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Neue Laptops - Audio Line-In?

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Autor
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AlexG1990
Inventar
#1 erstellt: 03. Mrz 2015, 14:13
Hallo!

Wer kennt sich in der Praxis aus? Es geht mir um Laptops der letzten 3 Jahre bis hin zu ganz akutellen:
Gibt es die Möglichkeit, Line-In-Aufnahmen zu machen? Meistens sind seit vielen Jahren nur noch 2 Klinkenbuchsen für KH/Line-Out und Mic-In verbaut. Neuerdings oft nur noch eine 4er-Klinkenbuchse für kombinierten Line-/Mic-Anschluss...

Nun haben die Notebooks alle (überwiegend) Realtek HDA-Chips verbaut, die selbstverständlich Line-Level-Signale aufzeichnen können, was die selben Chips in Desktop-PCs mit separaten Buchsen auch tun!
Nur sind die Pins bei Laptops eben einfach nicht belegt.

Gibt es konkrete Ausnahmen? Lassen sich die Anschlüsse evtl. per Realtek-Manager anders belegen?

Bitte mal um ein paar Hinweise zu dem Thema!

(Bitte keine Antworten wie: "Wenn du den Mic-In ganz runterregelst, kann ich auch vom Plattenspieler aufnehmen" oder so...es geht darum, den ECHTEN Line-In der HDA-Chips nutzen zu können)

Danke!

Gruß Alex
fager
Inventar
#2 erstellt: 03. Mrz 2015, 19:44
Danach solltest du nicht dein Laptop auswählen. Einfach ein USB Audiointerface und fertig bist du.
audiophilanthrop
Inventar
#3 erstellt: 03. Mrz 2015, 20:42
Das Motto bei Notebooks heißt seit Jahren "dünner, leichter, billiger". Der Verfall hat dabei längst auch höherpreisige Business-Geräte erfaßt. Man kann ja heute froh sein, wenn man überhaupt noch einen separaten Stereo-Aufnahmeeingang bekommt, der dann eben als Kombieingang ausgeführt ist. Glück hat man vielleicht noch dort, wo es Dockingstation / Portreplikator gibt - etwa beim 90W-Dock von HP (wobei ich da jetzt nicht sicher wäre, ob das nicht doch wieder ein Kombieingang ist - und die Signalqualität wird schätzungsweise auch nicht besser, wenn 10000 Signale nebeneinander durch einen Dockingport gehen).

Und bei sowas wie einem Notebook einen Line-In nachrüsten, vergiß es. Man könnte probieren, ob sich ggf. der KH-Ausgang per Jack-Retasking zum Line-In umfunktionieren läßt, die Möglichkeiten der kleineren Chips sind dabei aber deutlich eingeschränkter als die der größeren - im Zweifelsfall gilt es das Datenblatt zu studieren. (Da die für die Eingangsimpedanz relevante Beschaltung beim Mic-Eingang extern ist, wäre dieser nicht geeignet.) Ich weiß gar nicht, wer überhaupt noch Realtek-Codecs verbaut, außer Fujitsu (und Lenovo bei kleineren Modellen - klassischerweise sind die ja eher auf Conexant festgelegt, während HP auf IDT abfährt). Acer anscheinend?

So bleibt am Ende dann doch wieder nur eine externe USB-Lösung - ab minimal ca. 50, besser ca. 70 Fragezeichen. Klar kann man auch mit einem UCA202 aufnehmen, aber so ganz das wahre ist das qualitativ nicht.
AlexG1990
Inventar
#4 erstellt: 05. Mrz 2015, 11:37

Das Motto bei Notebooks heißt seit Jahren "dünner, leichter, billiger".

Leider...wobei das "leider" nur die Anschlüsse betrifft - an sonsten bin ich bei der Miniaturisierung ja voll dabei ! Aber außer USB3.0, HDMI und Klinke braucht man ja eigentlich auch nix anderes mehr! Dass es da auf 1 (!) Klinkenbuchse ankommt...schon bescheuert...


