Verstrebungen im Gehäuse

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LarsAC
Stammgast
#1 erstellt: 13. Mrz 2005, 21:27
Hallo,

diese Idee für eine Verstrebung finde ich ja nett:



Mit einem Lochbohrer der Größe in 22mm MDF zu bohren kommt mir aber etwas gefährlich vor (zumindest bei dem Lochbohrer der noch im Keller rumfliegt). Alternative wäre mit der Oberfräse und Kopierschablone...

Wie würdet ihr da ran gehen?

Lars
Peter_Wind
Inventar
#2 erstellt: 13. Mrz 2005, 21:31

Mit einem Lochbohrer der Größe in 22mm MDF zu bohren kommt mir aber etwas gefährlich

Was ist denn deiner Meinung daran gefährlich? Lochbohrer, wenn wir jetzt - vom selben Begriff/daselbe meinen - sprechen, sind für härteres Material als Holz/MDF/SPan geeignet.
Gruß
PETER


[Beitrag von Peter_Wind am 13. Mrz 2005, 21:32 bearbeitet]
LarsAC
Stammgast
#3 erstellt: 13. Mrz 2005, 21:37
Naja, das ist quasi ein rundgebogenes Sägeblatt was in einer etwas windigen Halterung (manchmal) einrastet. Ich meine keinen Forstnerbohrer, vielleicht sollte ich sowas mal anschaffen.

Bei einer Probebohrung in 10mm MPX kam mir das nicht gerade solide vor...

Lars
Neutz
Stammgast
#4 erstellt: 13. Mrz 2005, 21:45
Forstnerbohrer gibts bis ca. 60 mm, dazu würde ich tendieren.

Dann gibts es "Universallochsägen", deren Umgang is allerdings net so ohne... das ist ein Bohrer mit einem verstellbaren Messer an einem Auslegerarm.

Dann gibt es noch Bohrkronen bis 102 mm, die sind aber für Mauerwerk, sprich recht grob verzahnt.
Ob das bei MDF geht weiß ich nicht, wenn dann mit einer sehr hohen Drehzahl und sehr langsamen Vorschub.

Lochsägen, nun ja, die gibts freilich auch.
Allerdings hatte ich noch nie eine die was taugte.
Das Problem war immer die Verbindung zwischen der "Säge" und dem Bohrer da hier die Kraft übertragen wird.
Wenns mal in Volle ging drehte der Bohrer meist durch und die Säge blieb stehen
Vom Umgang her aber deutlich sicherer als die "Universallochsäge".

Ansonsten Stichsäge oder ausfräßen.

Edit: Wenn ich mir das Bild oben so anschaue fallen mir die schwarzen Ränder an der Innenseite in der obersten Reihe auf.
Da war das Werzeug schätzungsweise schon stumpf und hat durch die Reibung hohe Hitze entwickelt.
In der untersten Reihe scheint das Werkzeug noch scharf gewesen zu sein, vorrausgesetzt es wurde duchgehend mit dem selben Werkzeug gearbeitet.
Ich tippe aber mal auf eine Lochsäge, die Billigausführungen haben keine allzuhohen Standzeiten.


[Beitrag von Neutz am 13. Mrz 2005, 21:55 bearbeitet]
LarsAC
Stammgast
#5 erstellt: 13. Mrz 2005, 22:04
Naja, wenn ich einen Forstnerbohrer mit etwa 50-60mm bekomme wäre mir das auch am liebsten. Und wohl am einfachsten.

Lars
ducmo
Inventar
#6 erstellt: 13. Mrz 2005, 22:04
Wir reden hier doch von Löchern im inneren eines Gehäuses??? Die sieht doch keine Sau...

Warum dann nicht einfach ne Stichsäge mit nem Schweifblatt nehmen?

Im übrigen sind diese verstellbaren Lochsägen mit nur zwei Schneiden extem gefährlich! Ich sag mal bis 50mm geht das noch! Aber wenn es größer wird, dann schlägt der Bohrer auch mal gerne um! Macht echt Spaß, wenn es einem den Arm umdreht oder das Werkstück vor den Bauch haut...


mfG Jan
LarsAC
Stammgast
#7 erstellt: 13. Mrz 2005, 23:33

ducmo schrieb:
Wir reden hier doch von Löchern im inneren eines Gehäuses??? Die sieht doch keine Sau...


