khv für dt 770 pro

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lurchi91
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Jan 2010, 15:10
Hi Leute,

wie der Titel schon sagt suche ich einen khv für meinen DT 770 PRO (250 ohm).
Im moment läuft er an einem Grundig Fine Arts V14 Dpl Rf und ich bin eigentlich auch sehr zufrieden, allerdings wurde mir beim Kauf des KH (von Mitgliedern dieses Forums) empfohlen einen seperaten khv zu bestellen.
Könnt ihr mir einen khv nennen bzw. sagen ob es sich wirklich lohnt einen (bis 100€) anzuschaffen?
Ich höre allgemein gerne basslastig und da der KH an meinen Sub nicht heranreicht würde ich mich über etwas mehr Bass (tiefer/lauter) freuen.

Lg
Christian
m00hk00h
Inventar
#2 erstellt: 16. Jan 2010, 16:33
Da ist ein KHV aber falsche Weg.

m00h
Accuphase_Lover
Inventar
#3 erstellt: 16. Jan 2010, 16:50

lurchi91 schrieb:
Hi Leute,
wie der Titel schon sagt suche ich einen khv für meinen DT 770 PRO (250 ohm).

Ich höre allgemein gerne basslastig und da der KH an meinen Sub nicht heranreicht würde ich mich über etwas mehr Bass (tiefer/lauter) freuen.


An einen Subwoofer wird kein KH allein je heranreichen, da das "körperliche Element" der Schallwahrnehmung fehlt.

Nun sind DT 770/990 Pro sowieso schon sehr baßstarke Hörer mit Loudnesscharakteristik.

Entweder du nimmst einen noch baßstärkeren Hörer wie den AKG K 181 DJ, eine echte Wuchtbrumme. Oder du ziehst eine Bassverstärkung über EQ oder gar Psychoakustikprozessor in Erwägung.

Falls du wirklich Körperschall brauchst, kommt vielleicht auch ein "Bass Shaker" oder etwas in der Art in Frage.
ZeeeM
Inventar
#4 erstellt: 16. Jan 2010, 17:04

Accuphase_Lover schrieb:
Nun sind DT 770/990 Pro sowieso schon sehr baßstarke Hörer mit Loudnesscharakteristik.


Robert Shaw Carmina Burana von Telarc. In einem 60qm Raum über zwei Cabasse M2. Dagegen ist ein DT990pro schlicht und ergreifend bassarm. (Hat nix mit körperlicher Spürbarkeit zu tun)
Synthiepart von Star-Tracks Vol1 Telarc, da kommt bei einem Sennheiser H650 quasi nix, ausser irgendwas. Beim DT990 ist schon was da, über richige Lautsprecher stimmt es dann.
Es grassiert manchmal eine richtige Bassphobie. Es geht nicht um den Buckel um 100Hz.
m00hk00h
Inventar
#5 erstellt: 16. Jan 2010, 17:14
Klingt für mich eher danach, als würdest du in einer Bassmode sitzen oder die Cabasse völlig übertreiben. Eher ersteres.

m00h
lurchi91
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 16. Jan 2010, 17:16
@Accuphase Lover: einen Bass Shaker hab ich bereits unter meinem Bett aber mit den KH höre ich eigtl nur vorm Pc und wenn ich Nachts noch laut Musik hören möchte.

Also wird mir ein khv keine spürbare Verbesserung bringen?
Dass ein KH nicht an einen Sub heranreichen kann weiß ich ja auch :p
Wäre nur trotzdem schön wenn der KH noch ein wenig mehr Bums machen würde (z.B. beim Musik hören einfach etwas tiefer und allgemein die Bässe lauter -> EQ).

Als EQ habe ich leider nur den meiner Soundkarte : Realtek HD Audio-Manager
Es ist auch kein Problem z.B. bei Winamp den EQ zu nutzen aber ich würde gerne wenn ich etwas verändere den kompletten Sound verändern und nicht nur die Musik des Winamp's/Windoof Media Player's.
Kennt ihr einen kostenlosen Software-EQ?

