Celestion Ditton 66

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Concrete-Home
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Mrz 2015, 15:13
Heute Morgen angekommen: Celestion Ditton 66

Durch Zufall bin ich mit meinem Arbeitskollegen auf das Thema Lautsprecher gekommen und er sagte mir, das er noch ein Paar Celestion Ditton 66 (leider ohne originalen HT - dieser wurde getauscht) auf dem Dachboden stehen hat. Für kleines Geld kann ich sie nun mein Eigen nennen.

Habe sie bis jetzt einige Stunden laufen lassen und muss gestehen, das ich mehr erwartet hätte, besonders im TT-Bereich.
Im Vergleich zu meinen Betonlautsprechern muss der Verstärker um einiges mehr aufgedreht werden, um die gleiche Lautstärke zu erzielen. Dies ist wohl auch auf die in die Jahre gekommene FW zurückzuführen. Da das Gehäuse auch nicht mehr das Beste ist, werde ich jetzt eine Restauration durchführen.

Die FW wird komplett neu bestückt und das Gehäuse wird aus schwarzem Beton gegossen. Um den Retro-Style etwas zu erhalten wird vorne eine 3cm dicke Echtholzplatte auf der gesamten Länge, jedoch nicht auf der gesamten Breite mit eingearbeitet, so das man links und rechts einen 2cm breiten schwarzen Streifen sieht. Die Echtholzplatte wird vorher per CNC gefräst. Ob ich sie direkt mit eingieße, oder nachher einklebe weiß ich noch nicht, vielleicht habt ihr da ja ein paar Tips.
Da ich für das CNC-fräsen auf meinen Schwager angewiesen bin, der gerade neu gebaut hat, wird sich das Projekt etwas in die Länge ziehen.

Der Beton ist normaler weißer Möbelbeton, der vorher mit schwarzen Pigmenten eingefärbt wird. Zusätzlich wird weißer Kies in verschiedenen Körnungen dazugegeben, damit man eine Marmoroptik nach dem Schleifen bekommt.

Werde dann hier in unregelmäßigen Abständen den Verlauf schildern.


Hier mal ein Bild von dem Schätzchen:
P1160352

Am Wochenende werde ich zunächst einmal die FW rausholen und die Elkos durchmessen.

Viele Grüße
Peter


[Beitrag von Concrete-Home am 13. Mrz 2015, 15:19 bearbeitet]
Gizmos
Stammgast
#2 erstellt: 13. Mrz 2015, 23:10
Hallo Peter,

liest sich interessant und vielversprechend.

Hm, eigentlich geniest Celestion doch einen ganz guten Ruf, bin auch verwundert. Ich habe noch die UL6
und die machen heute noch Spass.

Wieviel wiegt denn so eine Beton-LS anschliessend?
Und was heisst "Möbelbeton"?

Danke für die Aufklärung.

Bin gespannt, wie Dein Bericht weiter geht!!!


Gruss

Jürgen
Concrete-Home
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 14. Mrz 2015, 10:35
Hallo Jürgen...

war wohl etwas zu voreilig, waren wohl etwas "eingerostet". Gestern Abend wollte ich gar nicht mehr aufhören, Musik zu hören. Die Dinger machen echt süchtig und haben somit bestätigt, das sie den Aufwand auf alle Fälle wert sind. Es ist so, als wenn der Ton mitten im Raum produziert wird und man bei dem Konzert live dabei ist. Selbst meine Frau, die nicht viel mit Hifi zu tun hat, war gestern völlig begeistert.

Möbelbeton hat eine höhere Dichte und eine bessere Oberflächenqualität wie normaler Beton, leider ist die Herstellung auch etwas komplizierter. 100%ig kann ich noch nicht sagen, ob ich den auch verwenden werde, oder ob ich einfach normalen weißen Beton nehme. Die Menge an Beton ist schon enorm und man muss die gesamte Menge in einem Behälter anrühren, da ansonsten Farbunterschiede entstehen, auch wenn man penibel die gleiche Menge anmischt. Und 100 KG Beton auf einmal anzumischen ist nicht gerade leicht, besonders nicht bei dem Möbelbeton.

