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deutsche Musik

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Autor
Beitrag
arrowhead
Stammgast
#1 erstellt: 10. Nov 2005, 21:49
Irgendwie finde sind in der Musikszene und auch hier im Forum nur wenige deutsche Bands Musik vertreten. Mit deutscher Musik meine ich Musik, die auch mit deutschen Texten daher kommen. Die Lyrik in der Musik macht für mich einen wesentlichen Teil der Musik aus und die geht halt bei engl. texten meist verloren. Deutsch klingt einfach vertrauter und die Leute mogeln sich dann nicht einfach um harte Laute herum, sondern machen damit musik!

Ein Tipp von mir:
http://www.wolke-koeln.de/

Minimalistische Instrumentierung (Gesang, Klavier, Bass, Beatbox) - Ein wahrer genuß, wenn deine ls über ne feinzeichnende Stimmwiedergabe verfügen und die nötige härte im Pianospiel wiedergeben. Ein kostenloses Demotrack kann man sich auf der website runterladen.

falls jemand noch was tolles aus DE kennt - hier ist der Thread dazu *g*


[Beitrag von arrowhead am 10. Nov 2005, 22:34 bearbeitet]
Martin_H
Stammgast
#2 erstellt: 10. Nov 2005, 22:23
Also mir würde da spontan jetzt Tocotronic einfallen, aber nur bis (einschliesslich) K.O.O.K., die Alben waren alle gut, danach nix Gescheites mehr leider...
Aber die kennt man ja oder?

arrowhead
Stammgast
#3 erstellt: 10. Nov 2005, 22:35
ich kenn sie nicht Bin ich zu jung (in paar tagen werd ich 18)*g*?
Erzähl mal was über die, gibts irgendwo ein Demotrack?
pinkrobot
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 10. Nov 2005, 23:34
Hallo,

deutsche Musik mit deutschen Texten? Da mag ich nur Kraftwerk und Einstürzende Neubauten (die besonders); ach ja, Element of Crime sind noch ganz nett, ist aber eher was für Frauen :D.

Ansonsten finde ich Musik mit deutschen Texten sehr oft sehr peinlich wie zB Rammstein oder diese ganzen süßen hippen neuen deutschen Bands wie Juni oder Juli...

Gruß
Andreas
harhuettne
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 11. Nov 2005, 00:12
Deutsche Musik kann ich eigentlich kaum leiden. Sobald ich von einer mir unbekannten Band höre, daß sie auf Deutsch singt, rümpfe ich fast automatisch die Nase. Wenn einem der Inhalt der Texte wichtig ist (was bei jedem ernstzunehmenden Musikkenner der Fall sein sollte) stellt die Tatsache, daß Deutsch gesungen wird sicher eine einfache Lösung dar. Jedoch gibt es meines Erachtens nur sehr wenige deutsche Bands mit wirklich ansprechenden Texten, auf jeden Fall viel weniger als englische.

Die deutsche Sprache finde ich davon abgesehen persönlich auch weniger schön als die englische, aber das ist wieder ein anderes Thema.


Gruß,
harhuettne

P.S.: Kraftwerk mag ich auch. Da spielen die Texte ja allerdings eine eher untergeordnete Rolle...
pinkrobot
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 11. Nov 2005, 00:48

harhuettne schrieb:


P.S.: Kraftwerk mag ich auch. Da spielen die Texte ja allerdings eine eher untergeordnete Rolle... :D


Wieso?
Fahrn, Fahrn, Fahrn auf der Autoobaaaahn...(hat doch was ) oder:

... und wenn ich diese Taste drück, spielt er ein kleines Musikstück...

Gruß
Andreas


[Beitrag von pinkrobot am 11. Nov 2005, 00:52 bearbeitet]
pinkrobot
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 11. Nov 2005, 01:08
Das Cover von "Wolke" ist ja in so einem fünfziger Jahre Stil gehalten. Das hat Kraftwerk schon in den 70iger gemacht, hier mal ein Beispiel:

amazon.de


ich finde es fazinierend, wie weitreichend das Wirken von Kraftwerk ist. Man findet in der popolären Musik ständig Analogien.

Gruß
Andreas

ich habe nochmal beide Cover ("Wolke", Kraftwerk) verglichen; eindeutig hat "Wolke" bei Kraftwerk abgekupfert (zB. Vorhang im Hintergrund, Frisur); das lässt natürlich keinen Rückschluss auf die Qualität der Musik zu.

Gruß


[Beitrag von pinkrobot am 11. Nov 2005, 02:46 bearbeitet]
mamü
Inventar
#8 erstellt: 11. Nov 2005, 09:08
Meine letzte Neuentdeckung. Musikalisch etwas in Richtung Element mit Texten u.a. von Bukowski und Waits auf Deutsch.

amazon.de
BarFly
Stammgast
#9 erstellt: 11. Nov 2005, 14:14
Hallo,


harhuettne schrieb:
Deutsche Musik kann ich eigentlich kaum leiden. Sobald ich von einer mir unbekannten Band höre, daß sie auf Deutsch singt, rümpfe ich fast automatisch die Nase.

Naja, wen das mal nicht nach Vorurteilen riecht.

Wenn einem der Inhalt der Texte wichtig ist (was bei jedem ernstzunehmenden Musikkenner der Fall sein sollte) stellt die Tatsache, daß Deutsch gesungen wird sicher eine einfache Lösung dar.

Jeder der anderer Meinung ist, kann nicht Ernst genommen werden oder wie soll ich den eingeklammerten Teil dieses etwas verqueren Satzes verstehen?
Texte KÖNNEN im Kontext mit der Musik wichtig sein, müssen aber nicht. An ein Lied, das für den Dancefloor (Tanzboden ist der alte deutsche Ausdruck dafür) geschrieben ist, stelle ich nicht die gleichen Ansprüche wie an ein Chanson.
Ausserdem, Deutsch singen eine einfache Sache? Diese Sprache, die ja nun wirklich nicht sehr melodisch ist, zum klingen zu bringen ist ganz schön schwer! Meine Hochachtung vor Schiller, Goethe, Tucholsky, den Manns, Egon Erwin Kisch und den vielen anderen deutschen Literaten/ Journalisten die selbst in dieser harten Sprache schöne Gedichte und/oder Geschichten schreiben konnten bzw. können oder aber auch wunderschöne Übersetzungen fremdsprachlicher Literatur hinbekommen haben. Was das geschriebene UND gesprochene Wort, vertont oder nicht, angeht, brauch sich der deutsche Kulturraum vor niemandem verstecken.
Im italienischen z.B. hört sich selbst rüdestes Geschimpfe noch melodisch an, da ist es echt leichter.


Jedoch gibt es meines Erachtens nur sehr wenige deutsche Bands mit wirklich ansprechenden Texten, auf jeden Fall viel weniger als englische.

Du hast wohl noch nie Ärzte, Tote Hosen, Grönemayer, Degenhardt, May, Ideal, Fehlfarben, Rio Reiser, Fanta4, Jazzkantine und und und... gehört. Nicht mal bei Pur, deren Texte und Musik ich fürchterlich finde, klingt die Sprache so hart wie sie im 'Normalen Leben' wirkt.
Und Du wirst doch nicht ernsthaft versuchen mir zu erzählen das Niveau bei englischen Songs sei wirklich höher? Es gibt mehr gute Songs, klar. Es gibt aber auch insgesamt wesentlich mehr Auswahl und der prozentuale Anteil des 'Schrotts' dürfte in etwa gleich sein.
Was mich am meisten stört an vielen Songs: Die ständigen Wiederholungen der immer gleichen Textzeilen. Langweilig und nervig egal ob auf Englisch, Französisch oder Deutsch.


