Marantz CD 84

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ichwillhifi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Jun 2006, 22:25
Guten Abend allerseits!

Ich bin seit heute Besitzer eines Marantz CD 84 und wirklich froh über diesen erzsoliden Player . Einfach toll. Ich habe ihn auch schon verglichen und gegen Grundig fine arts CD 1 hat er die etwas angenehmeren Höhen, spielt aber insgesamt etwas weicher und nicht so klar umrissen wie der Grundig. Außerdem habe ich auch noch einen Philips 304, hier kann ich aber noch nichts sagen denn dies ist im Augenblick mein "Standardplayer", sprich (Gehör-)Favorit und ich hatte noch nicht die Zeit, richtig reinzuhören.

Da mir der Marantz optisch wesentlich besser als Philips und Grundig gefällt und außerdem eine Fernbedienung dabei hatte, würde ich diesen Player unabhängig davon gern ausbauen. Deshalb die Frage: Wo kann man den Player verbessern?
Ich denke über ein neues Netzkabel nach sowie: Welche Substanz eignet sich zum Platinenreinigen? Wie sollte man das Laufwerk mit seinen mechanischen Bestandteilen behandeln/reinigen/schmieren? Gibt es IC´s oder andere Bauteile, die im Lauf der Zeit verschleißen und erneuert werden sollten? Einfache Lötarbeiten wie Widerstände auslöten und austauschen traue ich mir zu.

Ich bin für jeden Tip dankbar. Es geht mir darum, diesen Player auf einen aktuelleren Stand zu bringen. Oder ist das Frevel?

By the way. Gibt es eine Möglichkeit, den Player mit einem D/A Wandler zu koppeln? Wenn ja, was empfehlt ihr? Preis-Leistung wäre mein Ansatz.
Und: Hat jemand einen Schaltplan? Oder ein Service Manual? Wäre Genial......

Danke schon mal für Anregungen zu diesem Thema.

Gruß

Chris
hifibrötchen
Inventar
#2 erstellt: 07. Jun 2006, 10:01
Glückwunsch zu deinem CD 84 ich hatte mal den CD 74 ist genau der gleiche Player blos ohne Fernbedienung . Auch ich habe mich mal auf die suche nach einer Modi gemacht und hab ein bisschen im Nezt Gegoogelt und nicht viel gefunden . Es soll wohl noch etwas bringen wen man das netzteil auffrischt , wie genau weiß ich nicht andere Kondensatoren usw . Einen Digital Out hat ja leider der CD 84 noch nicht um einen schönen D/A Wandler anzuschließen. Erstmal noch viel Glück und lieben Gruß hifibrötchen
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 11. Jun 2006, 09:14
Hallo Hifibrötchen!

Vielen Dank für die Antwort! Genau das ist auch mein Problem: Man findet fast nichts zu diesem Player....Schade!
Vielen Dank trotzdem für die Antwort.

Gruß

Chris
Gelscht
Gelöscht
#4 erstellt: 11. Jun 2006, 10:45
Moin,
den cd 84 hatte ich auch mal. Solange er läuft brauchst du nichts zu verändern. Schön ist die Möglichkeit an der Rückseite den Ausgangspegel anzupassen. Das gibt es heute kaum noch!
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Jun 2006, 21:38
Jau, habe ich schon gesehen. Den Pegel habe ich im Augenblick voll aufgedreht. Allerdings hat das Teil auch Funktionen, die heute etwas skurril anmuten.
Ich habe als nächste Maßnahme vor, den Player auf Spikes zu stellen. Vielleicht werde ich auch noch das Gehäuse beruhigen. mal sehen.

Gruß

Chris
Gelscht
Gelöscht
#6 erstellt: 14. Jun 2006, 16:40
Moin,
wenn du die Pegelsteller voll aufdrehst könntest Du auch den anderen Ausgang mit festem Pegel nehmen. Ich glaube mich an so einen zu erinnern...., kannmich aber auch irren.
Sollte ein Ausgang mit nich regelbarem Pegel vorhanden sein, wäre es sinnvoll somit die Potis zu umgehen.
hf500
Moderator
#7 erstellt: 14. Jun 2006, 18:09
@ichwillhifi

Moin,
Player auf Spikes stellen, warum?
Gehaeuse beruhigen, warum?
Netzkabel tauschen, warum?