Man könnte probieren, ob sich ggf. der KH-Ausgang per Jack-Retasking zum Line-In umfunktionieren läßt

Das geht dann wie gesagt wohl auch nur bei den "besseren" Realtek-/VIA-Chips.
Und die Sound-Wiedergabe könnte dann nur über die internen Lautsprecher erfolgen...


Da die für die Eingangsimpedanz relevante Beschaltung beim Mic-Eingang extern ist, wäre dieser nicht geeignet.

Interessant...aber ich weiß was du meinst und wo das Problem ist...


Ich weiß gar nicht, wer überhaupt noch Realtek-Codecs verbaut, außer Fujitsu (und Lenovo bei kleineren Modellen - klassischerweise sind die ja eher auf Conexant festgelegt, während HP auf IDT abfährt). Acer anscheinend?

Gute Frage! Ich merke, ich habe mich lange nicht mehr mit aktuellen Laptops beschäftigt!
Was haben "die" denn für Codecs?
IDT? Was ist das für ein Hersteller? Bei Connexant wusste ich auch nicht dass die Audio-Chips herstellen...


So bleibt am Ende dann doch wieder nur eine externe USB-Lösung - ab minimal ca. 50, besser ca. 70 Fragezeichen.

Und genau sowas ärgert einfach! Nicht nur wegen der unnötigen Kabelei - es sind einfach 50-70 € zuviel!
Wenn ich von meinem Mini-PC mit Realtek ALC889 tatsächlich komplett auf Laptop umsteige, dann sage mir jemand, welches (kompakte und "einfache"!) USB-Interface 192kHz/24-Bit bei solchen grandiosen Messwerten wie der ALC889-Chip bietet!
Ich wette, das wird nichts unter 150€!
AlexG1990
Inventar
#5 erstellt: 05. Mrz 2015, 13:06
EDIT:

Die ganzen "günstigen" Audio-Interfaces aus Ebay/Amazon scheinen wohl fast alle mit C-Media Chips zu arbeiten (die kleinen "Headset-Adapter"-Soundkarten mit eingeschlossen)...die sind alle Mittelklasse und machen 48/16 bei "brauchbaren" Rauschabständen.

Habe hier eine interessante Seite gefunden:
http://www.george-smart.co.uk/wiki/USB_Soundcard_Tests

Wie's aussieht, schein der DELOCK 61961 der beste zu sein, hat einen VIA VT1620A-Chip (192/24, 95/90dB S/N), und sollte damit in etwa auf das Niveau eines ALC892 kommen können:
http://www.via.com.tw/en/products/audio/usb/vt1620a/index.jsp

...habe ich mir gleich mal bestellt - mal einen RMAA-Test machen:
http://www.ebay.de/i...rksid=p2054897.l4275

Der "Pink"-In dürfte wie bei dem bekannten "Conrad-Adapter" (C-Media) auch als Stereo-Line-In nutzbar sein...

Warum gibt's nicht so ein etwas breiteres "Steckerchen" mit 5 Buchsen und einem ALC889 drin?


[Beitrag von AlexG1990 am 05. Mrz 2015, 13:08 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#6 erstellt: 17. Jun 2015, 00:15
UPDATE:

Hatte neulich den DELOCK 61961 mit VIA VT1620A-Chip zum Testen bestellt:
Vorab, er installiert sich sogar unter Windows XP "Plug'n'Play" als USB-Audiogerät und ist sofort nutzbar. Die Treiber von der beigelegten CD machen keinen Unterschied.
Im Windows-Mixer befindet sich dann unter Wiedergabegeräte genau 1 Master-Regler (+Wave bei XP), und dieser steuert den DAC in 100%-Stellung auch voll aus.

