20er Sica BB in 60 L Br. plus Furnieranleitung

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joltec
Stammgast
#1 erstellt: 12. Jul 2019, 23:13
Hallo zusammen,

diesmal musste ein 8" Breitbänder her.
Die Entscheidung viel, und das nicht aus Kostengründen, auf den Sica LP 208.38/426T.
Ein pragmatisch konstruiertes und sauber gefertigtes Chassis, das auf technische Gimmicks, die sich oftmals nicht positiv
im Klang bemerkbar machen, verzichtet.
Der bestellte Bausatz heißt "BRHP75si" und ist bei Spectrumaudio erhältlich.

Wolfgang Vollstädt gibt 75 L Volumen an.
Meine Version hat 60 L - die untere Grenzfrequenz ist dadurch zwar geringfügig höher (laut BassCad 43 Hz (- 3 fb)) aber
das Gehäuse wesentlich wohnraumfreundlicher.
Original: 100x26x40 cm; meine Version: 104x26x31 cm.

Gegenüber dem Original habe ich das Bassreflexrohr nach hinten versetzt und anstatt Ringversteifungen vier
Streben eingesetzt.
Ich hatte noch Alubutyl übrig, welches bei diesem Projekt zum Einsatz kommt. Im oberen Drittel sowie auf Schall- und Rückwand
doppelt ansonsten einfach.
Das ganze Gehäuse wird, gemäß Original, mit Noppenschaumstoff ausgekleidet (angepunktet mit Heisskleber).

2019-05-29-10-54-03 20190523_182800 20190529_125158

Fortsetzung folgt.

Gruß Jörg


[Beitrag von joltec am 13. Jul 2019, 08:38 bearbeitet]
captain_carot
Inventar
#2 erstellt: 13. Jul 2019, 01:20
Die hab ich vor knapp anderthalb Jahren mal bei jemandem gehört, allerdings in den originalen 75L. War da schon positiv von angetan. Klanglich kann der Sica defintiv was für seinen kleinen Preis.
Ich hätte da tatsächlich gerne mal den direkten Vergleich zu den Axis AX6-HR gehabt, die ich mal gebaut habe. Könnte tatsächlich eng für die Gradient werden. Die AX8-HR wären natürlich der passendere Vergleich.

Denke mal damit wirst du viel Spaß haben.
joltec
Stammgast
#3 erstellt: 13. Jul 2019, 11:07
Die Axis AX8- HR hatte ich auch in Erwägung gezogen, zumal das Chassis einen hervorragenden
Eindruck macht.
Da ich bereits mit der Tuby LP (13er Sica) gute Erfahrungen gemacht hatte und die Sicas nur moderat, wenn überhaupt,
entzerrt werden müssen, was imho der Spielfreude zugute kommt, wurde es der Sica.
joltec
Stammgast
#4 erstellt: 14. Jul 2019, 20:31
Furnieranleitung:

Benötigte Utensilien:

20190708_182152

- Pattex Classic
- Cuttermesser
- dünnes Alurohr
- Andrückrolle (z.B. von Steinel)
- Klotz
- Pinsel (50mm)
- Stahllineal
- Reinigungsbenzin
- Schleifklotz
- Schmiergelpapier 120er, 180er, 240er, 320er

Jede Furnierseite wird mit 1 bis 2 cm Übermaß zugeschnitten.

1. Benetzen
Die zu furnierende Fläche und das Furnier werden mit Pattex dünn benetzt.
Ich habe die beste Kontrolle mit einem Pinsel. Ein Spachtel o.ä. geht aber auch.
Abschnittsweise vorgehen.
Das Pattex fängt nach wenigen Sekunden an zu trocknen. Daher den Kleber zügig mit kurzen und
schnellen Pinselstrichen auftragen.
Ca. 5 bis 7 Minuten ablüften lassen.
Das Alurohr auf der Box positionieren.
Bemerkung: Pattex klebt nur, wenn beide zu fügenden Werkstücke benetzt sind.

20190622_101319

2. Ausrichten
Das Furnier auf die Alurohre legen und so ausrichten, dass die Maserung/Textur längs zu Fläche verläuft bzw. der Überstand
an allen Seiten gleich ist.

