Hornella, Olsen-Wand-Horn für 10er Treiber

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Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 03. Dez 2005, 02:26
Hi Folks,

Nach Wochenlanger vorarbeit am Rechner und in der Werkstatt, will ich nun dieses wirklich tolle Forum nutzen, mein derzeitiges Projekt vorzustellen. Hier im Forum bin ich zwar Neuling, aber einige Büchsen hab ich in den letzten 15 Jahren dann doch schon geschnitzt. Das letzte Projekt, dass ich für den Eigenbedarf kreiert habe stammt aus dem Jahr 1999 und ist eine FAST im Kompaktformat (20igerBass+10er Fostex) - damals noch in der Studi-WG ansässig, war das bezogen auf das Platzangebot der beste Kompromiss. Bis heute bin/war ich damit auch noch sehr zufrieden, aber klein Ella (2 1/2) hat nun mit dem Zeigefinger einen der beiden 10er Fostexe ruiniert.
Hier meine guten alten, von denen ich mich dann wohl trennen werde...heul




Nun denn, das war dann Grund genug, mal ganz von vorn anzufangen. Klar war von vornherein, es soll wieder ein BB sein, klassische Mehrweger hauen mich nichtmehr vom Hocker. Und damit die kleinen Finger nicht drankommen, diesmal ein Standböxchen. Geliebäugelt mit einem Horn hab ich schon lange...nur der Platz, würghh...

Vor ein paar Jahren hab ich einem Freund beim Aufbau des CT164 geholfen - das war ein recht unschönes Horn von Bernd Timmermanns ( K+T 5/96), dass mich aber klanglich doch sehr überrascht hat. Trotz kleinem Treiber baut es gut einen halben Meter in die Tiefe - aua. Und von 60 bis etwa 500 Hz war es eine deutliche Überhöhung (ca 5-6db) gegenüber dem MHT-Bereich.
Das hat schon seeehr dick aufgetragen, und war, besonders bei Wandnaher aufstellung zuviel des Guten. Aber: ein Horn bauen und dann den überheblichen Bass/Tiefmitteltonbereich mittels Sperrkreis wieder runteholen finde ich recht albern.

Konkret: Ein Wandhorn soll es werden, im Flachmanndesign, für 4zöller geeignet, mit wechselbarer Schallwand, so das die Möglichkeit besteht, verschiedene Treiber zu verwenden. Ein bißchen abseits vom üblichen Schuhkartondesign bitteschön, und zu guterletzt, mit der Möglichkeit einen Frontrichter vor den Treiber zu schrauben, um den MHT-Bereich auf vordermann zu bringen, und möglichst auf Sperrkreise zu verzichten. Und das alles leicht zu bauen (hm, ein Anfängerprojekt ist es nicht gerade, aber auch nicht so übermäßig schwer.) Natürlich ist das ganze ersteinmal nur ein Versuch mit hochdosiertem Experimentierwahnsinn. Also zuerst mal das Rearloaded Horn. Favorisiert habe ich Anfangs wieder Fostex
FE103, aber siehe da, TBs fühlen sich darin auch ganz wohl.

Nach ein paar Tagen Hardcore-AJhorning mit allen möglichen TSP (Fostexe, TBs,) waren die Hornparameter schnell klar: 2,8 m lang
26qcm Halsfläche, 600qcm Mund, Kontur Hyperbolisch zwecks Platzersparnis. Und nach den tausend Worten hier ein paar Bilder.

Der Hornverlauf:



Das fast fertige Horn:



Und noch ein bißchen fertiger:



Einblick in den Hornmund:



Ein schöner Rücken...