LG
Christian
ZeeeM
Inventar
#7 erstellt: 16. Jan 2010, 17:24

m00hk00h schrieb:
Klingt für mich eher danach, als würdest du in einer Bassmode sitzen oder die Cabasse völlig übertreiben. Eher ersteres.

m00h


Nope. Ich kenn noch einige mehr Tiefbassbeispiele die das unterstützen.
Hüb'
Moderator
#8 erstellt: 16. Jan 2010, 19:47

Also wird mir ein khv keine spürbare Verbesserung bringen?

Nein, dass ist mit diesem Mittel nicht möglich.

Grüße
Frank
Accuphase_Lover
Inventar
#9 erstellt: 16. Jan 2010, 20:21

ZeeeM schrieb:

Accuphase_Lover schrieb:
Nun sind DT 770/990 Pro sowieso schon sehr baßstarke Hörer mit Loudnesscharakteristik.


Robert Shaw Carmina Burana von Telarc. In einem 60qm Raum über zwei Cabasse M2. Dagegen ist ein DT990pro schlicht und ergreifend bassarm. (Hat nix mit körperlicher Spürbarkeit zu tun)
Synthiepart von Star-Tracks Vol1 Telarc, da kommt bei einem Sennheiser H650 quasi nix, ausser irgendwas. Beim DT990 ist schon was da, über richige Lautsprecher stimmt es dann.
Es grassiert manchmal eine richtige Bassphobie. Es geht nicht um den Buckel um 100Hz.


Dann solltest du wohl nur über "richtige LS" hören, denn KH sind dann weniger dein Ding, wenn ein DT 990 Pro dir allen Ernstes zu baßarm ist.

Die beiden genannten Telarcs habe ich selbst. Ich weiß, daß da Bässe drauf sind die wirklich was rüberbringen. KH klingen halt nun mal anders. Es kommt auch immer auf die Abstimmung an, diese muß einem selbst zusagen.

Von einer Bassphobie würde ich nicht sprechen, eher davon, daß immer mehr Leute regelrecht bassgeil sind !

Probier mal den Sennheiser HD 25 oder den AKG K 181 DJ aus, wenn die dir auch zu bassarm sind, dürfte dir schwerlich zu helfen sein.
Ich gebe aber zu, daß die meisten baßstarken Hörer im Tiefbassbereich (!) meist nicht wirklich überzeugen.
Zumindest dann nicht, wenn man eine bestimmte LS-Raum - geprägte Vorstellung davon hat, wie Bässe sein müssen.

PA-Profis lachen sowieso meist über "HiFi-Bässe und - Pegel", da sie ganz Anderes gewohnt sind.


Da m00hk00h einen Bassmode genannt hat fällt mir ein, daß ich einen solchen in meiner alten Wohnung auch hatte und zwar bei um die 40/50 Hz. Der Bass klang dadurch in bestimmten Bereichen tatsächlich so, wie ich ihn durch keinen Kopfhörer gehört habe !

Wie die Cabasse M2 klingen weiß ich nicht, sie sehen auf jeden Fall ziemlich baßstark aus.

Ich glaube auch, daß du hier eine Kombination aus räumlichen Gegebenheiten und LS hast, die dich wahrscheinlich mit kaum einem KH im Bassbereich glücklich werden läßt.




lurchi91 schrieb:
@Accuphase Lover: einen Bass Shaker hab ich bereits unter meinem Bett aber mit den KH höre ich eigtl nur vorm Pc und wenn ich Nachts noch laut Musik hören möchte.

Also wird mir ein khv keine spürbare Verbesserung bringen?


Wohl nicht.


lurchi91 schrieb:

Dass ein KH nicht an einen Sub heranreichen kann weiß ich ja auch :p
Wäre nur trotzdem schön wenn der KH noch ein wenig mehr Bums machen würde (z.B. beim Musik hören einfach etwas tiefer und allgemein die Bässe lauter -> EQ).

