Philips CD880

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myth0s_
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Apr 2026, 16:54
Hallo zusammen ein Freund von mir hat ein Philips CD880 geerbt bekommen.
Er wollte wissen was für ein Gerät er hat und was das Ding wert ist.
Da ich keine Ahnung habe, habe ich das Gerät geöffnet und ein Bild vom Motherboard gemacht.
Was ich sehen konnte war, das er ein Chip hat: TDA1541A 3599 HHH8714 1 Y

Kann mir einer bitte weiterhelfen und sagen was der Wert des CD Spielers ist, und was für ein Chip das ist.
High End oder Schrott ?

MfG Tülle


[Beitrag von myth0s_ am 23. Apr 2026, 16:55 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 23. Apr 2026, 17:36
Moin,

Weshalb will man sowas bloß wissen ...

Philips hat nie "High-End"- Geräte hergestellt.
Ansich ist der Philips CD880 aber schon ein toller Player - ich hätte auch gerne einen.
Der Wert ist immer nur so hoch wie man bereit ist dafür zu zahlen. Die werden (für meinen Geschmack) relativ hoch gehandelt. Ansonsten kann man auch mal Glück haben und man ergattert einen mal für 50 €. Muss man halt lange warten können.

Der TDA1541A ist halt ein (heutzutage) altertümlicher DAC-Chip aus den 80ern.
Es ist aber ein echter 16-Bit-Multi-Bit-Wandler mit Dynamic Element Matching (DEM).
Er unterstützt Sampling-Raten bis zu 384 kHz im "Simultaneous Mode" und kann mit 4-fachem oder 8-fachem Oversampling betrieben werden.
Diese Chips wurden bei einigen höherwertigen Playern auch mit Kronen-Symbol ("Crown"- Chip) versehen. Bei noch "besseren" gab es auch "Double Crown". Die werden aber gerne gefälscht und für teurer verkauft. Zudem gibt es diese Fälschungen auch mit noch mehr als zwei Kronen-Symbolen und diese gab es nie original.
EiGuscheMa
Inventar
#3 erstellt: 23. Apr 2026, 17:48
Dass Tülle den Player nicht kaufen sondern verkaufen will ist Dir aber schon klar ?
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 23. Apr 2026, 18:07
Er fragte nach dem Wert eines solchen Players und meine Antwort belief sich auf "um 50 €", wenn derjenige denn auf so ein Schnäppchen warten will.
Ansonsten bekommt man halt von "gierigen" Leuten mehr Geld.
Ich hoffe, du hast jetzt meinen vorigen Text verstehen können.
EiGuscheMa
Inventar
#5 erstellt: 23. Apr 2026, 19:25
Nein, nicht wirklich, denn:


Rabia_sorda (Beitrag #2) schrieb:
Weshalb will man sowas bloß wissen ...


Na beispielsweise weil man den zum Verkauf anbieten und einen realistischen Preis genannt haben möchte, zu dem man ihn anbieten kann.
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 24. Apr 2026, 13:55
Wir meinen das Gleiche, nur jeweils anders formuliert.
Also ab etwa 50 € aufwärts wäre "alles" möglich
Jeden Tag steht ein Dummer auf und daher kann man ihn sicherlich auch irgendwann für eine "Unsumme" verkauft bekommen
djsepulnation
Stammgast
#7 erstellt: 24. Apr 2026, 22:02
Hifishark wäre ne Methode zum Preise checken
myth0s_
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 27. Apr 2026, 21:02
Hallo, erstmal vielen Dank für die Antworten.
Also kann ich davon ausgehen, das dieser Chip TDA1541A 3599 HHH8714 1 Y kein besonderer Chip ist und der Player nichts besonderes ist.

Nach ein bisschen Recherche habe ich diese Seite gefunden.
https://forum-mfbfreaks.nl/viewtopic.php?t=14977
Die schreiben das gerade dieser Chip ein Prototyp ist und damit die ganze CROWN Geschichte angefangen hat?

Was meint ihr?