Naja, das ist für mich aber auch keine Rechtfertigung. Wenn ich es schon selbermache soll es auch einigermassen ordentlich sein. Ich weiss ja, was drin ist.

Lars
ducmo
Inventar
#8 erstellt: 14. Mrz 2005, 00:17
Ist halt ne Frage des Anspruchs und mir ist das Innere egal! Man sieht es nicht und einen Einfluß auf das Ergebnis hat es auch nicht.
Wenn du wirklich Geld für ein Werkzeug ausgeben willst, das eigentlich gar nicht brauchst, ist es aber auch ok...

mfG Jan

ps. Gibt es wirklich Forstner Bohrer mit 60mm Durchmesser???
Neutz
Stammgast
#9 erstellt: 14. Mrz 2005, 02:49
Sagen wir mal so: Wenn es nicht auf 100%tige Genauigkeit ankommt würde ich die Durchbrüche mittels Zirkel anzeichnen und dann viá Augenmaß ausfräßen, Freihand.
Ansonsten mit einem 56 mm Forstnerbohrer, das ist der größte den ich bis jetzt gesehen habe.

könnte mir aber vorstellen das es "Exoten" gibt die evtl. auch eien größeren Durchmesser haben.

btw: wenn einem das Werkstück die Konochen verbiegt oder die Religion ausm Wanzt kloppt hat man irgendwas massiv fasch gehandhabt(Spanntechnischerart versteht sich ).

Alles was > 30 mm(in Holz) gebohrt wird sollte eh nur auf einer Säulenbohrmaschine stattfinden.

Obwohl: ich habe seinerzeit inner Lehre auch eine 250er massiv Stahlsäule Rumba tanzen sehen als ein 40 cm Stück einer Eisenbahnschiene am 35er Bohrer festhakte.
Der Drollo der das schaffte war der Meinung das man das Gleisstück wegen seines hohen Gewichtes nicht festspannen braucht, 2mal gings auch gut...
LarsAC
Stammgast
#10 erstellt: 14. Mrz 2005, 10:19
Ne Säulenbohrmaschine hab ich, so ne billige vom Plus die eher schlapp macht als einem das Werkstück aus der Hand fliegt. Keine Sorge, ich spann das Zeug trotzdem fest.

Alternativ gibt es noch diese Flachfräsbohrer, aber (vermutlich mit gutem Grund) auch nicht viel Größer:



Haben die irgendeinen prinzipiellen Vor-/Nachteil?

Lars


[Beitrag von LarsAC am 14. Mrz 2005, 10:20 bearbeitet]
Heimwerkerking
Inventar
#11 erstellt: 14. Mrz 2005, 12:08
Es gibt auch Bohrkronen/Lochsägen mit ca 120mm Durchmesser mit einem festen Schneidkörper mit komplett umlaufenden Sägezähnen. Die werden fest verschraubt mit dem Bohrträger so das da auch wenigstens Kraftübertragung gegeben ist. Sind zwar eigentlich vorgesehen für Metall aber sind so grob verzahnt das geht auch in Holz. Allerdings auch da muß man echt vorsichtig sein und das Werkstück gut festspannen. Ich nutze so einen Bohrer für die HT Ausschnitte.
ducmo
Inventar
#12 erstellt: 14. Mrz 2005, 17:40
Sorry, aber diese "Flachfräsbohrer" oder wie die auch immer heißen, sind echt das letze. Der einzige Vorteil der mir dazu einfällt, ist das man sie selbst nachschleifen kann! Ist aber auch kein Wunder bei der Schneiden-Geometrie und dem tollen Werkzeugstahl. In MDF wirst du damit deine wahre Freude haben... Und ein 38er Durchmesser ist auch nicht gerade riesig!

Ich würde es einfach per Stichsäge machen, aber das sagte ich ja schon!
Ist das Einfachste und mit Sicherheit auch nicht die schlechteste Methode!


mfG Jan
markusred
Inventar
#13 erstellt: 14. Mrz 2005, 18:03

Heimwerkerking schrieb:
Es gibt auch Bohrkronen/Lochsägen mit ca 120mm Durchmesser mit einem festen Schneidkörper mit komplett umlaufenden Sägezähnen. Die werden fest verschraubt mit dem Bohrträger so das da auch wenigstens Kraftübertragung gegeben ist. Sind zwar eigentlich vorgesehen für Metall aber sind so grob verzahnt das geht auch in Holz.

