BRAUN TG 1000 Tonbandgerät Gleichlauf?

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thomibleu
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Dez 2006, 18:34
....so nach Regie 550,450 und 526 kommt das BRAUN TG1000 auf die Werkbank (20Kg Uher), bin gerade im "Reparierrausch"!
Habe ihm vor kurzem eine neue Gummiandruckrolle spendiert, aber am Ende der Spule beginnt es zu jaulen, sprich der Gleichlauf schwankt. Ich habe daraufhin die linke Bremse etwas gelöst, dass das Band fast von selber lief (Superlager), dann hab ich ein wenig mit der Einstellung gespielt und glaube es ist okay, aber der linke photoelektrische Fühlhebel pendelt leicht! Läßt sich da nochwas regeln und wo (am Poti des linken Fotowiderstandes)oder an der Position der Bremsfedern?
Eine weitere Sache sind leichte Entladungsgeräusche ab und zu (Klicken), die über den Verstärker übertragen werden, wie lassen sie sich abstellen, wer ist hier Spezialist und kann mir ein wenig "aufs Fahrad" helfen?
Habe Maxellband ohne Rückseitenbeschichtung.
Danke für einen Tipp!!
Gruß
Thomas aus F.


[Beitrag von thomibleu am 26. Dez 2006, 18:41 bearbeitet]
Bana
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Dez 2006, 19:11
Hallo,

ich hatte die gleichen Probleme.Ich habe das Gerät zwar nicht mehr, aber ich glaube es lag an so Doppeldioden bei der Geschwindigkeitsumschaltung (D3005 und D3006)

mfg bana
thomibleu
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Dez 2006, 19:35
Hört sich interessant an, aber diese Dioden steuern nur den Tonwellenmotor, der läuft aber bei voller/halber linker* Spule ohne Probleme. Es müßte eigentlich die Bremsspannung des linken* Wickelmotors sein, die am Ende der Spule schwankt (Regelspannung 75V~) wenn der Hebelarm der Spule, bedingt durch den kleinen Spulen-Durchmesser schwergängiger wird!
Es ist eigentlich erst hörbar, wenn auf der linken* Spule nur noch 0-5mm Band sind!

Parallel zum Regeltransistor des bremsenden Wickelmotors liegt ein 220uF, 125Volt BecherElko, der ja nun auch schon 35Jahre alt ist, könnte dieser schlappmachen bzw. anfangen zu Schwingen?

Danke, Thomas


* = von vorn gesehen, im Schaltplan ist links und rechts von hinten gesehen, sowie beim Auto


[Beitrag von thomibleu am 26. Dez 2006, 20:13 bearbeitet]
hf500
Moderator
#4 erstellt: 26. Dez 2006, 19:51
Moin,
und was ist mit dem Lager des Wickelmotors und etwaigen Bremsen (Stopbremse)?
Alles wirklich leichtgaengig, die Bremse lueftet auch korrekt?

Banale Fragen, aber ich vermute auch ein mechanisches Problem.

73
Peter
thomibleu
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Dez 2006, 20:11
Nee, nee ich schrieb doch:


Ich habe daraufhin die linke Bremse etwas gelöst, dass das Band fast von selber lief (Superlager), dann hab ich ein wenig mit der Einstellung gespielt und glaube es ist okay, aber der linke photoelektrische Fühlhebel pendelt leicht...


