Denon PRA1200(Vorstufe) mit POA 2200(Endstufe)

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Sternkeil
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Mrz 2026, 09:57
Hallo allerseits,

ich bräuchte mal die Hilfe des Forums hier. Ich bin Laie was Audiosignale und Technik angeht..

Folgendes Problem.

Ich besitze einen Denon PRA 1200 Vorverstärker mit (Neuerdings) einer Endstufe Denon POA 2200 hinten dran. Die Geräte sind logischerweise schon etwas älter (1986-1989)- aber ich steh halt drauf..

Ich habe die Endstufe gebraucht gekauft, beim Anschließen fiel mir dann auf dass der Rechte Kanal nicht aktiv ist. Sprich es läuft nur eine der Visaton Atlas. Also wie das so ist, natürlich versucht die Ursache des ganzen zu finden. Hab ich dann auch, es ist die Chinch-Eingangsbuchse defekt des Rechten Kanals an der Denon Endstufe.

Nun muss man wissen das die POA 2200 auch noch Chinch Buchsen Namens "CD-Direkt" hat.
Ich habe dann also kurzerhand die beiden CD-Direkt Anschlüsse probiert- und was sagt man dazu die POA 2200 läuft wie 1988 aus dem Hifi-Laden

Nun zu meiner Frage/Bedenken.
Ist es schädlich diesen Eingang dauerhaft zu verwenden?
Für mein Verständnis muss ich doch jetzt nur den Vorverstärker weiter(lauter) aufdrehen oder?

Hier nochmal die Daten der Denon Geräte:
Der PRA 12000 macht einen "rated Output von 1,0V bis maximal 10V"

Die POA 2200 hat am "Normal" Eingang 1,0V mit 25k Ohm, und am "CD-Direct" Eingang 1,3V und 30k Ohm.

Kann mir da jemand von euch weiterhelfen.

Im Moment funktioniert es für meine Begriffe so wunderbar- klingt auf jeden fall Deutlich besser, als meine vorherige T-Amp PA Endstufe E800...

Vielen Dank für Eure Hilfe schonmal

Gruss Franky


[Beitrag von Sternkeil am 20. Mrz 2026, 09:59 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#2 erstellt: 22. Mrz 2026, 09:19

Sternkeil (Beitrag #1) schrieb:
.....Nun muss man wissen das die POA 2200 auch noch Chinch Buchsen Namens "CD-Direkt" hat.
Ich habe dann also kurzerhand die beiden CD-Direkt Anschlüsse probiert- und was sagt man dazu die POA 2200 läuft wie 1988 aus dem Hifi-Laden....


ich hatte in grauer Vorzeit die 2200er mal (neben 2400 und den Mono-Endstufen).

War das wirklich ein CD-"Direct" Eingang? Hieß der nicht einfach nur "CD"?

Anyway:
der war ja dem in den 80ern gehypten Trend geschuldet, den CD-Player direkt an die Endstufe anzuschließen, also eben nicht einen VV.

Die Endstufe hat doch Lautstärkeregler. Wo sind die denn eingeregelt?
ggf. ist der Unterschied der beiden Eingänge nur, dass der eine fixed ist, der andere eben variabel.
Sternkeil
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Mrz 2026, 13:27
@apalone- erstmal vielen Dank für die Antwort.

Ja genau so ist es, du hast recht. Der Eingang heißt einfach nur "CD".
Die Pegelregler der POA 2200 stehen auf Vollast. Und die Regeln auch den CD Eingang den ich aktuell benutze.

Ich merke da auch ehrlich gesagt keinen Unterschied. Der PRA "speißt" jetzt in den CD-Eingang ein, und es klingt ganz wunderbar.

Ich habe halt nur Bedenken, dass es im Klang irgendetwas "schlechter" machen würde.

Kann aber ja eigentlich nicht sein, weil Signal vom Vorverstärker ändert sich ja nicht..

Außer ich würde mir halt irgendwann in Zukunft mal ne Richtig gute Vorstufe anschaffen.

Im Moment bin ich erstmal zufrieden. Die Visaton Atlas sind ja auch nicht High-End..

Gruß Frank
DB
Inventar
#4 erstellt: 24. Mrz 2026, 11:08
Also eigentlich dreht man den Leistungsverstärker nur so weit auf, bis sich eine zufriedenstellende Lautstärke ergibt. Sonst verschenkt man Fremdspannungsabstand.

