Erfahrungsbericht furnieren (neue Fotos)

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selector24
Inventar
#1 erstellt: 31. Aug 2005, 10:27
Hallo,

ich habe erstmals mit Alpi-Furnier furniert, nach ein paar Versuchen auch mit sehr schönem Ergebnis.

Fred zum Furnier
http://www.hifi-foru...m_id=104&thread=4397


1.) ein paar Brettchen im Baumarkt zuschneiden lassen, zum üben.
Ich habe 30x40x1,9cm verwendet, Span und MDF
Zuerst habe ich nur flache Bretter furniert, aus den letzten 4 dann einen Kasten (ohne Boden und Deckel) geleimt, und den dann furniert.

2.) die Methode
Pressmethode mit normalem Holzleim (Ponal express)

3.) die Werkzeuge

-Zulagen
Spanplatte so stark wie möglich (bei mir 22mm), in jeder Richtung um 5cm länger als das größte Einzelbrett. Für eine gängige Box von 100x20x30 werden also 2 Platten mit 105x35 benötigt.

-Schraubzwingen
Die Qualität der Zwingen ist zum furnieren nicht so wichtig. Ich besitze 2 der 5er Sortiments vom Lidl und 2 50cm Zwingen aus dem Baumarktqualität (nicht die teuersten, die 2.teuersten reichen auch), 4 große gute wären besser.
Wenn wir die Box fertig zusammengeleimt furnieren wollen brauchen wir eine min Zwingenlänge von 2x Zulage + Stärke, für die Beispielbox also 35cm Öffnungsweite. 50cm kosten nicht viel mehr und man ist für die meisten Boxen gerüstet.

-Trennlagen
Werden benötigt dass evt durchschlagender Leim nicht das Furnier mit den Zulagen verklebt. Die gibt’s für gutes Geld im Holzhandel, oder man nimmt wie ich ganz simples Backpapier aus dem Küchenbestand.

-Furnierklebeband
Sollen 2 Furnierteile auf einer Fläche angesetzt werden müssen die zusammengeklebt werden. Auch dafür gibt’s teures Spezialklebeband. Die Anforderungen sind zum einen Undurchlässigkeit für Leim, zum anderen leichte Ablösbarkeit damit beim abziehen die Holzfasern nicht angehoben werden.
Ich habe einfaches Malerkrepp verwendet, das funktioniert einwandfrei.

-Messer
Ein einfaches Teppichmesser mit auswechselbarer Klinge und ein paar Reserveklingen reichen völlig

-Feile
Eine einfache Holzfeile (Raspel) reicht aus. Hier lohnt sich sparen nicht, lieber ein paar Euros mehr für eine gute Feile ausgeben.

-Schleifklotz
Kunsthoff-Schleifklotz mit Klemmen gibt’s für ein paar Euros. Auch ein stück Restholz reicht, ist aber nicht so komfortabel.

-Schleifpapier
180er zum glätten der Kanten, je nach geforderter Oberflächenqualität feineres zum abschleifen des Furniers.

-Werkzeug zum Leim auftragen
In Ermangelung geeigneten Werkzeuges habe ich zuerst eine alt Kreditkarte verwendet.
Besser geht es mit einer feinen Zahnspachtel.

-Leim
Ich habe Ponal Express verwendet.
Für kleine Flächen perfekt, da das Stück bereits nach 20-30min aus der „Presse“ entnommen werden kann. Allerdings trocknet der Leim schon beim auftragen schnell an, bei größeren Flächen könnte das ein Zeit-Problem werden. Für große Flächen also eher normalen Holzleim, und längere Presszeit.


4.) Der Arbeitsablauf

Das Gehäuse ist fertig geschliffen, also keine Absätze an den Kanten oder ähnliches.

-Furnier zuschneiden
Das Furnierblatt wird mit dem Teppichmesser mit einem allseitigen Überstand von ca 1cm für die Fläche zugeschnitten. Für die Seite der Beispielbox also 102x32cm.

Sollen 2 Furniere zusammengesetzt werden einfach die Teile ca 1cm überlappend auf eine Zulage legen. Ein Stahllineal auf den überlappenden Bereich legen (gerades Brett z.B.: 2.Zulage geht zur Not auch). Entlang des Lineals mit dem Teppichmesser beide Lagen in einem Schnitt durchtrennen. Dadurch passen die 2 Teile immer perfekt zusammen, auch wenn der Schnitt nicht 100% gerade ist.
Dann mit Malerkrepp auf der Sichtseite zusammenkleben.