Danke im voraus.
DB
Inventar
#9 erstellt: 27. Apr 2026, 21:20
Gib's zu, Du bist doch nur auf der Suche nach passenden Begriffen für den Verkaufstext in der großen Online-Sondermülldeponie.
Tja, was soll man sagen? Es ist halt ein altes Elektronikgerät mitsamt allen möglichen Alterungserscheinungen.
Ich habe hier einen CD650, der wurde ab 1986 produziert. War in den Hifi-Lachzeitschriften auch schon höchstgelobt, absolute Spitzenklasse, Referenz usw. Kann sich sogar mehr CDs merken als der CD880. Dafür habe ich mal um die 60€ bezahlt. Das ist aber auch schon wieder lange her.
Probier's halt mit Startgebot 1€.


MfG
DB
der_Lauscher
Inventar
#10 erstellt: 27. Apr 2026, 22:42

DB (Beitrag #9) schrieb:
Ich habe hier einen CD650, der wurde ab 1986 produziert. ..auch schon höchstgelobt, absolute Spitzenklasse, Referenz usw.

genau den hatte ich mir 1986 neu gekauft und hatte lange Spaß daran. Es war der erste 16 Bitler, zuvor waren die Philips (z.B. 100, 104, 303 usw.) nur 14 Bitler, das störte mich.
Der Speicher des CD-650 mit seinen 226 CD-Plätzen war bei mir bald zu klein, er fing dann an, die ersten Plätze wieder zu überschreiben. Ich hatte den nach Jahren verkauft, da ich auf ein "gewichtiges" Gerät umgestiegen bin (einen Marantz CD-10). Soviel ich weiß, läuft der CD-650 sogar heute noch.
shabbel
Inventar
#11 erstellt: 28. Apr 2026, 08:27
Man muss die Philipse halt kennen. Der CD 604 und baugleich CD 614 klingen nicht gut. Der CD 820 ist auch nicht besonders.
Ano_Malie
Stammgast
#12 erstellt: 28. Apr 2026, 11:27
Hallihallo

Der TDA 1541 wurde vor ca, 2 Jahren und auch heute noch in bestimmten Kreisen sehr gehypt wg seines "tollen" Klangs. Der Markt für diesen Chip war/ist leergefegt, weil Leute sich aus diesen Chips einen DAC gebastelt haben. Ein Youtuber lässt sogar DACs damit fertigen und verkauft sie.

Es wurden sogar in Asien Fake-Chips hergestellt und verkauft.

Gib doch mal TDA 1541 bei Youtube oder Google ein.

Also ganz der gewöhliche Chip ist es tatsächlich nicht. Was davon zu halten ist weiß ich nicht. Mein Philips CD600 hat einen TDA 1543 verbaut.

LG
Blechdackel
Inventar
#13 erstellt: 28. Apr 2026, 12:05
Ein Arbeitskollege bei bei meinem bisherigen Arbeitgeber, ließ sich gerne Teile für seine Selbstbauprojekte/Lautsprecher in die Arbeit schicken. Darüber kam es, dass wir immer wieder über Hifi sprachen. Ich erwähnte, dass CD bei mir genauso eine Rolle spielt wie Vinyl. Er hatte zu der Zeit erst keinen CD-Spieler, aber als Plattenspieler einen Thorens TD 125.

Eines Tages kam er zu mir, und meinte er müsse unbedingt auch einen CD-Spieler wieder haben. Aber er wolle keinen kühlen, analytischen Klang wie von Sabre Chips(so seine Worte). Ich erzählte von meinen Spielern von Marantz(TDA 1541 und SAA 7351), Philips CD 824(auch ein SAA 7irgendwas) und Exposure(Burr Brown PCM 1716). Er kam dann auf den TDA 1541, aufgrund dessen was im Netz so geschrieben wird. Er wohnt drüben in Straßburg und erwarb über eine französische Seite einen Philips CD 620(den es so mit der Bezeichnung gar nicht in Deutschland gab) und war sehr begeistert.

Wenn ich den CD 880 mal irgendwo angeboten sehe, er ist seltener als etwa CD 820 und CD 824 wird er in der Region 400 bis 500 € gehandelt. Also für Startpreis 1 € bietet den niemand an und auch nicht für 50 €. Ob das in der Höhe gerechtfertigt ist, ist wieder eine andere Frage.