Die deutsche Sprache finde ich davon abgesehen persönlich auch weniger schön als die englische, aber das ist wieder ein anderes Thema.

s.o.
Martin_H
Stammgast
#10 erstellt: 11. Nov 2005, 15:06
Dass Deutsch keine schöne Sprache ist, oder das Englisch schöner ist und dass man bessere Lieder in dieser Sprache schreiben kann, halte ich für Quatsch.
Englisch ist eben die heutige "Lingua Franca", währe es Deutsch, dann würde man genau das Gleiche über Englisch sagen.
Zur Zeit in der Latein die Weltsprache war, hätte man wohl Musik in englischer Sprache als barbarisches Gegrunze bezeichnet...

Dass es wenig gute deutsche Musik gibt heutzutage stimmt leider.

Mir würde da noch ne Band einfallen: Ton Steine Scherben
BarFly
Stammgast
#11 erstellt: 11. Nov 2005, 17:04
Hallo,

schön ist relativ, klar. Durch die, im Deutschen üblichen 'harten' Endungen, der Worte, wirkt die ganze Sprache hart, ja fast wie gemacht wie für eine Befehlssprache.
Beispiel:
ACHTUNG - das stehst du stramm
ATTENTION - Auch noch
ATTENZIONE - das dauert dann

dazu kommt das wir im Deutschen sehr viele Worte aus verschiedenen Anderen, zusammengesetzt (<--das beste Beispiel, auch für einen 'harte' Endung, dazu mit einem tzt - schrecklich zum Singen) haben.
Aslo ich finde wir haben in Deutschland mittlerweile viele gute Gruppen. Da musst du ja auch all diejenigen Gruppen dazuzählen die sich Englisch artikulihieren .
Perfekt zum Singen ist z. B. italienisch, da dagegen ist auch Englisch nur 'barbarisches Gegrunze '.
Bei den Bands muss man ja auch noch die ganzen aus Österreich und der deutschsprachigen Schweiz mit dazuzählen.
arrowhead
Stammgast
#12 erstellt: 11. Nov 2005, 23:33
wenns so viele gibt, wirst du bestimmt auch ein paar favoriten darunter haben.
technicsteufel
Inventar
#13 erstellt: 11. Nov 2005, 23:59
Ich musste nur heute lachen, dass im Abwasser der Stadt Mannheim am meisten Koks gefunden wurde.
Das erklärt doch einiges wenn man überlegt was da so an Musik her kommt.

ThinWhiteRope
Stammgast
#14 erstellt: 12. Nov 2005, 15:20

technicsteufel schrieb:
Ich musste nur heute lachen, dass im Abwasser der Stadt Mannheim am meisten Koks gefunden wurde.
Das erklärt doch einiges wenn man überlegt was da so an Musik her kommt.

:D


Da gebe ich Dir als Bürger Mannheims völlig recht, was die Musik betrifft. Ob das von den Drogen kommt glaube ich aber eher nicht. Da kenne ich zu genüge Bsp. die 'unter Droge' ihre besten Ideen hatten. Ich bin aber optimistisch und glaube, daß die 'Mannheimer Musik' tiefer nicht mehr fallen kann

Solange höre ich z.B.

amazon.de
Alla Tschüß
Tom
hybridTherapy
Stammgast
#15 erstellt: 14. Nov 2005, 17:27
Die Apokalyptischen Reiter kommen aus Deutschland und singen auch in einigen Liedern Deutsch.
Ob die Sprache jetzt Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Latainisch oder Marsianisch ist mir vollkommen egal. Der Inhalt der Texte ist für mich auch nicht so wichtig wie die Musik an sich.
BIG_G_24
Inventar
#16 erstellt: 14. Nov 2005, 17:52

hybridTherapy schrieb:
Die Apokalyptischen Reiter kommen aus Deutschland und singen auch in einigen Liedern Deutsch.
Ob die Sprache jetzt Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Latainisch oder Marsianisch ist mir vollkommen egal. Der Inhalt der Texte ist für mich auch nicht so wichtig wie die Musik an sich.

So isses, sonst würde sich doch niemand Rammstein oder ähnliches anhören.

Gruß BIG G
technicsteufel
Inventar
#17 erstellt: 14. Nov 2005, 21:06

BIG_G_24 schrieb:

So isses, sonst würde sich doch niemand Rammstein oder ähnliches anhören.

Gruß BIG G :prost


So ähnlich erging es mir früher bei Spliff.
Trotzdem für mich immer noch einer der besten deutschen Gruppen.

cu
Jürgan
Stammgast
#18 erstellt: 14. Nov 2005, 22:14
Das was so an deutschen Sachen in den Charts rumgeistert ist wirklich größtenteils

Aber gerade die Aussagen die z.B. hinter den Rammstein -Titeln stehen finde ich ziemlich tiefsinnig-man muß halt nur mal genau hinhören was die Jungs da so von sich geben immerhin sind die sogar rund um den Globus erfolgreich mit ihrer Schiene.
Aber auch im deutschen Hip-Hop Bereich gibts schon die ein oder andere Formation mit aussgagekräftigen Texten und gutem Sound - spontan fällt mir da jetzt Blumentopf ein.
Oder auch im Electro - Bereich gibts schon ganz nette Sachen mit deutschen Texten.
Das traurige ist nur das der ganze kommerzielle Kram mit englischen Texten überall gepuscht wird (anscheinend kann man so halt viel leichter viel mehr Kohle verdienen) und wirklich gute deutschsprachige Sachen aus Germany führen ein Schattendasein die man als 08/15 MTV&Co User niemals an die Ohren kriegt.
Schon echt schade, aber glaubt mir: es gibt schon echt coole deutsche Sachen, man muß nur drüberstolpern und sich auch mal außerhalb der Charts umhören!

In diesem Sinne
Jürgan
harhuettne
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 15. Nov 2005, 00:56

hybridTherapy schrieb:
Der Inhalt der Texte ist für mich auch nicht so wichtig wie die Musik an sich.


ah ja...


BIG_G_24 schrieb:
So isses, sonst würde sich doch niemand Rammstein oder ähnliches anhören.;)


rofl, die Hörer von Rammstein geben halt nicht allzu viel auf wirklich anspruchsvolle Texte... oder sie interpretieren einen tieferen Sinn rein, der gar nicht da ist

Und nur weil die rund um den Globus erfolgreich sind mit ihrer Schiene heißt das noch lange nichts. Britney Spears ist auch global erfolgreich...

Dieser zackige Befehlston, die brüllend-tiefe Stimme des Sängers, das erfüllt halt genau das widerliche Klischee, daß man im Ausland von uns hat... die doofen Amis stehen da eben total drauf und deswegen feiern Rammstein da ja auch ihre größten Erfolge... damit auch ja jeder denkt in diesem zackigen Nazideutsch würden wir auch heute noch alle reden...

