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Furnieren leicht gemacht

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joltec
Stammgast
#1 erstellt: 19. Jun 2007, 00:53
Hallo,
wollte euch mal, am Beispiel der ct230, meine Furniermethode vorstellen, die zwar nicht grundsätzlich neu ist, in der Anwendung aber vielleicht schon.
Habe bis dato zweimal nach der Bügelmethode furniert und war eigentlich nie zufrieden - klebte nicht wirklich; Blasenbildung; Furnier ist, nachdem der Leim aufgetragen wurde und es sich zusammen gerollt hat, eingerissen etc.
Man brauche ein scharfes Teppichmesser, Pattex Compact aus der Dose, einen Pinsel, einen Roller zum Andrücken, ein Stahllineal und einen ebenen Klotz.

Habe den Klebstoff mit dem Pinsel aufgetragen (den dem Kleber beiligenden Spachtel braucht man nicht). Der Pinsel sollte ca. 40-50mm breit sein. Um ein versehendliches Benetzen der angrenzenden Flächen zu vermeinen, den Pinsel immer vom Werkstück zur Kante ziehen. Box und Furnier einstreichen und ca. 10 Min trocknen lassen.

nun wird ein Stück Pappe oder ähnliches, das man vorher in der Größe des Furnierstückes zugeschnitten hat, auf die Box gelegt und ausgerichtet.An einer Stirnseite darf die Pappe nicht überlappen.

Das Furnier auf die Pappe legen.

Das Furnier wird jetzt an der freigelassenen Stirnseite angedrückt, wodurch es in Längsrichtung fixiert ist und nicht seitlich ausbrechen kann.
Danach einen Holzklotz oder ähnliches auf der fixierten Seite auflegen, die Pappe in Längsrichtung wegziehen und den Klotz unter leichtem Druck nachführen. Das Wegziehen der Pappe und das Nachführen des Klotzes sollte synchron erfolgen. Da die ct230 nicht besonders lang ist, bekommt man das gut alleine hin. Bei einer ausgewachsenen Standbox, sollten das zwei Personen machen.

Eventuelle Blasen einfach glattrollen.

Nun wird die gesamte Fläche unter hohem Druck gerollt. Die Güte der Verbindung kommt erst durch Druck zustande (man braucht sich nicht auf den Roller rauflegen, aber etwas sollte man die Unterarmmuskulatur schon spüren). Habe erst die Ecken mit dem Daumen angepresst, die Kanten und dann die Fläche gerollt.
Das Maß "x" ist nur ein gewisser Sicherheitsabstand (wenn man darüber rollt, knickt das Furnier ab - was aber nicht wirklich bedenklich ist).

Um das überstehende Furnier zu entfernen, gibt es viele Methoden.
Ich lege ein Stahllineal an und schneide es per Teppichmesser ab.

die Kanten nochmal mit dem Roller andrücken und den Rest erledigt ein Schleifklotz (120er).

Die Kante. Es franst wirklich nirgendwo aus.

Das fertige Produkt.


Summasumarum war ich sehr überrascht, wie leicht das funktioniert. Die Verbindung ist überall bombenfest, kein Leimdurchschlag, keine 97 Schraubzwingen notwendig, kein Zusammenrollen durch das Pattex, und Blasen, die erst zum Vorschein kommen, wenn die Oberfläche behandelt wird, gib`s auch nicht.
Gruß Jörg


[Beitrag von joltec am 19. Jun 2007, 17:18 bearbeitet]
spartafux
Stammgast
#2 erstellt: 19. Jun 2007, 01:07
...das ist auch meine Lieblingsfurniermethode...


...das Andrücken übernimmt bei mir ein Furnierhammer...

...meine älteste so furnierte Box ist huet etwa 4 Jahre alt und steht ständig an der heizung, keine Ermüdung des Klebers bisher...

...hattest du auch gut geschlafen nach dem Furnieren? Ich ja, hatte wohl zu wenig gelüftet...
joltec
Stammgast
#3 erstellt: 19. Jun 2007, 09:23

...hattest du auch gut geschlafen nach dem Furnieren? Ich ja, hatte wohl zu wenig gelüftet...