Nun bietet ja das Programm "RMAA" bekanntermaßen gute Testmethoden für Audiogeräte (Frequenzgang, Klirr, Rauschabstand, etc.).
Trotzdem habe ich meine eigene Testroutine, um erstmal einen Grob-Check zu machen:
Zunächst wird in Audacity ein Sinus bei 0dBFS (zwischen 50 und 1000 Hz) erstellt und mit 100%-Level ausgegeben. So kann ich mit dem Multimeter erstmal die Ausgangsspannung des DACs messen.
Dann wird der Line-In des selben Devices mit exakt diesem Signal auf 100% 0dBFS-Deckung gebracht (die Arbeitsspannung des ADCs ist immer die selbe wie die des DACs).
Nun wird ein Sweep-Sinus von 20-20000 Hz erstellt, und via Line-Out-auf-Line-in-Loop wieder aufgezeichnet. So sieht man erstmal Abweichungen im Frequenzgang. Im Spektrogramm sieht man eventuelle Oberwellen/Intermodulationen.
Ein weiterer Schwachpunkt einiger weniger Devices ist eine Sample-Verschiebung zwischen den L/R-Kanälen - auch diese lässt sich per Zoom auf die Scheitelwerte schnell ausschließen.
...so weiß man schon sehr gut, ob das Audio-Device etwas taugt.

Nun zum VIA VT1620A:
Wie oben bereits erwähnt, wird der DAC bei 100%-Stellung voll ausgesteuert.
Ausgangsspannung: ca. 1,1V RMS Sinus.
Rauschen: Das ist durchaus etwas überdurchschnittlich, wenn man die Anlage sehr weit aufsteuert. Jedenfalls rauscht er merklich mehr, als der SoundMAX-Chip meines 8 Jahre alten HP-Notebooks. Der Ausgang ist wohl als reiner Kopfhörer-Ausgang ausgelegt (Ausgangsimpedanz nicht gemessen).

Zur Aufnahme:
Der "Pink-In" meldet sich im Treiber als "Mikrofon", ist aber ein echter Stereo-Eingang mit einer Empfindlichkeit von ebenfalls 1,1V RMS. Diese wird bei minimaler Einstellung des Aufnahmereglers erreicht (ganz unten) - so wird bitidentisch vom ADC übernommen. Darüber wird nur digital hochgerechnet. Zum Mikrofon-Betrieb gibt es einen weiteren Haken, wobei eine weitere Verstärkung zugeschaltet wird.
Frequenzgang: "befriedigend" - in den Höhen bis 20kHz gibt es einen leichen Abfall und leichte "Wellen" von ca. 2dB. Außerdem scheint der ADC im oberen Grenzbereich leicht zu sättigen...
Auch der Rauschabstand lag nur ca. zwischen 70-80dB (im Loop). Ob es jetzt am Aufnahme-ADC oder am Wiedergabe-DAC liegt, kann ich nicht sagen, da ich keinen Quervergleich mehr gemacht habe...

Fazit: Eher enttäuschend...

Der "Conrad-Adapter" mit C-Media-Chip hat mich da tatsächlich wesentlich mehr überrascht! Auch wenn damit maximal 48/16 möglich ist, so sprechen die Werte doch für sich! Kann ich echt empfehlen...

Nachteil, wenn man einen solchen Adapter als Line-In verwenden will, sind bloß die etwas geringen
Arbeitsspannungen. Der Conrad-Adapter liegt sogar noch etwas unterhalb von 1,1V RMS (hatte ich nicht gemessen), muss mir erst wieder einen besorgen...

So ein Teil gehört finde ich in jeden Laptopkoffer, um mal schnell etwas von einem anderen Handy/Player überspielen zu können (auch wenn's ein IPhone ist ), oder um "on-the-go" mal eine Radiosendung mitzuschneiden (mit dem Handy als UKW-Tuner )...
audiophilanthrop
Inventar
#7 erstellt: 22. Jun 2015, 16:46
2 dB Welligkeit? Das wäre ja steinzeitlich - ob da wohl Resampling im Spiel war?

USB-Soundkärtchen mit HDA-Codecs gibt es durchaus, so werkelt in der Sound Blaster E1 wohl ein CX20652 aus dem Hause Conexant. Immerhin 100(99)/91 dB Dynamik. Warum das Ding nur 24/44 kann, wird wohl ein Geheimnis von Creative oder ihres USB-Receivers bleiben.