Als EQ habe ich leider nur den meiner Soundkarte : Realtek HD Audio-Manager
Es ist auch kein Problem z.B. bei Winamp den EQ zu nutzen aber ich würde gerne wenn ich etwas verändere den kompletten Sound verändern und nicht nur die Musik des Winamp's/Windoof Media Player's.
Kennt ihr einen kostenlosen Software-EQ?


Die EQs der Player sind meistens klanglich ziemlich mäßig und bieten auch nur wenig Einstellmöglichkeiten.

Wenn mir, beispielsweise bei alten Aufnahmen, der Bass absolut nicht zusagt, z.B. weil sich unter 70 HZ kaum was tut, bearbeite ich die Tracks komplett nach.
Da ich auf meinen PCs quasi Mastering-Studios habe und öfter ein Remastering durchführe, arbeite ich natürlich mit sehr hochwertigen DAWs und Plugins, daher kenne ich mich mit Freeware-EQs kaum aus.

Als kostenloser Audioeditor mit dem sich schon Einiges machen läßt, empfiehlt sich Audacity : http://audacity.sourceforge.net/
lurchi91
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Jan 2010, 20:33

Accuphase_Lover schrieb:

Ich gebe aber zu, daß die meisten baßstarken Hörer im Tiefbassbereich (!) meist nicht wirklich überzeugen.
Zumindest dann nicht, wenn man eine bestimmte LS-Raum - geprägte Vorstellung davon hat, wie Bässe sein müssen.


Genau das ist mein Problem :p
Ich bin von den LS+Sub anderes gewohnt als von den KH ; )
Aber wie gesagt ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit den KH nur wäre unten rum etwas mehr gewünscht =)
Ich werd nochmal nach kostenlosen EQs googlen und wenn ich einen brauchbaren finde werd ich ihn hier posten.

Vielen Dank an Alle! : )

LG
Christian
ZeeeM
Inventar
#11 erstellt: 16. Jan 2010, 20:35

Accuphase_Lover schrieb:

Dann solltest du wohl nur über "richtige LS" hören, denn KH sind dann weniger dein Ding, wenn ein DT 990 Pro dir allen Ernstes zu baßarm ist.


Bei einiger Musik finde ich den Bass genau richtig, bei einigen Stücken ist der Bass zuviel. Bei den Telarcs zuwenig.


Probier mal den Sennheiser HD 25 oder den AKG K 181 DJ aus, wenn die dir auch zu bassarm sind, dürfte dir schwerlich zu helfen sein.


Bass ist nicht gleich Bass und auch noch abhängig von der Lautstärke die man so hört.


Ich gebe aber zu, daß die meisten baßstarken Hörer im Tiefbassbereich (!) meist nicht wirklich überzeugen.
Zumindest dann nicht, wenn man eine bestimmte LS-Raum - geprägte Vorstellung davon hat, wie Bässe sein müssen.


Als ich noch einen Lambda Pro besaß, habe ich mal Spasseshalber einen geliehenen Subwoofer, der sehr tief abgetrennt war. mitlaufen lassen. DAS war in der Summe sehr sehr schön.


PA-Profis lachen sowieso meist über "HiFi-Bässe und - Pegel", da sie ganz Anderes gewohnt sind.


Ja... da kommt etliches High-End vergleichsweise leicht sediert vor.



Da m00hk00h einen Bassmode genannt hat fällt mir ein, daß ich einen solchen in meiner alten Wohnung auch hatte und zwar bei um die 40/50 Hz. Der Bass klang dadurch in bestimmten Bereichen tatsächlich so, wie ich ihn durch keinen Kopfhörer gehört habe !


Raummoden gibt es immer. Der Raum war nicht komplett geschlossen und hatte nur sehr gering ausgeprägte Moden.
Was die Telaraufnahmen anbelangt, hat man da eher Nahfeldschalldruck bekommen.
Accuphase_Lover
Inventar
#12 erstellt: 16. Jan 2010, 21:06

ZeeeM schrieb:


Bei einiger Musik finde ich den Bass genau richtig, bei einigen Stücken ist der Bass zuviel. Bei den Telarcs zuwenig.