Habe gut geschlafen
typisch
Stammgast
#4 erstellt: 19. Jun 2007, 11:16
Hallo,
scheint ja wirklich gut zu klappen.
Einige Details habe ich allerdings nicht verstanden
Deshalb frage ich einfach mal nach.



Das Furnier auf die Pappe legen.


Mit der "klebrigen" Seite auf die Pappe? Verklebt das nicht oder ist das pattex dann schon trocken?




Danach einen Holzklotz oder ähnliches auf der fixierten Seite auflegen, die Pappe in Längsrichtung wegziehen und den Klotz unter leichtem Druck nachführen. Das Wegziehen der Pappe und das Nachführen des Klotzes sollte synchron erfolgen. .
Gruß Jörg


Was heisst "Nachführen des Klotzes? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Welchen Zweck hat die Pappgeschichte Wenn man doch drumherum schneiden und feilen muss? kann man das Furnier nicht größer schneiden und dann per Rolle andrücken?

Sorry für die Fragen aber momentan habe ich wohl eine Denkblockade.


Gruß von einem Bügelfurnierer

Gino
spartafux
Stammgast
#5 erstellt: 19. Jun 2007, 11:28
...bin zwar nicht der threadersteller aber furniere schon länger so...

...der kontaktkleber muss haut gebildet haben damit er seine volle klebewirkung zeigt, man lässt ihn so zwischen 7 und 15 min offen stehen bis die oberfläche sich kaum noch klebrig anfühlt...

...ich habe di pappmethode noch nicht gemacht...wobei sie einmal mir viel geld erspart hätte...natürlich ist das furnier in allen richtungen grösser als das werkstück, aber wenn das furnier (welches auch eingestrichen wurde) nur einmal kurz leichten kontakt mit der anderen klebeseite hatte geht es nimmer ab...auch wenn man vorsichtig ist kommt es schon mal vor das bei auflegen des blattes etwas minimal schief ist oder man es gerne noch verschieben will und das scheint mit der pappmethode ganz gut möglich...

...@ jörg... werde ich bei meiner nächsten auch ausprobieren...
typisch
Stammgast
#6 erstellt: 19. Jun 2007, 11:37
Jetzt hab sogar ich das mit dem Nachführen verstanden

Du führst den Klotz nach, um das Furnier anzudrücken.
Steht da ja auch. Sorry, hatte eine etwas lange Leitung und habe viel zu kompliziert gedacht.

Manchmal ist man wie vernagelt

Gruß.


[Beitrag von typisch am 19. Jun 2007, 11:39 bearbeitet]
trip-pcs
Inventar
#7 erstellt: 19. Jun 2007, 11:50
Interessant! Danke für Deinen Beitrag! Kannst Du noch was zur weiteren Oberflächenbehandlung schreiben?

Ciao Phil
joltec
Stammgast
#8 erstellt: 19. Jun 2007, 13:11
da möglicherweise nicht alles verstanden wurde (sorry, geht auf meine Kappe ), hier noch ein Paar Grundlagen.
Pattex Compact: Klebt nur, wenn beide Teile (Box und Furnier) mit Kleber bestrichen sind. Warten bis es sich trocken anfühlt (ca.10 Min) und dann unter Druck, in meinem Fall ist es die Andrückrolle, zusammenpressen. Der Nachteil an Pattex ist, dass, wenn es einmal klebt, man es nicht wieder lösen kann - also, genau ausrichten und dann wie beschrieben verkleben.
Die Pappe: Wie schon beschrieben, klebt Pattex nur, wenn beide Teile benetzt werden. Aus diesem Grund klebt die Pappe auch nicht auf der Box bzw. das Furnier nicht auf der Pappe. Sie dient lediglich dazu, dass man das Furnier auf der Box ausrichten kann. Anstatt Pappe, kann man aber auch z.Bsp. Essensunterlagen nehmen - ist sogar besser, da rutschiger (weniger Haftreibung), womit es sich besser wegziehen läßt.
Nachführen des Klotzes: Dient dazu, das Furnier nahezu faltenfrei auf die Box aufzutragen. Der Klotz wird mit der gleichen Geschwindigkeit über das Furnier gezogen, wie die Pappe unter dem Furnier weggezogen wird.
Sollten, nachdem das Furnier aufgetragen wurde, Falten zu sehen sein, dann können diese völlig unproblematisch glattgerollt werden.

