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Bewusste Musikbranchen Falschdarstellung durch Heise-Ableger Telepolis

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Killkill
Inventar
#1 erstellt: 31. Aug 2009, 06:49
Krasse Nummer, finde ich.



Internetmagazin verzerrt bewusst Fakten und betreibt Propaganda gegen die Musikwirtschaft.

„Gründe, keine CDs zu kaufen“, heißt ein am Mittwoch erschienener Artikel im Netzkulturforum „Telepolis“ des Computerverlags Heinz Heise, und diese Gründe liefert die Meldung auch reichlich. Leider sind sie größtenteils falsch, beziehungsweise vom Telepolis Journalisten Peter Mühlbauer bewusst verzerrt dargestellt.

In dem Artikel geht es darum, dass dem Verkäufer einer gebrauchten Iron Maiden Musik-CD eine Abmahnung einer Hamburger Anwaltskanzlei über 100€ ins Haus geflattert kam. Telepolis berichtet, dass die Musikindustrie mit diesen Abmahnungen den Verkauf gebrauchter Tonträger unterbinden wolle – wie sie es angeblich schon mehrfach versucht habe.
In Wirklichkeit ist die angeblich gebrauchte CD allerdings ein illegaler Bootleg, für den ein Ettlinger Iron Maiden Fan durch Verkauf bei eBay einen Höchstpreis erzielen wollte. Weder mahnt die Iron Maiden Plattenfirma EMI den Verkauf ab, noch sonst irgendeine Plattenfirma, sondern lediglich die Band-Holding, vertreten durch das Management. Es geht in dieser Abmahnung nicht um Geldscheffelei, sondern darum, die Verbreitung und den Verkauf minderwertiger Iron Maiden Bootlegs zu unterbinden: „Die Abmahnungen werden nicht von der Band durchgeführt, sondern sind eine Initiative des Iron Maiden Managements“, erklärt Musikfachanwalt Thomas Schlegel, Partner in der Kanzlei Sasse und Partner, was die Sachlage in deutlich anderem Licht erscheinen lässt, als Telepolis es darstellt. Band und Management haben hart und lange an ihrem Qualitätsnamen gearbeitet, und diese Aktionen sind lediglich dazu bestimmt, die Band zu schützen, und sicherzustellen, dass die Fans die Qualität bekommen, die sie von einem Iron Maiden Produkt erwarten.“ Er fügt hinzu, dass das Management bei der Abmahnung von Bagatellfällen für die Abmahnsumme von lediglich 100 € im laufenden Betrieb sogar Geld verliere, anstatt damit Geld zu machen.
Dass es sich bei dieser Falschdarstellung aber um mehr als nur eine schlampige Recherche handelt, davon ist der Musikanwalt Schlegel, der bereitwillig dem Netzmagazin Telepolis Auskunft zur Sache erteilte, überzeugt: „Der Telepolis Mann wusste nach unserem Gespräch ganz genau, dass es sich hier nicht um eine normale gebrauchte CD handelt, sondern um einen Bootleg. Und er wusste auch, dass nicht die „Musikindustrie“ diesen Verkauf abmahnt, sondern lediglich das Iron Maiden Management. Er hat sich aber auffallend bemüht, diese Zusammenhänge in seinem Bericht zu verschleiern. Darüber hinaus hatte er einige meiner Zitate aus dem Zusammenhang gerissen. So sagte ich zum Beispiel, dass ich als Musikfan selbst Verständnis für Fans habe, die sich auf Plattenbörsen Bootlegs besorgen - ich habe davon ja selbst welche im Schrank stehen. Jedoch dürfen diese halt nicht mehr öffentlich als Originale weiterverkauft werden. Den letzten Satz hat er dann bewusst weggelassen.“
„Diese Berichterstattung ist reine Anti-Musikindustrie-Propaganda“ sagt Stefan Herwig, Betreiber der Independent-Plattenfirma Dependent. „Netzmagazine wie Telepolis und Golem tun seit Jahren nichts Anderes, als uns in einem möglichst schlechten Licht darzustellen. Aber dass jetzt Fakten sogar bewusst verzerrt werden hat eine neue Dimension. Die von Telepolis aufgestellte Behauptung, dass die Musikindustrie mehrfach versucht hat, den Verkauf von gebrauchten CDs einzudämmen, entbehrt jeder Grundlage. Deswegen prüfen wir jetzt auch die Option einer Gegendarstellung des Sachverhaltes für Heise, sowie eine Beschwerde beim deutschen Presserat. Der Artikel „Gründe, keine CDs zu kaufen“ liefert insofern nur eines: „Gründe, nicht mehr Telepolis zu lesen“, so Herwig.