Das ist dann die Abstimmungsproblematik beim KH. Wenn einem die Abstimmung nicht zusagt, wird's schwierig.
Hier kann eigentlich nur ein vollparametrischer EQ helfen !
Oder eben ein KH der genau die Abstimmung / den Frequenzgang besitzt, den man persönlich möchte.



ZeeeM schrieb:

Bass ist nicht gleich Bass und auch noch abhängig von der Lautstärke die man so hört.


Leider ist die Nichtlinearität des Gehörs öfter ein Problem. Gerade KH werden von verschiedenen Hörern oft auch sehr unterschiedlich empfunden !



ZeeeM schrieb:

Als ich noch einen Lambda Pro besaß, habe ich mal Spasseshalber einen geliehenen Subwoofer, der sehr tief abgetrennt war. mitlaufen lassen. DAS war in der Summe sehr sehr schön.


Da hattest du dann ja auch den nötigen Körperschallanteil.
m00hk00h
Inventar
#13 erstellt: 16. Jan 2010, 23:05

Accuphase_Lover schrieb:

ZeeeM schrieb:

Bass ist nicht gleich Bass und auch noch abhängig von der Lautstärke die man so hört.


Leider ist die Nichtlinearität des Gehörs öfter ein Problem. Gerade KH werden von verschiedenen Hörern oft auch sehr unterschiedlich empfunden !


Da stellen sich mir jedes mal die Nackenhaare auf, wenn ich das lese. Es stimmt einfach nicht, egal wie oft das niedergeschrieben wird!
Einzig die unterschiedlichen Erwartungshaltungen bzw. Geschmäcker sind dafür verantwortlich.


Und ohne weiter auf das Thema eingehen zu wollen: viele Leute sind enttäuscht, wie dünn ein linearer Tiefbass klingt.
mein Woofer in meinem Raum

Und viele Kopfhörer sind sehr nah dran - minus das Kribbeln in der Magengrube.


m00h
ZeeeM
Inventar
#14 erstellt: 16. Jan 2010, 23:42

m00hk00h schrieb:

Da stellen sich mir jedes mal die Nackenhaare auf, wenn ich das lese. Es stimmt einfach nicht, egal wie oft das niedergeschrieben wird!
Einzig die unterschiedlichen Erwartungshaltungen bzw. Geschmäcker sind dafür verantwortlich.

m00h


Dann hätte ich gerne mal eine Erklärung für folgendes Phänomen: Ein Klangereignis wird aufgenommen und mehreren Leuten über ein und denselben Kopfhörer vorgespielt. Für jeden muß ein dazwischen geschalteter EQ anders eingestellt werden bis das Klangereignis vom Hörer dem Original ensprechend wahrgenommen wird.
m00hk00h
Inventar
#15 erstellt: 16. Jan 2010, 23:57
Jeder stellt das ein, von dem er denkt, dass es "original" klingt. Auch hier spielt die Erwartungshaltung dazu die Rolle, was eingestellt wird.

Dazu kommt das praktisch nicht vorhandene akustische Gedächtnis. Niemand kann sich merken, wie das Original klang, selbst wenn der Proband bei der Aufnahme dabei war.

Hat also keine Aussagekraft, dieses Experiment.

m00h
Accuphase_Lover
Inventar
#16 erstellt: 17. Jan 2010, 00:11

m00hk00h schrieb:

Accuphase_Lover schrieb:

ZeeeM schrieb:

Bass ist nicht gleich Bass und auch noch abhängig von der Lautstärke die man so hört.


Leider ist die Nichtlinearität des Gehörs öfter ein Problem. Gerade KH werden von verschiedenen Hörern oft auch sehr unterschiedlich empfunden !


Da stellen sich mir jedes mal die Nackenhaare auf, wenn ich das lese. Es stimmt einfach nicht, egal wie oft das niedergeschrieben wird!
Einzig die unterschiedlichen Erwartungshaltungen bzw. Geschmäcker sind dafür verantwortlich.



Gerade DU solltest es besser wissen !