20190622_101529

3. Positionieren
Das Furnier auf der Stirnseite andrücken. Damit ist es positioniert.

20190622_101749

4. Furnieren
Klotz auflegen. Alurohre herausziehen und Klotz nachführen.

20190622_101844 20190622_101916

5. Andrücken
Furnier mit einer Andrückrolle auf der ganzen Fläche andrücken.

20190622_102024_003

6. Beschneiden
Die Box drehen und den Überstand bis auf 1 bis 2 mm abtrennen.
Das Cuttermesser ritzend am Stahllineal langführen (will man mit einem einzelnen Schnitt das Furnier entfernen,
dann folgt das Messer in der Regel dem Faserverlauf - daher 3 bis 4 Mal ritzend).

20190622_103523

7. Kanten andrücken und schleifen
Box drehen, so dass sich die zu schleifende Kante oben befindet.
Darauf achten, dass die Box etwas über die Auflage hinausragt, so dass der noch zu entfernende
Restüberstand der gegenüberliegenden Seite nicht gequetscht wird.
Kanten mit der Andrückrolle nachdrücken. Die Rolle dabei leicht winklig führen.

Den Restüberstand mit einem Schleifklotz (120er Schmirgelpapier) entfernen.
Wichtig!!! Schleifdruck immer gegen das Werkstück und im rechten Winkel!!!

20190622_103751 20190622_103922

8. Schleifen und Kanten brechen
Hier muss jeder selber entscheiden, wie glatt oder rauh er die Oberfläche bevorzugt.
Ich schleife nacheinander mit 120er, 180er, 240er und 320er.
Um die Kanten leicht zu brechen, empfiehlt sich ein 320er Schmirgelleinstreifen, den man an jeder Seite
mit Daumen und Zeigefinger hält und dabei über die Kante zieht.

Tip
Es sieht professioneller aus, wenn man beim zuschneiden/kleben des Furniers darauf achtet,
dass sich der Maser-/Texturverlauf bei angrenzenden Flächen fortsetzt.
In meinem Fall ist es Front und Deckel.
Sollten sich Pattexkleckse auf dem Furnier befinden, so können diese problemlos mit Benzin entfernt werden
(Pattex benetzt nur die Oberfäche ohne tief einzudringen).

20190707_153602

fertig

Gruß Jörg


[Beitrag von joltec am 14. Jul 2019, 21:14 bearbeitet]
holger63
Inventar
#5 erstellt: 15. Jul 2019, 20:15
Sehr schöne verständliche Anleitung, danke!

Gruß,
Holger
joltec
Stammgast
#6 erstellt: 15. Jul 2019, 22:08
Das Furnier ist übrigens Makassar Amara fein.

20190701_191453

2x geölt und 1x mit Hermann Sachse Möbelwachs behandelt - ergibt eine seidenglänzende Oberfläche.

20190706_110023

Als Füße mussten diesmal Kugelgriffe (D25 M8) herhalten.
Dreipunktauflage.
Im Boden sind Gewindestangen eingelassen.

20190714_095216

Gruß Jörg
ennokin
Stammgast
#7 erstellt: 16. Jul 2019, 08:49
Schöne Boxen und wirklich gute Anleitung fürs Furnieren Ich habe bisher nur mit Lack und Folie Erfahrung gesammelt, Furnier wäre dann auch mal an der Reihe, wenn ich mir das so bei dir anschaue.
joltec
Stammgast
#8 erstellt: 16. Jul 2019, 14:16
@Holger
@Enno
Danke für die Blumen

Für mich ist das Furnieren die einfachste Art, ein professionelles Oberflächenergebnis zu erzielen.
Es gibt mehrere Methoden Furnier aufzubringen.
Die Pattexmethode ist beispielsweise der Bügelmethode grundsätzlich überlegen.

Gruß Jörg
captain_carot
Inventar
#9 erstellt: 17. Jul 2019, 12:01
Ich würde jetzt mal vorsichtig behaupten, das hängt ebenso wie die Kanten schneiden auch stark vom Holz ab.
Mit Maserfurnieren klappt das Schneiden z.B. gerade in Längsrichtung nicht besonders gut. Da kann vorsichtig 'umbügeln' und dann Kante schleifen deutlich besser funktionieren. Beim Schleifen muss man dann trotzdem vorsichtig vorgehen.
SaRaiFo Furnier lässt sich wohl sehr gut schneiden, leider gefällt mir davon aber nix wirklich.