MfG
DB
Sternkeil
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 24. Mrz 2026, 13:16
@DB- kannst Du mir das genauer erklären?

Was meinst du mit Zufriedenstellender Lautstärke?

Wenn ich die Pegelregler an der POA (Rückseite) mal angenommen nur ein Viertel aufdrehe, dann muss ich ja den Vorverstärker "aufkurbeln" bis weit über 12 Uhr-Stellung hinaus. (was natürlich möglich ist, weil geht ja bis 40) was denn in etwa 16 Uhr Stellung entspricht..

Im Moment ist die POA ganz auf- und wenn ich den vorverstärker auf Stellung 20 habe (also halb) dann hat es bestimmt so 95-105 db(geschätzt) im Raum

Kann man schon mal hören... (kurzzeitig)

Gruß Frank
ardina
Inventar
#6 erstellt: 24. Mrz 2026, 13:35
Eine feste Regel gibt es dafür nicht. Der Vor-Verstärker sollte mit der maximalen Ausgangsspannung die Endstufe möglichst nicht übersteuern. Da kommt es aber auch auf die Zuspieler an und was für ein Signal da an den Eingang des Vor-Verstärkers geliefert wird.

Wenn du jetzt sagst, bei ca. Mittelstellung des Volumenreglers so laut ist, dass es schon „Grenzwertig“ ist, würde ich die Potis an der Endstufe auf ca. 75 – 80% zurückstellen. Das würde eine etwas feinere Regelung der Lautstärke ermöglichen.

Übrigens, 95 und 105db wären ein gewaltiger Unterschied, aber du hast das ja nur anhand der gehörten Lautstärke abgeschätzt.

Apalone
Inventar
#7 erstellt: 24. Mrz 2026, 14:05

ardina (Beitrag #6) schrieb:
Eine feste Regel gibt es dafür nicht. Der Vor-Verstärker sollte mit der maximalen Ausgangsspannung die Endstufe möglichst nicht übersteuern. Da kommt es aber auch auf die Zuspieler an und was für ein Signal da an den Eingang des Vor-Verstärkers geliefert wird...


meine Kopfhörerverstärker bsp. sind alle auf "14.00 Uhr" gestellt.
Das ist mMn ein guter Kompromiss (da ich testweise mit recht vielen unterschiedlichen Vorverstärkern höre/hören kann)
DB
Inventar
#8 erstellt: 24. Mrz 2026, 15:39

Sternkeil (Beitrag #5) schrieb:
@DB- kannst Du mir das genauer erklären?

Was meinst du mit Zufriedenstellender Lautstärke?

Wenn ich die Pegelregler an der POA (Rückseite) mal angenommen nur ein Viertel aufdrehe, dann muss ich ja den Vorverstärker "aufkurbeln" bis weit über 12 Uhr-Stellung hinaus. (was natürlich möglich ist, weil geht ja bis 40) was denn in etwa 16 Uhr Stellung entspricht..

Nun. Wenn Du den Vorverstärker zu-, aber die Endstufe voll aufdrehst, wird das Grundgeräusch der nach dem Lautstärkenregler der Vorstufe sitzenden Elektronik mit vollem Pegel wirksam. Wenn Du die Endstufe weiter zurückdrehst, wird das Grundgeräusch des Vorverstärkers mit abgesenkt.
Es ist zudem nicht zweckmäßig, mit dem Lautstärkenregler im Ausblendbereich (ganz am Anfang) zu arbeiten, weil dort der Kanalgleichlauf am schlechtesten ist.

Zufriedenstellende Lautstärke meint, was Du Dir als brauchbare Lautstärke vorstellen kannst, also auch, welche maximale Lautstärke Deine Anlage entwickeln soll.
Unterschiedlich laute Quellen muß auch nicht sein. Dafür kann man sich pasende Dämpfungsglieder bauen.
Oder man verwendet Verstärker, die vorpegelbare Eingänge haben. Revox konnte das, Heli auch. Aber gut, das war in den 60ern, als man bei Hifi noch Zweckmäßigkeit im Blick hatte...
Sternkeil
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Mrz 2026, 17:02
@ardina- ja genau richtig- nur geschätzt nicht gemessen.

