ETW TV-Verkabelung

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Hellraider
Neuling
#1 erstellt: 11. Aug 2007, 21:44
Hallo,

ich habe vor kurzem eine ETW (Bj. 1972) erworben und möchte nun die Räume mit Antennen-Steckdosen versehen. Alle neu zu verlegenden Kabel könnten unter der Decke (relativ direkt und ohne große Umwege) verlegt werden, da diese noch mit Paneele vertäfelt wird.

Die ETW ist Teil einer Eigentumsgemeinschaft mit insgesamt 12 Wohneinheiten, verteilt auf 2 Häuser (jeweils EG, 1.OG und 2.OG = Dach). Haus 1 mit 9 Wohneinheiten und Haus 2 mit 3 Wohneinheiten. Meine Wohnung ist im 2.OG = Dach in Haus 2 mit den 3 Wohneinheiten. Die Wohnanlage verfügt über einen Kabelanschluss (müsste ISH sein).

Derzeit sieht es in meiner Wohnung wie folgt aus:

Im Wohnzimmer befindet sich die derzeit einzigste TV/Radio-Steckdose der ganzen Wohnung.

Aus der Antennendose vom Typ Fuba GAD 254 (technische Daten s.u.) kommt offenbar ein Kabel aus der Wohnung unter mir. Das zweite Kabel geht unters Dach (keine andere Dose im Dach angeschaltet) und geht von dort in das zweite Haus (mit den 9 Parteien) rüber. Wo das Kabel dort rauskommt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Meine Antennendose scheint daher als Durchgangsdose genutzt zu sein (s.a. Technische Daten unten).

F: Welche Möglichkeiten bieten sich mir jetzt, 3 zusätzliche Antennendosen (je 1 im Schlafzimmer, Kinderzimmer und in der Küche) mit gutem Empfang anschalten zu können, ohne die anderen Wohnungseinheiten zu "beeinträchtigen"?

Technische Daten (laut Fuba-Katalog) der bei mir vorhandenen Antennendose vom Typ GAD 254:

* Durchgangsdose
* Doppel-Richtkoppler
* 2 Ausgänge
* TV/Satellit/BK

Anschlussdämpfung:

* 0,5–450 MHz - 15 dB
* 470–862 MHz - 15 dB
* 950–2150 MHz - 16 dB

Durchgangsdämpfung:

* 0,5–450 MHz - 1,5 dB
* 470–862 MHz - 1,5 dB
* 950–2150 MHz - 3 dB


Grundfläche des 2.OG inkl. Treppenhaus (L x B) etwa 11,50 m x 7,75 m, Raumhöhe etwa 2,50 m.

Es soll an allen Dosen folgendes angeschlossen werden können (natürlich nur immer 1 TV an einer Dose): Hifi-Anlage, Röhren-TV, LCD-TV, DVD-Recoder, dBox 2 mit Premiere-Abo.

Die bisher geplanten, neuen TV-Dosen sehen wie folgt aus:


75 Ohm, störstrahlsicher, für Rundfunk und Fernse-
hen, kabelfernsehtauglich, verwendbar als
Durchgangs- und Enddose, komplett mit
Abschlusswiderstand
Durchgangsdämpfung: 1,8 - 2,5 dB
Anschlussdämpfung: 14 - 17 dB

Diese Dose(n) könnte(n) als Durchgangsdose und Enddose genutzt werden.

Alternative 1 wäre, den bereits vorhandenen Antennenanschluss an einen Verstärker (der würde dann direkt neben der vorhandenen TV-Dose platziert) mit 1 Eingang und 4 Ausgängen anzuschließen und die 4 Ausgänge würde ich dann mit den zusätzlich zu installierenden TV-Dosen (im Wohnzimmer müsste ich dann noch eine zweite Dose installieren) direkt verbinden. Hierzu müsste ich allerdings wissen, was für technische Daten der Verstärker (in etwa) haben müsste.


Alternative 2: Die Dosen in Reihe schalten. Hierbei stellt sich dann die Frage, ob das Signal an der letzten Dose bei dieser Art der Verkabelung noch einwandfreies Bild und Ton ergibt.

Mehr (technische) Angaben kann ich derzeit leider nicht machen.

Über Tipps zur sinnvollen Verkabelung würde ich mich freuen

EDIT: Gibt es für Ottonormalverbraucher bezahlbare Geräte, um die Stärke und Güte des Empfangssignals messen zu können? Wo könnte man diese ggf. kaufen?


[Beitrag von Hellraider am 11. Aug 2007, 21:51 bearbeitet]
xenophilie
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 11. Aug 2007, 22:16
Willkommen Hellraider,

wichtig wäre zu wissen, ob der Übergabepunkt in Haus 1 oder Haus 2 sitzt. Ohne eine Messung des Pegels an der vorhandenen Dose, wird man hier nicht viel sagen können. Nach einer Antennendose einen zusätzlichen Verstärker zu betreiben und daran wieder vier Antennendosen anzuschließen halte ich nicht für sinnvoll. Und ob man die drei gewünschten Dosen zusätzlich in Reihe zu der bestehenden Dose verkabeln kann müsste man dann ausrechnen. Die Durchgangsdämpfung der verbauten Dosen hast Du ja schon angegeben, hinzu kommt dann noch die Kabeldämpfung des neu verlegten Kabels.
Ich würde Dir folgendes vorschlagen:
Die vorhandene Dose ausbauen, einen Abzweiger zu setzen und danach einen seperaten Verstärker mit einem nachgeschalteten Verteiler für Deine drei Dosen zu installieren. Dies beinträchtigt die vorhandene Installation in keinster Weise, da die Durchgangsdämpfung eines Abzweigers nur unwesentlich höher ist, als die der Antennendose.

Gruß Holger
Hellraider
Neuling
#3 erstellt: 12. Aug 2007, 15:19
Der benötigte Abzweiger muss dann eine Durchgangsdämpfung in etwa der Größenordnung der bereits vorhandenen Dose haben (1,5 bis 3 dB), oder?

Ist es sinnvoll an den Abzweiger einen Verstärker mit nur 1 Ausgang zu schalten und alle 4 Räume dann mit einem Verteiler (gleiche Kabellängen zu den einzelnen Dosen) zu versorgen oder sollte ich besser einen Verstärker mit 4 Ausgängen nehmen?


[Beitrag von Hellraider am 12. Aug 2007, 15:20 bearbeitet]
xenophilie
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 16. Aug 2007, 20:58
Hallo HellRaider,
entschuldige bitte die Verspätung, musste dringend für vier Tage nach Berlin.

Hellraider schrieb:
Der benötigte Abzweiger muss dann eine Durchgangsdämpfung in etwa der Größenordnung der bereits vorhandenen Dose haben?

Ein handelsüblicher Abzweiger, bsw. der EAC08 von der Fa. Kathrein hat ca. 1,5 dB Durchgangsdämpfung. Diesen kannst Du ohne weiteres verwenden.

Hellraider schrieb:
Ist es sinnvoll an den Abzweiger einen Verstärker mit nur 1 Ausgang zu schalten und alle 4 Räume dann mit einem Verteiler (gleiche Kabellängen zu den einzelnen Dosen) zu versorgen oder sollte ich besser einen Verstärker mit 4 Ausgängen nehmen?

Als Verstärker würde ich Dir einen mit einem Ein- und einem Ausgang, gefolgt von einem 4-fach-Verteiler empfehlen, bsw. VOS20F und EBC04 ebenfalls von der Fa. Kathrein.
Die Kabel müssen aber nicht die gleiche Länge haben.

Gruss Holger
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