4-Wege mit DCX 2496 durch teilpassiv?

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almaron
Neuling
#1 erstellt: 06. Okt 2005, 16:19
Hallo allerseits,

erstmal Lob und Anerkennung an die Fachleute in diesem Forum. Als alter Highender (na ja, heute eher alt als High) war ich ca. 15 Jahre lang fast untätig gewesen. Hier hatte ich nach vielen Nächten mühsam vergessenes Wissen reaktiviert und staunend neue Erkenntnisse gewonnen, also nochmal: s.o.

Nun hat mich wieder der Virus gepackt - Abwesenheit der Ehefrau (3 Wochen!), baldiges Weihnachtsgeld und nicht zuletzt die Anregungen hier münden in gewaltiger Motivation zur Konstruktion eines "Männerlautsprechers" alter (und dank der Digitaltechnik) auch neuer Schule.

Es soll eine aktive Vierwegekonstruktion werden, die ein untadeliges Abstrahlverhalten auf Achse und im Diffusfeld mit niedrigen Klirrwerten und einem vernünftigen Wirkungsgrad kombiniert. Den bestmöglichen Kompromiss (auch hinsichtlich meiner Geldbörse) meine ich nach Lektüre vieler Beiträge hier gefunden zu haben. Allerdings bleibt ein klitzekleines :-) Problem übrig: Meine DCX 2496 bietet nur 3 Wege.

Jetzt gäbe es die Möglichkeit, die beiden Morels (MDT40 u. MDM55 dicht übereinander habe ich eingeplant) passiv zu verheiraten (soll ja bei diesen Exemplaren einfach sein) mit 24dB/Okt. bei ca. 2,5kHz und die restlichen zwei Übergänge bei 800/200Hz der DCX überlassen. Damit sähe die DCX einen breitbandigen Mittelhochtöner mit Trennung ab 800Hz.

Mit welchen Einschränkungen bzw. Problemen habe ich bei dieser Vorgehensweise zu rechnen?

Viele Grüße
Almaron
Granuba
Inventar
#2 erstellt: 06. Okt 2005, 16:23

Mit welchen Einschränkungen bzw. Problemen habe ich bei dieser Vorgehensweise zu rechnen?


Ich sehe keine Probleme, aber warum dann nicht gleich voll aktivieren und auf ein Chassis verzichten? 3 Wegekonstruktionen sollten deine Ansprüche doch auch erfüllen, guck dir unter anderem mal diesen Thread an:

http://www.hifi-foru...4508&back=&sort=&z=1

Harry
almaron
Neuling
#3 erstellt: 06. Okt 2005, 16:47
Hallo Murray,

ich möchte ein homogenes Rundstrahlverhalten erreichen, da ich beim Musikhören oft andere Sachen mache (mich also im Raum bewege) und/oder auch mehrere Personen gleich gut hören können sollen. Zudem hat mein Wohnzimmer eine Akustikdecke, die insbesondere mittlere und höhere Frequenzen gut dämpft. Es darf dort also reichlich Energie in das Diffusfeld abgestrahlt werden.

Daher wäre die Richtwirkung eines Konusmittel (oder gar -Tieftöners) vor Übernahme des Hochtöners fehl am Platz (zumindest an den meisten :-). Also muss eine Mitteltonkalotte ran, die weniger gerichtet abstrahlt.

Am unteren Ende hätte ich gerne zwei 30er TTer, die einen halbwegs vernünftigen Pegel im Bass erbringen können. Da die Gefahr besteht, dass die beiden TTer bei der anvisierten Übernahmefrequenz von 600...800 Hz zur MT-Kalotte viel zu stark bündeln, muss ein vierter Weg her.

Damit besteht darüberhinaus die Möglichkeit, im kompletten Grund- und Tieftonbereich eine echte d'Apollito-Anordnung aufzubauen und die Abstrahlung in vertikaler Richtung (bei diesen Frequenzen funktioniert meine Akustikdecke nicht mehr gut) einzuschränken.

Viele Grüße
almaron
ochse
Stammgast
#4 erstellt: 06. Okt 2005, 20:56
Mal ein ganz ketzerischer Vorschlag...

Die DCX-2496 kostet zwar 240 Euro, aber warum nicht eine eine für Likns und eine für Rechts einsetzen??