-Leim auftragen
Ich habe immer nur einseitig geleimt (auf dem Holz)
Also das Brett dünn und sehr gleichmäßig (Kanten!) einleimen, eine feine Zahnspachtel hat sich bei mir sehr bewährt.
Bei zu viel Leim drückt sich der Leim durch das Furnier und hinterlässt Flecken, bei zu wenig Leim klebt das Furnier stellenweise nicht - es entstehen Kürschner. Die kann man ausbessern undem man Leim in den Kürschner einbringt, Furnier aufschneiden (mit der Maserung) Leim drunter - nochmal pressen.
Die Verleimung war bei mir allerdings bei allen Flächen fehlerfrei, ist also nicht so schwer.

-„Presse“ zusammensetzen
1. Zulage
2.Trennschicht (Backpapier)
3.Furnier
4.Box
(5. das 2.Furnier für die gegenüberliegende Seite)
(6. Trennschicht)
7. Zulage

Sollen beide Seiten gleichzeitig furniert werden 1-7, werden die Seiten einzeln furniert entfallen 5 und 6

Das ganze mit möglichst vielen Schraubzwingen gleichmäßig zusammenpressen.
Wenn an den Kanten zwischen Holz und Furnier etwas Leim austritt ist das völlig ok.

-trocknen lassen
abhängig vom Leim, Ponal Express 20-30min

-„Presse“ auseinanderbauen

-Furnier grob zuschneiden
Das überstehende Furnier wird bis auf 1-2mm mit dem Teppichmesser abgeschnitten, den Rest erledigen Feile und Schleifpapier.

-Kante fertig stellen
Die letzten 1-2mm mit der Feile abfeilen. Die Feile sollte fast senkrecht zur furnierten Fläche geführt werden, in Kantenrichtung um ca 45Grad geneigt. So entsteht zwischen Feile und Kante eine Art Schere wo das Furnier abgetrennt wird.
Besondere Vorsicht ist notwendig wenn die Faserrichtung des Furniers senkrecht zur Kante verläuft.
Bei diesem Arbeitsschritt sorgfältig arbeiten und viel Zeit lassen.


Wenn die Kante fertig ist (rechtwinklig! Nicht rund schleifen) kann die angrenzende Fläche auch furniert werden.
Die Endbehandlung der Kante erfolgt mit dem Schleifklotz.

-trocknen lassen

-Furnier-Oberfläche glatt schleifen
180er Papier oder feiner, je nach folgender Oberflächenbehandlung.
Besser von Hand als mit Maschine, 0,5mm sind schnell durch.


So viel zu meinen Furnier-Erfahrungen.
Insgesamt viel einfacher als ich erwartet habe. Das Schwerste sind die Kanten, aber nach ein paar Probebrettchen sind die auch einwandfrei geworden.


Viel Spaß beim Basteln

Wolfgang
eBernd
Stammgast
#2 erstellt: 31. Aug 2005, 12:07
Hallo,

schön, daß du dir die Mühe gemacht hast, das für "Furnierwillige" so anschaulich zusammenzutagen

Ich machs im Großen und Ganzen auch so und erlaube mir ein paar Ergänzungen:

Leim auftragen: Ich tupfe mit einem Pinsel den Leim auf und verteile ihn dann mit einem Schaumstoffroller (wie er für Lacke gebraucht wird). Das ergibt einen sehr gleichmäßigen Leimauftrag - besonders an den kritischen Kanten; und wenn man den Roller unmittelbar nach Gebrauch mit Wasser auswäscht, kann er wiederverwendet werden.

Achtung, wenn man den Leim 2seitig (also auch aufs Furnier) aufträgt, zuletzt das Furnier, es rollt sich sehr schnell zusammen und wird dadurch schlechter handhabbar.

Kanten beschneiden: Da mir das "Durschschleifen" zu zeitaufwendig ist, mache ich es so: Box mit der zu beschneidenden Seite auf eine ebene (schnittfeste) Platte legen. Mit einem (wirklich) scharfen Messer an der Kante entlang schneiden. Ersten Schnitt nur mit sanften Druck, danach kann fester gedrückt werden. An den Enden immer "auf die Box zu" schneiden, sonst reißt das Furnier evtl. aus.
Mit der freien Hand die Box auf die Unterlage drücken.

Mit Schleifklotz Schnittkante kurz glätten.

Bei dieser Methode ist eine feste Verleimung des Furniers an der Kante wichtig!

