DAC-AH von DIYCLUB.biz

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tonatona
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 27. Jan 2005, 21:55
Der PC ist eine Strahlendreckskiste, also suchte ich nach einem Einstiegswandler, der digitale Signale direkt vor meiner Fresse wandelt und dem Kopfhörerverstärker über das kurzmögliche Kabel übergibt.

Nun gibt es einige Anleitungen aus dem Do-It-Yourself-Bereich, die umwerfenden Klang für wenig Geld versprechen. Als ich gesehen habe, dass der Wandler, um den es hier geht, auf denselben Prinzipien basiert, wurden das Zusammentragen von Bauteilen und das Löten unattraktiv.

Der 16-bit-Wandler ist non-overclocking und soll aufgrund der Einfachheit des Aufbaus tollen Klang liefern.

Im Internet gibt es eigentlich nur eine brauchbare Quelle (unabhängigen Erfahrungsbericht) zum DAC-AH, die anderen sind knapp oder auf Chinesisch/Japanisch.
http://www6.head-fi....t=93233&page=1&pp=20

Auf der Seite des Anbieters befindet sich lediglich der folgende Text:
"DAC-AH Dac special DIYCLUB version (Red PCB) using CS8414 as digital input reciver, 8 pcs of TDA1543 in parallel (matched). OPA602 OPAMP, On board with three seperate rectifier and regulators provide power to digital and analog circuit. Optical and Coaxial input selectable (Ready plug in and play)"
http://eshop.diyclub...e0ca88586711a889fa27

Man muss sich mit der Materie ein wenig vertraut gemacht haben, um zu verstehen, was gemeint ist.
Ein TDA1543 kostet etwa 70 Cent, und acht hintereinander sollen guten Klang gewährleisten?

Tun sie in der Tat:
http://diyparadise.com/8x1543dac.html
http://www.dddac.de/ma_dac21.htm

Für Deutsche: http://www.audiomap....m=116&topic_id=16111
Für Japaner: http://www.audioworkshop.com.hk/report/nos_dac/nos_dac.htm
Für Franzosen: http://www.ptsoundla...1543/zerotda1543.htm
Für Polen: http://users.verat.net/~pedjarogic/audio/srpski/tda1543_dak.htm

Also habe ich den Wandler hier bestellt:
http://eshop.diyclub...e0ca88586711a889fa27

Man schreibt die Typen zuerst an, um die Versandkosten zu erfahren. Dann kann man den Preis plus Versandkosten per Paypal oder Bank überweisen.

Der Wandler köstet 135 Dollar. Will man keine zwei Monate warten und wählt die schnelle Luft-Variante, zahlt man 45 Dollar, sage und schreibe ein Drittel vom Preis. Ausschlaggebend für den Kauf war für mich der billige Dollar. Berücksichtigt man den Dollarkurs, zahlt man wieder 135 Euro, als würde ich in Hongkong leben und mal in den Laden laufen.

Der Versand erfolgte innerhalb von zwei Tagen, alle Emails wurden innerhalb eines Tages beantwortet (, wenn man die Zeitdifferenz berücksichtigt). Nach kaum zwei Wochen war der Wandler da. Der Postbote trug einen dicken Brief in der Hand. Ich wollte schon abwinken und enttäuscht den Brief in Empfang nehmen. Das war tatsächlich der Wandler, dessen Maße 15x23x6 cm betragen (BreitexTiefexHöhe). Ich könnte ihn in den PC einbauen, wäre sein Anschaffungszweck nicht gegenteilig.

Ab da habe ich nur gelacht. Die Liste der kleinen Fehler ist lang:

1. Die Verpackung ist fast gefährlich spartanisch.
2. Auf der Rechnung sind als Betrag nur die Versandkosten eingetragen.
3. Eine von vier Schrauben, die das Netzteil festhalten, war locker und kpapperte.
4. Die Toslink-Buchse war nicht verstöpselt, offen und mit Schmutzpartikeln.
5. Der Digital-Eingang ist nicht vergoldet, liegt direkt neben der Strombuchse.
6. Das Netzkabel ist außerirdisch, unbrauchbar in unseren Breiten.
7. Auf dem Deckel ist ein kleines blaues Kreuz. Genauer nachgeschaut: Die Typen bohren die Löcher anscheinend manuell mit einem Bohrer und haben glatt ein Loch übersehen!
8. Bei all den Löchern ist es kein Wunder, dass eines vergessen worden ist. Es gibt unten 16 Schrauben, auf beiden Seiten 8, vorne 4, hinten 1 und oben 8, wenn man das vergessene Loch dazuzählt. Insgesamt 33 Schrauben auf der kleinen Fläche untergebracht.
9. Nicht alle Schrauben haben die gleiche Farbe.
10. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der schwarzen Schrauben ist leicht angerostet.
11. Die schwarze Farbe bröckelt leicht ab, vor allem beim Verschrauben in der Nähe der Löcher.

