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Klangunterschiede Kondensatoren in Franks Werkstatt

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Autor
Beitrag
kboe
Inventar
#51 erstellt: Gestern, 15:13

kölsche_jung (Beitrag #26) schrieb:

mein Highlight ist da


Danke für den Link!
Is ja voll arg.
Es ist mir absolut unmöglich, das f nicht zu hören....
jandus
Stammgast
#52 erstellt: Gestern, 15:16

flexiJazzfan (Beitrag #49) schrieb:
Solange die mechanisch-elektrischen Bauteile der Lautsprecher um mindestens eine Größenordnung mehr Signalverzerrungen und Artefakte erzeugen als die Gesamtheit der elektrischen-elektronischen Bauteile der „Kette“, ist mir unklar, wie man sich dem „Klang“ von Einzelbauteilen widmen kann ...



Der Lautsprecher ist auch im Zeitalter der digitalen Höchstleistungen immer noch das schwächste Glied in der elektroakustischen Übertragungskette. Er hat die schwere Aufgabe, sehr schnelle elektrische Impulse in Luftbewegung umzuwandeln. Ein Lautsprecher hat dann einen guten Wirkungsgrad, wenn er das möglichst ohne Verluste schafft. Einen solchen Lautsprecher muss man jedoch erst noch erfinden. Heutige Modelle wandeln leider 9/10 der eingegebenen Leistung in Wärme um.

https://www.thomann.de/de/onlineexpert_topic_lautsprecher.html
stoneeh
Inventar
#53 erstellt: Gestern, 15:28

flexiJazzfan (Beitrag #49) schrieb:
Meiner Meinung nach können diese Bauteile das gewünschte Signal nur in unzulässiger Weise „beschädigen“ wenn sie falsch dimensioniert und eben außerhalb ihres Arbeitsbereichs eingesetzt werden.


Definiere "falsch dimensioniert" und "außerhalb ihres Arbeitsbereichs eingesetzt". Klar, wenn ich nur die allerbesten Bauteile am Markt nehme, werde ich vermutlich nie in Bereiche der Signalverfälschung kommen, die anerkannte Hörschwellen überschreiten. Aber wenn man sinnvoll die Bauteile qualitativ, insb. preislich so wählt, dass sie sinnvoll in Relation zum Rest der Komponenten stehen, dann kann das schon vorkommen. Man muss auf jeden Fall informiert vorgehen, insb. Messreihen einsehen.. denn pauschal nach Art der Komponente kann man nicht entscheiden - je nach Hersteller und Produktlinie gibt's nennenswerte Unterschiede.

Messreihen gibt's zB in:

- Spulen: Hobby HiFi 4/2000, 6/2001, 3/2008, 4/2008, 5/2008, 6/2008, 1/2009
- Kondensatoren: Hobby HiFi 5/2000
- Widerstände: Hobby HiFi 3/2000

Anhand dieser lernt man zmd. mal grundsätzlich, was die Unterschiede grob sind, und in welcher Größenordnung sie ca. vorkommen. Ich nehme an, dass es auch aktuellere Tests geben wird; das sind nur die, auf die mich kboe mal hingewiesen hat (nochmal danke!). Dass auch aktuelle Bauteile nennenswerte hörbare Unterschiede haben können, ist im Link in Post #15 dokumentiert - die BH71 liegt am 16 Ohm Treiber bis ca. der 30 Vrms Messung innerhalb der Specs (maximale Belastbarkeit), fügt dort aber im Mittelton bereits bis mehrere zehntel % K3 hinzu, was nach ISO532B im Bereich der Hörschwelle liegt. Der Klirr der Spule übersteigt in dem Fall auch den Klirr des Treibers selbst, sogar um das vielfache.
Zudem sind viele der Ursachen von Klirr die selben Ursachen von IMD, und zu denen gibt's weniger unmissverständliche Erkenntnisse zur Hörschwelle, aber es ist allgemein anerkannt, dass sie einen signifikanten hörbaren Einfluss haben können. Etc.

Interessant zudem auch, dass gerade die günstige Rohrkernspule weit über ihre Specs hinaus performt, und sogar beim >10 fachen der Hersteller-Belastbarkeitsangabe einwandfreies nichtlineares Verhalten zeigt - was wiederum demonstriert, dass man gar nichts pauschal sagen kann, und wie ich eingangs schon sagte, man alles überprüfen und testen muss.

