstellen/komprimieren. Anschliessend die einzelnen Ordner mit der gleichen Datenrate auf CDs brennen, sodass mein Bekannter diese z.B. auf seinem CD-Player im Auto abspielen kann. Ausserdem muss ich später sämtliche MP3 Stücke im Pegel angleichen. Dafür benutze ich z.B. Mp3 Gain.
Ist das möglich diese umzuwandeln z.B. von 160 Kb/s auf 128 Kb/s herunter? Wenn ja, wie heisst das Programm/Paket unter Linux?
Ich weiss das dadurch etwas an Klangqualität verloren geht, aber das ist nicht so wichtig, weil die Musik meistens im Auto gehört wird.

Vielen Dank für die Infos!

Grüsse
Helmut
smutbert
Stammgast
#2 erstellt: 15. Jan 2014, 20:40
160kb/s ist eigentlich eine übliche Datenrate genauso wie 128, 192 256 und 320kb/s. Damit sollten Abspieler wirklich keine Probleme haben. Bevor ich auf flac umgestiegen bin habe auch zuerst lange Zeit 160kb/s und erst später 256 und 320kb/s verwendet.
Was mancher (älterer) Abspieler nicht mag, sind variable Bitraten, aber auch das sollte eigentlich schon lange kein Problem mehr sein. Einen einfachen und sicheren Weg Dateien mit variablen Datenraten zu identifizieren, weiß ich auf die Schnelle allerdings auch keinen, weil es mehrere unterschiedliche und teils eigentlich falsche Varianten gab das in den Metadaten festzuhalten.
Auch unübliche oder fehlerhafte ID3-Tags oder gar zu neue ID3-Tag-Versionen können mit Abspielern Probleme verursachen.

Natürlich könntest du all diese Schwierigkeiten beseitigen indem du die MP3s neu enkodierst (darauf läuft dein Vorhaben zwangsläufig hinaus), aber wenn du zB eine MP3-Datei mit 160kb/s neu mit 128kb/s enkodierst ist das Ergebnis nicht nur schlechter als die ursprüngliche Datei sondern auch schlechter als wäre sie gleich von vornherein mit 128kb/s kodiert worden.

mp3gain ist normalerweise ja nur ein Wert, der in die Metadaten/ID3-Tags der MP3 geschrieben wird und den durchschnittlichen und/oder maximalen Pegel der Datei oder die Lautheit angibt, damit der Abspieler dann weiß, ob er die Datei gegebenenfalls lauter oder leiser abspielen soll.

Zur Software:

  • Du könntest die Dateien zuerst einmal überprüfen, um herauszufinden woran die Probleme vielleicht liegen könnten. Ich habe dafür oft MP3 Diags verwendet [1], aber es gibt noch viele weitere zT auf bestimmte Teile spezialisierte Programme [2], zB zum Reparieren der Metadaten von VBR-Dateien [3].
  • Neu enkodieren könntest du Dateien zB mit xcfa (mein Liebling [4]) oder auch soundconverter [5] oder… [6]. Bei vielen der Programme wirst du vielleicht den Umweg über ein anderes Format nehmen müssen, weil sie es nicht anbieten von einem Format noch einmal in das gleiche zu konvertieren.
    Wenn du da aber zB flac wählst, gibt es dadurch keine Verluste (zusätzlich zu den oben erwähnten, in dem Fall unvermeidbaren :() und auch die Metadaten (ID3-Tags) sollten erhalten bleiben, was bei WAV eher nicht der Fall wäre.
  • Die mp3gain Werte schließlich, lasse ich von meinem Abspielprogramm (quodlibet) in die Dateien schreiben. Auch hier gibt es aber sehr viele Alternativen [7].


[1] http://wiki.ubuntuusers.de/MP3_Diags
[2] http://wiki.ubuntuusers.de/%C3%9Cberpr%C3%BCfung_MP3-Sammlung
[3] http://tuxtweaks.com...te-mp3s-with-vbrfix/
[4] http://wiki.ubuntuusers.de/xcfa
[5] http://wiki.ubuntuusers.de/Soundconverter
[6] http://wiki.ubuntuusers.de/Audiodateien_umwandeln
[7] http://wiki.ubuntuusers.de/MP3Gain-GUI
Sonyfreak2
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Jan 2014, 21:09
Hallo Smutbert zuerst mal Danke für deine schnelle Antwort!
Woran es liegt, dass die DVDs nicht auf DVD-Playern läuft? Hmm....Ich denke, es liegt an den verschachtelten Dateien (mal 128, mal 192 Kb/s) auf der gleichen DVD und dazu noch Ordner mit vielen Unterordnern (Titel des jeweiligen Albums der Band)?! Da muss doch ein DVD-Player durcheinander kommen....?

Enkodieren mit Soundkonverter? Das Programm unter Ubuntu habe ich.
Das am besten in Flac? Von dort wieder auf MP3 in der Datenrate 128 Kb/s (falls vorher in 160 Kb/s)?
Gut....Das dürfte mit Soundkonverter kein Problem darstellen.

