Wie am besten Magnete in LS-Front einlassen und verspachteln

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Silenced_Music
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Mrz 2026, 12:23
Hallo zusammen,

ich werde in den nächsten Wochen mit der Hilfe eines Freundes ein Paar Lautsprecher selber bauen. Hierzu verwende ich 22 mm starkes MDF mit Grundierfolie. Ich habe fertige Bespannrahmen mit 6 eingelassenen Magneten. Nun möchte ich die Gegenstücke dazu im MDF versenken und so verspachteln und schleifen, dass die Oberfläche lackierbar wird.

Mein Plan bisher ist:
•Löcher mit 10 mm Durchmesser mittels Oberfräse 5 mm tief bohren
•10 mm x 3 mm Neodymmagnete (mit/ohne Schraubenloch) entweder festbohren oder kleben.
•Die restlichen 2 mm mit 2K Polyesterspachtel großzügig auffüllen und trocknen lassen
•Die Stellen von Hand mit 120 und 200er Körnung bündig schleifen
•Die Stellen grundieren
•Am Ende das ganze Gehäuse lackieren

Die Herausforderungen/Fragen:
•Hat das jemand schon einmal gemacht und kann mir sagen oder der Plan so aufgeht, verbesserungswürdig ist oder es bessere Optionen gibt?
•Wenn ich Magnete mit Bohrloch nehme, steigt die Gefahr für Lufteinschlüsse was bei Erwärmung ein Problem darstellt?
•Wenn ich keine Schrauben nehme, womit verklebe ich den Magnet am besten mit dem MDF?

Über ein paar Meinungen und Einschätzungen würde ich mich freuen.

Besten Dank im Voraus und viele Grüße
lotron
Stammgast
#2 erstellt: 10. Mrz 2026, 14:52
Hallo
Um nichts spachteln zu müssen, von der Rückseite der 22mm Frontplatte 18 oder 19 mm tiefe Löcher für die Magneten bohren und dort die Magneten einkleben. (z.B. Heißkleber)
Wegen 3-4 mm Holz zwischen Magneten testen ob die Magnetkraft noch ausreicht ( dickere Magneten einbauen)

Gruß Thomas
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Mrz 2026, 16:58
Hi, gute Idee danke. Oder es so machen wie du sagst und von innen/hinten verspachteln damit die 22 mm Stärke nicht unterbrochen werden. Dann kann man sich ja die ganze Schleif- und Grundierarbeit sparen.
VG
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 10. Mrz 2026, 17:18
Hab mal welche bestellt und mach die Tage ein paar Testbohrungen. VG
MBU
Inventar
#5 erstellt: 11. Mrz 2026, 03:07
Je nach Durchmesser der Magneten kann man anstatt die Rückseite zu Spachteln auch Holzdübel mit entsprechendem Durchmesser ein leimen. Den überstehenden Rest einfach abfräsen.
ESELman
Stammgast
#6 erstellt: 11. Mrz 2026, 08:54
Hi,

wie in #2 bereits beschrieben, bohre Sacklöcher von der Innenseite bis auf 1-2mm Restwandstärke und klebe di Magneten dann ein.
Das garantiert dauerhaft gute Lackierung, ohne daß Aufwölbungen oder Risse wie bei Spachteleien entstehen.

DerESELman


[Beitrag von ESELman am 11. Mrz 2026, 09:02 bearbeitet]
stoske
Inventar
#7 erstellt: 11. Mrz 2026, 10:04
Auch starke Neodym-Magnete sind nur stark auf Zug, aber deutlich schwächer auf Scherung. Eine Blende ist in der Regel senkrecht, es entsteht eine Kraft auf Scherung nach unten. Wenn die Magente von hinten oder einfach zu tief eingeklebt werden, dann kann die Blende leicht nach unten wegrutschen, also nicht exakt sitzen oder gar abfallen. Nur 2 mm tief kostet 90% der Kraft. Die volle Kraft gibt es nur bei Kontakt, deshalb darf der Abstand, bzw. die Deckschicht nur wenige 1/10 mm betragen.

Um die richtigen Positionen der Bohrlöcher zu finden, klebt man entweder ein paar Stücke Abdeckband übereinander, oder mit Klebeband ein dünnes Stück Balsaholz auf die Bohrstellen des Lautsprechers. Die einzuklebenden Magente kommen an die Blende, selbige wird dann fest und exakt auf die liegende Box gepresst. Die Magente drücken dann kleine Kreise ins Klebeband bzw. Balsaholz. So kann man genau Bohren. Hier besser mehrere kleine Magnete einsetzen, als wenige große.

Die Bohrlöcher für die Magnete müssen tiefer sein als der Magnet lang ist, sonst gibt es keinen Platz für den Kleber und die Magnete lassen sich nicht bündig eindrücken oder werden durch den Luftdruck wieder rausgedrückt. Zum Eindrücken ist die Rückseite des Griffs z.B. eines Schraubendrehers prima, wenn dieser nicht plan, sondern leicht "ballig" ist. So kann man mit Kraft einpressen und der Magnet kommt nur wenige 1/10 mm unter die Kante. Diese Vertiefung kann leicht, mit einem Metallspachtel, und dem Kleber selbst, plan gewischt werden, der optische Rest verschwindet unter dem Lack.

Die Magnete in der Blende sollten nicht vertieft eingeklebt sein, sondern blank und plan bleiben. Denn dort wird der Blendenstoff umgeschlagen, möglichst dünn und keinesfalls mehrlagig oder faltig,sonst wird der Abstand zu groß.

Ich habe magnetische Blenden auch für sehr große Lautsprecher immer so befestigt. Die Magnete hatten 5 mm Durchmesser, 8 mm Länge. 12 Stück davon halten eine Blende von 2 kg und 1,50 Höhe mehr als fest genug, sofern die Magnete nur knapp unter Lacktiefe liegen (Bohrtiefe ca. 15 mm).

Wenn man hier zu den Bildern scrollt, sieht man ein paar Fotos dazu, sowohl bei der Box als auch bei der Blende.

https://www.stoske.de/berichtneviges.html


[Beitrag von stoske am 11. Mrz 2026, 10:17 bearbeitet]
Sockratis
Stammgast
#8 erstellt: 11. Mrz 2026, 11:03
Sofern die Chassis von vorne montiert werden und der Bespannstoff das her gibt, werfe ich auch mal die Befestigungsschrauben der Chassis als Haftpunkt in den Raum. Hier können, bei entsprechender Gestaltung der Blende, die Magneten direkt auf den Sxhraubenköpfen aufliegen. Man braucht nur einseitig Magnetw und wie beschrieben, ist die Haltekraft so stärker als wenn die Magneten 2mm Luft zueinander haben.
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 12. Mrz 2026, 08:37
Moin und vielen Dank für die z.T. sehr ausführlichen Antworten. Da die Bespannrahmen schon fertig existieren scheiden welche, die direkt an den Chassis-Befestigungsschrauben haften aus. Ich werde von "innen" in die Front bohren/fräsen. Hab Magnete bekommen und die klemmen ein 5 mm MDF-Reststück recht fest. Ich werde aus einem Stück MDF eine Testschallwand (wollte ich eh machen) machen und eine optimale Bohrtiefe schrittweise ermitteln. 1mm Lack werde ich berücksichtigen. Danke für die Unterstützung.
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