Welche LS für Onkyo TX 4500 von 1975?

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onkyomensch
Neuling
#1 erstellt: 05. Dez 2013, 16:39
Guten Tag an das Forum -

einen schicken Oknyo TX 4500 Radioverstärker (siehe Foto) habe ich mir vor ein paar Monaten in der Bucht gegönnt. Da ich nur alte Möblel in der Bude stehen habe, dachte mir, er wird gut dazu passen.

Erstaunlicherweise 100% funktionsfähig, trotz des Alters (Hier schreibt ein Fachmann mehr dazu: http://www.hifi-stud...o_TX4500/TX4500.htm).

Im Moment werden Heco Metas 300 daran betrieben (freistehend, der Raum ist ca. 30 qm gross), aber da geht wohl mehr. Der Klang ist besonders in den Höhen etwas Dumpf, die Stimmen zurückversetzt. Es fehlt mir Klarheit, Definition. Insgesamt ist der Klang gedämpft und flach. Der Bass dagegen ist sehr tief und überhaupt klingt die Combo recht basslastig (was sicher zum Teil auch an den LS liegt).

Nun die (allgemeine) Frage -

Gibt es, konstruktionsbedingt, Lautsprechertypen, die mit einem solch alten Gerät besonders gut harmonieren würden?

Ich kann mir gut vorstellen, dass man in den 1970er Jahren hi_fi Komponente und Lautsprecher nach anderen "Richtlinien" gebaut hat. Aus meiner Kindheit erinnere ich mich, dass damals gängige LS wesentlich grösser waren, als heute. Ich habe auch schon mal aufgeschnappt, dass heutige Verstärker "schneller" sein sollen (was auch immer das heissen mag).

Vielen Dank im voraus für jede Info, bin blutiger Laie auf dem Gebiet!

onkyo tx 4500 (mk I)
Pergament
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 05. Dez 2013, 18:47
Hallo,
wenn Du LS suchst, die nicht sehr basslastig (kein Bassreflex etc.) und in den Mitten/Höhen etwas stärker präsent sind, dann könnten ältere Yamaha LS aus den frühen 80er etwas sein. Die benötigen im Regelfall wegen ihrer recht starken Bedämpfung aber eine wandnahe Aufstellung und der Hochtöner solte ca. auf Ohrhöhe liegen.
(Beispiel: NS 690, aber heute recht selten zu bekommen und nicht immer ganz billig). Andere Forumsmitglieder werden sicher weitere und preiswertere Vorschläge machen.

Gruß vom PM und viel Erfolg


[Beitrag von Pergament am 05. Dez 2013, 18:49 bearbeitet]
Ralf_Hoffmann
Inventar
#3 erstellt: 05. Dez 2013, 19:24
Moisen,

grundsätzlich hast du da einen richtig feinen Receiver geschnappt, der mit 95% der Lautsprecher des Planeten kompatibel ist
Also - freie Auswahl. Glückwunsch

Kaufempfehlungen sind so eine Sache. Jeder hört in seinem Raum, mit seiner Musik, mit seinem Gehör usw. , und ohne einen bekannten Etat ist das leider nur Glaskugelleserei.

Ein paar Infos wären gut - guck mal hier: http://www.hifi-forum.de/viewthread-32-55865.html

Gruß
Ralf
onkyomensch
Neuling
#4 erstellt: 05. Dez 2013, 20:06
Danke für den Input soweit - ich sollte vielleicht die Frage präziser formulieren:

Es geht mir nicht so sehr um eine konkrete Kaufempfehlung, sondern um allgemeine Hinweise in Bezug auf die Lautsprecher, damals verglichen mit heute.

Liege ich etwa falsch, wenn ich vermute, dass es so Etwas wie einen durchschnittlichen Stand der Technik gibt? Ich würde mir das so vorstellen, dass die Hersteller von damals ihre LS an die marktüblichen Verstärker anpassten, weil diese über bestimmte Charakteristika verfügten, aufgrund des damals technisch Machbaren.

Diese - marktüblichen - Charakteristika könnten heute anders sein, somit würden moderne LS an einer älteren hi-fi Maschine nicht unbedingt eine gute Figur abgeben...

Daraus würde sich weiter ergeben, dass ich nach solchen aktuellen LS suchen soll, die von den technischen Eckdaten her mit den gängigen LS aus 1970er Jahre vergleichbar wären. ( Ich sollte noch erwähnen, dass ich keine vintage LS aus dieser Zeit kaufen möchte)

Oder ist das Alles Jacke wie Hose und ist bei der Transistor-Technik das Meiste gleich geblieben, heute genauso wie vor 40 Jahren?

Könnte mir vorstellen, dass ein pensionierter Ingenieur Spannendes dazu sagen könnte...:-)
onkyomensch
Neuling
#5 erstellt: 25. Dez 2013, 14:20
Etwas Zeit ist vergangen und ich habe nun Folgendes herausgefunden:

Die LS um die es hier geht, Heco Metas 300, sind wohl für eine freistehende Aufstellung im Raum nicht geeignet!