Darüber hinaus ist der Bandname einfach geschmacklos.

Nee, deutsche Musik hin oder her, aber Rammstein...
und blöder Chartmist kommt oft genug auch aus deutschen Landen, siehe Catterfeld oder Crazy Frog und Konsorten. Es sind also weiß Gott nicht bloß "Künstler" aus dem englischspracheigen Raum.


Gruß,
harhuettne
BIG_G_24
Inventar
#20 erstellt: 15. Nov 2005, 01:08

harhuettne schrieb:

hybridTherapy schrieb:
Der Inhalt der Texte ist für mich auch nicht so wichtig wie die Musik an sich.


ah ja...


BIG_G_24 schrieb:
So isses, sonst würde sich doch niemand Rammstein oder ähnliches anhören.;)


rofl, die Hörer von Rammstein geben halt nicht allzu viel auf wirklich anspruchsvolle Texte... oder sie interpretieren einen tieferen Sinn rein, der gar nicht da ist :cut

Naja, wir können halt nicht alle Dein geistiges Niveau haben

Dieser zackige Befehlston, die brüllend-tiefe Stimme des Sängers, das erfüllt halt genau das widerliche Klischee, daß man im Ausland von uns hat... die doofen Amis stehen da eben total drauf und deswegen feiern Rammstein da ja auch ihre größten Erfolge... damit auch ja jeder denkt in diesem zackigen Nazideutsch würden wir auch heute noch alle reden...

Da ist es wieder, Rammstein-Hörer sind Nazis, na klar


Nee, deutsche Musik hin oder her, aber Rammstein...
und blöder Chartmist kommt oft genug auch aus deutschen Landen, siehe Catterfeld oder Crazy Frog und Konsorten.

Toller Vergleich, ich höre auch immer Rammstein und Catterfeld abwechselnd, sie haben ja schließlich das gleiche Niveau.

Findest Du Deine Kritik nicht etwas lächerlich? Deine Abneigung gegen Metal ist ja inzwischen hinlänglich bekannt.
Übrigens, bei mir läuft gerade diese hier:

amazon.de

Gruß BIG G
knisterwerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 15. Nov 2005, 09:43
@BarFly:
Zitat: „Diese Sprache, die ja nun wirklich nicht sehr melodisch ist, zum klingen zu bringen ist ganz schön schwer! Meine Hochachtung vor […] deutschen Literaten/ Journalisten die selbst in dieser harten Sprache schöne Gedichte und/oder Geschichten schreiben konnten bzw. können […]“


Gerade die Wortstellungsfreiheit der deutschen Sprache – eine solche gibt es im Englischen übrigens nicht – ermöglichst es, mit Klang, Takt und Wort zu spielen, wie es in wenigen Sprachen möglich ist. Ebenso läßt sie aber die Freiheit für Fehler.

Die Sprache kann eine recht wohlklingende mit Harmonie und schönem Wortfluß sein und verfügt über eine Bildhaftigkeit, die im Englischen seinesgleichen sucht. Nicht umsonst ist – bald kann man getrost in der Vergangenheit sprechen – es die Sprache der Dichter und Denker, aber man muß mit ihr umzugehen verstehen; das lernt man inzwischen selbst in der Schule nicht. Das Sprachgefühl und die Kreativität des Künstlers sind gefragt, aber vielleicht meintest du genau das mit der Schwierigkeit.

Wie bedauerlich wäre es, wenn es keine Schwierig bereiten würde, Klang und Sinn in einem Text zu vereinen, denn wie wäre dann eine solche Leistung zu würdigen? Sprache ist eines der komplexesten Gebilde, egal um welche es sich handelt. Die Fähigkeit zum Erlernen seiner ersten Sprache hat jeder Mensch nur in seinen jüngsten Jahren.

Zitat: „dazu kommt das wir im Deutschen sehr viele Worte aus verschiedenen Anderen, zusammengesetzt […] haben.“

Beurteilst du das als hinderlich? Denn gerade diese Wortverschmelzung gilt als eine der Stärken des Deutschen.


[Beitrag von knisterwerk am 15. Nov 2005, 09:44 bearbeitet]
BarFly
Stammgast
#22 erstellt: 15. Nov 2005, 16:26
Hallo,


knisterwerk schrieb:
@BarFly:

Gerade die Wortstellungsfreiheit der deutschen Sprache – eine solche gibt es im Englischen übrigens nicht – ermöglichst es, mit Klang, Takt und Wort zu spielen, wie es in wenigen Sprachen möglich ist. Ebenso läßt sie aber die Freiheit für Fehler.
Die Sprache kann eine recht wohlklingende mit Harmonie und schönem Wortfluß sein und verfügt über eine Bildhaftigkeit, die im Englischen seinesgleichen sucht. Nicht umsonst ist – bald kann man getrost in der Vergangenheit sprechen – es die Sprache der Dichter und Denker, aber man muß mit ihr umzugehen verstehen; das lernt man inzwischen selbst in der Schule nicht. Das Sprachgefühl und die Kreativität des Künstlers sind gefragt, aber vielleicht meintest du genau das mit der Schwierigkeit.


Richtig, das meinte ich damit. In anderen Sprachen, beileibe nicht nur im Englischen, kann man bestimmte Dinge mit einem Wort ausdrücken, im Deutschen braucht es eine Konstruktion, oft einen Satz. Das kann man, wie Du ja auch schreibst, künstlerisch einsetzen, im technischen Bereich z.B. kann das lästig sein.
Das grosse Manko der deutschen Sprache als Liedersprache ist die Härte der Sprache selbst, die harten und abrupten Endungen vieler Worte (ausser bei uns Schwaben ). Ein (ausländischer)Freund hatte es übrigens mal mit Bellen verglichen! Hier kommt Sprachgefühl und Kreativität ins Spiel.



Beurteilst du das als hinderlich? Denn gerade diese Wortverschmelzung gilt als eine der Stärken des Deutschen.

Also, ich hab das immer als Nachteil des Deutschen wahrgenommen. In der rein sprachlichen Literatur ist es oft schön, keine Frage. Im alltäglichen Umgang weichen wir nicht zuletzt deswegen auf Anglizismen aus um uns die Wortungetüme zu ersparen.

@Big_G_24


harhuettne:
Dieser zackige Befehlston, die brüllend-tiefe Stimme des Sängers, das erfüllt halt genau das widerliche Klischee, daß man im Ausland von uns hat... die doofen Amis stehen da eben total drauf und deswegen feiern Rammstein da ja auch ihre größten Erfolge... damit auch ja jeder denkt in diesem zackigen Nazideutsch würden wir auch heute noch alle reden...


Da ist es wieder, Rammstein-Hörer sind Nazis, na klar

Das hat nix damit zu tun das Rammsteinhörer Nazis sind.
Im Ausland wird aber diese Art Deutsch zu sprechen (bellen), mit den Nazis asoziert. In all den Filmen über das 3 Reich sprechen die Deutschen zackig -- im Befehlston halt. Auch für mich hört sich das an wie eine Sprache und vor Allem eine Sprachmelodie aus jener Zeit. Und Du darfst nicht vergessen das es ja auch schon vor dem Naziregime eine preussische Zeit in Deutschland gab, in der das militaristische die Sprache und dadurch auch wieder die Sprachmelodie beeinflusste.
technicsteufel
Inventar
#23 erstellt: 15. Nov 2005, 19:07
Naja, solange es immer noch Deutsche gibt die es schaffen den Schnellbabbler Eddy Murphy
zu verdeutschen kann es nicht so schlimm sein.Da hatten andere Sprachen größere Probleme mit.
Und wenn einer beim Sprechen bellt, dann doch wohl die Asiaten.



