Erlebnisbericht Accuphase E-203

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toddrundgren
Stammgast
#1 erstellt: 21. Okt 2008, 14:23
Mein erster Accuphase

Ich habe ihn zu einem Preis ersteigert, den andere für einen E-205 bezahlen. Noch dazu kommt er aus der Schweiz. Wartezeit: 1 Monat. Abholung beim Zollamt, saftige Zollgebühren. Das kann wohl nur MIR passieren...

Mache die Bananenkiste auf. "Kaum Gebrauchsspuren" hiess es bei Ebay. Das Ding sieht aus, als hätte es bei jemandem im A.... gesteckt. Völlig versifft, überall Macken, teilweise so tief, dass das Aluminium Nasen gebildet hat. Ich überlege, ihn sofort wegzuschmeissen, schließe ihn dann aber trotzdem an, in der Erwartung, mich sogleich abermals zu ärgern. Na, wenigstens ist das Gerät etwa doppelt so schwer, wie es aussieht.

Ich betätige den Balance-Schieberegler und erwarte ein ohrenbetäubendes Kratzen und Poltern - NICHTS! Ich drehe sämtliche Potis und Schalter - wieder NICHTS. Ich nehme an, er ist tot. Es leuchten aber die "Power"- und "Selector"-Lampen. Ich starte die SACD und erschrecke: Er spielt! Und zwar ohne die kleinsten Störgeräusche.


Ich denke noch, "der ist so lädiert, den kann ich bestenfalls in den Partykeller stellen, als langsam meine Aufmerksamkeit zur Musik wandert. Diese Lebendigkeit, dieser Farbreichtum! All die Zwischentöne. Zugegeben, besonders Klassik scheint er zu lieben. Aber langsam versinke ich in den Klang und begreife, dass ich nun wohl für alle anderen Hersteller verdorben bin.

Wenn dieser kleine Stinker mich schon so in Verzückung versetzt, was wird dann erst mit den vielen anderen Accuphase-Geräten sein, die es noch zu entdecken gilt?


Kommentare/Diskussion erwünscht!
Todd


[Beitrag von toddrundgren am 21. Okt 2008, 16:26 bearbeitet]
Tommy_Angel
Inventar
#2 erstellt: 21. Okt 2008, 14:56
E 406 - sonst kein weiterer Kommentar
toddrundgren
Stammgast
#3 erstellt: 21. Okt 2008, 18:55
E-406, das klingt nach einem schweren Geschütz!

Sind bei den späteren Verstärkern eigentlich auch die Knöpfe alle aus Vollmetall? Es hat mich ziemlich beeindruckt, dass nicht, wie sonst üblich, Kunststoff im Inneneren zum Einsatz kommt.
Curd
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 21. Okt 2008, 20:31

toddrundgren schrieb:
Das Ding sieht aus, als hätte es bei jemandem im A.... gesteckt.


Hallo,
das glaube ich nicht....ich brauche Beweisfotos!

Glückwunsch dazu das du offensichtlich zufrieden bist - obwohl es sich zu Beginn wie eine gar schreckliche Geschichte anhörte, einfach schön wieder einmal zu lesen das jemand mit der "Musik" die zu Gehör kommt glücklich ist.

Timo
Inventar
#5 erstellt: 21. Okt 2008, 20:35

und begreife, dass ich nun wohl für alle anderen Hersteller verdorben bin.


oje.
Curd
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 21. Okt 2008, 20:49
Na es.... könnte schlimmer kommen

Hier ein Bericht eines anderen Fans...mit Bilderchen.

Accuphase E-203

Timo
Inventar
#7 erstellt: 21. Okt 2008, 20:55

Eigentlich brauche ich zu den Qualitäten von Accuphase nicht viel sagen, aber


...dann lass es!

Dieser Satz ist im Klassiker-Hifi-Bereich schon selbst ein Klassiker.


..nicht viel sagen, aber


auf "aber" folgt meistens nichts Gutes







Die Rückwand eröffnet dem anschlußfreudigen Musikfreund wahre Verkabelungsorgien




[Beitrag von Timo am 21. Okt 2008, 20:57 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 21. Okt 2008, 21:08



[Beitrag von Curd am 22. Okt 2008, 06:36 bearbeitet]
Touringini
Inventar
#9 erstellt: 21. Okt 2008, 21:26
@rollo

....und es kam schlimmer!

Der Bericht des anderen Glücklichen ist gar schröcklich, ich versteh......

Erkenntnis über den E 203:

Die Dinger überstehen sogar einen Aufenthalt in der Schweiz

Tante Edith: Das mit dem Sub-Out wusste ich noch nicht, das mit den "einzigartigen" Lautsprecherklemmen aber auch nicht........