Ich nehem kein Teppichmesser dafür (Klinge zu kurz und zu steif) sondern ein kleines Küchenmesser (das schmiegt sich besser an der Boxenkante an), das ich auf einem Abziehstein richtung "Chirurgie" getrimmt habe

Gruß, Bernd
selector24
Inventar
#3 erstellt: 31. Aug 2005, 12:19

eBernd schrieb:
Hallo,

schön, daß du dir die Mühe gemacht hast, das für "Furnierwillige" so anschaulich zusammenzutagen


Ich geb nur ein wenig davon zurück, was ich hier schon gelernt habe, ebenfalls


eBernd schrieb:

Leim auftragen: Ich tupfe mit einem Pinsel den Leim auf und verteile ihn dann mit einem Schaumstoffroller (wie er für Lacke gebraucht wird). Das ergibt einen sehr gleichmäßigen Leimauftrag - besonders an den kritischen Kanten; und wenn man den Roller unmittelbar nach Gebrauch mit Wasser auswäscht, kann er wiederverwendet werden.


Rollen hab ich noch nicht probiert, geht sicher auch sehr gut.


eBernd schrieb:

Achtung, wenn man den Leim 2seitig (also auch aufs Furnier) aufträgt, zuletzt das Furnier, es rollt sich sehr schnell zusammen und wird dadurch schlechter handhabbar.


deswegen Leime ich nur einseitig


eBernd schrieb:

Kanten beschneiden: Da mir das "Durschschleifen" zu zeitaufwendig ist, mache ich es so: Box mit der zu beschneidenden Seite auf eine ebene (schnittfeste) Platte legen. Mit einem (wirklich) scharfen Messer an der Kante entlang schneiden. Ersten Schnitt nur mit sanften Druck, danach kann fester gedrückt werden. An den Enden immer "auf die Box zu" schneiden, sonst reißt das Furnier evtl. aus.
Mit der freien Hand die Box auf die Unterlage drücken.

Mit Schleifklotz Schnittkante kurz glätten.

Bei dieser Methode ist eine feste Verleimung des Furniers an der Kante wichtig!


Nicht das Furnier an der Kante durchschleifen sondern wie mit einer Schere zwischen Kante und Feile abtrennen, genauer gehts nicht, erfordert allerdings etwas geschick im Umgang mit der Feile.

Beim nächsten mal mach ich ein Foto, ist etwas schwer zu beschreiben.

Mit einem Messer habe ich es auch versucht, aber kein besonderes Ergebnis erzielt, wenn man das feilen mal kann geht es auch gleich schnell wie mit dem Messer.




eBernd schrieb:

Ich nehem kein Teppichmesser dafür (Klinge zu kurz und zu steif) sondern ein kleines Küchenmesser (das schmiegt sich besser an der Boxenkante an), das ich auf einem Abziehstein richtung "Chirurgie" getrimmt habe

Gruß, Bernd


Geht sich auch sehr gut, hauptsache scharf.
Da ich nicht genau auf die Kante schneide stört mich die mangelnde Flexibilität nicht.
Vor allem ist das Teppichmesser schneller wieder scharf.

Ich weis, scheiß Wegwerfgesellschaft


lg

Wolfgang
usul
Inventar
#4 erstellt: 31. Aug 2005, 12:21
Machen wir einen "Furnieranleitung" Sammelthread?

Dann hätte ich auch noch eine - ich benutze allerdings die Bügelmethode.
Bei grossen Flächen braucht man mit der Pressmethode halt sehr viele Schraubzwingen, die spart man sich mit der Bügelmethode

Und hier der Link:
http://www.matuschek.net/heimkino/boxen-furnieren.html
usul
Inventar
#5 erstellt: 31. Aug 2005, 12:23

eBernd schrieb:
Achtung, wenn man den Leim 2seitig (also auch aufs Furnier) aufträgt, zuletzt das Furnier, es rollt sich sehr schnell zusammen und wird dadurch schlechter handhabbar.

Ich mache das Furnier vorher von beiden Seiten schön feucht, dann ist das kein Problem. Das hat auch den Vorteil, dass es geschmeidiger wird und nicht so schnell reisst.
selector24
Inventar
#6 erstellt: 31. Aug 2005, 13:00
Hallo,


usul schrieb:

eBernd schrieb:
Achtung, wenn man den Leim 2seitig (also auch aufs Furnier) aufträgt, zuletzt das Furnier, es rollt sich sehr schnell zusammen und wird dadurch schlechter handhabbar.

Ich mache das Furnier vorher von beiden Seiten schön feucht, dann ist das kein Problem. Das hat auch den Vorteil, dass es geschmeidiger wird und nicht so schnell reisst.


wie verhält sich dein feuchtes Furnier denn beim trocknen?

