Teufel Theater 4 Hybrid - Erfahrungsbericht

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Kampfhamster
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Mrz 2010, 16:56
Hallo zusammen!

Da ich hier im Forum noch nicht allzu viel über das o.g. 5.2-Set gefunden habe, dachte ich mir, ich berichte ‘mal über MEINE Erfahrungen.

Zuerst zur Historie: In 2001 habe ich mir mein erstes Surround-Set gekauft (Canton Movie 5 XL). Hatte damals kaum Ahnung bzw. wenig Überblick über das Thema „Heimkino“. Ich wollte einfach ein paar kleine, formschöne LS haben, um ab und zu einen Film auf DVD mit zumindest besserem Ton als über den damaligen 82cm- Philips-Röhren-TV (16:9) sehen und hören zu können. Für den Ton sorgte ein Denon AVR-1802, das Bild lieferten in der Folgezeit eine Vielzahl von DVD-Playern, angefangen vom Denon DVD-3000 über mehrere No-Name-Geräte, die allerdings den Vorteil hatten, dass sie auch mit gebrannten Sicherheitskopien bestens zurecht kamen.

Für Stereo-Betrieb (ausschließlich CD) nutze ich seit den 80gern ein Paar Teufel M 200 (aus der ersten Serie, die als Selbstbausatz erhältlich waren), betrieben mit einem Marantz PM-54 II sowie einem Marantz CD-Player.

Relativ schnell wurde mir in der Folgezeit klar, dass diesen kleinen Canton-Lautsprechern und dem dazugehörigen (Mini-)Sub der „richtige“ Sound wohl nicht zu entlocken sein wird! Also baute ich die Anlage um und betrieb fortan die beiden Teufel als Front L und R. Nun war der Film-(Musik-)Klang schon besser (bei den Rear habe ich es bei den beiden Canton belassen), nur der Center hat mir nicht richtig gefallen. Hier habe ich dann einer Gelegenheit folgend einen Canton AV 700 nachgekauft und angeschlossen.
Einige Filme später musste ich feststellen: Ein harmonisches Soundpanorama im Frontbereich wollte sich nicht so richtig einstellen. Der Center klang irgendwie dumpf bzw. hatte einen leichten Hall und war im Stimmbereich nicht wirklich verständlich! Und: die beiden Teufel über den AVR im Stereo-Modus zu betreiben war einfach nur grausam!!!

So ging einige Zeit ins Land. Wann immer sich die Gelegenheit bot, machte ich mehr oder weniger umfangreiche Hörproben mit so ziemlich allen Lautsprechern, die in den einschlägigen größeren Shops angeboten werden. Beim Budget hatte ich mir für ein 5.1-System für ein Wohnzimmer-Heimkino die Grenze bei max. 2.000,- € gesetzt. Dies nur zum Verständnis, denn damit sind bestimmte Marken/Hersteller definitiv NICHT in meine Hörprobe einbezogen worden!

Die Jahren vergingen ... Die DVD-Wiedergabe übernahm inzwischen ein Panasonic DVD-S 100, mit dem ich sehr zufrieden bin. Im März 2009 wurde dann der Philips ins Arbeitszimmer „verbannt“ und durch einen Samsung LE 46 A 659 ersetzt. Für die blauen Scheiben wurde ein Samsung BDP-1500 geordert und ins System integriert. Als AVR arbeitete unverändert der Denon AVR 1802.

Eines Tages bekam ich dann die Gelegenheit, den Center M 300 C vom Theater 2 probeweise in meine Anlage einzubauen, und ich hatte ein erstes richtiges Aha-Erlebnis: So klar können Stimmen klingen! So gut verständlich können Dialoge sein! Unfassbar!!!
Ich war wie angefixt und machte mich sofort auf die Suche nach einem neuen Center, da ich in meiner bescheidenen kleinen Welt dachte, dass mit dem Austausch des Centers zwar nicht alles, aber zumindest vieles besser würde. Als Center habe ich nach langem Suchen den M 420 C vom Theater 4 Hybrid geordert und angeschlossen. Und tatsächlich: Das passte! Die Stimmwiedergabe und –verständlichkeit gefiel mir sogar noch einen Tick besser als beim M 300 C.
Allerdings hatte ich weiterhin den Eindruck, dass Center und Front-LS nicht richtig harmonieren. Und vom Bass war weiterhin nichts zu hören bzw. zu spüren …