Von Hinten unten:



Im großen und ganzen ist das Rearloaded fertig. Fehlt nur noch die wechselbare Schallwand, naja und die Lackierung ist noch nicht fertig. Was auf den Fotos zu sehen ist, ist so zu sagen der Unterbau der Lackierung. Sie wird sehr vielschichtig und läuft auf "roter Marmor" hinaus (zu viel Eisen im Kalk, hähä). Denke das hab ich im lauf der nächsten Woche fertig, dann gibts natülich neue Bilder. Nebenher habe ich schon diverse Formen, Schablonen und Hilfswerkzeuge für den Fronttricher angefertigt. Darüber werde ich ausführlich berichten, wenn ich das BackloadedHorn fertig habe. Und da die meisten Bilder stark minimiert sind, hier die Frontansicht nochmal in voller größe:




ach ja, da Ella mir meinen geliebten Fostex geschrottet hat, muss nun ihr Name für dieses Projekt herhalten, deshalb Hornella

grüße Sascha
Syntropus
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 03. Dez 2005, 06:04

aber klein Ella (2 1/2) hat nun mit dem Zeigefinger einen der beiden 10er Fostexe ruiniert


Aha, das war also deine Tochter in dem Werbespot

Das Teil sieht ja schon abgefahren aus, sozusagen Dali - Design.

Gruss
Syntropus
bombelescha
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 03. Dez 2005, 10:08

Büchsenmacher schrieb:

[...]
Das letzte Projekt, dass ich für den Eigenbedarf kreiert habe stammt aus dem Jahr 1999 und ist eine FAST im Kompaktformat (20igerBass+10er Fostex) - damals noch in der Studi-WG ansässig, war das bezogen auf das Platzangebot der beste Kompromiss. Bis heute bin/war ich damit auch noch sehr zufrieden, aber klein Ella (2 1/2) hat nun mit dem Zeigefinger einen der beiden 10er Fostexe ruiniert.
Hier meine guten alten, von denen ich mich dann wohl trennen werde...heul
[...]


Könntest Du das FAST mal etwas genauer beschreiben?
Maße, Treiber, FW, Klangeindruck?
Kann auch gerne in nem eigenen Thread sein

MfG
Jochen
Caisa
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 03. Dez 2005, 11:34
Hornella sieht hammer geil aus, wenn das dann auch noch so klingt...

Kannst du evtl Pläne für das Gehäuse onlinestellen, dann finden sich bestimmt mal ein paar Leute die das nachbauen.

Freu mich auf mehr Infos!

Gruß Caisa
der_eine
Stammgast
#5 erstellt: 03. Dez 2005, 13:21

bombelescha schrieb:

Büchsenmacher schrieb:

[...]
Das letzte Projekt, dass ich für den Eigenbedarf kreiert habe stammt aus dem Jahr 1999 und ist eine FAST im Kompaktformat (20igerBass+10er Fostex) - damals noch in der Studi-WG ansässig, war das bezogen auf das Platzangebot der beste Kompromiss. Bis heute bin/war ich damit auch noch sehr zufrieden, aber klein Ella (2 1/2) hat nun mit dem Zeigefinger einen der beiden 10er Fostexe ruiniert.
Hier meine guten alten, von denen ich mich dann wohl trennen werde...heul
[...]


Könntest Du das FAST mal etwas genauer beschreiben?
Maße, Treiber, FW, Klangeindruck?
Kann auch gerne in nem eigenen Thread sein

MfG
Jochen

hi leutz
ich glaube er meint die baby-fast.ein 8"er kics bass in verbindung mit nem fe 127e.ist ein schniecke ding.
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 03. Dez 2005, 14:42
yepp, Zeichnung, Simulationen etc für Hornella, werde ich Stück für Stück nachliefern, sonst hätte ich mir den Thread ja sparen können. Ich brauch leider halt immer n bißchen länger, denn als Büchsenmacher habe ich gleich mehrere Töchter, die gnadenlos meine Zeit beschneiden.