Hast natürlich recht 10 db ist gewaltig viel.
Ich wollte damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass es mit der momentanen Einstellung an der Endstufe, für meine Ohren ziemlich laut ist, wenn der Vorverstärker auf "halb" Stellung steht.

Ich sage schonmal Danke für die Vielen Infos, dass mit dem Signal-Pegel Einstellung an der Endstufe hab ich verstanden. Ich war halt immer so im Kopf "programmiert" dass der Vorverstärker gleich bei Stelllung 2 anfängt zu spielen, und halt eben bei Halb-Stellung die Musik ordentlich brummt.

Ich werde das aber gleich mal ändern, denn Eure Erklärung leuchtet mir total ein.

Da hätte ich aber gleich noch eine Frage? Beeinflusst die Pegelstellung an der Endstufe auch die Abgegebene Leistung?? Oder hat das damit gar nichts zu tun?

Bitte nicht böse sein, ich hatte vorher noch nie ne Vor-Endstufen-Kombi.
Hab mir dass nur angeschafft, wegen meiner Atlas. Dass die Ordentlich Futter bekommen.

@DB- klasse erklärt. Also verstehe ich das richtig dass es vom ganzen Klangverhalten der Anlage besser ist, wenn der PRA 1200 zum Beispiel erst bei Stellung 8-12 leise anfängt zu spielen, und wenn man Richtig Feuer gibt, der Lautstärkeregler dann ganz locker bei beispielsweise 24-30 steht (bis 40 wäre Rechtsanschlag).
Unterschiedlich laute Quellen habe ich eigentlich nicht- hab nur nen Streaming Adapter dran (Aux1) und einen Denon DCD 960 CD-Player.
Demnächst folgt noch mein DUAL 731Q (den muss ich erst wieder fit machen).

Das einzigste was ich mal probiert habe, wenn ich am Vorverstärker den CD-Direct Eingang benutze, dann ist das Signal signifikant lauter als ALLE anderen Eingänge. Da werden ja laut Denon die Klangregler und all sowas übergangen.

Also ich werde Euren Rat befolgen, die Pegelsteller der Endstufe runter nehmen, und dann halt eben mich dran gewöhnen müssen dass der Vorverstärker Weiter auf gedreht werden muss.

Danke

Gruss Franky
Sternkeil
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Mrz 2026, 12:12
Guten Morgen,

ich habe gestern die Tips von Euch befolgt.

Aktuell steht die Denon Endstufe auf ca. 40% Pegel (10.00 Uhr Stellung).
Und wenn ich jetzt den Vorverstärker auf halb (12 Uhr) stelle dann habe ich in 1m Abstand einen Lautstärkepegel am Lautsprecher von ca. 86-88 db. Natürlich nicht mit einem Geeichten Messgerät, sondern nur mit dem Handy probiert.

Ich habe gestern noch gelesen, dass man die Pegelsteller der Endstufe eigentlich soweit aufdrehen soll bis das Signal verzerrt- aber das lass ich mal lieber, denn dann läuft mir es Blut aus den Ohren.

Ich will sagen das wird mir zu heftig, da tut mir mein "altes" Material leid..

Was noch Posititv erwähnt werden kann, die "Normal" Eingangsbuchsen funktionieren komischerweise auch wieder wie sie es 1988 getan haben. Fragt mich wirklich nicht wieso das so ist..
Gruß Frank
ardina
Inventar
#11 erstellt: 25. Mrz 2026, 12:22
Damit ist wohl gemeint, zuerst den Lautstärke Poti am Vor-Verstärker voll aufdrehen, dann die Potis an der Endstufe aufdrehen, bis es verzerrt. Dabei würde es dann zu einer Vollaussteuerung der Endstufe kommen.

Würde ich so nicht machen. Jetzt kann man auch in den technischen Unterlagen nachschauen, wieviel Ausgangsspannung der Vorverstärker maximal liefert und welche Empfindlichkeit bei der Endstufe gegeben ist. Dann mit Sinustönen am Vorverstärker-Ausgang die Spannung messen und schauen, was für die Endstufe angemessen ist, ohne diese zu übersteuern.

Ich würde das „pauschal“ einstellen mit der Berücksichtigung, dass genügend Leistungsreserven vorhanden sind.

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