Neue Frequenzweiche, Ohm?

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Gelscht
Gelöscht
#1 erstellt: 29. Jan 2008, 23:17
Moin!

Ich habe hier seit längerem das Eltax Universe Lautsprecher Set bei mir herumstehen.

Jetzt habe ich festgestellt, dass die Frequenzweichen von Eltax der letzte ..... sein sollen. Jetzt wollte ich mir ein Paar bessere Weichen für die Frontlautsprecher (3Wege Lautsprecher) gönnen. Die Lautspreche haben 4-8, also 4 ohm. Muss ich da auch eine 4 ohm Frequenzweiche nehmen oder geht es auch, wenn ich mir eine mit 8 ohm kaufe?

Erhalte ich dadurch einen höhere Impedanz?

Wäre cool wenn ihr mir helfen könntet!
Giustolisi
Inventar
#2 erstellt: 30. Jan 2008, 02:02
Fertigweichen gehen schonmal gar nicht. Diese Dinger können gar nicht richtig funktionieren.
Frequenzweichen sind nicht ohne weiteres austauschbar. Die Abstimmung muss zu den verwendeten chassis passen. Eltax weichen sind oft gar nicht abgestimmt. aus den lautsprechern lässt sich einiges raushiolen, die Weiche muss dafür aber komplett neu entwickelt werden. Dafür braucht es Messtechnik. Bei hochwertigen Lautsprechern, die tonal schon optimal abgestimmt sind, lohnt der Austausch der Frequenzweichenbauteile, gegen welche von höherer Qualität. Das optimalste für die Eltax wäre, wenn man dem Lautsprecher erstmal mit Messtechnik zu leibe rückt und schaut, was denn optimiert werden müsste.


[Beitrag von Giustolisi am 30. Jan 2008, 02:03 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#3 erstellt: 30. Jan 2008, 13:55
Danke für die Antwort, aber ich verfüge nicht über die erfoderliche Messtechnik. Ist es dann besser die Lautsprecher so zu lassen oder was brauche ich an Messtechnik? Kommt auch auf den Preis an.

Würe es sich lohnen sich so eine unabgestimmte Weiche einzubauen?
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=300280
Giustolisi
Inventar
#4 erstellt: 30. Jan 2008, 14:07
Da sind zwar recht gute Bauteile verbaut, daraus wird aber trotzdem nichts. Ich würde ein thema im DIY Teil eröffnen und fragen, wer in deiner Nähe dir dabei helfen könnte. Es wäre auch gut zu wissen, woher du kommst. In deinem Profil hast du leider mit Angaben gespart. Ich verfüge über Messtechnik, woher ich komme, siehst du im Profil.
Gelscht
Gelöscht
#5 erstellt: 30. Jan 2008, 14:12
Ist leider ein bisschen weit weg dein Wohnort.
Aber eine Frage noch. Ist es wichtig bei 4 Ohm Lautsprechern eine 4 Ohm Frequenzweiche zu nehmen oder geht auch 8 ohm?
Giustolisi
Inventar
#6 erstellt: 30. Jan 2008, 14:15
In einem anderen thread hatte ich das hier über das Entwickeln eines Lautsprechers geschrieben.

Chassis und Weiche kaufen und in einen Kasten schrauben - so einfach ist das leider nicht
Einen Lautsprecher selbst zu entwickeln bedeutet einen Haufen Arbeit. Das fängt mit der Zielsetzung an. Welches Ziel soll erreicht werden? Dann geht es weiter mit der Auswahl an geeigneten Chassis um das gesteckte Ziel erreichen zu können (z.B. wenn ich einen knackigen Bass haben will, nehm ich kein Subwoofer mit schwerer Membran). Die Chassis müssen miteinander harmonieren. Das kann man anhand von Übertragungsbereich, Wirkungsgrad und Impedanz(wie in gängigen Katalogen angegeben) noch lange nicht sagen. Es spielen viel mehr Faktoren eine Rolle.
Als dritter Schritt gehts an das Gehäuse, wobei man sicjh zuerst fragen sollte, für welche Gehäuseart der eingesetzte Tieftöner überhaupt geeignet ist. Das hat man aber in der Regel schon bei der Auswahl der Chassis gemacht. Die Chassis werden im Gehäuse simuliert. Das Gehäuse kann dann angepasst werden, um zum Beispiel den Bafflestep zu korregieren. Dann wird das Testgehäuse gebaut(das muss niocht schön sein, sondern funktionieren). Chassis rein.
Danach werden von den einzelnen Chassis in der Box Frequenzgang und Impedanz per Messung ermittelt. Jetzt gehts zurück ans Reisbrett. Die gewonnenen Daten werden in ein Simulationsprogramm eingefügt und erst mal virtuell eine Frequenzweiche gebastelt. Da kann man schon Fehler ausmerzen, wie Impedanzeinbrüche zum Beispiel. Wenn frequenzgang und Impedanz in der Simulation gut aussehen, kann man sich daran machen, die Weiche als Probeaufbau zusammenzuwurschteln. Nach nochmaligem Messen kann man feststellen, ob das Simulationsprogramm recht gehabt hat, oder ob es größere Abweichungen von der Simulation gibt. Wenn ja, ändert man nun einige Bauteilwerte, wobei man da schon wissen sollte, was eine Änderung eines bestimmten Bauteils bewirkt. Ein Karton voller Frequenzweichenbauteile ist dabei unerlässlich, die Bauteile müssen jetzt aber noch nicht von höchster Qualität sein. Jetzt nochmal kurz messen und schauen, ob die gewünschte Änderung eingetreten ist. Das kann sich (gerade bei Mehrwegsystemen) eine ganze Weile hinziehen. Wenn alles stimmt wird gehört. Wenn einen irgendwas am Klangbild stört, kann man mit etwas Hörerfahrung zumindest ungefähr feststellen, woran das liegt und nochmal an der Weiche rumbasteln. Große Fehler sollten in diesem Stadium aber ausbleiben, wenn man vorher sorgfältig gearbeitet hat. Wenn klanglich alles stimmt, werden schöne Gehäuse gebaut und man hat einen Lautsprecher entwickelt.

Das mit dem Gehäuse fällt in deinem Fall dann weg. Du bräuchtest dabei schon etwas Hilfe. es gibt aber genug hilfsbereite Leute im DIY Bereich, die Lautsprecher und Weichen aus Spaß an der freude und für einen Bierkasten entwickeln.
Solche Angaben findet man nur bei weichen, die nichts taugen(Fertigweichen) Die können gar nicht funktionieren.


[Beitrag von Giustolisi am 30. Jan 2008, 14:16 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#7 erstellt: 30. Jan 2008, 14:20
Joo Alles klar. Danke für deine Hilfe. Mal sehen was sich ergibt.
Giustolisi
Inventar
#8 erstellt: 30. Jan 2008, 14:23
Wäre nur schade, ungenutztes Potential brachliegen zu lassen.
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