Was tun wenn VU-Meter durchgebrannt?

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skarboy
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Dez 2006, 13:00
Hallo

ich bin im Besitz eines Technics SU-Z22

Der Verstärker hat eine Anzeige die leider durchgebrannt ist.
Das VU-Meter ist auf einer eigenen Platine angelötet die durch Kabel mit Steckverbindung mit der Hauptplatine verbunden ist.

Das Ganze wieder in Ordnung zu bringen wäre also kein Problem, nur wo bekomme ich Ersatzteile her (die nicht den Wert des ganzen Verstärkers überschreiten).

Außerdem stellt sich die Frage was sinnvoller ist:
- Die durchgebrannte Anzeige gegen eine neue austauschen(Lötarbeit)
- Das ganze Element austauschen (sehr einfach, aber vllt viel teurer)

Ich nehme mal an dass es keine Möglichkeit gibt, die alte Anzeige zu reparieren, oder täusche ich mich?

Bin für jeden Tip dankbar, am liebsten wärs mir jemand besitzt diesen Verstärker als Ersatzteilspender und hat die Anzeige noch übrig
milliscout
Stammgast
#2 erstellt: 02. Dez 2006, 21:31
Hallo skarboy,
versuche ein Originalersatzteil zu bekommen.
Ohne wirklich sehr gute Kenntnisse in der Meßtechnik, sollte man nicht versuchen, das VU-Meter zu reparieren.
Diese Drehspul Zeigerinstrumente sind extrem empfindlich, und lassen sich nicht mit einem normalen Ohmmeter messen.
Der Austausch gegen ein anderes Zeigerinstrument scheitert normalerweise, weil dir die Daten des eingebauten Instrumentes nicht bekannt sind. Die Gerätehersteller verbauten für sie hergestellte Instrumente.
Gruß!
milliscout
skarboy
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Dez 2006, 22:03

milliscout schrieb:

Diese Drehspul Zeigerinstrumente


hab ich leider zu erwähnen vergessen:
es ist keine analoge anzeige

ich verlink hier mal auf jemanden der schonmal fotos von diesem amp gemacht hat:

Verstärker-Front, aber auschgeschaltet:
http://www.minhembio.com/bild/67133.jpg

Eingeschaltet, aber weit weg
http://www.minhembio.com/bild/67136.jpg
hf500
Moderator
#4 erstellt: 02. Dez 2006, 23:52
Moin,
OK, also ,eine Floureszenzanzeige.
Wie kommst Du darauf, dass die durchgebrannt ist?

73
Peter
skarboy
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 03. Dez 2006, 00:13

hf500 schrieb:
Moin,
OK, also ,eine Floureszenzanzeige.
Wie kommst Du darauf, dass die durchgebrannt ist?

73
Peter


ah, danke für den begriff...

wie ich darauf komme dass es durchgebrannt ist...nun, es geht nicht...
aber im ernst:
in einer ecke innerhalb des glases ist ein dunkler fleck (ca. 1cm durchmesser).
sieht ungefähr so aus wie wenn man bei einem lcd-display zu fest drückt nur noch ein wenig dunkler. also entweder ist was ausgelaufen oder durchgebrannt. wenn nötig kann ich auch bilder machen.

das bild ist übrigens nicht von meinem amp, falls das nicht zu 100% rübergekommen ist. er ist zwar der gleiche aber nicht der selbe...
(das wollte ich schon immer mal gesagt haben... )
marais
Stammgast
#6 erstellt: 03. Dez 2006, 00:53
Diese VFD-Anzeigen sind ziemlich robust. Da müsste schon ein Loch im Glaskörper sein, der das Vakuum zerstört, damit das Ding defekt wird.
Ich würde erstmal prüfen, ob nicht einfach die Hochspannung ausgefallen ist. Bei diesen VFDs muss man das Gitter vorspannen; fällt diese Hochspannung aus, bleibt die Anzeige kalt, auch wenn die einzelnen Segmente noch angesteuert werden. Prinzip Hoffnung: Sollte WIRKLICH die Anzeige (und nciht ihre Ansteuerung) hin sein, hast Du ein grosses Problem mit der Ersatzteilbeschaffung.