Zum Jahresende 2009 kam dann die „Erlösung“ in Form eines 10%-Gutscheins bei Teufel. Nach längeren Diskussionen mit der besseren Hälfte und dem Hinweis, dass dann zwar zwei große Standboxen das Wohnzimmer „verschandeln“ würden (Ich vertrete hier eine abweichende Meinung!), aber wir uns ja nicht noch zusätzlich einen – oder gar zwei(!) – separate Subwoofer in das Wohnzimmer stellen und diese auch noch verkabeln müssten, war das Eis gebrochen. Glücklicherweise bot Teufel das Theater 4 Hybrid zum Jahresende zum Schnäppchenpreis an, und davon konnte ich ja dann noch mal 10 % abziehen. Hurra!

Warum Theater 4 Hybrid und nicht 3 oder 5 oder ein anderes Teufel-System: Nun, ich finde die Lösung mit den beiden Sub in den Front-Lautsprechern ausgesprochen genial. Das Theater 3 mit nur einem Mitteltöner bei den Front-LS erschien mir etwas zu unterdimensioniert, und das Theater 5 Hybrid wiederum ist für unsere räumlichen Verhältnisse (s.u.) schlichtweg überdimensioniert. Also blieb der goldene Mittelweg in Form des Theater 4 Hybrid.

Als die ersehnte Ergänzungslieferung in Form der beiden Front-LS (M 420 F) und der beiden Rear-Speaker (M 420 R) endlich eintraf, wurde alles schnell ausgepackt und angeschlossen. Der optische Eindruck der Lautsprecher ist in Ordnung. Bei meinen beiden Front-LS war jeweils die Verklebung der Folie an einer der oberen, hinteren Ecken nicht 100%-ig, aber darüber sehe ich dann bei dem Preis gerne hinweg, zumal man nach derartigen „Fehlern“ schon fast mit der Lupe suchen muss. Ansonsten ist alles schick, die Chassis sind sauber eingepasst und die Gitter sitzen passgenau.
Das Einmessen der Lautsprecher ist beim AVR-1802 schnell von Hand erledigt: Abstand zur Hörposition in 10cm-Schritten eingeben und die Pegel aller Lautsprecher per Test-DVD angleichen, wobei ich die Rear um jeweils +2 dB angehoben habe. Mehr geht mit dem betagten AVR halt nicht …

Nachdem dies erledigt war, begann der spannende Moment des Testens und Probehörens.
Zuerst nahm ich einige Filmszenen, die mir hinlänglich bekannt waren und hörte sie mit den „neuen“ Lautsprechern: z.B. die Anfangssequenz von IRON MAN (Blu-Ray). Mangels Unterstützung der neuen Tonformate kann ich zwar mit meinem „alten“ AVR nur den Dolby- bzw. dts-Core dekodieren, aber was nicht ist, kann ja noch kommen ...
Zurück zur Anfangssequenz von IRON MAN: Ich bin (bei -24 dB) fast von der Couch gefallen, als die Bombe neben dem Militärfahrzeug explodiert. Wow, war das ein Rumms! Der Sub ist übrigens mit 0 dB eingepegelt und den rückwärtigen Bass-Level-Schalter der Sub stelle ich im Filmbetrieb meistens auf -3 dB, weil es mir sonst fast zu viel des Guten ist.

Nach anderen Filmproben, die mich ebenfalls restlos überzeugt haben, über die ich hier allerdings aus Platzgründen nicht schreiben möchte, habe ich meine beiden Lieblings-Musik-DVDs eingelegt: U2 mit „Go Home – Live vom Slane Castle Ireland“ und „Rattle and Hum“. Gerade bei der „Rattle and Hum“ – ab Lied 13 (Where the streets have no name) – bekam ich richtige Gänsehaut und hatte definitiv das Gefühl, mitten bei einem Konzert zu sein!

Letzter Test: TV-Ton, digital vom DVB-T-Receiver an den AVR zugespielt und überwiegend mit Dolby ProLogic II aufbereitet und wiedergegeben. Ergebnis: Einwandfrei! Hervorragende Sprachverständlichkeit insbesondere bei Nachrichten und sehr sprachlastigen Beiträgen. Filmwiedergabe sowieso einwandfrei. Das Bild ist natürlich per DVB-T an einem 46“LCD nicht wirklich gut, aber die Umrüstung auf SAT steht unmittelbar bevor (:-D) .