Darüber gäbe es noch die Sound Blaster Omni 5.1 (vermutlich ebenso mit HDA) und die Asus Xonar U7. Wandlertechnisch ist die letztere deutlich besser (da geht's mit RMAA im Loopback Richtung 110 dB(A)), der Stromspar-OP am Kopfhörerausgang (LME49726, IIRC) müht sich aber schon mit einem Hochöhmer wie dem HD600 meßbar, während sowas den MAX97220 in der Omni näherungsweise überhaupt nicht juckt, wie dem auch normalerweise sein sollte. Auch hat nur die Omni auch einen "echten" Line-In, bei der U7 ist es ein Kombieingang.
Ach guck, doch kein HDA in der Omni, sondern gleiche Wandlerbestückung wie die ältere X-Fi Surround 5.1 Pro (DAC CS4361, ADC CS5345, nur am KH-Ausgang werkelt der nach heutigen Maßstäben wohl etwas räuschige TDA1308) - welche übrigens weiterhin für ~50 angeboten wird und ebenso einen Line-In hat. Viel günstiger wird's bei USB nicht werden.


[Beitrag von audiophilanthrop am 22. Jun 2015, 16:47 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#8 erstellt: 22. Jun 2015, 19:16

2 dB Welligkeit? Das wäre ja steinzeitlich - ob da wohl Resampling im Spiel war?

Naja, ich kann nicht mehr genau sagen, ob es wirklich 2dB waren...kann auch sein dass das etwas hoch geschätzt ist. Es war eher ein leichter Abfall ab 10kHz zu bemerken, der war etwas wellig...
Resampling war da mit hoher Warscheinlichkeit nicht im Spiel, da ich den Test-Sweep als 48kHz erstellt und auch als 48kHz aufgeszeichnet habe...
Sobald ich feststelle, dass das Ding "raus" ist teste ich auch nichtmehr viel weiter...

Habe mir mal deine weiteren erwähnten "USB-Soundkarten" angeschaut. Ja, das sind die "besseren" der "normalsterblichen" externen Interfaces, bevor es in den Pro-Bereich geht...

Wenn ich wirklich was hochwertiges zu digitalisieren habe, dann steht mir immernoch mein Mini-PC mit ALC889 zur Verfügung. Da gibt es ja keinen Diskussionsbedarf mehr...

"Für unterwegs" und "mal eben schnell" ist mir so ein kleiner "Stick" dann doch lieber als ein größeres Interface - und da scheint mir der Conrad-Stick mit C-Media (und baugleiche mit dem geleichen Chip) ganz gut geeignet. Hatt vor längerem mal eine Liste mit allen möglichen Sound-Sticks und den verbauten Chipsätzen...finde die gerade nicht...
Der C-Media ist absolut sauber - wenn ich mir wieder einen geholt habe, stelle ich nochmal einen RMAA-Test rein. Mit dem Teil würde ich auch mal bedenkenlos eine größere HiFi oder PA befeuern, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Wäre mal interessant, ob dieses Conrad-Ding von Android-Handys via USB-OTG erkannt wird und ob es ein App gibt, womit man dann Line-In-Aufnahmen als WAV/MP3 machen kann. Wäre sicher interessant für Garagenbands, die bei kleineren Auftritten mit einfachen Mitteln die Mischpultsumme abnehmen wollen...

An sonsten fallen mir (abgesehen von PC-Interfaces/-Soundkarten) ohnehin nur wenige Geräte mit Line-Aufnahmemöglichkeit ein. Ich hätte noch einen Panasonic DVD-Recorder, der wandelt Audio ab Front-AV/Scart mit HiFi-konformen 2V RMS zu 48/16 und ist auch 100% clean. (Kann man im Durchschleifbetrieb auch 1:1 als PCM per HDMI/Toslink abnehmen)...

EINS würde mich noch interessieren:
Wie funktioniert das eigentlich bei MD/CDR/DAT/DCC HiFi-Aufnahmedecks? Die dort verbauten A/D-Wandler müssen ja auch einen fixen Arbeitspegel haben...ist da für den Aufnahmepegel-Steller tatsächlich (wie bei MC-Decks) noch eine analoge Vorstufe davor?
Diese Decks kann man ja auch per Durchschleifbetrieb auf SPDIF als "externe A/D-Wandler" verwenden...