In der Hinsicht würde ich jedenfalls ausprobieren empfehlen.

Bügeln oder Pattex Methode hat beides seine Vor- und Nachteile. Bügeln kann man ggf. auch an großen Fasen oder ausreichend großen Rundungen ganz gut. Dafür hat die Methode genug andere Tücken. Ein gewisser Vorteil beim Bügeln ist, dass man später auch noch mal nachbügeln kann. Leider war das bei mir allerdings auch einige Male nötig, obwohl ich sauber gearbeitet hatte. Ultimativ ist die Bügelmethode aus meiner Sicht jedenfalls nicht.

Seidige Oberfläche:
Kann man auch mit Hartwachsöl oder Bienenwachsbalsam bekommen. Generell mag ich Öl, Hartwachsöl und Wachs mittlerweile sehr gerne, u.a. auch weil sich damit schöne Oberflächen sehr oft leichter hinbekommen lassen als beim Lackieren mit Hobbymöglichkeiten. Kann ich also generell nur empfehlen.
joltec
Stammgast
#10 erstellt: 17. Jul 2019, 22:21
Man muss sich bei der Bügelmethode darüber im klaren sein, dass man, unter Verwendung von Weißleim, einen Kleber
zweckentfremdet, der nicht als Schmelzkleber konzipiert ist.
Hingegen ist Pattex ein Klebstoff für flächige Verbindungen - also genau das, was man beim Furnieren macht.
Da solch eine Verbindung klebt wie die sprichwörtliche Sau, ist ein Nachbearbeiten sowieso nicht notwendig.

Die ersten beiden Projekte (20Jahre her) hatte ich nach der Bügelmethode gemacht - das geht auch irgendwie
aber die Tücken sind: Furnier rollt sich beim Leimauftrag zusammen und kann reißen, Leimdurchschlag,
Furnier kann beim Bügeln reißen, spätestens bei der Oberflächenbehandlung via Lack, Öl etc. zeigen sich die
mangelhaft geklebten Stellen.

Das sind jetzt nur meine ganz persönlichen Erfahrungen.
Wenn jemand mit der Bügelmethode zufriedenstellende Ergebnisse erzielt, dann ist das natürlich auch ok

Gruß Jörg
holger63
Inventar
#11 erstellt: 19. Jul 2019, 18:14
Kleines OT

Man kann mit Pattex auch Metall furnieren..

20190719_181051

Gruß und OT Ende..

Holger
joltec
Stammgast
#12 erstellt: 19. Jul 2019, 23:37
Subwooferschallwand?
Ich habe mit Pattex auch schon etliche Materialpaarungen durch.
holger63
Inventar
#13 erstellt: 20. Jul 2019, 00:18
Ein Technics Plattenspieler
Holz24
Stammgast
#14 erstellt: 20. Jul 2019, 14:11
war der vorher wirklich grün ? - ist ja eher ne Farbe fürn Rasenmäher.
joltec
Stammgast
#15 erstellt: 20. Jul 2019, 16:08
Um den Sperrkreis auf meine Bedürfnisse anpassen zu können, habe ich einen von
außen zugänglichen Versuchsaubau gebastelt.
Dem Bausatz liegt auch ein Hochpass bei, den ich optional anschließen kann.

20190720_155644

Gruß Jörg
holger63
Inventar
#16 erstellt: 20. Jul 2019, 18:34
Hi, was ist das denn für ein Hochpass?
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#17 erstellt: 20. Jul 2019, 19:58
OT:
Das furnieren mit Pattex wollte ich auch schon immer mal testen, eben auch weil man andere Materialien so mit Holz verkleiden kann, wie dieser tolle Plattenspieler von Holger hier eindrucksvoll demonstriert

Bei der Bügelvariante klebe ich die zu leimenden Furnierteile mit Klebeband an den Rändern auf eine alte Holzplatte, so rollt sich da nix ein





PS
die Lautsprecher sehen übrigens sehr geil aus


[Beitrag von Steven_Mc_Towelie am 20. Jul 2019, 19:59 bearbeitet]
joltec
Stammgast
#18 erstellt: 21. Jul 2019, 11:11

holger63 (Beitrag #16) schrieb:
Hi, was ist das denn für ein Hochpass?


