Löten oder schrauben?

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thron4you
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 31. Dez 2004, 15:01
Stehe nun davor meine LS zu verkabeln. Kabel hab ich und als Stecker wollte ich Bananas nehmen.
Nun stellt sich die Frage: "Löten oder schrauben?"

Beim Löten wäre meines Erachtens die Verbindung etwas besser und permanenter, ich würde Silberlot zum Löten verwenden, um den Wiederstand so gering wie möglich zu halten.

Beim Schrauben ist der Arbeitsaufwand doch deutlich geringer. Problematisch könnte sein, das das Kupfer mt der Zeit anläuft und sich der Wiederstand erhöht, auch die geschraubte Verbindung lässt wohl mit der Zeit nach und muss nachgezogen werden.

Bin für jeden Tipp/Ratschlag dankbar.

Andy
sakly
Inventar
#2 erstellt: 01. Jan 2005, 14:17
Wenn du löten kannst, dann löte. Wenn du es nicht kannst, dann ist jede alte Schraubverbindung mit angelaufenem Kupfer besser als die Lötverbindung.
thron4you
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Jan 2005, 12:30
hmmmm, laufen lötstellen nicht auch mit der zeit an?

bei kupfer kommt es ja auf die verarbeitung an (fettige hände, schweiß, usw.) ob es anläuft oder nicht, oder?

andy
sakly
Inventar
#4 erstellt: 02. Jan 2005, 12:52
Kupferkabel, die 20 Jahre in einer Klemme hingen, sahen noch gut aus. Andere waren leicht angelaufen. Richtig angelaufene Kupferkabel habe ich bei Hifigeräten und Boxen in meinem Leben noch nicht gesehen.
Wenn Lötstellen anlaufen ist das egal, da der Kontakt im Innern der Lötstelle hergestellt wird, wo kein Sauerstoff eindringen kann.
thron4you
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Jan 2005, 13:37
momentan tendiere ich dazu:
kabel (kimber vs8) abisolieren, die enden verdrillen und mit einer aderendhülse gegen etwaiges entdrillen zu sichern, das ganze kommt dan in einen bananenstecker und wird dort mit zwei schrauben gesichert.

müsste doch eigentlich funktionieren, oder?

andy
Ultraschall
Inventar
#6 erstellt: 02. Jan 2005, 13:49
Ich würde die Endhülse weglassen, die Enden mit Silberlot verlöten und dann in den Bananas reinklemmen.
sakly
Inventar
#7 erstellt: 02. Jan 2005, 13:49
Funktionieren tut jede Lösung.

IMHO die beste Lösung: abisoliertes Kabel in die Klemme/Schraube des Verstärkers und festklemmen/zuschrauben. Bei meiner Anlage muss ich nicht alle 2 Tage die Boxen abbauen und wegschleppen, so dass ich Bananas brauche. Ansonsten bieten diese überhaupt keine Vorteile.
thron4you
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 03. Jan 2005, 14:50
bisher hatte ich das auch so, nur musste ich etwa einmal im monat die schrauben nachziehen, da sichdiese etwas gelockert hatte.
allerdings muss ich sagen das die schrauben von haus aus nur mit der hand angezogen wurden.

und daher der gedanke es diesesmal mit bananenstecker zu versuchen.

andy
sakly
Inventar
#9 erstellt: 03. Jan 2005, 15:09
Ich sag ja nicht, dass du es nicht probieren sollst, sondern nur, dass es IMHO unnötig ist.
Wenn du dich dann besser fühlst, weil du weißt, dass die Kabel immer fest am Stecker sind und die Stecker dann in der Buchse stecken, löte und stecke.
Sören
Stammgast
#10 erstellt: 03. Jan 2005, 23:48
Das beste ist abisoliertes Kabel in Schraubklemmen, wie von Sakly beschrieben. Die Auflagefläche kannste noch vergrößern, indem du die Enden vorher verzinnst. Das Zinn wird beim festklemmen durch den Druck nämlich wieder weich und vergrößert die Auflagefläche!