[Beitrag von AlexG1990 am 22. Jun 2015, 19:17 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#9 erstellt: 26. Jun 2015, 15:33

AlexG1990 (Beitrag #8) schrieb:
EINS würde mich noch interessieren:
Wie funktioniert das eigentlich bei MD/CDR/DAT/DCC HiFi-Aufnahmedecks? Die dort verbauten A/D-Wandler müssen ja auch einen fixen Arbeitspegel haben...ist da für den Aufnahmepegel-Steller tatsächlich (wie bei MC-Decks) noch eine analoge Vorstufe davor?

Da gibt es grundsätzlich beliebig viele Möglichkeiten, je nach verbautem ADC und dessen Eingangsstufe und sonst betriebenem Aufwand. Bei genügend hohem Eingangswiderstand kannst du im Extremfall einfach ein Lautstärkepoti davorklatschen, ansonsten gibt es ja auch ADCs mit integriertem PGA. Und noch nicht einmal die Anforderung >2 Veff ist grundsätzlich ein Problem, selbst wenn der ADC nur auf 1,8 V laufen sollte - invertierender Eingangsverstärker, und fertig ist die Laube, auch wenn es natürlich kein Wunder an Rauscharmut ist...
AlexG1990
Inventar
#10 erstellt: 01. Aug 2015, 17:26
Hallo zurück!

Jetzt könnte es "ernst" werden mit der Frage, welches USB-Interface eine ALC889 gleichwertig ersetzen kann...

Kurz zum Hintergrund:
Meine Einstellung zu IT-Kram hat sich in den letzten paar Jahren rasant gewandelt. 2009 hatte ich mir noch einen riesigen ATX mit 2x 3,5er-HDDs, 2 CD-Laufwerken, und einem bulligen AMD-Phenom II zusammengestellt. Damit dann noch mit verschiedenen Mainboards hin und her experimentiert, bis ich die "perfekte Großholz-Kiste" hatte - von Diskettenlaufwerk bis BluRay und USB3.0 alles in einem Gehäuse...
2012 war ich dann von einem Intel-System bei einem Kumpel in Sachen Leistung, Stromverbrauch und Hitzeentwicklung sowas von begeistert, dass ich kurzerhand alles auf einen Ivy-Bridge i3 mit HD4000-Grafik (bin KEIN Gamer!) umgesattelt habe - nochmal mit einem neuen ATX-Klotz (wobei ich vieles übernommen habe).
Kaum ein Jahr später (2013) bin ich endlich erwachsen geworden , und da musste die ATX-Kiste dann ENDGÜLTIG weg . Bis auf den Intel-i3 alles verkauft, und dann habe ich mir meinen jetzigen Mini-ITX gebaut: Linkworld-Gehäuse (KLICK), Slim BluRay-Brenner und 128GB-SSD (für's System). Für die Daten bin ich auf eine 2,5''-2TB-USB3.0-Platte umgestiegen . Beim ITX-Mainboard hatte ich extra wegen dem ALC889-Chip auf ein älteres Sandy-Board gesetzt...

Und jetzt will ich wieder einen Schritt weitergehen:
Da mein 12-Zoll-Subnotebook allmählich etwas arg das Zeitliche gesegnet hat, und mir die Verwaltung von 2 PCs auf die Nerven geht, gedenke ich komplett auf ein neues Ultrabook umzusteigen! Der Lenovo Yoga 2-13 ist ein geiles Teil (mit Touch!), würde den mit Core-i5, 128GB-SSD und 8GB RAM nehmen, der hat etwa die selbe Leistung wie mein 2012er Desktop-i3...
Da gedenke ich dann, für zu Hause die Festplatte, Tastatur, Maus, Ethernet-Adapter, ein externes Slim-CD-Laufwerk und ein Audio-Interface fest an einen USB3.0-Hub anzuschließen, dann hätte ich nur USB, Strom und HDMI anzustöpseln und einen vollwertigen Desktop-Ersatz! Alles mit EINEM Gerät .

