Von 4 Ohm auf 8 Ohm umrüsten

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artoc
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 14. Nov 2005, 10:47
Moin

Kann ich einen 4 Ohm Lautsprecher "aufrüsten" zu einem 8 Ohm, indem ich einfach nur einen Wiederstand in die Leitung einbringe, oder bekomme ich dann schwerwiegende einbußen in den Klangeigenschaften meines Lautsprechers?

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit einen 4Ohm Lautsprecher auf 8Ohm Wiederstand zu bringen?

Gruss Artoc
UweM
Moderator
#2 erstellt: 14. Nov 2005, 11:21
Hi


Kann ich einen 4 Ohm Lautsprecher "aufrüsten" zu einem 8 Ohm, indem ich einfach nur einen Wiederstand in die Leitung einbringe,


Könnte man, indem man einen Ohm Widerstand (nicht Wiederstand) vorschaltet. Der müsste dann aber etwas die gleiche Belastbarkeit aufweisen, wie die Box auch, also irgenwas zwischen 50 und
200W. Die Dinger sind groß, teuer und schwer zu kriegen.


oder bekomme ich dann schwerwiegende einbußen in den Klangeigenschaften meines Lautsprechers?


Ja, ganz sicher. Dämpfungsfaktor des Verstärkers sinkt auf verschwindend kleine Bruchteile. Ja nach Impedanzverlauf des Lautsprechers sind massive Veränderungen des Frequenzganges zu erwarten.


Gibt es überhaupt eine Möglichkeit einen 4Ohm Lautsprecher auf 8Ohm Wiederstand zu bringen?


Nich ohne Klangeinbußen.

Grüße,

Uwe
PA-Meister
Stammgast
#3 erstellt: 14. Nov 2005, 12:25

Dämpfungsfaktor des Verstärkers sinkt auf verschwindend kleine Bruchteile

Nö, der wird ja dann besser, durch die höhere Impedanz.

Generell geht es nicht, die Impedanz zu verändern.
Wozu auch? Du verbrätst nur Leistung.
UweM
Moderator
#4 erstellt: 14. Nov 2005, 12:33
Wird er nicht. Den zusätzlichen Widerstand musst du zum Ausgangswiderstand des Verstärkers addieren.

Der Dämpfungsfaktor, der tatsächlich an den Klemmen der Lautsprecher wirksam ist, vermindert sich auf ein Bruchteil.

Grüße,

Uwe
Perlhuhn
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 14. Nov 2005, 13:23
Moin,
die Belastbarkeit des Widerstandes muß nicht prinzipiell 50-200W betragen; dies hängt in erster Linie von der Position des Widerstandes ab: vor dem TT sicher richtig, vor dem HT reichen aber 10 W.
Erhöht man die Impedanz im HT-Bereich durch einen Vorwiderstand, so ist auch die Filterauslegung davon bertoffen: die Werte werden kleiner, was dann ja auch nicht so teuer ist.
Ein Vorwiderstand vor dem TT verschlechtert die Tieftonqualität im Allgemeinen, allerdings schlägt Peter Strassaker einen Vorwiderstand vor dem TT vor, um die untere Grenzfrequenz zu verkleinern. Tja...

Gruß Stephan
depeche
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 14. Nov 2005, 13:40
Was würde passieren wenn man 4 Ohm Boxen an einen 8 Ohm Receiver schliessen würde, ohne irgendwelche Vorwiderstände?
Perlhuhn
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 14. Nov 2005, 13:49
Ich glaub, das kann man so pauschal nicht beantworten. Das hängt vom Impedanzminimum, vom Verstärker und von der eingestellten Lautstärke ab.
Hab an nem alten Sourroundreceiver, der wohl für 8Ohm Boxen ausgelegt ist, Lautsprecher mit 3,7 Ohm Impedanzminimum drann und bisher ist noch nichts abgefackelt, höre allerdings auch nicht sehr laut.

Gruß Stephan
Onemore
Inventar
#8 erstellt: 14. Nov 2005, 13:52

depeche schrieb:
Was würde passieren wenn man 4 Ohm Boxen an einen 8 Ohm Receiver schliessen würde, ohne irgendwelche Vorwiderstände?


In aller Regel passiert nichts. Wird der Receiver durch sehr hohe Lautstärke über Gebühr gefordert, dann sollte er einfach abschalten. Ist er nicht mit einer Abschaltsicherung versehen, dann könnte es allerdings zu einem Defekt der Endstufen kommen.
tede
Inventar
#9 erstellt: 14. Nov 2005, 16:14
Hallo zusammen,

die einzig "sinnvolle" art aus einer 4Ohm Box eine 8Ohm Box, oder umgekehrt, zu machen ist die verwendung eines Übertrager, der die Impedanz entsprechend Transformiert.

Vorschalten von Widerständen ist meiner Meinung Unsinn.