Das ist die sogenannte GHP-Methode - ein Chassis, welches eigentlich mehr Volumen benötigt,
soll so im Bass, per Vorkondensator, linearisiert werden.
Herr Vollstädt attestiert dem Sica nämlich, auch unter Verwendung der originalen 75 Liter, ein zu geringes
Volumen.
BassCad zeigt mir, selbst bei meinen "nur" 60 L, eine Überhöhung von lediglich 0,8 Dezibel im Bass.
Ich habe mit den Werksangaben simuliert .
Sica soll aber, einschließlich der Frequenzschriebe, diesbezüglich relativ dicht an der Wahrheit sein.
Der Hörtest wird's zeigen, ob der Kondensator vonnöten ist.

Gruß Jörg
holger63
Inventar
#19 erstellt: 21. Jul 2019, 11:16
GHP, ja.. Das kenne ich natürlich für geschlossene Gehäuse, aber du baust doch BR? Hast du das mal für BR simuliert?

ps habe grade bei spectrumaudio gesehen, dass die es empfehlen..


[Beitrag von holger63 am 21. Jul 2019, 11:19 bearbeitet]
joltec
Stammgast
#20 erstellt: 21. Jul 2019, 12:06
Die GHP-Methode ist tatsächlich eher bei geschlossenen Gehäusen anzutreffen.
Geht aber auch bei bassreflex.
Timmi hat dazu mal ausführlich referiert - die Details weiß ich aber nicht mehr.


[Beitrag von joltec am 21. Jul 2019, 19:02 bearbeitet]
captain_carot
Inventar
#21 erstellt: 21. Jul 2019, 18:28
Das hat der sogar mal bei der Wildcard mit Hornreflex gemacht und beim AW3000 BPHP mit Bandpass vierter Ordnung.

Ich hatte den Sica voriges Jahr selbst mit Hochpass gehört in den originalen 75 Litern. Wirkte sehr stimmig auf mich. Da das dem Sica auch noch entgegen kam, weil der Hochpass allzu tiefe Frequenzen unterhalb der Abstimmung nebenbei auch noch eliminiert wäre für mich der einzige Grund darauf zu verzichten, dass es raumakustisch (und natürlich raumspezifisch) ohne besser geht.

So oder so bin ich mal auf deine Meinung gespannt. Ich fand den klanglisch schon ziemlich überzeugend für nen 20er BB.
joltec
Stammgast
#22 erstellt: 21. Jul 2019, 21:13
Die Boxen spielen seit ein Paar Tagen.
Bisher sehr überzeugend
Bin noch bei der Feinabstimmung - es geht in Richtung ausgewogen, wobei sich
eine bestimmte Sperrkreiskonfiguration herauszukristallisieren scheint.
Ich werde berichten; auch bezüglich Vorkondensator.

Derweil eine Abdeckung gebastelt.
Ringe gefräst aus 10mm MDF.
Geklemmt mit Schaumstoffstückchen am Chassisdurchmesser.
Stoff rückseitig mit Sekundenkleber "getackert".

20190721_102812 20190721_094008

Gruß Jörg
chro
Inventar
#23 erstellt: 21. Jul 2019, 21:23
Toll erklärt

Das werde ich doch auch einmal ausprobieren müssen. Seit ich nicht mehr als Schreiner arbeite, bin ich auf Bügelfurnier ausgewichen (vorgefertigtes mit Schmelzkleber)

Das hat mir aber nie so richtig zu gesagt. Die Pattex Methode scheint da der richtige Schritt zu sein


P.S: Zumal ich noch richtig schickes Furnier in der Rumpelkammer habe


[Beitrag von chro am 21. Jul 2019, 21:24 bearbeitet]
joltec
Stammgast
#24 erstellt: 21. Jul 2019, 22:11

P.S: Zumal ich noch richtig schickes Furnier in der Rumpelkammer habe


Na dann ran an die Buletten
holger63
Inventar
#25 erstellt: 22. Jul 2019, 13:49
Die Abdeckung sieht gut aus. Überhaupt mag ich so ein Design, einfach und klar.
Sehr schön wären ein paar Frequenzgänge?
joltec
Stammgast
#26 erstellt: 22. Jul 2019, 18:19

holger63 (Beitrag #25) schrieb:
Überhaupt mag ich so ein Design, einfach und klar.
Sehr schön wären ein paar Frequenzgänge?