Die obigen Fragen verlangen eine theroretisch fundierte Antwort.
Das Blabla aus der "Fachpresse" wird nicht akzeptiert.

ICs und Transistoren altern nicht feststellbar,
wenn sie nicht an der Grenze ihrer Belastbarkeit betrieben werden.

Am ehesten altern
- Elektrolytkondensatoren in Ecken, wo es warm wird, also besonders im Netzteil.
- Loetstellen, die durch warme Bauteile aufgeheizt werden. Die werden einfach nachgeloetet.

Die mechanischen Teile sollte man mit einem Wattestaebchen reinigen und Fuehrungen der Schublade
kann man mit Vaseline leicht einfetten.
Das Dreharmlaufwerk hat keine Schmierstellen.

Wenn die Platinen nur verstaubt sind, kann man sie mit einem weichen Pinsel abfegen.
Die Linse des Abtasters kann man vorsichtig mit Wattestaebchen und Kontakt WL reinigen.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 14. Jun 2006, 18:12 bearbeitet]
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 15. Jun 2006, 12:19
@hf 500

Den Player auf Spikes stellen will ich einfach ausprobieren. Es hat bei anderen Geräten von mir schon zum Teil deutliche Klangänderungen in Richtung Präzision und Abbildungsschärfe durch Puks oder Spikes gegeben und ich wollte einfach ausprobieren, ob dies bei diesem Player auch so ist.

Ich habe jetzt gerade 2 Edelstahltürstopper auf dem Player stehen und kann eine Klangänderung nicht verleugnen, besonders bei Lautstärken, die jenseits der Zimmerlautstärke liegen. Das kann natürlich alles nur Einbildung sein , aber mir gefällt der Klang mit Puks besser. Deshalb habe ich die Idee der Gehäuseberuhigung, denn nichts anderes bewirken ja die Puks.

Netzkabel: Tja. Eigentlich nicht nötig...... Besonders nach der Untersuchung in einer einschlägigen "Fachzeitschrift"....

Ich kann leider keine fundierte Auskunft geben und nur meinen Ohren vertrauen. Ich probiere gerne Dinge aus die mit wenig Aufwand zu realisieren sind und einen nachvollziehbaren Effekt haben, zum Beisiel die Ausrichtung oder das Schrägstellen von Boxen. Nachdem ich meine Kompaktboxen auf der Vorderkante etwas unterlegt habe klingen diese viel offener als vorher .

Ich bin mit dem Klang des Marantz sehr zufrieden, er könnte nur noch ein klein wenig präziser klingen. Und das hoffe ich eben durch kleine Änderungen am Gerät, Gehäuse oder Aufstellen noch zu erreichen.

Danke für die Tips zu der Pflege. Ich werde mich erst mal an eine gründliche Reinigung machen. Ist als Reinigungsflüssigkeit für die Linse auch Isopropylalkohol geeignet?

@beldin

So genau habe ich mir den Player noch gar nicht angesehen. Es sind an der Rückseite tatsächlich mehrere Cinchein- und ausgänge. Ich werde das mal ausprobieren. Vielen Dank!

Grüße Chris
Gelscht
Gelöscht
#9 erstellt: 15. Jun 2006, 12:53
Moin,

soso Edelstahlpuks! => Du liest Stereo und glaubst an Voodoo

Dann kannst Du auch mit einem schwarzen Katzenfell bei Vollmond um Mitternacht vor der Anlage 3 mal Auf- und Abtanzen. Aber Achtung: Danach darfst du bis zum Tageslicht nicht schlafen! Wenn du dann noch die CD mit Eselsmilch einreibst ist der Klang nicht zu übertreffen.....



