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Kunstkopfaufnahmen!?

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Tito
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Feb 2004, 11:16
Hallo miteinander!

Habe letzthin eine Kunstkopfaufnahme, ein Hörspiel, aus den 80'ern gehört und muss sagen das mich die Räumlichkeit des Klangbildes umgeworfen hat. Würde interessieren was ihr davon haltet und wo man die Dinger auf CD bekommen kann.
- man möge mir den Vergleich verzeihen aber die hat so manche neue Multi-channel Aufnahme geschlagen!


Grüße Tito
Classe
Stammgast
#2 erstellt: 08. Feb 2004, 23:19
Hallo!
Wuerde mich auch intressieren.
Dachte immer Kunstkopfaufnahmen waeren mehr was fuer Kopfhoererhoerer.
Sind die nicht schrecklich teuer gewesen?
Tito
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Feb 2004, 11:42
Hallo


Stimmt, ist eigentlich für Kopfhörer optimiert. Habe nur eine Aufnahme(der Tod eines Physikers) auf Kassette. Bin aber sehr fasziniert von dieser Aufnahmetechnik, kann aber keine CD Aufnahmen ausfindig machen? Ob sie teuer waren weiss ich nich, kann es mir aber angesichts des Aufnahmeverfahrens gut vorstellen.


mfg Tito
Oliver67
Inventar
#4 erstellt: 10. Feb 2004, 12:10
Kunstkopfhörspiele gibt es jede Menge. Die meisten Hörspiele gibt es aber gar nicht zu kaufen, das wisst ihr ja selbst, deshalb nochmal (gab schon mal einen Thread) mein Vorschlag:

Unter http://www.hoerdat.de/ im obersten Menüpunkt (Titel) auf (Kunstkopf) umstellen, sonst alles frei lassen und suchen.

Die Ergebnisse kann man dann wieder im Fachhandel (oder JPC oder sonstwo) darauf absuchen, ob es sie zu kaufen gibt.


Bei JPC habe ich (Suchwort Kunstkopf) das hier gefunden:
Haworth, Don
An einem Tag im Sommer in einem Garten. CD. ( AV)
Produktion Rundfunk der DDR, 1981. 52 Min.. (Kunstkopf-Hörspiel)

Oliver
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 11. Feb 2004, 08:45
Hi,
ich hätte auch noch eine kurze Einführung zum Thema Kunstkopf auf CD, die habe ich seinerzeit vom BR aufgenommen. Bei Interesse verschicke ich eine CD. PM genügt.
Frankster
Stammgast
#6 erstellt: 11. Feb 2004, 12:19
Mir ist es eigentlich schleierhaft, warum nicht alle Aufnahmen, vorallendingen Musikaufnahmen nicht mit einem Kunstkopf gemacht werden.
Wenn man dem Stereo - Hifi Gedanken folgt ist der Kunstkopf die einzig ware möglichkeit eine Aufnahme so entstehen zu lassen, das eine Hifi-Wiedergabe überhaupt möglich ist.

was bei manchen Denon Geräten nun Dolby virtual Speaker macht - d.h. die phasenrichtige zusammenführung von 5.1 surroundkanälen zu 2 stereokanälen kann mit einem Kunstkopf wesentlich besser bei der Aufnahme durchgeführt werden.

Grüße,
Frank
timmkaki
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 11. Feb 2004, 18:12
Hi,

es gab mal in Hannover einige interessante (LP-)Aufnahmen mit der Bourbon Skiffle Company. Hab die Scheiben allerdings schon vor einiger Zeit verscheuert, da definitiv nur über Kopfhörer sinnvoll zu genießen. Hatte anfangs mal den Tip bekommen, mich genau zwischen die LS zu setzten, Mittel+Hochtöner etwa auf Ohrenhöhe: taugt nicht viel.

Das ganze wurde seinerzeit von Sennheiser (ich grüße Wennebostel, vor den Toren der schönen niedersächsischen Metropole ) aktiv gesponsort, hat sich aber nicht durchsetzen können.