Entgegen allen Regeln habe ich ich sie vor ein paar Tagen sehr dicht an die Wand und so weit auseinander wie es der Raum zulässt, gestellt (auf Lautsprecherständern) - und erst jetzt klingen sie so, dass mir nichts fehlt. Die Musik ertönt nun im ganzen Zimmer (30 qm) und nicht nur im Bereich nahe der LS.

Ganz klar funktioniert jetzt die Wand als Bassverstärker und vor diesem Hintergrund spielen die LS viel besser auf, der Gesang hat endlich Gewicht, die Höhen haben sich nicht verändert, aber jetzt klingen sie rund im vergleich zu anderen Frequenzen (ich benutze die LS in der linear Einstellung)

In der Anleitung steht (habe sie erst jetzt genau gelesen :-) dass diese LS nicht näher als 10cm an der Wand stehen sollten. Dabei ist das eher so zu verstehen, dass sie eben doch sehr dicht an der Wand stehen sollen. Wohl nicht um sonst heissen sie ja Regal-LS, wobei als sie bei mir noch im Regal standen, war der Klang auch schlecht.

Vermutlich lässt sich das oben Geschrieben an alle Heco LS aus den vergleichbaren, nachfolgenden LS - Serien übertragen.

Ich finde das sehr interessant, wo es doch immer heisst, die LS sollen möglichst weit weg von allen Wänden und am besten frei im Raum stehen. Dafür sind diese Boxen nicht geeignet, mMn.

Ach ja und ein audiophiler Klang ist doch etwas anders - sie spielen jetzt zwar sehr angenehm, unaufgeregt aber doch etwas gedämpft, nicht angestrengt eben. Hier und da blitzt ein sehr tiefer Bass durch.

Tja, das Alles weiss ich aber erst nach über einem halben Jahr probehören. Ich werde sie zunächst mal behalten, aber mittelfristig mir etwas anders suchen.

Schöne Weihnachten!
MAC666
Inventar
#6 erstellt: 25. Dez 2013, 14:37

onkyomensch (Beitrag #4) schrieb:

Oder ist das Alles Jacke wie Hose und ist bei der Transistor-Technik das Meiste gleich geblieben, heute genauso wie vor 40 Jahren?



Meine Meinung dazu:
Therotisch hat sich da wohl was weiterentwickelt. Praktisch ist es nicht mal Jacke wie Hose sondern deutlich schlechter geworden, dem Rotstift und der Geiz ist Geil Mentalität sei Dank... Ausnahmen gibt es, aber i. d. R. teuer, teuer, teuer...


[Beitrag von MAC666 am 25. Dez 2013, 14:37 bearbeitet]
Ralf_Hoffmann
Inventar
#7 erstellt: 25. Dez 2013, 14:57
Moinsen,

mit den kleinen Metas hast du ein recht einfaches Paar erworben. Die gehören, in kleine Räume, nah an die Wand und am besten auch nicht in die Zimmerecken, Mit audiophil hat dieser Lautsprecher nix zu tun, auch wenn er für sein Geld seinen Job ordentlich erledigt.

Solltest du dir bei Zeiten mal ein Paar hochwertigere speaker zulegen, wirst du deinen Ohren wohl nicht mehr trauen. Erst recht, wenn du jetzt schon halbwegs zufrieden scheinst....................................................da geht noch soooo viel mehr

Frohes Fest
Ralf
onkyomensch
Neuling
#8 erstellt: 25. Dez 2013, 23:46
Das Beste was ich bis Dato gehört habe, waren ein paar alten Tannoy LS bei einem Bekannten. Die "Innereien" gebraucht in England gekauft und die passenden Boxen dazu selbst gemacht.

Bei einigen leichteren Stücken (zB. Stan Getz und Gilberto) hatte man tatsächlich den Eindruck als ob die Musiker wenige Meter von einem entfernt, sich im selben Raum befinden würden. Bei Rock klangen dieselben Boxen aber nicht mehr so gut.

Das aber nur am Rande - ich finde es höchst bemerkenswert, dass man hier als Endkunde ein technisches Gerät erwirbt, von dem man es gar nicht wissen kann, wofür es denn eigentlich genau konzipiert würde.