URL des fraglichen Telepolis Artikels:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30985/1.html


[Beitrag von Killkill am 31. Aug 2009, 06:50 bearbeitet]
Killkill
Inventar
#2 erstellt: 03. Sep 2009, 02:03
Seit gestern rudet heise zumindest von den unhaltbaren Behauptungen langsam zurück:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31043/1.html

Einen Fehler gestehen die spacken aber nicht ein...

KK
hangman
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 05. Sep 2009, 11:25
worauf willst du raus


[Beitrag von hangman am 05. Sep 2009, 11:25 bearbeitet]
Killkill
Inventar
#4 erstellt: 07. Sep 2009, 01:30

worauf willst du raus


Welchen Teil der News hast du jetzt nicht verstanden? Ich erkläre es dir gerne nochmal.

Gruß,

KK
hangman
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 07. Sep 2009, 06:08
mir scheint du hast die frage nicht verstanden

dann anders:

was soll denn (deiner meinung nach) daran so "krass" sein

kommst du jetzt wieder mit polemik oder bekomm ich diesmal ne antwort? (auf ne ganz einfache frage)


[Beitrag von hangman am 07. Sep 2009, 06:30 bearbeitet]
Killkill
Inventar
#6 erstellt: 08. Sep 2009, 02:18


was soll denn (deiner meinung nach) daran so "krass" sein


wenn ein angesehenes medium einen Artikel so deutlich verzerrt, nur um eine branche in verruf zu bringen, die daran garnicht beteiligt ist, dan find eich das schon krass.

Einen Bootleg mit einer "gebrauchten CD klarzustellen,, oder zu behaupten, die Musikbranche hätte mehrfach versucht, den gerbauch mit gerbauchten CDs zu verhinden ist schon eine "gewagte" These.

Und wenn diese verzerrung vom größten nezkulturmedium betrieben wird, fragt man sich schon, wie weit es mit der Objektivität solcher Medien estellt ist.

Jetzt verstanden?

KK
hangman
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 08. Sep 2009, 07:02
was du meinst schon (lange),
was daran krass sein soll nicht

passiert doch tagtäglich daß "teilwahrheiten" und "verzerrte" informationen im netz kursieren!

und was davon allerdings letztendlich der wahrheit entspricht, und was nicht, ist nach wie vor etwas unklar.
vor allem was das betrifft:


Behauptung, dass die Musikindustrie mehrfach versucht hat, den Verkauf von gebrauchten CDs einzudämmen,


davon abgesehen kann je nach sichtweise definiert werden, ob ein management einer band zur branche zu zählen ist oder nicht.
auch ist nicht bekannt inwieweit management und branche in dem fall eine absprache hatten.

und in diesem speziellen fall kann ich es sogar nachvollziehen, daß ein "journalist", der offensichtlich ein "gewisse" meinung über das business hat, etwas über das ziel hinaus schießt.
die musik-industrie hat ja in den letzten jahren nahezu nix unterlassen ihren ruf zu schädigen (der imho immer noch viel zu gut ist, und deren tun und handeln von der breiten kundschaft viel zu sehr toleriert wird).

was ich "krass" finde ist das hier: (obwohl lächerlich viel besser passen würde)

zitat aus dem artikel:


Band und Management haben hart und lange an ihrem Qualitätsnamen gearbeitet, und diese Aktionen sind lediglich dazu bestimmt, die Band zu schützen, und sicherzustellen, dass die Fans die Qualität bekommen, die sie von einem Iron Maiden Produkt erwarten


hat es eine band vom diesem status nötig, anhand ein paar kursierenden bootlegs (welche es im übrigen als solche seit über 30 jahren gibt, auch von anderen "künstlern", und diese auch größtenteils toleriert werden), ihre "qualität" (wobei bei genauerer betrachtung der letzten outputs betreffendend klangqualität und produktion dieser maßstab nicht allzu hoch liegt) zu sichern???

das management und ihr "anwalt" hätten sich vielleicht vorher mal überlegen sollen WAS sie hier tun und vor allem WARUM!
letztendlich haben sie der band und der branche mehr geschadet als es ein paar bootlegs jemals hätten tun können!


[Beitrag von hangman am 08. Sep 2009, 07:24 bearbeitet]
Schili
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 08. Sep 2009, 07:22

und in diesem speziellen fall kann ich es sogar nachvollziehen, daß ein "journalist", der offensichtlich ein "gewisse" meinung über das business hat, etwas über das ziel hinaus schießt.


