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Klangunterschiede Kondensatoren in Franks Werkstatt

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stoneeh
Inventar
#151 erstellt: Gestern, 10:30
Nur mal kurz zurück zu den wenigen Sachen, die auf jeden Fall fest stehen:

Wir diskutieren hier auf einer Plattforum namens HiFi-Forum.

"HiFi" ist kurz für "High Fidelity".

"High Fidelity" übersetzt sich auf Deutsch als "hohe Signaltreue" oder "hohe Wiedergabetreue".

Der Schallwandler, bzw. die Wiedergabekette, d.h. alles vom Abspielgerät bis zum Lautsprecher, soll also nur exakt das in elektrische bzw. mechanische Energie wandeln, was als Information am Tonträger vorhanden ist.
Abweichungen von Signal definieren sich in der Akustik, breiter gesprochen in der Elektrotechnik, Übertragungstechnik, Signal- und Systemtheorie als lineare und nichtlineare Verzerrungen; siehe zB Link in Post #59.
Lineare Verzerrungen sind Abweichungen vom idealen (d.h. komplett glatten) Frequenzgang und Phase, nichtlineare Verzerrungen sind Klirr, IMD, Kompression usw.


Wenn ich also sowas lese ...


stoske (Beitrag #128) schrieb:
Ob der Kondensator nun qualitativ besser oder schlechter ist, ob er seinen Wert genauer einhält oder nicht oder der Frequenzgang dadurch linearer wird oder nicht, spielt alles keine Rolle, weil all‘ diese Aspekte am Ende subjektiv und(!) suggestiv sowohl schlechter als auch besser empfunden werden können.


.. muss ich korrigieren, dass das sehr wohl eine Rolle spielt - zmd. nach den Regeln, nach denen wir hier spielen. HiFi bedeutet möglichst glatter Frequenzgang. Und das natürlich reproduzierbar.. man will zB bei einem Stereosystem nicht, dass die linke Box anders spielt wie die rechte, wegen einer Serienabweichung eines Frequenzweichenbauteils. Genausowenig will man im HiFi andere Arten von Verzerrungen, die vll. von Kondensatoren erzeugt werden.

Es wird nun natürlich stimmen, dass manchen Hörern manche Arten von Verzerrungen subjektiv gefallen. Hat nur nichts mit HiFi zu tun. Und wir sind hier halt im HiFi-Forum, nicht im Low-Fi Forum


Edit, Zusatz: der bei weitem überwiegende Teil der Hörer bevorzugt aber auch subjektiv HiFi. Dass ein linearer Frequenzgang bzw. Energiefrequenzgang das subjektiv beste Klangerlebnis bietet, haben umfangreiche empirische Untersuchungen von zB Harman gezeigt. Die allermeisten Lautsprecher am Markt sind deswegen möglichst linear abgestimmt. Das ist ein Konsens, der passt.


[Beitrag von stoneeh am 10. Jan 2026, 10:38 bearbeitet]
jandus
Stammgast
#152 erstellt: Gestern, 10:34
Und das schöne am Hifi-Forum.de ist,es gibt Teilnehmer mit viel Wissen, dafür bin ich Dankbar
Big_Määääc
Inventar
#153 erstellt: Gestern, 20:21
zum Glück ist die Hörkurve individuell,
das Lautstärkeempfinden sowas von unlinear,
und harmonische o. disharmonische Verzerrungen je nach Gemütslage bevorzugt,
so bleibt uns das Verschlimmbessern bis es richtig "klingt" erhalten
stoneeh
Inventar
#154 erstellt: Gestern, 22:16
Frequenzabhängige Empfindlichkeit des menschlichen Ohres ist bereits im Spektrum von Musik berücksichtigt. Dass es für unser Ohr richtig klingt, dafür sorgt der Musiker, und der Tontechniker im Studio - die Anlage zuhause muss dass dann nur mehr möglichst exakt wiedergeben. Den Raum kann bzw. sollte man wohl übrigens auch zum System bzw. der Signalkette dazuzählen, da er ja auch ein Resonator und Reflektor ist.

Wie dem auch sei, ein komplett verzerrungsfreies Wiedergabesystem gibt's nicht.. heißt ja nur "High Fidelity", nicht "Perfect Fidelity"
Big_Määääc
Inventar
#155 erstellt: Gestern, 22:43
bei welcher Lautstärke mischt der Mischa ab,
bei der gleichen wie ich zuhause hören möcht ?!

trifft halt nicht immer zu.

drum gabs den TaunusSound,
und das hat seinen Grund.

ok, das rechtfertigt noch lange kein Zinn/Goldfolien-Geschwurbel
Wave_Guider
Inventar
#156 erstellt: Heute, 02:04
Man könnte statt auf den eventuellen Dünkel von Kondensator-Verkäufer in der Dritten Hälfte des zweiten Lebens-Abschnittes blind zu vertrauen,
mal schauen, wie eigentlich noch original-hörige Kinder, solche Kondensatoren hören.