Das Furnier dehnt sich doch aus wenn es nass wird, und zieht sich beim trocknen wieder zusammen.
Die Folgen sind gebogene Bretter und Risse im Furnier.
Wie verhält sich das beim bügeln? In einer beheizten Presse solls ja so funktionieren.


Viele Schraubzwingen braucht man schon, können aber großteils billige sein, Spanngurte mit entsprechenden Zulagen geht sicher auch. Bei Ponal Express kannst du dich ja für 20min in der mitte draufsetzen , Bei normalem Leim wirds halt fad.
Außerdem kann man gar nicht zu viele Schraubzwingen besitzen, wenn man allerdings nur 1x was furnieren will zahlt sich die Investition nicht aus.


lg

Wolfgang
eBernd
Stammgast
#7 erstellt: 31. Aug 2005, 13:18
Hallo,

@selector24: Wenn das "Abfeilen" vergleichbar schnell wie Schneiden geht, dann hab ichs wirklich nicht verstanden. Pfoto wäre da wirklich gut.

Bügelmethode: Verwende ich in Kombi mit Preßmethode: Große Fläche pressen und Fasen anbügeln (kein neuer Leimauftrag, der vorhandene tuts)
Bügelmethode ist schlecht bei zusammengesetzten Furnierblättern. Das "Bügeln" verschiebt die Ansatzstellen -> häßliche Spalten.

Anfeuchten: Kenn ich nur bei Wurzelholzfunier, da das sehr wellig und dellig ist.

Leim: ich nehm bei der Preßmethode nur Ponal -Standard- der "express" bindet mir zu schnell ab, vielleicht arbeite ich auch zu langsam

Hab übrigens auch schon mal mit Sprühkleber (beide Flächen!)Kunststoffoberflächen furniert. Für solche Fälle gabs/gibts einen speziellen Ponal Lackleim (gelbe Verschlußkennung, wenn ich mich nicht irre, hab keinen mehr zum Nachschaun)

Gruß, Bernd
usul
Inventar
#8 erstellt: 31. Aug 2005, 13:19

selector24 schrieb:
wie verhält sich dein feuchtes Furnier denn beim trocknen?

Fürs Bügeln ist meine Erfahrung: Je feuchter desto einfacher.
Wenn das Furnier während des Aufbügeln irgendwo schon zu trocken wird, feuchte ich es mit einem Schwamm sogar nochmal an.
Durch das Bügeln geht die meiste Feuchtigkeit schon beim Aufbügel wieder raus, also eigentlich in dem Moment, wo der Kleber gerade flüssig wird. Risse, die nachträglich entstehen, hatte ich noch keine, verzogen hat sich auch nichts.
usul
Inventar
#9 erstellt: 31. Aug 2005, 13:21

eBernd schrieb:
Bügelmethode ist schlecht bei zusammengesetzten Furnierblättern. Das "Bügeln" verschiebt die Ansatzstellen -> häßliche Spalten.

Das ist möglich, das habe ich noch nicht probiert. Wenn man die Blätter allerdings mit Furnierklebeband verbindet, sollte das eigentlich auch gehen.
Maik9
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 31. Aug 2005, 13:25
Noch eine Erfahrung von mir dazu:
Es läßt sich manchmal nicht vermeiden, dass an Astlöchern oder kleinen Fehlstellen im Furnier Leim durchdringt und an der Sichtseite eintrocknet. Den sieht man auch kaum, weil er farblos wird.
Spätestens, wenn man das Furnier mit Hartwachsöl behandeln will, gibts dort helle Stellen, weil das Furnier unter dem Leim nichts mehr annimmt.

Deswegen befeuchte ich die Furnierlage nach dem Trocknen leicht mit einem Lappen. Dann sieht man die hellen Leimstellen sehr deutlich. Die nehme ich mit einem Stechbeitel vorsichtig ab (nicht zu viel abtragen).
Ausserdem richten sich beim Trocknen die Fasern auf und nach dem Schleifen wird das Furnier glatter.
usul
Inventar
#11 erstellt: 31. Aug 2005, 13:27

Maik9 schrieb:
Spätestens, wenn man das Furnier mit Hartwachsöl behandeln will, gibts dort helle Stellen, weil das Furnier unter dem Leim nichts mehr annimmt.

Das kann ich leider bestätigen

Deine Methode klingt brauchbar.
selector24
Inventar
#12 erstellt: 31. Aug 2005, 14:21

eBernd schrieb:
Hallo,
Anfeuchten: Kenn ich nur bei Wurzelholzfunier, da das sehr wellig und dellig ist.