Es ist wirlich ganz easy

@trip-pcs

Kannst Du noch was zur weiteren Oberflächenbehandlung schreiben?

Werde mit Clou-Holzlack lackieren. Wenn es soweit ist, schreibe ich etwas dazu.


[Beitrag von joltec am 19. Jun 2007, 17:23 bearbeitet]
knX
Inventar
#9 erstellt: 19. Jun 2007, 14:07
Funieren for Dummies.
Sehr schöne bebilderte Anleitung. Werde bei meinem nächsten Versuch es mal auf diese Weise probieren.

Danke und nen Gruß
trip-pcs
Inventar
#10 erstellt: 19. Jun 2007, 14:09

Werde mit Clou-Holzlack lackieren. Wenn es soweit ist, schreibe ich etwas dazu.


Wäre klasse, wollte das Zeug auch mal verwenden. Vor allem wäre interessant, ob das Holz dadurch dunkler wird ("nass wirkt"), wie es z.B. bei Leinöl der Fall ist.

Ciao Phil
joltec
Stammgast
#11 erstellt: 19. Jun 2007, 17:11

Wäre klasse, wollte das Zeug auch mal verwenden. Vor allem wäre interessant, ob das Holz dadurch dunkler wird ("nass wirkt"), wie es z.B. bei Leinöl der Fall ist.

Holz wird, egal mit wem oder was du es behandelst, immer dunkler. Bei dem besagten Holzlack hält es sich aber in Grenzen. Zudem ist er super zu verarbeiten. Habe im Vorfeld zwei Probestücken gemacht - eins mit Clou-Holzlack und das andere mit Clou-Hartwachsöl. Beim Hartwachsöl wird das Holz wesendlich dunkler - hat mir nicht gefallen.


Ich werde übrigens weder von Clou noch von Pattex gesponsort!!
Nachtwaechter
Stammgast
#12 erstellt: 19. Jun 2007, 17:21
Schöne Anleitung, und vor allem ein schönes Ergebnis.
Ab damit in die FAQ - Sammlung
trip-pcs
Inventar
#13 erstellt: 19. Jun 2007, 17:23

Beim Hartwachsöl wird das Holz wesendlich dunkler - hat mir nicht gefallen.


Genau das meinte ich...

Ist der Holzlack seidematt oder glänzend? Wie siehts mit Staub etc. im Lack aus? Kann man in der Hobbywerkstatt kaum ganz vermeiden...Sieht mans, kann man Körnchen mit dem Fingernagel rausbrechen?
EXODOS
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 19. Jun 2007, 17:40
Also staub solltest du beim Ölen kaum haben, wenn du das ÖL/Wachs erst mit einem Pinsel aufträgst und dann den Rest mit einem Lappen abwischt..

so mach ich das und kann keinen Staub erkennen, ist ja auch logisch weil man nun ja keine äußere Schicht hat, man hat durch diese Methode nur soviel aufgetragen das es in die Poren einzieht.. und keine Schicht bildet wo sich Staub festsetzt...
trip-pcs
Inventar
#15 erstellt: 19. Jun 2007, 17:47
Geht aber um HolzLACK...
joltec
Stammgast
#16 erstellt: 19. Jun 2007, 17:50
@trip-pcs
Seidenglänzend. 4x lackiert und jeweils mit 320er zwischengeschliffen. Die letzte Schicht naß mit 800er und anschließend mit feinster Stahlwolle poliert. Mit dem Naßschliff beseitigst du die Körnchen, mit der Stahlwolle wird die Fläche optisch eingeebnet. Danach noch A1-Speedwachs (ist eigentlich für Autos) aufgetragen. Summasumarum ergibt das eine sehr glatte, ebene und seidenglänzende bis glänzende Öberfläche.
EXODOS
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 19. Jun 2007, 17:51
naja im Lack werden sich Partikel nicht vermeiden lassen..