[Beitrag von Blechdackel am 28. Apr 2026, 12:09 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#14 erstellt: 28. Apr 2026, 15:13
Neugierig geworden, habe ich mir mal ein Yamaha CDX 630 mit Philips TDA1541 gekauft mal ausgiebig damit meine Cds gehört. Die Tonwiedergabe naja klang gut aber nun nicht so besonders... Mein alten CD-Player mit Yamaha DAC- und Filter-IC hat er nicht aus meiner Anlage verdrängen können. Auch einen Technics SL-PG 490 MASH den ich zur selben Zeit in Besitz hatte, hätte ich den TDA1541 Player vorgezogen. Den Yamaha Player mit den TDA1541 habe ich verschenkt.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 28. Apr 2026, 15:16 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#15 erstellt: 28. Apr 2026, 17:07

Also für Startpreis 1 € bietet den niemand an und auch nicht für 50 €.


Was für Vorstellungen bei so einigen existieren.
Es gibt hin und wieder total Technik-Unwissende, die auf irgendwelchen Plattformen ihren "Schrott" loswerden wollen und somit teilweise nicht nur spottbillig, sondern auch als "zu verschenken" anbieten.
Auf solche Anzeigen muss man halt warten (können).
Vor 8 Jahren habe ich in den Kl.-Anzeigen z.B. einen Technics SL-1200MK2 für 15,- € bekommen, vor 5 Jahren ein Technics RS-B755 für 25,- € und vor 4 Jahren ein Pioneer CT-737 MK2 für 7,- €.


[Beitrag von Rabia_sorda am 28. Apr 2026, 17:47 bearbeitet]
Mettzofortemusik
Stammgast
#16 erstellt: 28. Apr 2026, 17:18
Bollze
Inventar
#17 erstellt: 28. Apr 2026, 18:03
Drehen wir es mal um, einen Unwissenden kann man einen CD880 noch für viel Geld verkaufen.


[Beitrag von Bollze am 28. Apr 2026, 18:04 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#18 erstellt: 28. Apr 2026, 18:06
Hatte ich auch schon erwähnt.
Blechdackel
Inventar
#19 erstellt: 28. Apr 2026, 19:26
Den oben erwähnten CD 824 habe ich 2018 für 15 € vom Trödelmarkt mitgenommen. Und um wie viel ist ein CD 880 klanglich besser?

Heiko


[Beitrag von Blechdackel am 28. Apr 2026, 19:28 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#20 erstellt: 29. Apr 2026, 13:15
Der CD824 hat als DAC den SAA7321 GP
Quelle : https://www.dutchaud..._dac_converter_list/

Mein CD 618 hat auch diesen DAC drin und die Tonwiedergabe für ein Markengerät ziemlich schlecht, im originalen Zustand.*
Vielleicht hatte ich auch nur ein Montagsgerät. Damals kaufte ich mir anschliessend einen Technics SL-PG460 was ich als merkliche Aufwertung bei der Tonqualität empfand. Beide Player waren in der selben Preisklasse

* Aber SAA7321 ist nicht gleich SAA7321. Den originalen DAC in meinen CD 618 hab ich aus Versehen geschrottet, Ich habe mir dann einen SAA7321 IC als Ersatzteil bei Philips bestellt, er kostete ca 80 DM Ich erhielt einen SAA7321, der aber anders aussah, als das Original, er hatte z.B. kein Philipslogo, Den DAC eingebaut und die Tonwiedergabe wurde merklich besser, eigentlich so wie man es von einen CD-Player erwartet.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 29. Apr 2026, 13:25 bearbeitet]
Blechdackel
Inventar
#21 erstellt: 29. Apr 2026, 15:55
Spielt eventuell auch eine Rolle, welche weiteren Bauteile vor und nach so einem DAC geschaltet sind?

Und vom TDA 1541 kennt man auch, dass es unterschiedlich selektierte Varianten(wie schon oben erwähnt) eines Wandlers gibt.

Der CD 820 und der CD 824 waren damals Bestseller. Aber Unterschiede werden erst bei direkten peniblen Vergleichen festgestellt werden können und das Medium CD war zur Zeit der beiden Modelle noch für viele neu und was besonderes. Das spielte bei der Wahrnehmung wohl auch eine Rolle. Ein ehemaliger Mitschüler hatte eine Anlage mit dem CD 820 oder CD 824(?), dazu Verstärker/Tuner von Onkyo, Lautsprecher von Quadral und Doppeltapedeck von Aiwa. Also auch recht gezielt zusammengestellte Komponenten. Im Vergleich zum altvertrauten Marantz CD 42 mk. Ii schneidet der CD 824 kaum schlechter ab. Bzw. könnte ich beide mal direkt vergleichen.