Welliges Furnier soll man gerade bekommen wenn man es anfeuchtet und über Nacht zwischen 2 Zulagen gespannt trocknen lässt.
Habe ich allerdings noch nicht probiert.


eBernd schrieb:

Leim: ich nehm bei der Preßmethode nur Ponal -Standard- der "express" bindet mir zu schnell ab, vielleicht arbeite ich auch zu langsam


Ist mir auch aufgefallen, deswegen habe ich auch im 1. Post darauf hingewiesen dass Ponal Express für größere Flächen zu schnell abbindet. Für Regalboxen sollte es aber problemlos gehen.



Maik9 schrieb:

Es läßt sich manchmal nicht vermeiden, dass an Astlöchern oder kleinen Fehlstellen im Furnier Leim durchdringt und an der Sichtseite eintrocknet. Den sieht man auch kaum, weil er farblos wird.


Das Problem stellt sich beim Alpi-Furnier nicht, das hat keine Löcher. Bei Spezialfällen wie z.B. Vogelaugenahorn könnte das auch ein Problem sein.


Maik9 schrieb:

Ausserdem richten sich beim Trocknen die Fasern auf und nach dem Schleifen wird das Furnier glatter.


Kann ich nur bestätigen, habe ich vergessen zu erwähnen.


lg

Wolfgang
LarsAC
Stammgast
#13 erstellt: 31. Aug 2005, 16:54
Kann man eigentlich auch erst die Rohware furnieren und dann auf Gehrung sägen und zusammenbauen? Oder wird das nix an den Kanten?

Lars
Granuba
Inventar
#14 erstellt: 31. Aug 2005, 17:00

LarsAC schrieb:
Kann man eigentlich auch erst die Rohware furnieren und dann auf Gehrung sägen und zusammenbauen? Oder wird das nix an den Kanten?

Lars


Wenn du sehr genau arbeitest und das Furnier nicht zu dünn ist, sollte auch das klappen...
Tintera
Stammgast
#15 erstellt: 31. Aug 2005, 18:09
Hallo!!

Ich habe mich im laufe der Zeit auf Kontaktkleber eingespielt, ist für mich die beste Methode und ich hatte noch nie Probleme damit, außerdem bin ich etwas ungeduldig.......

Michael
selector24
Inventar
#16 erstellt: 12. Sep 2005, 08:42
Hallo,

jetzt gibts auch ein paar Fotos zum Furnieren.

1.) Das Material


2.) passend zugeschnitten


3.) vorbereiten zum Leimen


4.) gleichmäßig einleimen


5.) festrollen


6.) Backpapier als Trennschicht


7.) je Schraubzwicnge desto gut


8.) Ränder auf 2-3mm abschneiden


9.) festklemmen, dass beim Feilen nix rutscht


10.) Kante sauber abfeilen






11.) so soll eine Kante aussehen




12.) wenn man keinen Schraubstock hat...


13.) das Ergebnis (rechts noch nicht lackiert)


14.) kleine Furnierkollektion



lg

Wolfgang
Tintera
Stammgast
#17 erstellt: 12. Sep 2005, 17:42
Nach dem Leimen die Platte mit der Furnierseite auf eine ebene Platte legen und mit Cuttermesser und wenig Druck in zwei oder drei Zügen durchtrennen(siehe 2.Bild). Geht auch bei ganzen Gehäusen.....

Michael
kevin123
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 12. Sep 2005, 17:45
Mit was lackierst du?

Grüße
selector24
Inventar
#19 erstellt: 13. Sep 2005, 07:48
Hallo,

@michael (Erzengel, oder was )
geht natürlich auch bei fertigen Gehäusen.
Allerdings muss man da beim Pressen sehr aufpassen, sonst passiert sowas:



Ich trenne das Furnier immer in einem Zug, gibt sauberere Schnitte. Wenns nicht gleich ganz durch ist lässt es sich leicht abknicken.

@kevin123
Ich habe für die ersten Teile 2 in 1 Parkettsiegel von Bondex verwendet. Ist sehr leicht und angenehm verarbeitbar da wasserlöslich, Eine glatte hochglanzoberfläche gibts damit aber nicht.

Jetzt verwende ich 2 Komponenten Hartlack von einem örtlichen Lackhändler. Der ist billiger (aber nur in größeren Gebinden lieferbar) und wesentlich besser. 2-3 Schichten mit 400er Zwischenschliff und du kannst dich darin spiegeln. Allerdings ist das Zeug ziemlich agressiv, Handschuhe und gute Belüftung ist Voraussetzung, den Pinsel kannst du nachher gleich entsorgen (Sondermüll).

In Lackfagen einfach mal beim örtlichen Fachhändler beraten lassen.


lg

Wolfgang
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