Tschuldigung, mußte mal sein, nimms nicht persönlich, s´geht eigentlich mehr gegen die Stereo!

hf500
Moderator
#10 erstellt: 15. Jun 2006, 16:43
Moin,
ja, so ist es.
Der CD-Spieler wandelt die Nullen und Einsen auf einer CD in Tonfrequenzspannung um.
Da die CD so gebaut ist, dass bei Lesefehlern korrigiert werden kann, steht dem
D/A-Wandler bei korrigierbaren Fehlern die bitgenaue Information der CD zur Verfuegung.
Nicht korrigierbare Fehler hoert man unbedingt, dann knackst es.

Es ist also voellig sinnlos, einem einwandfrei laufenden CD-Spieler durch Aufstellung auf Spikes oder
Beschwerung des Gehaeuses ein anderes Abtastverhalten oder eine andere Wiedergabe einimpfen zu koennen.
Ein Spieler, der solche Maetzchen noetig hat, taugt nichts und hat keine Abtaststabilitaet.
(Erinnert mich an einen Billigspieler um '92, der extrem beruehrungsempfindlich war.)

Aber gerade die hat der Marantz als Philips-Clone auf jeden Fall, fuer ihre Unerschuetterlichkeit
waren die Philips beruehmt.

Wen es stoert, dass das Gehaeuse blechern scheppert, wenn man dranklopft, der klebe die Rueckpappe eines
Zeichenblocks mit Pattex ganzflaechig innen in den Gehaeusedeckel. Lueftungsschlitze natuerlich freilassen.

Klangaenderungen durch andere Aufstellung der Lautsprecher sind dagegen auf jeden Fall begruendbar.
Die korrekte Aufstellung der Lautsprecher ist der Kern der Klangoptimierung.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 15. Jun 2006, 19:19 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#11 erstellt: 15. Jun 2006, 17:30
@ peter:

ichwillhifi
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 15. Jun 2006, 22:52
Tja, jetzt stehe ich also als Totaldepp da....


Und jetzt steht auch noch dieses häßliche Wort in meinem Treat: Vodoo.(leider gibt es kein Kotzikon). Ich hasse Vodoo. Besonders mit Katzenfellen. Meine Hifidele Einstellung dazu: Ich probiere gern was aus, allerdings nur wenn es wenig bis nichts kostet.

Zurück zum Thema: Manche Dinge erscheinen mir einfach erklärungsbedürftig, ohne Polemik.

Ich bitte einfach mal um eine Erklärung, warum ein Plattenspieler (in meinem Fall ein Yamaha PX 3, also kein Billigsch.....und vorher ein Dual 728) auf Spikes besser klingt als ohne. Und warum alle besseren Plattenspieler entweder auf Spikes stehen oder mit einem Subchassis konstruiert sind? Transrotor oder Clearaudio können doch nicht 20 Jahre lang Mist gebaut haben oder nur dem Marketing zuliebe die Dinger einbauen.

Es erscheint mir völlig einleuchtend, das ein CD Player, der Nullen und Einsen in Musik verwandelt, unempfindlicher auf Störungen von aussen reagiert. Aber was ist mit der sogenannten Mikrophonie, die ausserhalb des CD Laufwerks auf alle Bauteile Auswirkungen hat? Ich kann mir gut vorstellen, das auch ein Transistor seine Arbeit besser machen kann, wenn er nicht ständig einem Erdbeben ausgesetzt ist. Und wenn die Fehlerkorrektur nicht ständig nachkorrigieren muss sondern die originalen Nullen und Einsen wiedergeben kann, sollte das einer besseren Wiedergabe auch nicht im Wege stehen......

Warum werden die Topspieler mit entkoppelten Laufwerken oder Heavy Metal ausgestattet (TEAC VDRS, Esotherik, Symphonic Line)? Oder ist das alles Beutelschneiderei? Warum hat ein Philips 304 ein Gussgehäuse und keine Blechschachtel? Warum spielen Boxen auf Spikes anders als auf Puks? Und anders als auf dem Boden stehend?