Gruß Timm
Frankster
Stammgast
#8 erstellt: 11. Feb 2004, 18:42
kann ich mir auch gut vorstellen.
mit einer normaler hifi-anlage klingen solche aufnahmen mit sicherheit gräuslich :-)
timmkaki
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 11. Feb 2004, 21:55
Hallo Frankster

mit einer normaler hifi-anlage klingen solche aufnahmen mit sicherheit gräuslich :-)


Nein, nicht gräuslich, aber der besondere Effekt des Kunstkopfes geht verloren: die schöe transparente Räumlichkeit. Es bleibt ein guter Stereoklang der - selbst mit einfachen LS - immer noch mehr Räumlichkeit abbildet als die heutige Mittelklasse mit sehr guten CD-Aufnahmen.

Gruß Timm
Nite_City
Stammgast
#10 erstellt: 11. Feb 2004, 22:10
Hallo,

mir fällt da eine weitere Kunstkopf-LP ein:
"Fire, Water, Earth & Air" von der Progressive-Rock Band Jane.

Nite City
TBuktu
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 11. Feb 2004, 23:52
Die erste Platte war glaube ich von CAN.

Das Klangerlebnis war schon irgendwie anders

Aber sagt mal, ist da nicht eigentlich ein Denkfehler ?

Das Signal geht doch so 2 Mal durch den Gehörgang.
Einmal bei der Aufnahme (durch den nachgebildeten des KKopfes) und dann auch noch beim Hören.

Gruss
Tim
timmkaki
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 12. Feb 2004, 07:32
Hallo Nite_City

dass Jane noch einer kennt!! War Ende der 60er Geheimtip in und um Hannover. Hat auch innerhalb der ersten 10 Jahre so manche Hochs und Tiefs erlebt und sich personell wie musikalisch dauernd geschüttelt. Später sind sie mir nur nochmal durch das "Warlock"-Projekt aufgefallen.


1976 erschien das fünfte Album von Jane , ein Konzeptalbum, aufgenommen mit Kunstkopfeffekten (Wie rauschende Meereswellen und loderndes knisterndes Feuer), "Fire, Water, Earth and Air". "Das neue Jane-Album, dreht sich um die vier Elemente und ist als Konzeptplatte gemacht. Alle Songs werden von Naturgeräuschen begleitet, die die Band per Kunstkopf aufnahm. Um das Feuer aufs Band zu bekommen, wurde der Kopf beispielsweise in einen brennenden Reifen gestellt" (Presse 1976).


Das eben ist es: die Effekte sind durch den Kunstkopf plastischer dargestellt, ansonsten ist im Bereich Rock/elektronischer Musik wenig mehr als ähnliche Quadro-Versuche rausgekommen.

Unter http://www.germanrock.de/j/jane/ findet man übrigends eine sehr schöne Historie der Band. Ich wusste gar nicht, dass es von einzelnen Mitgliedern nach den 80ern noch Aktivitäten gab. Nun ja - man wird älter und der Geschmack und der Anspruch ändern sich (tw.)

Gruß Timm
Frankster
Stammgast
#13 erstellt: 12. Feb 2004, 10:14
ich frage mich, worauf normale aufnahmen ausgerichtet sind.
bei studioaufnahmen, d.h. das weglassen jeglicher 'echter' rauminformation könnte das ziel sein, als das das ergebnis so klingt, als würde der künstler in den eigenen 4 wänden auftreten.
d.h. ist der raum hallig, klingt es hallig, ist der raum trocken, klingt es trocken.
andere aufnahmen enthalten rauminformation, d.h. die ls sollten so ausgerichtet sein, das sie die hörposition vor den schallreflexionen durch den raum erreichen - bzw. durch weiterführende massnahmen (absorber) sollen diese reflexionen eleminiert sein.

kopfhörer ist wieder was anderes, da sind kunstkopf aufnahmen, schlichtweg das optimum.

btw. liese sich der kunstkopf effekt nicht irgendwie simulieren?

grüße,
frank
Oliver67
Inventar
#14 erstellt: 12. Feb 2004, 15:51
Kustkopf muß ja immer eine "Liveaufnahme" sein, d.h. man kann erstens keine Stützmikros verwenden, sondern EINEN Kunstkopf vor dem Orchester/der Band (das können die meisten Toningenieure nicht ausstehen). Man kann auch nicht später was reinschneiden (also heute in Wien den Sopran aufnehmen, morgen in Sydney das Orchester, und nächstes Jahr in London die Solovioline).