zu dem alten FastBöxchen: Ich werde die Teile gerne etwas ausführlicher beschreiben, habe schon gesucht, ob ich noch irgendwelchen Papierkram dazu habe...sieht aber nicht so aus, iss halt lang her. Es ist nicht die BabyFAST o.ä, die kenn ich leider garnicht, war ne komplette Eigenentwicklung mit 20er Vistöner und FE103.Ursprünglich war da der FE83 drin, der mir aber bei ner üblen Party abgeraucht ist. Da ich aber auf Schalldruck stehe, habe ich die Schallwand aufgefräst und den 103er implantiert. Da die Weiche außen auf der Rückwand montiert ist, war das kein größeres Problem mit der Anpassung. Wenn ich mich recht erinnere habe ich bei 200Hz getrennt. Der Bass läuft in einem geschlossenen Gehäuse, und das habe ich so in etwa auf Güte 0.8 abgestimmt (sofern die TSP gestimmt haben...) Maße in etwa (BHT) 25x40x30. Das Vol.(etwa 1.5 L) für den FE habe ich durch einen schrägen Teiler abgetrennt. Die Anpassung an den 103er hat das Bauteilegrab auf der Rückseite natürlich vergrößert,
und mit dem FE83 hat sie auch deutlich braver geklungen.Heute würde ich nichtmehr so bauen! Zuviel FW vor dem BB.
Sehr wandnahe Aufstellung quittiert sie mit etwas Dröhn, Bass ist satt wenngleich nicht abgrundtief, aber sehr sauber
wenn die Aufstellung stimmt.Kontrabass ist ein ganz besonderer genuss.Zur Zeit läuft Katie Melua rauf und runter (trotz des Loches in der Dustcap), und animiert ständig zum drehen am Poti. Und das beste: meine Nachbarn werden mit steigender Lautstärke immer mehr scheissegal.
Ich denke, einen eigenen Thread für die Fast99 ist Zeitlich nicht drin, aber Fragen werde ich diesbezüglich nicht ignorieren.

Ich bin sehr erstaunt über das FeedBack, und dankbar natürlich auch

der_eine
Stammgast
#7 erstellt: 03. Dez 2005, 14:45
bitte um bilder
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 03. Dez 2005, 15:59
Blick von der Seite, der improvisierte Papierstreifen deutet den Verlauf des Teilers an:



Hinterbau mit Bauteilegrab:

bombelescha
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 03. Dez 2005, 16:12
Danke für die Infos zum FAST.
Das mit dem schrägen Teiler ist ne gute Idee.
Imposantes Bauteleigrab auf der Rückseite, hoffentlich endet das bei mir nicht genauso...

MfG
Jochen
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 03. Dez 2005, 16:25
Das Bauteilegrab ging ein bißchen auf Kosten des Umbaus vonFE83 auf FE103. Eigentlich eine 12db Weiche+Sperrkreis für den 103.
Michith
Inventar
#11 erstellt: 03. Dez 2005, 19:15
Dachte ich mir doch, dass ich den Treiber kenne, ist ein W200S von Visaton, gell? Ich höre nämlich auch auf denen

Gruss, Michi
pinkmushroom
Inventar
#12 erstellt: 03. Dez 2005, 20:14
abend..

sehr schick, sowohl die f.a.s.t. als auch das hornella

freu mich auch schon sehr auf die konstruktion der abnehmbaren schallwand.
evtl kommt ja auch noch ein "bauteilwerte-ablesen" und weiche des f.a.s.t. etwas aufdröseln

gruß stefan
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 03. Dez 2005, 23:15
yepp, recht haste Michith, iss n W200S. hatte ich vergessen zu erwähnen.Ist aber die geschirmte Version, glaube die Parameter haben etwas besser gepasst.
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 03. Dez 2005, 23:53
sorry, war wohl n Irrtum, war nicht die geschirmte Variante des W200s
UglyUdo
Inventar
#15 erstellt: 04. Dez 2005, 00:34
Hallo ( @Mods ),
dieser Thread ist vielleicht ein Grund dafür, auf die Einrichtung eines Unterforums "BB" zu verzichten.

Er wäre mir sonst besimmt entgangen
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 04. Dez 2005, 01:19
Hm, ich verstehe nicht, was Du meinst

Sascha
Niwo!
Inventar
#17 erstellt: 04. Dez 2005, 02:03
Hallo

Nochmals an dieser Stelle Respekt auch von mir.
Wenn man das Horn etwas anders designt (mehrfarbig) kann man es sicher auch als Skulptur ins Zimmer stellen. Erhöht den WAF.