1. Weiche und(!) Endstufen sind nahe an den Lautsprechern unterbringen.
2. Du brauchst euf keinen der gewünschten 4 Wege zu verzichten
3. mit nur 2x1 Kabeln vom VV zur Weiche gehen finde ich besser als mit 2x4 Kabeln von der Weiche zu den Endstufen zu gehen.
4. Die dann "übrige" DSP Leistung und freien Anschlüsse kannst Du für
- "tuning" von Frquenzgang und Impulswiedergabe
- eventuell später für das Auskoppeln von SubWoofer
einsetzen

Blos mal so als Denkanstoss...

Gruss,
Winfried
A._Tetzlaff
Inventar
#5 erstellt: 07. Okt 2005, 00:10
Hallo!
An Deiner Stelle würde auch ich eine Dreiwegkonstruktion vorziehen. Selbst mit 30 cm-Bässen wird das Rundstrahlverhalten kein Problem sein. Deine Mitteltonkalotte würde ich durch Konusmitteltöner ersetzen, denn sie lassen sich tiefer ankoppeln (und sind pegelfester, was bei zwei großen TT wohl sinnvoll ist). Deine Bedenken bzg. des Rundstrahlverhaltens kann ich zerstreuen, 1. richten z.B. 30cm-LS erst ab 1,5 kHz (ach ja, die Hochtöner übrigens auch) merklich und 2. hat ein gerichtetes Abstrahlen auch Vorteile, wie geringere Interferenzen und weniger Diffusschall, der im Raum rumeiert.
almaron
Neuling
#6 erstellt: 08. Okt 2005, 23:10
Vielen Dank für die Anregungen,

ich bin die letzten beiden Tage nochmal in Klausur gegangen und habe alles überdacht.

Ich befolge Euren Rat: Es werden nun doch Dreiweger.

Eine zweite DCX kommt aus finanziellen Gründen nicht in Frage (das Projekt reizt mein Vergnügungsbudget eh schon voll aus). Die mit nur einer DCX bei einem Vierweger erforderliche Teilpassivlösung empfinde ich als Risiko, da noch nicht ausreichend durchdacht.

Zwei Dreißiger brauchen auch mit Entzerrung locker 180 Liter Volumen, da wird der WAF kritisch. Und das Holz ist auch nicht gerade billig bei so großen Gehäusen.

Die Entscheidung ist gefallen: Ich werde mich an die Konstruktion von US (er sei hiermit gegrüßt :-) anlehnen, da sie mir als ein sehr gut durchdachtes Aktivkonzept erscheint, das darüberhinaus (so scheint mir) sehr gut in meinen Hörraum passt. Allerdings glaube ich die TTs senkrecht übereinander anordnen zu müssen, da ein "schräges" Abstrahlverhalten nicht zu in mein "Lastenheft" passt.

Bestückung: Zwei GF200 pro Box, den Rest übernehmen Morels MDT40 u. MDM55. Äussere Abmesungen: 150 x 50 x 25 cm. Inneres Volumen: 110L. Als Schmankerl ist die Front mit Teppichboden bezogen. Weiche: DCX. Endstufen: Terratec SINE PA 460 und PA 200 (Hier bin ich mir noch nicht ganz sicher).
Zwei bereits erworbene Thomann t.amp S-75 muss ich wegen Rauschen und Brummen zurückschicken.

Was den Hochtöner angeht, könnte ich bei dem Bändchen Expolinear NDRL 81 MKII schwach werden (kenne ich erst seit 2 Tagen). Werde mal vorsichtig bei meinem Händler anfragen, ob er die MDT40 noch canceln kann (Auch hier bin ich mir noch nicht ganz sicher).

Bin schon ganz ungeduldig. Und es kommen Erinnerungen an meine BM12 auf, die ich mir (lange ists her) nach meiner Zeit als Werkstudent (so könnte man es nennen :-) bei Backes und Müller in Homburg unter den Nagel gerissen habe. Mein Kollege (mit dem ich zusammen dort war) hat sein Paar heute noch, ich meines nicht mehr.

Vielleicht ließe sich ein Hörvergleich organisieren, das wäre doch hochinteressant, oder?

Viele Grüße
Bela (ist mein richtiger Name)
Granuba
Inventar
#7 erstellt: 08. Okt 2005, 23:17

Ich befolge Euren Rat: Es werden nun doch Dreiweger.


Fein, du ersparst dir einige Mühe!


Zwei Dreißiger brauchen auch mit Entzerrung locker 180 Liter Volumen, da wird der WAF kritisch. Und das Holz ist auch nicht gerade billig bei so großen Gehäusen.