hätte oben was von Hartwachsöl gelesen, deswegen hab ich meine Technik niedergeschrieben...
knX
Inventar
#18 erstellt: 19. Jun 2007, 23:03
nen paar Bilder funzen nicht mehr :/
ronmann
Inventar
#19 erstellt: 19. Jun 2007, 23:24
Parkettlack aus´m Baumarkt geht auch ganz gut. Aber beiallem was man selbst versucht, Klarlack aus der Pistole vom Lackierer sieht immer noch etwas geiler aus. So z.B. (Birke Maser):

ist übrigens aneinandergefügt. Ich habe gepresst und gebügelt (Holzleim) und dabei entstand ein hübscher paar Zehntel mm breiter Spalt zwischen den beiden aneindergefügten Furnieren. Hast du sowas schonmal mit Kontaktkleber versucht? Läßt es sich so verarbeiten, dass kein Spalt entsteht?
spartafux
Stammgast
#20 erstellt: 19. Jun 2007, 23:42
...ich habe alle flächen bisher mit kontaktkleber auch gefügt...die guten furnier gibt es ja nie so breit...ist ne menge arbeit kann aber makellos werden....
trip-pcs
Inventar
#21 erstellt: 20. Jun 2007, 11:29
Habe auch Ahorn-Furnier im Keller, das kann ich verarbeiten wie ich will, es gibt immer einen Spalt. Liegt vielleicht am Holz und der Trocknung.

Ciao Phil
baerchen.aus.hl
Inventar
#22 erstellt: 20. Jun 2007, 15:03
Hallo,

ich furniere auch lieber mit Kontaktkleber als mit Weißleim und Bügeleisen.

Große, unhandliche Furnierblättern, die ja schwer genau aufzulegen sind, bekomme ich wie folgt in den Griff.

Vor der Kleberangabe lege ich Trägerfläche und Furnier übereinander. Auf den Überständen des Furniers Klebe ich mit der Heißklebepistole in etwa 2 mm Abstand zur Trägerflache 10/10mm Leisten auf. Mit diesem "Rahmen" läßt sich das Furnierblatt nach der Kleberangabe einfach und exakt hantieren. Andrücken mit der Rolle von Innen nach Außen.

Letztens hat mir einer erzählt, man könne zum Furnieren auch sehr gut Korkkleber benutzen. Hab ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber mal bei Gelegenheit antesten.

Gefügte Furnierblätte verklebe ich ganz klassisch mit Furnierklebeband oder lasse im Zickzack einen Kleberstrang aus der Heißklebepistole über die Naht laufen.

Oberflächenbehandlung:

Putzen mit der Zíehklinge, schleifen von Hand mit 80, 100,120,150er Papier. Beim Schleifen mit der Maschine benutze ich nur 120er. Vor der Benutzung von Wasserbeize natürlich das Holz vorher wässern und nochmal mit wenig Druck und feinem Papier schleifen.

Die besten Produkte zur Oberflächenveredelung von Holz, die ich kenne, sind die der Firmen Zweihorn und Clou. Nur sind die recht teuer. In Sachen Lack habe ich sehr gute Erfahrung mit den Aqualacken der "Bauhaus" Hausmarke "Swingcolor" gemacht, die es auch als Klarlack gibt.

Nach dem Schleifen lege ich zur Vermeidung von Staubaufwirbelungen den Kellerboden und die Werkbank mit feuchten Umzugsdecken oder feuchtem Malerfilz aus und warte wenigstens einen halben Tag bis sich der Staub gelegt hat bevor ich Lackiere. Die Zwischenschliffe mache ich möglichst in einem anderen Raum oder im Freien.

Wer öfter mal etwas zu Lackieren hat, für den lohnt sich die Anschaffung einer Elektro(Airless)Spritzpistole, die es schon für weniger als 50 Euro gibt. Ich benutze, wie fast alle Heimwerker, Rolle und Pinsel. Ein relativ alter Trick gegen die Orangenhaut beim Rollen und die Streichspruren vom Pinsel ist das Einnebeln der Oberfläche mit etwas Lösungsmittel wenn der Lack schon leicht angetrockner ist.

Gruß
Bärchen


[Beitrag von baerchen.aus.hl am 20. Jun 2007, 15:06 bearbeitet]
Channel_Two
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 20. Jun 2007, 21:53

Ein relativ alter Trick gegen die Orangenhaut beim Rollen und die Streichspruren vom Pinsel ist das Einnebeln der Oberfläche mit etwas Lösungsmittel wenn der Lack schon leicht angetrockner ist.