Grüsse


Niwo
UglyUdo
Inventar
#18 erstellt: 04. Dez 2005, 02:19

Hm, ich verstehe nicht, was Du meinst


Ich nahm Bezug auf einen Thread, in dem es um eine Umorganisation des Forums ging.

http://www.hifi-foru...445&postID=last#last

Da ich ein "Mehrwegerich" bin, würde ich in einem Unterforum "BB" wohl nicht so häufig zu Gast sein, so wäre mir dieser Thread wohl entgangen.

Manchmal tue ich mich einfach schwer ein schlichtes "prima!" aus den Fingern zu tippen
der_eine
Stammgast
#19 erstellt: 04. Dez 2005, 09:43
garnicht schlecht
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 04. Dez 2005, 12:54
moin,

@uglyUdo - danke für deine Erklärung. Über den "Mehrwegerich" konnte ich lange schmunzeln, dass ist wirklich eine "lustige" Selbstbeschreibung. Da bin ich aber auch froh, dass BB nicht in einem Unterforum verschwunden ist. Das wäre doch Getthoisierung.

Danke auch, an dieser Stelle nochmal für all das tolle Feedback. Ist wirklich eine nette HiFi-Gemeinde hier.
Gutes Feedback ist wie eine Energiespritze mit literweise Motivation.

Morgen geht es etwas konkreter weiter, zum Threadthema Hornella. Ich bereite gerade eine internetfähige Zeichung vor, und eine kurze Beschreibung, in der ich den Aufbau mit all seinen "Tücken" kurz abreißen werde. Bis dahin wünsche ich allen nen geruhsamen und musikalischen Sonntag.


Sascha
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 06. Dez 2005, 04:07
moin

So, nun zum Gehäusebau von Hornella.

Material ist in meinem Fall MDF


Achtung: die Angaben aus dem ersten Post muss ich revidieren. Ich habe im laufe der Entwicklung mehrere Zeichnungen in Originalgröße gemacht. Habe wohl letztens einfach die Falsche gezogen.
Also noch mal in die Werkstatt und die Zeichnung auf MDF abmessen.

Und siehe da, ich hatte mich für die 3m Variante entschieden. Lag wohl daran, dass der Platz sowieso da war. Hier noch mal die Eckdaten des Horns

Hornlänge 3.0
Druckkammer ca. 1.5 L
Ah 25qcm
Am 600qcm
Kontur ist Hyperbolisch


Die Außenmaße des Hornes sind (BHT) 62.4x107.8x13.5cm;
Die Innenmaße sind dem entsprechend 60.1x10.0x104 cm;
Die Sockelplatte ist 22mm stark
Die Rückwand, Seite und Deckel ist 16mm, die Front hat 19mm;
alles andere (Das Innenleben) ist 12er MDF.

Entscheidend sind die Innenmaße. Wenn andere Materialstärken verwendet werden sollen, muss entsprechend angepasst werden. Aber wem sag ich das…

Das Material habe ich mir im Baumarkt zuschneiden lassen, der Mann an der Säge ist Schreiner und hat sehr exakt gearbeitet. Für das Innenleben habe ich mir einfach ein paar Streifen 10.0x100cm zuschneiden lassen (7x100cm für beide Boxen).

Zuerst habe ich die Seitenwände und die Deckelplatte auf die Fronplatte(!) aufgeleimt, unten bleibt das Horn vorerst offen. Dann wird der Hornverlauf auf die Innenseite der Rückwand eingezeichnet. Und dann geht es an die Innenteiler. Ich habe am Hornmund angefangen und mich Stück für Stück in Richtung Druckkammer vorgearbeitet. Da ich über den Luxus einer kleinen Tischkreissäge verfüge, war das recht schnell erledigt. Wobei ich die Winkel mit einer Schmiege aus der Zeichnung abgenommen, und damit das Kreissägeblatt eingestellt habe. Wenn man seine Säge ein bisschen kennt, geht das überraschend präzise. Ich habe also keinen einzigen Winkel mit dem Winkelmesser nachgemessen. Da die Innenteiler aber nur 10 cm tief sind, kann man mit der guten alten Feile / Raspel auch recht schnell zu Respektablen Ergebnissen kommen. Notfalls mit Montagekleber abdichten. Ich denke, man könnte sogar "stumpf" verleimen/kleben, dann muss man halt mehr in Dichtmaterial investieren, aber das Ergebnis wird dasselbe sein, zumal das nie wieder jemand sieht, wenn die Box erstmal verschlossen wurde.