MP3 Gain: Ja das viel mir als erstes ein, weil ich das von Windows her kenne und hier unter Linux (Ubuntu, Kanotix) auch fand.
Ich sehe mir mal deine Links an. Vielleicht findet sich etwas, was mir zusagt.
Ach bevor ich es vergesse: MP3 Gain gefiel/gefällt mir so gut, weil man in einem Rutsch die MP3 Dateien in der Lautstärke anpassen kann.
(auf den DVDs sind viele Dateien von Album zu Album, unterschiedlich im Pegel/Lautstärke)
audiophilanthrop
Inventar
#4 erstellt: 15. Jan 2014, 21:47
Ich denke, das Problem ist nur die Ordnerstruktur (/ Ordner- und Dateianzahl), nicht die Datenrate. Sch... Primitivfirmware. Erinnert mich immer so an meinen ersten MP3-Player anno 2005... nee, so übel war auch der nicht, war'n Cowon, der konnte Ordnerstrukturen. Aber das Autoradio bei meinen Eltern ist mit USB-Stick auch so spaßig zu bedienen.

Wo soll denn der Kram jetzt überall abgespielt werden? Wäre es nicht evtl. eleganter, einen einzigen, aber dafür richtig funktionierenden MP3-Player zu rekrutieren und den jeweils anzustöpseln? (Klassischer Clip+ mit Rockbox oder so?) Von Geräten mit derart eingeschränkter Bedienbarkeit würde ich mich freiwillig nicht mehr terrorisieren lassen. Die taugen dafür halt nix und fertig.
"Don't ask what you can do for your devices... ask what your devices can do for YOU."


[Beitrag von audiophilanthrop am 15. Jan 2014, 21:53 bearbeitet]
DaleWintry
Stammgast
#5 erstellt: 15. Jan 2014, 22:38

smutbert (Beitrag #2) schrieb:
mp3gain ist normalerweise ja nur ein Wert, der in die Metadaten/ID3-Tags der MP3 geschrieben wird und den durchschnittlichen und/oder maximalen Pegel der Datei oder die Lautheit angibt, damit der Abspieler dann weiß, ob er die Datei gegebenenfalls lauter oder leiser abspielen soll.

Das auch. Aber wenn ein Player kein RG beherrscht, so wie mein Iriver, ändert MP3Gain die Lautstärke der MP3s, ohne neu zu encodieren.

Servus
cr
Moderator
#6 erstellt: 15. Jan 2014, 23:25
Ordnerstruktur kann das eine sein, und das Dateisystem das andere.
Dateissysteme wie UDF, die längere Dateinamen zulassen, können meist nicht gelesen werden. Hatte dasselbe Problem mit einer mp3-CD fürs Auto. Ich glaube, ich musste sie dann als ISO-Dateisystem brennen.
Kopier die DVD einfach um, ohne Ordnerstruktur, zulässiges Dateisystem, und die Sache hat sich
*Nightwolf*
Inventar
#7 erstellt: 16. Jan 2014, 01:47
So würde ich es auch machen. Das Transkodieren zwischen zwei MP3 Qualitätsstufen würde ich unter allen Umständen vermeiden. Außerdem sollte das kein Problem darstellen mit unterschiedlichen Bitraten. Eigentlich "vergessen" die Player sofort, wie eine Datei war, die sie gespielt haben und kümmern sich dann ausschließlich um die neue.

Leider kenne ich mich mit Linux nicht aus, aber es wird sicher dort etwas ähnliches geben. Bei Foobar z.B. kann man eine Option wählen, die sich "Fix MP3 Header" nennt. Das hilft oft gegen manch ungewöhnliche "Interpretation" des Standards. Außerdem kann man damit die Tags in ein bestimmtes Format konvertieren wie ID3 oder Ape, was oftmals die Kompatibilität erhöht, da sich manche Player immernoch gegen sehr alte oder auch aktuelle Standards "wehren".
Sonyfreak2
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 16. Jan 2014, 16:50

audiophilanthrop (Beitrag #4) schrieb:
Ich denke, das Problem ist nur die Ordnerstruktur (/ Ordner- und Dateianzahl), nicht die Datenrate. Sch... Primitivfirmware. Erinnert mich immer so an meinen ersten MP3-Player anno 2005... nee, so übel war auch der nicht, war'n Cowon, der konnte Ordnerstrukturen. Aber das Autoradio bei meinen Eltern ist mit USB-Stick auch so spaßig zu bedienen.

Wo soll denn der Kram jetzt überall abgespielt werden? Wäre es nicht evtl. eleganter, einen einzigen, aber dafür richtig funktionierenden MP3-Player zu rekrutieren und den jeweils anzustöpseln? (Klassischer Clip+ mit Rockbox oder so?) Von Geräten mit derart eingeschränkter Bedienbarkeit würde ich mich freiwillig nicht mehr terrorisieren lassen. Die taugen dafür halt nix und fertig.
"Don't ask what you can do for your devices... ask what your devices can do for YOU."