Möbelbeton niviliert sich selber aus! Beim anmischen hat es die Konsestenz vom Brotteig und sobald es ruht, niviliert es sich aus und zieht an wie Sekundenkleber. Bei den linken LS ist etwas in die eingearbeiteten Gewindehülsen gelangt und beim Ausschalen habe ich alle Schraubenköpfe abgedreht. Ist also ein richtiges Teufelszeug.

Die Beton-LS auf dem Bild links wiegen schon ca 90 KG (100x28x32), was die Ditton´s dann wiegen werde weiß ich noch nicht, habe es noch nicht ausgerechnet. Ich schätze mal, das die auf ca 100 - 110 KG pro Stk kommen werden.

Viele Grüße
Peter
Concrete-Home
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 14. Mrz 2015, 12:02
Hier mal ein paar Bilder, wie das Gehäuse ungefähr aussehen wird:

Gehäuse Beton
Gehäuse mit Holzfront 4cm 2
Gehäuse mit Holzfront 4cm

Ralf_Hoffmann
Inventar
#5 erstellt: 14. Mrz 2015, 15:04
Zu den Hochtönern: Originale sind - wenn überhaupt - leider nur auf dem Gebrauchtmarkt zu kriegen. Ich hatte bei Celedtion (für meine A2) durch den Deutschlandvertrieb anfragen lassen - Celestion verweist letztlich bei solchen Fragen auf die Kollegen von KEF.

Deine Betoniererei in allen Ehren, aber die Leute bei Celestion haben sich beim Design der LS schon was gedacht. Das Zusammenspiel aus FW+ Chassis (incl deren Anordnung) und dem Gehäuse (Material, Wandstärke etc) machen den Klang .
Wenn du da jetzt mit dem Betonmischer kommst, wird da sicher irgendein Klang entstehen.............................mit der Ditton hat das aber nix mehr zu tun.

Beispiel: Die Holzwände der Originalbox sind relativ dünn. Ich gehe mal davon aus, dass die Betonwände wegen der Stabilität dicker sein werden, oder?
Das bedeutet, dass sich das Gehäusevolumen verringert. Wie gehst du mit dem Schall in der Box um? Die Reflexionen innerhalb der Box werden sich natürlich durch den Materialwechsel Holz auf Beton ändern. Das hat Auswirkungen auf die Art und Menge der Dämmung, und ggfs der Anbindung an den Passivbass, usw, usw.

Das könnte alles recht tricky werden - nichtsdestotrotz: Gutes Gelingen
Concrete-Home
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 14. Mrz 2015, 18:53
Welche HT jetzt drin sind, weiß ich leider noch nicht, hatte sie noch nicht ausgebaut.

Das bezüglich dem Ghäuse massive Veränderungen entstehen kann ich mir vorstellen, doch ob positiv oder negativ wird sich dann noch rausstellen. Du hast soweit Recht, das das Gehäuse sehr dünn ist. Wer weiß, was für Gedanken die sich früher darüber gemacht haben.
Wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich es nicht gewahr.

Die Materialstärke liegt dann bei ca 3cm. Das Gehäuse wurde für das Volumen dementsprechend angepasst.

Heute habe ich mir die FW angeschaut:
P1160353

Sieht gut aus.
Werde die Elkos allesamt gegen MKP´s von Jantzen tauschen.

Als nächstes steht die Negativform für den TT an, dafür müssen die passenden Fräser bestellt werden, da meine jetzigen beim letzten Projekt das zeitliche gesegnet haben.

So long.