Wenn der Hornverlauf inkl. Druckkammer fertig ist, dann bohrt man ein paar dicke Löcher (8-10mm fürs Stichsägeblatt) in die Ecken bzw Winkel im "toten" Raum, da der ja nachher herausgeschnitten wird. Je präziser man hierbei arbeitet, desto weniger muss man anschließend Fräsen. Das ist sehr wichtig, sonst fresst ihr staub ohne Ende. Ohnehin sollte eine gut abschließende Gummi-Atemmaske dafür verwendet werden, keine wegwerf-Papiermaske (!!!), MDF-Frässtaub ist Lungenfähig.

Dann noch die Zentrierbohrung für den Chassis-Ausschnitt. Der muss unbedingt vor dem Verschließen der Box gemacht werden, sonst wirds ein Ratespiel. Ich habe das folgendermaßen gemacht: Mit einem Zirkel einen Kreis zeichnen, der gerade so in die dreieckige Druckkammer passt. Ausschneiden und in die Druckkammer legen, und mit dem Bleistift in vorsichtig in das Zirkelloch stechen, Mittelpunkt gesetzt! Dann eine kleine, kerzengerade Bohrung, fertig.

Erst dann sollte die Rückwand aufgeleimt werden. Als nächstes wird der tote Raum aus der Front heraus geschnitten. Dann wieder die dicken Löcher in die Ecken und Winkel des toten Raums, nur diesmal eben auf der Rückwand, ausschneiden, Kante bündig fräsen, Radius fräsen wenn gewünscht, fertig.


Jetzt ist ja das Horn unten noch offen. Da der Hornmund auf der Rückseite liegt, muss hier noch der Ausschnitt gemacht werden, bevor die Sockelplatte aufgeleimt wird. Dabei sägt man auf der einen Seite des Hornes entlang des Teilers 1 (mit 1 bis 2 mm Sicherheitsabstand, später dann bündig fräsen. Ich habe den Hornmund (wegen der fehlenden Fläche, die Teiler 1 verursacht) ein bisschen höher gezogen (siehe Bild aus Post1), um die 600qcm einzuhalten. Dadurch wirkt er ein bisschen 3-eckig, was im Betrieb wohl niemand sehen wird, aber trotzdem ganz nett zum Design passt.

Um der Worte nicht zuviel aus meinem müden Hirn ziehen zu müssen, werde ich noch eine Skizze zum
Mundausschnitt reinstellen.

Die Sockelplatte habe ich auf der Rückseite (wieder mal) dreieckig ausgeformt. Soll das anwinkeln des Lautsprechers ermöglichen, ohne den Wandabstand vergrößern zu müssen. Die Spitze des Dreieckes
guckt 16.5 cm nach hinten heraus. Hierzu gibt’s dann auch ne Skizze.

Ne Simu gibt auch noch.




Hab hier einfach mal den FE103 eingesetzt. Die Tangband –Simu wird folgen. Die Blaue Kurve ist mit den Hornparametern (wie oben stehend) gerechnet.
Die rote Kurve bezieht die Wand als Teil des Hornverlaufes mit ein, wodurch sich das Horn nochmals verlängert, und der Hornmund deutlich vergrößert. Hornmund wird eigentlich jetzt der Gehäuseumfang (Seite –Deckel – Seite ; Boden natürlich nicht) + dem hübschen Loch in der Box. Als Hornlänge habe ich hier 3.3m angenommen. Hornmund etwa 3000qcm (104+62+104 x ca. 16 cm).