Der Trend geht dahin, alles einzeln zu modularisieren. Was bringt mir der perfekte PC, wo alles drin ist, wenn ich beim Aufrüsten wieder alles auseinanderreißen muss? Neuer CPU -> neues Board -> neuer Audio-Chip... (jetzt als Beispiel)...
Außerdem: Warum z.B. ein CD-Laufwerk im Laptop mitschleppen, wenn man es zu 95% nicht braucht? Und wenn, packe ich es halt dazu ein... .
Wenn das Ultrabook dann nach 6, 7 Jahren veraltet ist, tausche ich es eben aus, und der Rest kann bleiben!

Trotzdem bleibe ich "kompatibel":
Ein 3,5-Zoll-Floppy für USB habe ich auch noch im Zubehör , Audio-Kassetten kann ich mit einem guten alten MC-Deck auch an jedem Audio-Interface digitalisieren, und selbst für VHS (!!) habe ich noch einen guten Player, womit ich über einen DVD-Recorder als A/D-Wandler per HDMI-Interface jederzeit digitalisieren/abspielen kann - per USB3.0-Interface...

...irgendwie gefällt mir das von der Idee her alles sehr gut!


Also:
Welches USB-Interface sollte ich nun nehmen, um den ALC889 als Line-A/D und DAC vollwertig zu ersetzen? Ich nutze zwar nur Stereo, wäre aber gut, bei Bedarf auch weiterhin 7.1 analog ausgeben zu können...
Wäre nebenbei gut, wenn die Wandler dann auch gleich mit 2V RMS arbeiten würden, der Realtek hat eine Arbeitsspannung von ca. 1,6V RMS - sollte aber nicht weniger sein...

Gruß Alex
AlexG1990
Inventar
#11 erstellt: 01. Aug 2015, 17:32
Hallo zurück!

Jetzt könnte es "ernst" werden mit der Frage, welches USB-Interface eine ALC889 gleichwertig ersetzen kann...

Kurz zum Hintergrund:
Meine Einstellung zu IT-Kram hat sich in den letzten paar Jahren rasant gewandelt. 2010 hatte ich mir noch einen riesigen ATX mit 2x 3,5er-HDDs, 2 CD-Laufwerken, und einem bulligen AMD-Phenom II zusammengestellt. Damit dann noch mit verschiedenen Mainboards hin und her experimentiert, bis ich die "perfekte Großholz-Kiste" hatte - von Diskettenlaufwerk bis BluRay und USB3.0 alles in einem Gehäuse...
2012 war ich dann von einem Intel-System bei einem Kumpel in Sachen Leistung, Stromverbrauch und Hitzeentwicklung sowas von begeistert, dass ich kurzerhand alles auf einen Ivy-Bridge i3 mit HD4000-Grafik (bin KEIN Gamer!) umgesattelt habe - nochmal mit einem neuen ATX-Klotz (wobei ich vieles übernommen habe).
Kaum ein Jahr später (2013) bin ich endlich erwachsen geworden , und da musste die ATX-Kiste dann ENDGÜLTIG weg . Bis auf den Intel-i3 alles verkauft, und dann habe ich mir meinen jetzigen Mini-ITX gebaut: Linkworld-Gehäuse (KLICK), Slim BluRay-Brenner und 128GB-SSD (für's System). Für die Daten bin ich auf eine 2,5''-2TB-USB3.0-Platte umgestiegen . Beim ITX-Mainboard hatte ich extra wegen dem ALC889-Chip auf ein älteres Sandy-Board gesetzt...

Und jetzt will ich wieder einen Schritt weitergehen:
Da mein 12-Zoll-Subnotebook allmählich etwas arg das Zeitliche gesegnet hat, und mir die Verwaltung von 2 PCs auf die Nerven geht, gedenke ich komplett auf ein neues Ultrabook umzusteigen! Der Lenovo Yoga 2-13 ist ein geiles Teil (mit Touch!), würde den mit Core-i5, 128GB-SSD und 8GB RAM nehmen, der hat etwa die selbe Leistung wie mein 2012er Desktop-i3...
Da gedenke ich dann, für zu Hause die Festplatte, Tastatur, Maus, Ethernet-Adapter, ein externes Slim-CD-Laufwerk und ein Audio-Interface fest an einen USB3.0-Hub anzuschließen, dann hätte ich nur USB, Strom und HDMI anzustöpseln und einen vollwertigen Desktop-Ersatz! Alles mit EINEM Gerät .