Sören

p.s.: Eine gute Lötstelle glänzt/spiegelt außen wie ein Spiegel!
sakly
Inventar
#11 erstellt: 04. Jan 2005, 10:20

Sören schrieb:
Das beste ist abisoliertes Kabel in Schraubklemmen, wie von Sakly beschrieben. Die Auflagefläche kannste noch vergrößern, indem du die Enden vorher verzinnst. Das Zinn wird beim festklemmen durch den Druck nämlich wieder weich und vergrößert die Auflagefläche!

Sören


Genau das würde ich nicht tun. Die verzinnten Enden oxidieren wesentlich schneller auf der Oberfläche, so dass der Kontakt noch schlechter wird. Die einzelnen Drahtenden haben die bereits größte Auflagefläche, die erreichbar ist und deren Querschnitt sowieso schon höher ist, as die des gesamten Kabels.
Also mehr Arbeit mit viel weniger Effekt.
Apalone
Inventar
#12 erstellt: 04. Jan 2005, 10:43

Ultraschall schrieb:
Ich würde die Endhülse weglassen, die Enden mit Silberlot verlöten und dann in den Bananas reinklemmen.


Das ist so ziemlich die schlechteste Lösung; das Lot verläuft unter Druck auf Dauer und die Verbindung wird mechanisch un elektrisch schlechter.

Technisch gesehen ist das saubere Vercrimpen mit Aderendhülsen die beste Lösung - sowohl mechanisch als auch elektrisch, das sogenannte Kaltschweißen. Nicht umsonst gibt es hier richtig teures Werkzeug; auch im professionellen Bereich (Telekom, Energieanlagenbau usw.) wird NIE gelötet, immer gecrimpt.

Marko
thron4you
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 04. Jan 2005, 12:21

Apalone schrieb:
Nicht umsonst gibt es hier richtig teures Werkzeug; auch im professionellen Bereich (Telekom, Energieanlagenbau usw.) wird NIE gelötet, immer gecrimpt.
Marko


naja, das ist nur zum teil richtiger, gecrimpt wird nur deswegen weil es weniger zeit in anspruch nimmt und der techniker weniger kostet.
vor etwa 15 jahren wurde ausschließlich gelötet und die gecrimpten verbindungen weisen dieselbigen fehler auf wie die gelöten, einzig die kalten lötstellen sind nun ausgeschlossen.

ich habe mich mal bei einigen fachläden rumgehört und dort tendiert man dazu die enden zu verlöten (silberlot nur wenn auch silberkabel ansonsten zinn) und diese entweder direkt zu verschrauben bzw. mit den bananas zu verschrauben und dann zu stecken.

der übergangswiederstand von bananas auf das ls-stecker-pult kann bei guten bananas vernachlässigt werden und spielt keine rolle.

crimpen wird nur dann empfohlen wenn die nötigen werkzeuge auch den nötigen druck herbekommen und diese sind alle stationär, da ansonsten nur ein teil der adern genutzt werden.

das problem beim löten ist, dass das kabel viel von der wärme wegzieht und es zu einer kalten lötstelle kommen kann. dem kann man mit einem leistungsstarken lötkolben entgegenwirken und die temperatur sollte idealerweise regelbar sein.

das argument von nubert und co kommt nur bei unsauberen lötstellen zum tragen, dies ist aber nur mit einem milliohm-meter nachzuweisen, ansonsten ist auch dieses argument unhaltbar.

lötstellen und auch kupfer laufen (bei unsauberen und unsachgemäßen verarbeitung) an der oberfläche an und die elektrischen fähigkeiten verschlechtern sich.

so das ist die essenz die ich bis jetzt zusammengetragen habe bzw. aus meinen eigenen fundus stammen. das ganze ist sehr wohl diskussionsfähig und viele leute bedingen viele meinungen, auch ist vieles (gilt gerade im high-end bereich) glaubensfrage.

andy
sakly
Inventar
#14 erstellt: 04. Jan 2005, 12:25
Deshalb: einfach das Kabel so in die Klemme. Am schnellsten und der wenigste Aufwand.
Sollte das kabel alaufen, kann man das nach 10 Jahren auch 1cm kürzen und das frische Kabel wieder klemmen.
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