Hai, Angin San!
Jürgan
Stammgast
#24 erstellt: 15. Nov 2005, 19:40
Also ich bin jetzt nicht unbedingt auf eine Musikrichtung festgefahren - ich höre Rammstein ebenso gerne wie Trance, Trip-Hop, Hip-Hop, Modern Jazz, Electro, Klassik und und und.
Und auch wenn mir jemand ein Nazi-Klischee anhängen will weil halt Rammstein in seinen Augen so klingt als ob dann muß ich sagen ist derjenige auf etwas reingefallen was ihm die Medien irgendwo vordiktiert haben...

Aber egal, ich bin auch der festen Überzeugung das das "Verstehen" von Musik etwas mit Reife und Lebenserfahrung zu tun hat und ich schließe mich da selbst auch nicht aus . Sachen die ich vor Jahren auch nicht gut fand weil ich keinen Sinn dahinter sehen konnte sehe bzw. höre ich heute teilweise in einem ganz anderen Licht.
Und meine Devise ist und bleibt offen sein für alles. Deswegen ist mein Musikgeschmack auch nicht irgendwie auf eine Richtung beschränkt sondern sehr breitgefächert.

Wichtig ist mir das ich eine Aussage hinter einem Titel erkennen kann - gerade bei deutschen Texten - und auch der beste Sound kann für mich gesehen einen aussagelosen Text wieder wettmachen.

Jeder setzt seine Prioritäten halt nen bißchen anders, aber unterm Strich eint uns doch alle Eines: Es soll Spaß machen, gelle???





Jürgan
Jürgan
Stammgast
#25 erstellt: 15. Nov 2005, 20:01
Und um beim Thema zu bleiben, hier einer meiner Favoriten in Bezug auf diesen Thread:



Ganz guter Klang und Texte aus dem Leben!

Viele Grüße
Jürgan
harhuettne
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 15. Nov 2005, 20:07

Jürgan schrieb:

Und auch wenn mir jemand ein Nazi-Klischee anhängen will weil halt Rammstein in seinen Augen so klingt als ob dann muß ich sagen ist derjenige auf etwas reingefallen was ihm die Medien irgendwo vordiktiert haben...


Daß ich das nicht gemeint habe sollte eigentlich klar sein. Bar Fly hat ja schon perfekt erklärt, was ich damit sagen wollte. Es ist eine Tatsache, daß Rammstein die deutsche Sprache auf die "Nazi-Art" aussprechen. Das ist nur ein cleverer Gag, der die Musik im Ausland populär macht. Ich finds halt etwas arm, wenn man auf sowas angewiesen ist, nur weil das uninformierte Ausland (speziell USA) total drauf steht (wieso eigentlich?). Deswegen stehen Rammstein oder ihre Hörer natürlich keinesfalls rechts. So blöd, da irgendeine politische Aussage hineinzuinterpretieren bin ich nun wirklich nicht.

Jeder kann Rammstein hören, wenn's ihm gefällt, nur ist es eben keine besonders anspruchsvolle Musik und auch kein Beispiel für besonders gute deutsche Musik, nur weil's recht erfolgreich ist. Das war ja wohl in der Musik noch nie ein Kriterium für Qualität, die Popularität.

Und Catterfeld und Crazy Frog haben auch nicht dasselbe Niveau wie Rammstein. Sagt mal, wie lest ihr hier eigentlich die Postings? Ich wollte damit nur sagen, daß Müll nicht ausnahmslos aus Amerika & Co. kommt, sondern wir auch einiges dazu beitragen. Und daß ihr hier Catterfeld hört, rofl, das wollte ich damit sicher nicht sagen...

Eine grundsätzliche Abneigung gegen Metal habe ich eigentlich auch nicht. Es ist zwar Musik, die mich nicht besonders interessiert, aber ich hab damit kein Problem, wenn das jemand hört. Bei HipHop ist das eher so, da tue ich mir manchmal schon schwer, das Gegenüber ernstzunehmen, wenn das als musikalische Hauptpräferenz angegeben wird. Obwohl es natürlich auch in diesem Genre richtig gute Sachen gibt, siehe den Thread dazu.

Im Übrigen hat die deutsche Sprache durchaus ihre Qualitäten. Ich persönlich stelle es mir schwerer vor, wirklich gute Texte auf Deutsch zu schreiben als auf Englisch. Deswegen auch Respekt, wenn das eine Band kann. Bloß fallen mir da wenige ein.


Gruß,
harhuettne
Jürgan
Stammgast
#27 erstellt: 15. Nov 2005, 22:07
@harhuettne
hab schon verstanden

hier noch was in meinen Augen excellentes aus deutschen Landen, diesmal waschechtes Electro:

Ungaro
Inventar
#28 erstellt: 15. Nov 2005, 22:19
Hallo!

Ich wundere mich weswegen "Die Ärzte" noch nicht erwähnt wurden!
Ich habe mir gestern den "Devil-Debil Relesae" Scheibe gekauft und es macht mir immer noch Spass die Jungs zu hören! Ich bin zwar schon über 32, aber bei diese Scheibe fühle ich mich wieder wie ein Teenager!

Schöne Grüsse
Anton
hybridTherapy
Stammgast
#29 erstellt: 15. Nov 2005, 22:38

hybridTherapy schrieb:
Der Inhalt der Texte ist für mich auch nicht so wichtig wie die Musik an sich.


ah ja...


BIG_G_24 schrieb:
So isses, sonst würde sich doch niemand Rammstein oder ähnliches anhören.

rofl, die Hörer von Rammstein geben halt nicht allzu viel auf wirklich anspruchsvolle Texte... oder sie interpretieren einen tieferen Sinn rein, der gar nicht da ist

@harhuettne
Was sind das denn für Aussagen??? Die Musik ist wichtiger als der Inhalt der Texte, da kannst du nicht drumrumreden. Außerdem ist es jetzt nicht so, dass sich Metaller gar nichts bei den Texten denken. Ganz im Gegenteil. Wenn du dumm daher Geredetes Zeug hören willst, dann hör dir Sido, etc an, aber damit den Metal schlecht zu reden, halte ich für ein ziemlich dummes Argument.
knisterwerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 15. Nov 2005, 22:44
@BarFly:
Zitat: „Richtig, das meinte ich damit. In anderen Sprachen, beileibe nicht nur im Englischen, kann man bestimmte Dinge mit einem Wort ausdrücken, im Deutschen braucht es eine Konstruktion, oft einen Satz.“

Das meinte ich eigentlich nicht, zumal es nicht stimmt. Gerade die Wortverschmelzung ermöglicht die Schaffung von Wörtern, wie es im Englischen nicht möglich ist. Als Deutschem selbst fällt das nicht auf, ist man doch mit der Muttersprache großgeworden, doch wird die Sprache immer wieder aus dem Ausland dafür geachtet. Hier führt es in der Regel im Englischen zu einer Umschreibung, oder eben zu einem größeren Vokabular, welches die englisch Sprache in der Tat hat. Und in der Tat haben viele Wörter des Englischen wenige Silben.