Heiko


[Beitrag von Blechdackel am 29. Apr 2026, 16:00 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#22 erstellt: 29. Apr 2026, 16:39
Der Marantz 42 MK2 hat SAA7350 Philips DAC, damit nicht so weit davon entfernt.


Bollze
CHICKENMILK
Inventar
#23 erstellt: 05. Mai 2026, 08:55
Ich habe selbst eine ganze Sammlung an Philips und anderen CD-Playern.
Der CD880 spielt definitiv in der obersten Liga aber ehrlich gesagt macht es ein CD850 oder CD830 (nur weniger wertig gebaut) auch nicht schlechter.

Grundsätzlich macht man mit dem TDA1541 gar nichts falsch. Alle Player klingen warm und angenehm, ohne jemals schroff zu wirken.
Voraussetzung dafür ist natürlich immer, dass sämtliche Komponenten einwandfrei funktionieren (vor allem die Elkos bei den Philips-Playern).

Ein großer Unterschied bei all diesen Playern ist nur in der Stromversorgung und in den Schaltungen nach dem DAC feststellbar.
Demnach ist auch die Spannung an den Cinch-Ausgängen bei den höher angesiedelten Modellen höher.

Ein Beispiel:
Philips CD850: 4Volt Spannung am analogen Ausgang, Klang druckvoll, weich und ausgeglichen, für mich absolut perfekt
Osaka CD150: 2,5 Volt Spannung am analogen Ausgang, analytisch, manchmal zu grell klingend
Vincent CD-S2: 4 Volt Spannung am analogen Ausgang, druckvoll aber eher dumpfes Klangbild mit deutlich weniger Höhenwiedergabe
............

Wird aber der Digitalausgang genutzt und man überlässt die D/A Wandlung einem externen Wandler, so sind keine Unterschiede feststellbar.

Klanglich spielt der CD880 auf dem gleichen Niveau wie ein Onkyo DX6850 / DX6870.

Der reale Marktwert des CD880 liegt je nach Zusatnd bei ca. € 250,- bis € 300,-.
Wobei am 3. Mai 2026 bei eBay ein CD880 um satte € 555,- versteigert wurde. Gratulation an den Verkäufer.
LINK

LG,
Flo
EiGuscheMa
Inventar
#24 erstellt: 05. Mai 2026, 11:25

CHICKENMILK (Beitrag #23) schrieb:
Wobei am 3. Mai 2026 bei eBay ein CD880 um satte € 555,- versteigert wurde. Gratulation an den Verkäufer.


Ebay links funktionieren hier leider (ebenfalls) nicht mehr. Ich helfe mir indem ich von Hand in die Adressleiste des Browsers kopiere bspw.

ebay.de/itm/277921791831
S.Möller
Stammgast
#25 erstellt: 05. Mai 2026, 11:46
Was nützt ein, von mir aus toller Wandler, in einer wirklich schrottigen Peripherie, wie sie in fast ALLEN Phillips CDP´s vorkommt ?
Daraus etwas neues zu basteln, vieleicht sogar mit non oversampling, habe ich noch nicht gehört, könnte allerdings klappen.
Blechdackel
Inventar
#26 erstellt: 05. Mai 2026, 12:48
Schrottige Peripherie? Das liest sich etwas hart und übertrieben, wenn es sicher auch hochwertigeres gibt, aber in welcher Preisklasse. Als ich vom JVC Ghettoblaster auf den CD 42 Mk. Ii kam, war das an einem Fine Arts by Grundig Receiver angeschlossen und mit MB Quart Boxen für Jahre der einzige Hifi-Masstab für mich. Den CD 42 Mk, II habe ich aber auch bis jetzt noch nie mit dem Exposure S 2010 CD 1 : 1 (am Lehmann Audiio Linear) verglichen. Das Vergnügen habe ich mir bis jetzt noch aufgehoben.

Als ich auf den Beitrag von CHICKENMILK nach Daten zu Marantz CD 42 und CD 52 MK. II recherchierte(beide sind vom technischen Innenleben übrigens genau dasselbe, der CD 52 hat nur ein paar Knöpfe mehr am Gehäuse) fand ich zum CD 52 MK. II Special Edition folgendes:

https://www.audiosci...ion-cd-player.57160/

Marantz war bei der Entwicklung meine ich aber auch autark. Auch schrottig? Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen können. Es war gehobene Consumerklasse und im High End glänzt auch nicht alles was Gold ist.