@ beldin

Naja, so ganz unpersönlich kann ich das nicht nehmen, denn ich stelle hier in diesem Forum die Frage ob solche Maßnahmen Sinn haben. Abqualifizieren hilft mir da nicht wirklich weiter weil ein solches Verhalten in mir ebenso unmittelbar Skepsis auslöst wie eine allzu blumige Beschreibung á la Stereo.(Ich finde den Kabelhype zum Beispiel voll daneben. Wer kauft sich denn ein Stromkabel für 1000€? Dafür würde ich zum Beispiel die Wand aufklopfen und für eine gute Stromversorgung ab dem Sicherungskasten sorgen. Wie sollen denn die letzten 2 Meter was bringen wenn die Verkabelung in der Wand schon wieder Standard ist? Viel wahrscheinlicher ist aber, das ich für das Geld mit meiner Familie in Urlaub fahre, denn mit entspannter Familie lässt sich Musik viel besser geniessen )

Meine Puks jedenfalls haben 2,50 € gekostet und es ist für den Preis doch wert, sich damit auseinanderzusetzen. Wenn es nichts bringt, dann kann ich sie immer noch dem eigentlichen Zweck zuführen. Dann kann ich aber wirklich mitreden. Wenn Du es nicht ausprobiert hast ist Deine Meinung leider nur die Hälfte wert. Wenn wir immer so gehandelt hätten würden wir nicht hier diskutieren sondern weiter Ursuppe spielen.

Also, ich habe die Dinger ausprobiert und mein unergründliches Hirn sagt mir, mit den Dingern gefällt es mir besser. Dann bin ich wohl ein bischen bescheuert, aber es geht mir gut dabei.

Was Raumanimatoren, Ionisierer, Klangschälchen, "Edelstrippen", Filzscheibchen und ähnliches angeht, da blende auch ich mich aus. Wenn andere das machen wollen ist das deren Sache. Da überwiegt bei mir dann doch sehr die Skepsis und ich denke, darauf laufen auch Eure Bemerkungen hinaus. Alles hat seine Grenzen, diese liegen bei jedem aber anders. Und wenn Leute ihr Geld für so was ausgeben wollen soll man sie nicht daran hindern. Wenn es nix bringt haben sie wenigstens was für die Binnenwirtschaft getan.

Gern in Bezug auf obige Fragen mit Spannung auf eine Antwort wartend (weil ich ernsthaft keine Ahnung habe und alles was ich weis bisher zusammengelesen habe)

Euer Chris
hf500
Moderator
#13 erstellt: 16. Jun 2006, 18:13
"Ich bitte einfach mal um eine Erklärung, warum ein Plattenspieler (in meinem Fall ein Yamaha PX 3, also kein Billigsch.....und vorher ein Dual 728) auf Spikes besser
klingt als ohne. Und warum alle besseren Plattenspieler entweder auf Spikes stehen oder mit einem Subchassis konstruiert sind? Transrotor oder Clearaudio können
doch nicht 20 Jahre lang Mist gebaut haben oder nur dem Marketing zuliebe die Dinger einbauen."

Moin,
die Abtastung eine Schallplatte ist ein mechanischer Vorgang mit einer Menge Problemen. Wie jedes mechanische System besteht es aus einer
Menge von schwingfaehigen Einzelsystemen, die voneinander entkoppelt und gedaempft werden muessen. Darum der Aufwand mit Subchassis und allerlei Verrenkungen,
um die Resonanzen von Tonarm und Tonabnehmer in den Griff zu bekommen.

"Es erscheint mir völlig einleuchtend, das ein CD Player, der Nullen und Einsen in Musik verwandelt, unempfindlicher auf Störungen von aussen reagiert. Aber was
ist mit der sogenannten Mikrophonie, die ausserhalb des CD Laufwerks auf alle Bauteile Auswirkungen hat? Ich kann mir gut vorstellen, das auch ein Transistor
seine Arbeit besser machen kann, wenn er nicht ständig einem Erdbeben ausgesetzt ist. Und wenn die Fehlerkorrektur nicht ständig nachkorrigieren muss sondern
die originalen Nullen und Einsen wiedergeben kann, sollte das einer besseren Wiedergabe auch nicht im Wege stehen......"