Zitat: im technischen Bereich z.B. kann das lästig sein.
Deutsch ist eine der stärksten Sprachen, wenn es um die Beschreibung von Dingen geht. Vor dem ersten Weltkrieg war sie daher im wissenschaftlichen Bereich eine stark verbreitetete und beliebte Sprache, verlor aber durch den Krieg an Bedeutung.

Zitat: „Im alltäglichen Umgang weichen wir nicht zuletzt deswegen auf Anglizismen aus um uns die Wortungetüme zu ersparen.“
Mit Anglizismen beschäftige ich mich seit längerer Zeit, aber die Kürze konnte ich nie als Grund für die Übernahme von Anglizismen bestätigt sehen. Gegenbeispiele?
Mountenbike - Bergrad (3 zu 2 Silben)
Newsletter - Rundbrief (3 zu 2 Silben)
day-to-day money - Tagesgeld (5 zu 3 Silben)
neighbourhood watching - Bürgerwehr (5 zu 3 Silben)
advertisement - Werbung (4 zu 2 Silben)
Die Liste könnte ich ewig fortführen. Aber die Länger einer Sprache ist auch gar nicht ausschlaggebend. Tatsächlich kann man im Deutschen zur Verbesserung der Kommunikation Verlängerungen und Redundanzen ebenso feststellen: lohnenswert statt lohnend; vollendete Tatsachen statt Tatsachen.

Nimm Wortverschmelzungen wie Wohllaut (melodious sound) oder Urvolk (primitive/original people). Das Fahrvergnügen ließe sich im Englischen lediglich mit „fun of driving“ oder „driving pleasure“ be- oder vielmehr umschreiben, der Pausenstand wäre die „score at half-time“.

Andere für den Alltag wichtige Wörter sind in beiden Sprachen meist ein oder zweisilbig: Mehl, Ei, Auto, Buch, Topf, Garten, Bett, Mund, müde, hungrig, gut, schlecht, spät, hell, liegen, denken, handeln, machen, schauen.

Zitat: „... im Befehlston halt“
Ein Bellen kann ich aus der Sprache nicht heraushören, aber daß Deutsch einen befehlenden Ton haben kann, ist quasi bewiesene Tatsache (aus wissenschaftlicher, nicht aus historischer Sicht). Sie muß aber nicht, Sprachgefühl ist auch hier gefragt.

@harhuettne:
Mit Leuten, die das rollende R mit Nazis in Verbindung bringen, braucht man gar nicht erst diskutieren. Im bayerischen kann das rollende R beispielsweise zum guten Ton gehören. Für Menschen, die das R nicht rollen können, gibt es beim Logopäden sogar eine Therapie. Die expressive Sprechweise Rammsteins ist damit freilich nicht verbunden. Und ich bin der Meinung, als Deutscher sollte man nicht immer „alles“ auf den Nationalsozialismus reduzieren (wollen). Meist hört sich das ohehin an wie „guck mal, ich bin wachsam, ich bin dagegen, ich bin gut“. Es ist sowieso immer wieder erstaunlich, wie selbst eine Diskussion über Liedertexte beim Nationalsozialismus landet, als wäre im deutschen Denken ein Zwang, diese Thematik überall einfließen lassen zu müssen. Und ebenso erstaunlich ist es, wenn man sich dafür rechtfertigen muß, daß man Rammstein mag.


[Beitrag von knisterwerk am 15. Nov 2005, 22:46 bearbeitet]
arrowhead
Stammgast
#31 erstellt: 15. Nov 2005, 22:45
mein Gott! Könnt ihr eure Diskussionen über den Wert und Unwert von Musik nicht woanders hin verlagern? Für Rammstein und Metall gibt es eigene Threads - hier gehts um Beispiele für deutsche Musik, die einzelnen persönlich für sich(!) als gelungen bezeichnen!
Die linguistische Betrachtungen tragen ihren Teil zu hintergründen der deutschen Musik bei, ob Rammstein gut oder schelcht ist, ob Metaller auch tiefgründiger Texte haben oder nicht interesiert hier niemand!


[Beitrag von arrowhead am 15. Nov 2005, 22:55 bearbeitet]
hybridTherapy
Stammgast
#32 erstellt: 15. Nov 2005, 22:53
@arrowhead
Tut mir leid, aber das musste jetz einfach raus.
knisterwerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#33 erstellt: 15. Nov 2005, 22:53
@arrowhead:
Rammstein ist deutsche gelungene Musik.

Lieder oder Gruppen mit schönen deutschen Texten und schönem Gesang kann ich leider nicht empfehlen, da ich weitesgehend instrumentelle Musik höre. Aber Lieder mit schönen Frauenstimmen, die nicht dem Kommerzwahn hinterherlaufen, würden mich ebenfalls sehr interessieren. Vielleicht kennt der ein oder andere sogar deutschsprachigen TripHop?
_CountZero_
Inventar
#34 erstellt: 15. Nov 2005, 23:27
Aaaaah, endlich mal ein Rammstein-Thread , also ich mag Rammstein...
arrowhead
Stammgast
#35 erstellt: 15. Nov 2005, 23:50
da auch aufrufe nicht zu helfen scheinen hier mein letzter versuch:

http://www.hifi-foru...=1487&postID=284#284
ein thread über "heavy-music"

http://www.hifi-foru...ad=1505&postID=10#10
ein paar metall cd´s


http://www.hifi-foru...hread=274&postID=0#0
meinungen zu rmmstein-texten

ich hab mir die threads nicht durchgelesen, denke aber dass vom titel her entsprechende diskussionen dort, im gegensatz zu hier, angebracht sind....


Achnoch was - es amcht wenig sinn, einfach eine bandnamen hier zu posten und zu sagen dass sie euch gefällt.
Schlagt ein Album vor, sagt was für ne Musikrichtung, wie wärs mit nem Link zu der Homepage / nem Demotrack, was gefällt euch an eurem Beispiel so gut.... all das sind sachen die euren Posts einen unheimlichen Mehrwert verleihen und einem Forum den Sinn geben, den es zugedacht wurde...


[Beitrag von arrowhead am 15. Nov 2005, 23:54 bearbeitet]
Martin_H
Stammgast
#36 erstellt: 16. Nov 2005, 01:34
@Knisterwerk:
Du hast genau meine Meinung wiedergegeben!
Vielen Dank, jetzt muss ich hier nicht mehr so einen langen Verteidigungstext der deutschen Sprache schreiben...
the_det
Stammgast
#37 erstellt: 16. Nov 2005, 10:27
Moin zusammen,

mal wieder zurück zum Thema: Wem Wolke gefällt, dem müsste eigentlich auch http://www.erdmoebel.de/ gefallen.