Die gibts in allen möglichen Größen. Ich habe kürzlich Löcher damit in 25mm Multiplex gemacht und die Zähne blieben scharf. Eine Lochsäge für einen einzigen Durchmesser kostet dann zwar bis zu 10€, aber die Anschaffung lohnt auf jeden Fall.
Peter_Wind
Inventar
#14 erstellt: 14. Mrz 2005, 19:48

Dann gibt es noch Bohrkronen bis 102 mm, die sind aber für Mauerwerk, sprich recht grob verzahnt.
Ob das bei MDF geht weiß ich nicht, wenn dann mit einer sehr hohen Drehzahl und sehr langsamen Vorschub.


Es funktioniert so gar sehr gut; mit angepasster Drehzahl und nicht zuviel Druck wir auch nichts schwarz. Es ist zwar nicht der feinste Schnitt, aber IMHO auch nicht schlimm.

Der Vorschlag von "markusred" ist auch in Ordnung.
LarsAC
Stammgast
#15 erstellt: 14. Mrz 2005, 19:52
Jedenfalls ist das Teil von markusred schonmal deutlich vertrauenserweckender als das windige Ding was im Keller rumflog.

Lars
Rückbelastung
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 14. Mrz 2005, 20:40
Die Bohrkronen nach markusred machen mehr Spass, wenn man mit einem 10mm-Bohrer einige Löcher in den Bohrkreis setzt. Der Holzstaub kann dann besser ausgetragen werden und es fängt nicht an zu kokeln.
Alexander
P.S. Wenn man das Foto von LarsAC genauer betrachtet, scheint es bei der oberen Lochreihe heiss hergegangen zu sein..
Heimwerkerking
Inventar
#17 erstellt: 14. Mrz 2005, 21:57
Die sind wirklich gut die Kronen die von markusred (und meiner wenigkeit) empfohlen wurden. Nur wie gesagt nicht ganz bilig. Und die bis zu 10 Eur sind net ganz richtig. Wenn es eine große 120mm ist kostet die auch schnell mal 20Eur und mehr. Aber die halten echt lange und machen saubere Löcher.
LarsAC
Stammgast
#18 erstellt: 14. Mrz 2005, 22:34
Hab mir nun so eine Krone in 40mm gekauft. Kostet ca. 8 EUR die Aufnahme (eine Art Adapter) und 5 EUR die Krone selbst. Die Aufnahme für die Krone ist für mehrere Größen wiederverwendbar, so dass sich die Kosten ggf. noch relativieren, wenn man mehrere Größen braucht.

Das ganze macht einen soliden Eindruck. Die Krone selbst wird aufgeschraubt und mit zwei Bolzen arretiert. Das hält.

Forstnerbohrer in der Größe kosten für Hartholz/MDF mit HM-Bestückung schnell 20 und mehr EUR.

Danke für alle Tipps,

Lars
LarsAC
Stammgast
#19 erstellt: 15. Mrz 2005, 00:41

Rückbelastung schrieb:
Die Bohrkronen nach markusred machen mehr Spass, wenn man mit einem 10mm-Bohrer einige Löcher in den Bohrkreis setzt. Der Holzstaub kann dann besser ausgetragen werden und es fängt nicht an zu kokeln.


Mehr Spass ist gut. 22mm MDF sind anders extrem nervig... Das Vorbohren war echt mal ein wichtiger Tipp.

Lars
yamaha_cx1000
Stammgast
#20 erstellt: 15. Mrz 2005, 10:21
Hm, ich mache die Löcher mit ner Oberfräse, irgendwo hier gibts nen Fräszirkel im Selbstbau der funzt weltklasse.
So wird es in jedem Fall schön rund, sauber und geht fix.
Vor allen Dingen spart man sich diese Baumarkt Bohrkronen.
Ne Oberfräse braucht man doch ohnehin zu Boxenbau, gell
Peter_Wind
Inventar
#21 erstellt: 15. Mrz 2005, 19:21
Es kommt doch immer auf das gewünschte Ergebnis an. Bohrkronen sind o.K. und es geht für mich schneller.
Hier der LINK zum erwähnten Fräszirkel.
http://www.uibel.net/bauvor/fraeszirkel/d_fz.html
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