Erklaere mir mal einer, wie ein Transistor oder ein IC, die vollkommen in Kunststoff vergossen sind, Mikrophonie haben sollen. Roehren OK, aber bei Transistoren
hat man ernsthaft noch keine Mikrophonie nachweisen koennen. Mikrophonie kann nur entstehen, wenn wichtige Parameter eines Transistors mechanisch veraenderbar sind.
Bei den 0,0000xg in einem laufenden CD-Spieler illusorisch. Wieder so ein "Fachpresse"-Maerchen.
Und wenn die Fehlerkorrektur bitgenau das Ursprungssignal wiederhergestellt hat, kann es dem D/A-Wandler egal sein, ob es so von der Platte kommt, oder korrigiert wurde.
Das Signal durchlaeuft ohnehin einen RAM-Speicher, in dem der CRC-Code aufgeschluesselt wird. Bei diesem Vorgang werden gleich auch die Lesefehler korrigiert.

"Warum werden die Topspieler mit entkoppelten Laufwerken oder Heavy Metal ausgestattet (TEAC VDRS, Esotherik, Symphonic Line)? Oder ist das alles
Beutelschneiderei? Warum hat ein Philips 304 ein Gussgehäuse und keine Blechschachtel?"

Entkoppelte Laufwerke haben den Vorteil, dass sie von aussen weniger beeinflusst werden koennen. Der Aufwand fuer die Servos, die den Laser in der Spur und die
Fokussierung im Punkt halten muessen, wird geringer, oder bei gleichem Aufwand die Abtaststabilitaet groesser.
Fuer den 104-304 hat Philips einfach Geld ausgegeben. Wirklich notwendig war es wahrscheinlich nicht, gab aber schoene stabile Geraete.
Die Nachfolgeserie war ja nur aus Kunststoff-Spritzguss und wog nichts. Trotzdem waren es technisch gute Geraete


"Warum spielen Boxen auf Spikes anders als auf Puks? Und anders als auf dem Boden stehend?"

Das sind wieder mechanische Probleme, beim Abstand vom Boden kommen noch akustische Vorgaenge ins Spiel.


Nur hat das alles absolut nichts mit einem CD-Spieler auf Spikes zu tun.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 16. Jun 2006, 18:19 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#14 erstellt: 18. Jun 2006, 20:36
@ichwillhifi:

Dann ticken wir ja in etwa auf der gleichen Wellenlänge
.

Als ich das mit den Pucks las, fiel mir spontan eine Artikel vom Böde ein und dann noch einer ; da konnte ich nicht einfach anders.
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 19. Jun 2006, 21:06
Hallo!

Wenn ich das also richtig verstehe, sind bei den Hochwertigsten Laufwerken diese deshalb entkoppelt, weil ein feinerer und damit auch empfindlicher gegen äußere Einflüsse agierender Laser die Abtastung vornimmt? Oder ist es so, das der Laser die CD genauer abtastet und damit mehr Infos an den D/A Wandler abliefert? So ganz ist mir das noch nicht klar, denn dann würde die Entkopplung des Laufwerks also des mechanischen Teils des Players ja etwas bringen.....

Das mit den IC´s und Transistoren wusste ich nicht. Gilt das so auch in Grundzügen für den Verstärker? Auch hier sind es ja heute meist integrierte Schaltungen und Transistoren, die die Verstärkung vornehmen......

Entkopplung hat also nur da Sinn wo mechanische Teile für die Musikentstehung verantwortlich sind? Kann man es so einfach ausdrücken? (Boxenmembranen, MM und MC abnehmer, Tonarme etc.)

Wie verhält es sich denn mit einem Cassettendeck?

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten übrigens.....

Chris

@beldin Sieht so aus..... Sollen wir ein bischen Vodoo erfinden?
JanHH
Inventar
#16 erstellt: 20. Jun 2006, 11:37
Wie unproblematisch der rein digitale Teil der CD-Wiedergabe ist, lässt sich gut an Computer-CD-Roms erkennen, die bei 40facher auslesegeschwindigkeit alle Dateien fehlerfrei lesen können, und das, wo es sich meist um sehr billige Geräte handelt.

