Selbstbaulautsprecher mit >6 Ohm Impedanz?

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dlueneburg
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 29. Jun 2014, 19:07
Hallo,

ich habe nun ein wenig Erfahrung im Bereich Lautsprecherbau gesammelt (habe die Alcone Lagrange gebaut) und möchte nun den nächsten Schritt wagen. Mein Plan ist, die Lagrange (später) als Satelliten einzusetzen und nun "vernünftige" Standlautsprecher zu basteln. Die Lagrange haben 8 Ohm Impedanz, was zu der Angabe auf meinem Receiver (Marantz 1504) passt (>=6 Ohm Impedanz). Bei der Suche nach passenden Stand-LS ist mir aufgefallen, dass es (zumindest bei Lautsprechershop.de) kaum Stand-LS mit passender Impedanz gibt (zumindest was zwei- bzw. dreiwege-LS betrifft). Verpasse ich hier irgendwas? Warum ist das Angebot so klein, wenn die Forderung nach mindestens 6 Ohm meines Wissens nach zumindest keine obskure Ausnahme ist?

Gefunden habe ich die Tristar, die mir recht gut gefällt und auch ins Budget passt. Kann jemand etwas zu diesem Bausatz sagen oder hat evtl sogar den Bauplan für mich?

Ansonsten lasse ich mich auch gern von euren Tipps inspirieren!

Schöne Grüße,
David


[Beitrag von dlueneburg am 29. Jun 2014, 19:11 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#2 erstellt: 29. Jun 2014, 20:04
hallo david,
bauplan gibts beim kauf mit (im regelfall kopie des K+T-artikels)...oder z.b. die entsprechende K+T als epaper kaufen
alternative wäre evtl. eine conga

bausätze mit 8ohm gibts mehr, einfach mal die bausatzsuche benutzen.


was mir bei deinen zeilen aufgefallen ist: du redest von deinem marantz sowie, daß deine lagrange als satellit eingesetzt werden sollen: ist hier geplant, eine heimkinoanlage (4.x => 5.x) aufzubauen? wenn ja, würde ich mir hier an deiner stelle jetzt gleich gedanken um einen möglichen (liegenden???) center machen - ist bei allen hier genannten nicht möglich
dlueneburg
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 29. Jun 2014, 20:33
Hallo Martin,

mensch, die Bausatzsuche hatte ich tatsächlich noch nicht benutzt - ich hatte einfach nach impedanz sortiert, aber anscheinend sind dann nicht alle Bausätze dabei. Die Conga hatte ich auch schon mal auf dem Schirm, aber beinahe wieder vergessen. "Fermat" kannte ich bisher gar nicht!

Du hast recht, ich plane ein 5.x-System zu bauen. Der Center ist, wie du richtig erkannt hast - noch nicht gesetzt. Bisher dachte ich, dass ich einfach noch eine Lagrange baue.. Dass Center-LS liegen sollten ist mir bekannt, aber ich habe bisher keinen Kandidaten dafür gefunden. Was für Gedanken hast du dir denn dazu bisher so gemacht?

Ein Subwoofer ist bisher erstmal optional, ich glaube für meine Ansprüche ist das nicht unbedingt nötig (kein Fan von Action-Krachern). Aber mal sehen.
herr_der_ringe
Inventar
#4 erstellt: 29. Jun 2014, 23:17
hallo david,
um es mal vorneweg zu nehmen

Dass Center-LS liegen sollten ist mir bekannt

vergiss diese aussage ganz schnell!

aus gründen der homogenität sind die chassis der haupt-LS als auch des centers identisch. optimum sind hier natürlich drei identische LS, was jedoch in den allerwenigsten fällen realisierbar sein wird.
ein liegender center (TMT-HT-TMT) ist hier die zweitschlechteste möglichkeit eines centers überhaupt. in direkter achse noch unproblematisch, hat dieser unter achse immer stärkere einbrüche im wichtigen stimmbereich klick und führt damit seine existenz ad absurdum!
nach unten getoppt wird das nur noch von einem liegenden center mit anderen chassis.
.
.
.
nur: was dann?

- kombinationen wie z.b. monacor straight in kombination mit der monacor direct klick
- 3x kleinere zweiweger (wie z.b. eine cinetor etc)
- 3x lautsprecher mit koaxialchassis oder breitbänder (excel, cumulus, etc.; aufgrund der tieferen trennfrequenz gibt es oben angesprochene einbrüche nicht).
die fronts mit koax/BB/zweiweger können dabei mit einem aktiven sub als sockel ergänzt werden...der muß dabei auch nicht zwingend 20hz erreichen, was hier geld spart


[Beitrag von herr_der_ringe am 29. Jun 2014, 23:21 bearbeitet]
dlueneburg
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 30. Jun 2014, 19:03
Maaan, so ein Mist

Also mal angenommen ich würde mich für die Conga entscheiden, dann könnte ich als Kompromiss eine Bijou als Center dazu bauen, die hat zumindest beinahe die gleichen Chassis verbaut. Ganz billig ist das natürlich nicht :-/ Oder ist das eine doofe Idee? Vielleicht doch lieber drei Bijou? Ach manno

Die Conga würde vermutlich einen Sub überflüssig machen, oder? Wie gesagt muss ich nicht unbedingt Explosionen mit Originalpegeln in meinem Wohnzimmer haben

Die Cumulus sind mir ehrlich gesagt ein wenig zu klein (obwohl ich sie vielleicht vorher hören sollte ). Breitbänder gefallen mir optisch irgendwie so gar nicht, und das Auge hört ja bekanntlich mit..