Positiv: Keine weiteren Überraschungen.

Der Wandler sieht echt gut aus für den Preis, wenn man ihn von vorne ansieht, was der Regelfall ist. Die vier etwas kitschigen goldfarbenen Schrauben und das gefällige blaue Lichtlein sind akzeptabel. Vorne nur der Power-Schalter mittig, hinten der Stromanschluss, zwei vergoldete Ausgangsbuchsen, optischer und koaxialer digitaler Eingang und ein Schalter für den Wechsel zwischen ihnen.
Innen sind keine Verarbeitungsmängel zu bemerken gewesen. Das Netzteil beansprucht über die Hälfte des Volumens. Als ich das gesehen habe, wünschte ich mir Batteriebetrieb bei 60% kleinerem Plastikgehäuse. Absolut etwas zum Mitnehmen oder öfterem Transport.

Leider nenne ich für den Klangvergleich nichts Hochwertigeres als EMU 0404, Vincent KHV 111 und Sennheiser HD 600 mein eigen. Alles im ASIO-Modus mit Foobar 2000 und Winamp 5 mit verschiedenen Musikrichtungen.
Sofort schien mir der DAC-AH detaillierter zu spielen als die EMU 0404. Die Klangfarben bzw. die Instrumente sind leichter zu unterscheiden und im Stereofeld zu lokalisieren. Ich kann mit ihm viel länger Musik hören, ohne dass es nervt. Gesang ist echt zum Genießen. Tiefen, Mitten oder Höhen sind weder aufdringlich noch vernachlässigt.
Ich hörte während des Klangvergleichs in Musikstücken mit dem DAC-AH oft bisher überhörte Details, mit der EMU 0404 nur einmal. Aber wie den Unterschied dingfest machen? Schon ging das Umstecken der Kabel auf den Wecker, da fand ich ein älteres fremdländisches Poplied, in dem die Sängerin in einer Passage sowohl singt als auch spricht als auch flüstert, alles übereinandergelagert und eine Herausforderung für jede Anlage. Das Singen und das Sprechen kann man mit der EMU 0404 noch hören, aber das Flüstern ist zu breiig, um als Solches erkannt zu werden. Da hat der DAC-AH seinen Vorteil gezeigt.
Man kann der EMU 0404 einen gewissen Schwung nicht aberkennen, aber der DAC-AH-Klang macht einen high-endigeren Eindruck. Außerdem hasse ich die Kabelpeitschen der EMU 0404. Sie sehen aus, als würden Spermien vor der Eizelle fliehen. Die gedradierte EMU 0404 darf ab jetzt dem Fernseher den Filmton zuleiten.

Für die Benutzer der Weltkultursprache Englisch:
DAC-AH DYICLUB.biz is motherfucking better than EMU 0404.

Ich kann nicht bestätigen und nicht widerlegen, dass der Wandler Richtung SACD klingt, wie es von DIY-Wandlern in den Links oben behauptet wird. Da weiß ich einfach nicht, wie viel von analoger Wärme vom Vincent KHV 111 stammt.

Ich Depp habe den Vergleich gemacht, ohne die Betriebsstunden des DAC-AH gezählt zu haben. Das waren 6-8 und seitdem hat er etwas zugelegt.

Der Wandler macht Spaß, ich könnte glatt im Betrieb das letzte Loch bohren. Das Kreuz ist ja schon mal da. Die lockere Schraube ist längst festgeschraubt und der Rest ist egal. Mit der Gebühr für Umrechnung in Dollar bei Paypal und der Zollgebühr hat der Wandler knapp unter 150 Euro gekostet, allemal ein Schnäppchen und eine Empfehlung. Wertet alles auf, was einen digitalen Ausgang hat, sei es 10-Euro-Soundkarte oder PS2.

Ist halt Do-It-Yourself, da kann man die Hand anlegen, um ein fertiges Produkt zu haben. Auch wenn man erst einmal die Toslink-Buchse staubsaugen muss.

Übrigens: Wer zwei DAC-AHs in einer Packung bestellt, spart 20 Dollar Versandkosten.

PS: Ich habe Bilder vom DAC-AH, aber wie stellt man sie ein?


[Beitrag von tonatona am 27. Jan 2005, 21:59 bearbeitet]
Hyperlink
Inventar
#2 erstellt: 23. Feb 2005, 00:55
Hi,

*e'tschulligunk* für die späte Reaktion, aber kannste mich mal direkt auf ein entsprechendes Platinenlayout (soweit möglich) oder eine Bestückungsliste mit Anleitung zum "zusamenschwarten" verlinken. Ich hab grad 3 Praktikanten die das Ding mal nachbauen wollen.

Danke für die Mühe.