Ich mag's auch geradlinig ohne viel Firlefanz - Bauhausdesign.

Leider habe ich kein Messequipment, um hier messtechnisch etwas präsentieren zu können
Auch habe ich im Netz, bis auf den Frequenzschrieb auf der Spectrumaudioseite, nichts gefunden.

Gruß Jörg
captain_carot
Inventar
#27 erstellt: 22. Jul 2019, 18:35
Das wird ähnlich aussehen wie bei anderen großen BB. Wer linealglatte Frequenzschriebe will wird sich nach was anderem umgucken müssen.
holger63
Inventar
#28 erstellt: 22. Jul 2019, 19:32
Wenn du doch ab und zu nochmal was baust, wäre ein umik Mikrofon nicht schlecht.. So stimmst du jetzt den Sperrkreis nach Gehör ab, was sicher nicht optimal ist..
joltec
Stammgast
#29 erstellt: 23. Jul 2019, 19:58

holger63 (Beitrag #28) schrieb:
Wenn du doch ab und zu nochmal was baust, wäre ein umik Mikrofon nicht schlecht.. So stimmst du jetzt den Sperrkreis nach Gehör ab, was sicher nicht optimal ist..

Generell hast du da schon Recht.
Das Abstimmen beschränkt sich aber in diesem Fall auf den Sperrkreis - ich wechsel also nur Kondensatoren
und Widerstände (Spule bleibt fest). Das geht schon per Gehör.
Vielleicht schaffe ich mir aber irgendwann mal ne einfache Messtechnik an - Mikro an Android oder so etwas.

Gruß Jörg
holger63
Inventar
#30 erstellt: 23. Jul 2019, 20:42
Du brauchst nur ein Mikrofon, zb das umik. Die Software ist gratis. Aber der Sperrkreis ist in deinem Fall ja vorgegeben, und kleine Änderungen daran kannst du sicher auch per Gehör machen, da hast du recht.
joltec
Stammgast
#31 erstellt: 31. Jul 2019, 22:23
Das "Soundbuilding" ist zwar noch nicht ganz abgeschlossen aber ich schreibe schonmal etwas.

Die Alubutylgeschichte in Verbindung mit den Streben scheint das Gehäuse merklich zu beruhigen
und wird auch bei zukünftigen Projekten eine Rolle spielen.

Ich werde den Vorkondensator weglassen, da ich keinen Unterschied höre.
Wenn ich richtig informiert bin, dann ist solch ein Vorkondensator auch so eine Art
Subsonicfilter. Insofern für jemanden, der die Boxen mehr oder weniger im Patybetrieb betreibt,
vielleicht eine Überlegung wert.

Prinzipiell ist das Hören ohne Sperrkreis zwar möglich aber nach kurzer Zeit, zumindest für mich,
wenig erträglich (Präsenzbereich ist überbetont).
Mehr in Richtung Hifi geht's dann ganz klar mit dem Sperrkreis.
Mit dieser Beschaltung sind die Boxen sogar der Heco Einklang, welche ich vor ein Paar Monaten zu Besuch hatte,
überlegen.
Das Ergebnis ist bis dorthin mehr als zufriedenstellend aber...
Der Sperrkreis ist recht breitbandig ausgelegt, raubt den unteren Mitten dadurch etwas Substanz und scheint einen Peak im
Präsenzbereich nicht gänzlich beseitigen zu können.
Also da geht noch was...
...ich mir kurzentschlossen, und für einen halbwegs schmalen Taler, einen Equalizer besorgt;
ich weiß ich weiß - ganz viel Asche auf mein Haupt
Wer Messequipment und einen mini DSP besitzt ist hier klar im Vorteil - kommt irgendwann.

20190731_184233

Mit dieser Einstellung klingt es für mich auch tonal schon sehr gut - "komische" Töne erreichen das Ohr kaum noch.
Der Bass ist locker flockig, tief, konturiert und präzise.
Die wandnahe Aufstellung funktioniert einwandfrei.
Das ganze Klangbild ist von einer gewissen Schwerelosigkeit geprägt wozu
die excellente Feindynamik ihren Teil beiträgt.
Auffällig ist auch der recht große Sweetspot.
Es macht viel Spass aber dennoch sind die Boxen (viel) mehr als nur Spasslautsprecher.

20190727_110221 20190727_105829 20190727_110117

Gruß Jörg
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