Zusammenfassend kann ich folgendes sagen: Ich habe jetzt eine absolut harmonische Klangkulisse der Frontlautsprecher einschließlich Center, eine hervorragende Sprachverständlichkeit und richtig Rumms an den Stellen, an denen es auch krachen sollte. Und die beiden Rear tragen ihren Teil zu einem gelungenen Hörgenuss bei (zumindest in den Fällen, in denen der Tonmeister bei der Abmischung an sie gedacht hat!)
Angesichts des Preises der Lautsprecher bin ich mit ihnen sehr zufrieden und kann sie uneingeschränkt empfehlen.

Negativ aufgefallen sind mir allerdings auch zwei Dinge, die ich kurz erwähnen möchte:
1.)Nach den ersten Musik-Proben (s.o.) hatte ich das Gefühl, dass der Bass irgendwie schwammig war und dröhnte. Also habe ich mir 8 Stück der Teufel High-End-Resonanzdämpfer bestellt und die Front-LS darauf gestellt. Und tatsächlich: danach dröhnte und schwamm nichts mehr, der Bass klingt jetzt präziser und insgesamt einfach besser als vorher. Aber: die Dinger stehen jetzt noch wackliger als vorher!
2.)Anfänglich hatte ich die Subwoofer-Endstufen auf „AUTO“ eingestellt. Dann allerdings haben sich die Endstufen während leiserer Passagen im Film des Öfteren abgeschaltet. Soweit, so gut. Nicht gut ist jedoch, dass die Lautsprecher dies regelmäßig mit einem hörbaren, mehrfachen „Klacken“ kommentieren, und das nervt (mich) gewaltig! Der Teufel-Support empfahl mir, eine höhere Ausgangsleistung für die Sub am AVR einzustellen. Da mir die Sub jedoch schon bei 0 dB mitunter zu aufdringlich sind, war dies keine Lösung, die mich überzeugte.
Ich habe jetzt folgende Lösung gefunden: Beide Sub sind ständig auf „ON“ geschaltet und an eine Mehrfach-Steckdose angeschlossen, die wiederum über eine Funk-gesteuerte Steckdose betrieben wird. Wenn ich jetzt einen Film sehen oder Musik hören will, schalte ich einfach die Funk-Steckdose an, und die Endstufen sind durchgängig während des Betriebes angeschaltet. Und wenn es ins Bettchen geht, wird alles wieder mit einem Klick ausgeschaltet.

Anbei noch ein paar Bilder der Lautsprecher und der Heimkinoanlage insgesamt. Diese ist in das klassische 35 qm-Einfamilienhaus-Kombi-Ess-/Wohnzimmer integriert.
http://s10b.directupload.net/file/d/2102/cpbhbjx4_jpg.htm
http://s8b.directupload.net/file/d/2102/ogcmmxwe_jpg.htm

Den L-Winkel für den Center hat mir ein freundlicher Nachbar angefertigt. Die beiden Rear-Speaker sind mit den Original Teufel-Wandhaltern befestigt.

Für den LCD habe ich aus Paneelen mit Null-Fuge (OBI) eine entsprechende Verkleidung auf 5x5 cm Kanthölzern gebaut. Diese wird seitlich und oben dezent von einem Lichtschlauch beleuchtet, wobei der Lichtschlauch ebenfalls über eine Funk-Steckdose geschaltet wird.
http://s10.directupload.net/file/d/2102/ybrtrb4v_jpg.htm

Der LCD hängt an einem EFW 6345 von Vogels. Die Befestigung der Wandhalterung gestaltete sich angesichts des Abstandes von 5 cm zur Wand als etwas kompliziert. Nach reichlichem Überlegen habe ich drei Reste der Kanthölzer (50 x 5 x 5) verleimt und damit quasi eine „Unterkonstruktion“ für die Wandhalterung gebaut. Dann Löcher gebohrt, Gewindestangen eingepasst und mit Muttern vorne und hinten gesichert. Dann diese Konstruktion mit Injektionsmörtel quasi „in die Wand geklebt“. Auf dieser Unterkonstruktion wird dann das Paneel befestigt, und dann kann die eigentliche Wandhalterung montiert werden. Passt und hält!
http://s10.directupload.net/file/d/2102/u4gm75ne_jpg.htm