Hier die Zeichnung:

Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 06. Dez 2005, 04:24
und noch die TB 465SA Simu:




und der Vergleich TB465SA und FE103:

Niwo!
Inventar
#23 erstellt: 06. Dez 2005, 21:58
Hast du die verschiedenen Treiber schon gehört in deinem Horn? Wie sind denn da die Unterschiede.
Wie ist der Eindruck vom Bass. Ist der Pegel ausreichend?
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 07. Dez 2005, 12:06
breche mir gerade die Finger an den Chassis-Adaptern, denke, bis WOE krieg ich das hin, dann gibts voraussichtlich Samstag/Sonntag was auf die Ohren. Erstmal mit dem FE103.

grüsse
donhighend
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 07. Dez 2005, 12:38
@büchsenmacher

interessante konstruktion...

ein horn für einen 10er treiber würde mich auch interessieren. allerdings finde ich die optik so ziemlich
der hornverlauf lässt sich aber sicher in eine, zumindest für mich, gefälligere form bringen. jedenfalls wünsche ich viel spass mit den dingern...



gruß
Quiety
Stammgast
#26 erstellt: 07. Dez 2005, 16:58
Hallo,

ich verfolge den Thread aufmerksam, nicht um in Kürze zu bauen, sondern weil ich die Idee Klasse finde. @donhighend: sicher kann man über Geschmack streiten, aber es ist mit Sicherheit ein Ansatz abseits des Mainstreams und zumindest für einige optisch hochinteressant.

Ich könnte mir da durchaus sehr abwechslungsreiche Wohnraumgestaltung vorstellen, wie oben schon angesprochen.

Gruß
Quiety
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 10. Dez 2005, 02:45
nabend,

so, jetzt ist es gleich soweit...die Chassisadapter sind fertig und die entsprechenden Bohrungen auf der Lautsprecherfront gesetzt. Ziemliche Fummelei, mit Scherzen wie: erstmal einen Zirkel basteln, Bohrschablone etc... Muss ja dann doch recht präziese sein. Morgen werden dann die Gewindehülsen verklebt und die letzten kleinigkeiten gefixt. Am Sonntag, so Gott will, wird endlich gehört, gespielt und probiert und gemacht und getan. Vom Bäschteln hab ich auch erstmal die Schnauze voll...

Bilder:



hier mit dem verbeulten Fostex:



Sonntag wirds wohl einen ersten Hörbericht geben.

@donhighend: ja, Schade dass sie Dir nicht gefallen, aber so iss das mit den Geschmäckern. Nun, für 10er gibts ja inzwischen Hörnsche wie Sand am Meer, da wird doch was für Dich dabei sein?

gruss



gruss Sascha
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 13. Dez 2005, 04:35
moin,

ziemlich fertig (rein körperlich), habe seit Sonntag (fast) ununterbrochen dem Machen und Tuen der Hornellas gelauscht.
ich bin geschockt, von dem, was 10er hörnchen können. Für einen ausführlichen Hörbericht reichts leider heut Nacht nichtmehr, sicherlich morgen mehr (muss dringend ein paar Stunden schlafen), aber was ich auf die Ohren bekommen habe, war der helle Wahnsinn...

müde grüsse...
der_eine
Stammgast
#29 erstellt: 13. Dez 2005, 07:16

Büchsenmacher schrieb:
moin,

ziemlich fertig (rein körperlich), habe seit Sonntag (fast) ununterbrochen dem Machen und Tuen der Hornellas gelauscht.
ich bin geschockt, von dem, was 10er hörnchen können. Für einen ausführlichen Hörbericht reichts leider heut Nacht nichtmehr, sicherlich morgen mehr (muss dringend ein paar Stunden schlafen), aber was ich auf die Ohren bekommen habe, war der helle Wahnsinn...

müde grüsse...

das nenn ich mal initiative zeigen und für sein hobby leben.ich bin schon auf den bericht gespannt.
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 13. Dez 2005, 18:38
tach auch,

so, hab ein paar Stunden gepennt und bin dann gleich wieder losgerannt. Die Werkstatt iss gerade in Hörraum umfunktioniert, waren vorher 100 Stunden Staubsaugen angesagt, sonst hätt ich die Treiber da nich auspacken können.