Was sind eigentlich Koaxialchassis? Und was haben die verschiedenen Farben in der von dir verlinkten Grafik zu bedeuten (Nachtrag: Vermutlich sind das Messungen in unterschiedlichem Winkel zum LS?)


[Beitrag von dlueneburg am 30. Jun 2014, 19:20 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#6 erstellt: 30. Jun 2014, 22:19
eine conga lässt einen sub tatsächlich überflüssig werden. je nach system kannst du hier noch per equalizer eingreifen und ggf. den unteren frequenzbereich beeinflussen.

bijou als center ist ok, deine zeilen legen nahe, daß du das prinzip verstanden hast
ich selbst würde hier eher drei bijous bauen und den sub aktiv anfahren (optisch etwa so wie hier) oder hier. ggf. noch etwas sparen. großer vorteil ist hier, daß du die subchassis z.b. per DSP an den raum anpassen kannst (stichwort "raummoden").

probehören ist ein guter ansatz. entweder jemand hier direkt anschreiben, welcher die objekte der begierde schon gebaut hat (die meisten hier sind sehr umgänglich)....oder: deinem nick entnehme ich, daß du es bis HH (open air) oder HB (monacor) nicht allzu weit hättest?


koaxialchassis: klick

die farben stellen tatsächlich die darstellung der einzelnen winkel dar. im gezeigten beispiel: je größer der winkel, umso stärker der einbruch im stimmbereich.
dlueneburg
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 01. Jul 2014, 01:24
Danke dir für den Input, für die Entscheidung werde ich mir wohl noch etwas Bedenkzeit gönnen. Eine Frage hab ich aber noch: Wenn ich die Bijou zusammen mit den Conga baue geht die Bijou zumindest von der Größe her ja beinahe unter. Ist das nicht irgendwie.. unverhältnismäßig? Auch der unterschied im Wirkungsgrad ist mit 5dB glaube ich nicht ohne (Pegelrechnung ist bei mir aber schon ne Weile her). Sollten die Congas dann nicht vielleicht per Equalizer ein wenig gebremst werden oder liege ich falsch?
MBU
Inventar
#8 erstellt: 01. Jul 2014, 02:28

dlueneburg (Beitrag #1) schrieb:
Warum ist das Angebot so klein, wenn die Forderung nach mindestens 6 Ohm meines Wissens nach zumindest keine obskure Ausnahme ist?



Hi David,

bei meinem DENON AV-Amp sind auch 6 Ohm mindestens angegeben, aber das muß man nicht sklavisch beachten. Die Nennimpedanz eines Lautsprechers darf um ein Drittel unterschritten werden, d.h. das Impedanzminimum muß in diesem Fall bei 4 Ohm liegen, was auch viele 4-Ohm-Lautsprecher "können". Wenn du dazu mal den Impedanzschrieb meiner Mita ansiehst

http://www.uibel.net/bauvor/bv_box/mita2/mita2_impedanz.gif

Der Tieftöner ist ein 4-Öhmer, aber die 4 Ohm werden auch nicht unterschritten. Das ist aber nicht zwingend für jede Box so. Es kommt halt auf den Einzelfall an und es kommt auch auf den Frequenzbereich an, in dem die niedrige Impedanz auftritt. Im Mittel- Hochtonbereich ist das eher unkritisch, da hier nicht so hohe Ströme vom Verstärker abgefordert werden, daß dieser gleich in die Schutzschaltung geht.

Deine Auswahl an Boxen ist viel größer als du denkst.


[Beitrag von MBU am 01. Jul 2014, 02:28 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#9 erstellt: 01. Jul 2014, 23:38
hi micha,
bin mit deiner aussage nicht ganz einverstanden: lt. DIN sind meines wissens 20% abweichung zulässig. entspräche einer mindestimpedanz von tatsächlichen 4,8 ohm, was von der mehrzahl der vieröhmern leider unterschritten wird.
die zitierte mita schafft die 4,8ohm jedoch
MBU
Inventar
#10 erstellt: 01. Jul 2014, 23:56
Hi Martin,

man kann sich ja mal irren.