Wen es interessiert: Der Technik-Schrank ist von JAHNKE (PR 3165). Nachdem die fehlenden Teile per Post übersandt wurden, konnte ich ihn auch fertig aufbauen. Und wenn die Techniker bei Jahnke jetzt noch meine Verbesserungsvorschläge, was die Konstruktion des Teils angeht, berücksichtigen …


Ich hoffe, mit dieser Darstellung dem einen oder anderen, der sich für das Teufel Theater 4 Hybrid-Set interessiert, einige (brauchbare) Informationen zu diesem Lautsprechersystem gegeben zu haben. Wofür oder wogegen man sich entscheidet, muss letztlich jeder mit sich selbst, seinem Budget, seiner besseren Hälfte (!), den räumlichen Verhältnissen, der bevorzugten Nutzung usw. ausmachen.
Bei weitergehendem Interesse PM.

Macht’s gut Nachbarn,
viele Grüße der KAMPFHAMSTER
jopi1
Inventar
#2 erstellt: 18. Mrz 2010, 17:06
Vielen Dank für diesen ausführlichen und interessanten bericht.
buddysk
Stammgast
#3 erstellt: 18. Mrz 2010, 17:17
Schöner ausführlicher Bericht!

Hast du mal versucht die Front-Ls zu tauschen und somit die Subs nach außen gerichtet laufen zu lassen?
Kampfhamster
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Mrz 2010, 18:05
Danke für die Rückmeldungen in der kurzen Zeit!

@buddysk:
Nein, habe ich nicht. Ich denke, dass der linke Sub dann in den quasi offenen Bereich des WoZi "pusten" und ich damit nichts gewinnen würde. Aus diesem Grund sind beide Sub jeweils nach innen ausgerichtet.
Gruß
Kampfhamster
buddysk
Stammgast
#5 erstellt: 18. Mrz 2010, 18:31

Kampfhamster schrieb:
@buddysk:
Nein, habe ich nicht. Ich denke, dass der linke Sub dann in den quasi offenen Bereich des WoZi "pusten" und ich damit nichts gewinnen würde. Aus diesem Grund sind beide Sub jeweils nach innen ausgerichtet.

Das könnte sich aber genauso positiv auf den Bass auswirken, wenn der Sub nicht so nah am Lowboard ist. Ich würde es einfach mal ausprobieren - ist kein großer Aufwand und danach hat man wenigstens die Gewissheit, dass man die bessere Variante gewählt hat.
GothicHeart
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 21. Mrz 2010, 23:10
Hallo,

ich bin auch Besitzer eines Hybrid 4, und halte es ebenfalls für ein gutes Kompromisssystem.

Es gibt sowohl für Heimkino als auch (gerade) für Musik natürlich besseres (den Testsieg bei Stiftung Warentest kann ich nicht unbedingt nachvollziehen), aber ich bin trotzdem insgesamt ganz zufrieden mit der Leistung des Systems.

Ich würde Dir raten (wenn noch nicht geschehen), das System mal testweise halbaktiv zu betreiben. In meinem Hörraum (ebenfalls gut 35qm) stellte sich der Bass dann bei weitem nicht mehr so in den Vordergrund, alles fügte sich relativ harmonisch ineinander (vorher musste ich bei Filmen die Subs immer auf -10 runterregeln, und bei besonders basslastigen Filmen zusätzlich noch am LFE-Level manuell reduzieren!!). Bei Musik klingen die Boxen gleich um einiges besser, und für Filme stehen (insofern benötigt) immer noch ausreichend Reserven zur Verfügung.

Für teilaktiven Betrieb (ist in der Anleitung leider nicht so gut beschrieben) darfst Du die Subwoofer-Cynch-Eingänge NICHT belegen (wichtig!!), musst den Schalter auf Stereo Amp klicken, den Sub im Receiver solltest Du auf OFF und die Lautsprecher als LARGE einstellen; die Boxen müssen weiterhin am Stromnetz angeschlossen sein.

"Richtige" Passivboxen klingen zwar immer noch (subjektiv) besser und verbrauchen (zumindest aktiv) keinen Strom, aber ich empfinde den Klang nach der Umstellung deutlich stimmiger, präziser und subjektiv gar etwas tiefer.

Ansonsten freut es mich natürlich, dass Du zufrieden mit dem System bist.


