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Schallplatten Digitalisieren nachbearbeitung

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Roman78
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 13. Apr 2016, 07:45
Ich wollte mal ein paar Schallplatten digitalisieren um diese dann abseits vom Wohnzimmer zu hören. Hierfür benutze ich die folgende Hardware und Software:

Technics SL-DB 22 Plattenspieler
Technics SU-VX 720 Vollverstärker
M-Audio FireWire Audiophile (24/96)
MacBook Pro mit Audacity

Das aufnehmen geht ohne Probleme und die frage 16 / 24 Bit und 44-48-88-96 kHz ist auch schon geklärt.

Nur jetzt die frage zur Nachbearbeitung und das physikalische reinigen der Platte selbst.

Zu erst mal das reinigen. Arbeitskollege hat mir die Knosti Plattenwaschmaschine angeraten. Diese wollte ich mir zulegen, allerdings erst wenn ich etwas mehr platzt habe (nach der Renovierung) Ist dies eine gute Investition? Sollte ich nach dem reinigen die platten in eine neue Hülle stecken oder die alte weite benutzen?

Momentan habe ich nur einen normalen Plattenreinigungsbürste bestehen aus zwei Lagen Carbonhaare und dazwischen eine breite Samtschicht, also etwa sowas. Wie reinige ich damit richtig? mir wurde gesagt das ich zwei tropfen Destilliertes Wasser auf die Samtschicht tropfen soll und damit dann die Platte reinigen. Oder reinigungsmittel? Isopropylalkohol?

Weiter zum Nachbearbeiten. Wie gesagt nehme ich auf mit Audacity. Kostet nichts und kann einiges. Außer jetzt die Aufnahme zu teilen, was kann noch gemacht werden um die Qualität zu verbessern? Bis jetzt habe ich alle aufnahmen einfach nur in Stücke (also Tracks) geschnitten und abgespeichert.
j!more
Inventar
#2 erstellt: 13. Apr 2016, 09:04
Spasseshalber kannst Du Dir mal ein Programm wie VinylStudio anschauen. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann man mit der Testversion fünf LPs aufnehmen und bearbeiten. Der Vorteil ist, dass hier schallplattenspezifische Nachbearbeitungsmöglichkeiten eingebaut sind und man an die Entzerrung feinjustieren kann.

Damit könntest Du wohl auch direkt vom Plattenspieler in die Soundkarte (Mikrofoneingang) und die Entzerrung softwareseitig erledigen. Oder Deine vorhandenen Aufnahmen nachbearbeiten. Vielleicht ist das Ergebnis den Preis wert.

Zum Waschen hier eine Lowcost-Variante. Die Sauger bekommt man im Baumarkt oder bei ebay. Nach dem Waschen auf jeden Fall neue Hüllen.


[Beitrag von j!more am 13. Apr 2016, 09:05 bearbeitet]
darkphan
Inventar
#3 erstellt: 14. Apr 2016, 11:00
Ich würde an die Aufnahmen nicht mehr groß dran gehen. Denn jeder Knackser, der entfernt wird, bedeutet auch, dass Millisekunden Klang fehlen - was ziemlich seltsam klingt, wenn man viele Knackser entfernt. Grobe Knackser entferne ich manuell mit dem Wave-Editor, der sie ja exakt anzeigt. Wichtig ist dabei: Den Knackser möglichst nicht markieren und löschen, sondern nur seine Lautstärke verringern, sonst hast du genau dieses Problem mit den fehlenden Millisekunden, die du bewusst oder unterbewusst als störend empfindest (ist natürlich nicht immer möglich, muss man ausprobieren). Das ist viel Arbeit, drum: Platten, die einfach zu verschlissen sind, würde ich gar nicht mehr digitalisieren, sondern einfach die CD kaufen.
Roman78
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 14. Apr 2016, 12:42
Ich digitalisiere auch nur platten die nicht so leicht als CD zu kaufen sind. Auch viele Hörspiele, und die sind meistens doch einigermaßen runter genudelt. So wie z.b. "Panki der Pfiffige Hase" habe ich nicht auf CD gefunden, also einmal digitalisieren.

Und wenn man die ja schon hört, kann man auch ganz einfach den PC mitlaufen lassen.
darkphan
Inventar
#5 erstellt: 14. Apr 2016, 12:54
Ich musste für meinen Vater neulich Otto-Platten auf CD brennen - die Knackser haben doch auch was Vertrautes, ohne das wär's doch kein Plattenklang ;-)
Roman78
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 14. Apr 2016, 13:01
Die habe ich auch.. nun ja 4 Stück.