Es gibt keine einheitliche Wahrnehmung von KH und LS. Und wenn du Geschmack und insbesondere Erwartungshaltung ins Spiel bringst, o.k. Gerade diese läßt viele Leute auch Verstärker- und Kabelklang hören.

Letztendlich unterliegt die Wahrnehmung natürlich auch psychologischen Faktoren, da Klang im Gehirn entsteht aber eben auch von physischen Faktoren wie Ohr- u. Kopfform und dem Sitz des Hörers abhängig ist.
ZeeeM
Inventar
#17 erstellt: 17. Jan 2010, 00:14

m00hk00h schrieb:
Jeder stellt das ein, von dem er denkt, dass es "original" klingt. Auch hier spielt die Erwartungshaltung dazu die Rolle, was eingestellt wird.

Dazu kommt das praktisch nicht vorhandene akustische Gedächtnis. Niemand kann sich merken, wie das Original klang, selbst wenn der Proband bei der Aufnahme dabei war.

Hat also keine Aussagekraft, dieses Experiment.

m00h


Naja,wenn bei mehrfachen Wiederholungen und unterschiedlichen Beispielen ähnliche Kurven rauskommen, dann messe ich dem schon mehr Relevanz als dem Auswürfeln zu. Als Ausgangssignal dienten da keine Musik, sondern Alltagsgeräusche. Probiere es selber mal aus.
Das deckt sich auch damit, das eine kopfbezogene Entzerrung am besten mit einer idivduellen Einmessung funktioniert.
m00hk00h
Inventar
#18 erstellt: 17. Jan 2010, 01:00

Accuphase_Lover schrieb:
Gerade DU solltest es besser wissen !

Es gibt keine einheitliche Wahrnehmung von KH und LS.


Ich habe ja auch nie das Gegenteil behauptet.


ZeeeM schrieb:
Naja,wenn bei mehrfachen Wiederholungen und unterschiedlichen Beispielen ähnliche Kurven rauskommen, dann messe ich dem schon mehr Relevanz als dem Auswürfeln zu. Als Ausgangssignal dienten da keine Musik, sondern Alltagsgeräusche. Probiere es selber mal aus.
Das deckt sich auch damit, das eine kopfbezogene Entzerrung am besten mit einer idivduellen Einmessung funktioniert.


Jetzt bin ich raus. Was für Wiederholungen? Was für Kurven? Was für ein Auswürfeln?
Und was hat das mit dem Empfinden von Kopfhörern zu tun? Natürlich ist die individuelle Einmessung am besten, objektiv. Das hat aber nichts mit dem zu tun, was die Ausgangsfrage war:
Werden Kopfhörer auf Grund der Nichtlinearitäten unterschiedlich bewertet?
Machen wir es doch am Beispiel: dem einen hat ein DT880 zu viele Höhen, dem anderen nicht. Jetzt ihr.

m00h


PS: Man, manchmal wünschte ich, bei solchen Fragen wäre nicht so ein Wirrwarr in meinem Kopf und ich könnte daher formulieren, was mir wirklich durch den Kopf geht.
ZeeeM
Inventar
#19 erstellt: 17. Jan 2010, 11:20

m00hk00h schrieb:
Machen wir es doch am Beispiel: dem einen hat ein DT880 zu viele Höhen, dem anderen nicht. Jetzt ihr.


Ich lass das mal etwas ruhen.
Mir schwebt noch folgendes Experiment vor und damit werde ich meinen Besuch malträtieren:

Über Lautsprecher wird rosa Rauschen wiedergegeben. Der Proband muss unter Hin- und Herschalten den EQ für den KH so einstellen, das der Klang tonal am ähnlichsten ist.
Wenn unterschiedliche Leute, bei sonst gleichen Equipment deutlich unterschiedlich einstellen, dann ist das der Wahrnehmunsunterschied objektiv gegeben.
Bei der Versuchsanordnung ist es völlig egal, wie das technische Equipment den Frequenzgang verbiegt.
Ich hoffe, das ich heute in 1 Woche das erste Opfer habe.