Also nochmal: es gibt harte Daten zur Fragestellung. Mehr davon, weniger Meinungen und Glauben. Man kann und soll auch, wie ich, selbst vermessen, wodurch man dann mehr weiß, und auch selbst Daten / Fakten der Diskussion beitragen könnte. Ein guter Teil von euch hat sicher ein Sammelsurium davon irgendwo in einem Karton, und es wäre ein einfaches sich da mal ein bisschen was zusammenzufrickeln.


[Beitrag von stoneeh am 01. Jan 2026, 15:37 bearbeitet]
Wave_Guider
Inventar
#54 erstellt: Gestern, 17:00
stoneeh schrieb:


(...)und sogar beim >10 fachen der Hersteller-Belastbarkeitsangabe einwandfreies

nichtlineares

Verhalten zeigt


Ich vermute einen Schreibfehler(?)
Weil sonst habe ich eine Wissens- und Kausal-Lücke

Grüße von
Thomas
stoneeh
Inventar
#55 erstellt: Gestern, 17:34
Die P50 2,7mH Spule ist laut hier mit 12 Watt Pmax spezifiziert. Ich habe die Spule mit bis zu 50 Vrms am 16 Ohm Lautsprecher vermessen; ca. 150 Watt also. Mehr als das 10fache der Herstellerangabe also. Bis dahin war der Klirr (nichtlineare Verzerrung) gegenüber dem unbeschalteten Lautsprecher kaum erhöht. So ist es gemeint.
(Ändert die Aussage nicht, aber ich erwähn's dazu: im kleingedruckten steht, dass die Pmax-Angabe für 8 Ohm gilt, und für 4 Ohm zu halbieren ist - bei 16 Ohm der Logik nach also zu verdoppeln; dann wär's nicht ganz das 10fache, aber noch immer das vielfache.)

Im Kontrast dazu ist die teurere H-Kernspule zB als deutlich belastbarer angegeben (31 Watt Pmax), zeigt aber bei denselben 50 Vrms eine dramatische Klirrsteigerung, von im unteren Mittelton <1% K3 des unbeschalteten Lautsprechers auf über 10% K3.

Darum u.a. sag ich, man muss jedes Produkt testen; bzw., wenn man Glück hat, kann man auf entsprechende Messreihen Dritter zurück greifen.
flexiJazzfan
Inventar
#56 erstellt: Gestern, 18:58
Warum muss ich jedes Bauteil außerhalb seiner Spezifikation testen ? Man kann das machen, aber dann sollte man doch gleich zerstörend prüfen, wenn man nur wissen will was die Teile "können". Wieviele Teile muss man testen, um allgemeine Aussagen über ein industriell gefertigtes Teil zu machen? Was hat das alles mit dem vorgesehenen Arbeitsbereich zu tun? Wie erfolgt denn die Entscheidung für die endgültige Dimensionierung? Wie wichtig ist teuer-billig? Ist das DIY Entwicklungsziel: billig muss es sein ? Frank weiß sicher, welche Spule den besten Klang hat.

Muss man das verstehen?

Gruß
Rainer
Wave_Guider
Inventar
#57 erstellt: Gestern, 20:26
Ei wäh - mein armer Kopf
Bitte renke ihn mir ein @ stoneeh:

- also das nicht-lineare Verhalten jener Spule über steigende Belastung,
- das war in seiner Nicht-Lineariät
- praktisch linear?

Ok, das wäre natürlich mal ein zusätzlicher Gesichtspunkt.

Im normalen Leben eines Fans von passiven Bauteilen, aber vielleicht gar nicht so nötig.
Denn der nimmt ja von vorn herein ihm koschere Spulen (auch wenn die eigentlich zu nieder-ohmig sind).

Nix für Ungut!

Danke für Deine Test-Reihen
und
Grüße von
Thomas
S04-Hotspur
Inventar
#58 erstellt: Heute, 06:58
Da ich die Untiefen der genauen und detaillierten technischen Zusammenhänge nicht verstehe und daher scheue, nutze ich mein Halbwissen und probiere etwas aus: Erfüllt die Monacor-Trafokern-Spule mit 8,2 mH, die ich günstig bei Kleinanzeigen bekommen konnte, vor dem 15-Zoll-Tieftöner ihren Zweck? Querkondensator und LCR-Glied gen Masse dazu und mit Hilfe von REW und Umik-1 messen. Wie sieht das aus? Wie hört sich das an? Wie passt der Mittel-Hochtonzweig dazu?

Ich freu mich wie Bolle, wenn es einigermaßen passt. Mehr habe ich sowieso nicht drauf. Mal sehen...

Andreas


[Beitrag von S04-Hotspur am 02. Jan 2026, 07:00 bearbeitet]
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