Der Special Edition hatte, wenn ich es damals richtig gelesen habe, ein paar Bauteile höherwertig selektiert. Die Fachpresse von Stereoplay und Hifi Vison feierte es damals. Hifi-Fachpresse halt!

Heiko


[Beitrag von Blechdackel am 05. Mai 2026, 12:51 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#27 erstellt: 05. Mai 2026, 17:38
Ich weiss nicht. Wenn das hier schrottig ist, was ist dann hochwertig?

Rabia_sorda
Inventar
#28 erstellt: 05. Mai 2026, 17:41
"Schrottig" fand ich bei Philips eigentlich immer nur ihre Plastikgehäuse (wobei bei Denon die Gehäuse auch oft aus Kunststoff bestanden).
Ansonsten hatte Philips mit ihren Schwenkarm-Laufwerken die schnellsten und zuverlässigsten Consumer-Laufwerke von allen Herstellern.


[Beitrag von Rabia_sorda am 05. Mai 2026, 23:26 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#29 erstellt: 05. Mai 2026, 21:05
Am schnellsten nach meinen Empfinden laufen die Philipslaufwerke in einen Technics. Jedenfalls die CDM 12 und die CDM4/19 ;

Schauen wir mal in einen Technics SL-PG460A Japanische Technik mit Philips CDM Laufwerk gefertigt in Deutschland.

Bild Player geöffnet :
https://www.nesovski.com/page_SL-PG460.htm

Im Vergleich zu meinen Philips CD 618 ist der Ausgangsstufe bei Technics Links und Rechts auch mechanisch nahezu identischen aufgebaut, Technics spendiert den Ausgangs OPs ein diskretes Netzteil, Philips Festspannungsregler den man mehr Rauschen nachsagt. Nun spielt das bei den hohen Pegel in einen CD-Player kaum eine Rolle, ist ein Indiz das es Technics genauer nimmt

Bollze

SL-PG 400A mit CDM 4/19 im Aktion, sieht nach einer gebrannten CD aus , der Player ist schnell beim Trackzugriff
https://www.youtube.com/watch?v=zbh7w7NRI9I


[Beitrag von Bollze am 05. Mai 2026, 21:27 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#30 erstellt: 05. Mai 2026, 21:30

Schauen wir mal in einen Technics SL-PG460A Japanische Technik mit Philips CDM Laufwerk ...


Darin werkelt aber schon eines der letzten Philips-Laufwerke und "letzten" ist dabei doppeldeutig.
Dieses Laufwerk hat also mit den vorigen Schwenkarm-Laufwerken gar nichts zu tun und ist dagegen absolut anfällig.


... gefertigt in Deutschland


Naja, nur weil die im damaligen Panasonic-Werk die aus Japan importierten und hergestellten Teile zusammengeschustert hatten?!
Das macht es ja nicht auch unweigerlich zu einem besseren Gerät.
CHICKENMILK
Inventar
#31 erstellt: 05. Mai 2026, 22:58

S.Möller (Beitrag #25) schrieb:
Was nützt ein, von mir aus toller Wandler, in einer wirklich schrottigen Peripherie, wie sie in fast ALLEN Phillips CDP´s vorkommt ?
Daraus etwas neues zu basteln, vieleicht sogar mit non oversampling, habe ich noch nicht gehört, könnte allerdings klappen.


Schrottig? Na da hast du wohl Nachholbedarf was die Hardware angeht.
Die allermeisten Philips Player funktionieren noch in meiner Sammlung.
Meistens sind nur Elkos defekt.

Im Gegensatz dazu ist die Ausfallquote der Sony KSS Einheiten überproportional höher.
Kannst ja mal vergleichen wie der Laser eines CDM4 Laufwerk im Gegensatz zu einem Sony KSS210 in Position gebracht wird.
Verschleißfrei per Magnet und nicht mit einem Plastigzahrad.
Rabia_sorda
Inventar
#32 erstellt: 05. Mai 2026, 23:12

Schrottig? Na da hast du wohl Nachholbedarf was die Hardware angeht.


Genau.
Und ich glaube mich zu erinnern, dass er dieses schon vor einigen Jahren hier so erläuterte und ich ihm dazu auch etwas passendes schrieb. Anscheinend hat es aber nicht gefruchtet ....


Meistens sind nur Elkos defekt.