PS: Man, manchmal wünschte ich, bei solchen Fragen wäre nicht so ein Wirrwarr in meinem Kopf und ich könnte daher formulieren, was mir wirklich durch den Kopf geht.


Das ist normal.
Du studierst doch Physik, oder?
Ein paar Jahre nach der Promotion sieht man dir diese Verwirrung auch an.
m00hk00h
Inventar
#20 erstellt: 17. Jan 2010, 14:31

ZeeeM schrieb:

m00hk00h schrieb:
Machen wir es doch am Beispiel: dem einen hat ein DT880 zu viele Höhen, dem anderen nicht. Jetzt ihr.


Ich lass das mal etwas ruhen.
Mir schwebt noch folgendes Experiment vor und damit werde ich meinen Besuch malträtieren:

Über Lautsprecher wird rosa Rauschen wiedergegeben. Der Proband muss unter Hin- und Herschalten den EQ für den KH so einstellen, das der Klang tonal am ähnlichsten ist.
Wenn unterschiedliche Leute, bei sonst gleichen Equipment deutlich unterschiedlich einstellen, dann ist das der Wahrnehmunsunterschied objektiv gegeben.
Bei der Versuchsanordnung ist es völlig egal, wie das technische Equipment den Frequenzgang verbiegt.
Ich hoffe, das ich heute in 1 Woche das erste Opfer habe.


OK, jetzt weiß ich, wo das Problem ist: wir reden tatsächlich ein wenig aneinander vorbei.
Ich hab nie bezweifelt, dass bei jedem andere Kurven herauskommen. Aber das ist nicht der Grund dafür, dass Kopfhörer unterschiedlich wahrgenommen werden.
Und das mit dem Rauschen und den EQ ist eine Möglichkeit, diesen Differenzausschnitt der HRTFs zu visualisieren. Das ist aber uninteressant, weil das nichts mit der Erwartungshaltung beim Musikhören zu tun hat. Du könntest mit dieser Entzerrung objektiv sagen, dass die Tonalität des Hörers damit den der Lautsprecher entspricht - aber wer sagt, dass der Proband das auch so hören möchte? Also dass ihm die Lautsprecher auch gefallen?

Eben.

Dazu kommt, dass das Gehirn diese Funktion kennt und daher egal ist, ob sie von Mensch zu Mensch verschieden ist. Niemand merkt das. Spätestens beim Vergleich von zwei Kopfhörern (die ja sehr ähnliche HRTFs "triggern") subtrahiert sich diese Funktion heraus (das macht sie auch in der Erinnerung!), wie ein Offset und was bleibt ist (fast) der tatsächliche Unterschied zwischen den Hörer.
Dass das so sein muss, sieht man schon allein daran, dass es einen Konsens gibt, wie ein bestimmter Kopfhörer klingt. Das wäre ja nicht möglich, wenn der Einfluss der HRTFs auf das Empfinden des Kopfhörer größer wäre, als z.B. die Serienstreuung (siehe Grado).
Dazu kommt, dass es bisher niemand gegeben hat, der ernsthaft z.B. einem HD595 mehr Höhen attestiert hätte, als z.B. einem DT990pro.
Ich hoffe der Umkehrschluss leuchtet ein.

Viele, die sagen: "der hat nicht genug Bass" (eine absolute Aussage) kommen nach weiteren Hörproben wieder und sagen "die anderen haben ja noch weniger Bass!" (eine relative Aussage), waren sich am Anfang einfach ihrer Hörgewohnheiten (und daher der der Erwartungshaltung) nicht bewusst. Fiktives Beispiel.

Solche Fehleinschätzungen wirst du bei den Stammusern hier nicht finden, das sind wenn überhaupt Kleinigkeiten, die sich auch mit der Erwartungshaltung erklären lassen. Jemand der Metall hört wird auf einen straffen Kickbass mehr wert legen, als der Jazz- und Kammermusikhörer. So kann man sich schon mal drüber streiten, wie sauber der Bass nun wirklich ist. Aber das ist ein Problem das unabhängig davon ist, wie viel Bass nun wirklich vorhanden ist, denn da herrscht zum überwiegenden Teil Konsens. Und wenn nicht, dann ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Stammuser.


Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

Oder RichterDi. Entschuldigung.



m00h
zuglufttier
Inventar
#21 erstellt: 18. Jan 2010, 16:32
Ich habe auch mal einen linearen Lautsprecher gehört. War langweilig.

Zurück zum Thema: Ich denke, dass der DT770 Pro schon viel Bass macht aber auch eben wenig Grundton. Ein HD650 könnte hier auch ne Abhilfe sein, da der viel Grundton und Bass macht. Dieser Klang gefällt nun mal sehr vielen Leuten. Dazu kommt der nicht so starke Hochton.
Accuphase_Lover
Inventar
#22 erstellt: 18. Jan 2010, 20:56

zuglufttier schrieb:
Ich habe auch mal einen linearen Lautsprecher gehört. War langweilig.


Das sagen viele. Beispielsweise über Studiomonitore.

Wobei, welcher war's denn ?
zuglufttier
Inventar
#23 erstellt: 19. Jan 2010, 10:44

Accuphase_Lover schrieb:

zuglufttier schrieb:
Ich habe auch mal einen linearen Lautsprecher gehört. War langweilig.


Das sagen viele. Beispielsweise über Studiomonitore.

Wobei, welcher war's denn ?


Das war kein Monitor. Das war ein selbstgebauter Lautsprecher mit DBA, der komplett auf einen Raum eingemessen und angepasst wurde. 20Hz bis 20kHz. Ich hab die Anlage auch nur kurz gehört aber es klingt halt nicht ansprechend und es benötigt einen gewissen Pegel.

Leben kann man damit sicherlich hervorragend, denn dann hört man Musik.
ZeeeM
Inventar
#24 erstellt: 19. Jan 2010, 14:00

zuglufttier schrieb:
Ich hab die Anlage auch nur kurz gehört aber es klingt halt nicht ansprechend und es benötigt einen gewissen Pegel.

Leben kann man damit sicherlich hervorragend, denn dann hört man Musik.


Und anders nicht?
Das solche Anlagen Pegel brauchen hat, mit der Hörkurve zu tun. Eine ordentlich verdroschen Schießbude klingt über eine lineare Anlage nicht richtig, wenn der Spitzenpegel max. 80dB ist.
Strenggenommen klingt eine lineare Aufnahme, über eine lineare Anlage genau dann richtig, wenn der Wiedergabepegel dem Aufnahmepegel entspricht.
zuglufttier
Inventar
#25 erstellt: 19. Jan 2010, 14:01
Joa, so ist das wohl. Wenn man zu leise hört, klingt es halt zu unspektakulär.

Ich denke aber, wenn man sich dran gewöhnt hat, klingt das auch sehr gut.
ZeeeM
Inventar
#26 erstellt: 19. Jan 2010, 14:19

zuglufttier schrieb:
Joa, so ist das wohl. Wenn man zu leise hört, klingt es halt zu unspektakulär.

Ich denke aber, wenn man sich dran gewöhnt hat, klingt das auch sehr gut.


Ist ne individuelle Sache. Ich kann mich nicht dran gewöhnen.
Accuphase_Lover
Inventar
#27 erstellt: 19. Jan 2010, 19:07
Ich habe bei mir in den 90ern eine Raumeinmessung mittels Terzband-EQ und weißem Rauschen gemacht. Das Rauschen sah auf dem RTA schön geglättet aus.

Geklungen hat es leider grauslig !

Ich halte nebenbei Monitore auch nicht für linear.
Eine Abstimmung ist bei allen LS und KH gegeben.

Ein bekanntes Beispiel das sehr stark polarisiert, sind die Manger-LS. Für die einen wunderbar linear und im besten Sinne unspektakulär und damit ihrer Ansicht nach bestens als Monitor geeignet.
Für andere Hörer absolut langweilig und überflüssig !
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