Auch Heinz Erhanrd und so.
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 14. Apr 2016, 18:43
Hi, es ist schon vorteilhaft, mechanische Verunreinigungen vor der Aufnahme auch mechanisch durch Waschen zu entfernen. Für die elektronische Beseitigung von Knacksern bleibt danach noch genug Platz. Wie weit man da gehen soll, muss man selbst möglichst auf Grundlage von eigenen Erfahrungen entscheiden. Man kann schon lernen, grobe Knackser zu entfernen, ohne die ganze Aufnahme zu kastrieren. Zur Schallplattenreinigung und zum Wirkungsgrad einer Knosti im Vergleich zu teureren Systemen gibt es verschiedene Meinungen. Ich persönlich finde dass eine digitalisierte Aufnahme das ganze Knastern und Knistern nicht mehr enthalten muss, sofern es sich ohne Beschädigung des grundsätzlichen Klangcharakters ermöglichen lässt.
BG Konrad
Roman78
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 15. Apr 2016, 07:40
Habe mir mal das VinylStudio angesehen, sieht ja schon interessant aus, aber ob ich soviel damit mache das sich die Investition lohnt ist ne andere frage.

Selber habe ich noch von Magix das Audio Cleaning Lab, leider ein Windows Programm. Ich weiß nicht wie gut das ist. habe damit noch nicht gearbeitet.

Werde mal heute eine platte digitalisieren und schauen wie das sich entwickelt. Werde wohl mit einer Heinz Erhart platte anfangen, da ist sowohl Musik als Sprache drauf, also von alles etwas.

Zum waschen (erst mal ohne Knosti); laut j!mores Link einfach 2-3 tropfen Spüli in c.a. 250cc warmes Wasser und damit waschen.


[Beitrag von Roman78 am 15. Apr 2016, 07:58 bearbeitet]
digitalfrost
Stammgast
#9 erstellt: 21. Apr 2016, 21:06
Meine Vorgehensweise sieht so aus:

- Platte waschen mit Cheap Trick Methode
- Nadel waschen mit Clearaudio Fluid (nach jeder Plattenseite)
- Platte mit 24bit/96khz aufnehmen - Pegel und Stereobalance stelle ich an der Focusrite Scarlett 2i2 manuell ein. Später analysiere ich die Datei nochmal und regle evtl. digital nochmal nach
- Je nach Häufigkeit der Knackser benutze ich entweder ClickRepair auf einer niedrigen Einstellung oder repariere gleich von Hand mittels Izotope RX
- Dazu höre ich mir die Platte an wobei ich die Spektralansicht sehr stark reinzoome um Knackser zu sehen bevor ich sie höre. Die Stellen werden markiert und dann mit der Spectral Repair behandelt, wobei ich zufrieden wenn man nichts mehr hört, egal wie das Spektrum aussieht.
- Dann mache ich Noise Reduction, ebenfalls mit RX
- Wenn die Datei viele vereinzelte Spitzen hat, schneide ich die mit einem Hard Limiter sinnvoll ab, denn sonst klappt die...
- ...Normalisierung auf auf -0.5dB nicht so gut. Manchmal sind Platten eines Albums deutlich unterschiedlich laut, dann normalisiere ich sie auch einzeln, ansonsten das ganze Album als eine riesige Datei.
- Tracks splitten, Taggen, Replaygain, Fertig.


ClickRepair ist für automatisches reparieren n Spitzentool und kostet nicht viel. Wenn du mit Audacity unter Windows aufnimmst musst du zwingend ASIO verwenden, damit du 24bit aufnehmen kannst. Kannst mit dem Bitter VST checken, ob die Datei wirklich 24bit enthält. Izotope RX ist der König in der Audiorestorierung, nicht ganz billig, aber doch sehr mächtig.
contadinus
Inventar
#10 erstellt: 22. Apr 2016, 08:23
Also, wenn das meine Baustelle wäre, würde ich die Sache anders angehen.
Mit Plattenwaschen hab ich eher mittelmäßige Erfahrungen gemacht, d.h. wenns recht kracht und knistert, bekommt man die Platte auch nicht mehr richtig hin. Elektrostatische Knackser hab ich außerdem auch jedes Mal ein paar mit dabei.

Ich würde davon ausgehen, daß die Platte, nach dem digitalen Überspielen eher im Schrank bleibt und nicht mehr abgespielet wird. Deswegen würde ich sie einfach naß abspielen.

Das wurde früher gerne gemacht, um einen sauberen Klang zu bekommen. Elektrostatische Knackser fallen damit z.B. vollkommen weg. Der Nachteil ist, daß man sie danach trocken praktisch nicht mehr abspielen kann. D.h. abspielen schon, aber anhören nicht mehr...


[Beitrag von contadinus am 22. Apr 2016, 08:24 bearbeitet]
silberfux
Inventar
#11 erstellt: 22. Apr 2016, 11:01
Hi, ich vergaß zu erwähnen, dass ich mit der Software Wavepurity prof. arbeite - und zwar seit vielen Jahren und zu meiner vollsten Zufriedenheit. BG Konrad
cr
Moderator
#12 erstellt: 07. Mai 2016, 19:24
Ich habe immer alle Schallplatten nassgespielt. Trocken war das so und anders nie wirklich erfreulich

Ich verstehe auch das Problem nicht. Bei dem Getue, das heute die Leute um ihre Platten machen, ist doch das Nassspielen erst der richtige Schlussakt im Zeremoniell des Plattenauflegens.


[Beitrag von cr am 07. Mai 2016, 19:26 bearbeitet]
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