Gruß,
GH
hoelschermicha
Stammgast
#7 erstellt: 19. Jul 2010, 11:26
Aber dann hört es sich schon auch eher so an, als wenn kein Subwoofer und somit kein druckvoller Bass - wie z.B. bei Filmen eigentlich gewollt - vorhanden ist...
Und jedes mal Umstecken, wenn ich von Film auf Musik stelle... das ist doch auch etwas zu umständlich!!! Oder??
GothicHeart
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Jul 2010, 21:27
Falls das vielleicht falsch rübergekommen sein sollte:

Du lässt beide Subs weiterhin aktiv am Stromnetz mit eingeschaltetem internen Verstärker. Indem Du die Cinch-Stecker rausziehst, sagst Du der Weiche nur, dass es die Tieftonsignale aus den beiden Hauptsignalkabeln abzweigen soll statt über die separate Substeuerung des Receivers via Y-Kabel.

Das Ergebnis hängt sicher auch stark vom AV und dessen Einstellmöglichkeiten ab.Der Unterschied im Bassbereich zwischen Musik und Film war bei meinem Denon generell zu hoch, so dass ich nie eine vernünftige Zwischenlösung gefunden hätte, die drei Filme/CDs lang durchgehalten hätte.

Beispiel: Wenn Du eine CD reinlegst, die Du gut kennst, den Bass am AV-Receiver so einpendelst, dass es für Dich richtig klingt, bei der nächsten CD dann aber viel zu wenig Bass daher kommt, und bei der übernächsten CD das halbe Wohnzimmer einstürzt oder nur ein dumpfes Dröhnen rauskommt, erfordert eher dieses unberechenbare Verhalten ständiges Nachregulieren.

Jetzt ist es so, dass Musik mit ausgewogenem Bass angenehm spielt und die Lautstärke des Basses stets vorhanden, aber nicht aufdringlich klingt. Und ja, der Bass kann auch bei entsprechender Musik ein Glas zum "Tanzen" bringen.

Bei Filmen kann das System (bei gleicher Einstellung ohne Umstecken) je nach Material genauso loshämmern wie vorher, nur präziser und nicht ganz so dröhnanfällig.

Man kann auch in dieser Einstellung mit dem Kippschalter StereoAmp/AVReceiver herumspielen. Bei ersterem gibt es eine Anhöhung im oberen Bass, bei letzterem ein eher ausgewogeneres Klangbild (soweit die Konstruktion des Systems das nunmal zulässt).

Bei Filmen wie Avatar, Krieg der Welten, Matrix Revolution oder Saw schwankt der Bass zwischen dezent (Filmmusik) und lautstark (eben immer da, wo es sein soll). Dabei gehen aber im Gegensatz zu vorher die Mitten nicht völlig unter. Bei entsprechenden Szenen bebt z.B. schon bei Zimmerlautstärke das ganze Wohnzimmer(35qm).

Natürlich bedeutet es nicht, dass es bei Dir auch besser klingen muss, vielleicht hat Dein AV bessere Einstellungsmöglichkeiten. Das System ist bei mir ingesamt in beiden Einstellungen sehr bassstark, es war nur vorher nicht immer leicht zu kontrollieren, da die beiden seitlichen Subs es recht aufstellungskritisch machen.

Obige Einstellungen sind für meine Ohren und Gegebenheiten ideal, wenn auch nicht perfekt (zum ernsthaften Musikhören habe ich höherpreisige Kopfhörer oder InEars / mehr Heimkino brauche ich zumindest im Moment dank Kind nicht).

Für seinen Preis macht es seine Sache insgesamt gut, dass es nicht mit einem System 9, Theater 10 oder im Stereobereich mit einer NuVero 14, KEF oder Swans mithalten kann, dürfte auf der Hand liegen.

Den Stereo-Testsieg der Stiftung Warentest kann ich nachwievor nicht nachvollziehen, da würde ich in der Preisklasse immer noch eine Canton GLE 490 vorziehen... auch der Test auf AreaDVD ist SEHR wohlwollend...

Das System ist einfach keine eierlegende Wollmilchsau!
Es ist ein Kompromiss zwischen Film- und Musikklang und schlankem Erscheinungsbild.

