Einen Dipol aus zwei Satelliten bauen?

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Torsten71
Stammgast
#1 erstellt: 18. Aug 2005, 11:10
Hallo zusammen!
Für mein kleines Wohnzimmer-Heimkino mit alten Teufel-Boxen (5 x M80, 1 x M800 passiv, dazu ein aktiver 15“-Selbstbausub) möchte ich im Rear-Bereich gerne auf Dipole wechseln.Infos zu den vorhandenen T.-Boxen: http://www.teufel.de/de/Support/Teufelmuseum/M80serie/

Weil mir die von Teufel derzeit erhältlichen Dipole nicht zusagen, habe ich daran gedacht, mir noch ein Paar weitere M80 zu besorgen (ersteigern o.ä.) und dann aus 4 M80-Boxen zwei Dipole im Selbstbaugehäuse zu stricken.

Meine Idee geht dahin, ein trapezförmiges Gehäuse zu bauen, dass im Innern aber komplett voneinander getrennt ist für beide Boxen. Das Gehäuse hat natürlich 2 x das Volumen der Einzelboxen. Beide Frequenzweichen bleiben erhalten wie sie sind, und die verstärkerseitigen Anschlüsse werden in Reihe geschaltet (evtl. von außen zugänglich, damit man die Polung noch ändern kann).
Hat so was schon mal jemand gemacht oder hat einer der „alten Hasen“ hier einen Einwand, warum das so ja gar nicht funktionieren kann?
Bin für jeden Hinweis dankbar.

Gruß,
Torsten
usul
Inventar
#2 erstellt: 18. Aug 2005, 11:16
Prinzipiell sollte das funktionieren. Wenn es möglich ist, solltest du die beiden Teile jedoch parallel schalten, damit beeinflussen sich die beiden weniger.
Torsten71
Stammgast
#3 erstellt: 18. Aug 2005, 13:00
Danke schon mal für die Antwort!
Ursprünglich hatte ich auch eine Parallelschaltung angedacht, befürchte aber, dass mein kleiner AV-Receiver (Centrum Titan 500 - billig, aber muss erst mal so bleiben) das auf Dauer nicht mitmacht. Von Teufel selbst wird übrigens für einen Anwendungsfall die Reihenschaltung in der Bedienungsanleitung empfohlen http://www.teufel.de/files/m80-800.pdf (Seite 4 des Dokuments). Daher hatte ich angenommen, dass sich die nachteiligen Beeinflussungen dann wohl in Grenzen halten sollte, oder?

Gruß,
Torsten
Christoph_Gebhard
Inventar
#4 erstellt: 18. Aug 2005, 13:15
Hi,

meiner Vermutung nach, dürftest du Problem im Bassbereich bekommen, da sich die Schallanteile bei dieser Wellenlänge fast komplett gegeneinander auslöschen.
Funktionieren könnte: die beiden Basschassis gleichphasig, Höchtöner gegenphasig.
Das bekommt man aber in eine Richtung des Trapezes wieder Probleme im Übernahmebereich der beiden Treiber (also dort, wo Hoch- und Tieftöner gegeneinander "verdreht" sind).
Ein Versuch wäre es aber wert.
Denn ob man diesen Schalldruckeinbruch im Präsenzbereich, der nur bei 50% des Diffusanteils auftrifft und eh größtenteils von Reflektionen und deren Ungleichmässigkeiten geprägt wird, wirklich bewusst wahrnimmt, sei dahin gestellt.

Gruß, Christoph
Torsten71
Stammgast
#5 erstellt: 18. Aug 2005, 14:35
Danke für Deine Einschätzung, Christoph!
Deine Aussagen kann ich nachvollziehen, aber wie machen es denn die "richtigen" Vollbereichsdipole? Die müssen ja das gleiche Problem haben, oder bekommen die das mit irgendwelchen Schaltungstrick auf der Weiche auf die Reihe?
Christoph_Gebhard
Inventar
#6 erstellt: 18. Aug 2005, 15:14
Hallo Torsten,

man muss hier ja unterscheiden zwischen Dipolen (wie z.b. Martin Logan), wo man auf der Dipol-Achse hört und Dipolen, für Rear-Einsätzen im Heimkino, wo man auf der Nullebene hört.
Im Heimkino-Einsatz soll ja bewusst kein Direktschall zum Zuhörer gelangen bzw. Schall der Ortungsinformationen überträgt (Mittel-Hochton) erst über Reflektionen.

Ein DIY-Dipol-Rear wurde in KT 3/01 getestet. Dort werden die Bässe durch einen Schaltungstrick bis 200Hz gleichphasig laufen gelassen und werden dann erst in der Phase gedreht. Die Hochtöner sind gegenphasig angeschlossen. Du würdest mit deiner "Notlösung" diesem Ideal schon relativ nahe kommen.

Ich empfinde übrigens für Rear-Einsätze auch einen Dipol als optimal. Ich könnte mir ein FAST-System hierfür gut vorstellen.
Eine 6 oder 8-Zöller läuft bis ca. 300Hz und darüber übernehmen zwei 3-Zöller gegenphasig angesteuert den Rest.

Gruß, Christoph
Torsten71
Stammgast
#7 erstellt: 20. Aug 2005, 17:34
Danke nochmal,
ich werd mich jetzt mal auf die Suche nach den entsprechenden LS begeben und dann basteln, sobald ich Zeit hab.
Wenn es Ergebnisse gibt, sag ich in diesem Thread bescheid - kann allerdings noch etwas dauern...

Bis dahin,
Torsten
Christoph_Gebhard
Inventar
#8 erstellt: 22. Aug 2005, 13:14
Hallo Torsten,

mir ist noch eingefallen, dass du, wenn du ein Trapez baust, die Treiber einfach parallel, gleichphasig laufen kannst. Die Spitze das Trapezes muss dann Richtung Hörer strahlen. Du erreichst schon allein durch die Bündlung somit "auf Achse" eine Reduzierung von Direktschall im Hochton- und oberen Mitteltonbereich.

Gruß, Christoph
A.S.K.
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 28. Sep 2006, 18:24
Hallo zusammen,
hallo Thorsten,

hast Du das Projekt schon angefangen?

Ich habe ähnliches vor, und deine Erfahrungen sind da sicher nur von Vorteil.


Grüße

Klaus
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