Stimmt, immer dieser WAF!


Die Entscheidung ist gefallen: Ich werde mich an die Konstruktion von US (er sei hiermit gegrüßt :-) anlehnen, da sie mir als ein sehr gut durchdachtes Aktivkonzept erscheint, das darüberhinaus (so scheint mir) sehr gut in meinen Hörraum passt. Allerdings glaube ich die TTs senkrecht übereinander anordnen zu müssen, da ein "schräges" Abstrahlverhalten nicht zu in mein "Lastenheft" passt.


Ich wage zu behaupten, daß dieses Konzept technisch und akustisch ausgezeichnet ist! Aus der Entfernung betrachtet...


Was den Hochtöner angeht, könnte ich bei dem Bändchen Expolinear NDRL 81 MKII schwach werden (kenne ich erst seit 2 Tagen). Werde mal vorsichtig bei meinem Händler anfragen, ob er die MDT40 noch canceln kann (Auch hier bin ich mir noch nicht ganz sicher).


Wenn das Geld nicht wäre....


Zwei bereits erworbene Thomann t.amp S-75 muss ich wegen Rauschen und Brummen zurückschicken.


Oha, erzähl mehr, bislang hörte ich nur Gutes über die Teile!


Als Schmankerl ist die Front mit Teppichboden bezogen.


Der gute Flokati!


Vielleicht ließe sich ein Hörvergleich organisieren, das wäre doch hochinteressant, oder?


Prinzipiell wäre schon ein Probe hören meinerseits sehr interessant!
Schönen abend noch!

Harry
detegg
Inventar
#8 erstellt: 08. Okt 2005, 23:35
Hallo Bella,

... irgendwie ähneln sich unsere "Probleme" - Frau/Zeit/Geld verhindert seit Monaten die Fertigstellung meines "Männerlautsprechers"

... vielleicht findest Du hier http://www.hifi-foru...755&postID=last#last etwas Nahrung - mein Ansatz verwendet allerdings Konüsse im MT-Bereich.

Gruß
Detlef
tiki
Inventar
#9 erstellt: 09. Okt 2005, 00:18
Hallo Bela,
schau Dir doch mal diesen Monacor im Vergleich zum GF200 an:
http://www.monacor.d...id=3734&spr=DE&typ=u
Dessen größeren Bruder hab ich verbaut, der ist auch in deutlich kleineren Volumina gutmütig (mit DCX entzerrt). Hier sind noch ein paar erklippelte Daten von ihm zu sehen (ich vermute, die sind ziemlich vergleichbar mit dem 225er:
http://poolux.psycho.../chassis/SPH275C.gif
Gruß, Timo
almaron
Neuling
#10 erstellt: 09. Okt 2005, 00:36
Hallo,

@Murray
Die S-75 rauschen und brummen, bei offenen oder beschalteten Eingängen, unabhängig vom eingestellten Pegel deutlich hörbar. Ein Mitarbeiter von www.thomann.de erzählte, daß dieses Problem (der kompletten S-Serie) bekannt wäre und auch schon andere zurückgeschickt worden wären.
Liegt meiner Meinung nach an der mitten in die Platine mit der signalverarbeitenden Elektronik hineingebauten Netzteilsektion (Gleichrichter, Kondensatoren).

Schade eigentlich, denn rein optisch sind die Teile sehr solide verbaut. So muss ich halt noch warten, da die Terratecs noch nicht lieferbar sind.

@detegg
Ein sehr schönes Projekt, so etwas ähnliches hatte ich ebenfalls geplant. Das Risiko war mir aber zu hoch, zumal ich nicht auf vorhandene Töner zurückgreifen kann und alles neu kaufen muss. Jedenfalls ist die Problematik der vertikalen Interferenzen/Trennfrequenzen/des Abstrahlverhaltens nicht trivial, entsprechend sind ja in dem Thread auch einige Anregungen gekommen.

PS: Hast du die Holzkosten schon kalkuliert?

Was den WAF angeht - ich habe noch 14 Tage Zeit, um "vollendete" und c.a. 50 kg schwere, für zarte Frauenhände nicht fortzuschiebende Tatsachen zu schaffen :-)

@tikki
Stimmt, der wäre auch möglich gewesen. Aber preislich ist kaum Unterschied, und der Visaton hat etwas mehr Hub (glaube ich mal).

Viele Grüße
Bela
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