[Beitrag von Touringini am 21. Okt 2008, 21:30 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 21. Okt 2008, 23:13
Die größeren brauchen keinen Subausgang, denn die sind auftrennbar, der 203 ist das nicht. Im übrigen ist es der kleinste Vollverstärker von Accuphase zu dieser Zeit.
Tommy_Angel
Inventar
#11 erstellt: 22. Okt 2008, 09:00
Sicher isser auftrennbar, guck auf die Rueckwand!
toddrundgren
Stammgast
#12 erstellt: 22. Okt 2008, 10:31


Erkenntnis über den E 203:

Die Dinger überstehen sogar einen Aufenthalt in der Schweiz


...und selbst das ist schon eine Erkenntnis!



Übrigens: Ich teste im Moment die verschiedensten Verstärker, um für mich den Besten zu finden. Dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass der Verstärker für den Klang ebenso wichtig ist, wie die Boxen.

Die Theorie: Ein Verstärker soll nicht klingen, sondern verstärken. Die Praxis: Jeder Verstärker hat seinen besonderen Klang.

Den Sony TA-F808 z.B. erlebe ich mit einem besonders kernigen, kräftigen Bass. Der kleine Accuphase aber bietet nach meiner Erfahrung dass komplexeste, in sich stimmigste Klangbild. Jede Nuance wird fein abgebildet. Er ist bisher der erste Verstärker, der meinen Lautsprechern Höhenflüge entlockt, die ich ihnen bisher nicht zugetraut hatte.


Dies alles ist - wohlgemerkt - meine Erfahrung. Ich bin ebenso an anderen Erfahrungen interessiert und tausche mich hier gern darüber aus.

Gruss,
Todd


[Beitrag von toddrundgren am 22. Okt 2008, 14:34 bearbeitet]
Touringini
Inventar
#13 erstellt: 22. Okt 2008, 18:08
@Todd

Hast Du mal verschiedene Lautsprecher am Accu ausprobiert, vielleicht hast Du ja zufällig eine wunderbar passende Combi erwischt...

Bevor ich´s vergesse: hast Du schon gesagt, welche Boxen Du verwendest?
MAC666
Inventar
#14 erstellt: 22. Okt 2008, 18:37
ich würde gerne mal den Vorverstärkerteil mit meinem Kenwood 700 C vergleichen, is ja immerhin von den gleichen Konstrukteuren, ob da noch was rauszuholen is... Wenn ich Geld hätte, würde ich mir mal einen E-303 zu Testzwecken organisieren... Neuer nicht, das wären ja dann schon 80er Jahre Geräte, pfui
toddrundgren
Stammgast
#15 erstellt: 22. Okt 2008, 18:58

Hast Du mal verschiedene Lautsprecher am Accu ausprobiert, vielleicht hast Du ja zufällig eine wunderbar passende Combi erwischt...

Bevor ich´s vergesse: hast Du schon gesagt, welche Boxen Du verwendest?




@ Touringini: Ich habe im Moment die KEF IQ7 im Betrieb.

Die sind nicht das Ende aller meiner Träume, doch wie mir verschiedene Vergleichstests gezeigt haben, müsste ich schon sehr viel Geld ausgeben, um mich an dieser Stelle deutlich zu steigern. Für Anregungen bin ich immer dankbar!


[Beitrag von toddrundgren am 22. Okt 2008, 18:59 bearbeitet]
Jeremy
Inventar
#16 erstellt: 23. Okt 2008, 00:04

MAC666 schrieb:
ich würde gerne mal den Vorverstärkerteil mit meinem Kenwood 700 C vergleichen, is ja immerhin von den gleichen Konstrukteuren, ob da noch was rauszuholen is... Wenn ich Geld hätte, würde ich mir mal einen E-303 zu Testzwecken organisieren... Neuer nicht, das wären ja dann schon 80er Jahre Geräte, pfui :D


Der E-303X klingt gegenüber dem E-303-Vorgänger aber tatsächlich noch 'ne Kante feiner u. klangfarbentreuer.

Aber beide werden in Punkte Kraft, Volumen und Raumabbildung (Größe, Opulenz, Tiefenstaffelung) vom Pioneer A-27 geschlagen - und ich denke auch, daß ein KA-907 oder Supreme 600 die Nase gegenüber den Accuphase' ebenfalls vorn hat.
Das Zauberwort heist hier - eben doch - Doubble-Transfomer'-Konzept, also kanalgetrennte Netzteile, die die Accu's nicht vorzuweisen haben (trotz der damals schon exorbitant hohen Neupreise - man bezahlte m. E. den Namen mit).
Nach meinen Hörerfahrungen haben diese kanalgetrennten Netzteil-Verstärkerkonzepte in der Praxis sehr wohl doch klangl. Vorteile.
Der A-27 hat einfach mehr Volumen - mehr 'Fleisch' - als der Accuphase u. gefällt - trotz allem 'Auflösungs-Hokuspokus' des E-303(X) insges. einfach besser.