Grüße
Det
BarFly
Stammgast
#38 erstellt: 16. Nov 2005, 15:07
Hallo,

@All
Wer sich mit Deutscher Musik beschäftigt, kommt um den Einfluss der Sprache nicht herum. Oder will hier irgendjemand behaupten, die Sprachmelodie hätte keinen Einfluss auf die Musik. Instrumentalmusik natürlich ausgenommen.
@knisterwerk
Vorab, wir liegen wohl nicht sehr weit auseinander. Dazuhin macht es Spass sich mit Dir auseinanderzusetzen
Du beschäftigst dich ja damit, ich schreibe das hier rein aus dem Stegreif.
Ich denke das viele Anglizismen nur benutzt werden um zu zeigen wie 'Weltmännisch' man doch ist.
Du hast einige Beispiele angeführt, ich greif jetzt mal eines raus, das mir gerade sehr passt :
Newsletter - Rundbrief (3 zu 2 Silben)
Sprich einfach mal (in korrektem Deutsch) das Wort 'Rundbrief' aus und achte darauf wie sehr sich Dein Mund verformen muss und die Zunge sich im Mund hin und her bewegt.
Ich persönlich spreche das Wort eher als 'Rondbrief' aus. Also eher die schwäbische Variante.
Dann sprich mal 'Newsletter' aus. Hier hast Du, sowohl mit den Lippen wie auch der Zunge, weit weniger zu tun.
Du schreibst auch das die Länge nicht entscheidend sei, das lässt sich ganz einfach an der italienischen Sprache aufzeigen. Für die Musik, um die geht es hier eigentlich, ist die Sprachmelodie bedeutend.
Wichtig hier sind die Vokale
http://de.wikipedia.org/wiki/Vokale
und auch die Nasale (im französischen z.B.) die machen eine Sprache weich und flüssig. Die häufigen deutschen Konsonanten
http://de.wikipedia.org/wiki/Konsonanten
nehmen dem Gesang die Melodie.
Und hier sind wir uns wieder einig, das (auch) Deutsch, mit Sprachgefühl und kreativem Ausnutzen der Freiheiten, wunderschöne Lyrik hervorbringen kann.
Ein kleiner Einschub noch:
Verben machen Sprache dynamischer. Substantive eher statischer.

@harhuettne:
Mit Leuten, die das rollende R mit Nazis in Verbindung bringen, braucht man gar nicht erst diskutieren. Im bayerischen kann das rollende R beispielsweise zum guten Ton gehören. Für Menschen, die das R nicht rollen können, gibt es beim Logopäden sogar eine Therapie. Die expressive Sprechweise Rammsteins ist damit freilich nicht verbunden. Und ich bin der Meinung, als Deutscher sollte man nicht immer „alles“ auf den Nationalsozialismus reduzieren (wollen). Meist hört sich das ohehin an wie „guck mal, ich bin wachsam, ich bin dagegen, ich bin gut“. Es ist sowieso immer wieder erstaunlich, wie selbst eine Diskussion über Liedertexte beim Nationalsozialismus landet, als wäre im deutschen Denken ein Zwang, diese Thematik überall einfließen lassen zu müssen. Und ebenso erstaunlich ist es, wenn man sich dafür rechtfertigen muß, daß man Rammstein mag.

Volle Zustimmung.
Es ist mir halt aufgefallen (ich habe 2 Jahre im Ausland, USA und Italien, gelebt) das diese Art Deutsch zu sprechen, stark mit den Nazis in Verbindung gebracht wird.
Warum auch immer. Das ist aber ein anderes Thema.

@Ungaro
Ich bin 52 und finde die Ärzte Klasse, bin ich jetzt auch ein Teenager
Ungaro
Inventar
#39 erstellt: 16. Nov 2005, 15:17

BarFly schrieb:
@Ungaro
Ich bin 52 und finde die Ärzte Klasse, bin ich jetzt auch ein Teenager :hail


Endlich versteht mich jemand!
Vielen dank BarFly!

Schöne Grüsse
Anton
knisterwerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#40 erstellt: 17. Nov 2005, 05:11
@BarFly:
> Vorab, wir liegen wohl nicht sehr weit auseinander.
> Dazuhin macht es Spass sich mit Dir auseinanderzusetzen

Das freut mich beides.

> Ich denke das viele Anglizismen nur benutzt werden um
> zu zeigen wie 'Weltmännisch' man doch ist.

Dabei verwechselt man Amerikahörigkeit mit Weltoffenheit und Selbstaufgabe mit Kulturaustausch. Ist es weltoffen, sich an eine andere Sprache zu hängen – wir kreieren sogar Scheinanglizismen –, sich damit zu deklassieren, ohne Liebe und Wertschätzung zur eigene (Sprach-)Kultur? Weltoffen ist, wenn man im regen Austausch mit anderen Kulturen steht, wenn man selbst etwas zu bieten hat, sich interessant machen kann. Weltoffenheit ist keine Einbahnstraße, sondern ein Geben und Nehmen.

Aber wer sich weltmännisch fühlt, weil er seine Muttersprache versucht zu meiden – sich in ihr vielleicht gar nicht mehr ausdrücken kann – und übersehen möchte, daß es auf der Welt über 7000 Sprachen gibt, der soll das tun. Vielleicht gibt es ihm ein gutes Gefühl, wenn er Englisch spricht und in den Glauben verfällt, damit würde er zu "den Großen" gehören, wenngleich er sich in Wirklichkeit diesen lediglich anhängt und ihnen nachläuft. Das ist zu respektieren, aber ich habe dazu meine ganz eigene Meinung.

> Dann sprich mal 'Newsletter' aus. Hier hast Du, sowohl mit
> den Lippen wie auch der Zunge, weit weniger zu tun.

Das kann ich nicht bestätigen, aber ich spreche auch kein Schwäbisch. Nur ist das doch ohnehin irrelevant? Energieeffizienz und Muskelanspannungen sind mir noch nie als für Sprachen bedeutend untergekommen. Davon abgesehen sind die Mundbewegungen und Gesichtsmuskeln derart komplex, daß ich da bereits im Ansatz passen muß, den Aufwand für die eine oder andere Bewegung zu beurteilen.

> Die häufigen deutschen Konsonanten nehmen dem
> Gesang die Melodie.

Das sehe ich anders, aber mir gefällt Deutsch ebenso wie das vokalreichere Japanisch – ich verstehe es nicht, aber es klingt schön.


[Beitrag von knisterwerk am 17. Nov 2005, 06:07 bearbeitet]
harhuettne
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 17. Nov 2005, 18:24

knisterwerk schrieb:

@harhuettne:
Mit Leuten, die das rollende R mit Nazis in Verbindung bringen, braucht man gar nicht erst diskutieren. Im bayerischen kann das rollende R beispielsweise zum guten Ton gehören. Für Menschen, die das R nicht rollen können, gibt es beim Logopäden sogar eine Therapie. Die expressive Sprechweise Rammsteins ist damit freilich nicht verbunden. Und ich bin der Meinung, als Deutscher sollte man nicht immer „alles“ auf den Nationalsozialismus reduzieren (wollen). Meist hört sich das ohehin an wie „guck mal, ich bin wachsam, ich bin dagegen, ich bin gut“. Es ist sowieso immer wieder erstaunlich, wie selbst eine Diskussion über Liedertexte beim Nationalsozialismus landet, als wäre im deutschen Denken ein Zwang, diese Thematik überall einfließen lassen zu müssen. Und ebenso erstaunlich ist es, wenn man sich dafür rechtfertigen muß, daß man Rammstein mag.