Apropos: Schon mal ein T10 gehört? Da klingt der Sub (trotz gewaltiger Größe) sehr dezent bei Musik. Man merkt ihn eigentlich erst so richtig, wenn er ausgeschaltet ist. Und bei Filmen ist er nicht unbedingt laut, sondern einfach druckvoll, dass Du ihn im Magen zu spüren glaubst. Es kommt eben nicht nur auf Lautstärke an. Mensch, ich hätte letzten Sommer zuschlagen sollen, als Teufel das System für lockere 3,500 EUR verscherbelt hatte... leider passt es einfach optisch nicht in unser Wohnzimmer (zumindest laut meiner Frau...*seufz*).


[Beitrag von GothicHeart am 19. Jul 2010, 21:36 bearbeitet]
onkelone
Stammgast
#9 erstellt: 25. Jul 2010, 22:19
Hallo,

ich bin ja am überlegen ob ich mir auch eine 5.1 oder 5.2 Lautsprecher von teufel hole, nun ist meine frage was kann ich an einen Yamaha RX-V663 anschliesen??

Ich hatte in aussicht: Theater 200 für 899€
Theater 4 Hybrid 1099€
Theater 3 Hybrid 899€

Mein Wohnzimmer hat ja ca.15m2

Bei Teufel stehen ja auch immer die AV-Receiver Empfehlungen, aber dort werden bessere oder teurere AV-Receiver empfohlen.

Heist es nicht eigentlich so, das man 1/3 für den AV-Receiver ausgeben soll und 2/3 für die lautsprecher??


Wäre super wenn ihr mir weiter helfen könntet.


MfG Onkel
Kampfhamster
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 30. Jan 2011, 18:36
So, ich jetzt noch mal ...
Habe heute aus anderem Grund die beiden Front ausbauen müssen und bei dieser Gelegenheit den Hinweis von buddysk aufgegriffen und beide LS getauscht. Transformers 1 in den BR-Player, AVR an und siehe: ist - rein subjektiv natürlich - bei unveränderter Einstellung noch besser als vorher!
Hätte ich nicht gedacht; und bleibt jetzt so.
Danke für den Hinweis, macht's gut Nachbarn, Lothar
hoelschermicha
Stammgast
#11 erstellt: 22. Feb 2011, 15:55
...und wenn man sich dann noch zusätzlich einen Subwoofer anschafft? Ist das Klangbild dann wohl auch wesentlich ausgewogener???

MFG,
Micha

PS: Ich kriegs einfach nicht in den Kopf rein, dass es insgesamt "angenehmer" oder "besser" sein soll, wenn man den Sub-out des Receivers gar nicht benutzt!!! Gerade der LFE-Level läuft doch auch nur über diesen Ausgang, oder?
FendiMan
Stammgast
#12 erstellt: 12. Mrz 2011, 11:41
Das verstehe ich auch nicht.
Es kann nicht besser sein, die interne Weiche der Boxen zu verwenden, die fix eingestellt ist und wo sich die Lautstärke nur sehr begrenzt anpassen lässt.
Über den AV-Receiver geht das doch viel genauer, und lässt sich auch während der Wiedergabe problemlos anpassen.
Tom_Hagen
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 13. Apr 2011, 18:31
hi,

schöner, detailierter bericht vom themenersteller. kleine, aber feine kinoecke, die du da hast.

da der thread ja theater 4-erfahrungsbericht heißt, will ich auch mal meinen senf dazu abgeben... mein bester freund besitzt dieses und betreibt es an einem denon 1910.
im kinobetrieb oder beim konsolenspiel macht es wirklich spaß. jüngst haben wir "scott pilgrim gegen den rest der welt" geschaut, ein sehr, sehr effektreicher film... ich dachte, ich werd gleich aus dem sechsten stock dieser neubauwohnung geballert... was einem da an basssalven entgegengestürmt kam, war sagenhaft. dass sich in diesen anderthalb jahren bis jetzt nur einmal der nachbar zu wort gemeldet hat, ist ein segen für die wg

im stereobetrieb bin ich allerdings sehr enttäuscht, denn hier merkt man, dass dieses set mit leisen pegeln nicht viel anfangen kann... der bass bleibt aus. um ein relativ ausgewogenes klangbild zu erhalten, muss man wieder ganz schön am lautstärkeregeler drehen.
ich könnte mir vorstellen, dass dies ein bauartbedingtes problem ist... nimmt man das verdeck des woofers ab und versucht diesen per hand zum bewegen zu bringen, muss man feststellen, dass er ein bewegungsmuffel ist. offensichtlich ist, dass zum einen das sickenmaterial ziemlich fest ist, was vielleicht noch im innern das masse-feder-system behindert, habe ich mir nicht angeschaut... wäre für mich als laie wahrscheinlich auch nicht ersichtlich
der woofer mutet eher wie ein pa-lautsprecher an, der nach pegeln verlangt... der maximalpegel von 103 db unterstreicht dies nochmal