A.
DB
Inventar
#7 erstellt: 03. Dez 2006, 09:50
Wenn VFD-Anzeigen sterben, dann hängen üblicherweise die Heizfäden lose drin rum. Ansonsten leuchten die fast immer, werden aber fleckig. Ich würde zuerst die Ansteuerung testen.

MfG

DB
skarboy
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 03. Dez 2006, 14:14
danke für die hilfe
da ich eher der autodidaktische typ bin und deswegen mit fachbegriffen aus der elektrotechnik schlecht umgehen kann, hab ich mal ein paar fotos gemacht.

Die Platine von oben:


Von unten:


Anzeige-Front:


Anzeige-Schräg von der Seite:


[edit]
so...endlich alles geuppt...
[/edit]

was ist eurer meinung nach also das problem?


[Beitrag von skarboy am 03. Dez 2006, 15:00 bearbeitet]
marais
Stammgast
#9 erstellt: 03. Dez 2006, 14:18
Zeig' mal das Display von vorne!
hf500
Moderator
#10 erstellt: 03. Dez 2006, 18:32
Moin,
hat er doch...
Aber mit 800k Bildern, Leute, denkt doch auch mal an Modemuser, die gibt es auch in DSL-Zeiten immer noch.
So ein Bild darf nicht mehr als 100k haben.

Zur Anzeige, die Roehre ist mechanisch in Ordnung.
Die 3 Heizfaeden sind da, der schwarze Fleck ist der Getterspiegel und zur Aufrecherhaltung des Vakuums notwendig.
Technisch gesehen ist die Anzeige eine direkt geheizte Roehre. Die auf der Anode angebrachte Leuchtmasse wird zum Leuchten gebracht,
wenn Gitter _und_ Anode positiv gegenueber der Katode sind.

Um die Ansteuerung zu vereinfachen, werden Gitter und Anoden meist auf Masse geschaltet (durch den Displaytreiber).
Die als Katode dienenden Heizfaede liegen gegen Masse auf etwa -20 bis -30V. Zwischen dem ersten und letzten Stift der Roehrenanschluesse liegt die
Heizspannung von etwa 3-5V, abhaengig von der Roehre. Im Dunklen muessen die Faeden schwach gluehen.
Jeder der Heizanschluesse, egal welcher, liegt auf der erwaehnten Spanung von -20 bis -30V. Zusaetzlich muss der Anzeigentreiber noch eine Betriebsspannung
haben, ich rechne mit +5-12V, je nach IC.

Also, erst mal nachsehen, ob auch alle Betriebsspannungen da sind. Die Heizspannung ist hier meist eine Wechselspannung direkt aus dem Netztrafo.
Bei Videorecordern mit Schaltnetzteilen ist es meist eine Gleichspannung.

73
Peter
skarboy
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 04. Dez 2006, 01:26

hf500 schrieb:
Moin,
hat er doch...
Aber mit 800k Bildern, Leute, denkt doch auch mal an Modemuser, die gibt es auch in DSL-Zeiten immer noch.
So ein Bild darf nicht mehr als 100k haben.



Im Dunklen muessen die Faeden schwach gluehen.



hi

hat länger gedauert die bilder auf imageshack hochzuladen, der post von marais ist da dazwischen gefallen...
ich wusste leider nicht genau welche einzelheiten erkennbar sein müssen um eine diagnose zu stellen, darum hab ich die bilder nur zugeschnitten aber die qualität belassen, grosses SORRY an die 56k-fraktion

ich hab die gunst der stunde genutzt und das teil wieder angesteckt, das glühen der fäden war aber leider auch in der dunkelheit nicht wahrzunehmen. ich werde sobald wie möglich die genannten punkte durchmessen. (fehlt nur noch zeit und messequipment)

danke vorerst für die hilfe und gute nacht


[Beitrag von skarboy am 04. Dez 2006, 01:27 bearbeitet]
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