Wo hab ich gesagt, jeder, der das R rollt, spricht wie ein Nazi? Also, nichts für ungut, aber kannst du eigentlich irgendwas einfach lesen ohne irgendeinen Schwachsinn reinzuinterpretieren? Wohl nicht, oder? Ich lebe übrigens selbst in Bayern wo das R gerollt wird. Zum guten Ton gehört das nicht unbedingt, ist halt Dialekt.

Das rollende R ist nur ein Merkmal dieser sog. "Naziaussprache" aus längst vergangenen Zeiten. Deswegen bringe ich dieses eine Merkmal nicht automatisch ebenfalls mit dieser Naziaussprache in Verbindung. Diese "aufgezwungene Thematik" finde ich auch oft deplaziert, aber hier ist es eben so, daß heutzutage keiner mehr so spricht (und nein, ich meine hier nicht ausschließlich das harmlose rollende R, für alle die wieder zu blöd zum Denken sind), erst Recht nicht in der ernstzunehmenden Musikszene, nur halt Rammstein. Warum sie es tun weiß ich nicht. Wie schon gepostet spekuliere ich darauf daß es ihrer Popularität in den USA und anderen ausländischen Staaten förderlich sein soll. Ich schließe erneut aus daß es einen politischen Grund hat, nur damit es auch die größten Pfeifen endlich mal nicht überlesen.

Was Rammstein selber dazu sagen, würde mich mal interessieren. Sollte mal in einem Interview gefragt werden. Daß darüber eine Diskussion entsteht ist doch nicht verwunderlich, schließlich würde man sich auch wundern, wenn jemand z.B. zu McDonald's ginge mit den Worten "Achtung! Ich verrrrrrrrlangäääää hierrrrrrrrmit einen Kaffäääääää!" Da kannst du dann auch gerne lange erklären warum du das sagst und wie harmlos du das doch meinst und daß da gar nichts dahintersteckt, aber die Leute werden dich äußerst schief ansehen, weil es eben einfach abnormal ist, so zu sprechen und weil es eben mit einer eindeutig negativen geschichtlichen Periode assoziiert wird.

Ach ja, wenn du dich beschwerst daß du dich rechtfertigen mußt, Rammstein zu mögen dann bilde dir von mir aus ein ich hätte das verlangt...
Ich sage nur, daß Rammstein nicht anspruchsvoll ist. Nicht mehr, nicht weniger.

@hybrid Therapy aka Mr Mißverständnis:
Ich habe nur gesagt, daß meiner Meinung nach die allermeisten Hörer von Rammstein nicht allzu viel auf den Text achten. Gut, daß das meine Meinung ist habe ich vorausgesetzt, ab jetzt schreibe ich das am besten immer dazu...:.

Und daß die Musik unbedingt so viel wichtiger als der Text ist, ist halt deine Meinung, auch wenn's schwer zu verstehen ist, ich seh's halt anders. So unmöglich wie du tust ist das weiß Gott nicht. Klar, tolle Texte mit miserabler Musik kann man sich nicht anhören, tolle Musik mit miserablen Texten schon leichter, aber wenn beides stimmt macht mir die Musik erst richtig Spaß.

Übrigens habe ich nur von Rammstein geredet, nicht vom ganzen Genre des Metal. Ich find's ehrlich gesagt schon ziemlich dreist was du dir hier zusammenlügst. Wenn ich hätte sagen wollen, ich habe was gegen Metal generell und hasse ausnahmslos jede Band des Genres sowie jeden Hörer dann HÄTTE ich das einfach genau so gesagt. Punkt.

Meine Meinung paßt euch vielleicht nicht, aber wenn ihr denkt ich spiele hier für euch aufgrund erfundener Aussagen das Arschloch habt ihr euch geschnitten.


Gruß,
harhuettne


[Beitrag von harhuettne am 17. Nov 2005, 18:26 bearbeitet]
hybridTherapy
Stammgast
#42 erstellt: 17. Nov 2005, 18:53
@harnuettne
Na ja, ich glaube, das lassen wir einfach mal so stehen. Ich wollte dich nicht beleidigen oder so . Falls ich das getan habe, tut mir das leid .
knisterwerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#43 erstellt: 17. Nov 2005, 19:55

harhuettne schrieb:

Wo hab ich gesagt, jeder, der das R rollt, spricht wie ein Nazi? Also, nichts für ungut, aber kannst du eigentlich irgendwas einfach lesen ohne irgendeinen Schwachsinn reinzuinterpretieren?


Ich habe meine Meinung kundgetan, daß man mit solchen Leuten – von dir war keine Rede –, die Rammstein-Hörern rechtes Gedankengut unterstellen, gar nicht erst diskutieren braucht. Das war eine Ergänzung zu deiner Aussage, war folglich auch an dich gerichtet. Du schriebst sogar ausdrücklich, daß Hörer Rammsteins nicht automatisch rechts seien – nur falls du das vergessen haben solltest. Wie kannst du meine Aussage auf deine Person beziehen oder gar meinen, ich würde das Gegenteil in eine so explizite Aussage interpretieren?

Vielleicht sollte man sich nicht angegriffen fühlen, nur weil ein Text an einen gerichtet ist. Vielleicht ist es unvorstellbar, daß sich jemand in einer Diskussion an einen wendet, um zuzustimmen oder zu ergänzen. Dafür bitte ich um Entschuldigung, ich hielt es für etwas normales. Vielleicht hast du meinen Beitrag aber auch falsch verstanden – muß ich nun von „Schwachsinn“ und „zu blöd zum Denken“ schreiben, oder verzeihst du mir, wenn ich davon Abstand nehme?


Meine Meinung paßt euch vielleicht nicht, aber wenn ihr denkt ich spiele hier für euch aufgrund erfundener Aussagen das Arschloch habt ihr euch geschnitten.


In einigen Punkten teile ich deine Meinung, beispielsweise daß man von Popularität auf Qualität nicht schließen sollte. In anderen Punkten sehe ich es anders als du, beispielsweise denke ich nicht, daß sich Rammstein dieser expressive Sprechweise bedienen, weil sie es für ihren Erfolg im Ausland für notwendig erachten, sondern weil es ihnen wie vielen anderen Menschen gefällt.

Aber warum sollte mir deswegen deine Meinung nicht passen? Man kann nur dann mit Leuten vernünftig diskutieren, wenn man sie respektiert und ihre Meinungen toleriert.


So blöd, da irgendeine politische Aussage hineinzuinterpretieren bin ich nun wirklich nicht.


Das kann man aber durchaus machen, beispielsweise folgende zwei Sätze aus dem Liedtext von „Links 2 3 4“:
1) „Sie wollen mein Herz am rechten Fleck, doch seh' ich dann nach unten weg, da schlägt es links.“
2) „Da schlägt es in der linken Brust, der Neider hat es schlecht gewußt.“

Eindeutig ist dies keineswegs; das waren die Texte von Rammstein nie.


[Beitrag von knisterwerk am 17. Nov 2005, 19:56 bearbeitet]
BarFly
Stammgast
#44 erstellt: 18. Nov 2005, 11:44
Hallo,

@all
Kennt hier noch wer die Gruppen 'Ihre Kinder' oder 'Eulenspygel'?