[Beitrag von Tom_Hagen am 13. Apr 2011, 20:16 bearbeitet]
bbstevieb
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 18. Mai 2011, 14:38
(habe im anderen Thread bisher keine Antwort bekommen)

Hi,

Ich habe eine Frage bezüglich der beiden aktiven Subwoofer in den Säulen beim Hybrid 4.
Laut Teufel werden die ja mit Hilfe eines Y Kabels mit dem PreOut am Receiver angeschlossen.

Macht es einen Unterschied bzw. wäre es besser einen Receiver mit zwei PreOut Ausgängen zu verwenden?

Danke euch.
Kampfhamster
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 20. Mai 2011, 11:46
Hi,
zwei Pre-Out Ausgänge haben nur dann einen Sinn, wenn diese auch EINZELN vom LS-Management des AVR angesteuert werden können.
Wenn die zwei Pre-Out des AVR jedoch lediglich über eine AVR-interne Y-Verkabelung realisiert werden, kannst Du auch gleich an einem Pre-Out-Ausgang ein Y-Kabel nehmen. Der Unterschied besteht ja dann lediglich darin, dass das Signal einmal bereits im AVR oder einmal außerhalb des AVR aufgesplittet wird.
Gruß Lothar
bbstevieb
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 20. Mai 2011, 14:55
Hallo Lothar,

Vielen Dank für deine Antwort. Klar, wenn es eine "interne Y Verkabelung" ist macht es keinen Unterschied. Betreibst Du das Hybrid 4 über einen "echten" 5.2 bzw. 7.2 AVR Receiver? Oder nimmst Du auch das Kabel? Muss ich mit irgendwelchen (hörbaren) Einbussen bzw. Verlusten rechnen wenn ich ddas Y Kabel verwende?

Ich habe jetzt eion Auge auf den neuen Pioneer VSX-921 AVR geworfen und denke der könnte es werden.

Gruß,
Stevie
Kampfhamster
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 20. Mai 2011, 20:09
Hei Stevie,
ich betreibe das LS-Set seit April d.J. an einem Yamaha RX-V 767 und nutze alle 7 Endstufen, da ich zwei zusätzliche Presence-LS u.a. für die Dialog-Lift-Funktion und den Cinema DSP 3D-Modus (beides super!!!) verwende. Der 767 hat zwar 2 Sub-Out, aber interne Y-Verkabelung! Daher verwende ich weiterin mein Y-Kabel vom Vorgänger-AVR und sehe keine Notwendigkeit, mir zwei neue Subwoofer-Kabel zu besorgen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie es durch ein Y-Kabel zu (hörbaren) Einbußen kommen soll. Die Theater 4 Hybrid bieten übrigens die Mögichkeit, die Leistung des Sub an jedem einzelnen bei Bedarf per Schalter von "0-Stellung" auf "+ 3dB" oder "-3 dB" zu erhöhen oder zu reduzieren.
Gruß Lothar
bbstevieb
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 23. Mai 2011, 17:53
HI Lothar,

Vielen Dank abermals für deine Antwort. Meine letzten Zweifel sind damit wohl beseitigt.

Gruß,
Stevie
laurooon
Inventar
#19 erstellt: 13. Jul 2011, 12:31
Ich muss hier aber auch nochmal nachfragen! Die Standboxen haben also keinen analogen Drehschalter für den Bass. Das heißt der Subwoofer muss komplett vom Receiver gesteuert werden.

Ich kann am Subwoofer nur -3, 0, +3. Und am Receiver kann ich den Bass manuell regeln. Ich hoffe, mir wird dieses Set nicht zu bassgewaltig sein. Ehrlich gesagt mag ich klar differenzierte Stimmwiedergaben. Bekommt der Center das hin?
allstar81
Stammgast
#20 erstellt: 20. Jul 2011, 12:05
Ja bekommt er hin
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