....am Ende allerdings stärker!
Also mechanisch läuft es prima, aber vieleicht ist es doch eine gewissenhaftere Bremseinstellung, ich weiß eben nicht ist's elektrisch oder die mech.Einstellung!
Danke und Gruß
Thomas
thomibleu
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Dez 2006, 14:57
Nach testen des Ab-Wickelmotors und seiner Steuerung, bin ich nun doch der Meinung, es liegt an der Steuerung des Tonwellenmotors, da diese Schwankungen (Tonhöhe und opt/electr. Fühlhebel)auch bei total ungebremstem Motor auftreten, außerdem gelang mir es nicht am Trimmer R3015, der die Gesamtgeschwindigkeit regelt, eine saubere Grundeinstellung vorzunehmen. Die Dioden D3005 und D3006 als ZE 1,5 sind dem Trimmer in Reihe nachgeschaltet. Ich werde mal versuchen, sie zu bekommen und zu ersetzen. Hab' also herzlichen Dank soweit.
Gruß aus Toulouse
Thomas

PS: ich gebe Bescheid, wenn sie ausgetauscht sind, hast Du da noch genauere Erfahrungen, wenn ja, teile sie mir bitte mit!




Bana schrieb:
Hallo,

ich hatte die gleichen Probleme.Ich habe das Gerät zwar nicht mehr, aber ich glaube es lag an so Doppeldioden bei der Geschwindigkeitsumschaltung (D3005 und D3006)

mfg bana


[Beitrag von thomibleu am 27. Dez 2006, 15:39 bearbeitet]
Bana
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 27. Dez 2006, 17:57
@thomibleu,

meine Erfahrungen liegen nun leider ca. 30 Jahre zurück. Ich weiß nur noch, das ich genauso erst im mechanischen Bereich gesucht hatte.

Vielleicht kannst du ja zum testen einfach 4 normale Dioden in Reihe schalten (anstatt den beiden besagten).

P.s. ich habe hier noch ca. 20 St 22 Original Leerspulen rumliegen. Ohne Einschuber.

Falls Interesse besteht ?

mfg bana
thomibleu
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 27. Dez 2006, 18:23
es sind ja Zenerdioden, die normalerweise Spannungen stabilisieren, also wahrscheinlich die Regelspannung des Tonmotors, also müssten es auch solche Zenerdioden sein.
Über die Spulen können wir sicher verhandeln, aber 20 sind mir zuviel, aber ich könnte ja mal bei den BRAUNfans nachfragen!
Danke und Gruß
Thomas

PS: sag mir mal einen Preis pro Spule
Bana
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 27. Dez 2006, 19:42
Hallo thornibleu,

richtige Zehnerdioden sind das laut Schaltplan (noch mal nachgesehen) nicht. Sie werden auch nicht in Sperrrichtung betrieben.
Theoretisch 2in Reihe geschaltete Dioden. Die D3007 ist eine Zehnerdiode.

Natürlich sollte man original einsetzen.

So hier noch schnell ein Bild von den Spulen:



2 Metallspulen und 17 Plastikspulen sind vorhanden.(werden nur mit Staub verkauft)

Ebay Preise möchte ich nicht haben. siehe hier:
http://cgi.ebay.de/2...eZWD1VQQcmdZViewItem

Ich würde sagen 2,50€ pro St. egal ob Metall oder Plastik + Versandkosten.

mfg bana


[Beitrag von Bana am 27. Dez 2006, 19:43 bearbeitet]
thomibleu
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 28. Dez 2006, 13:14
Hier eine Antwort aus dem "Elektronik-Forum" zu den Zenerdioden-Bezeichnungen/ Z-Dioden:

Der reine Zenereffekt wird nur für Spannungen bis 5V beschrieben. Darüber handelt es sich um den Avalance-Effekt. Daher sollen laut C.M.Zener Dioden mit Durchbruchspannungen über 5V auch als Z-Dioden nicht Zenerdioden bezeichnet werden.
Weiterhin wird der Zenereffekt ab 2V beschrieben, darunter werden Stabilisierungsdioden als Serienschaltungen von Dioden realisiert, wobei diese im Gegensatz zu Zener- und Z-Dioden in Vorwärtsrichtung betrieben werden.
s.a. Datenblatt
SE1.5 = BZX75C1V4


Ich habe die BZX75C1V4 nicht bekommen, meine heißt: ZTE 1,5 - ich muss sie bei Conrad, France kaufen.