Das Einzige, was man machen kann: Aufnahmen im gleichen Raum, mit der gleichen Anordnung der Musiker zu verschiedenen Zeitpunkten (sprich, man kann Pausen machen).

Meiner Meinung nach ist das ein wichtiger Grund, warum Kunstkopf sich nicht durchsetzte.

Oliver
ebondazzar
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 27. Feb 2004, 23:36
Da ich mich früher einmal für das Thema interessierte, habe einen Artikel aus einer Zeitschrift schwach in Erinnerung. Dort wurde unter anderem erwähnt, daß solche Aufnahmen auch künstlich erzeugt werden können, man benötigt also nicht zwangsweise das Kunstkopfmikrofon. Ich hatte seinerzeit eine CD von Robert Schröder "Brain Voyager", kam aus der NewAge-Ecke. Gitarre und Synth, in Kunstkopfstereo. Ist leider mit dem größten Teil meiner CD-Sammlung bei einem Wohnungseinbruch abhanden gekommen. Die Bourbon-Skiffle-LP habe ich mal im Secondhandladen gekauft und meinem Vater vermacht (müßte noch bei ihm im Keller stehen).
Der Knackpunkt war eben die Notwendigkeit von Kopfhörern, was diese Technik für die breite Masse uninteressant machte.

Gruß
Holger
Hankey
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 04. Nov 2005, 17:22
Erstmal sorry, dass ich dieses alte Thema wieder aus der Versenkung hole. Habe gesucht, aber nichts aktuelleres gefunden. Vor einiger Zeit nannte mir ein Freund das Lied "Papa Legba" von den "Talking Heads" als Kunstkopf-Aufnahme. Ich habe es angehört und der Effekt ist Wahnsinn! Man könnte schwören, es wären Rear-Boxen hinter einem installiert. Der Raum-Effekt tritt bei Stereo-Lautsprechern wie auch bei Kopfhörern auf, bei LS allerdings viel schöner, denn über Kopfhörer klingen "Seitenwechsel" irgendwie abgehackt.

Vielleicht ist ja der eine oder andere noch an dem Thema interessiert und hört sich die Aufnahme mal an. Ist überhaupt ein hübsches Lied. Eure Meinung würde mich mal interessieren. Meiner Meinung nach eine sehr tolle Technik. Weitere Lieder habe ich nicht finden können, sind die echt so dünn gesäht?
Bassig
Stammgast
#17 erstellt: 14. Nov 2005, 17:22

Frankster schrieb:
Mir ist es eigentlich schleierhaft, warum nicht alle Aufnahmen, vorallendingen Musikaufnahmen nicht mit einem Kunstkopf gemacht werden.

Also erst mal ist eine Aufnahme prinzipiell Geschmackssache, zu allererst des Toning/Produzenten und der Künstler natürlich auch.

Kunstkopf kam Anfang der 70er auf. Quasi als Gegenstück zu Quadro, um mit weniger Aufwand das selbe zu erreichen. Die ersten Kunstkopfmikrofone KU80 von Neumann und MKH 2002 (dieses wird noch heute produziert) verfügten nicht über die entsprechenden Entzerrungen, damit es auch über normale Lautsprecher gut klingt.
Der spätere KU100 von Neumann verfügt über diese Entzerrung. In der Anfangszeit des Kunstkopfs war auch das einfügen von Stützmikros recht aufwendig, heute mit der Digitaltechnik ist das einfacher. Der KU100 wird schon das eine oder andere Mal auch als Hauptmikro bei Klassik oder Jazzaufnahmen verwendet. Schoeps mit seinem Kugelflächenmikros erreicht im Prinzip ähnliches.

Wenn man dem Stereo - Hifi Gedanken folgt ist der Kunstkopf die einzig ware möglichkeit eine Aufnahme so entstehen zu lassen, das eine Hifi-Wiedergabe überhaupt möglich ist.

Das halte ich für eine ziemlich gewagte These.
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