Hallo baerchen,

verstehe nur Bahnhof, wie geht das mit dem Einnebeln mit dem Lösungsmittel ??

Gruß,
C2
baerchen.aus.hl
Inventar
#24 erstellt: 20. Jun 2007, 23:43
Hallo,

man nehme eine Pumpsprühflasche, fülle sie mit mit Wasser uns sprühe einen ganz dünnen Film über die mit Aqualack lackierte Fläche. Bei anderen Lacken nimmt entsprechend Nitro, Terpentin, usw. Da sprühen eigendlich schon zu hart ausgedrückt ist, hab ich den Ausdruck übernebeln gebraucht.

Dabei wird die nicht vollständig verlaufene Lackoberfläche nochmals leicht angelößt und das Verlaufen des Lackes nochmals angeregt.

Dies ist an senkrechten Flächen mit viel Gefühl auszuführen, weil es sonst, wie bei zu dünnem Lack, zu großflächigen Laufnasen kommt.

Gruß
Bärchen
Channel_Two
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 20. Jun 2007, 23:49
Hallo Bärchen,

was man alles so machen kann

Den Trick werde ich beim nächsten Projekt mal ausprobieren !!!

Gruß,
C2
Channel_Two
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 21. Jun 2007, 00:21
Mal eine Frage in einer besonders tückischen Angelegenheit:

Kann man eine Box furnieren, bei denen die Ausschnitte für die Chassis schon ausgefräst sind?

Dann würde ich gleich heute loslegen

Gruß,
C2
baerchen.aus.hl
Inventar
#27 erstellt: 21. Jun 2007, 01:27
Hallo,

grundsätzlich ist dies möglich.

Wenn die Chassis nicht bündig eingefräßt sind und man so beim Einbau der Chassis eine gewisse Überdeckung der Schnittkanten erreicht, ist es kein großes Problem.

Sind die Chassis bündig eingefräßt, ist es nicht ganz so einfach. Da ist ganz geduldige, saubere Arbeit und sehr scharfes Werkzeug gefragt.

In beiden Fällen kann es aber zu einer äußert defizielen Operation werden, wenn sich der Abstand der Chassiausschnitte nur noch im geringen Millimeterbereich befindet.

Dem entsprechend würde ich für das Ausschneiden der Löcher im Furnier auch ein Intarsienmesser, ein Skalpell oder einen Cuter mit schmaler Klinge benutzen.

Gruß
Bärchen


[Beitrag von baerchen.aus.hl am 21. Jun 2007, 01:28 bearbeitet]
Channel_Two
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 21. Jun 2007, 22:50
Scharfes Werkzeug --- reicht ein Teppichmesser oder muß ich ein Japanisches Furniermesser oder sowas nehmen? Meiner Frau sage ich dann es wäre zum Brotschneiden, dann kriege ich das finanziert.

Gruß,
C2
baerchen.aus.hl
Inventar
#29 erstellt: 21. Jun 2007, 22:53
Hallo,

wie ich oben geschrieben habe würde ich auch einen "Cuter" nehmen. Damit ist ein Teppichmesser gemeint.

Gruß
Bärchen
ippahc
Inventar
#30 erstellt: 18. Okt 2007, 15:34
hallo,ich hätte gerne mal gewusst wie ihr das bei rundungen macht?
wenn ich ne grosse rundung habe möchte ich auch keine narbe!
also,kann mann seiten und front aus einem stück machen?
ich weiss nicht ob das gut aussieht ?aber fragen wollte ich mal!
wer baut schon boxen ohne rundung oder fasen ?