Die meisten AV-Amps dürften aber auch die 4 ohm verkraften, halt nur nicht auf 5 Kanälen gleichzeitig. Warum bauen die eigentlioch keine gescheiten Trafos und Netzteile ein, damit das Zeug auch 4 Ohm stabil wird?
herr_der_ringe
Inventar
#11 erstellt: 02. Jul 2014, 00:14

Warum bauen die eigentlioch keine gescheiten Trafos und Netzteile ein, damit das Zeug auch 4 Ohm stabil wird?

tja, micha...ich glaube das können uns nur die erbsenzähler erklären...
PokerXXL
Inventar
#12 erstellt: 02. Jul 2014, 01:10
Moin Micha

Die Antwort ist ganz einfach .
Anständige Netzteile und Trafos kosten langes.
Und die Kundschaft braucht da Dank der Werbungsgläubigkeit der Kundschaft immer mehr Audiokanäle und demnächst auch noch bestimmt 9k für die Videosektion.
So "notwendige" Feautures kosten halt und da spart man lieber an den kleinen "Unwichtigkeiten" wie NT`s und Trafos.

Greets aus dem Valley

Stefan
MBU
Inventar
#13 erstellt: 02. Jul 2014, 02:35
Ich renoviere gerade mein Wohnzimmer - einmal mit allem - streichen - Vorhangschienen, Vorhänge, Lampen, Teppichboden austauschen, Lautsprecher verkaufen, usw.. Nach Fertigstellung werden dann 5 Kanäle meines 7.1-Amps in Rente geschickt und es kommen nur noch 2 Boxen hin. Ich hoffe, daß mein betagter Denon AVR-3801 mit den Teufelchen (wenn ich die irgendwann in diesem Leben noch von Teufel zurück bekomme ) zurecht kommt. Der ist auch mit 6 Ohm spezifiziert, aber zwei 4-Öhmer wird er wohl verkraften, wenn die anderen 5 Kanäle "Däumchen drehen" dürfen.

Impedanzschrieb meiner Teufelchen in der geschlossenen Variante:

teufelchen
dlueneburg
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 10. Jul 2014, 21:58
Hallo Leute, ich habe nochmal eine Frage bzgl Lautsprecherbau. Ich habe mich nun für die Conga mit einer Bijou als Center entschieden und diskutiere mit meinem Nachbarn über das richtige Holz. Es wird (wieder) Multiplex werden, aber über die Stärke sind wir uns nicht einig. Mein Nachbar sagt, es wäre besser wenn wir 24mm starkes Holz nehmen, weil sich das besser verschrauben lässt (besonders Kribbelig ist die Vorderseite mit Fase, weil die Schraube dann recht weit nach innen rückt und wenn das Holz zu dünn ist, lässt es sich evtl nicht richtig verschrauben). Auf der anderen Seite müssten dann die Maße entsprechend angepasst werden um das Volumen einzuhalten (darauf muss man peinlich genau achten, richtig?).

Ich würde die Variante mit 20mm Holz bevorzugen und die Lautsprecher leimen, sein Einwand darauf ist aber auch nicht ganz unberechtig. Er sagt, beim Leimen bekommt man die Box nie wieder auf und außerdem wir es schwierig eine 1.05m hohe Box mit Schraubzwingen zu fixieren. Wie sind da eure Erfahrungen und was würdet ihr sagen?

Danke schonmal
herr_der_ringe
Inventar
#15 erstellt: 10. Jul 2014, 23:13
leim pur und gut is

schallwand evtl. mit 24mm wg. TT-chassis einfräsen, rest 20mm und ggf. aussteifen.
verleimen geht sogar mit 1,20m-LS, auf zwei böcke legen genügt.
und wozu willst die box wieder aufbekommen?
Black-Devil
Gesperrt
#16 erstellt: 11. Jul 2014, 22:01
Peinlich genau muss man auf das Volumen auch nicht achten. 5-10% hin oder her ist problemlos machbar, du musst die Außenmaße also nicht unbedingt ändern.
Nur Schrauben ist schon deshalb schlecht, weil man dadurch jede Menge Undichtigkeiten in Kauf nimmt.
MBU
Inventar
#17 erstellt: 12. Jul 2014, 01:13

dlueneburg (Beitrag #14) schrieb:

Ich würde die Variante mit 20mm Holz bevorzugen und die Lautsprecher leimen, sein Einwand darauf ist aber auch nicht ganz unberechtig. Er sagt, beim Leimen bekommt man die Box nie wieder auf und außerdem wir es schwierig eine 1.05m hohe Box mit Schraubzwingen zu fixieren. Wie sind da eure Erfahrungen und was würdet ihr sagen?


Schrauben haben im Lautsprecherbau nichts zu suchen, es sei denn zur Befestigung der Treiber und des Anschlussterminals. Meine "Teufelchen" (die schwarzen) sind trotz einem Meter Höhe auch "nur" geleimt.

diy-wettbewerb-details-2-2_442534

Natürlich bekommt man verleimte Gehäuse nicht mehr auf, aber das ist alles lediglich eine Sache der Planung. Alle "Innereien", d.h. im wesentlichen nur die Frequenzweiche, müssen so positioniert werden, daß diese durch den Ausschnitt des Baßtreibers oder des Anschlussterminals eingebaut werden können. In schwierigen Fällen kann man auch einen verschraubten Boden vorsehen.

Schraubzwingen braucht man eigentlich auch nicht. Wie das geht kannst du hier nachlesen.

Edith sagt: noch zwei Bilder vom Bau:

02280001 03010003


[Beitrag von MBU am 12. Jul 2014, 01:38 bearbeitet]
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