Nein. Das ist in der Branche ein absolutes NO GO ! So eine (bewusste?)Verzerrung der Umstände zeugt von einem Journalisten, der entweder sein Handwerk nicht versteht oder - schlimmer - ein widerlich charakterloser Schmierfink seiner Zunft ist ! Die Abmahnung einer durch und durch illegalen Sache(Bootlegvertrieb)wurde so dargestellt, als wäre ein durch und durch legaler Verkauf einer gebrauchten(Original-)Scheibe angemahnt worden. Das ist übelste Manipulation der Geschehnisse !



[Beitrag von Schili am 08. Sep 2009, 07:23 bearbeitet]
hangman
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 08. Sep 2009, 07:30
das ist richtig! ich habe das auch nicht bewertet, geschweige denn gut geheissen, lediglich gesagt daß ich es nachvollziehen kann...
Killkill
Inventar
#10 erstellt: 08. Sep 2009, 09:40

und in diesem speziellen fall kann ich es sogar nachvollziehen, daß ein "journalist", der offensichtlich ein "gewisse" meinung über das business hat, etwas über das ziel hinaus schießt.
die musik-industrie hat ja in den letzten jahren nahezu nix unterlassen ihren ruf zu schädigen (der imho immer noch viel zu gut ist, und deren tun und handeln von der breiten kundschaft viel zu sehr toleriert wird).


Also das wirklich rasse ist ja die scheinbar BEWUSSTE Verzerrung des Hournalisten. Es scheint ja, als ist dies keine schlampige Recherche, oder ein Fehler in der Auslegung, des sondern eine bewusste Verzerrung des Sachverhalts.

Und wenn man so eine Berichterstattung akzetiert, wird das Bild der Musikindustrie vielleicht noch viel mehr geschädigt.


und was davon allerdings letztendlich der wahrheit entspricht, und was nicht, ist nach wie vor etwas unklar.
vor allem was das betrifft:

"Behauptung, dass die Musikindustrie mehrfach versucht hat, den Verkauf von gebrauchten CDs einzudämmen..."


Also im Original ist das ein Witz, wo wird hier versucht, den Verkauf von gebrauchten CDs einzuschränken?

Gruß,

KK
hangman
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 08. Sep 2009, 11:55

Also das wirklich rasse ist ja die scheinbar BEWUSSTE Verzerrung des Hournalisten. Es scheint ja, als ist dies keine schlampige Recherche, oder ein Fehler in der Auslegung, des sondern eine bewusste Verzerrung des Sachverhalts.


ich hab mir mal erlaubt etwas in deinem zitat schwarz hervorzuheben.

genau darum gehts: bisher ist unklar ob es sich um bewußte falschdarstellung, mangelnde recherche oder was auch immer handelt.
und solange sollte man sich mit schlagwörtern wie "propaganda" usw evtl etwas zurückhalten. begibt man sich dadurch nicht auf ein ähnliches niveau?


Also im Original ist das ein Witz, wo wird hier versucht, den Verkauf von gebrauchten CDs einzuschränken?


das von mir geschriebene auf das du dich hier beziehst war eher allgemein gemeint, und bezog sich weniger auf den besprochenen fall:


Behauptung, dass die Musikindustrie mehrfach versucht hat, den Verkauf von gebrauchten CDs einzudämmen
Killkill
Inventar
#12 erstellt: 09. Sep 2009, 01:58

hangman schrieb:

Also das wirklich rasse ist ja die scheinbar BEWUSSTE Verzerrung des Journalisten. Es scheint ja, als ist dies keine schlampige Recherche, oder ein Fehler in der Auslegung, des sondern eine bewusste Verzerrung des Sachverhalts.


ich hab mir mal erlaubt etwas in deinem zitat schwarz hervorzuheben.

genau darum gehts: bisher ist unklar ob es sich um bewußte falschdarstellung, mangelnde recherche oder was auch immer handelt.

und solange sollte man sich mit schlagwörtern wie "propaganda" usw evtl etwas zurückhalten. begibt man sich dadurch nicht auf ein ähnliches niveau?



Also ich finde, dass - wenn man sich den Originalartikel durchliest - es schon relativ auffällig ist, wie da versucht wird, auf bestimmte sachverhalte hinzureiten und andere sahcveralte zu verschleiern.

Natürlich kann ich nicht in dne Kopf des Journalisten schauen, aber von dem was hier als text vorliegt, finde ich es schon recht deutlich, dass hier mit einer gewissen "Agenda" geabrietet wird.

Gruß,

KK
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