@harhuettne
he das hast Du aber was völlig falsch verstanden. Überraschend waren sich doch mal ein paar der Diskutanten über ein mitunter strittig diskutiertes Thema einig, das man Rammstein (und Fans) nicht auf die Rechtsradikale Schiene schieben kann. Es ging hier in der Diskussion eigentlich recht sachlich ab.
Sitzt das Misstrauen so tief?

@knisterwerk
Bezüglich der Anglizismen sind wir uns wohl ziemlich einig
Hier etwas weniger (macht ja nix).

Nur ist das doch ohnehin irrelevant? Energieeffizienz und Muskelanspannungen sind mir noch nie als für Sprachen bedeutend untergekommen
Davon abgesehen sind die Mundbewegungen und Gesichtsmuskeln derart komplex, daß ich da bereits im Ansatz passen muß, den Aufwand für die eine oder andere Bewegung zu beurteilen

Die Effizienz der Mund und Zungenbewegungen ist wichtig bei flüssigem Sprechen und vor allem beim Gesang !<--Thema!
Also achte einfach mal darauf wie Du den Mund bewegst, was die Zunge macht, wann sie Beispielsweise vorne an die Zähne stöst (dieses Wort selbst ist dafür ein gutes Beispiel).
Murray
Inventar
#45 erstellt: 18. Nov 2005, 11:59
Kinners, nur um mal ein paar gute aktuelle Alben zu nennen:

amazon.de

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Klassiker wie die Hosen oder so lass ich mal außen vor...
knisterwerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#46 erstellt: 19. Nov 2005, 20:19
@BarFly:
> Die Effizienz der Mund und Zungenbewegungen ist wichtig bei
> flüssigem Sprechen und vor allem beim Gesang !<--Thema!


Was interessiert mich, wie effizient Bewegungen sind? Mich interessiert, wie etwas damit gesagt werden kann, was damit gesagt wird und wie es sich anhört.

> wann sie Beispielsweise vorne an die Zähne stöst

Und was ist daran so schlimm oder gar ineffizient? Wie gesagt, die Muskeln im Gesicht sind so komplex, daß ich den Energieaufwand nicht ansatzweise beurteilen möchte. Daher frage ich.

Wirklich Berührungen mit den Zähnen kann ich beim „th“ feststellen. Aber auch hier wüßte ich nicht, was daran schlimm sein soll. Es gehört einfach zur Sprache.
Lord_Bre
Stammgast
#47 erstellt: 19. Nov 2005, 20:39
Deutsche Musik finde ich sehr oft ziemlich scheiße [<- sorry, aber wir sind doch ehrlich ]

Begründung:

1. Wenn ich oben das Cover von Tocotronic anschaue, dann könnte ich gleich . Diese typischen pseudointellektuellen, ausgemergelten, nie lachenden Kerle in Trainingsjacken....furchtbar. Die Musik ist mir auch zu langweilig (schrammelschrammelschrammel). Tut mir leid, solche Bands braucht keiner. Außer die anderen Pseudointellektuellen.

2. Westernhagen, Grönemeyer, Maffey sind sooooooooo tiefsinnige Musiker, aber das packe ich nicht.

3. Juli, Silbermond usw. haben alle eine Frau als Sängerin, der Rest sind Männer. Klingt nach erfolgreichem Casting-Konzept. In ein paar Monaten kennt die doch keiner mehr... Und dann kommt noch hinzu: Kennst du ein Lied, kennst du alle. Einzig und alleine Wir sind Helden habe noch zumindest ein bisschen Witz...

4. Tokio Hotel - kein Kommentar

5. Grauenhaft ist es auch, dass es immer noch NDW-Revival Parties gibt. Da merkt man erst, wie alt man eigentlich ist.

6. Nena - nimmt demnächst den Platz von den Hellwig-Schwestern ein, grauenhafter Schlager

7. Die Ärzte und Die Toten Hosen waren vor 15 Jahren gut und lustig, aber mit 40+ und Anzügen und ordentlicher Frisur wird's langsam unglaubhaft

Richtig gute deutsche Bands gibt es m.E. echt wenig, die meisten davon singen sicher englisch und kommen aus dem Rock-, Alternative- und Metalbereich, einige sicher aus der elektronischen Sparte. (Ich lasse mal klassische und Jazz weg, weil das wohl auch nicht hierher gehört)

Und noch eine kurze Notiz zu Rammstein:
In Deutschland hat man ja solch eine Wahnsinns-Nazi-Phobie, dass sich erstmal jeder als sicher nazifrei beweisen muss, bevor er gesellschaftsfähig ist...oh mei oh mei...
Martin_H
Stammgast
#48 erstellt: 19. Nov 2005, 22:07
@Lord Bre: Du gehst die ganze Sache etwas oberflächlich an, es gibt mehr als die genannten Bands.
Und Tocotronic war bis einschliesslich K.O.O.K. eine ziemlich geniale Band!! Ich gib dir aber Recht, dass was sie jetzt machen find ich auch pseudointellektuell
pinkrobot
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 19. Nov 2005, 23:25
Ich finde den Ansatz von Tocotronic ("pure Vernunft darf niemals siegen") sehr gut, habe auch mal ein Interview mit Tocotronic gelesen. Hat mir auch sehr gut gefallen was die gesagt haben. Die Musik habe ich allerdings noch nicht gehört. Und die Frisuren gefallen mir auch nicht besonders , trägt ja heute jeder, der sich cool findet. Aber das ist Geschmackssache...

Ich finde, daß es in Deutschland sehr gute Musiker und Bands gibt, bzw. gegeben hat. Sogar sehr einflussreiche Bands wie zB. Kraftwerk, Can, Neu!, La Düsseldorf, Faust, Cluster, Ash Ra Tempel; also was allgemein als "Krautrock" bezeichnet wurde/wird (was allerdings nicht stimmt, da zB. Cluster alles andere als "Rock" ist. Cluster waren Pioniere der elektronischen Musik).
Das waren alles sehr wichtige Leute, ohne die es die heutige Musik nicht geben würde (also kein Punk, keine elektronische Musik mit ihren ganzen Spielarten, keine alternative Musik).
Denn was die reine Musik angeht, sind wir Deutschen gar nicht mal so übel. Nur wenn Text, in deutsch gesungen, dazu kommt wirds sehr oft peinlich.

Gruß
Andreas
Lord_Bre
Stammgast
#50 erstellt: 19. Nov 2005, 23:43
Ich stimme dir zumindest beim 2. Absatz voll zu! In den 70ern kamen wirklich viele gute Bands aus Deutschland, nur hatten die auch eher englische Texte. Mein Statement bezog sich eher auf noch existierende Bands.

Und natürlich ist mein erster Post oberflächlich. Ich will hier auch keine Abhandlungen verfassen Die aufgezählten "Bands" sind mir nur grade spontan eingefallen!
pinkrobot
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 19. Nov 2005, 23:52
Hallo,

oh, da vertue dich mal nicht. Viele existieren nicht mehr als "originale Band" das stimmt schon, aber als "Einzelpersonen" oder als leicht modifizerte Version der "Ur-Band" (zB. Faust) sind noch viele tätig und machen sehr interessante Sachen. Allerdings nicht mit deutschen Texten

Gruß
Andreas


[Beitrag von pinkrobot am 19. Nov 2005, 23:52 bearbeitet]
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