Zuerst mal, ich habe die DVDs nicht gebrannt. Das tat ein anderer gemeinsamer Bekannter von uns beiden.
Das Problem denke ich auch, liegt bei der Ordnerstruktur wie sie auf die DVDs gebracht wurde.
Nur: Ich muss jetzt dieses Chaos von den DVDs entweder auf CDs brennen oder auf 1 USB-Stick mit 16 GB oder 3 jeweils 8 GB Speichervermögen (es sind 3 DVDs mit jeweils gut 4,5 GB...)....
Gut, ich könnte nun wahllos alle Musikstücke einer Band zusammenfassen und auf einen Stick bringen usw.....
Aber da streiken manche Autoradios, wenn die Sticks grösser als 8 GB sind. (zumindest mein Sony mag die nicht; Kollege hat eines von Kenwood)
Ausserdem sind manche Stücke dabei, die 1. keinen Dateinamen (nicht MP3 Tags) haben und so man nicht unterscheiden kann, welches Stück welchen Titel hat und nicht ein Stück mit gleichlautendem Dateinamen überschreibt und 2. unterschiedliche Pegel (Lautstärke/Dynamik) haben, sodass man im Auto einmal leise das eine Stück hört und plötzlich ein viel lauteres durch die Lautsprecher "brüllt" (Schrecksekunde beim Autofahren?)....


[Beitrag von Sonyfreak2 am 16. Jan 2014, 16:55 bearbeitet]
Sonyfreak2
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 16. Jan 2014, 16:53

cr (Beitrag #6) schrieb:

Kopier die DVD einfach um, ohne Ordnerstruktur, zulässiges Dateisystem, und die Sache hat sich

Ähhh, ich muss das Ganze entweder auf CDs oder mehrere USB-Sticks für das Autoradio "verteilen" und einige Stücke im Pegel korrigieren. (Lautstärke)
Sonyfreak2
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Jan 2014, 17:02
Also nochmals zum Rekapitulieren:
1.Dateiordnerstruktur auf den DVDs ignorieren
2.Musikstücke (unabhängig von der Datenrate) einer Band zusammenfassen (evtl. Pegelanpassung und Dateinamen ändern)
3.Die angepassten Musikstücke einer Band auf einen oder mehrere USB-Stick bringen, der/die im Autoradio abgespielt wird/werden

Habe ich das so richtig aufgefasst?
cr
Moderator
#11 erstellt: 16. Jan 2014, 17:51
Du kannst doch genau das, was auf einer DVD ist, wieder auf eine brennen. Löse alle Ordner auf und brenne es im vom Player unterstützten Dateisystem (iso oder was man halt für mp3 braucht).
Slatibartfass
Inventar
#12 erstellt: 16. Jan 2014, 18:12
Es gibt übrigens auch DVD-Player, die MP3-Files nur von CDs lesen können, aber nicht von DVDs.
Das gilt im Übrigen auch für die meißten Autoradios.

Den Pegel mit Neucodierung korrigieren und sich dadurch Qualitätsverluste einhandeln, würde ich mir im Übrigen auch sparen.

Slati
cr
Moderator
#13 erstellt: 16. Jan 2014, 18:15
Ich würde auch an den Dateien selbst kein einziges Bit verändern, also keine Levelanpassung. Der Schaden ist größer als der Nutzen bei verlustbehafteter Kompression.
Sonyfreak2
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 16. Jan 2014, 18:33

cr (Beitrag #11) schrieb:
Du kannst doch genau das, was auf einer DVD ist, wieder auf eine brennen. Löse alle Ordner auf und brenne es im vom Player unterstützten Dateisystem (iso oder was man halt für mp3 braucht).

Nee eben das nicht! Mein Bekannter will die Musik via USB-Stick oder CD im Autoradio hören.
Vielleicht vergass ich zu sagen, dass das Autoradio keinen DVD-Player, sondern nur einen CD-Player (der MP3 Files abspielt) und einen USB-Eingang hat?
cr
Moderator
#15 erstellt: 16. Jan 2014, 18:41
Mit USB ist es ja einfach, alle Dateien direkt auf den Stick kopieren. Der Stick sollte für ältere Player formatiert auf FAT32 sein.
DaleWintry
Stammgast
#16 erstellt: 16. Jan 2014, 19:18

DaleWintry (Beitrag #5) schrieb:
Aber wenn ein Player kein RG beherrscht, so wie mein Iriver, ändert MP3Gain die Lautstärke der MP3s, ohne neu zu encodieren.

Servus
Sonyfreak2
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 17. Jan 2014, 11:26

cr (Beitrag #15) schrieb:
Mit USB ist es ja einfach, alle Dateien direkt auf den Stick kopieren. Der Stick sollte für ältere Player formatiert auf FAT32 sein.

Klar alle Sticks werden (wenn nicht schon geschehen), auf FAT32 formatiert auch wenn ich Daten (MP3s) unter Linux da drauf kopiere....
(Linux beherrscht auch Windows Dateiformate wie FAT32 und NTFS , nur nicht umgekehrt )
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