Kinder bekäme man günstig im Kinderheim ausgeliehen.


Grüße von
Thomas
stoneeh
Inventar
#157 erstellt: Heute, 10:55
Tatsächliche Versuche, weniger wichtig mit / durch wen, sind bei so einer Fragestellung natürlich immer anzuraten, bzw. notwendig. Den DIYer bzw. HiFi-Enthusiasten generell interessiert jeder potentielle Einfluss in einem Glied der Signalkette. In Hörtests von Dritten, wenn nicht gerade Blindtests an einer großen Anzahl (-> statistisch signifikant) von Testern / Getesteten, kann man nun nicht wirklich Vertrauen platzieren. Durch technisches Verständnis und diverse Messreihen, wie die der HH, auf die ich verwiesen hatte, kann man zmd. eine grobe Idee von der Signifikanz bzw. Größenordnung der zu erwartenden Unterschiede bekommen; aber wenn man's ganz genau wissen will, ist auch das nicht das letzte Wort. Eigene Versuche sind bei derartigen Fragestellungen also fast unumgänglich.

Bei meinen beiden ersten DIY-Lautsprechern mit Passivweiche, beide 2025 fertiggestellt, habe ich, wie ebenfalls bereits verlinkt, die Bauteile, bei denen nennenswerte quantifizierbare Unterschiede zu erwarten gewesen sind, überprüft, die gewählt, bei denen die messbaren Unterschiede am geringsten gewesen sind, darüber hinaus noch die Serientoleranz aller Teile verglichen, und die gemessene Übertragungsfunktion mit der simulierten verglichen (hat, mit Bauteilen "der erschwinglichen Klasse", jedesmal perfekt geklappt).
Bei beiden Projekten hatte ich schlussendlich eine finale Version in aktiv, die ich dann auf Passivweiche umgebaut hab. Qualitativ war sowohl vom messen als auch hören zwischen der aktiven und passiven wenig bis nichts um, womit das Thema bzw. die Fragestellung für mich auch schon erledigt ist.

In meiner Meinung bzw. Erfahrung ist das testen, und die Anstrengung / Hingabe beim testen, das wichtigste, und die Art bzw. Methodik des Tests sekundär. Man kann schlampig / uninformiert messen, und es kommt Mist raus, und man kann halbherzige Hörvergleiche durchführen, und es wird ebenso Mist rauskommen. Wenn man's wirklich will, kann man mit beiden Methoden weit kommen, und am besten sind für mich klar beide in Kombination. Aja, Qualität des "Messinstruments" ist bis zu einem gewissen Level relevant, aber "ach nööö kann mir keinen Klippel NFS leisten" oder "ach nööö habe alte Ohren" ist kein Argument.. auch mit bescheidenen Mitteln lässt sich viel erreichen, wenn man will.
P@Freak
Inventar
#158 erstellt: Heute, 13:56
Hallo,

Wave_Guider (Beitrag #156) schrieb:
Man könnte statt auf den eventuellen Dünkel von Kondensator-Verkäufer in der Dritten Hälfte des zweiten Lebens-Abschnittes blind zu vertrauen,
mal schauen, wie eigentlich noch original-hörige Kinder, solche Kondensatoren hören.

Kinder bekäme man günstig im Kinderheim ausgeliehen.


Grüße von
Thomas

das Lautsprecher und andere Komponenten wie Verstärker zu Entwickeln / Beurteilen / (Klang)richtig machen paar Jahrzehnte braucht ist ganz normal. Wirklich gute Entwickler haben daher meist einen grauen Haaransatz und lernen auch nach Jahrzehnten immer noch täglich dazu. Übrigens ist Unterschiede hören etwas anderes als absolutes hören. Deshalb ist das was du schreibst reichlich unpassend / undifferenziert.

Auch sind Kondensatorklang und ähnliche untergeordnete Themen die stets solche langen Beitragsverläufe nach sich ziehen genau wie Kabelklang / Netzfilter e.t.c.p.p. meist Komponenten die eine serielle Komponente in einer komplexen Signalkette sind wo auch das DA-VOR und DA-HINTER entscheidend / mit ein zu beziehen ist und das auch noch alles Frequenz- / Impedanzabhängig und was auf dem Signal-Ring genau passiert.. Man muss das alles also deutlich differenzierter sehen und genau das wird nicht gemacht wie man hier auch schön wieder sieht ... .

Der Wollbesockte Schlappen tragende HiFi-Stubenwächter ist da natürlich immer im Nachteil und eh stets nur ein Opfer der HiFi-Industrie.

P@Freak


[Beitrag von P@Freak am 11. Jan 2026, 14:34 bearbeitet]
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