Entweder die Daten kommen "heil" beim D/A-Wandler an oder nicht.. wenn sies nicht tun, ist der CD-Spieler defekt.

Ein digitales Spukgespenst ist noch der berühmte jitter, woher der genau kommt, ist mir allerdings auch unklar. Vermutlich kriegt an den am ehesten mit sehr hochwertigen Taktgebern in den Griff?

Ansonsten kann es schon sinnvoll sein, den CD-Spieler zu bedämpfen oder sowas, aber das bezieht sich dann halt nur auf die analogen Teile der Signalverarbeitung (also alles, was nach dem DA-wandeln geschieht).

Der Grund, warum hochwertige, teure Player mechanisch so aufwändig ist, dürfte primär in der Psychologie und im Marketing liegen.. durch irgendwas muss der höhere Preis ja gerechtfertigt sein. Im Blindtest würde man da sicher manche Überraschung erleben.

Gruß
Jan
hf500
Moderator
#17 erstellt: 20. Jun 2006, 20:44
@ichwillhifi

Moin,
die mechanische Entkopplung bei CD-Spielern hat zwei Gruende.
Das Laufwerk wird weich aufgehaengt, damit Stoesse von aussen den Abtaster nicht aus der Spur bringen.
Man kann natuerlich auch einen hart aufgehaengtes Laufwerk stossunempfindlich bekommen, dazu braucht man aber
einen erhoehten aufwand in den Servostufen.
Ausserdem sorgt die Entkopplung dafuer, dass das Betriebsgeraeusch des Laufwerkes nicht auch noch durch das
Gehaeuse des Spielers verstaerkt wird.
Dieser Punkt ist bei Cassettendecks wichtig, wo der Bandantriebsmotor einen netten Krach machen kann.

In erster Linie dient die Entkopplung aber dazu, eine gute Abtastsicherheit mit einem akzeptablen aufwand zu bekommen.
An der Qualitaet des Laufwerkes liegt das nicht notwendigerweise, das bekannte Sony Feld- und Wiesenlaufwerk findet
man in Henkelmaennern und Spielern der (angehenden) Spitzenklasse bei vielen Fabrikaten.

Besonders gegen Ende der 80er hat man in den "Fachzeitschriften" das Pferd der boesen Vibrationen zu Tode geritten...

@JanHH

den ach so schaedlichen Einfluss des Jitters kann ich bei CD-Spielern nicht nachvollziehen.
Bei fast allen asynchronen digitalen Uebertragungen wird die Zeitbasis des Senders von der des Empfaengers entkoppelt,
indem man das Signal durch einen FiFo-Speicher leitet, der mit Sendertakt geladen und mit Empfaengertakt gelesen wird.
Bei CD-Spielern ist die CD der Sender, der Zeitfehler durch Ungenauigkeiten der Rotation muss unbedingt wieder ausgegelichen werden.

73
Peter
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 23. Jun 2006, 21:39
Letztendlich kann man also sagen, das der Player ok ist wie er ist und das sich schwer noch was verbessern läßt. Auch gut, er gefälllt mir nämlich ausgesprochen gut. Und die Musik die rauskommt auch.

Deshalb danke für diesen sehr erhellenden Diskurs!

Chris
JanHH
Inventar
#19 erstellt: 24. Jun 2006, 01:47
leg halt mal einen zielgestein obendrauf und sag uns dann, obs besser klingt.. dürfte ja einigermassen stabilisierend sein ;). Ansonsten ist wohl die Investition in einen neuen CD-Spieler, der besser ist, günstiger als jede sinnvolle Tuningmassnahme. Oder das Geld in eine andere Anlagenkomponente investieren. Sparen auf neue Boxen oder so?

Gruß
Jan
ichwillhifi
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 24. Jun 2006, 11:41
Boxen ist ein gutes Stichwort. Ich möchte mal eine Eton-Box von Udo (http://www.acoustic-design-online.de/ ) bauen. Im Boxenbereich bin ich eher selbstbauer und besonders die Triangelbox von Udo hat es mir angetan.....
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