Das, was sich die meisten 'Vintage-Freaks' hier klangl. wünschen, bietet der E-303(X) nicht! (Hatte den E-303X ja eine ganze Weile - ein Exemplar in Top-Zustand übrigens! Und den E-303, ein vom RTK-Techniker top-überholtes Exemplar, hatte ich bei Raum-Ton-Kunst in Ffm ausführlich probegehört).
Er klingt schlank, feinaufgelöst und tendenziell etwas hell und dünn (der E-303 hatte im direkten Hörvergl. zum Accu E-213 sogar etwas in den Höhen gezischelt!) - keineswegs satt, warm und vollmundig.

Also - den E-303(X) kannst Du Dir schenken.

Dann besser ein Klassiker-Amp v. Luxman!

Beste Grüße

Bernhard
Touringini
Inventar
#17 erstellt: 23. Okt 2008, 01:07
@Todd

Ist wohl so wie Du schreibst: eine deutliche Verbesserung zur IQ7 erfordert ein dauerhaft sog. Schweizer Gehalt.

Was manchmal vergessen wird: Ein Verstärker nahe am Ideal ist gar nicht so teuer, eine Box nahe am Konzertklang kann enorm in´s Geld gehen.

Kompromiss ist ein zielführender Hinweis und HighEnd ist aus meiner Sicht ein Marketing-Blubbbbb.......oder teures Hobby
Gelscht
Gelöscht
#18 erstellt: 23. Okt 2008, 18:26

Jeremy schrieb:

MAC666 schrieb:
ich würde gerne mal den Vorverstärkerteil mit meinem Kenwood 700 C vergleichen, is ja immerhin von den gleichen Konstrukteuren, ob da noch was rauszuholen is... Wenn ich Geld hätte, würde ich mir mal einen E-303 zu Testzwecken organisieren... Neuer nicht, das wären ja dann schon 80er Jahre Geräte, pfui :D


Der E-303X klingt gegenüber dem E-303-Vorgänger aber tatsächlich noch 'ne Kante feiner u. klangfarbentreuer.

Aber beide werden in Punkte Kraft, Volumen und Raumabbildung (Größe, Opulenz, Tiefenstaffelung) vom Pioneer A-27 geschlagen - und ich denke auch, daß ein KA-907 oder Supreme 600 die Nase gegenüber den Accuphase' ebenfalls vorn hat.
Das Zauberwort heist hier - eben doch - Doubble-Transfomer'-Konzept, also kanalgetrennte Netzteile, die die Accu's nicht vorzuweisen haben (trotz der damals schon exorbitant hohen Neupreise - man bezahlte m. E. den Namen mit).
Nach meinen Hörerfahrungen haben diese kanalgetrennten Netzteil-Verstärkerkonzepte in der Praxis sehr wohl doch klangl. Vorteile.
Der A-27 hat einfach mehr Volumen - mehr 'Fleisch' - als der Accuphase u. gefällt - trotz allem 'Auflösungs-Hokuspokus' des E-303(X) insges. einfach besser.

Das, was sich die meisten 'Vintage-Freaks' hier klangl. wünschen, bietet der E-303(X) nicht! (Hatte den E-303X ja eine ganze Weile - ein Exemplar in Top-Zustand übrigens! Und den E-303, ein vom RTK-Techniker top-überholtes Exemplar, hatte ich bei Raum-Ton-Kunst in Ffm ausführlich probegehört).
Er klingt schlank, feinaufgelöst und tendenziell etwas hell und dünn (der E-303 hatte im direkten Hörvergl. zum Accu E-213 sogar etwas in den Höhen gezischelt!) - keineswegs satt, warm und vollmundig.

Also - den E-303(X) kannst Du Dir schenken.

Dann besser ein Klassiker-Amp v. Luxman!

Beste Grüße

Bernhard



Geh mal davon aus, dass entweder der E-303 oder die Quelle nicht in Ordnung waren.
Ein E-303, welcher in Top-Zustand ist, entspricht nicht Deiner Klangebschreibung! Ich besitze übrigens einen E-303 seit vielen Jahren, und weiß, wie dieser Verstärker klngt!

Es gibt ja auch nur einen Feind neuer Accuphase-Geräte.....Alte Accuphase!
andyhurricane
Stammgast
#19 erstellt: 15. Jun 2017, 14:44
Accuphase E 303,
höre ich fast täglich und habe auch vergleiche mit vielen anderen Top Verstärkern. Vom allem
das Phonoteil ist Klasse mit den vielen Einstellmöglichkeiten.
Sowas kostet heute allein 1000€, auch als Einschub für neuere Accuphase Verstärker.
Klingt auch leise sehr schön Brilliant mit Bass, beide Kanäle gleichlaut und linear durch die Mos-Fet Transistoren.
Alles so wie es sein soll. Massive Regler tolle Haptik, kein billiges Plastik wie bei Marantz.
Ist für die Ewigkeit gebaut. Etwas zum vererben.
VG Andreas


[Beitrag von andyhurricane am 15. Jun 2017, 14:47 bearbeitet]
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