Der Trend geht dahin, alles einzeln zu modularisieren. Was bringt mir der perfekte PC, wo alles drin ist, wenn ich beim Aufrüsten wieder alles auseinanderreißen muss? Neuer CPU -> neues Board -> neuer Audio-Chip... (jetzt als Beispiel)...
Außerdem: Warum z.B. ein CD-Laufwerk im Laptop mitschleppen, wenn man es zu 95% nicht braucht? Und wenn, packe ich es halt dazu ein... .
Wenn das Ultrabook dann nach 6, 7 Jahren veraltet ist, tausche ich es eben aus, und der Rest kann bleiben!

Trotzdem bleibe ich "kompatibel":
Ein 3,5-Zoll-Floppy für USB habe ich auch noch im Zubehör , Audio-Kassetten kann ich mit einem guten alten MC-Deck auch an jedem Audio-Interface digitalisieren, und selbst für VHS (!!) habe ich noch einen guten Player, womit ich über einen DVD-Recorder als A/D-Wandler per HDMI-Interface jederzeit digitalisieren/abspielen kann - per USB3.0-Interface...

...irgendwie gefällt mir das von der Idee her alles sehr gut!


Also:
Welches USB-Interface sollte ich nun nehmen, um den ALC889 als Line-A/D und DAC vollwertig zu ersetzen? Ich nutze zwar nur Stereo, wäre aber gut, bei Bedarf auch weiterhin 7.1 analog ausgeben zu können...
Wäre nebenbei gut, wenn die Wandler dann auch gleich mit 2V RMS arbeiten würden, der Realtek hat eine Arbeitsspannung von ca. 1,6V RMS - sollte aber nicht weniger sein...

Gruß Alex


[Beitrag von AlexG1990 am 01. Aug 2015, 17:33 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#12 erstellt: 04. Aug 2015, 21:39
Beachte als erstes mal, daß sich nicht jedes USB-Gerät an einem Hub betreiben läßt. Gerade beim USB-Soundinterface wäre das zu prüfen. Außerdem wäre zu recherchieren, was eigentlich passiert, wenn du Geräte unterschiedlicher Geschwindigkeit an einem Hub hast. Das ist ja nicht so wie bei einem Ethernet-Switch. Lesen wir mal nach... oha, da wäre auch schon ein Stolperstein:

With USB 3.0 hubs there is a significant caveat to be aware of when attaching USB 2.0 devices; all USB 3.0 hub implementations (as of early 2015) treat the USB 2 and USB 3 buses separately, USB 2.0 device traffic is not aggregated onto the 5Gbps USB 3.0 host connection. Hence performance in this case is the same as if using a USB 2.0 hub; the USB 2.0 devices all compete for the same 480Mbps USB 2.0 host bandwidth and the super-speed capability is not utilized.


Amtliche(R) Geräte haben für solche Zwecke Dockingstation oder Portreplikator.

Dann hast du freilich deine Daten unterwegs nicht mit dabei. Für diesen Fall wäre evtl. eine Art Owncloud-Lösung geeignet, oder wenigstens ein über VPN getunnelter Remotedesktop-Server (jede neuere Windows-Version ab Win7 Pro kann das). Wenn du dein Netz 24/7 am Internet hängen lassen magst, versteht sich, mit Namensauflösung über einen Dynamic-DNS-Dienst (viele Router können sowas, VPN muß man etwas mehr suchen bzw. nötigenfalls auf eine Open-Source-Firmware zurückgreifen). Das ist jedenfalls die bei weitem einfachste (wenn auch nicht unbedingt sicherste) Variante. Dann mußt du nur die Netzwerkkarte im Server so einstellen, daß er bei Traffic aus dem Standby aufgeweckt wird. Eine einigermaßen neuzeitliche Kiste sollte im Standby nicht mehr als ~2 W brauchen, heute vermutlich nochmal deutlich weniger, und wenn der Kasten dann relativ zeitnah (15-30 Minuten?) wieder einschläft, sollten sich die Auswirkungen auf die Stromrechnung in Grenzen halten. Wir reden ja von einem i3 in Mini-ITX, da sind 20 W im Leerlauf nicht allzu schwer zu erreichen.