PS: SMD-Bestückung im Schwall-lötbad mit "perfekter Welle" wäre übrigens auch kein Problem.
tonatona
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 23. Feb 2005, 01:05
Leider habe ich keine weiteren Links außer den obigen. Ich könnte ein echtes Platinenlayout von einer Unfugskizze nicht unterscheiden.
Vielleicht nach TDA1543 googeln, könnte gute Ergebnisse liefern.
Hyperlink
Inventar
#4 erstellt: 23. Feb 2005, 21:35
danke erstmal
mapleshome
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 07. Apr 2005, 17:43
Hi,

wollte diesen Thread mal wieder ans "Tageslicht" holen und fragen, ob bereits weitere Erfahrungen mit diesem oder anderen externen DA Wandlern gemacht worden sind?
Hört sich für mich wie eine wirklich und interessante Alternative zu den ganzen Soundkarten im PC-Audio-Bereich an...

Grüße

P.S. Vielleicht kann einer der Moderatoren diesen Thread auch ins PC & HIFI Forum kopieren bzw. verschieben!


[Beitrag von mapleshome am 07. Apr 2005, 17:45 bearbeitet]
tonatona
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 07. Apr 2005, 18:31
Hallo,
externe Wandler sind gang und gäbe. Bloß gelten 1000 Euro (Benchmark DAC-1) als normal.
Mein Einstieg:
http://www.hifi-foru...=382&back=&sort=&z=1
rogues08
Neuling
#7 erstellt: 09. Jan 2007, 15:13
Hey...super Review.

tonatona schrieb:

Für Japaner: http://www.audioworkshop.com.hk/report/nos_dac/nos_dac.htm


Aber es ist auf Chinesisch


[Beitrag von rogues08 am 09. Jan 2007, 15:19 bearbeitet]
Jo-L
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 01. Mai 2008, 18:12
hallo, tonatona, einige Fragen, die Du vielleicht beantworten kannst,

Frage 1: dieser DAC-AH, ist das überall der gleiche:
● DAC-AH special DIYCLUB version, Red PCB, using CS8414 as digital input reciver, 8 pcs of TDA1543 in parallel, matched, with three seperate rectifier and regulators provide power to digital and analog circuit, optical and coaxial input selectable, ready plug in and play, 115V oder 230V-Version, NOS (141,75 US-Dollar) http://eshop.diyclub..._135&products_id=270
● CD-DAC PCB with full parts using matched Philips TDA1543 Silver Crown chipset x 8 for 96 KHz, Assembled & Tested, Non Over Sampling design, using CS8414 as digital input receiver, 8 pcs of Philips TDA1543 Silver Crown, matched, in Parallel ,output diff. <0.01V, Output low pass filter using BurrBrown OPA602, EL2044 OpAmp in output stage, with three seperate rectifier and regulators on board for providing power to digital and analog circuit, Coxial/Optical Input, Analog Output, 50W R-Core Transformer (R26-99), Case, Alps Japan Power On/Off button, toggle, 110v/220v, (208 US-Dollar, includes shipping to worldwide) http://cgi.ebay.de/9..._trksidZp1638Q2em122
● Lite DAC-AH NOS Modified by Pacific Valve, uses 8 Phillips chips, and does not over sample. Instead, it uses a technique that lines 8 Phillips TDA-1543 chips in a row. Feeding the signal from one chip to the next corrects for any errors and is a substitute for over sampling. This provides you with performance of some of the more modern CD players but at a fraction of the cost. The
DAC AH-M1 takes this architecture one step further by upgrading with the OPA27AM Op Amp for greater detail and clarity. In addition, we install an op amp socket for future upgrades. The non-over sampling architecture is new to the industry and must be heard to be
believed. Sony uses this similar architecture is the SACD XA9000ES player where it uses 6 DACs in a row, $249.00 http://www.pacificvalve.us/LTDACAHM.html
● weitere….?

Frage 2:
„Note: The DAC-AH does not recognize PCM or LCPM 2 channel material from DVD Audio” (http://www.pacificvalve.us/LTDACAHM.html) --- heißt das, dieser DAC-AH übernimmt nicht von jedem PC z.B. das digitale Audio-Signal, bestimmte Quellen liest er gar nicht?

vielen Dank, für’s Lesen, und noch mehr Dank, für’s Antworten
Jo-L
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 07. Mai 2008, 11:29
sagen wir, weil der DAC-AH „CD-DAC“ genannt wird, müsste er Signale mit 44,1 kHz und 16 bit übernehmen?

ich habe ein FSC-Amilo-m3438 mit Azalia 7.1 Realtek High Definition Audio Chip ALC 880 (glaube ich) und S/PDIF 3,5 mm Ausgang,
mit was sendet der Audio hinaus?
Jo-L
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 08. Mai 2008, 12:29
der S/PDIF-Ausgang lässt sich einstellen auf 96 kHz oder 48 kHz oder 44.1 kHz; laut http://www.realtek.c...l=5&Conn=4&ProdID=42 sendet der S/PDIF-OUT des ALC880 mit 16/20/24-bit und unterstützt 44.1K/48K/96kHz sample rate. Ob er von DVD (48kHz) auf 44.1 kHz umwandelt, weiß ich nicht
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