Wenngleich die Elkos (in der Summe) eigentlich nur einen einzigen Fehler betrifft, denn dieser eine Fehler ist maßgeblich für die Funktion des Laufwerks. Zu allen anderen fehlerhaften Elkos kann ein alleiniger Nutzer (= technischer Laie) kaum ein Fehlverhalten feststellen. Erst wenn die Disc nicht mehr eingelesen oder skipp-fähig ist und der Player "abstürzt", dann fällt einem technischen Laien ein Fehler auf. Hierbei handelt es sich dann aber nur um einen tauben Elko auf dem Servoboard und der kostet etwa 20 Cent.


[Beitrag von Rabia_sorda am 05. Mai 2026, 23:20 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#33 erstellt: 06. Mai 2026, 06:48
Meiner Meinung nach ist das CDM 12 Laufwerk zwar nicht mehr so langlebig wie die CDM -Schwenkarm Laufwerke. Aber ein CDM 12 Laufwerk ist meiner Erfahrung immer noch zuverlässiger als die meisten KSS-Laufwerke und auch als die Panasonic-Laufwerke die als Alternative in jüngeren Technics -Playern zu finden ist. Das CDM 12 Laufwerk liest ohne Probleme CD-R , was bei den Panasonic-Laufwerke erst nach ein Update der Lasereinheit der Fall war, das Update kam erst nach dem CD-R Durchbruch
Mein Empfinden nach ist ein CDM 12 Laufwerk in einen Technics noch schneller als das CDM4/19 in einen Technics.

Bei den meisten Philips Player sind langlebige Display eingebaut, z.B. CD 600- CD 624....., die lassen kaum an Leuchtkraft nach Bei Technics, auch aus deutscher Produktion, ist dies nicht immer der Fall z.B. SL-PG 400 mit dem Alter merklich schwächer SL-PG 420 hier bleibt das Display länger hell, ähnlich wie Philips.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 06. Mai 2026, 06:55 bearbeitet]
CHICKENMILK
Inventar
#34 erstellt: 06. Mai 2026, 08:18
@Rabia

korrekt. Wenn man es genau nimmt sind ohnehin nur die liegenden, hellblauen Philips Elkos auffällig.

@Bollze

ja, sogar das CDM12, an dem der Laser leider nicht mehr magnetisch, sondern über eine doch sehr robuste Spindel in Position gebracht wird, ist noch immer um einiges besser als diese KSS-Laufwerke. Die Ausfallquote hält sich auch damit noch in Grenzen.
CD-R liest aber meiner Erfahrung nach wirklich jedes gesunde CDM-Laufwerk zuverlässig, sogar schon das CDM1.

djsepulnation
Stammgast
#35 erstellt: 06. Mai 2026, 10:12
Nana weil hier soviel über KSS Laufwerke von Sony geschimpft wird.
Ich erinnere daran das in vielen Naim/Wadia,Micromega etc Laufwerken Philips Laufwerke (CDM12.4) verwendet wurden.
Die sind bekannt dafür reihenweise auszufallen.Hatte mal n Naim hier der keine CD mehr lesen wollte.Erst nach der 5ten Ersatzlasereinheit (4 davon im Nachbau,1e gebraucht aus einem Spender) lief der Player wieder.
Somit ists mit dem Lasernachbauten ein Glücksspiel was aber generel so ist.
Dann die unzähligen Audiobrenner die Philips auf den Markt schmiss.Wenige funktionieren heute noch.Wer viel brannte, verbrannte sich auch die Lasereinheit damit
Pioneer und Sony Audiobrenner waren/sind da schon zuverlässiger.
Sony baute in den 80er die besten Laufwerke die es je gab.Die linearen Antriebe sind unerreicht.Mein X77ES startet innerhalb 2,5 sec die Wiedergabe.Mit schliessen der Lade und Einlesevorgang
Mein CD650 braucht da schon länger bis die Plastiklade mal schließt....
Das schöne an den Sony Haus und Wiesen KSS Einheiten ist, das die in weit mehr Playern verbaut wurden als die Philips Laser.
Somit gibt´s dafür deutlich mehr Ersatz als für die Philips Geräte.
Bei den höherwertigen siehts da leider anders aus.Ist aber bei Philips auch so....
Bollze
Inventar
#36 erstellt: 07. Mai 2026, 08:53
Die üblichen KSS System sind meines erachtens anfälliger gegenüber Staub. Gerade Baustaub ist ein Killer für die verbreiteten KSS-Typen. z.B. Kompaktanlagen von AIWA ein Staubmagnet und wie oft dort die KSS hin sind.
Die CDM Schwenkarmlaufwerke ( ich kenne nur CDM 2 und CDM 4) sind gekapselt, gut geschützt. Die CDM 12 nunja, ich hab einen Technics und Yamaha auf Halde rumstehen, beide haben viel Staub gesehen, der Technics mit CDM 12 läuft noch, der Yamaha mit KSS nicht mehr. Ursache ist unklar, hab noch keinen Reparaturversuch gestartet