AlexG1990 (Beitrag #11) schrieb:
Wenn das Ultrabook dann nach 6, 7 Jahren veraltet ist, tausche ich es eben aus, und der Rest kann bleiben!

Solange denn nicht vorher irgendwas dran kaputtgegangen ist (bei Mobilgerät immer wahrscheinlicher als bei stationärem) oder dir irgendeine tolle neue Technik vor die Nase läuft. Wenn du dein System die letzten 5 Jahre mehrmals umgekrempelt hast, dann kann ich schier nicht daran glauben, daß du 6-7 Jahre ohne Veränderungen durchhältst. Auch ohne Kristallkugel. (Vielleicht nervt dich z.B. irgendwann im Außensatz das für Touch-Lösungen noch immer typische spiegelnde Display, oder der Akku beginnt zu schwächeln.) Gut, ich hatte zwischenzeitlich auch mal bis zu 12 Jahre alte Rechentechnik, das ging aber nicht ganz ohne zwischenzeitliche Aufrüstung von Arbeitsspeicher (bis zur Maximalbestückung) und Festplatten ab, und es war von vornherein nicht ganz die schlechteste Hardware. Ein entsprechend altes Notebook hätte ich nicht so lange halten können.

Übrigens: Bei Windows 10 sind standardmäßig keine Treiber für Diskettenlaufwerke mehr dabei.

Nebenbei bemerkt dürfte es ein i5-4210U (1,7 GHz Nenntakt, Turbo bis 2,7 GHz @1 Kern / 2,4 GHz @2 Kerne) trotz der etwas höheren IPC ein wenig schwer haben, gegen einen Desktop-Ivy-Bridge-i3 anzukommen. Dessen reguläre Modelle (ohne T) gab es nicht mit weniger als 3,2 GHz und mit bis zu 3,5 GHz. Im zumeist I/O-limitierten Alltagsbetrieb wird das aber wohl allenfalls bei Update-Installationsorgien auffallen, oder natürlich bei Transcoding oder anderen wirklich rechenintensiven Dingen. Dafür gibt natürlich die 4400er HD-Grafik in Sachen 3D deutlich mehr her als die schlichtere 2500er.

AlexG1990 (Beitrag #11) schrieb:
Also:
Welches USB-Interface sollte ich nun nehmen, um den ALC889 als Line-A/D und DAC vollwertig zu ersetzen? Ich nutze zwar nur Stereo, wäre aber gut, bei Bedarf auch weiterhin 7.1 analog ausgeben zu können...
Wäre nebenbei gut, wenn die Wandler dann auch gleich mit 2V RMS arbeiten würden, der Realtek hat eine Arbeitsspannung von ca. 1,6V RMS - sollte aber nicht weniger sein...

Dann fällt z.B. die Asus Xonar U7 schon mal flach, die packt nirgendwo über 1,3 Veff. Keine Ahnung, wie es bei einer SB Omni aussieht, der KH-Ausgang zumindest hat ja wohl durchaus "Dampf" (der verwendete MAX97220 macht noch auf +3,3 V seine 2 Veff), und Creative bleibt eigentlich traditionell gern bei 2 Veff. Bei der großen X-Fi HD ist es wohl auch offiziell. Sonst, keine Ahnung.


[Beitrag von audiophilanthrop am 04. Aug 2015, 21:56 bearbeitet]
cr
Moderator
#13 erstellt: 15. Aug 2015, 17:39
Das Problem ist ja wohl nur ein künstliches. Dass die allenfalls vorhandenen Audioeingänge eines Notebooks bessere Aufnahmen herbeizaubern als das billige Behringer UCA, möchte ich erst mal sehen...
Wichtiger ist, dass das Notebook 3 USBs hat, denn einen belegt das Interface, mit Hub würde ich das Aufnehmen erst gar nicht versuchen
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