mfg
chappi
ronmann
Inventar
#31 erstellt: 18. Okt 2007, 16:05
na bestimmt geht das. Das Furnier darf nur nicht zu trocken sein, weil es dann zu spröde ist. Aber wie klein sollen die Boxen den werden bzw. wie groß soll das Furnier denn sein, damit du 3 Seiten mit einmal schaffst? Ich würde es mit einer 5...10cm dicken Styropoor-Schicht auf die Front pressen (Folie z.B. Mülltüte dazwischen, damit das Styropoor nicht anklebt). Der Lautsprecher und das Furnier sollten komplett mit Holzleim berollt sein. Dann mit vielen Schraubzwingen oder Spanngurten ein Brett auf die Front pressen, auf dem wie gesagt Styropoor, Folie und eingeleimtes Furnier liegen. So stark wie möglich pressen. Das Styropoor wird so auf paar mm zusammengepresst und legt das Furnier am Rand um die Rundung. 1 Tag warten und hoffen, dass das Furnier so weit wie möglich um die Kante rum ist. Die Seiten bügelst du dann an von der Vorderkante nach hinten. Und dann Foto machen und hier reinstellen und sagen was nicht geklappt hat, damit wir es dann besser machen
baerchen.aus.hl
Inventar
#32 erstellt: 18. Okt 2007, 16:41
Hallo,

die Frage ist, möchtest Du Rundungen an einer vorhandenen Box furnieren oder an einer noch zu bauenden Box. Wie groß soll denn die Rundung sein?

Gruß
Bärchen
ronmann
Inventar
#33 erstellt: 18. Okt 2007, 18:16
Ich mache es gerade noch anders. Ich setze an allen Kanten Echtholzleisten ein. Entweder hell oder dunkel, mal sehen. Die Flächen sind hell (Birke-MPX).
joltec
Stammgast
#34 erstellt: 18. Okt 2007, 20:22

wer baut schon boxen ohne rundung oder fasen ?

ich
...und gefälligst nach meiner Methode Furnieren
Wenn du das Furnier mit Pattex bestreichst, erhälst du quasi eine elastische Trägerschicht, die das Furnier auch unanfälliger
machen müßte, wenn du es über Radien führst.
Praktische Erfahrungen habe ich aber nicht.
moby_dick
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 19. Okt 2007, 14:27
Für Rundungen ist das Furnier mit Papierbeschichtung von Modulor prima.

http://www.modulor.d...s/cnid/CPK/anid/CPKA


[Beitrag von moby_dick am 19. Okt 2007, 14:28 bearbeitet]
Ych
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 05. Dez 2008, 04:48
Hallo, und danke für deinen tipp mit dieser furniermethode!

Ich werde sie morgen austesten, wollte fragen ob es irgendwas gibt was ich dabei beachten sollte?

Der roller, das iss einfach so ein gummi-roller oder?

Bezüglich der pappe... das sieht ja einfach aus wie bastelpapier... iss das rutschig genug zum rausziehen, oder sollte man vielleicht doch lieber irgendwas gewachstes nehmen, wie backpapier?
joltec
Stammgast
#37 erstellt: 06. Dez 2008, 02:00
genau, Gummiroller und Bastelpappe
Ych
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 08. Dez 2008, 03:54
Vielen dank! hab das jetz gemacht, und bisher hat alles Prima geklappt, bis auf einen Punkt: Wie kriegst du den Pattex aus dem Pinsel raus?
joltec
Stammgast
#39 erstellt: 08. Dez 2008, 12:24

Ych schrieb:
Vielen dank! hab das jetz gemacht, und bisher hat alles Prima geklappt, bis auf einen Punkt: Wie kriegst du den Pattex aus dem Pinsel raus?

wie man den Kleber raus bekommt, kann ich auch nicht sagen.
Du kannst aber einen Malertrick anwenden, womit du zumindest die "Lebenserwartung" streckst. Pinsel mit Alufolie umwickeln.
Ych
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 08. Dez 2008, 21:28
so, habe jetz meine ersten 10 seiten Furniert... meine methode: statt nem pinsel nen metallspachtel hernehmen, von dem kann man den getrockneten pattex einfach runterpopeln
joltec
Stammgast
#41 erstellt: 08. Dez 2008, 23:23
klar, mit Spachteln und Popeln geht´s natürlich auch
Executer16
Stammgast
#42 erstellt: 10. Dez 2010, 11:15
Ich habe gestern die ersten zwei Seiten meiner Eton Phase mittels der Pattex-Methode furniert, hat super geklappt

Ich habe Mango-Furnier auf MDF-Platten geklebt, dazu verwendet habe ich Pattex Kraftkleber Classic und einen Farbrolle anstatt des Holzklotzes zum andrücken.

