Kopfhörerverstärker: IQaudIO Pi-DAC+ (TI TPA6133A)

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littlemonk
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Sep 2015, 12:54
Hallo zusammen,
muss mal wieder eine Frage loswerden. Und zwar habe ich vor, mir diesen DAC für den Raspberry zu holen:
http://www.iqaudio.co.uk/home/8-pi-dac-0712411999650.html

Interessant finde ich, dass zusätzlich zu dem DAC noch ein KHV dabei ist. Allerdings habe ich gelesen, dass nicht jeder KHV zu jedem KH passt..
Der eingebaute KHV ist wohl dieser hier:
http://www.ti.com/tool/tpa6133a2evm
(obwohl da noch eine "2" am Ende des Namens ist, aber schätze mal dass die Werte ähnlich sein werden)

Dazu gibts folgende Daten:

The TPA6133A2 is a DirectPath™ stereo headphone amplifier capable of delivering 138 mW/Ch into 16Ω and requires no output DC blocking capacitors. It has a fixed gain of +4 dB.


Momentan habe ich einen alten Beyerdynamic DT990 (600 Ohm). Passt der KHV? Unabhängig davon, sehen die Werte des KHV ok aus?
Darüber hinaus, kann ich mit dem Teil zb einen K701 betreiben und habe auch sonst eine ganz gute Auswahl bei zukünftigen KH-Käufen?

Vielen Dank schon mal
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 24. Sep 2015, 20:45
Maximal ~1,5 Veff sind für einen 600-Öhmer vielleicht schon fast etwas knapp, sollte aber normalerweise passen. Wenn du kein Lauthörer bist, sicher OK. Wäre noch die Frage, wie der Chip versorgt wird, den Klirr-Meßwerten nach funktioniert an 5 V (was die USB-Standardspannung wäre) schon bei 32 Ohm die interne Verzerrungskompensation nicht mehr richtig. Im Zweifelsfall Y-Kabel besorgen (Cordial hat auch eins) und damit bei belastetem Ausgang mit RMAA-Testdateien messen, wenn du irgendwo einen halbwegs anständigen Eingang hast.

Bei den Verzerrungsmessungen im Datenblatt des TPA6133A2 fällt übrigens sehr auf, daß die mit einem steilflankigen 20-kHz-Tiefpaß hinter dem Chip gemessen haben. Ist so eine eigentlich schwachsinnige Marotte der Hersteller - wenn ich die Harmonischen rausfiltere, werden die zugehörigen IM-Verzerrungen ja trotzdem nicht weniger. 80 kHz wäre sinnvoller (das hält immer noch HF-Müll vom Eingang des AP fern). Auf die Art komme ich auch auf sensationelle 0,0021% Klirr bei 35 mW an 16 Ohm. Real reden wir da eher über 0,05% bis >0,1%, wenn ich das mal extrapoliere (der Knick bei 6 kHz ist die 3. Harmonische, der bei 10 kHz die 2.). Und das ist auch eher ein für so einen Futzelchip zu erwartender Wert.

M.E. haben die Chips von Maxim (z.B. MAX97220) bei höheren Versorgungsspannungen und Lastimpedanzen die Nase vorn. Man muß ihnen zwar größere kapazitive Lasten vom Leibe halten (im Zweifelsfall mit 10-20 Ohm Serienwiderstand), dafür geben sie auch an +3,3 V schon bis 2 Veff her. Creative verbaut die in den letzten Jahren gern als 08/15-Lösung. Keine Ahnung, wer sonst noch. Gibt noch einzelne KHVs mit dem älteren MAX9722, z.B. Topping NX1.
littlemonk
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 28. Jan 2016, 16:23
Danke nochmal für die Antwort! Mittlerweile hab ich das Teil in Betrieb, der 600 Öhmer wird für meine Hörlautstärke völlig in Ordnung versorgt. Bin meistens 70%-80% der Lautstärke. Wie viel ansonsten verloren geht, weiß ich natürlich nicht...vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit, der KH an einem richtig gute Amp zu testen..bis jetzt leider nicht.

Ich würde gerne nochmal auf den K701 in zurückkommen: Sieht da jemand ein Problem? Mir ist klar, dass ich mit dem KHV nicht das ganze Potenzial des KHs raushole. Aber sind die Schwächen vernachlässigbar? Falls nicht bleibe ich bei meinem alten DT990. Danke schon mal falls sich jemand die Mühe macht
i.car
Stammgast
#4 erstellt: 13. Nov 2016, 19:04

audiophilanthrop (Beitrag #2) schrieb:
Maximal ~1,5 Veff sind für einen 600-Öhmer vielleicht schon fast etwas knapp, sollte aber normalerweise passen. Wenn du kein Lauthörer bist, sicher OK. Wäre noch die Frage, wie der Chip versorgt wird, den Klirr-Meßwerten nach funktioniert an 5 V (was die USB-Standardspannung wäre) schon bei 32 Ohm die interne Verzerrungskompensation nicht mehr richtig. Im Zweifelsfall Y-Kabel besorgen (Cordial hat auch eins) und damit bei belastetem Ausgang mit RMAA-Testdateien messen, wenn du irgendwo einen halbwegs anständigen Eingang hast.


Bei der Ausgangsspannung geht es mehr um "alles" hören als um "laut" hören, nämlich darum, Transienten zu hören, was zur "Musikalität" beiträgt. Bei zu geringer LS infolge geringer Ausgangsspannung fallen diese nämlich weg.
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