CD-Brenner und CD-Brennen, der ersten Generation war sehr stressig, jedenfalls was die PC-Brenner angeht. Mein erster IDE PC Brenner 2 fach mit Philips Hardware der hat nicht mal 60 CDs gebrannt und war defekt, dann einen SONY IDE CRX 100 gekauft, 4 fach, der lief stressfrei, hat lange gehalten aber die Lesbarkeit der CD-Rs in kritischnen CD-Playern eher schlecht. Ein Bekannter hat sich einem 4fach Brenner mit Philips Hardware (Aldi oder so) gekauft das Teil lief und lief. Dessen gebrannten CDs waren in kritischen CD-Playern gut lesbar, also besser jedenfalls als von meinen SONY.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 07. Mai 2026, 09:02 bearbeitet]
Blechdackel
Inventar
#37 erstellt: 07. Mai 2026, 11:42
Bei mir halten sich die CDM 12.1 ganz gut, aber sie brauchen mit den Jahren Wartung. An das Thema gehe ich in den nächsten zwei Wochen ran. Schubladenriemen habe ich schon, jetzt brauche ich nur noch das richtige Schmiermittel.
CHICKENMILK
Inventar
#38 erstellt: 08. Mai 2026, 08:33
Die CD/DVD Brenner/Aufnahmegeräte von Philips sind ein komplett eigenes Kapitel und haben rein gar nichts mit den CDM-Laufwerken zu tun.

Mein Philips DVDR1000, zugegeben ein sehr schönes Gerät, hat in seiner Lebenszeit 3 Laser verbrannt. Der DVDR1000 MK2 war von diesem Problem nicht mehr betroffen.
Philips hatte hier wohl in der Ansteuerung der Lasereinheiten mit Problemen zu kämpfen. So war das schon immer, wenn man der Erste sein will, der eine Technologie auf den Markt wirft.


[Beitrag von CHICKENMILK am 08. Mai 2026, 08:35 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#39 erstellt: 08. Mai 2026, 11:26
Bei CD-Brenner von Philips gab wohl auch Schmierprobleme Damals war ich zu doof einen Brenner zu zerlegen ohne ihn dabei zu schrotten, er war nach meinen Reparaturversuch endgültig defekt.
Mein 2 fach OEM Philipsbrenner Marke Traxdata lies den ganzen PC vibrieren und machte laute Geräusche als er defekt ging und die Rohlinge nur noch schrottete.. Ob das an der Schmierung lag ?
Probleme mit den Brennen hatte viele Nutzer die ersten Brennergeneration für die breite Masse.. Da wurde richtig fachgesimpelt, es war Thema in den PC -Zeitschriften... Tipps Tricks , probiere mal die Software, schalte dies und das bei Windows ab etc. Ein Bekannter hatte ein SCSI Brenner, das kostete mehr als IDE, man braucht noch eine Karte dazu oder so , dafür hatte er das Brennen ganz gut im Griff.


Wenn jetzt die CDM 12 in bestimmten Gerät in Masse defekt gehen , dann stellt sich die Frage, ob ein Fehler in der Elektronik vorliegt oder einfach eine geringe Toleranz der Elektronik vorhanden ist. Hab mal in ein Technics eine neue CDM 12 reingebaut und der Player spielte wieder einwandfrei. Ob das Ersatzteil nur Original oder Nachbau war, weiss ich nicht sicher, war jedenfalls nicht teuer. Technics. wahrscheinlich auch Philips Player kalibrieren sich ständig selbst und heute ist dies selbstverständlich , davor gab es dafür die 4..5 Trimmer auf de Platine Technics nannte das "digital servo" in der Übergangsphase

Bollze


[Beitrag von Bollze am 08. Mai 2026, 14:30 bearbeitet]
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