Ein paar Bilder gibts in meinem Baubericht
Giustolisi
Inventar
#43 erstellt: 10. Dez 2010, 18:27
Ich finde furnieren ist gar nicht so schwer wie es oft dargestellt wird. ich verwende dazu Ponal Express leim. Der Leim kommt auf die Box und wird mit einem feinen Zahnspachtel dünn aufgetragen. dann lasse ich den leim leicht antrocknen. dann kommt das Furnier drauf, darauf ein Stück Mossgummi und darauf ein Brett. Ich verwende keine Schraubzwingen, sondern stelle einfach was schweres drauf. mehrere Bierkisten, Fliesenpakete, Gehwegplatten aus Beton.... was sich hald gerade findet.
Das furnier liegt dann glatt auf und hat weder Blasen noch irgendwelche wellen oder sowas.
Lumibär
Stammgast
#44 erstellt: 26. Jul 2012, 00:28
CIMG6949

hi,
ich habe heute auch zum ersten mal funiert. habe mich für die pattex methode entschieden. nach ein paar trockenversuchen mit pappe rausziehen, etc, habe ich mich dann daran gewagt.
bin eigentlich sehr zufrieden .
das sind jetzt erstmal nur die bodenplatten auf denen die angelinas dann mal stehen werden. sind auch wie zu sehen noch nicht fertig geschliffen.

während des furnierens haben sích aber noch zwei fragen ergeben.
zum einen war es etwas schwierig den pattex glatt aufzubringen. wusste auch nicht genau wieviel ich da nehmen muss. habe eigentlich nicht viel genommen, troztzdem wurde er sehr schnell zumindest so trocken, dass ein zweites mal mit der spachtel drübergehen um ihn etwas glatt zu machen eigentlich nicht möglich war. mit pinsel ging gar nicht...
kann es daran gelegen haben, dass es zu warm war?
ich war draussen und heute waren es ja ca. 30 grad.

oder war die menge doch etwas dürftig? das klebeergebniss ist sehr gut. hält auch überall.

zum zweiten frage ich mich wie ich nun den übergang von fläche und umlaufender kante hinbekommen. die kante soll ja auch noch furniert werden.
schleife ich nun schon bevor ich die kante anfurniere, eine kleine fase an die fläche oder schleife ich den überstand nur bündig aber scharfkantig, also 90 grad zur fläche runter?
dann nachher bei der kante genauso und zum schluss eine kleine fase?
das runterschleifen des überstandes von der umlaufenden kante könnte sowieso etwas schwierig werden, da ja die fläche schon furniert ist......
da muss man wahrscheinlich ziemlich aufpassen..... gibt es da einen trick?
ist ein bisschen schwierig zu erklären, ich hoffe ihr wisst was ich meine...
Tomacar
Inventar
#45 erstellt: 26. Jul 2012, 01:16
Na das sieht auf dem Foto doch ganz passabel aus, Glückwunsch!

Spachtel? Du meinst hoffentlich eine Zahnspachtel, da nimmst Du die kleinste Größe A1 (hab den Thread jetzt nicht gelesen),
manch mal liegt den Dosen auch ne kleine Zahnspachtel bei.
und dann kippst Du erst einmal einen großen Klecks Pattex auf die Fläche und verteilst diesen zügig. Wenn der Pattex antrocknet nicht mehr "berühren", sonst gibt's Knötchen...
Bei der hohen Temperaturen trocknet der Pattex natürlich um so schneller ab..

Was die Kante betrifft, hättest Du die Seite vorher machen sollen :-)
Dann hättest Du die Schnittkante auf der Seite gehabt.
Mit Schleifen auf der Kante musst du vorsichtig sein und immer in Faserrichtung schleifen, dann geht das eigentlich.
Wenn das seitliche Furnier nur 1mm übersteht geht das, bisl Gefühl muss man da schon entwickeln, Hilfreich kann sich auch eine Lage Flachkrepp (Malerband) erweisen, das schützt die bereits furnierte Fläche vor Schäden schleifen der Seiten.
moby_dick
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 26. Jul 2012, 10:03


[Beitrag von moby_dick am 26. Jul 2012, 10:04 bearbeitet]
Lumibär
Stammgast
#47 erstellt: 30. Jul 2012, 14:05
so, ich habe die tage mal ein bisschen weitergemacht.....