Durch den Anschluss von 4Ohm Lautsprecher an eine Endstufe, die für 8Ohm Lautsprecher dimensioniert ist, wird die max. Ausgangsleistung sinken, und die Verlustleistung in der Endstufe ansteigen.
Ob dabei eine evtl. vorhandene Übertemperatursicherung anspricht, oder was kaputt geht, hängt sehr davon ab, wie der Verstärker dimensioniert ist und wie stark er Leistungsmäßig gefordert wird.

Grüße
Thomas
PA-Meister
Stammgast
#10 erstellt: 14. Nov 2005, 16:23
[quote]Wird er nicht. Den zusätzlichen Widerstand musst du zum Ausgangswiderstand des Verstärkers addieren.[/quote]

Kommt auf die Betrachtungsweise an. Der Dämpfungsfaktor des eigentlichen Verstärkers wird besser, der Lautsprecher hat aber nichts davon.
[quote]Durch den Anschluss von 4Ohm Lautsprecher an eine Endstufe, die für 8Ohm Lautsprecher dimensioniert ist, wird die max. Ausgangsleistung sinken, und die Verlustleistung in der Endstufe ansteigen.[/quote]
Die Verlustleistung in der Endstufe wird sinken, weil der verstärker an einer höheren lastimpedanz arbeitet.


[Beitrag von PA-Meister am 14. Nov 2005, 16:24 bearbeitet]
tede
Inventar
#11 erstellt: 14. Nov 2005, 17:17
@PA-Meister

die Verlustleistung in der Endstufe wird ansteigen, wenn der Verstärker an einer niederigen (4Ohm statt 8Ohm) impedanz arbeitet. (so wie ich es geschrieben hab)

Dass der Dämpfungsfaktor des Verstärker steigt, wenn die angeschlossene Impedanz größer wird, ist schon richtig, aber hier nicht relevant.

Wichtig für den Lautsprecher ist der Widerstand, den er als Ausgangswiderstand der Endstufe "sieht". Wenn wie im beispiel oben, zwischen einem 4Ohm Lautsprecher und der Endstufe ein 4Ohm Widerstand geschaltet wird, dann "sieht" der Lautsprecher eine Endstufe mit 4Ohm+(Ausgangswiderstand der Endstufe), so dass für den Lautsprecher ein Dämpfungsfaktor kleiner 1 wirksam wird.

Grüße
Thomas
artoc
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 14. Nov 2005, 23:05
Moin

Also ich habe einen 8Ohm Verstärker und 4Ohm Lautsprecher, daher die Frage.
Meine Sorge war halt, dass es ein böses Ende für den Verstärker nehmen könnte, wenn die Lautsprecher zu viel Energie ziehen. Ich hör zwar nicht sonderlich Laut, wollte aber trotzdem auf Nummer sicher gehen.
Scheint wohl aber doch mit einem erheblichen Aufwand verbunden zu sein, der sich im Endeffekt nicht lohnt, da die Klangeinbußen zu groß sind.

Gruss Artoc
fuz386
Stammgast
#13 erstellt: 14. Nov 2005, 23:22
Hallo

Dürfte in den meisten Fällen überhaupt kein Problem sein.
Eine Modellbezeichnung währe aber trotzdem nicht schlecht, um ganz auf Nummer sicher zu gehen.

Ich verweise, so wie es hier fast täglich gemacht wird, einfach einmal auf diesen tollen Artikel von Nubert: http://www.nubert.de/downloads/ts_38-39_impedanz.pdf
Umbedingt durchlesen und wenn etwas nicht klar ist fragen.

Gruß, Philip
artoc
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 14. Nov 2005, 23:42
Moin Philip

Danke für den durchaus lehrreichen Link, jetzt bin ich um einiges Schlauer.

Mein Lautstärkeregler bewegt sich innerhalb der ersten 40 Prozent, oder sogar nur 30 (hehe, ich hab angst dass ich sonst die Lautsprecher ganz einfach in die Luft jage).

Bei den Lautsprechern handelt es sich um die Visaton VOX 80, selfmade.

Nennbelastbarkeit 20 Watt
Musikbelastbarkeit 30 Watt
Nennimpedanz 4 Ohm

(Nach Visaton Datenblatt)

Mein Verstärker hat 2 X 75 Watt an 8 Ohm.

Gruss Artoc
fuz386
Stammgast
#15 erstellt: 15. Nov 2005, 00:20
Hallo

Schön dass ich helfen konnte

Der (ziemlich überdimensionierte) Verstärker dürfte nicht mehr als "handwarm" werden.
Achte einfach darauf, dass die Höhen sauber bleiben (nicht verzerren) und der Basslautsprecher keine "klackende" Geräusche macht.
Dann kann so gut wie nichts passieren.

Gruß, Philip
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