Gizmos
Stammgast
#7 erstellt: 14. Mrz 2015, 23:00
Hallo Peter,

danke für die aufschlussreiche Erklärung
Wieder was gelernt

Siehste, dachte ich mir doch, dass die Celestion besser klingen sollten

100kg ist für einen Lautsprecher schon eine Ansage. Junge Junge, da muss man sich im Vorfeld
im Klaren sein, wo man die platzieren sollte. Da wird das Ausrichten schweisstreibend.
Ich bewundere solche Menschen, die sich so was tauen und LS in Beton giesen. Hut ab!
Und ich bin gespannt, wie sich das Ganze klangmässig anlässt, sprich anhört.

Frage; warum die Elkos gegen MKP ersetzen?? Wegen des ESR???
LS-Bau nicht meine Welt

Gruss

Jürgen
1oll2
Stammgast
#8 erstellt: 22. Mrz 2015, 17:11
Ich besitze auch die Ditton 66 allerdings mit dem originalen Hochtöner. Das einzigste was ich daran gemacht habe, die alten Elkos ersetzt und wie du schon erwähntest, die Dinger machen süchtig. Lass sie so wie sie sind, allenfalls besorg dir die originalen Hochtöner HF 2000 und überarbeite das Funier. Was besseres für einen akzeptablen Preis wirst du kaum finden. Alles andere wäre Frefel.
Olli
erbs
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 12. Mai 2017, 10:30
Hallo!

Habe beim Stöbern gerade diese alten Beiträge gefunden. Ich hatte diese (es gibt noch eine Andere) Ditton 66 auch mal.

Allerdings hat diese einen eklatanten Höhenmangel. Der Hochtöner ist schlicht um ca. 6dB zu leise. Denn der Frequenzgang war (schon in den 70ern mit Echtzeitanalysator-so nannte man das) eigentlich gleichmäßig und gerade. Aber mit einer gigantischen niedrigeren Treppenstufe ab der Übernahmefrequenz zum Hochtöner. Wie gesagt, ansonsten gerade. Das spricht dafür, dass der HT einfach nicht passte.

Das hat auch mit "britischem" Klang Nix zu tun. Es war dumpf. Die Nachfolgerin, die 662 klang diesbezüglich ganz Anders. Es ist zu lange her, aber ehemals wurde bei der 66 meines Bruders der HT, der HF2000 mit Anpassung der Weiche durch einen Audax HD100D25HR (HR! Der Laute) ausgetauscht. Das war deutlich besser.

Beate
1oll2
Stammgast
#10 erstellt: 12. Mai 2017, 20:18
Das ist ja sowiso subjektiv, aber ich empfinde den Hochtöner als überaus angenehm, gerade im Zusammenspiel. Nie nervend oder anstrengend, für mich persönlich, ist er geradezu perfekt. Vermutlich wurden diese Boxen so konstruiert, das man damit stundenlang entspannt Musik hören kann?
erbs
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 12. Mai 2017, 21:14
Hast du die 66 gehört?

Ich hatte es geschrieben, schon in den 70ern gab es Mittel um Frequenzgänge zu messen und ich tat es. So genannte Echtzeitanalysatoren (so nannte man es damals: Oktavmäßig). Also, nicht subjektiv, sondern gemessene ca -6db. Eher mehr.

Und das gerade der Frequenzbereich des Höchtöners zu leise ist (und nicht wellig) ist ein eindeutiges Indiz. Der Hochtöner mag nicht schlecht sein, aber einfach zu leise mit den anderen Chassis. Und falls du denkst das ein durch den Raum bedingt, nein, ich hatte sie, mein Bruder hatte sie und ich iFi Studio maßen wir auch. Das ist schon die Abstimmung der Box und nicht der Raum.
highfreek
Inventar
#12 erstellt: 14. Mai 2017, 08:44
Habe seit kurzen die Ditton 15XR in Betrieb und bin Restlos begeistert, ein wirklich toller LSP.
Bei mir muss aber auch das Gehäuse Restauriert werden.
Die Technik funktioniert. Die HT sind original und bei mir laut genug. Ich finde die Ditton 15 "geil", super in der Auflösung, toller Bass (auf halbhohen Ständern) und spitzen Hochton.

DSCI0522
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