Denn die Hersteller halten sich mit gezielten Informationen vornehm zurück ;-) und die ganzen Tests in der sog. Fachpresse sind zum Teil irreführend, zb. hier steht es ausdrücklich, dass diese Hecos freistehend im Raum betrieben werden sollen, was ja offensichtlich nicht zutrifft: http://www.audio.de/produkte/heco-metas-300-348489.html

Na ja, selber ausprobieren (und bezahlen :-) hilft wohl am besten!
Jeremy
Inventar
#9 erstellt: 26. Dez 2013, 02:17

onkyomensch (Beitrag #1) schrieb:
. Der Klang ist besonders in den Höhen etwas Dumpf, die Stimmen zurückversetzt. Es fehlt mir Klarheit, Definition. Insgesamt ist der Klang gedämpft und flach. Der Bass dagegen ist sehr tief und überhaupt klingt die Combo recht basslastig (was sicher zum Teil auch an den LS liegt).
onkyo tx 4500 (mk I)


Gerade zufällig diesen Thread entdeckt: Trotzt des sicher guten Erhaltungszustandes und der erw. 100%igen Funktionsfähigkeit des Receivers, gehe ich angesichts deiner Klangbeschreibung davon aus, daß es gut wäre, das Gerät mal bei einem Fachmann generalüberholen zu lassen - würde also den gedämpften, dunklen Klang nicht ausschließlich den gen. Lautsprechern anlasten.
Ich weis, daß viele, die einen noch funktionsfähigen Klassiker erstanden haben, vor einer Überholung aus Kostengründen zurückschrecken - dennoch macht das wirklich Sinn und der entspr. Klassiker präsentiert sich danach auch klangl. in ganz anderem Licht (und soo teuer ist eine Überholung meist gar nicht).
Ich hatte übrigens schon den großen Bruder TX-8500 - überholt - besessen und kann versichern, daß diese Onkyo-Receiverlinie keineswegs dunkel oder dumpf klingt.
Hier könntest du den TX-4500 kommendes Jahr zur Überholung geben: http://www.good-old-hifi.de/galerie/onkyo/onkyo.shtml
Danach erst würde ich mich auf die Suche nach besser passenden LS machen.

BG
Bernhard


[Beitrag von Jeremy am 26. Dez 2013, 02:19 bearbeitet]
onkyomensch
Neuling
#10 erstellt: 26. Dez 2013, 12:53
Sie haben ganz sicher recht, das Gerät würde bis 1978 gebaut, hat also mindestens 35 Jahre auf dem Buckel!

Wer weiss also, was da Alles schon dran gemacht worden ist in der Zeit. Gut möglich ist es auch, dass es bereits generalüberholt wurde - ich weiss es nicht - denn der äussere Zustand ist wirklich perfekt.

Also, bevor Etwas wirklich kaputt geht, werde ich es nicht einsenden: Bei einem Gewicht von 16kg und den Abmessungen (ca. 55x40x20cm) keine so leichte Aufgabe! :-)
Jeremy
Inventar
#11 erstellt: 26. Dez 2013, 16:12
War auch nur ein gut gemeinter Vorschlag. Doppeltverpackt ist so ein Versand übrigens kein Problem - habe ich schon mit weitaus schwereren und von den Abmaßen her ausladenderen Klassikreceivern (z.B. Marantz 2385) ohne Probleme, also ohne Transportschäden, realisiert.
Eine (naheliegende) Versuchsoption übrigens - Hörtest mit Kopfhörer: Bestätigt sich denn der dunkle Klang auch mit einem einwandfrei funktionierenden, qualitativ ordentlichen bis guten Kopfhörer?

Beste Grüße
Bernhard


[Beitrag von Jeremy am 26. Dez 2013, 16:14 bearbeitet]
onkyomensch
Neuling
#12 erstellt: 02. Jan 2014, 22:38
Ja, der Tipp mit Kopfhörer klingt sehr clever, aber nach dem 2. Hinschauen: Warum denn eigentlich? :-) Wenn etwas "im Bauch" des Geräts", nicht i.O. ist, warum sollte es über Kopfhörer auch nicht so sein?

Frag' ich mal rein philosophisch...:-)

Wie dem auch sei, über die Kopfhörer scheint der Klang OK zu sein. An einen anderen Verstärker angeschlossen, klingen die Hecos noch wärmer, also erst einmal wird der Onkyo für gut erklärt!

Nun hätte ich aber noch eine andere Frage, siehe das Foto (von der Seite www.hifi-studio.de ausgeliehen):

Onkyo_TX-4500

Wofür sind die beiden Eingänge Pre out - Main in gedacht und warum sind sie überbrückt (im Bild unten rechts)? An einem anderen Stelle habe ich gelesen, dass man an den TX 4500 auch einen Sub anschliessen kann, wären diese Eingänge evtl. dafür zu gebrauchen?

Ein Handbuch habe ich leider nirgends gefunden....
MAC666
Inventar
#13 erstellt: 03. Jan 2014, 00:03
Am Pre-Out kannst Du eine Endstufe anschliessen, dann ist der Onkyo nur noch Vorverstärker.
Umgekehrt an Main in einen anderen Vorverstärker.

Hier sind quasi nur der interne Vorverstärker und die Endstufe gebrückt im Normalfall...

Du kannst Dort auch ein Y-Kabel einschleusen und eine zweite Endstufe befeuern oder aber einen aktiven Sub z. B.
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