CIMG6966
CIMG6964
CIMG6962




die bodenplatten sind fertig furniert. schleifen muss ich noch etwas. ist nicht alles zu 100% perfekt geworden, aber ich bin doch zufrieden..

wie gehe ich am besten weiter vor?
die platten und auch die ls, sollen geölt, bzw. gewachst werden. soll also keni hochglanzfinish sein.
das makassar furnier war relativ "uneben". da habe ich nun schon mal etwas runter geschliffen um eine ebene oberfläche zu haben. das habe ich mit 120er papier gemacht.
meine frage ist jetzt, ob ich die fläche nun schon mit dem 120er papier ganz eben schleifen soll oder nicht. habe ein bisschen angst, dass dann von der materialstärke nicht mehr viel bleibt und, dass ich dann später mit dem feinerer papier schon "durchschleife".
andererseits kann ich mit dem feineren papier natürlich nicht mehr soviel abtragen und es wir länger dauern.....

wie gehe ich überhaupt vor?
ich wollte 120er, 180er und zum zum schluss 240er schleifpapier nehmen.
dann wahrscheinlich mit osmo hartwachsöl behandeln. muss ich es zweimal wachsen/ölen? mit zwischenschliff?
oder die erste "ölung" schon nachdem 180er papier?

danke für eure tips
Lumibär
Stammgast
#48 erstellt: 03. Aug 2012, 14:40
so, hier mal das endergebnis.
nicht alles zu 100% perfekt geworden, aber ich bin doch sehr zufrieden.
generell kann ich die pattex methode sehr empfehlen!!

CIMG7096
CIMG7092
CIMG7091
CIMG7094






das makassar an den stoßkanten sauber hinzukriegen war schon eine kleine herausforderung, da es sehr sehr brüchig ist.
ausserdem war es sehr uneben, weshalb ich ca, die hälfte der materialstärke runterschleifen musste um eine einigermaßen ebene fläche zu bekommen. bin dann auch leider an ein, zwei ecken etwas "durchgekommen". das lies sich aber gut kaschieren




ich bin wie folgt vorgegangen:

1. runterschleifen mit 120er papier. dann gut anfeuchten.
2. schleifen mit 180er papier.
3. zweimal mit clou hartwachsoel drüber.
4. schleifen mit 240er papier
5. nochmal mit dem clou hartwachsoel.


[Beitrag von Lumibär am 03. Aug 2012, 14:42 bearbeitet]
Tomacar
Inventar
#49 erstellt: 03. Aug 2012, 15:00
Hi,

na das sieht doch ziemlich gut aus!

Auf dem Fotos hat es den anschein, als sei das Hartwachsöl noch nicht trocken?

Wenn das Furnier zu wellig ist, wird es mit der Pattex-Methode schwieriger, mit Holzleim kann man das Furnier befeuchten und mit mindestens einer "Schraubzwingenpresse" eigentlich ganz gut platt kriegen was eben bei der Pattex-Methode nicht so gut gelingt.
Oder hattest Du nur die Seiten mit Pattex furniert?
Lumibär
Stammgast
#50 erstellt: 03. Aug 2012, 16:34
hi,
doch trocken ist es schon. liegt wahrscheinlich etwas an den lichtverhältnissen, aber auch so ist das hartwachsole von clou schon relaltiv glänzend. habe überlegt ob ich es mit 000 stahlwolle nochmal etwas mattiere. das sollte glaube ich gehen, oder?

ich habe alles mit pattex furniert. das problem war aber nicht die welligkeit, das andrücken ging mit einer kleine tapetennahtrolle einwandfrei. schwierig war es weil das furnier in sich, also von der oblerfläche her sehr uneben war. da musste ich eben dann geschätzt die hälfte vom material runterschleifen bis es einigermaßen eben war. habe für die ls jetzt auch noch vogelaugenahorn hier. das ist wesentlich glatter.
Lumibär
Stammgast
#51 erstellt: 05. Aug 2012, 14:00
hat jemand eine idee wie ich die geölten platten nun noch etwas mattieren kann?
mit ganz feiner stahlwolle?
gibt es noch eine andere möglichkeit?
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