Hier mal die CDeographie:

Katy Melua, Norah Jones,diverse SRV, Dire Straits, Jestofunk

Momentan läuft Hornella ohne alles. Hab noch kein Dämm im Horn , es ist kein FW-Teil in der Leitung.

zur Tonalität:

Wie vermutet sind Bass und Tiefmitten eine Nummer zu lautstark, was man dem Hörnchen aber nicht übel nimmt,es nervt nicht, lässt das 10erchen einfach ein bisschen grösser erscheinen. Männerstimmen wie MKnopfler kommen satt und rund
rüber. Aber auch die Damen haben gute Karten mit Hornella, sehr klar und sauber kommen die da raus, wirklich eine helle Freude.
Ok, in sachen Tiefbass muss man abstriche machen. 30 Hz sind nich, kann man wohl aber auch kaum von dem 10er verlangen. Vermutlich bewegt sich die untere Grenzfreq um die 50 Hz (so zumindest die Simu, sowie auch der Höreindruck - E-Bass: tiefes E ca 40Hz). Am Ende von IronHand auf calling elvis gibt es ein (wahrscheinlich synthetisches) bassgewaltiges grollen, und das habe ich schon ganz anders gehört. Da gingen aber auch zwei 25er zu Werke...Aber selbst
bei Jestofunk vermisst man keinen Subwoofer, der funkige Bass kommt knochentrocken. Bluesrock a la SRV kommt auch ganz nett.

Ein leckerli ist die räumliche Abbildung. Meine erste Hörsession ging Sonntag Nacht gegen 23 Uhr los, da war nichts mit Grenzerfahrungen in Sachen Lautstärke zu machen (was mich tierisch angekotzt hat)- also zimmerttemperatur, Augen zu und ab und zu ein schlücksche roten nachgießen, genießen. Da hat es mich erwischt. Per astralkörperreise stand ich plötzlich vor der Bühne...So stabil hat sich das bisher selten vor meinen Ohren aufgebaut. Meistens waren das aber eben Fullranger (Ok, ich gebs zu, ich bin auch ein Ranger, und gegen Morgen war ich dann auch voll).

Nett ist auch die erzielbare Lautstärke. Es sind keine Partyhörner, aber 30 bis 40qm kann Honella locker beschallen, auch mit gehobener Lautstärke. Bis auf den fehlenden Tiefstbass, den man aber nicht zwingend braucht, vermisse ich nichts. Wenn nicht der Fronttrichter schon auf dem Plan stünde, würde ich mit der Lautsprecherbedämpfung experimentieren, sonst nichts. Nervig übertreibende mitten sind nicht auszumachen - wahrscheinlich durch den etwas vorlauten Grundtonbereich.

Kurzer Ausblick in die Zukunft: wenn ATB eintrifft, werden sie Vermessen. Fronttrichter fange ich in den nächsten Tagen an. TB465 soll testgefahren werden, sobald ich dazu komme den Chassiadapter zu schneidern.
Jetzt kommen noch die letzten Schichten Klarlack.fertig.

gruss Sascha
Niwo!
Inventar
#31 erstellt: 17. Dez 2005, 22:27
Hallo

Wie hast du die Teile denn im Raum stehen?
Vielleicht bringts was, wenn man sie etwas von der Wand wegrückt?

Ganz ohne Dämmmaterial kann es auch sein, daß aus dem Horn untere Mitten kommen, die den Klang verfärben. Man könnte mal etwas Noppenschaumstoff hinter dem Treiber an der Wandung anbringen.

Die Form fasziniert mich immer noch. Vielleicht kann man so was auch mal etwas höher bauen?

Grüsse

Niwo
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 17. Dez 2005, 22:45
Hi Wolfgang,

die Teile stehen direkt an der Wand, und das mit der Bedämpfung...ich weis es ja, aber ich bin seit dem zusammenbau nichtmehr dazu gekommen, aufzuschrauben und zu Dämmen, hab alles da, was ich dazu bräuchte...aber ich leg immer nur CDs ein, wenn ich in der Werkstatt bin...nächste Woche wirds definitiv gemacht.

Klar, kommen Tiefmittetonanteile raus, stört aber nur bei bestimmten Songs, und mit der Dämmung wird sich das erledigt haben. Ein Sperrkreis ist nach jetziger Einschätzng nicht nötig. Da nervt nichts. Ich bin absolut zufrieden mit dem Wurf...

grüsse
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