Gruß Thomas


[Beitrag von thomibleu am 28. Dez 2006, 14:37 bearbeitet]
thomibleu
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 28. Dez 2006, 16:38
So hier nochmal für alle als Schaltplan:
Können die Dioden die Geschwindigkeit beeinflussen??
Danke für einen Tipp!
Gruß Thomas
http://img155.imageshack.us/my.php?image=tg1000ms7.jpg
hf500
Moderator
#12 erstellt: 28. Dez 2006, 18:25
Moin,
wenn ich es irgendwann man Richtig verstanden habe, dann sind Z-Dioden bis etwa 2,1V
in Serie geschaltete Siliziumdioden in einem Gehaeuse.
Das ist einfacher herzustellen.

Als Ersatz sollten in Serie geschaltete Dioden auf jeden Fall funktionieren, es muss die Sollgeschwindigkeit
bei Eingriffen in die Regelschaltung ohnehin nachjustiert werden und man sollte den Temperaturgang ueberpruefen.

Dazu solltest Du ein Messband und einen Frequenzzaehler haben. Wenn eine gute Maschine zur Verfuegung steht,
kann man sich ein Band selbst machen, das man mit 1000Hz bei -5dB bespielt (Vollaussteuerung ist auf 3% Klirr bezogen).

Das Bild im Link wid mir als defekt signalisiert.

73
Peter
thomibleu
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 28. Dez 2006, 19:21
Bei mir funktioniert das Bild???
Danke soweit, aber bist Du auch der Meinung, dass es diese Dioden sein könnten?
Hier nochmal der Plan:
http://img182.imageshack.us/img182/2/tg1000il5.jpg
Zweck0r
Moderator
#14 erstellt: 28. Dez 2006, 19:55
Moin,

als Zenerdiode lässt sich auch eine LED zweckentfremden. Spannung je nach Farbe, Rot ca. 1,6 V.

Hast Du eigentlich schon probiert, den Bremshebel nur festzuhalten und nicht nach innen zu drücken ? Also die Bremskraft nicht zu minimieren, sondern in etwa auf einem konstanten Wert zu halten. Diese Fühlhebelbremsen sind nämlich geschlossene Regelkreise, die manchmal zu Eigenschwingungen neigen können. Das kann von vielem beeinflusst werden, auch Bandmaterial und Spulengewicht. Wenn der Tonwellenmotor bei normaler Bremskraft (Hebel nur festhalten oder ganz leicht nach außen drücken) nicht langsamer wird, würde ich eher bei den Bremsen suchen.

Grüße,

Zweck
thomibleu
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 29. Dez 2006, 09:45
Fehlerursache gefunden!!!!
ich habe die linke Spule (Abwickel) mit der Hand leicht gebremst und es jault sofort, presse ich hingegen mit dem Daumen am Andruckhebel die Gummirolle gegen die Tonwelle jault es beim Abremsen der Spule nicht und die Geschwindigkeit bleibt kontstant, es ist die Kraft des Andruckmagneten, die wahrscheinlich nachgelassen hat, also doch ein mehr mechanisches Problem!
Also muß ich mir mal den Andruckmagneten und dessen Versorgungsspannung zu Gemüte führen.
Danke an alle, habe jetzt an den falschen Stellen gesucht!
Gruß Thomas
hf500
Moderator
#16 erstellt: 29. Dez 2006, 20:12
Moin,
also doch ein mechanisches Problem ;-)
Wenn womoeglich auch elektrisch erzeugt...

Wenn die Magnete einen eigenen Gleichrichter haben, ist es wahrscheinlich ein Selengleichrichter.
Den auswechseln (Siliziumbruecke) und den zugehoerigen Ladekondensator auch. Der neue Kondensator
kann auch den doppelten Kapazitaetswert haben.
Ist der Andruckrollenhebel noch leichtgaengig?
Wird die Andruckkraft von dem Magneten oder einer Feder erzeugt?
Es kommt selten vor, dass solche Federn nachlassen.

73
Peter
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